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Aufbauen einer Cloud-Infrastruktur: Konfiguration eines nicht zusammengeführten Rechenzentrums

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: September 2012

Betrifft: Windows Server 2012



Dieses Dokument enthält Anweisungen, denen Sie folgen müssen, um eine private oder öffentliche Cloudkonfiguration zu erstellen, die Folgendes verwendet:

  • Separate Netzwerkadapter für Livemigration, Cluster, Verwaltung und Mandantendatenverkehr

  • Herkömmlicher SAN-Speicher

  • Optionales Verwenden der E/A-Virtualisierung mit Einzelstamm (Single Root I/O Virtualization, SR-IOV)

Das in diesem Dokument beschriebene Entwurfsmuster ist eines von drei Entwurfsmustern, die für den Aufbau der wesentlichen Cloudinfrastruktur zur Berechnung und Speicherung empfohlen werden. Weitere Informationen zu den anderen beiden Entwurfsmustern für die Cloudinfrastruktur finden Sie unter:

Das Entwurfsmuster für die Cloudinfrastruktur von nicht zusammengeführten Datacentern konzentriert sich auf die folgenden wichtigen Anforderungen in den Bereichen Netzwerk, Computing und Speicherung:

  • Sie verfügen über vorhandene, separate Netzwerke, die auf der empfohlenen Konfiguration von Hyper-V in Windows Server® 2008 R2 basieren. Dabei ist es für Sie erforderlich, dass diese physische Segmentierung des Netzwerkdatenverkehrs erhalten bleibt, um eine erneute Netzwerkentwicklung zu vermeiden. Jede Art des Infrastruktur- (Verwaltung, Cluster/CSV, Livemigration und Speicherung) und Mandantendatenverkehrs wird über physisch getrennte Netzwerke und Netzwerkadapter übertragen. Diese Anforderung wird durch Installieren physisch getrennter Netzwerkadapter für die einzelnen Datenverkehrstypen und durch Zuweisen von VLAN 802.1q-Tags zu den jeweiligen Adaptern erfüllt.

  • Für Sie ist es erforderlich, dass jeder Datenverkehrstyp einem bestimmten Adapter zugeordnet ist. Diese Anforderung wird dadurch erfüllt, dass jeder Datenverkehrsfluss so konfiguriert wird, dass dieser auf dem dedizierten Netzwerkadapter das richtige Subnetz bzw. die richtige IP-Adresse verwendet.

  • Für Sie ist es erforderlich, dass die Arbeitsauslastung des virtuellen Computers Zugriff auf die höchste verfügbare Netzwerkleistung hat. Diese Anforderung wird durch die Verwendung des neuen Windows Server® 2012-Features "E/A-Virtualisierung mit Einzelstamm (Single Root I/O Virtualization, SR-IOV)" erfüllt, die den auf dem Hyper-V-Server ausgeführten virtuellen Computern den direkten Zugriff auf die Netzwerkadapterhardware gestattet und somit den virtuellen Netzwerkstapel umgeht.

  • Sie verfügen über vorhandene FC- oder iSCSI-SANs und benötigen einen ausreichend verbundenen Speicher, damit alle Mitglieder des Hyper-V-Failoverclusters mit einem Blockspeicher verbunden sind. Diese Anforderung wird durch Konfigurieren der Hyper-V-Hosts für die weitere Verwendung des herkömmlichen SAN-Speichers erfüllt. Jedes Mitglied des Hyper-V-Failoverclusters kann eine Verbindung mit iSCSI, Fibre Channel oder Fibre Channel over Ethernet herstellen.

  • Für Sie ist es erforderlich, dass jedes Mitglied des Hyper-V-Failoverclusters auf den freigegebenen Speicher zugreifen kann. Diese Anforderung wird durch die Verwendung von Windows Server 2012-Volumes für Failoverclustering und CSV (Version 2) zum Speichern von virtuellen Computerdateien und -metadaten erfüllt.

  • Für Sie ist es erforderlich, dass Sie vorherige Hyper-V-Hardware, auf der der Windows Server 2008 R2-Server ausgeführt wurde, wiederverwenden können. Diese Anforderung wird dadurch erfüllt, dass die vorherige Hardware wiederverwendet und nur eine einzelne Änderung an der Hardwarekonfiguration vorgenommen wird. Diese besteht darin, dass ein 10-GbE-Netzwerkadapter hinzugefügt wird, der SR-IOV unterstützt. Alternativ können Sie einen 1-GbE-Adapter verwenden und SR-IOV nicht bereitstellen. In diesem Dokument wird die Verwendung von SR-IOV veranschaulicht.

  • Es ist für Sie erforderlich, dass der Zugriff auf die virtuellen Computer flexibel auf Hardwarefehler reagiert. Diese Anforderung kann durch die Verwendung von Windows Server 2012-Failoverclustern mit der Hyper-V-Serverrolle erfüllt werden.

Eine Windows Server 2012-Cloudinfrastruktur ist ein leistungsstarker Hyper-V-Cluster mit hoher Verfügbarkeit, der virtuelle Computer hostet, die für die Erstellung privater oder öffentlicher Clouds verwaltet werden können, bei der das Infrastrukturentwurfsmuster für die nicht zusammengeführte Datacenterkonfiguration verwendet wird. In diesem Dokument wird erläutert, wie Sie die grundlegenden Komponenten für eine solche Cloud konfigurieren. Die Bereitstellungsaspekte von System Center oder anderer Verwaltungssoftware werden nicht behandelt; der Schwerpunkt liegt auf dem Konfigurieren der Windows Server-Kernhosts, die zum Aufbauen der Cloudinfrastruktur verwendet werden.

Diese Cloudkonfiguration besteht aus folgenden Elementen:

  • Mehrere Computer in einem Hyper-V-Failovercluster.

    Ein Hyper-V-Cluster wird mithilfe des Windows Server 2012-Failoverclusterfeatures erstellt. Die Featuregruppe für das Windows Server 2012-Failoverclustering ist stark mit der Hyper-V-Serverrolle integriert und ermöglicht hinsichtlich Berechnung und Netzwerk einen hohen Verfügbarkeitsgrad. Zudem erweitert das Windows Server 2012-Failoverclustering die Mobilität virtueller Computer, die in einer Cloudumgebung von entscheidender Bedeutung ist.

  • Eine nicht zusammengeführte Netzwerkinfrastruktur, die mehrere Clouddatenverkehrsprofile unterstützt.

    Für jeden Computer im Hyper-V-Failovercluster müssen ausreichend Netzwerkadapter installiert sein, um die einzelnen Datenverkehrstypen zu unterstützen, die von anderen Datenverkehrstypen isoliert werden müssen. In den meisten Fällen umfasst dies Netzwerkadapter, die dem Infrastrukturdatenverkehr zugeordnet sind, z. B. für die Verwaltung, für Cluster/CSV und die Livemigration. Wenn Sie sich für ein auf Ethernet basierendes Speicherprotokoll (wie iSCSI oder FCoE) entscheiden, dann ist auch ein Netzwerkadapter für den Speicherdatenverkehr erforderlich. Die Netzwerkadapter für den Infrastrukturdatenverkehr in diesem Szenario sind teamlose 1 GB-Adapter, obwohl auch 10 GB-Adapter oder eine Mischung aus 1 GB- und 10 GB-Adaptern für die zu unterstützenden Datenverkehrstypen der Infrastruktur verwendet werden können. Der Adapter für den Mandantendatenverkehr ist ein 10 GB-Adapter, der SR-IOV unterstützt.

  • SAN-basierter Speicher, der auf Ethernet oder nicht auf Ethernet basieren kann. Die Speicheroptionen umfassen iSCSI, Fibre Channel, Fibre Channel over Ethernet oder Infiniband.

  • Die entsprechende Netzwerkhardware zum Verbinden aller Computer im Hyper-V-Cluster miteinander und mit einem größeren Netzwerk, über das die gehosteten virtuellen Computer verfügbar sind.

Diese Konfiguration hebt die folgenden Technologien und Features von Windows Server 2012 hervor:

  • Failoverclustering: Ein Failovercluster ist eine Gruppe aus unabhängigen Computern, die miteinander interagieren, um die Verfügbarkeit und Skalierbarkeit von Clusterrollen (früher Clusteranwendungen und -dienste genannt) zu erhöhen. Die Clusterserver (sogenannte Knoten) sind durch physische Kabel und durch Software miteinander verbunden. Wenn auf einem oder mehreren der Clusterknoten ein Fehler auftritt, werden seine Aufgaben sofort von anderen Knoten übernommen. Dieser Vorgang wird als Failover bezeichnet. Zusätzlich werden die Clusterrollen proaktiv überwacht, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktionieren. Funktionieren sie nicht, werden sie neu gestartet oder auf einen anderen Knoten verschoben. Das Failoverclusteringfeature sorgt dafür, dass die Unterbrechung auf Benutzerseite nur minimal ist.

  • E/A-Virtualisierung mit Einzelstamm (Single Root I/O Virtualization, SR-IOV): Die E/A-Virtualisierung mit Einzelstamm (Single Root I/O Virtualization, SR-IOV) ist ein vom PCI-SIG eingeführter Standard. SR-IOV funktioniert in Verbindung mit der Systemchipsatzunterstützung für Virtualisierungstechnologien. Dies ermöglicht die Neuzuordnung von Interrupts und DMA und gestattet es, dass SR-IOV-fähige Geräte direkt zu einem virtuellen Computer zugeordnet werden. Hyper-V in Windows Server 2012 ermöglicht die Unterstützung für SR-IOV-fähige Netzwerkgeräte und gestattet es einer virtuellen SR-IOV-Funktion eines physischen Netzwerkadapters, dass diese direkt zu einem virtuellen Computer zugewiesen wird. Dadurch wird der Netzwerkdurchsatz erhöht und die Netzwerklatenz verringert, während zudem die CPU-Auslastung reduziert wird, die für die Verarbeitung des Netzwerkdatenverkehrs erforderlich ist.

Das Szenario der nicht zusammengeführten Datacenterkonfiguration umfasst Folgendes:

  • Mehrere Computer in einem Hyper-V-Failovercluster.

  • Separate 1 GB-Netzwerkadapter, über die der Datenverkehr für Livemigration, Cluster/CSV, Verwaltung und Mandanten übertragen wird.

  • Ein 10 GB-Adapter, der für den Mandantendatenverkehr dediziert ist, der SR-IOV unterstützt. Beachten Sie in diesem Szenario, dass sämtlicher Datenverkehr den virtuellen Hyper-V-Switch umgehen, daher hängt die gesamte Datenverkehrsisolation von den Funktionen des eindeutigen SR-IOVs ab, der in diesem Bereich möglicherweise bereitgestellt wird.

  • SAN-Speicher, der auf iSCSI, Fibre Channel, Fibre Channel over Ethernet oder Infiniband basiert.

In Abbildung 1 wird die nicht zusammengeführte Datacenterkonfiguration veranschaulicht. Nachfolgend sind die typischen Aspekte dieses Entwurfsmusters für die Cloudinfrastruktur aufgeführt:

  • Die SAN-Konnektivität wird entweder über eine HBA- oder 10 GB-Ethernet-Verbindung ermöglicht (abhängig vom bereitgestellten SAN-Typ).

  • Der Datenverkehr für Livemigration, Cluster/CSV und Verwaltung wird zu separaten 1 GB-Netzwerkadaptern zugewiesen.

  • Die Arbeitsauslastung der virtuellen Computer stellt die Verbindung zum Mandantennetzwerk über 10 GB-SR-IOV-fähige Adapter her. Der erweiterbare Hyper-V-Switch ist für die Unterstützung von SR-IOV konfiguriert, um es dem virtuellen Computer zu ermöglichen, direkt mit der Adapterhardware zu kommunizieren.

Abbildung einer Hyper-V-Konfiguration

Abbildung 1: Allgemeine Übersicht über die Netzwerkkonfiguration der Clustermitglieder

noteHinweis
Mindestens ein AD DS-Domänencontroller (Active Directory Domain Services, Active Directory-Domänendienste) wird für die zentralisierte Sicherheit und Verwaltung der Clustermitgliedscomputer benötigt (nicht gezeigt). Dieser muss für alle Clustermitgliedscomputer, einschließlich der Mitglieder des freigegebenen Speicherclusters, erreichbar sein. DNS-Dienste sind ebenfalls erforderlich, aber nicht dargestellt.

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie Sie diese Cloudkonfiguration mit UI-basierten Tools und Windows PowerShell einrichten.

  • Nach der Erstellung der Cloud können Sie die Konfiguration wie folgt überprüfen:

  • Installieren und Konfigurieren virtueller Computer

  • Migrieren ausgeführter virtueller Computer zwischen Servern im Hyper-V-Cluster (Livemigration)

  • Ausführen eines Speicherfailovers von einem Besitzer zu einem anderen

Zur Erstellung dieser Cloudinfrastruktur gehören die folgenden Schritte:

  • Schritt 1: Anfängliche Knotenkonfiguration

  • Schritt 2: Anfängliche Netzwerkkonfiguration

  • Schritt 3: Anfängliche Speicherkonfiguration

  • Schritt 4: Einrichtung des Failoverclusters

  • Schritt 5: Konfigurieren von Hyper-V-Einstellungen

  • Schritt 6: Überprüfung der Cloud

In der folgenden Tabelle werden die in diesem Dokument beschriebenen Schritte zusammengefasst:

 

Schritt

Aufgabe

Ziel

Aufgaben

1

Anfängliche Knotenkonfiguration

Alle Knoten

  • 1.1 Aktualisieren des Computers auf das neueste BIOS und Aktivieren der für Hyper-V und SR-IOV erforderlichen BIOS-Einstellungen

  • 1.2 Ausführen einer Neuinstallation des Betriebssystems

  • 1.3 Ausführen der nach der Installation zu erfolgenden Aufgaben:

    • Festlegen der Windows PowerShell-Ausführungsrichtlinie

    • Aktivieren von Windows PowerShell-Remoting

    • Aktivieren des Remotedesktopprotokolls und der Firewallregel

    • Beitreten zur Domäne

  • 1.4 Installieren von Rollen und Features mit Standardeinstellungen, Neustart bei Bedarf

    • Hyper-V (plus Verwaltungstools)

    • Failoverclustering (plus Verwaltungstools)

2

Anfängliche Netzwerkkonfiguration

Alle Knoten

  • 2.1 Deaktivieren nicht verwendeter und getrennter Schnittstellen und Umbenennen aktiver Verbindungen (statische IP-Adressen auf allen Schnittstellen)

3

Anfängliche Speicherkonfiguration

Einzelner Knoten

  • 3.1 Anzeigen des gesamten freigegebenen Speichers für die relevanten Knoten

  • 3.2 Gegebenenfalls Installieren und Konfigurieren von Multipfad-E/A (MPIO) bei Multipfadszenarien

4

Einrichtung des Failoverclusters

Einzelner Knoten

  • 4.1 Ausführen des Clusterüberprüfungs-Assistenten

  • 4.2 Behandeln angezeigter Warnungen und/oder Fehler

  • 4.3 Ausführen des Clustererstellungs-Assistenten (Festlegen von Name und IP-Adresse ohne Hinzufügen von geeignetem Speicher)

  • 4.4 Erstellen eines Zeugendatenträgers

  • 4.5 Erstellen eines Speicherdatenträgers für einen virtuellen Computer

  • 4.6 Hinzufügen des Speicherdatenträgers des virtuellen Computers zu freigegebenen Clustervolumes

  • 4.7 Hinzufügen von Ordnern zum freigegebenen Clustervolume:

    • C:\ClusterStorage\Volume1\VHDdisks\

    • C:\ClusterStorage\Volume1\VHDsettings\

  • 4.8 Konfigurieren der Quorumeinstellungen

  • 4.9 Konfigurieren von Clusternetzwerken für die Priorisierung des Datenverkehrs

5

Hyper-V-Konfiguration

Alle Knoten

  • 5.1 Erstellen des virtuellen Switch

  • 5.2 Ändern der standardmäßigen Dateispeicherorte, Zuordnen zu CSV-Volumes:

    • C:\ClusteredStroage\Volume1\VHDfiles\

    • C:\ClusterStorage\Volume1\VHDsettings\

6

Überprüfung der Cloud

Einzelner Knoten

  • 6.1 Erstellen eines virtuellen Computers, Zuordnen einer VHD mit einem vorhandenen Betriebssystem und Kennzeichnen für das entsprechende VLAN

  • 6.2 Testen der Netzwerkkonnektivität vom virtuellen Computer

  • 6.3 Ausführen einer Livemigration

  • 6.4 Ausführen einer Schnellmigration

In Schritt 1 führen Sie die folgenden Schritte auf allen Knoten des Hyper-V-Clusters aus:

  • 1.1 Aktualisieren des Computers auf die neueste BIOS-Version und Aktivieren der BIOS-Einstellungen für Hyper-V und SR-IOV

  • 1.2 Ausführen einer Neuinstallation des Betriebssystems

  • 1.3 Ausführen von Aufgaben nach der Installation

  • 1.4 Installieren von Rollen und Features mit den Standardeinstellungen

Vor dem Installieren der Hyper-V-Serverrolle müssen Sie die Virtualisierungsunterstützung im BIOS der einzelnen Clustermitglieder aktivieren. Das Verfahren zum Aktivieren der Unterstützung für Prozessorvirtualisierung hängt von Marke und Modell des Prozessors sowie vom System-BIOS ab. Wenn Sie zudem die Aktivierung von SR-IOV auswählen, muss diese Funktion im System-BIOS aktiviert werden. Die entsprechenden Verfahren finden Sie in der Hardwaredokumentation. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie Ihre Server mit den neuesten BIOS-Versionen aktualisieren.

Installieren Sie Windows Server 2012 mit der Option für die vollständige Installation.

Nach Abschluss der Betriebssysteminstallation müssen Sie verschiedene Aufgaben für die einzelnen Knoten ausführen. Dazu zählen:

  • Fügen Sie die einzelnen Knoten der Domäne hinzu.

  • Aktivieren Sie den Remotezugriff auf die einzelnen Knoten über das Remotedesktopprotokoll.

  • Legen Sie die Windows PowerShell-Ausführungsrichtlinie fest.

  • Aktivieren Sie das Windows PowerShell-Remoting.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die einzelnen Knoten der Domäne hinzuzufügen:

  1. Drücken Sie auf der Tastatur die Windows-Taste und dann R. Geben Sie Systemsteuerung ein, und klicken Sie dann auf OK.

  2. Klicken Sie im Fenster Systemsteuerung auf System und Sicherheit und dann auf System.

  3. Klicken Sie im Fenster System unter Einstellungen für Computernamen, Domäne und Arbeitsgruppe auf Einstellungen ändern.

  4. Klicken Sie im Dialogfeld Systemeigenschaften auf Ändern.

  5. Klicken Sie unter Mitglied von auf Domäne, geben Sie den Namen der Domäne ein, und klicken Sie dann auf OK.

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle auf den einzelnen Knoten aus, um den Remotezugriff über das Remotedesktopprotokoll, die PowerShell-Ausführungsrichtlinie sowie das PowerShell-Remoting zu aktivieren:

(Get-WmiObject Win32_TerminalServiceSetting -Namespace root\cimv2\terminalservices).SetAllowTsConnections(1,1)
Set-ExecutionPolicy Unrestricted –Force
Enable-PSRemoting –Force

Die folgenden Rollen und Features werden auf den einzelnen Knoten des Clusters installiert:

  • Hyper-V und Hyper-V-Verwaltungstools

  • Failovercluster und Failovercluster-Verwaltungstools

Führen Sie die folgenden Schritte auf den einzelnen Knoten im Cluster aus, um die erforderlichen Rollen und Features zu installieren:

  1. Klicken Sie im Server-Manager in der Konsolenstruktur auf Dashboard.

  2. Klicken Sie in Willkommen bei Server-Manager auf 2 Rollen und Features hinzufügen und dann auf Weiter.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Features auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf der Seite Installationstyp auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf der Seite Serverauswahl auf Weiter.

  6. Wählen Sie auf der Seite Serverrollen in der Liste Rollen die Option Hyper-V aus. Klicken Sie im Dialogfeld Assistent zum Hinzufügen von Rollen und Features auf Features hinzufügen. Klicken Sie auf Weiter.

  7. Wählen Sie auf der Seite Features in der Liste Features die Option Failoverclustering aus. Klicken Sie im Dialogfeld Assistent zum Hinzufügen von Rollen und Features auf Features hinzufügen. Klicken Sie auf "Weiter".

    noteHinweis
    Wenn Sie die Verwendung von Multipfad-E/A für die Speicherlösung planen, wählen Sie bei der Ausführung von Schritt 7 das Feature "Multipfad-E/A" aus.

  8. Klicken Sie auf der Seite Hyper-V auf Weiter.

  9. Klicken Sie auf der Seite Virtuelle Switches auf Weiter.

  10. Klicken Sie auf der Seite Migration auf Weiter.

  11. Klicken Sie auf der Seite Standardspeicher auf Weiter.

  12. Aktivieren Sie auf der Seite Bestätigung das Kontrollkästchen Zielserver bei Bedarf automatisch neu starten, und klicken Sie dann im Dialogfeld Rollen und Features hinzufügen auf Ja. Klicken Sie dann auf Installieren.

  13. Klicken Sie nach der erfolgreichen Installation auf der Seite Installationsstatus auf Schließen.

  14. Starten Sie den Computer neu. Bei diesem Vorgang muss der Computer möglicherweise zweimal neu gestartet werden. In diesem Fall löst der Installer die mehrfachen Neustarts automatisch aus.

Öffnen Sie nach dem Neustarten des Servers den Server-Manager, und vergewissern Sie sich, dass die Installation erfolgreich abgeschlossen wurde. Klicken Sie auf der Seite Installationsstatus auf Schließen.

Die Netzwerkkonfiguration auf den einzelnen Knoten im Cluster muss für die Unterstützung des nicht zusammengeführten Netzwerkszenarios konfiguriert werden, in dem alle Datenverkehrstypen über eigene dedizierte Netzwerkadapter übertragen werden. Sie müssen die folgenden Verfahren auf den einzelnen Knoten im Cluster ausführen, um die anfängliche Netzwerkkonfiguration abzuschließen:

  • 2.1 Deaktivieren nicht verwendeter und getrennter Schnittstellen und Umbenennen aktiver Verbindungen

Sie können die Konfiguration vereinfachen und Fehler beim Ausführen der Assistenten und PowerShell-Befehle vermeiden, indem Sie alle Netzwerkschnittstellen deaktivieren, die nicht verwendet werden oder getrennt sind. Diese Netzwerkschnittstellen können Sie im Fenster Netzwerkverbindungen deaktivieren.

Führen Sie für die restlichen Netzwerkadapter die folgenden Schritte aus:

  1. Verbinden Sie sie mit den Switchports des Netzwerks.

  2. Konfigurieren Sie die entsprechenden IP-Adressinformationen für die einzelnen Netzwerkadapter auf Basis des Netzwerkadressierungsschemas für den jeweiligen Datenverkehrstyp. Stellen Sie sicher, dass jeder Datenverkehrstyp einer anderen Netzwerk-ID (Subnetz-ID) zugeordnet ist.

  3. Benennen Sie zur einfacheren Erkennung die aktiven Netzwerkadapter so um, dass aus den Namen der Zweck oder die Verbindung mit dem Intranet oder Internet hervorgeht (beispielsweise MangementNet und LiveMigrationsNet und ClusterNet und TenantNet). Sie können diese Schnittstellen im Fenster Netzwerkverbindungen deaktivieren.

noteHinweis
Konfigurieren Sie nur auf dem Verwaltungsschnittstellenadapter einen DNS-Server und die Standardgateway-Adresse.

Nach Abschluss der anfänglichen Clusterknotenkonfiguration sind Sie bereit, auf allen Knoten des Clusters Aufgaben für die anfängliche Speicherkonfiguration auszuführen. Zu den Aufgaben für die anfängliche Speicherkonfiguration gehören folgende:

  • 3.1 Anzeigen des gesamten freigegebenen Speichers für die relevanten Knoten

  • 3.2 Gegebenenfalls Installieren und Konfigurieren von Multipfad-E/A (MPIO) bei Multipfadszenarien

Verbinden Sie die fiberoptischen Kabel des Hostbusadapters (HBA) mit einem FC-Hub oder -Switch, der mit dem Speichergerät verbunden ist. Wenn hohe Verfügbarkeit des Speicherzugriffs erforderlich ist, sollte jeder Clusterknoten zwei HBAs enthalten.

Konfigurieren Sie das Speichergerät mit geeigneten RAID-Einstellungen und Volumes (LUNs), damit der Speicher im Gerät von der Konsole für die Datenträgerverwaltung des Computerverwaltungs-Snap-Ins jedes einzelnen Cluster-Mitgliedscomputers verfügbar ist.

Erstellen Sie für den ersten Computer, der an den Speicher angeschlossen wird, anhand dieser Speicherressource Folgendes:

  • Ein 1-GB-NTFS-Volume, das für das Clusterzeugendatenträger verwendet werden kann.

  • Ein NTFS-Volume mit einer entsprechenden Menge an Speicherplatz, der zum Speichern der Ordner und Dateien der virtuellen Computer des Hyper-V-Clusters verwendet wird.

Wenn mehrere Datenpfade zum Speicher vorhanden sind (beispielsweise zwei SAS-Karten), müssen Sie Microsoft® Multipfad-E/A (MPIO) auf allen Knoten installieren. Für diesen Schritt müssen Sie möglicherweise das System neu starten. Weitere Informationen zu MPIO finden Sie unter Neues in MPIO.

Sie sind jetzt bereit, die Einstellungen für den Failovercluster abzuschließen. Zum Einrichten des Failoverclusters gehören die folgenden Schritte:

  • 4.1 Ausführen des Clusterüberprüfungs-Assistenten

  • 4.2 Behandeln angezeigter Warnungen und/oder Fehler

  • 4.3 Ausführen des Assistenten zum Erstellen eines Failoverclusters

  • 4.4 Erstellen des virtuellen Zeugendatenträgers

  • 4.5 Erstellen des virtuellen Speicherdatenträgers für virtuelle Computer

  • 4.6 Hinzufügen des virtuellen Speicherdatenträgers und Zeugendatenträgers für virtuelle Computer zu freigegebenen Clustervolumes

  • 4.7 Hinzufügen von Ordnern zum freigegebenen Clustervolume

  • 4.8 Konfigurieren der Quorumeinstellungen

  • 4.9 Konfigurieren von Clusternetzwerken für die Priorisierung des Datenverkehrs

Der Clusterüberprüfungs-Assistent fragt mehrere Komponenten auf den vorgesehenen Clusterhosts ab und überprüft, ob die Hardware und Software für die Unterstützung von Failoverclustering bereit ist. Führen Sie auf einem der Knoten im Servercluster die folgenden Schritte aus, um den Clusterüberprüfungs-Assistenten auszuführen:

  1. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras, und klicken Sie dann auf Failovercluster-Manager.

  2. Klicken Sie in der Konsole Failovercluster-Manager im Abschnitt Verwaltung auf Konfiguration überprüfen.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Server oder Cluster auswählen den Namen des lokalen Servers ein, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wenn der Name in der Liste Ausgewählte Server angezeigt wird, geben Sie den Namen eines anderen Hyper-V-Clustermitgliedscomputers ein, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Computer im Hyper-V-Cluster. Wenn alle Server des Hyper-V-Clusters in der Liste Ausgewählte Server angezeigt werden, klicken Sie auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf der Seite Testoptionen auf Weiter.

  6. Klicken Sie auf der Seite Bestätigung auf Weiter. Die Ausführungsdauer des Überprüfungsvorgangs hängt von der Anzahl der Knoten im Cluster ab. Es kann eine Weile dauern, bis der Vorgang abgeschlossen ist.

  7. Auf der Seite Zusammenfassung geht aus dem Zusammenfassungstext hervor, dass die Konfiguration für Clustering geeignet ist. Vergewissern Sie sich, dass das Kontrollkästchen Cluster jetzt unter Verwendung der überprüften Knoten erstellen aktiviert ist.

Klicken Sie auf die Schaltfläche Berichte, um die Ergebnisse der Clusterüberprüfung anzuzeigen Behandeln Sie Probleme, die zu Fehlern bei der Clusterüberprüfung geführt haben. Wenn Sie die Probleme korrigiert haben, führen Sie den Clusterüberprüfungs-Assistenten erneut aus. Wenn die Clusterüberprüfung erfolgreich war, fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Beachten Sie, dass möglicherweise Fehler im Zusammenhang mit dem Datenträgerspeicher angezeigt werden. Dies ist möglich, wenn Sie die Datenträger noch nicht initialisiert haben. Klicken Sie auf Fertig stellen.

Wenn die Clusterüberprüfung erfolgreich war, sind Sie bereit, die Clusterkonfiguration abzuschließen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Clusterkonfiguration zu überprüfen:

  1. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Clustererstellungs-Assistenten auf Weiter.

  2. Geben Sie auf der Seite Zugriffspunkt für die Clusterverwaltung einen gültigen NetBIOS-Namen für den Cluster ein, und wählen Sie dann das Netzwerk aus, in dem sich der Cluster befinden soll. Geben Sie dann eine statische IP-Adresse für das Clusterobjekt ein, und klicken Sie auf Weiter. In diesem Beispiel ist das ausgewählte Netzwerk das Verwaltungsnetzwerk. Deaktivieren Sie alle anderen Netzwerke, die hier angezeigt werden.

  3. Deaktivieren Sie auf der Seite Bestätigung das Kontrollkästchen Der gesamte geeignete Speicher soll dem Cluster hinzugefügt werden, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Während der Erstellung des Clusters wird auf der Seite Ein neuer Cluster wird erstellt eine Statusleiste angezeigt.

  5. Klicken Sie auf der Seite Zusammenfassung auf Fertig stellen.

  6. Öffnen Sie in der Konsolenstruktur des Failovercluster-Manager-Snap-Ins unter dem Clusternamen den Knoten Netzwerke.

  7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Verwaltungsnetzwerkadapters (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassennicht ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestatten aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld Name einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise "ManagementNet"), und klicken Sie dann auf OK.

  8. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Clusternetzwerkadapters (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassen ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestatten nicht aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld Name einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise "ClusterNet"), und klicken Sie dann auf OK.

  9. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Netzwerkadapters für die Livemigration (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassen ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestatten nicht aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld Name einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise "LiveMigrationNet"), und klicken Sie dann auf OK.

Sie benötigen einen Datenträger mit mindestens 1 GB und darauf ein als NTFS formatiertes Volume, um diesen Datenträger als Zeugendatenträger verwenden zu können. Später verwenden Sie diesen Datenträger, wenn Sie das Quorummodell konfigurieren.

Als nächstes benötigen Sie einen Datenträger, auf dem Sie den virtuellen Computerdatenträger und die Konfigurationsdateien platzieren. Dieser Datenträger kann eine beliebige Größe besitzen, sollte aber ausreichend groß sein, um die Anzahl an virtuellen Computern zu unterstützen, die Sie für den Cluster ausführen möchten. Sie können bei Bedarf mehrere Datenträger verwenden. Auf diesem Datenträger müssen sich mit NTFS formatierte Volumes befinden, damit diese zu einem freigegebenen Clustervolume hinzugefügt werden können.

Der Datenträger, den Sie für die Speicherung virtueller Computer erstellt haben, kann jetzt zum freigegebenen Clustervolume hinzugefügt werden. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Datenträger einem freigegebenen Clustervolume hinzuzufügen.

  1. Erweitern Sie im Failovercluster-Manager im linken Bereich der Konsole den Knoten Speicher, und klicken Sie dann auf Datenträger. Klicken Sie im mittleren Bereich der Konsole im Abschnitt Datenträger mit der rechten Maustaste auf den im vorherigen Schritt erstellten Datenträger, und klicken Sie dann auf Zu freigegebenen Clustervolumes hinzufügen.

  2. Wiederholen Sie Schritt 1, um den Zeugendatenträger zu einem freigegebenen Clustervolume hinzuzufügen.

Nun müssen Sie auf dem Datenträger, der sich auf dem freigegebenen Clustervolume befindet, die Ordner erstellen, in denen die Dateien und Datendateien virtueller Computer gespeichert werden sollen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Ordner zu erstellen, in denen die auf dem Hyper-V-Cluster ausgeführten virtuellen Computer gespeichert werden:

  1. Öffnen Sie Windows-Explorer , und navigieren Sie zu Laufwerk "C:". Doppelklicken Sie auf Clusterspeicher und dann auf Volume 1.

  2. Erstellen Sie in Volume 1 zwei Ordner. Der eine Ordner (beispielsweise "VHDdisks") soll die VHD-Dateien für die virtuellen Computer enthalten und der andere (beispielsweise "VHDsettings") die Konfigurationsdateien für virtuelle Computer.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um für den Cluster die Quorumeinstellungen zu konfigurieren:

  1. Klicken Sie im linken Bereich der Konsole Failovercluster-Manager mit der rechten Maustaste auf den Namen des Clusters, und klicken Sie dann auf Weitere Aktionen. Anschließend klicken Sie auf Clusterquorumeinstellungen konfigurieren.

  2. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  3. Wählen Sie auf der Seite Quorumkonfigurationsoption die Option Typische Einstellungen verwenden (empfohlen) aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf der Seite Bestätigung auf Weiter.

Vom Cluster wird das Netzwerk mit der niedrigsten Metrik für CSV-Datenverkehr und das Netzwerk mit der zweitniedrigsten Metrik für die Livemigration verwendet. Windows PowerShell® ist die einzige verfügbare Methode zum vorschreibenden Angeben des CSV-Netzwerks.

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle auf einem Knoten des Failoverclusters aus, um die Metrik für den Datenverkehr des Clusternetzwerks, die Metrik für den Datenverkehr des Livemigrationsnetzwerks und die Metrik für den Datenverkehr des Verwaltungsnetzwerks festzulegen:

(Get-ClusterNetwork "ClusterNet" ).Metric = 100
(Get-ClusterNetwork "LiveMigrationNet" ).Metric = 500
(Get-ClusterNetwork "ManagementNet" ).Metric = 1000.

Zum Abschließen der Hyper-V-Konfiguration müssen Sie die folgenden Schritte ausführen:

  • 5.1 Erstellen des virtuellen Hyper-V-Switch

  • 5.2 Ändern der standardmäßigen Dateispeicherorte für Dateien für virtuelle Computer

Führen Sie auf jedem Hyper-V-Clustermitglied, die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Hyper-V-Switch zu erstellen, der von den virtuellen Mandantencomputern verwendet wird:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Infobereich des Desktops auf das Netzwerksymbol, und klicken Sie dann auf Netzwerk- und Freigabecenter öffnen.

  2. Klicken Sie im Fenster Netzwerk- und Freigabecenter auf Adaptereinstellungen ändern.

  3. Doppelklicken Sie im Fenster Netzwerkverbindungen auf den Adapter mit dem Namen des Netzwerkadapters, der dem Mandantensubnetz zugeordnet ist (z. B. TenantNet), und klicken Sie dann auf Details.

  4. Achten Sie im Fenster Netzwerkverbindungsdetails auf den Wert des Felds Beschreibung, und klicken Sie dann auf Schließen. Sie benötigen diese Informationen, um ermitteln zu können, welcher physische Netzwerkadapter für die Bindung an den virtuellen Switch verwendet werden muss.

  5. Klicken Sie in der Konsolenstruktur von Hyper-V-Manager mit der rechten Maustaste auf den Namen des Servers, und klicken Sie dann auf Manager für virtuelle Switches.

  6. Klicken Sie in Virtuellen Switch erstellen auf Extern, und klicken Sie dann auf Virtuellen Switch erstellen.

  7. Geben Sie in das Feld Name einen Namen für das virtuelle Netzwerk ein, der erkennen lässt, dass es mit dem Mandantensubnetz verbunden ist (z. B. TenantNetSwitch).

  8. Wählen Sie für Extern eine Beschreibung des Netzwerkadapters, der mit dem Mandantensubnetz verbunden ist (siehe Schritt 7), wählen Sie SR-IOV (Single-Root I/O Virtualization) aktivieren aus, und klicken Sie anschließend auf OK.

    noteHinweis
    Wenn die Hardware SR-IOV nicht unterstützt oder SR-IOV nicht im BIOS aktiviert ist, steht die Option nicht zur Verfügung. Sie können den Get-NetAdapterSriov-Befehl verwenden, um diese Bewertung durchzuführen http://technet.microsoft.com/en-us/library/jj130915.aspx

  9. Wenn das Fenster Netzwerkänderungen übernehmen angezeigt wird, klicken Sie auf Ja.

    noteHinweis
    Wenn Sie diese Schritte über eine Remotedesktopverbindung ausführen, geht die Verbindung vorübergehend verloren.

Führen Sie auf jedem Hyper-V-Clustermitglied die folgenden Schritte aus, um die standardmäßigen Dateispeicherorte für Dateien für virtuelle Computer zu ändern:

  1. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Manager.

  2. Klicken Sie in der Konsolenstruktur des Hyper-V-Managers mit der rechten Maustaste auf den Namen des Hyper-V-Servers, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Einstellungen.

  3. Klicken Sie im Dialogfeld Hyper-V-Einstellungen unter Server auf Virtuelle Festplatten. Geben Sie dann den Pfad zum Ordner ein, in dem die virtuellen Festplattendateien gespeichert werden, oder verwenden Sie die Schaltfläche Durchsuchen in Geben Sie den Standardordner zum Speichern von Dateien für virtuelle Festplatten an, und klicken Sie anschließend auf Übernehmen.

  4. Klicken Sie unter "Server" auf Virtuelle Computer, geben Sie die Dateiordnerposition an, oder verwenden Sie die Schaltfläche Durchsuchen in Geben Sie den Standardordner zum Speichern von Konfigurationsdateien für den virtuellen Computer an, und klicken Sie anschließend auf OK

Führen Sie die folgenden Vorgänge aus, um die Konfiguration der Cloudumgebung zu überprüfen.

  • 6.1 Erstellen eines neuen virtuellen Computers

  • 6.2 Testen der Netzwerkkonnektivität vom virtuellen Computer

  • 6.3 Ausführen einer Livemigration

  • 6.4 Ausführen einer Schnellmigration

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um in der Clusterumgebung einen neuen virtuellen Computer zu erstellen.

  1. Öffnen Sie den Failovercluster-Manager, klicken Sie unter dem Clusternamen auf Rollen, klicken Sie unter dem Bereich Aktionen auf Virtuelle Computer, und klicken Sie dann auf Neuer virtueller Computer.

  2. Wählen Sie auf der Seite Neuer virtueller Computer den Clusterknoten aus, in dem Sie den virtuellen Computer erstellen möchten, und klicken Sie dann auf OK.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue virtuelle Computer auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name und Speicherort angeben einen Anzeigenamen für den virtuellen Computer ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Geben Sie auf der Seite Speicher zuweisen die Menge des Speichers ein, der für den virtuellen Computer verwendet werden soll (das Minimum für diese Übung beträgt 1024 MB RAM), und klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Wählen Sie auf der Seite Konfigurieren des Netzwerks die Option TenantNetSwitch aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Lassen Sie auf der Seite Virtuelle Festplatte verbinden die Standardoptionen ausgewählt, und klicken Sie auf Weiter.

  8. Wählen Sie auf der Seite Installationsoptionen die Option Betriebssystem von startfähiger CD/DVD-ROM installieren aus, und wählen Sie dann den Speicherort der CD/DVD aus. Wenn Sie das neue Betriebssystem von einer ISO-Datei installieren, müssen Sie die Option "Imagedatei (.iso)" auswählen und zum Dateispeicherort navigieren. Wenn Sie die entsprechende Option für das Szenario ausgewählt haben, klicken Sie auf Weiter.

  9. Überprüfen Sie auf der Seite Abschließen des Assistenten für neue virtuelle Computer die Optionen, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

  10. Der Erstellungsprozess für den virtuellen Computer wird gestartet. Wenn der Prozess beendet ist, wird die Seite Zusammenfassung angezeigt, auf der Sie auf den vom Assistenten erstellten Bericht zugreifen können. Wenn der virtuelle Computer erfolgreich erstellt wurde, klicken Sie auf Fertig stellen.

Jetzt ist der virtuelle Computer erstellt, und Sie sollten mit dem Failovercluster-Manager den virtuellen Computer starten und die Installation des von Ihnen ausgewählten Betriebssystems ausführen. Bei dieser Überprüfung kann das Gastbetriebssystem eine beliebige Version von Windows Server sein.

Wenn Sie mit dem Installieren des Betriebssystems auf dem virtuellen Computer fertig sind, melden Sie sich an, und überprüfen Sie, ob der virtuelle Computer eine IP-Adresse vom Unternehmensnetzwerk beziehen konnte. Sofern sich in diesem Netzwerk ein DHCP-Server befindet, sollte der virtuelle Computer die IP-Adresse beziehen können. Verwenden Sie die folgende Methode, um einen einfachen Test der Netzwerkkonnektivität auszuführen.

  • Verwenden Sie den ping-Befehl für eine erreichbare IP-Adresse im gleichen Subnetz.

  • Verwenden Sie den ping-Befehl für das gleiche Ziel, diesmal jedoch mit dem vollqualifizierten Domänennamen des Zielhosts. Dadurch soll die grundlegende Namensauflösung getestet werden.

    noteHinweis
    Möglicherweise müssen Sie die Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit öffnen und eine neue Regel erstellen, um das ICMP (Internet Control Message Protocol) zuzulassen, bevor Sie die vorherigen Tests ausführen. Dies gilt möglicherweise für andere Hosts, die Sie mit Ping erreichen möchten − vergewissern Sie sich, dass die hostbasierte Firewall auf dem Ziel ICMP-Echoanforderungen zulässt.

Nachdem Sie die ordnungsgemäße Funktion des einfachen Tests bestätigt haben, lassen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster geöffnet, und geben Sie den Befehl "ping <Ziel_IP_Adresse_oder_FQDN> -t" ein. Dadurch soll ein kontinuierlicher Test erreicht werden, während Sie die Livemigration zum zweiten Knoten ausführen.

noteHinweis
Falls Sie bevorzugt mit PowerShell arbeiten, können Sie anstelle des ping-Befehls den Befehl Test-Connection verwenden. Dieses Cmdlet stellt eine Reihe von Optionen für den Konnektivitätstest bereit, die umfangreicher als beim einfachen ping-Befehl ausfallen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Livemigration dieses virtuellen Computers vom aktuellen Clusterknoten zum anderen Knoten im Cluster auszuführen.

  1. Klicken Sie im Failovercluster-Manager unter dem Clusternamen auf Rollen. Klicken Sie im Bereich "Rollen" mit der rechten Maustaste auf den von Ihnen erstellten virtuellen Computer, klicken Sie auf Verschieben, klicken Sie auf Livemigration und dann auf Knoten auswählen.

  2. Wählen Sie auf der Seite Virtuellen Computer verschieben den Knoten aus, auf den Sie den virtuellen Computer verschieben möchten, und klicken Sie auf OK.

Bei Beginn der Livemigration werden Sie in der Spalte Status bemerken, dass es eine Weile dauert, bis die Spalte Informationen mit dem aktuellen Status der Migration aktualisiert wird. Während der Migration können Sie zurück zu dem virtuellen Computer wechseln, auf dem der der Ping-Befehl ausgeführt wird, und beobachten, ob Paketverluste auftreten.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Schnellmigration dieses virtuellen Computers vom aktuellen Knoten zum anderen Knoten auszuführen.

  1. Klicken Sie im Failovercluster-Manager unter dem Clusternamen auf Rollen. Klicken Sie im Bereich Rollen mit der rechten Maustaste auf den von Ihnen erstellten virtuellen Computer, klicken Sie auf Verschieben, klicken Sie auf Schnellmigration und dann auf Knoten auswählen.

  2. Wählen Sie im Fenster Virtuellen Computer verschieben den Knoten aus, auf den Sie den virtuellen Computer verschieben möchten, und klicken Sie dann auf OK.

Sie werden am Status bemerken, dass die Schnellmigration schneller gestartet wird als die Livemigration. Während der Migration können Sie zurück zu dem virtuellen Computer wechseln, auf dem der der Ping-Befehl ausgeführt wird, und beobachten, ob Paketverluste auftreten.

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