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Schritt-für-Schritt: Konfigurieren von DHCP mit der richtlinienbasierten Zuweisung

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: Februar 2012

Betrifft: Windows Server 2012

Die DHCP-Serverrolle (Dynamic Host Configuration Protocol) in Windows Server® 2012 führt ein neues richtlinienbasiertes Feature zur IP-Adressenzuweisung ein. Die richtlinienbasierte Zuweisung (Policy Based Assignment, PBA) ermöglicht es einem Administrator, DHCP-Clients nach bestimmten Attributen basierend auf den Feldern zu gruppieren, die im DHCP-Clientanforderungspaket enthalten sind. Dieses Feature ermöglicht eine zielgerichtete Verwaltung und eine bessere Steuerung der Konfigurationsparameter, die Netzwerkgeräten bereitgestellt werden.

Diese Anleitung enthält schrittweise Anweisungen zum Bereitstellen der richtlinienbasierten DHCP-Zuweisung in einer Testumgebung mithilfe eines Servercomputers und zweier Clientcomputer. Die Software- und Hardwareanforderungen sind angegeben, und es ist auch eine Übersicht über die richtlinienbasierte DHCP-Zuweisung enthalten.

ImportantWichtig
Die folgenden Anweisungen beschreiben das Konfigurieren einer Testumgebung mit der Mindestanzahl an Computern. Es werden einzelne Computer benötigt, um die im Netzwerk bereitgestellten Dienste voneinander zu trennen und die gewünschte Funktionalität deutlich zu demonstrieren. Bei dieser Konfiguration handelt es sich weder um eine empfohlene Vorgehensweise noch um eine erwünschte oder empfohlene Konfiguration für ein Produktionsnetzwerk. Die Konfiguration, einschließlich IP-Adressen und aller anderen Konfigurationsparameter, ist ausschließlich zur Verwendung in einem separaten Testumgebungsnetzwerk vorgesehen.

Mit einem DHCP-Server, auf dem Windows Server 2012 ausgeführt wird, können Administratoren eine Adressenzuweisungsrichtlinie auf Server- oder Bereichsebene definieren. Eine Richtlinie enthält eine Gruppe von Bedingungen, um zu analysieren, wann Clientanforderungen verarbeitet werden. Die richtlinienbasierte Zuweisung ermöglicht Flexibilität in einigen allgemeinen Szenarios, darunter folgende:

  1. Mehrere Gerätetypen: Ein Netzwerk umfasst viele verschiedene DHCP-Clientgeräte, zum Beispiel Drucker, IP-Telefone und Desktops. Administratoren müssen in der Lage sein, diese Geräte mithilfe verschiedener IP-Adressbereiche zu klassifizieren. Dies ermöglicht Routerrichtlinien und Quality of Service (QoS) basierend auf IP-Adressbereichsrichtlinien zum Steuern des Netzwerkzugriffs oder Datenverkehrs. Sie können beispielsweise die Herstellerklasse "Hewlett-Packard JetDirect" oder "Cisco Systems, Inc. IP Phone CP-7940G" hinzufügen und Drucker- sowie IP-Telefonrichtlinien so konfigurieren, dass diesen Geräten ein bestimmter IP-Adressbereich zugewiesen wird.

  2. Mehrere Rollen: Ein Netzwerk umfasst verschiedene Typen von Computern, zum Beispiel Laptops, Desktops und Server, im gleichen Subnetz. Je nach Typ des Clients möchte der Administrator möglicherweise unterschiedliche Einstellungen für die Leasedauer bereitstellen. Allen WLAN-Clients, die eine Verbindung über einen bestimmten Relay-Agenten herstellen, kann eine vierstündige Leasedauer zugewiesen werden. Dynamische DNS-Aktualisierungen können für Clients, die dieser Richtlinie entsprechen, deaktiviert werden. Auf ähnliche Weise kann eine Serverrichtlinie mithilfe einer Liste der MAC-Serveradressen erstellt werden. Servern kann eine zwölftägige Leasedauer zugewiesen werden.

  3. Virtualisierung: Ein Rechenzentrumsnetzwerk wendet die Virtualisierung für verschiedene Arbeitslasten und Anwendungen an. Virtuelle Computer werden dynamisch je nach Lastenanforderungen zu einer bestimmten Zeit zugefügt oder entfernt. Ein Administrator, der den Datenverkehr im Netzwerk für virtuelle Computer anders leiten möchte, kann eine Richtlinie basierend auf dem MAC-Adresspräfix erstellen, um eine kurze Leasedauer, einen bestimmten IP-Adressbereich und ein anderes Standardgateway zuzuweisen.

Die folgenden Felder in der DHCP-Clientanforderung sind beim Definieren von Richtlinien verfügbar.

  • Herstellerklasse

  • Benutzerklasse

  • MAC-Adresse

  • Client-ID

  • Informationen zum Relay-Agenten

Es gibt drei Typen von Richtlinieneinstellungen.

  • IP-Adressbereich: Der IP-Adressbereich, aus dem einem Client eine IP-Adresse zugewiesen wird. Eine Serverebenenrichtlinie kann keine Einstellung für einen IP-Adressbereich aufweisen.

  • Standard-DHCP-Optionen: Eine oder mehrere Standard-DHCP-Optionen zum Versand an einen Client in der Antwort basierend auf den Optionen, die vom Client in der Parameteranforderungsliste angefordert werden.

  • Herstellerspezifische DHCP-Optionen: Eine oder mehrere herstellerspezifische DHCP-Optionen zum Versand an den Client basierend auf dem Herstellerklassenfeld in der Clientanforderung.

Der DHCP-Server wertet Richtlinien nacheinander gemäß einer zugewiesenen Verarbeitungsreihenfolge aus. Der DHCP-Administrator weist den Richtlinien die Verarbeitungsreihenfolge zu. Wenn Richtlinien auf den Server- und Bereichsebenen vorhanden sind, wendet der Server beide Gruppen von Richtlinien an und wertet die Bereichsrichtlinien vor den Serverrichtlinien aus. Die Verarbeitungsreihenfolge für eine Bereichsebenenrichtlinie definiert die Reihenfolge der Auswertung innerhalb des Bereichs. Wenn auf Bereichsebene keine Richtlinien definiert sind, gelten die Richtlinien auf der Serverebene für den Bereich.

Der DHCP-Server bestimmt den Bereich, zu dem ein DHCP-Client basierend auf der Gateway-IP-Adresse des Relay-Agenten gehört, oder die Schnittstelle des DHCP-Servers, über die er das DHCP-Clientpaket empfängt. Sobald der Server den Clientbereich bestimmt, wertet der Server das DHCP-Paket in der angegebenen Verarbeitungsreihenfolge unter Berücksichtigung der Richtlinien aus, die für den Bereich gelten. Die Richtlinien, die für einen Bereich gelten, sind die, die für den Bereich konfiguriert und vom Server geerbt werden. Eine einzige Clientanforderung kann mehreren Richtlinien entsprechen.

Wenn eine Clientanforderung den Bedingungen einer Richtlinie entspricht, der ein bestimmter IP-Adressbereich zugeordnet wurde, weist der Server die erste freie IP-Adresse aus dem Bereich gemäß der Bestimmungen durch die Regel zu. Wenn einer Richtlinie mehrere Adressbereiche zugeordnet werden, weist der Server IP-Adressen zu, indem er zunächst versucht, eine IP-Adresse aus dem niedrigsten Adressbereich zuzuweisen. Wenn keine IP-Adressen aus dem niedrigeren Adressbereich zur Verfügung stehen, sucht der Server nach einer freien IP-Adresse aus den höheren Adressbereichen. Wenn in keinem der Adressbereiche, die durch die Richtlinie zugeordnet werden, freie IP-Adressen verfügbar sind, verarbeitet der Server die nächste passende Richtlinie, wie durch die Verarbeitungsreihenfolge definiert wird.

Wenn keine der passenden Richtlinien über eine freie IP-Adresse verfügt, löscht der Server das Clientpaket und protokolliert ein Ereignis. Wenn ein DHCP-Clientpaket keiner der für den Bereich gültigen Richtlinien entspricht, oder wenn keine der passenden Richtlinien für ein Clientpaket einem IP-Adressbereich zugeordnet ist, leiht der Server dem Client eine IP-Adresse aus dem IP-Adressbereich, der für den Bereich ohne richtlinienspezifische IP-Adressbereiche konfiguriert ist.

Ein DHCP-Client verwendet das Paramateranforderungs-Listenfeld in einem DHCP-Paket, um eine Liste mit Standardoptionen vom Server anzufordern. Die Option der Zuweisungsverarbeitung für einen Client ähnelt der Option für die IP-Adresszuweisung. Der DHCP-Server wertet die Felder in der Clientanforderung in Bezug auf die einzelnen anwendbaren Richtlinien für den Bereich in der angegebenen Verarbeitungsreihenfolge aus. Wenn die Clientanforderung den Bedingungen einer für den Bereich anwendbaren Richtlinie entspricht und die Einstellungen bestimmte Optionen umfassen, gibt der Server diese Optionen an den Client zurück. Wenn mehrere Richtlinien der Clientanforderungen entsprechen, gibt der Server die Summe der Optionen zurück, die für die einzelnen passenden Richtlinien angegeben werden. Der DHCP-Server sendet Herstellerklassenoptionen basierend auf der Herstellerklasse, die in der DHCP-Clientanforderung enthalten ist, an den Client.

Diese Testumgebung demonstriert neue DHCP-Funktionen in Windows Server 2012. Es werden ein Server- und zwei Clientcomputer verwendet. Siehe folgende Abbildung.

DHCP-Lab-Setup

Zum Abschließen dieser Testumgebung sind ein Servercomputer und zwei Clientcomputer erforderlich.

Die folgenden Komponenten sind für die Testumgebung erforderlich:

  1. Die Produkt-DVD oder ein anderes Installationsmedium für Windows Server 2012.

  2. Ein Computer, der die Mindesthardwareanforderungen für Windows Server 2012 erfüllt.

  3. Mindestens ein DHCP-Clientcomputer ist erforderlich.

    noteHinweis
    Die Umgebung verwendet zwei Computer mit Windows® 8. Wenn nur ein Clientcomputer verfügbar ist, oder wenn Windows 8 nicht auf den Clients ausgeführt wird, müssen Sie einige der Verfahren in der Testumgebung entsprechend ändern.

Mit den folgenden Verfahren werden Computer für den Demonstrationsteil der Testumgebung konfiguriert:

  1. Konfigurieren von DHCP1: DHCP1 ist ein Domänencontroller, DNS-Server und DHCP-Server für die Active Directory-Domäne "contoso.com".

  2. Konfigurieren von Client1: Client1 ist ein DHCP-Clientcomputer.

  3. Konfigurieren von Client2: Client2 ist ein DHCP-Clientcomputer.

DHCP1 ist ein Computer, auf dem Windows Server 2012 ausgeführt wird und der die folgenden Dienste bereitstellt:

  • Einen Domänencontroller für die Active Directory-Domäne "contoso.com".

  • Ein autorisierender DNS-Server für die DNS-Zone "contoso.com".

  • Einen DHCP-Server.

Die Erstkonfiguration von DHCP1 umfasst die folgenden Schritte:

  1. Starten Sie den Computer mit der Windows Server 2012-Produkt-DVD oder anderen digitalen Medien.

  2. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, geben Sie einen Produktschlüssel ein, akzeptieren Sie die Lizenzbedingungen, konfigurieren Sie Uhrzeit, Sprache und regionale Einstellungen, und legen Sie ein Kennwort für das lokale Administratorkonto fest.

  3. Drücken Sie Strg+Alt+Entf, und melden Sie sich mit dem lokalen Administratorkonto an.

  4. Klicken Sie auf Akzeptieren, wenn Sie dazu aufgefordert werden, die Windows-Fehlerberichterstattung zu aktivieren.

  5. Klicken Sie auf Start, geben Sie ncpa.cpl ein, und drücken Sie dann die Eingabetaste. Der Systemsteuerungsbereich Netzwerkverbindungen wird geöffnet.

    TipTipp
    Der vorherige Schritt demonstriert eine neue Funktionalität in Windows Server 2012, die es Ihnen ermöglicht, Anwendungen, Einstellungen und Dateien zu suchen und auszuführen, indem Sie auf Start klicken und dann einen Suchbegriff eingeben. Sie können auch den Systemsteuerungsbereich Netzwerkverbindungen öffnen, indem Sie in Server-Manager in der Ansicht Lokaler Server neben Verkabelte Ethernetverbindung klicken. Weitere Informationen finden Sie unter Allgemeine Verwaltungsaufgaben und Navigation in Windows Server 2012 (http://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkId=242147).

  6. Klicken Sie unter Netzwerkverbindungen mit der rechten Maustaste auf Verkabelte Ethernetverbindung, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  7. Doppelklicken Sie auf Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4).

  8. Klicken Sie auf der Registerkarte Allgemein auf Folgende IP-Adresse verwenden.

  9. Geben Sie neben IP-Adresse 10.0.0.1 und neben Subnetzmaske255.255.255.0 ein. Neben Standard Gateway muss kein Eintrag vorgenommen werden.

  10. Geben Sie neben Bevorzugter DNS-Server10.0.0.1 ein.

  11. Klicken Sie zweimal auf OK, und schließen Sie dann den Systemsteuerungsbereich Netzwerkverbindungen.

DHCP1 fungiert als Domänencontroller, DNS-Server und DHCP-Server für die Active Directory-Domäne "contoso.com".

  1. Das Server-Manager-Dashboard wird standardmäßig angezeigt. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Diesen lokalen Server konfigurieren.

  2. Klicken Sie unter EIGENSCHAFTEN auf den Namen neben Computername. Das Dialogfeld Systemeigenschaften wird geöffnet.

  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Computername auf Ändern, und geben Sie dann DHCP1 unter Computername ein.

  4. Klicken Sie zweimal auf OK, und klicken Sie dann auf Schließen.

  5. Klicken Sie, wenn Sie zum Neustarten des Computers aufgefordert werden, auf Jetzt neu starten.

  6. Nachdem Sie den Computer neu gestartet haben, verwenden Sie für die Anmeldung das lokale Administratorkonto.

  7. Klicken Sie in Server-Manager unter Diesen lokalen Server konfigurieren auf Rollen und Funktionen hinzufügen.

  8. Klicken Sie im Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Funktionen dreimal auf Next, und aktivieren Sie dann auf der Seite Serverrollen auswählen das Kontrollkästchen Active Directory-Domänendienste.

  9. Klicken Sie, wenn Sie zum Hinzufügen erforderlicher Funktionen aufgefordert werden, auf Features hinzufügen.

  10. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen DHCP-Server.

  11. Klicken Sie, wenn Sie zum Hinzufügen erforderlicher Funktionen aufgefordert werden, auf Features hinzufügen.

  12. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen DNS-Server.

  13. Klicken Sie, wenn Sie zum Hinzufügen erforderlicher Funktionen aufgefordert werden, auf Features hinzufügen.

  14. Klicken Sie fünfmal auf Weiter und dann auf Installieren.

  15. Warten Sie auf den Abschluss des Installationsvorgangs, überprüfen Sie auf der Seite Installationsfortschritt, ob Konfiguration erforderlich. Die Installation auf DHCP1 war erfolgreich angezeigt wird, und klicken Sie dann auf Schließen.

  16. Klicken Sie auf das Benachrichtigungssymbol und dann auf Server auf einen Domänencontroller heraufstufen. Dieser Schritt wird im folgenden Beispiel dargestellt.

    Benachrichtigungskennzeichen
  17. Wählen Sie im Konfiguration-Assistenten für Active Directory-Domänendienste auf der Seite Bereitstellungskonfiguration die Option Neue Gesamtstruktur hinzufügen aus, und geben Sie dann neben Name der Stammdomänecontoso.com ein.

  18. Klicken Sie auf Next, und geben Sie dann auf der Seite Domänencontrolleroptionen unter Kennwort für den Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus (DSRM-Kennwort) eingeben ein Kennwort neben Kennwort und Kennwort bestätigen ein. Vergewissern Sie sich, dass DNS-Server und Globaler Katalog (GC) ausgewählt sind, und klicken Sie dann auf Weiter.

  19. Klicken Sie viermal auf Weiter, überprüfen Sie, ob Alle erforderlichen Komponenten wurden erfolgreich überprüft angezeigt wird, und klicken Sie dann auf Installieren.

  20. Der Computer wird automatisch neu gestartet, um den Installationsvorgang abzuschließen.

  21. Verwenden Sie für die Anmeldung das lokale Administratorkonto.

Zum Konfigurieren der Einstellungen in der Testumgebung ist ein Domänenadministratorkonto erforderlich.

TipTipp
Sie können das Konto "CONTOSO\Administrator" in dieser Testumgebung verwenden und die Erstellung eines Domänenadministratorkontos überspringen, falls gewünscht. Dieses Konto verfügt unter anderem über Domänenadministratorberechtigungen. Es hat sich jedoch als sinnvoll erwiesen, dieses Konto zu deaktivieren oder umzubenennen. Weitere Informationen finden Sie im Thema zu Active Directory - bewährte Methoden(http://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkID=243071).

  1. Klicken Sie auf der Server-Manager-Menüleiste auf Extras, und klicken Sie dann auf Active Directory-Benutzer und -Computer.

  2. Doppelklicken Sie in der Konsolenstruktur Active Directory-Benutzer und -Computer auf contoso.com, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Benutzer, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf Benutzer.

  3. Geben Sie im Dialogfeld Neues Objekt - Benutzeruser1 unter Benutzeranmeldename und neben Vollständiger Name ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Geben Sie neben Kennwort und Kennwort bestätigen ein Kennwort für das Konto "user1" ein.

  5. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen neben Benutzer muss Kennwort bei der nächsten Anmeldung ändern, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Kennwort läuft nie ab, klicken Sie auf Weiter, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

  6. Doppelklicken Sie auf user1, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Mitglied von.

  7. Klicken Sie auf Hinzufügen, geben Sie domain admins unter Geben Sie die zu verwendenden Objektnamen ein, klicken Sie zweimal auf OK, und schließen Sie dann die Konsole Active Directory-Benutzer und -Computer.

  8. Klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Administrator, und klicken Sie dann auf Abmelden.

  9. Melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen von "user1" am Computer an, indem Sie auf den linken Pfeil neben CONTOSO\Administrator und dann auf Anderer Benutzer klicken.

Erstellen Sie als Nächstes einen DHCP-Bereich auf DHCP1.

  1. Klicken Sie im Menü "Server-Manager" auf Extras, und klicken Sie dann auf DHCP. Die DHCP-Konsole wird geöffnet.

  2. Navigieren Sie in der DHCP-Konsolenstruktur zu IPv4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf IPv4, und klicken Sie dann auf Neuer Bereich. Der Bereichserstellungs-Assistent wird geöffnet.

  3. Klicken Sie auf Weiter, und geben Sie dann einen Namen für den neuen Bereich neben Name ein (zum Beispiel: Contoso-scope1).

  4. Klicken Sie auf Weiter, und geben Sie dann unter IP-Adressbereich10.0.0.1 neben Start-IP-Adresse ein, geben Sie 10.0.0.254 neben End-IP-Adresse ein, und geben Sie 24 neben Länge ein. Der Wert der Subnetzmaske wird automatisch in 255.255.255.0 geändert.

  5. Klicken Sie auf Weiter, und geben Sie dann in Ausnahmen und Verzögerung hinzufügen10.0.0.1 unter Start-IP-Adresse ein, geben Sie 10.0.0.10 unter End-IP-Adresse ein, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Dadurch können die ersten zehn IP-Adressen im Subnetz 10.0.0.0/24 für die statische Adressierung von Servern im Netzwerk verwendet werden.

  6. Klicken Sie auf Weiter, und geben Sie dann in Leasedauer unter Beschränkt auf0 Days, 0 Hours und 2 Minutes ein. Diese sehr kurze Leasedauer wird die DHCP-Demonstration vereinfachen.

  7. Klicken Sie dreimal auf Weiter, und überprüfen Sie dann in Domänenname und DNS-Server, ob für Übergeordnete Domänecontoso.com festgelegt wurde und ob 10.0.0.1 als einziger DNS-Server aufgelistet wird.

  8. Klicken Sie zweimal auf Weiter, und wählen Sie dann unter Bereich aktivieren die Option Ja, diesen Bereich jetzt aktivieren aus.

  9. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen.

  10. Klicken Sie in der DHCP-Konsole mit der rechten Maustaste auf dhcp1.contoso.com, und klicken Sie dann auf Autorisieren.

  11. Aktualisieren Sie die Ansicht in der DHCP-Konsole, und stellen Sie sicher, dass DHCP1 autorisiert und "Contoso-scope1" aktiv ist.

    Hinweis: Um Bereiche auf dem aktuellen Server mithilfe von Windows PowerShell zu überprüfen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows PowerShell, klicken Sie auf Als Administrator ausführen, klicken Sie in der angezeigten Benutzerkontensteuerungs-Warnung auf Ja, geben Sie den folgenden Befehl an der Windows PowerShell-Eingabeaufforderung ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

    get-dhcpserverv4scope
    
    PS C:\Windows\system32> get-dhcpserverv4scopeScopeId         SubnetMask      Name           State    StartRange      EndRange        LeaseDuration-------         ----------      ----           -----    ----------      --------        -------------10.0.0.0        255.255.255.0   Contoso-scope1 Active   10.0.0.1        10.0.0.254      00:02:00

Client1 ist ein Computer, auf dem Windows® 8 ausgeführt wird und der als DHCP-Client fungiert.

Die Konfiguration von Client1 umfasst die folgenden Schritte:

Während des Demonstrationsteils der Testumgebung wird Client1 als DHCP-Client verwendet.

  1. Starten Sie den Computer mit der Windows 8-Produkt-DVD oder anderen digitalen Medien.

  2. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, geben Sie einen Produktschlüssel ein, und akzeptieren Sie die Lizenzbedingungen.

  3. Wenn Sie zur Eingabe eines PC-Namens aufgefordert werden, geben Sie Client1 ein, und klicken Sie auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf Expresseinstellungen verwenden.

  5. Klicken Sie auf der Seite Am PC anmelden auf Möchten Sie sich mit einem Microsoft-Konto anmelden, und klicken Sie dann auf Lokales Konto.

  6. Geben Sie neben Benutzernameuser1 ein, geben Sie ein Kennwort und einen Kennworthinweis ein, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

Die DHCP-Failoverdemonstration auf Client1 verwendet Windows PowerShell zum Überprüfen der DHCP-Leaseinformationen. Damit Sie schneller auf die Windows PowerShell zugreifen können, wird sie an die Taskleiste angeheftet.

  1. Standardmäßig wird das Menü Start angezeigt. Falls Start nicht angezeigt wird, bewegen Sie den Mauszeiger in die linke untere Ecke des Bildschirms, bis Start angezeigt wird, und klicken Sie dann auf Start.

  2. Geben Sie powershell ein, klicken Sie dann unter Ergebnisse für "powershell" mit der rechten Maustaste auf Windows PowerShell, und klicken Sie dann auf An Taskleiste anheften. Stellen Sie sicher, dass Windows PowerShell an die Taskleiste angeheftet wurde.

noteHinweis
Client1 kann auch der Domäne "contoso.com" hinzugefügt werden, was allerdings nicht erforderlich ist, um diese Testumgebung abzuschließen.

Client2 ist ein Computer, auf dem Windows 8 ausgeführt wird und der als DHCP-Client fungiert.

Konfiguration von Client2 ist fast mit der von Client1 identisch. Wiederholen Sie zum Konfigurieren von Client2 die gleichen Verfahren, die Sie zum Konfigurieren von Client1 verwendet haben, mit Ausnahme der Eingabe eines PC-Namens. Geben Sie hier Client2 anstatt Client1 ein.

Für die richtlinienbasierte DHCP-Zuweisungsdemonstration der Testumgebung wird eine Richtlinie konfiguriert, die auf einer MAC-Adresse basiert, um eindeutige DHCP-Optionen und IP-Adressbereiche für Client1 und Client2 zuzuweisen.

Eine Demonstration der richtlinienbasierten DHCP-Zuweisung DHCP-Failovers auf Windows Server 2012 besteht aus den folgenden Vorgängen:

  1. Bestimmen der MAC-Adressen

  2. Erstellen von Richtlinien

  3. Demonstrieren von Richtlinien

Auf Client1 und Client2 werden eindeutige MAC-Adressen zum Erfüllen verschiedener DHCP-Richtlinien verwendet.

  1. Öffnen Sie auf DHCP1 die DHCP-Konsole, und navigieren Sie zu IPv4\Scope [10.0.0.0] Contoso-scope1\Address Leases.

  2. Klicken Sie auf Address Leases, und geben Sie dann im Detailbereich die für Client1 und Client2 unter Eindeutige ID aufgelisteten MAC-Adressen ein.

    Eindeutige Client-ID

Der Konfigurations-Assistent für DHCP-Richtlinien wird verwendet, um eine eindeutige Richtlinie für Client1 und eine andere Richtlinie für Client2 zu erstellen. Eine für einen einzelnen Computer konfigurierte Richtlinie ist nicht typisch und wird nur zu Demonstrationszwecken konfiguriert. In einem Unternehmensnetzwerk können Sie Platzhalter und andere Bedingungen verwenden, um mehreren DHCP-Clientgeräten zu entsprechen.

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Richtlinien, und klicken Sie dann auf Neue Richtlinie.

  2. Geben Sie neben RichtliniennameClient1 Policy ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

  3. Klicken Sie auf der Seite Bedingungen für die Richtlinie konfigurieren auf Hinzufügen.

  4. Wählen Sie im Dialogfeld Bedingung hinzufügen/bearbeiten die Option MAC-Adresse neben Kriterien aus, geben Sie die MAC-Adresse für Client1 neben Wert ein (in diesem Beispiel 001DB7A63D), und klicken Sie dann auf OK.

    DHCP-Richtlinien-Assistent
  5. Klicken Sie auf Weiter, und geben Sie dann in Einstellungen für die Richtlinie konfigurieren10.0.0.100 neben Start-IP-Adresse und 10.0.0.199 neben End-IP-Adresse ein.

    DHCP-Richtlinie
  6. Klicken Sie auf Weiter, und wählen Sie dann unter Verfügbare Optionen003 Router aus, geben Sie 10.0.0.7 unter IP-Adresse ein, und klicken Sie auf Hinzufügen.

    DHCP-Richtlinie
  7. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen.

  8. Wiederholen Sie die vorherigen Schritte für Client2 unter Verwendung der folgenden Bedingungen, IP-Adressbereiche und Optionen:

    1. Richtlinienname: Client2 Policy

    2. Bedingung: MAC-Adresse entspricht (in diesem Beispiel) 00155DB&A63E.

    3. Start-IP-Adresse: 10.0.0.200

    4. End-IP-Adresse: 10.0.0.254

    5. 003 Router: 10.0.0.8

Überprüfen Sie als Nächstes den Effekt dieser Richtlinien auf die IP-Adresskonfiguration von Client1 und Client2.

  1. Klicken Sie im Detailbereich unter Richtlinienname mit der rechten Maustaste auf eine der beiden Richtlinien, die Sie gerade erstellt haben.

  2. Beachten Sie, dass Sie die Richtlinie in der Verarbeitungsreihenfolge nach oben und unten verschieben sowie löschen oder deaktivieren können.

  3. Klicken Sie auf Eigenschaften.

  4. Überprüfen Sie die verfügbaren Parameter, die Sie auf den Registerkarten Allgemein, Bedingungen, IP-Adressbereich, Optionen und DNS bearbeiten können.

  5. Klicken Sie auf OK, und geben Sie dann auf Client1 ipconfig /all an der Windows PowerShell-Eingabeaufforderung ein.

    IPconfig
  6. Client1 wurden die erste IP-Adresse im Bereich 10.0.0.100 – 10.0.0.199 und das Standardgateway 10.0.0.7 zugewiesen, wie durch die richtlinienbasierte Zuweisung bestimmt.

    Wiederholen Sie den vorherigen Schritt auf Client2.

    IPconfig
  7. Client2 wurden die erste IP-Adresse im Bereich 10.0.0.200 – 10.0.0.254 und das Standardgateway 10.0.0.8 zugewiesen.

Die richtlinienbasierte Zuweisung in Windows Server 2012 ermöglicht Ihnen das Erstellen einfacher, aber leistungsstarker Regeln zum Verwalten von DHCP in Ihrem Netzwerk.

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