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Neues in den Remotedesktopdiensten

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: Februar 2012

Betrifft: Windows Server 2012

TipTipp
Die Remotedesktopdienste wurden in Windows Server 2012 verbessert. Lesen Sie das Evaluierungshandbuch, und laden Sie die Testversion von Windows Server 2012 herunter.

Mit der Remotedesktopdienste-Serverrolle in Windows Server® 2012 werden Technologien bereitgestellt, mit denen Benutzer eine Verbindung mit virtuellen Desktops, RemoteApp-Programmen und sitzungsbasierten Desktops herstellen können. Mit den Remotedesktopdiensten können Benutzer von einem Unternehmensnetzwerk aus oder über das Internet auf Remoteverbindungen zugreifen.

In Windows Server 2012 bieten die Remotedesktopdienste die verbesserte Unterstützung für die folgenden Szenarios:

  • Bereitstellungen virtueller Desktopinfrastrukturen (VDI)

  • Sitzungsvirtualisierungsbereitstellungen

  • Zentrale Veröffentlichung von Ressourcen

  • Leistungsfähige Benutzerumgebungen mit RDP (Remotedesktopprotokoll)

Diese Szenarios werden in den folgenden Abschnitten beschrieben.

In Windows Server 2008 R2 wurde mit den Remotedesktopdiensten eine VDI-Bereitstellung eingeführt. In Windows Server 2012 bieten die Remotedesktopdienste neue Möglichkeiten für eine effiziente Konfiguration und Verwaltung virtueller Desktops. Zu den Verbesserungen gehören:

  • Vereinheitlichte, zentrale Schnittstelle – Stellen Sie VDI in kurzer Zeit bereit, und verwalten Sie Bereitstellungen von persönlichen virtuellen Desktops, die in einem Pool zusammengefasst sind, dann über eine neue vereinheitlichte und zentrale Schnittstelle.

  • Automatisierte und einfache Verwaltung mit nur einem Image – Nutzen Sie automatisierte Verfahren, um in einem Pool zusammengefasste virtuelle Desktops mithilfe einer Vorlage für virtuelle Desktops bereitzustellen und zu verwalten.

  • Benutzerspezifische Personalisierung – Nutzen Sie Benutzerprofil-Datenträger, um benutzerspezifische Personalisierungseinstellungen für Bereitstellungen virtueller Desktops beizubehalten, die in einem Pool zusammengefasst sind.

  • Geringere Speicherkosten – Nutzen Sie kostengünstigen lokalen Speicher für die Livemigrationsfunktionalität zwischen Hostcomputern für in einem Pool zusammengefasste virtuelle Desktops. Persönliche virtuelle Desktops können den preiswerteren zentralen SMB-Speicher nutzen.

In Windows Server 2012 bietet die Sitzungsvirtualisierungsbereitstellung in den Remotedesktopdiensten neue Möglichkeiten für eine effiziente Konfiguration und Verwaltung sitzungsbasierter Desktops. In früheren Versionen der Remotedesktopdienste erfolgt die laufende Verwaltung der RD-Sitzungshostserver auf der Ebene des einzelnen Servers. Mithilfe der Sitzungsvirtualisierung wird eine zentrale Verwaltung und Installation ermöglicht. Die Sitzungsvirtualisierung in Windows Server 2012 bietet folgende Vorteile:

  • Vereinheitlichte, zentrale Schnittstelle – In Windows Server 2012 können Sie die Sitzungsvirtualisierung in kurzer Zeit bereitstellen und die Bereitstellungen über eine neue vereinheitlichte und zentrale Schnittstelle verwalten.

  • Vereinfachte und zentralisierte Bereitstellung – Durch einfache, szenariobasierte Installationen können Sie eine ganze Sitzungssammlung in einem Schritt erstellen.

  • Benutzerspezifische Personalisierung – Mithilfe von Benutzerprofil-Datenträgern können Sie benutzerspezifische Personalisierungseinstellungen für Sitzungssammlungen beibehalten.

  • Zentralisierte und vereinheitlichte Verwaltung – Verwalten Sie alle RD-Sitzungshostserver in einer Sitzungssammlung von einem zentralen Ort aus.

  • Gleichmäßige Auslastung – Um eine vorhersagbare Benutzererfahrung in Windows Server 2012 zu erreichen und um sicherzustellen, dass die Aktivitäten eines Benutzers sich nicht negativ auf die Leistung in anderen Benutzersitzungen auswirken, werden die folgenden Features standardmäßig auf RD-Sitzungshostservern aktiviert:

    • Gleichmäßige Netzwerkauslastung – Hierdurch wird die verfügbare Bandbreite dynamisch auf der Basis der aktiven Sitzungen auf alle Sitzungen verteilt, um eine gleichmäßige Bandbreitennutzung zu ermöglichen.

    • Gleichmäßige Datenträgerauslastung – Durch eine gleichmäßige Verteilung der Datenträger-E/A auf die Sitzungen wird eine übermäßige Datenträgerbeanspruchung durch einzelne Sitzungen verhindert.

    • Gleichmäßige CPU-Auslastung – Hierdurch wird die Prozessorzeit dynamisch auf der Basis der aktiven Sitzungen und der Last in diesen Sitzungen auf alle Sitzungen verteilt. Diese Funktionalität wurde in Windows Server 2008 R2 eingeführt und in Windows Server 2012 im Hinblick auf größere Lasten verbessert.

Eine Sitzungsvirtualisierungsbereitstellung besteht aus RD-Sitzungshostservern in Kombination mit Infrastrukturservern, wie Remotedesktoplizenzierungs-, Remotedesktop-Verbindungsbroker-, Remotedesktopgateway- und Remotedesktop-Webzugriffsservern.

Eine Sitzungssammlung (in früheren Versionen von Windows Server "Farm" genannt) ist eine Gruppierung von RD-Sitzungshostservern für eine bestimmte Sitzung. Eine Sitzungssammlung wird verwendet, um eine der folgenden Ressourcen zu veröffentlichen:

  • Sitzungsbasierte Desktops

  • RemoteApp-Programme

Die Sitzungsvirtualisierung ist eine szenariobasierte Installation innerhalb des Server-Managers, die es Ihnen ermöglicht, RD-Sitzungshostserver von einem zentralen Ort aus zu installieren, zu konfigurieren und zu verwalten. Im Rahmen des Bereitstellungsszenarios für die Sitzungsvirtualisierung stehen zwei Bereitstellungstypen zur Verfügung:

  • Schnellstart: Alle notwendigen Remotedesktopdienste-Rollendienste werden auf einem einzigen Computer installiert, sodass Sie Remotedesktopdienste-Rollendienste in einer Testumgebung installieren und konfigurieren können.

  • Standardbereitstellung: Ermöglicht Ihnen die flexible Bereitstellung der unterschiedlichen Remotedesktopdienste-Rollendienste auf verschiedenen Servern.

Unter Windows Server 2008 R2 ist die Veröffentlichung und Verwaltung von Anwendungen auf persönlichen und in einem Pool zusammengefassten virtuellen Desktops sehr zeit- und kostenintensiv. Da RemoteApp-Programme nur teilweise auf die systemeigene Windows®-Benutzerumgebung abgestimmt sind, tragen sie zu einer Erhöhung der Verwaltungskosten bei, weil es keine Möglichkeit gibt, veröffentlichte RemoteApp-Programme für die Benutzer zu organisieren.

Die Remotedesktopdienste in Windows Server 2012 ermöglichen es Ihnen, Ressourcen wie RemoteApp-Programme, sitzungsbasierte Desktops und virtuelle Desktops über eine zentrale Konsole zu veröffentlichen und zu verwalten. Mit diesem neuen Veröffentlichungsfeature können Sie eine Darstellung der Ressourcen, die Endbenutzern zugewiesen sind, im zeitlichen Verlauf anzeigen, veröffentlichte Ressourcen für jede beliebige Sammlung ändern und die Eigenschaften veröffentlichter Ressourcen bearbeiten.

Zusätzlich zu der zentralen Konsole können Sie nun eine RemoteApp- und Desktopverbindungs-URL mithilfe der Gruppenrichtlinie konfigurieren und den Benutzern anschließend über eine E-Mail-Adresse den Zugriff auf die URL ermöglichen.

Durch die zentrale Veröffentlichung von Ressourcen steht den Endbenutzern eine Umgebung zur Verfügung, die lokal installierte Anwendungen ersetzen kann.

In Windows Server 2008 R2 mit Service Pack 1 und Windows 7 mit Service Pack 1 wurde Microsoft RemoteFX eingeführt – eine Technologie, die die Bereitstellung einer vollständigen Windows-Benutzerumgebung für eine Palette unterschiedlicher Clientgeräte, u. a. Rich Clients, Thin Clients und Ultrathin Clients, ermöglicht. Windows Server 2012 setzt auf dieser Plattform auf, um eine umfassendere und einheitlichere Umgebung für alle Netzwerk- und Gerätetypen zu unterstützen. Insbesondere das Remotedesktopprotokoll (RDP) ermöglicht eine konsistente Benutzerumgebung für Verbindungen mit zentralen Arbeitsbereichen, und zwar auch in Netzwerken mit begrenzter Bandbreite und hoher Latenz.

Im Folgenden sind die wichtigsten Vorzüge für Endbenutzer und IT-Spezialisten aufgeführt, die mit der Nutzung von RDP in Windows 8 für zentralisierte Arbeitsbereichsbereitstellungen verbunden sind.

 

Die wichtigsten Vorzüge von RDP für Endbenutzer

Die wichtigsten Vorzüge von RDP für IT-Professionals

  • Benutzerumgebung mit umfangreicher Funktionalität

  • Zugriff auf Unternehmensdesktops und -anwendungen von jedem beliebigen Standort mithilfe eines beliebigen Geräts

  • Sichere, verwaltete und vollständig unterstützte Desktops und Anwendungen

  • Flexible Bereitstellungsmöglichkeiten

    • Virtuelle Desktops

    • Sitzungsbasierte Desktops

    • RemoteApp-Programme

    • Vollständige Desktopclients

    • Thin Clients

    • Unternehmensnetzwerke

    • Filialen

  • Unterstützung für heterogene Belegschaften

    • Mobile Benutzer

    • Telearbeiter

    • Mitbringen des eigenen Computers

  • Niedrige Kosten

Bei den Remotedesktopdiensten handelt es sich um eine Serverrolle, die aus mehreren Rollendiensten besteht. In Windows Server 2012 umfassen die Remotedesktopdienste die folgenden Rollendienste:

 

Rollendienstname Rollendienstbeschreibung

RD-Virtualisierungshost

Der Remotedesktop-Virtualisierungshost (RD-Virtualisierungshost) ist auf Hyper-V abgestimmt, um in einem Pool zusammengefasste oder persönliche Sammlungen virtueller Desktops innerhalb Ihrer Organisation mithilfe von RemoteApp und der Desktopverbindung bereitzustellen.

RD-Sitzungshost

Mithilfe des Remotedesktop-Sitzungshosts (RD-Sitzungshost) kann ein Server RemoteApp-Programme oder sitzungsbasierte Desktops hosten. Benutzer können eine Verbindung mit RD-Sitzungshostservern in einer Sitzungssammlung herstellen, um Programme auszuführen, Dateien zu speichern und Ressourcen auf diesen Servern zu verwenden.

Remotedesktop-Verbindungsbroker

Remotedesktop-Verbindungsbroker (RD-Verbindungsbroker):

  • Benutzer können erneut eine Verbindung mit ihren vorhandenen virtuellen Desktops, RemoteApp-Programmen und sitzungsbasierten Desktops herstellen.

  • Die Last kann gleichmäßig auf RD-Sitzungshostserver in einer Sitzungssammlung oder auf in einem Pool zusammengefasste virtuelle Desktops in einer in einem Pool zusammengefassten Sammlung virtueller Desktops verteilt werden.

  • Ermöglicht den Zugriff auf virtuelle Desktops in einer Sammlung virtueller Desktops.

RD-Webzugriff

Web Access für Remotedesktop (Web Access für RD) ermöglicht Benutzern den Zugriff auf RemoteApp- und Desktopverbindung über dasStartmenü auf einem Computer unter Windows 8 oder Windows 7 oder aber über einen Webbrowser. RemoteApp- und Desktopverbindung bietet eine angepasste Ansicht von RemoteApp-Programmen und sitzungsbasierten Desktops in einer Sitzungssammlung sowie von RemoteApp-Programmen und virtuellen Desktops in einer Sammlung virtueller Desktops.

RD-Lizenzierung

Die Remotedesktoplizenzierung (RD-Lizenzierung) verwaltet die Lizenzen, die zum Herstellen einer Verbindung mit einem Remotedesktop-Sitzungshostserver oder einem virtuellen Desktop erforderlich sind. Sie können die RD-Lizenzierung zum Installieren, Ausstellen und Nachverfolgen der Verfügbarkeit von Lizenzen verwenden.

RD-Gateway

Der Remotedesktopgateway (RD-Gateway) ermöglicht es autorisierten Benutzern, von jedem Gerät mit Internetzugang eine Verbindung mit virtuellen Desktops, RemoteApp-Programmen und sitzungsbasierten Desktops in einem internen Unternehmensnetzwerk herzustellen.

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