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Speicherplätze – Übersicht

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: September 2012

Betrifft: Windows 8, Windows Server 2012

In diesem Thema werden Speicherplätze beschrieben. Mithilfe dieser Windows Server 2012-Technologie können Sie Speicher virtualisieren, indem Standarddatenträger zu Speicherpools gruppiert und dann anhand der in den Speicherpools verfügbaren Kapazität virtuelle Festplatten erstellt werden, die als Speicherplätze bezeichnet werden. Es werden die Anforderungen erläutert, und Sie erhalten eine Übersicht über die Technologie.

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Mithilfe von Speicherplätzen werden in Windows Server 2012 und Windows 8 kostengünstige, optimal eingesetzte, hoch verfügbare, skalierbare und flexible Speicherlösungen für unternehmenswichtige (virtuelle oder physische) Bereitstellungen ermöglicht. Windows Server 2012 und Windows 8 verfügen über anspruchsvolle Funktionen zur Speichervirtualisierung, mit deren Hilfe Kunden für einzelne Computer und skalierbare Multiknoten-Bereitstellungen eine professionelle Speicherung nutzen können. Diese sind für die unterschiedlichsten Ansprüche geeignet, von Kunden, die Windows 8 für die persönliche Speicherung verwenden, bis zu Unternehmen und Cloudhostingfirmen, die Windows Server 2012 für die hoch verfügbare Speicherung einsetzen und kostengünstig an den jeweiligen Bedarf anpassen können.

Für Speicherplätze gelten die folgenden Anforderungen:

  • Windows Server 2012 oder Windows 8.

  • Per SATA (Serial ATA) oder SAS (Serial Attached SCSI) verbundene Datenträger, optional in einem JBOD-Gehäuse ("just a bunch of disks"). Wenn RAID-Adapter verwendet werden, müssen dafür alle RAID-Funktionen deaktiviert werden, und angeschlossene Geräte dürfen nicht "überdeckt" werden. Dies gilt auch für Gehäusedienste, die von einer angeschlossenen JBOD-Gruppe bereitgestellt werden.

    noteHinweis
    Kunden können USB-Laufwerke mit Speicherplätzen verwenden, aber USB 2-Laufwerke bieten möglicherweise nicht immer eine hohe Leistung. Mit einer einzelnen USB 2-Festplatte kann die für den freigegebenen USB-Bus verfügbare Bandbreite ggf. belegt werden, was zu einer Einschränkung der Leistung führt, wenn mehrere Laufwerke an denselben USB 2-Controller angeschlossen sind. Schließen Sie USB 2-Laufwerke direkt an unterschiedliche USB-Controller des Computers an, verwenden Sie keine USB-Hubs, und fügen Sie die USB 2-Laufwerke einem separaten Speicherpool hinzu, der nur für Speicherplätze verwendet wird, die keine besonders hohe Leistung erfordern.

  • Für Bereitstellungen mit freigegebenem Speicher auf Failoverclustern:

    • Zwei oder mehr Server, auf denen Windows Server 2012 ausgeführt wird.

    • Anforderungen gemäß Angabe für Failoverclustering und freigegebene Clustervolumes.

    • JBOD-Einheiten mit SAS-Verbindung, die die Anforderungen der Windows-Zertifizierung erfüllen.

Mit Speicherplätzen werden in Windows Server 2012 und Windows 8 Funktionen zur Speichervirtualisierung bereitgestellt. Der Speicherstapel wurde umfassend erweitert und enthält zwei neue Abstraktionen:

  • Speicherpools sind eine Gruppe physischer Datenträger. Mit Pools ist die Speicheraggregation, eine flexible Kapazitätserweiterung und die delegierte Verwaltung möglich.

  • Speicherplätze sind virtuelle Festplatten mit zugeordneten Attributen wie gewünschter Resilienzgrad, schlanker oder fester Speicherzuweisung, automatischer oder kontrollierter Zuordnung auf heterogenen Speichermedien und präziser Verwaltungskontrolle.

Speicherplätze können über die Windows-Speicherverwaltungs-API in Windows Management Instrumentation (WMI) und Windows PowerShell sowie über die Rolle "Datei- und Speicherdienste" im Server-Manager verwaltet werden. Aus Gründen der hohen Verfügbarkeit sind Speicherplätze vollständig in das Failoverclustering integriert. Für Bereitstellungen mit horizontaler Skalierung ist außerdem eine CSV-Integration vorhanden.

Speicherplätze enthalten die folgenden Features:

  • Speicherpools: Speicherpools stellen für Speicherplätze die grundlegenden Bausteine dar. Administratoren ist dieses Konzept bereits vertraut, sodass kein neues Modell erlernt werden muss. Speicherpools können je nach den Anforderungen einer Bereitstellung flexibel erstellt werden. Bei Verwendung einer Gruppe von physischen Datenträgern kann ein Administrator beispielsweise einen Pool (mit allen verfügbaren physischen Datenträgern) oder mehrere Pools (Aufteilung der physischen Datenträger nach Bedarf) erstellen. Zur Optimierung der Speicherhardware können Administratoren einen Speicherpool außerdem Kombinationen von Festplatten und Solid-State-Laufwerken (SSDs) zuordnen. Pools können dynamisch erweitert werden, indem einfach weitere Laufwerke hinzugefügt werden, um bei fortwährender Datenzunahme eine nahtlose Skalierung zu erreichen.

  • Mehrinstanzenfähigkeit: Die Verwaltung von Speicherpools kann mithilfe von Zugriffssteuerungslisten gesteuert und pro Pool delegiert werden. So werden Hostingszenarios unterstützt, die eine Isolierung von Instanzen erfordern. Speicherplätze basieren auf dem vertrauten Windows-Sicherheitsmodell und können daher vollständig in die Active Directory-Domänendienste integriert werden.

  • Robuste Speicherung: Für Speicherplätze werden zwei optionale Resilienzmodi unterstützt: Spiegelung und Parität. Die Unterstützung auf Poolbasis von Datenträgern, die als Ersatz für Datenträger mit Fehlern (Hotspares) reserviert sind, die Hintergrundbereinigung und die intelligente Fehlerkorrektur sind Faktoren, die auch beim Ausfall von Speicherkomponenten eine ununterbrochene Verfügbarkeit des Diensts ermöglichen. Bei einem Stromausfall oder Clusterfailover wird die Integrität der Daten aufrechterhalten, damit die Wiederherstellung schnell erfolgen kann und nicht zu Datenverlust führt.

  • Fortlaufende Verfügbarkeit: Speicherplätze sind vollständig in das Failoverclustering integriert, sodass für eine ständige Verfügbarkeit der Dienstbereitstellungen gesorgt ist. Ein oder mehrere Pools können in einem Cluster über mehrere Knoten hinweg zu Clustern zusammengefasst werden. Anschließend können Speicherplätze auf einzelnen Knoten instanziiert werden, und für die Speicherung wird bei Bedarf nahtlos ein Failover auf einen anderen Knoten durchgeführt (als Reaktion auf Fehlerbedingungen oder aufgrund des Lastenausgleichs). Die Integration in CSVs ermöglicht Zugriff auf Daten mit horizontaler Skalierung.

  • Optimale Speichernutzung: Die Serverkonsolidierung führt häufig dazu, dass mehrere Datasets dieselbe Speicherhardware nutzen. Für Speicherplätze wird die schlanke Speicherzuweisung unterstützt. Auf diese Weise können Unternehmen Speicherkapazität leicht über mehrere unzusammenhängende Datasets freigeben und die Ausnutzung der Kapazität optimieren.

    Außerdem wird für Speicherplätze die Optimierung von Speicher unterstützt. Dabei wird automatisch die Speicheroptimierung ausgeführt, um durch die Konsolidierung der Daten den "physischen Fußabdruck" zu verkleinern.

  • Einfacher Betrieb: Die Verwaltung mit voller Remote- und Skriptfähigkeit wird durch die Windows-Speicherverwaltungs-API, WMI und Windows PowerShell ermöglicht. Speicherplätze können mit der Rolle "Datei- und Speicherdienste" im Server-Manager leicht verwaltet werden. Von Speicherplätzen werden auch Benachrichtigungen bereitgestellt, wenn die Menge der verfügbaren Kapazität in einem Speicherpool einen konfigurierbaren Schwellenwert erreicht.

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