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Aufbauen einer Cloud-Infrastruktur: Zusammengeführtes Rechenzentrum ohne spezielle Speicherknoten

Veröffentlicht: April 2012

Letzte Aktualisierung: Dezember 2012

Betrifft: Windows Server 2012



Dieses Dokument enthält Anweisungen, denen Sie folgen müssen, um eine private oder öffentliche Cloudkonfiguration zu erstellen, die Folgendes verwendet:

  • Eine zusammengeführtes Netzwerkinfrastruktur für Datenverkehr im Zusammenhang mit Livemigration, Cluster, Speicher, Verwaltung und Mandanten

  • Der gesamte Netzwerkdatenverkehr wird über den virtuellen Hyper-V-Switch übertragen.

  • QoS (Quality of Service) für den virtuellen Hyper-V-Switch

  • Port-ACLs und 802.1q-VLAN-Kennzeichnung für den virtuellen Hyper-V-Switch

  • NIC-Teamvorgang für die Aggregation der Netzwerkbandbreite und Failover

  • Ordnungsgemäß verbundener Speicher mit SAS-JBOD-Gehäusen

Das in diesem Dokument beschriebene Entwurfsmuster ist eines der drei Entwurfsmuster, die wir für den Aufbau der grundlegenden Cloudinfrastruktur für die Bereiche Netzwerk, Datenverarbeitung und Speicher empfehlen. Informationen zu den zwei anderen Entwurfsmustern für die Cloudinfrastruktur finden Sie unter:

Das zusammengeführte Rechenzentrum ohne dedizierte Speicherknoten-Entwurfsmuster für die Cloudinfrastruktur konzentriert sich auf die folgenden wichtigen Anforderungen in den Bereichen Netzwerk, Datenverarbeitung und Speicher:

  • Der Netzwerkdatenverkehr zum und vom Hostbetriebssystem sowie zu und von den Gastbetriebssystemen auf dem Host soll über ein einziges Netzwerkadapterteam übertragen werden. Diese Anforderung wird durch Verwendung des Windows Server 2012 NIC-Teamvorgangs (LBFO) und die Übertragung des gesamten Datenverkehrs über den virtuellen Hyper-V-Switch erfüllt.

  • Für den gesamten Datenverkehr im Zusammenhang mit Livemigration, Cluster, Speicher, Verwaltung und Mandanten muss eine garantierte Bandbreite zur Verfügung stehen. Die Anforderung wird durch Verwendung von QoS-Richtlinien für den virtuellen Hyper-V-Switch erfüllt.

  • Der Infrastruktur-Datenverkehr (dazu zählt Datenverkehr im Zusammenhang mit Livemigration, Cluster, Speicher und Verwaltung) und der Mandantendatenverkehr müssen voneinander isoliert sein. Diese Anforderung wird durch Verwendung von Port-ACLs und 802.1q-VLAN-Kennzeichnung für den virtuellen Hyper-V-Switch erfüllt.

  • Sie möchten Ihre Cloudinfrastruktur skalieren, indem Sie aus Datenverarbeitungs- und Speicherkapazität bestehende Skalierungseinheiten hinzufügen. Diese Anforderung wird erfüllt, indem die Hyper-V-Server direkt mit SAS-Speicher verbunden werden, ohne dass dedizierte Dateiserver vorhanden sind.

  • Sie benötigen kostengünstigen Speicher. Diese Anforderung wird durch SAS-Datenträger in freigegebenen JBOD-Gehäusen erfüllt, die mithilfe von Speicherplätzen verwaltet werden.

  • Sie benötigen eine robuste Speicherlösung. Diese Anforderung wird durch die Verwendung mehrerer Hyper-V-Server erfüllt, die als Failovercluster konfiguriert sind, sowie durch einen ordnungsgemäß verbundenen (freigegebene JBODs) Speicher, sodass alle Mitglieder des Failoverclusters direkt mit dem Speicher verbunden sind; außerdem durch Konfiguration von Speicherplätzen als gespiegelter Speicherplatz als Schutz vor Datenverlust im Fall von Datenträgerfehlern.

  • Jedes Mitglied des Hyper-V-Failoverclusters muss auf den freigegebenen Speicher zugreifen können, in dem sich die virtuellen Festplatten befinden. Diese Anforderung wird durch Verwendung von Windows Server 2012-Failoverclustering und Cluster Shared Volumes Version 2 (CSV v2)-Volumes zum Speichern von Dateien und Metadaten der virtuellen Computer erfüllt.

  • Die virtuellen Computer müssen permanent verfügbar und robust gegenüber Hardwarefehlern sein. Diese Anforderung kann durch Verwendung von Windows Server 2012-Failoverclustering in Verbindung mit der Hyper-V-Serverrolle erfüllt werden.

  • Sie benötigen die höchstmögliche Anzahl von virtuellen Computern pro Hostserver (d. h. höhere Dichte). Diese Anforderung wird durch Verwendung von Technologien für die Prozessorauslagerung erfüllt, wie z. B. Remotezugriff auf den direkten Speicher (Remote Direct Memory Access, RDMA), Empfangsseitige Skalierung, Empfangsseitige Zusammenfügung (Receive Side Coalescing, RSC) und Datacenter Bridging (DCB). Bitte beachten Sie, dass in der hier vorgestellten Standardkonfiguration (ohne dedizierte Speicherzugriffs-NIC) RDMA und DCB nicht verwendet werden können, da diese Technologien direkten Zugriff auf die Hardware erfordern und einen Großteil des virtuellen Netzwerkstapels umgehen müssen. Dies ähnelt der Situation mit Single Root I/O Virtualization (SR-IOV). Für eine optimale Leistung, insbesondere beim Netzwerkzugriff auf Speicher, ist ein separater NIC-Teamvorgang erforderlich, um diese Hardwaretechnologien zur Beschleunigung der Auslagerung zu unterstützen.

Eine Cloudinfrastruktur unter Windows Server® 2012 ist ein Hyper-V-Cluster mit hoher Leistung und hoher Verfügbarkeit, der virtuelle Computer hostet, die verwaltet werden können, um private oder öffentliche Clouds zu erstellen, die das zusammengeführte Rechenzentrum ohne dediziertes Speicherknoten-Entwurfsmuster für die Infrastruktur verwenden. In diesem Dokument wird erläutert, wie Sie die grundlegenden Komponenten für eine solche Cloud konfigurieren. Die Bereitstellungsaspekte von System Center oder anderer Verwaltungssoftware werden nicht behandelt; der Schwerpunkt liegt auf dem Konfigurieren der Windows Server-Kernhosts, die zum Aufbauen der Cloudinfrastruktur verwendet werden.

Hintergrundinformationen zum Erstellen von Clouds mit Windows Server 2012 finden Sie im Artikel zum Aufbauen einer IaaS-Cloud (Infrastructure as a Service) mit Windows Server „8“.

Diese Cloudkonfiguration besteht aus folgenden Elementen:

  • Mehrere Computer in einem Hyper-V-Failovercluster.

    Ein Hyper-V-Cluster wird mit dem Failovercluster-Feature von Windows Server 2012 erstellt. Die Failoverclustering-Featuregruppe von Windows Server 2012 ist eng in die Hyper-V-Serverrolle integriert und ermöglicht eine hohe Verfügbarkeit aus Datenverarbeitungs- und Netzwerksicht. Darüber hinaus verbessert Windows Server 2012 Failoverclustering die Mobilität virtueller Computer, was in einer Cloudumgebung von entscheidender Bedeutung ist. Beispielsweise wird die Livemigration verbessert, wenn sie in einer Failovercluster-Bereitstellung durchgeführt wird, da der Cluster automatisch auswerten kann, welcher Knoten im Cluster optimal für die Platzierung des migrierten virtuellen Computers geeignet ist.

  • Eine zusammengeführte Netzwerkinfrastruktur, die mehrere Cloud-Datenverkehrsprofile unterstützt.

    Jeder Computer im Hyper-V-Failovercluster sollte über mindestens zwei Netzwerkadapter verfügen, die für das zusammengeführte Netzwerk verwendet werden. Dieses zusammengeführte Netzwerk hostet den gesamten Datenverkehr zum und vom Server; dies schließt sowohl Hostsystem-Datenverkehr als auch Gast-/Mandantendatenverkehr ein. Der Netzwerkadapter werden mithilfe des NIC-Teamvorgangs „Lastenausgleich und Failover“ (Load Balancing and Failover, LBFO) von Windows Server 2012 kombiniert. Bei den NICs kann es sich um zwei oder mehr 10-GbE- oder 1-GbE-Netzwerkadapter handeln. Diese NICs werden für den Datenverkehr im Zusammenhang mit Livemigration, Cluster, Speicher und Verwaltung (zusammen als „Infrastruktur“- Datenverkehr bezeichnet) und den Mandantendatenverkehr verwendet.

  • Die entsprechende Netzwerkhardware zum Verbinden aller Computer im Hyper-V-Cluster miteinander und mit einem größeren Netzwerk, über das die gehosteten virtuellen Computer verfügbar sind.

Die folgende Abbildung zeigt eine allgemeine Ansicht der Szenarioarchitektur. Die kombinierten Netzwerkadapter auf jedem Mitglied des Failoverclusters sind mit einem Netzwerk verbunden, das in diesem Dokument als „zusammengeführtes Subnetz“ bezeichnet wird. Mithilfe des Begriffs „zusammengeführtes Subnetz“ soll verdeutlicht werden, dass der gesamte Datenverkehr zu und von den Hyper-V-Clustermitgliedern und den virtuellen Mandantencomputern auf jedem Clustermitglied über den kombinierten Netzwerkadapter des zusammengeführten Subnetzwerks übertragen werden muss. Sowohl das Hostbetriebssystem als auch die Mandanten stellen die Verbindung mit dem Netzwerk über den virtuellen Hyper-V-Switch her. Die Abbildung zeigt außerdem einen optionalen Netzwerkadapter, der RDMA-fähig ist und für Speicherdatenverkehr verwendet werden kann, z. B. wenn Speicher auf einer Freigabe auf einem Remotedateiserver gehostet wird. Diese optionale Konfigurationsoption wird in diesem Dokument nicht erläutert. Weitere Informationen über diese Speicheroption finden Sie das Dokument zum Entwurfsmuster für ein zusammengeführtes Rechenzentrum mit Dateiserverspeicher unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh831738 zusammengeführt.

Allgemeine Übersicht über Clustermitgliedsnetzwerke

Abbildung 1: Allgemeine Übersicht über die Netzwerkkonfiguration der Clustermitglieder

noteHinweis
Mindestens ein AD DS-Domänencontroller (Active Directory Domain Services, Active Directory-Domänendienste) wird für die zentralisierte Sicherheit und Verwaltung der Clustermitgliedscomputer benötigt (nicht gezeigt). Dieser muss für alle Clustermitgliedscomputer, einschließlich der Mitglieder des freigegebenen Speicherclusters, erreichbar sein. DNS-Dienste sind ebenfalls erforderlich und nicht abgebildet.

Abbildung 2 zeigt eine Übersicht der Datenverkehrsflüsse der einzelnen Mitglieder des Hyper-V-Clusters. Die Abbildung zeigt die folgenden wesentliche Probleme in der Konfiguration auf:

  • Jedes Clusterknotenmitglied verwendet einen virtuellen Netzwerkadapter, um die Verbindung mit dem erweiterbaren Switch für Hyper-V herzustellen, der die Verbindung mit dem physischen Netzwerk herstellt.

  • Jeder virtuelle Mandantencomputer ist außerdem über einen virtuellen Netzwerkadapter mit dem erweiterbaren Switch für Hyper-V verbunden.

  • Netzwerkadapter mit den Namen ConvergedNet1 und ConvergedNet2 nehmen mithilfe des Windows Server 2012-Features für Failover und Lastenausgleich an einer Konfiguration mit kombinierten physischen Netzwerkadaptern teil.

  • Mithilfe von QoS für virtuelle Hyper-V-Switches in Windows Server 2012 wird sichergestellt, dass für jeden Datenverkehrstyp (beispielsweise Livemigration, Cluster, Verwaltung und Mandant) eine vorhersehbare Menge an Bandbreite verfügbar ist.

  • Datenverkehrsisolation wird durch 802.1q-VLAN-Kennzeichnung ermöglicht, sodass der Hostdatenverkehr für die Mandanten nicht sichtbar ist.

  • Port-ACLs für virtuelle Hyper-V-Switches in Windows Server 2012 können ebenfalls verwendet werden, um den Zugriff auf Netzwerkebene genauer zu kontrollieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass Remotezugriff auf den direkten Speicher (Remote Direct Memory Access, RDMA) im zusammengeführten Netzwerk nicht verwendet werden kann, da es nicht mit dem virtuellen Hyper-V-Switch zusammenarbeitet. Das ist ein Problem, wenn Sie leistungsstarke SMB-3-Konnektivität mit serverbasiertem Dateispeicher für virtuellen Datenträger und Konfigurationsdateien verwenden möchten. Im Dateiserverspeicher-Szenario können Sie zusätzliche RDMA-fähig Adapter hinzufügen, um eine Verbindung mit dem Speicher herzustellen.

noteHinweis
Den einzelnen Mandanten werden keine virtuellen lokalen Netzwerke (Virtual Local Area Networks, VLANs) zugewiesen, da die VLAN-basierte Netzwerkisolation keine skalierbare Lösung darstellt und nicht mit der Netzwerkvirtualisierung von Windows Server 2012 kompatibel ist. VLANs werden in diesem Szenario verwendet, um den Infrastruktur-Datenverkehr vom Mandantendatenverkehr zu isolieren.

Übersicht über den Datenverkehrsfluss von Clustermitgliedern

Abbildung 2: Übersicht über die Datenverkehrsflüsse der Clustermitglieder

Diese Konfiguration verwendet die folgenden Technologien und Features von Windows Server 2012:

  • Lastenausgleich und Failover (Load Balancing and Failover, LBFO): Beim Lastenausgleich und Failover werden mehrere Netzwerkadapter logisch kombiniert, um Bandbreitenaggregation und Datenverkehrsfailover bereitzustellen und dadurch Konnektivitätsverluste bei Fehlern an Netzwerkkomponenten zu verhindern. Lastenausgleich mit Failover wird in Windows Server 2012 auch als NIC-Teamvorgang bezeichnet.

  • QoS (Quality of Service) für den virtuellen Hyper-V-Switch: In Windows Server 2012 umfasst QoS neue Features für die Bandbreitenverwaltung, mit denen Sie vorhersehbare Netzwerkleistung für virtuelle Computer auf einem Server mit Hyper-V bereitstellen können.

  • QoS (Quality of Service) für den virtuellen Hyper-V-Switch: In Windows Server 2012 enthält der virtuelle Hyper-V-Switch neue Funktionen, die die Sicherheit der Cloudinfrastruktur verbessern. Sie können nun Port-Zugriffssteuerungslisten (Ports-ACLs) und VLAN-Unterstützung verwenden, um eine Netzwerkisolation ähnlich der physischen Netzwerkisolation zu erzielen.

  • Speicherplätze: Speicherplätze ermöglichen die Erstellung kostengünstiger Datenträgerpools, die als einzelner Massenspeicherort dargestellt werden, an dem virtuelle Datenträger oder Volumes erstellt und formatiert werden können.

noteHinweis
Obwohl diese Konfiguration lokalen SAS-Speicher verwendet, um die Anforderung zur Bereitstellung von kostengünstigem Speicher zu erfüllen, können Sie problemlos andere Arten von Speicher wählen, beispielsweise SAN-Speicher. Weitere Informationen zur Speicherkonfiguration für ein Nicht-SAS-Szenario finden Sie im Dokument „Aufbauen einer Cloudinfrastruktur: nicht zusammengeführte Unternehmenskonfiguration“, in dem die Konfiguration des SAN-Speichers beschrieben wird.

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie Sie diese Cloudkonfiguration mit UI-basierten Tools und Windows PowerShell einrichten.

Nach dem Aufbau der Cloud können Sie die Konfiguration mit folgenden Schritte überprüfen:

  • Installieren und Konfigurieren virtueller Computer

  • Migrieren ausgeführter virtueller Computer zwischen Servern im Hyper-V-Cluster (Livemigration)

In diesem Abschnitt werden die einzelnen Schritte zum Konfigurieren der in diesem Dokument beschriebenen Cloudinfrastruktur Skalierungseinheit erläutert.

Zur Erstellung dieser Cloudinfrastruktur gehören die folgenden Schritte:

  • Schritt 1: Anfängliche Knotenkonfiguration

  • Schritt 2: Anfängliche Netzwerkkonfiguration

  • Schritt 3: Anfängliche Speicherkonfiguration

  • Schritt 4: Einrichtung des Failoverclusters

  • Schritt 5: Konfigurieren von Hyper-V-Einstellungen

  • Schritt 6: Überprüfung der Cloud

In der folgenden Tabelle werden die in diesem Dokument beschriebenen Schritte zusammengefasst:

 

Schritt

Aufgabe

Ziel

Aufgaben

1

Anfängliche Knotenkonfiguration

Alle Knoten

  • 1.1 Hinzufügen geeigneter VLANs zu Schnittstellenports am physischen Switch für jeden Datenverkehrstyp:

    • Verwaltung (nicht gekennzeichnet, Standard)

    • Mandanten (gekennzeichnet)

    • Livemigration (gekennzeichnet)

    • Cluster/freigegebene Clustervolumes (CSV) (gekennzeichnet)

  • 1.2 Aktivieren der für Hyper-V erforderlichen BIOS-Einstellungen

  • 1.3 Ausführen einer Neuinstallation des Betriebssystems

  • 1.4 Ausführen von Aufgaben nach der Installation:

    • Festlegen der Windows PowerShell-Ausführungsrichtlinie

    • Aktivieren von Windows PowerShell-Remoting

    • Aktivieren des Remotedesktopprotokolls und der Firewallregel

    • Beitreten zur Domäne

  • 1.5 Installieren von Rollen und Features mit Standardeinstellungen, Neustarten bei Bedarf

    • Hyper-V (plus Verwaltungstools)

    • Speicherdienste

    • Failoverclustering (plus Verwaltungstools)

    • Tools für Freigabe- und Speicherverwaltung

2

Anfängliche Netzwerkkonfiguration

Alle Knoten

  • 2.1 Deaktivieren nicht verwendeter und getrennter Schnittstellen und Umbenennen aktiver Verbindungen

  • 2.2 Erstellen des zusammengeführten Netzwerkadapterteam (ggf. umbenennen) und Zuweisen von IP-Adressen oder Konfigurieren von DHCP nach Bedarf

  • 2.3 Erstellen des Hyper-V-Switchs und des virtuellen Netzwerkadapters für die Verwaltung (PowerShell)

  • 2.4 Umbenennen des virtuellen Netzwerkadapters für die Verwaltung (optional)

  • 2.5 Erstellen zusätzlicher virtueller Netzwerkadapter und Zuweisen von VLAN-IDs (PowerShell)

    • Livemigration

    • Cluster

  • 2.6 Umbenennen der virtuellen Netzwerkadapter

  • 2.7 Zuweisen statischer IPs nach Bedarf

  • 2.8 Konfigurieren von QoS für verschiedene Datenverkehrstypen und Konfigurieren der standardmäßigen Mindestbandbreite für den Switch

3

Anfängliche Speicherkonfiguration

Einzelner Knoten

  • 3.1 Anzeigen des gesamten freigegebenen Speichers für die relevanten Knoten

  • 3.2 In Multipfadszenarien: Installieren und Konfigurieren von Multipfad-E/A (MPIO) nach Bedarf

  • 3.3 Alle freigegebenen Datenträger: Löschen, Onlineschalten und Initialisieren

4

Einrichtung des Failoverclusters

Einzelner Knoten

  • 4.1 Ausführen des Clusterüberprüfungs-Assistenten

  • 4.2 Behandeln angezeigter Warnungen und/oder Fehler

  • Ausführen des Clustererstellungs-Assistenten (Festlegen von Name und IP ohne Hinzufügen von geeignetem Speicher)

  • 4.4 Erstellen eines Clusterspeicherpools

  • 4.5 Erstellen des virtuellen Quorum-Datenträgers

  • 4.6 Erstellen des virtuellen Datenträgers für den Speicher des virtuellen Computers

  • 4.7 Hinzufügen des virtuellen Datenträgers für den Speicher des virtuellen Computers zu freigegebenen Clustervolumes

  • 4.8 Hinzufügen von Ordnern zum freigegebenen Clustervolume

  • 4.9 Konfigurieren von Quorum-Einstellungen

  • 4.10 Konfigurieren von Clusternetzwerken zum Trennen des Datenverkehrs

5

Hyper-V-Konfiguration

Alle Knoten

  • Ändern der standardmäßigen Dateispeicherorte, Zuordnen zu CSV-Volumes

6

Überprüfung der Cloud

Einzelner Knoten

  • 6.1 Erstellen eines virtuellen Computers, Zuordnen einer VHD mit einem vorhandenen Betriebssystem und Kennzeichnen für das entsprechende VLAN

  • 6.2 Testen der Netzwerkkonnektivität vom virtuellen Computer

  • 6.3 Ausführen einer Livemigration

  • 6.4 Ausführen einer Schnellmigration

In Schritt 1 führen Sie die folgenden Schritte auf allen Knoten des Hyper-V-Clusters aus:

  • 1.1 Hinzufügen geeigneter VLANs zu Schnittstellenports am physischen Switch

  • 1.2 Aktivieren der für Hyper-V erforderlichen BIOS-Einstellungen

  • 1.3 Ausführen einer Neuinstallation des Betriebssystems

  • 1.4 Ausführen von Aufgaben nach der Installation

  • 1.5 Installieren von Rollen und Features mit den Standardeinstellungen

Clusterknoten werden für die Verwendung verschiedener VLAN-Kennzeichnungen für die folgenden Datenverkehrstypen konfiguriert:

  • Verwaltungsdatenverkehr – nicht gekennzeichnet, Standard

  • Mandantendatenverkehr – gekennzeichnet

  • Livemigrations-Datenverkehr – gekennzeichnet

  • Clusterdatenverkehr und CSV-Datenverkehr – gekennzeichnet

VLANs sind so konfiguriert, dass Datenverkehrsisolation und QoS-Richtlinien (Quality of Service) möglich sind. Definieren Sie die VLAN-Tagnummern für die einzelnen Datenverkehrstypen, und konfigurieren Sie dann den Switch mit den entsprechenden VLAN-Portnummern. Die Verfahren hierfür unterscheiden sich je nach Marke und Modell des Switchs. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation für den Switch. Beachten Sie, dass Verwaltungsdatenverkehr i. d. R. nicht gekennzeichnet wird, da dies Konflikte mit einer Reihe von Kernaktivitäten des Hostsystems verursachen kann. Sie können den Verwaltungsdatenverkehr zwar kennzeichnen, es können jedoch wie z. B. ein PXE-Start auftreten. Daher wird empfohlen, den Verwaltungsdatenverkehr nicht zu kennzeichnen.

Vor dem Installieren der Hyper-V-Serverrolle müssen Sie die Virtualisierungsunterstützung im BIOS der einzelnen Clustermitglieder aktivieren. Das Verfahren zum Aktivieren der Unterstützung für Prozessorvirtualisierung hängt von Marke und Modell des Prozessors sowie vom System-BIOS ab. Die entsprechenden Verfahren finden Sie in der Hardwaredokumentation.

Installieren Sie Windows Server 2012 mit der Option „Vollständige Installation“.

Nach Abschluss der Betriebssysteminstallation müssen Sie verschiedene Aufgaben für die einzelnen Knoten ausführen. Dazu zählen:

  • Fügen Sie die einzelnen Knoten der Domäne hinzu.

  • Aktivieren Sie den Remotezugriff auf die einzelnen Knoten über das Remotedesktopprotokoll.

  • Legen Sie die Windows PowerShell-Ausführungsrichtlinie fest.

  • Aktivieren Sie Windows PowerShell-Remoting.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die einzelnen Knoten der Domäne hinzuzufügen:

  1. Drücken Sie auf der Tastatur die Windows-Taste und dann R. Geben Sie Systemsteuerung ein, und klicken Sie dann auf OK.

  2. Klicken Sie im Fenster Systemsteuerung auf System und Sicherheit und dann auf System.

  3. Klicken Sie im Fenster System unter Einstellungen für Computernamen, Domäne und Arbeitsgruppe auf Einstellungen ändern.

  4. Klicken Sie im Dialogfeld Systemeigenschaften auf Ändern.

  5. Klicken Sie unter Mitglied von auf Domäne, geben Sie den Namen der Domäne ein, und klicken Sie dann auf OK.

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle für jeden Knoten aus, um den Remotezugriff mit dem Remotedesktopprotokoll, die PowerShell-Ausführungsrichtlinie und PowerShell-Remoting zu aktivieren:

(Get-WmiObject Win32_TerminalServiceSetting -Namespace root\cimv2\terminalservices).SetAllowTsConnections(1,1)
Set-ExecutionPolicy Unrestricted –Force
Enable-PSRemoting –Force

Die folgenden Rollen und Features werden auf den einzelnen Clusterknoten installiert:

  • Hyper-V und Hyper-V-Verwaltungstools

  • Failovercluster und Failovercluster-Verwaltungstools

  • Speicherverwaltungstools

Führen Sie die folgenden Schritte auf den einzelnen Clusterknoten aus, um die erforderlichen Rollen und Features zu installieren:

  1. Klicken Sie im Server-Manager in der Konsolenstruktur auf Dashboard.

  2. Klicken Sie in Willkommen bei Server-Manager auf 2 Rollen und Features hinzufügen und dann auf Weiter.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Features auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf der Seite Installationstyp auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf der Seite Serverauswahl auf Weiter.

  6. Wählen Sie auf der Seite Serverrollen in der Liste Rollen die Option Hyper-V aus. Klicken Sie im Dialogfeld Assistent zum Hinzufügen von Rollen und Features auf Features hinzufügen. Klicken Sie auf Weiter.

  7. Wählen Sie auf der Seite Features in der Liste Features die Option Failoverclustering aus. Klicken Sie im Dialogfeld Assistent zum Hinzufügen von Rollen und Features auf Features hinzufügen. Erweitern Sie Remoteserver-Verwaltungstools und dann Rollenverwaltungstools. Erweitern Sie Tools für Dateidienste. Wählen Sie Tools für Freigabe- und Speicherverwaltung aus. Klicken Sie auf Weiter.

    noteHinweis
    Wenn Sie die Verwendung von Multipfad-E/A für die Speicherlösung planen, wählen Sie in Schritt 7 das Feature „Multipfad-E/A“ aus.

  8. Klicken Sie auf der Seite Hyper-V auf Weiter.

  9. Klicken Sie auf der Seite Virtuelle Switches auf Weiter.

  10. Klicken Sie auf der Seite Migration auf Weiter.

  11. Klicken Sie auf der Seite Standardspeicher auf Weiter.

  12. Aktivieren Sie auf der Seite Bestätigung das Kontrollkästchen Zielserver bei Bedarf automatisch neu starten, und klicken Sie dann im Dialogfeld Rollen und Features hinzufügen auf Ja. Klicken Sie dann auf Installieren.

  13. Klicken Sie nach der erfolgreichen Installation auf der Seite Installationsstatus auf Schließen.

  14. Starten Sie den Computer neu. Bei diesem Vorgang muss der Computer möglicherweise zweimal neu gestartet werden. In diesem Fall löst der Installer die mehrfachen Neustarts automatisch aus.

Öffnen Sie nach dem Neustarten des Servers den Server-Manager, und vergewissern Sie sich, dass die Installation erfolgreich abgeschlossen wurde. Klicken Sie auf der Seite „Installationsstatus“ auf „Schließen“.

Die Netzwerkkonfiguration jedes Clusterknotens muss so konfiguriert werden, dass sie das zusammengeführten Netzwerkszenario unterstützt, bei dem der gesamte Datenverkehr, einschließlich Infrastruktur- und Mandantendatenverkehr über den virtuellen Hyper-V-Switch übertragen wird. Die folgenden Verfahren führen Sie auf jedem Clusterknoten aus, um die anfängliche Netzwerkkonfiguration abzuschließen:

  • 2.1 Deaktivieren nicht verwendeter und getrennter Schnittstellen und Umbenennen aktiver Verbindungen

  • 2.2 Erstellen des zusammengeführten Netzwerkadapterteams und Konfigurieren von IP-Adressinformationen

  • 2.3. Erstellen des virtuellen Hyper-V-Switchs und des virtuellen Netzwerkadapters für die Verwaltung

  • 2.4 Umbenennen des virtuellen Netzwerkadapters für die Verwaltung (optional)

  • 2.5 Erstellen zusätzlicher virtueller Netzwerkadapter und Zuweisen von VLAN-IDs

  • 2.6. Umbenennen von virtuellen Netzwerkadaptern

  • 2.7 Zuweisen statischer IP-Adressen zu den virtuellen Netzwerkadaptern

  • 2.8 Konfigurieren von QoS für verschiedene Datenverkehrstypen und konfigurieren der standardmäßigen Mindestbandbreite für den Switch

Sie können die Konfiguration vereinfachen und Fehler beim Ausführen der Assistenten und der PowerShell-Befehle vermeiden, indem Sie alle Netzwerkschnittstellen deaktivieren, die nicht verwendet werden oder getrennt sind. Diese Schnittstellen können Sie im Fenster Netzwerkverbindungen deaktivieren.

Führen Sie für die übrigen Netzwerkadapter die folgenden Schritte aus:

  1. Verbinden Sie sie mit den Switchports des zusammengeführten Netzwerks.

  2. Benennen Sie zur einfacheren Erkennung die aktiven Netzwerkadapter so um, dass aus den Namen der Zweck oder die Verbindung mit dem Intranet oder Internet hervorgeht (beispielsweise ConvergedNet1 und ConvergedNet2). Sie können diese Schnittstellen im Fenster Netzwerkverbindungen deaktivieren.

Der Lastenausgleich und Failover (Load Balancing and Failover, LBFO) im Netzwerk ermöglicht Bandbreitenaggregation und Netzwerkadapterfailover, um einen Konnektivitätsverlust bei Netzwerkkarten- oder Portfehlern zu verhindern. Dieses Feature wird oft als "NIC-Teamvorgang" bezeichnet. In diesem Szenario erstellen Sie ein Team, das mit dem Subnetz "ConvergedNet" verbunden wird.

Zum Konfigurieren der Netzwerkadapterteams mit Server-Manager führen Sie auf jedem Computer im Cluster die folgenden Schritte aus:

noteHinweis
Durch einige der Schritte des folgenden Verfahrens wird die Netzwerkkonnektivität vorübergehend unterbrochen. Es wird empfohlen, den Zugriff auf alle Server über einen KVM-Switch (Keyboard, Video und Mouse, Tastatur, Video und Maus) zu ermöglichen, damit Sie den Status dieser Computer überprüfen können, falls die Netzwerkkonnektivität länger als fünf Minuten nicht verfügbar ist.

  1. Klicken Sie im Server-Manager in der Konsolenstruktur auf Lokaler Server.

  2. Klicken Sie unter Eigenschaften auf Deaktiviert. Diese Option finden Sie neben Netzwerkadapter-Teamvorgang.

  3. Klicken Sie im Fenster NIC-Teamvorgang in Server auf den Namen des Servercomputers.

  4. Klicken Sie in Teams auf Aufgaben, und klicken Sie dann auf Neues Team.

  5. Geben Sie im Fenster Neues Team in das Textfeld Teamname den Namen des Netzwerkadapterteams für das zusammengeführte Datenverkehrssubnetz ein (Beispiel: ConvergedNet Team).

  6. Wählen Sie in der Liste Mitgliederadapter die beiden Netzwerkadapter aus, die mit dem zusammengeführten Datenverkehrssubnetz verbunden sind (in diesem Beispiel ConvergedNet1 und ConvergedNet2). Klicken Sie dann auf OK. Es kann nach dieser Änderung ein paar Minuten dauern, bis die Konnektivität wiederhergestellt ist. Stellen Sie sicher, dass der aktuelle Status der Konfiguration angezeigt wird, indem Sie im Abschnitt Server des Fensters NIC-Teamvorgang mit der rechten Maustaste auf den Servernamen klicken und dann Aktualisieren wählen. Es kann einen Moment dauern, bis die Verbindung als Aktiv angezeigt wird. Möglicherweise müssen Sie mehrmals aktualisieren, bis Sie die Statusänderung sehen.

  7. Schließen Sie das Fenster NIC-Teamvorgang.

Konfigurieren Sie eine statische IPv4-Adressierungskonfiguration für das neue Netzwerkadapterteam, das mit dem zusammengeführten Datenverkehrssubnetz verbunden ist (Beispiel: ConvergedNet Team). Diese IP-Adresse verwenden Sie, wenn Sie zu Verwaltungszwecken die Verbindung mit dem Hostsystem herstellen. Hierzu können Sie die Option Eigenschaften für das Team im Fenster Netzwerkverbindungen verwenden. Sie sehen einen neuen Adapter, wobei der Name des in einem Team kombinierten Netzwerkadapters dem in Schritt 5 zugewiesenen Namen entspricht. Nach dem Zuweisen der neuen IP-Adressierungsinformationen kommt es einen Moment lang zu einem Konnektivitätsverlust.

noteHinweis
Möglicherweise müssen Sie die Anzeige des Fensters „NIC-Teamvorgang“ manuell aktualisieren, damit das neue Team angezeigt wird. Außerdem kann es bei der Erstellung des Netzwerkadapterteams zu Konnektivitätsverzögerungen kommen. Wenn Sie diesen Server remote verwalten, verlieren Sie möglicherweise vorübergehend die Konnektivität mit dem Server.

In diesem Szenario fließt der gesamte Datenverkehr durch den virtuellen Hyper-V-Switch. Dazu gehören der Datenverkehr des Hostbetriebssystems (Cluster/CSV, Verwaltung und Livemigration) und der Gast-/Mandantendatenverkehr. Sie erstellen den virtuellen Switch nicht mit der Hyper-V-Konsole, sondern in Windows PowerShell. Der Grund dafür ist, dass Sie beim Erstellen des virtuellen Switchs in der Hyper-V-Konsole nicht den minimalen Bandbreitenmodus angeben können, der standardmäßig auf „Absolut“ festgelegt ist (und einen Wert für Bits pro Sekunde erfordert). Im gewichteten Modus hingegen (konfigurierbar über Windows PowerShell) ist ein relativer Bereich von 1 bis 100 zulässig. Weitere Informationen zum New-VMSwitch-Cmdlet finden Sie unter New-VMSwitch.

Führen Sie den folgenden Windows PowerShell-Befehl für jedes Clustermitglied aus, um den virtuellen Hyper-V-Switch und den virtuellen Netzwerkadapter für Verwaltungsdatenverkehr zu erstellen:

New-VMSwitch "ConvergedNetSwitch" -MinimumBandwidthMode weight -NetAdapterName "ConvergedNetTeam" -AllowManagementOS 1

Bitte beachten Sie, dass Sie während dieses Schritts sowohl den Hyper-V-Switch als auch den virtuellen Netzwerkadapter für die Verwaltung erstellt haben.

Beachten Sie, dass bei Ausführung dieser Aktion über eine RDP-Verbindung die Verbindung für einen Moment getrennt werden kann.

Der virtuelle Netzwerkadapter für die Verwaltung, der beim Erstellen des virtuellen Switchs erstellt wurde, wird jetzt im Fenster Netzwerkverbindungen angezeigt; ihm wurde ein generischer Name wie z. B. vEthernet (ConvergedNetSwitch) zugewiesen Sie sollten diesen virtuellen Netzwerkadapter umbenennen, damit er bei nachfolgenden Vorgängen leichter zu identifizieren ist. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen virtuellen Netzwerkadapter, klicken Sie auf Umbenennen, und weisen Sie dem virtuellen Netzwerkadapter einen neuen Namen zu (beispielsweise "Management").

Der virtuelle Hyper-V-Switch hat jetzt einen einzigen virtuellen Netzwerkadapter, der für den Verwaltungsdatenverkehr des Hostbetriebssystems verwendet wird. Nun erstellen Sie zwei zusätzliche virtuelle Netzwerkadapter: einen für Livemigrations-Datenverkehr und einen für Clusterdatenverkehr.

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle aus, um den virtuellen Netzwerkadapter für Livemigrations-Datenverkehr und den virtuellen Netzwerkadapter für Clusterdatenverkehr zu erstellen und dem virtuellen Netzwerkadapter für die Livemigration und dem virtuellen Netzwerkadapter für den Cluster eine VLAN-ID zuzuweisen:

Add-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name "LiveMigration" -SwitchName "ConvergedNetSwitch"
Add-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name "Cluster" -SwitchName "ConvergedNetSwitch"
Set-VMNetworkAdapterVlan -ManagementOS -VMNetworkAdapterName LiveMigration -Access -VlanId 2160
Set-VMNetworkAdapterVlan -ManagementOS -VMNetworkAdapterName Cluster -Access -VlanId 2161

Im vorherigen Beispiel steht –VMNetworkAdapterName für den Namen des virtuellen Netzwerkadapters.

Die im vorherigen Schritt erstellten virtuellen Netzwerkadapter für die Livemigration und für den Cluster werden jetzt im Fenster Netzwerkverbindungen angezeigt; ihnen wurden Standardnamen wie z. B. vEthernet (Cluster) zugewiesen. Sie sollten diese virtuellen Netzwerkadapter umbenennen, damit sie bei nachfolgenden Vorgängen leichter zu identifizieren sind. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf jeden dieser virtuellen Netzwerkadapter, klicken Sie auf Umbenennen, und weisen Sie dem virtuellen Netzwerkadapter einen neuen Namen zu (beispielsweise "Live Migration" und "Cluster").

Nun müssen Sie den virtuellen Netzwerkadaptern IP-Adressen zuweisen. Hierzu können Sie DHCP verwenden oder statische Adressen zuweisen. Stellen Sie sicher, dass jedem der virtuellen Netzwerkadapter eine IP-Adresse mit einer anderen Netzwerk-ID zugewiesen wird. Dies ist später wichtig, wenn Sie die Clusternetzwerkkonfiguration konfigurieren. Sie können das Systemsteuerungs-Applet „Netzwerk“ oder Windows PowerShell verwenden, um den virtuellen Netzwerkadaptern IP-Adressierungsinformationen zuzuweisen. Beispiel:

Set-NetIPInterface -InterfaceAlias "LiveMigration" -dhcp Disabled; new-NetIPAddress -PrefixLength 8 -InterfaceAlias "LiveMigration" -IPv4Address 11.0.0.x

In diesem Schritt konfigurieren Sie QoS-Gewichtungen, mit denen der jedem der virtuellen Netzwerkadapter zugewiesene Mindestanteil der Bandbreite definiert wird. Sie können den Prozentsatz der Bandbreite bestimmen, der einem bestimmten virtuellen Netzwerkadapter zugeordnet werden kann. Dazu addieren Sie alle Gewichtungswerte und teilen dann die einem virtuellen Netzwerkadapter zugewiesene Einzelgewichtung durch die Summe.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Netzwerkadaptern für den Cluster, die Verwaltung und die Livemigration Gewichtungswerte hinzuzufügen:

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle aus, um dem virtuellen Netzwerkadapter für den Cluster, dem virtuellen Netzwerkadapter für die Verwaltung und dem virtuellen Netzwerkadapter für die Livemigration jeweils einen Gewichtungswert zuzuweisen und allen in Zukunft erstellten virtuellen Netzwerkadaptern einen Standardgewichtungswert zuzuweisen:

Set-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name "Cluster" -MinimumBandwidthWeight 40
Set-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name ConvergedNetSwitch -MinimumBandwidthWeight 5
Set-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name "LiveMigration" -MinimumBandwidthWeight 20
Set-VMSwitch "ConvergedNetSwitch" -DefaultFlowMinimumBandwidthWeight 10
noteHinweis
Der Name "VMNetworkAdapter" wird auf der Benutzeroberfläche in Netzwerkverbindungen unter "Gerätename" aufgeführt.

Nach Abschluss der anfänglichen Clusterknotenkonfiguration sind Sie bereit, auf allen Knoten des Clusters Aufgaben für die anfängliche Speicherkonfiguration auszuführen. Zu den Aufgaben für die anfängliche Speicherkonfiguration gehören folgende:

  • 3.1 Anzeigen des gesamten freigegebenen Speichers für die relevanten Knoten

  • 3.2 In Multipfadszenarien: Installieren und Konfigurieren von Multipfad-E/A (MPIO) nach Bedarf

  • 3.3 Löschen, Onlineschalten und Initialisieren aller freigegebenen Datenträger

Verbinden Sie in einem SAS-Szenario die SAS-Adapter mit den einzelnen Speichergeräten. Wenn hohe Verfügbarkeit des Speicherzugriffs erforderlich ist, sollte jeder Clusterknoten zwei Adapter enthalten.

Wenn mehrere Datenpfade zum Speicher vorhanden sind (beispielsweise zwei SAS-Karten), müssen Sie Microsoft® Multipfad-E/A (MPIO) auf allen Knoten installieren. Für diesen Schritt müssen Sie möglicherweise das System neu starten. Weitere Informationen zu MPIO finden Sie unter Neues in MPIO.

Vergewissern Sie sich, dass die Datenträger in der Speicherlösung nicht vorher schon bereitgestellt wurden, um Probleme mit den weiter unten in diesem Dokument beschriebenen Speicherkonfigurationsverfahren zu verhindern. Die Datenträger sollten keine Partitionen oder Volumes enthalten. Außerdem sollten sie initialisiert werden, damit auf den Datenträgern ein Master Boot Record (MBR) oder eine GUID-Partitionstabelle (GPT) vorhanden ist. Anschließend sollten sie online geschaltet werden. Für diese Aufgabe können Sie die Konsole Datenträgerverwaltung oder Windows PowerShell verwenden. Diese Aufgabe muss auf jedem Knoten im Cluster ausgeführt werden.

Mit folgendem PowerShell-Befehl können Sie die Datenträger ermitteln, die in einem Pool teilnehmen können: Get-PhysicalDisk | ? BusType -Eq "SAS". Alle Datenträger in der Spalte CanPool mit dem Wert TRUE sind für Pooling geeignet.

noteHinweis
Wenn Sie diese Datenträger vorher mit Windows Server 2012-Speicherplatzpools konfiguriert haben, müssen Sie diese Speicherpools löschen, bevor Sie die in diesem Dokument beschriebene Speicherkonfiguration ausführen. Weitere Informationen finden Sie im TechNet-Wiki-Artikel Löschen von Speicherpools und virtuellen Datenträgern mit PowerShell.

Sie sind jetzt bereit, die Einstellungen für den Failovercluster abzuschließen. Zum Einrichten des Failoverclusters gehören die folgenden Schritte:

  • 4.1 Ausführen des Clusterüberprüfungs-Assistenten

  • 4.2 Behandeln angezeigter Warnungen und/oder Fehler

  • 4.3 Ausführen des Assistenten zum Erstellen eines Failoverclusters

  • 4.4 Erstellen eines Clusterspeicherpools

  • 4.5 Erstellen des virtuellen Quorum-Datenträgers

  • 4.6 Erstellen des virtuellen Datenträgers für den Speicher des virtuellen Computers

  • 4.7 Hinzufügen des virtuellen Datenträgers für den Speicher des virtuellen Computers zu freigegebenen Clustervolumes

  • 4.8 Hinzufügen von Ordnern zum freigegebenen Clustervolume

  • 4.9 Konfigurieren von Quorum-Einstellungen

  • 4.10 Konfigurieren von Clusternetzwerken zum Trennen des Datenverkehrs

Der Clusterüberprüfungs-Assistent fragt mehrere Komponenten in den gewünschten Clusterhosts ab und überprüft, ob die Hardware und Software für die Unterstützung von Failoverclustering bereit sind. Führen Sie auf einem der Knoten im Servercluster die folgenden Schritte aus, um den Clusterüberprüfungs-Assistenten auszuführen:

  1. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras, und klicken Sie dann auf Failovercluster-Manager.

  2. Klicken Sie in der Konsole Failovercluster-Manager im Abschnitt Verwaltung auf Konfiguration überprüfen.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Server oder Cluster auswählen den Namen des lokalen Servers ein, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wenn der Name in der Liste Ausgewählte Server angezeigt wird, geben Sie den Namen eines anderen Hyper-V-Clustermitgliedscomputers ein, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Computer im Hyper-V-Cluster. Wenn alle Server des Hyper-V-Clusters in der Liste Ausgewählte Server angezeigt werden, klicken Sie auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf der Seite Testoptionen auf Weiter.

  6. Klicken Sie auf der Seite Bestätigung auf Weiter. Die Ausführungsdauer des Überprüfungsvorgangs hängt von der Anzahl der Knoten im Cluster ab. Es kann eine Weile dauern, bis der Vorgang abgeschlossen ist.

  7. Auf der Seite Zusammenfassung geht aus dem Zusammenfassungstext hervor, dass die Konfiguration für Clustering geeignet ist. Vergewissern Sie sich, dass das Kontrollkästchen Cluster jetzt unter Verwendung der überprüften Knoten erstellen aktiviert ist.

Klicken Sie auf die Schaltfläche Berichte, um die Ergebnisse der Clusterüberprüfung anzuzeigen Behandeln Sie Probleme, die zu Fehlern bei der Clusterüberprüfung geführt haben. Wenn Sie die Probleme korrigiert haben, führen Sie den Clusterüberprüfungs-Assistenten erneut aus. Wenn die Clusterüberprüfung erfolgreich war, fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Beachten Sie, dass möglicherweise Fehler im Zusammenhang mit dem Datenträgerspeicher angezeigt werden. Dies ist möglich, wenn Sie die Datenträger noch nicht initialisiert haben. Klicken Sie auf Fertig stellen.

Wenn die Clusterüberprüfung erfolgreich war, sind Sie bereit, die Clusterkonfiguration abzuschließen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Clusterkonfiguration zu überprüfen:

  1. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Clustererstellungs-Assistenten auf Weiter.

  2. Geben Sie auf der Seite Zugriffspunkt für die Clusterverwaltung einen gültigen NetBIOS-Namen für den Cluster ein, und wählen Sie dann das Netzwerk aus, in dem sich der Cluster befinden soll. Geben Sie dann eine statische IP-Adresse für den Cluster ein, und klicken Sie auf Weiter. In diesem Beispiel wählen Sie das Verwaltungsnetzwerk aus. Heben Sie die Auswahl aller anderen hier angezeigten Netzwerke auf.

  3. Deaktivieren Sie auf der Seite Bestätigung das Kontrollkästchen Der gesamte geeignete Speicher soll dem Cluster hinzugefügt werden, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Während der Erstellung des Clusters wird auf der Seite Ein neuer Cluster wird erstellt eine Statusleiste angezeigt.

  5. Klicken Sie auf der Seite Zusammenfassung auf Fertig stellen.

  6. Öffnen Sie in der Konsolenstruktur des Failovercluster-Manager-Snap-Ins unter dem Clusternamen den Knoten Netzwerke.

  7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Verwaltungsnetzwerkadapters (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassen ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestatten aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld Name einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise ManagmentNet), und klicken Sie dann auf OK.

  8. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Clusternetzwerkadapters (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassen ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestattennicht aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld Name einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise ClusterNet), und klicken Sie dann auf OK.

  9. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Netzwerkadapters für die Livemigration (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassen ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestattennicht aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld Name einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise LiveMigrationNet), und klicken Sie dann auf OK.

Führen Sie die folgenden Schritte auf einem der Mitglieder des Clusters aus, um den Speicherpool zu erstellen:

  1. Erweitern Sie im linken Bereich des Failovercluster-Managers den Servernamen, und erweitern Sie dann den Knoten Speicher. Klicken Sie auf Speicherpools.

  2. Klicken Sie im Bereich Aktionen auf Neuer Speicherpool.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name des Speicherpools in das Textfeld Name einen Namen für den Speicherpool ein. Geben Sie in das Textfeld „Beschreibung“ eine optionale Beschreibung für den Speicherpool ein. Wählen Sie in der Liste Wählen Sie die Gruppe der verfügbaren Datenträger aus (auch als ursprünglicher Pool bezeichnet), die Sie verwenden möchten den Namen aus, den Sie dem Cluster zugewiesen haben (dies ist der NetBIOS-Name, den Sie dem Cluster bei dessen Erstellung zugewiesen haben). Klicken Sie auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Physische Laufwerke die Laufwerke aus, die am Speicherpool teilnehmen sollen. Klicken Sie anschließend auf Weiter.

  6. Überprüfen Sie auf der Seite Bestätigung die Einstellungen, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  7. Auf der Seite Ergebnisse sollte die Meldung Sie haben den Assistenten für neue Speicherpools erfolgreich abgeschlossen angezeigt werden. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Virtuellen Datenträger erstellen, wenn dieser Assistent geschlossen wird. Klicken Sie anschließend auf Schließen.

Nach der Erstellung des Speicherpools können Sie jetzt in diesem Speicherpool virtuelle Datenträger erstellen. Ein virtueller Datenträger wird manchmal auch als logische Gerätenummer oder LUN (Logical Unit Number) bezeichnet und stellt eine Sammlung von einem oder mehreren physischen Datenträgern aus dem zuvor erstellten Speicherpool dar. Die Verteilung der Daten auf die physischen Datenträger kann die Zuverlässigkeit und Leistung des physischen Datenträgers erhöhen.

Sie müssen mindestens zwei virtuelle Datenträger erstellen:

  • Einen virtueller Datenträger, der als ein Quorum-Zeugendatenträger verwendet werden kann. Diese Datenträger kann als virtueller Datenträger mit einer Speicherkapazität von 1 GB konfiguriert werden.

  • Einen virtuellen Datenträger, der einem freigegebenen Clustervolume zugewiesen wird.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Quorum-Datenträger zu erstellen:

  1. Erweitern Sie in der Konsole Failovercluster-Manager den Knoten Speicher im linken Konsolenfenster. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Pools, und klicken Sie auf Datenträger hinzufügen.

  2. Klicken Sie im Assistenten für neue virtuelle Datenträger auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  3. Wählen Sie auf der Seite Speicherpool im Abschnitt Server den Servernamen aus, und wählen Sie dann im Abschnitt Speicherpool den von Ihnen erstellten Speicherpool aus. Klicken Sie auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name des virtuellen Datenträgers in das Textfeld Name einen Namen für den virtuellen Datenträger ein. Außerdem können Sie in das Textfeld Beschreibung eine optionale Beschreibung eingeben. Klicken Sie auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Speicheranordnung im Abschnitt Anordnung die Option Spiegelung aus. Klicken Sie auf Weiter.

  6. Wählen Sie unter Resilienzeinstellungen die Einstellung Zwei-Wege-Spiegelung aus, und klicken Sie auf Weiter.

  7. Geben Sie auf der Seite Größe im Textfeld Größe des virtuellen Datenträgers eine Größe für den neuen virtuellen Datenträger ein, die in diesem Beispiel 1 GB. Wählen Sie „GB“ in der Dropdownliste aus. Sie können auch das Kontrollkästchen Datenträger mit maximal möglicher Größe erstellen (bis zur angegebenen Größe) aktivieren, dies ist jedoch bei der Erstellung eines Zeugendatenträgers nicht erforderlich oder erwünscht. Wenn diese Option aktiviert ist, kann der Assistent die maximale virtuelle Datenträgergröße berechnen, die Sie auf Basis der dem Pool zugewiesenen Datenträger erstellen können; die im Textfeld Größe des virtuellen Datenträgers angegebene Zahl wird dabei nicht berücksichtigt. Klicken Sie auf Weiter.

  8. Überprüfen Sie auf der Seite Bestätigung die Einstellungen, und klicken Sie auf Erstellen.

  9. Aktivieren Sie auf der Seite Ergebnisse das Kontrollkästchen Volume erstellen, wenn dieser Assistent geschlossen wird. Klicken Sie auf Schließen.

  10. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue Volumes auf Weiter.

  11. Wählen Sie auf der Seite Server und Datenträger in der Liste Server den Namen des Clusters aus. Wählen Sie im Abschnitt Datenträger den soeben erstellten virtuellen Datenträger aus. Diesen Datenträger können Sie anhand der Spalte Virtueller Datenträger identifizieren, in der der Name des von Ihnen erstellten virtuellen Datenträgers angezeigt wird. Klicken Sie auf Weiter.

  12. Übernehmen Sie auf der Seite Größe die Standardvolumegröße, und klicken Sie auf Weiter.

  13. Wählen Sie auf der Seite Laufwerkbuchstabe oder Ordner die Option Laufwerkbuchstabe aus, und wählen Sie einen Laufwerkbuchstaben aus. Klicken Sie auf Weiter.

  14. Wählen Sie auf der Seite Dateisystemeinstellungen in der Dropdownliste Dateisystem die Option NTFS aus. Verwenden Sie in der Liste Größe der Zuordnungseinheit die Standardeinstellung. Klicken Sie auf Weiter.

  15. Klicken Sie auf der Seite Bestätigung auf Erstellen.

  16. Klicken Sie auf der Seite Ergebnisse auf Schließen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Datenträger für den Speicher des virtuellen Computers zu erstellen:

  1. Erweitern Sie in der Konsole Failovercluster-Manager den Knoten Speicher im linken Konsolenfenster. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Pools, und klicken Sie auf Datenträger hinzufügen.

  2. Klicken Sie im Assistenten für neue virtuelle Datenträger auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  3. Wählen Sie auf der Seite Speicherpool im Abschnitt Server den Servernamen aus, und wählen Sie dann im Abschnitt Speicherpool den von Ihnen erstellten Speicherpool aus. Klicken Sie auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name des virtuellen Datenträgers in das Textfeld Name einen Namen für den virtuellen Datenträger ein. Außerdem können Sie in das Textfeld Beschreibung eine optionale Beschreibung eingeben. Klicken Sie auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Speicheranordnung im Abschnitt Anordnung die Option Spiegelung aus. Klicken Sie auf Weiter.

  6. Wählen Sie unter Resilienzeinstellungen die Einstellung Zwei-Wege-Spiegelung aus, und klicken Sie auf Weiter.

  7. Geben Sie auf der Seite Größe in das Textfeld Größe des virtuellen Datenträgers eine Größe für den neuen virtuellen Datenträger ein. Wählen Sie im Dropdownfeld die Option „MB“, „GB“ oder „TB“ aus. Sie können auch das Kontrollkästchen Datenträger mit maximal möglicher Größe erstellen (bis zur angegebenen Größe) aktivieren. Wenn diese Option aktiviert ist, kann der Assistent die maximale virtuelle Datenträgergröße berechnen, die Sie auf Basis der dem Pool zugewiesenen Datenträger erstellen können; die im Textfeld Größe des virtuellen Datenträgers angegebene Zahl wird dabei nicht berücksichtigt. Klicken Sie auf „Weiter“.

  8. Überprüfen Sie auf der Seite Bestätigung die Einstellungen, und klicken Sie auf Erstellen.

  9. Aktivieren Sie auf der Seite Ergebnisse das Kontrollkästchen Volume erstellen, wenn dieser Assistent geschlossen wird. Klicken Sie auf Schließen.

  10. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue Volumes auf Weiter.

  11. Wählen Sie auf der Seite Server und Datenträger in der Liste Server den Namen des Clusters aus. Wählen Sie im Abschnitt Datenträger den soeben erstellten virtuellen Datenträger aus. Diesen Datenträger können Sie anhand der Spalte Virtueller Datenträger identifizieren, in der der Name des von Ihnen erstellten virtuellen Datenträgers angezeigt wird. Klicken Sie auf Weiter.

  12. Übernehmen Sie auf der Seite Größe die Standardvolumegröße, und klicken Sie auf Weiter.

  13. Wählen Sie auf der Seite Laufwerkbuchstabe oder Ordner die Option Keinem Laufwerkbuchstaben oder Ordner zuweisen aus, und wählen Sie einen Laufwerkbuchstaben aus. Klicken Sie auf Weiter.

  14. Wählen Sie auf der Seite Dateisystemeinstellungen in der Dropdownliste Dateisystem die Option NTFS aus. Verwenden Sie in der Liste Größe der Zuordnungseinheit die Standardeinstellung. Beachten Sie, dass ReFS in einer Konfiguration für freigegebene Clustervolumes nicht unterstützt wird. Klicken Sie auf Weiter.

  15. Klicken Sie auf der Seite Bestätigung auf Erstellen.

  16. Klicken Sie auf der Seite Ergebnisse auf Schließen.

Der virtuelle Datenträger, den Sie für den Speicher des virtuellen Computers erstellt haben, kann jetzt einem freigegebenen Clustervolume hinzugefügt werden. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Datenträger einem freigegebenen Clustervolume hinzuzufügen.

  1. Erweitern Sie im Failovercluster-Manager im linken Bereich der Konsole den Knoten Speicher, und klicken Sie auf Datenträger. Klicken Sie im mittleren Bereich der Konsole im Abschnitt Datenträger mit der rechten Maustaste auf den im vorherigen Schritt erstellten virtuellen Datenträger, und klicken Sie dann auf Zu freigegebenen Clustervolumes hinzufügen.

  2. Fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort.

Nun müssen Sie auf dem virtuellen Datenträger, der sich auf dem freigegebenen Clustervolume befindet, die Ordner erstellen, in denen die Dateien und Datendateien virtueller Computer gespeichert werden sollen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Dateifreigabe zum Speichern der ausgeführten virtuellen Computer des Hyper-V-Clusters zu erstellen:

  1. Öffnen Sie Windows-Explorer , und navigieren Sie zu Laufwerk "C:". Doppelklicken Sie auf Clusterspeicher und dann auf Volume 1.

  2. Erstellen Sie in Volume 1 zwei Ordner. Der eine Ordner (beispielsweise "VHDdisks") soll die VHD-Dateien für die virtuellen Computer enthalten und der andere (beispielsweise "VHDsettings") die Konfigurationsdateien für virtuelle Computer.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um Quorum-Einstellungen für den Cluster zu konfigurieren:

  1. Klicken Sie im linken Bereich der Konsole Failovercluster-Manager mit der rechten Maustaste auf den Namen des Clusters, und klicken Sie auf Weitere Aktionen und dann auf Clusterquorumeinstellungen konfigurieren.

  2. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  3. Wählen Sie auf der Seite Quorumkonfigurationsoption auswählen die Option Typische Einstellungen verwenden (empfohlen) aus, und klicken Sie auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf der Seite Bestätigung auf Weiter.

Vom Cluster wird das Netzwerk mit der niedrigsten Metrik für CSV-Datenverkehr und das Netzwerk mit der zweitniedrigsten Metrik für die Livemigration verwendet. Windows PowerShell® ist die einzige verfügbare Methode zum vorschreibenden Angeben des CSV-Netzwerks. Sie können das Livemigrationsnetzwerk über die Hyper-V-Verwaltungskonsole festlegen. Dies geschieht in Schritt 5, Konfigurieren von Hyper-V-Einstellungen.

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle in einem Knoten des Failoverclusters aus, um die Metrik für den Datenverkehr des Clusternetzwerks, die Metrik für den Datenverkehr des Livemigrationsnetzwerks und die Metrik für den Datenverkehr des Verwaltungsnetzwerks festzulegen:

(Get-ClusterNetwork "ClusterNet" ).Metric = 100
(Get-ClusterNetwork "LiveMigrationNet" ).Metric = 500
(Get-ClusterNetwork "ManagementNet" ).Metric = 1000

Zum Abschließen der Hyper-V-Konfiguration müssen Sie den folgenden Schritt ausführen:

  • 5.1 Ändern der standardmäßigen Dateispeicherorte für Dateien für virtuelle Computer

Führen Sie auf jedem Hyper-V-Clustermitglied die folgenden Schritte aus, um die standardmäßigen Dateispeicherorte für Dateien für virtuelle Computer zu ändern:

  1. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Manager.

  2. Klicken Sie in der Konsolenstruktur des Hyper-V-Managers mit der rechten Maustaste auf den Namen des Hyper-V-Servers, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Einstellungen.

  3. Klicken Sie im Dialogfeld Hyper-V-Einstellungen unter Server auf Virtuelle Festplatten, geben Sie in Geben Sie den Standardordner zum Speichern von Dateien für virtuelle Festplatten an den Speicherort der Dateifreigabe ein, und klicken Sie dann auf Anwenden. Beispiel: c:\clusterstorage\volume1\VHDdisks.

  4. Klicken Sie unter Server auf Virtuelle Computer, geben Sie in Geben Sie den Standardordner zum Speichern von Konfigurationsdateien für den virtuellen Computer an den Speicherort des Dateiordners ein, und klicken Sie dann auf OK. Beispiel: c:\clusterstorage\volume1\VHDsettings.

Führen Sie die folgenden Vorgänge aus, um die Konfiguration der Cloudumgebung zu überprüfen.

  • 6.1 Erstellen eines neuen virtuellen Computers

  • 6.2 Testen der Netzwerkkonnektivität vom virtuellen Computer

  • 6.3 Ausführen einer Livemigration

  • 6.4 Ausführen einer Schnellmigration

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um in der Clusterumgebung einen neuen virtuellen Computer zu erstellen.

  1. Öffnen Sie den Failovercluster-Manager, klicken Sie unter dem Clusternamen auf Rollen, klicken Sie unter dem Bereich Aktionen auf Virtuelle Computer, und klicken Sie dann auf Neuer virtueller Computer.

  2. Wählen Sie auf der Seite Neuer virtueller Computer den Clusterknoten aus, in dem Sie den virtuellen Computer erstellen möchten, und klicken Sie dann auf OK.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue virtuelle Computer auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name und Speicherort angeben einen Anzeigenamen für den virtuellen Computer ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Geben Sie auf der Seite Speicher zuweisen die Menge des Speichers ein, der für den virtuellen Computer verwendet werden soll (das Minimum für diese Übung beträgt 1024 MB RAM), und klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Klicken Sie auf der Seite zur Netzwerkkonfiguration auf Weiter.

  7. Lassen Sie auf der Seite Virtuelle Festplatte verbinden die Standardoptionen ausgewählt, und klicken Sie auf Weiter.

  8. Wählen Sie auf der Seite Installationsoptionen die Option Betriebssystem von startfähiger CD/DVD-ROM installieren aus, und wählen Sie dann den Speicherort der CD/DVD aus. Wenn Sie das neue Betriebssystem aus einer ISO-Datei installieren, müssen Sie die Option Imagedatei (.iso) auswählen und zum Dateispeicherort navigieren. Falls Sie einen PXE-Start bevorzugen, finden Sie eine entsprechende Erläuterung in späteren Schritten. Wenn Sie die entsprechende Option für das Szenario ausgewählt haben, klicken Sie auf Weiter.

  9. Überprüfen Sie auf der Seite Abschließen des Assistenten für neue virtuelle Computer die Optionen, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

  10. Der Erstellungsprozess für den virtuellen Computer wird gestartet. Wenn der Prozess beendet ist, wird die Seite Zusammenfassung angezeigt, auf der Sie auf den vom Assistenten erstellten Bericht zugreifen können. Wenn der virtuelle Computer erfolgreich erstellt wurde, klicken Sie auf Fertig stellen.

  11. Falls Sie einen PXE-Start für den virtuellen Computer durchführen möchten, müssen Sie eine Ältere Netzwerkkarte erstellen Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen virtuellen Computer, und klicken Sie auf „Einstellungen“.

  12. Wählen Sie im Dialogfeld Einstellungen die Option Ältere Netzwerkkarte aus, und klicken Sie auf Hinzufügen.

  13. Verbinden Sie im Dialogfeld Ältere Netzwerkkarte die Karte mit dem virtuellen Switch (z. B. ConvergedNetSwitch), aktivieren Sie die Identifizierung virtueller LANs, und weisen Sie die entsprechende Netzwerk-ID zu.

noteHinweis
Wenn der virtuelle Computer weiterhin die ältere Netzwerkkarte verwendet, können viele der im virtuellen Hyper-V-Switch verfügbaren Features nicht genutzt werden. Sie können die ältere Netzwerkkarte ggf. nach der Installation des Betriebssystems ersetzen.

Jetzt ist der virtuelle Computer erstellt, und Sie sollten mit dem Failovercluster-Manager den virtuellen Computer starten und die Installation des von Ihnen ausgewählten Betriebssystems ausführen. Bei dieser Überprüfung kann das Gastbetriebssystem eine beliebige Version von Windows Server sein.

Wenn Sie mit dem Installieren des Betriebssystems auf dem virtuellen Computer fertig sind, melden Sie sich an, und überprüfen Sie, ob der virtuelle Computer eine IP-Adresse vom Unternehmensnetzwerk beziehen konnte. Sofern sich in diesem Netzwerk ein DHCP-Server befindet, sollte der virtuelle Computer die IP-Adresse beziehen können. Verwenden Sie die folgende Methode, um einen einfachen Test der Netzwerkkonnektivität auszuführen.

  • Verwenden Sie den ping-Befehl für eine erreichbare IP-Adresse im gleichen Subnetz.

  • Verwenden Sie den ping-Befehl für das gleiche Ziel, diesmal jedoch mit dem vollqualifizierten Domänennamen des Zielhosts. Dadurch soll die grundlegende Namensauflösung getestet werden.

noteHinweis
Wenn Sie Windows „8“ Developer Preview auf diesem virtuellen Computer installiert haben, müssen Sie vor dem Ausführen der vorherigen Tests die Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit öffnen und eine neue Regel erstellen, um ICMP (Internet Control Message-Protokoll) zuzulassen. Dies gilt möglicherweise für andere Hosts, die Sie mit Ping erreichen möchten − vergewissern Sie sich, dass die hostbasierte Firewall auf dem Ziel ICMP-Echoanforderungen zulässt.

Wenn Sie sich vergewissert haben, dass dieser einfache Test erfolgreich ausgeführt wird, lassen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster geöffnet, und geben Sie den Befehl ping <Destination_IP_Address_or_FQDN> -t ein. Dadurch soll ein kontinuierlicher Test erreicht werden, während Sie die Livemigration zum zweiten Knoten ausführen.

noteHinweis
Falls Sie lieber mit PowerShell arbeiten, können Sie anstelle des ping-Befehls den Test-Connection-Befehl verwenden. Dieses Cmdlet stellt eine Reihe von Optionen für Konnektivitätstests zur Verfügung, die die Möglichkeiten des einfachen ping-Befehl übersteigen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Livemigration dieses virtuellen Computers vom aktuellen Clusterknoten zum anderen Knoten im Cluster auszuführen.

  1. Klicken Sie im Failovercluster-Manager unter dem Clusternamen auf Rollen. Klicken Sie im Bereich Rollen mit der rechten Maustaste auf den von Ihnen erstellten virtuellen Computer, klicken Sie auf Verschieben, klicken Sie auf Livemigration und dann auf Knoten auswählen.

  2. Wählen Sie auf der Seite Virtuellen Computer verschieben den Knoten aus, auf den Sie den virtuellen Computer verschieben möchten, und klicken Sie auf OK.

Bei Beginn der Livemigration werden Sie in der Spalte Status bemerken, dass es eine Weile dauert, bis die Spalte Informationen mit dem aktuellen Status der Migration aktualisiert wird. Während der Migration können Sie zurück zu dem virtuellen Computer wechseln, auf dem der der Ping-Befehl ausgeführt wird, und beobachten, ob Paketverluste auftreten.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Schnellmigration dieses virtuellen Computers vom aktuellen Knoten zum anderen Knoten auszuführen.

  1. Klicken Sie im Failovercluster-Manager unter dem Clusternamen auf Rollen. Klicken Sie im Bereich Rollen mit der rechten Maustaste auf den von Ihnen erstellten virtuellen Computer, klicken Sie auf Verschieben, klicken Sie auf Schnellmigration und dann auf Knoten auswählen.

  2. Wählen Sie im Fenster Virtuellen Computer verschieben den Knoten aus, auf den Sie den virtuellen Computer verschieben möchten, und klicken Sie dann auf OK.

Sie werden am Status bemerken, dass die Schnellmigration schneller gestartet wird als die Livemigration. Während der Migration können Sie zurück zu dem virtuellen Computer wechseln, auf dem der der Ping-Befehl ausgeführt wird, und beobachten, ob Paketverluste auftreten.

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