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Failoverclustering: Übersicht

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: Mai 2013

Betrifft: Windows Server 2012

Dieses Thema bietet eine Übersicht über das Failoverclustering-Feature in Windows Server 2012. Failovercluster bieten hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit für unterschiedliche Serverarbeitsauslastungen. Dazu zählen Serveranwendungen wie Microsoft Exchange Server, Hyper-V, Microsoft SQL Server und Dateiserver. Die Serveranwendungen können auf physischen Servern oder virtuellen Computern ausgeführt werden. In diesem Thema wird das Failoverclustering-Feature beschrieben. Sie finden hier außerdem Links zu weiteren Anleitungen zum Erstellen, Konfigurieren und Verwalten von Failoverclustern, die auf 64 physische Knoten und 8.000 virtuelle Computer skaliert werden können.

Meinten Sie…

Ein Failovercluster ist eine Gruppe aus unabhängigen Computern, die miteinander interagieren, um die Verfügbarkeit und Skalierbarkeit von Clusterrollen (früher Clusteranwendungen und -dienste genannt) zu erhöhen. Die Clusterserver (so genannte Knoten) sind durch physische Kabel und durch Software miteinander verbunden. Wenn auf einem oder mehreren der Clusterknoten ein Fehler auftritt, werden seine Aufgaben sofort von anderen Knoten übernommen. Dieser Vorgang wird als Failover bezeichnet. Zusätzlich werden die Clusterrollen proaktiv überwacht, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktionieren. Funktionieren sie nicht, werden sie neu gestartet oder auf einen anderen Knoten verschoben. Failovercluster stellen darüber hinaus Funktionen für freigegebene Clustervolumes (Cluster Shared Volume, CSV) mit einem konsistenten verteilten Namespace bereit, mit dem Clusterrollen von allen Knoten aus auf den freigegebenen Speicher zugreifen können. Das Failoverclustering-Feature sorgt dafür, dass die Unterbrechung auf Benutzerseite nur minimal ist.

Failovercluster in Windows Server 2012 werden mit dem Snap-In "Failovercluster-Manager" und den Windows PowerShell-Cmdlets für Failoverclustering verwaltet. Dateifreigaben in Dateiserverclustern können außerdem mithilfe der Tools in den Datei- und Speicherdiensten verwaltet werden.

  • Hoch verfügbarer oder fortlaufend verfügbarer Dateifreigabespeicher für Anwendungen wie Microsoft SQL Server und Hyper-V-basierte virtuelle Computer

  • Hoch verfügbare Clusterrollen, die auf physischen Servern oder virtuellen Computern ausgeführt werden, die auf Servern mit Hyper-V installiert sind

Die neue und geänderte Funktionalität beim Failoverclustering ermöglicht eine bessere Skalierbarkeit, eine einfachere Verwaltung, ein schnelleres Failover und flexiblere Architekturen für Failovercluster.

In der folgenden Tabelle wird die Failoverclustering-Funktionalität zusammengefasst, die in Windows Server 2008 R2 neu eingeführt oder geändert wurde. Ausführliche Informationen finden Sie unter Neues beim Failoverclustering.

 

Feature/Funktionalität Neu oder verbessert Beschreibung

Clusterskalierbarkeit

Verbessert

Skalierung auf 64 Knoten und 8.000 virtuelle Computer pro Cluster

Verwaltung umfangreicher Cluster mithilfe des Server-Managers und Failovercluster-Managers

Neu

Stellt GUI-Tools zum Optimieren der Verwaltung und des Betriebs von umfangreichen Clustern bereit.

Verwaltung und Mobilität von virtuellen Clustercomputern und anderen Clusterrollen

Neu

Ermöglicht das Zuordnen von Clusterressourcen zu virtuellen Clustercomputern und anderen Clusterrollen.

Freigegebene Clustervolumes

Verbessert

Verbessert das CSV-Setup und erhöht die Sicherheit, Leistung und Dateisystemverfügbarkeit für zusätzliche Clusterarbeitsauslastungen.

Unterstützung für Dateiserver mit horizontaler Skalierung

Neu

Stellt CSV-Speicher bereit und ermöglicht die Integration in Dateidienstfeatures zur Unterstützung von skalierbarem, fortlaufend verfügbarem Anwendungsspeicher.

Clusterfähiges Aktualisieren

Neu

Wendet Softwareupdates auf allen Clusterknoten bei gleichbleibender Verfügbarkeit an.

Überwachung und Verwaltung von Anwendungen auf virtuellen Computern

Neu

Erweitert die Überwachung virtueller Clustercomputer auf die Anwendungen, die auf den virtuellen Clustercomputern ausgeführt werden.

Clustervalidierung

Verbessert

Validiert die Hyper-V- und CSV-Funktionen und sorgt für schnellere Ausführung.

Abstimmung auf Active Directory-Domänendienste

Verbessert

Erhöht die Clusterstabilität und unterstützt eine breitere Palette von Bereitstellungen.

Quorumkonfiguration und dynamisches Quorum

Verbessert

Vereinfacht die Quorumeinrichtung und erhöht die Verfügbarkeit des Clusters in Fehlerszenarien.

Clusterupgrade und -migration

Verbessert

Ermöglicht die Migration von virtuellen Computern von Windows Server 2008 R2, die Migration zu CSVs und die Wiederverwendung des vorhandenen Speichers.

Integration der Aufgabenplanung

Neu

Integriert das Failoverclustering in zusätzliche Serverfunktionen.

Windows PowerShell-Unterstützung

Verbessert

Ermöglicht das Skripting von Failoverclustering-Funktionen, die in Windows Server 2012 eingeführt wurden.

Eine Failoverclusterlösung muss die folgenden Hardwareanforderungen erfüllen:

  • Die Hardwarekomponenten der Failoverclusterlösung müssen die Qualifikationen für das Logo "Zertifiziert für Windows Server 2012" erfüllen.

  • Speicher muss an die Knoten im Speicher angeschlossen sein, falls in der Lösung freigegebener Speicher verwendet wird.

  • Gerätecontroller oder geeignete Adapter für den Speicher können Serial Attached SCSI- (SAS), Fibre Channel-, Fibre Channel over Ethernet- (FcoE) oder iSCSI-Komponenten sein.

  • Die vollständige Clusterkonfiguration (Server, Netzwerk und Speicher) muss alle Tests im Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten bestehen.

noteHinweis
Vermeiden Sie in der Netzwerkinfrastruktur, über die die Clusterknoten verbunden sind, die Verwendung von Komponenten, deren Ausfall einen Ausfall des Gesamtsystems zur Folge hätte.

Weitere Informationen zur Hardwarekompatibilität finden Sie im Thema zum Windows Server-Katalog.

Weitere Informationen zur ordnungsgemäßen Konfiguration von Servern, Netzwerk und Speicher für einen Failovercluster finden Sie in den folgenden Themen:

  • Sie müssen die Empfehlungen des Hardwareherstellers im Hinblick auf Firmware- und Softwareupdates einhalten. Im Allgemeinen bedeutet dies, dass die neuesten Firmware- und Softwareupdates angewendet wurden. Gelegentlich kann es vorkommen, dass ein Hersteller bestimmte Updates und nicht die neuesten Updates empfiehlt.

Das Failoverclustering-Feature kann in allen Editionen von Windows Server 2012 verwendet werden, auch Editionen mit Server Core-Installationen.

Verwenden Sie den Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Features im Server-Manager, um das Failoverclustering-Feature hinzuzufügen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, die Failoverclustering-Tools (auch Teil der Remoteserver-Verwaltungstools) auf einem lokalen Computer oder einem Remotecomputer unter Windows Server 2012 oder Windows 8 zu installieren, der über eine Netzwerkverbindung zum Failovercluster verfügt. Zu den Failoverclustering-Tools gehören das Snap-In "Failovercluster-Manager", die Windows PowerShell-Cmdlets für Failoverclustering, die Benutzeroberfläche und die Windows PowerShell-Cmdlets für clusterfähiges Aktualisieren (Cluster-Aware Updating, CAU) sowie verwandte Tools. Allgemeine Informationen zum Installieren von Features finden Sie im Thema zum Installieren oder Deinstallieren von Rollen, Rollendiensten oder Features.

Um den Failovercluster-Manager im Server-Manager von Windows Server 2012 zu öffnen, klicken Sie auf Extras, und klicken Sie dann auf Failovercluster-Manager.

In der folgenden Tabelle sind weitere im Web verfügbare Ressourcen zum Failoverclustering-Feature in Windows Server 2012 aufgeführt. Darüber hinaus finden Sie in der technischen Bibliothek zu Windows Server 2008 R2 Artikel zu Failoverclustern.

 

Art der Inhalte Referenzen

Produktbewertung

Neues beim Failoverclustering | Microsoft Server und Cloud-Plattform | Hub für Private Cloud-Lösungen

Planen

Failover Clustering Hardware Requirements and Storage Options | Validate Hardware for a Windows Server 2012 Failover Cluster

Bereitstellung

Installieren des Failoverclustering-Features und der Failoverclustering-Tools | Validate Hardware for a Windows Server 2012 Failover Cluster | Erstellen eines Windows Server 2012-Failoverclusters | Bereitstellen von Hyper-V über SMB | Bereitstellen von Dateiservern mit horizontaler Skalierung | iSCSI-Zielblockspeicher: So wird's gemacht | Installieren und Konfigurieren des Druckens mit hoher Verfügbarkeit | Deploy a Hyper-V Cluster | Aufbauen einer Cloud-Infrastruktur: Szenarioübersicht

Betrieb

Configure and Manage the Quorum in a Windows Server 2012 Failover Cluster | Use Cluster Shared Volumes in a Windows Server 2012 Failover Cluster | Aktualisieren von Failoverclustern unter Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit des clusterfähigen Aktualisierens: Szenarioübersicht

Tools und Einstellungen

Windows PowerShell-Cmdlets für Failoverclustering

Community-Ressourcen

Forum zur Hochverfügbarkeit (Clustering) | Teamblog zum Failoverclustering und Netzwerklastenausgleich

Verwandte Technologien

Hyper-V: Übersicht | Datei-und Speicherdienste: Übersicht | Speicherplätze – Übersicht | Übersicht über Dateiserver mit horizontaler Skalierung für Anwendungsdaten | Netzwerklastenausgleich (Übersicht) | Microsoft SQL Server | Microsoft Server und Cloud-Plattform | System Center Virtual Machine Manager

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