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Aufbauen einer Cloudinfrastruktur: zusammengeführtes Datencenter ohne dedizierte Speicherknoten

Veröffentlicht: April 2012

Letzte Aktualisierung: September 2012

Betrifft: Windows Server 2012

Dieses Dokument enthält Anweisungen, denen Sie folgen müssen, um eine private oder öffentliche Cloudkonfiguration zu erstellen, die Folgendes verwendet:

  • Ein zusammengeführtes Subnetz für Datenverkehr im Zusammenhang mit Livemigration, Cluster, Speicher, Verwaltung und Mandanten

  • Einen Netzwerkadapter-Teamvorgang für die Aggregation der Netzwerkbandbreite und Failover

  • Direkt zugeordneter Speicher mit SAS-JBOD-Datenträgern (Serial Attached SCSI, Just a Bunch of Disks).

Bei einer Windows Server® 2012-Cloud handelt es sich um einen Hyper-V-Cluster mit hoher Leistung und hoher Verfügbarkeit, der virtuelle Computer hostet. Diese können verwaltet werden, um private oder öffentliche Clouds zu erstellen. In diesem Dokument wird erläutert, wie Sie die grundlegenden Komponenten für eine solche Cloud konfigurieren. Die Bereitstellungsaspekte von System Center oder anderer Verwaltungssoftware werden nicht behandelt; der Schwerpunkt liegt auf dem Konfigurieren der Windows Server-Kernhosts, die zum Aufbauen der Cloudinfrastruktur verwendet werden.

Hintergrundinformationen zum Erstellen von Clouds mit Windows Server 2012 finden Sie im Artikel zum Aufbauen einer IaaS-Cloud (Infrastructure as a Service) mit Windows Server "8".

Diese Cloudkonfiguration besteht aus folgenden Elementen:

  • Mehrere Computer in einem Hyper-V-Cluster

    Jeder Computer im Hyper-V-Cluster muss über mindestens zwei Netzwerkadapter verfügen, die für das zusammengeführte Netzwerk verwendet werden. Diese Netzwerkadapter werden mit Lastenausgleich und Failover (Load Balancing and Failover, LBFO) in Windows Server “8”zu einem Team kombiniert. Dabei kann es sich um mindestens zwei 10-GbE- oder 1-GbE-Netzwerkadapter handeln, die für Datenverkehr im Zusammenhang mit Livemigration, Cluster, Speicher, Verwaltung und Mandanten verwendet werden.

  • Die entsprechende Netzwerkhardware zum Verbinden aller Computer im Hyper-V-Cluster miteinander und mit einem größeren Netzwerk, über das die gehosteten virtuellen Computer verfügbar sind.

Diese Konfiguration verwendet die folgenden Technologien und Features von Windows Server 2012:

  • Lastenausgleich mit Failover (Load Balancing with Failover, LBFO): Beim Lastenausgleich und Failover werden mehrere Netzwerkadapter logisch kombiniert, um Bandbreitenaggregation und Verkehrsfailover bereitzustellen und dadurch Konnektivitätsverluste bei Fehlern an Netzwerkkomponenten zu verhindern. Lastenausgleich mit Failover wird auch als Netzwerkadapter-Teamvorgang bezeichnet.

  • Remotezugriff auf den direkten Speicher (Remote Direct Memory Access, RDMA): RDMA ist ein neues Feature für Windows Server "8" Beta. RDMA ist ein beschleunigtes Eingabe-/Ausgabebereitstellungsmodell (I/O), mit dem Anwendungssoftware die meisten Softwareebenen umgehen kann, um direkt mit der Computerhardware zu kommunizieren. Dies verbessert die Anwendungsleistung und reduziert Verzögerungen.

  • QoS (Quality of Service) für virtuellen Hyper-V-Switch: In Windows Server 2012 umfasst QoS neue Features für die Bandbreitenverwaltung, mit denen Sie virtuellen Computern auf einem Server mit Hyper-V eine vorhersehbare Netzwerkleistung ermöglichen können.

  • Speicherplätze: Speicherplätze ermöglichen die Erstellung kostengünstiger Datenträgerpools, die als einzelner Massenspeicherort dargestellt werden, an dem virtuelle Datenträger oder Volumes erstellt und formatiert werden können.

Das Szenario für ein zusammengeführtes Datencenter ohne dedizierten Speicherknoten umfasst Folgendes:

  • Eine einzelne Netzwerkverbindung, die aus mindestens zwei kombinierten Adaptern besteht, die von Datenverkehr im Zusammenhang mit Livemigration, Cluster, Verwaltung und Mandanten passiert werden.

  • Der gesamte Datenverkehr, einschließlich des Hostdatenverkehrs und des Mandantendatenverkehrs, passiert den virtuellen Hyper-V-Switch.

  • Lokaler Speicher, der aus einer SAS-Verbindung mit einem JBOD-Gehäuse besteht.

noteHinweis

Obwohl diese Konfiguration SAS-Speicher verwendet, können Sie problemlos andere Speichertypen auswählen, beispielsweise SAN-Speicher. Weitere Informationen zur Speicherkonfiguration für ein Nicht-SAS-Szenario finden Sie im Dokument zum Aufbauen einer Cloudinfrastruktur mit einer nicht zusammengeführten Unternehmenskonfiguration. Dort wird beschrieben, wie Sie den SAN-Speicher konfigurieren, und es wird betont, dass Sie keinen RDMA-fähigen Netzwerkadapter benötigen, da der Speicherdatenverkehr nicht das SMB 3.0-Protokoll verwendet.

Die folgende Abbildung zeigt eine allgemeine Ansicht des Szenariolayouts. Die Networkadapterteams werden mit einem Subnetz verbunden, das in diesem Dokument als zusammengeführtes Subnetz bezeichnet wird. Der Begriff "zusammengeführtes Subnetz" soll verdeutlichen, dass der gesamte Datenverkehr zu und von Hyper-V-Clustermitgliedern den im Team kombinierten Netzwerkadapter des zusammengeführten Subnetzes passieren muss. Sowohl das Hostbetriebssystem als auch die Mandanten stellen die Verbindung mit dem Netzwerk über den virtuellen Hyper-V-Switch her. Die Abbildung zeigt außerdem einen optionalen RDMA-fähigen Netzwerkadapter, der für Speicherdatenverkehr verwendet werden kann. Diese optionale Konfigurationsoption wird in diesem Dokument nicht erläutert.

Allgemeine Übersicht über Clustermitgliedsnetzwerke

Abbildung 1   Allgemeine Übersicht über die Netzwerkkonfiguration der Clustermitglieder

noteHinweis

Mindestens ein AD DS-Domänencontroller (Active Directory Domain Services, Active Directory-Domänendienste) wird für die zentralisierte Sicherheit und Verwaltung der Clustermitgliedscomputer benötigt (nicht gezeigt). Dieser muss für alle Clustermitgliedscomputer, einschließlich der Mitglieder des freigegebenen Speicherclusters, erreichbar sein.

Abbildung 2 zeigt eine Übersicht der Datenverkehrsflüsse der einzelnen Mitglieder des Hyper-V-Clusters. Aus der Abbildung geht hervor, dass jedes Clusterknotenmitglied einen virtuellen Netzwerkadapter verwendet, um die Verbindung mit dem erweiterbaren Switch für Hyper-V herzustellen, der die Verbindung mit dem physischen Netzwerk herstellt. Jeder virtuelle Mandantencomputer ist außerdem über einen virtuellen Netzwerkadapter mit dem erweiterbaren Switch für Hyper-V verbunden. Netzwerkadapter mit den Namen ConvergedNet1 und ConvergedNet2 nehmen mithilfe des Windows Server 2012-Features für Failover und Lastenausgleich an einer Konfiguration mit physischen Netzwerkadapterteams teil. Mithilfe von QoS für virtuelle Hyper-V-Switches in Windows Server 2012 wird sichergestellt, dass für jeden Datenverkehrstyp (beispielsweise Livemigration, Cluster, Verwaltung und Mandant) eine vorhersehbare Menge an Bandbreite verfügbar ist. Datenverkehrsisolation wird durch 802.1q-VLAN-Kennzeichnung ermöglicht, sodass der Hostdatenverkehr für die Mandanten nicht sichtbar ist.

noteHinweis

Den einzelnen Mandanten werden keine virtuellen lokalen Netzwerke (Virtual Local Area Networks, VLANs) zugewiesen, da die VLAN-basierte Netzwerkisolation keine skalierbare Lösung darstellt und nicht mit der Netzwerkvirtualisierung von Windows Server 2012 kompatibel ist.

Übersicht über den Datenverkehrsfluss von Clustermitgliedern

Abbildung 2   Übersicht über die Datenverkehrsflüsse der Clustermitglieder

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie Sie diese Cloudkonfiguration mit UI-basierten Tools und Windows PowerShell einrichten.

Nach der Erstellung der Cloud können Sie folgende Schritte ausführen:

  • Installieren und Konfigurieren virtueller Computer

  • Migrieren ausgeführter virtueller Computer zwischen Servern im Hyper-V-Cluster (Livemigration)

  • Ausführen eines Speicherfailovers von einem Besitzer zu einem anderen

Zur Erstellung dieser Cloudinfrastruktur gehören die folgenden Schritte:

In der folgenden Tabelle werden die in diesem Dokument beschriebenen Schritte zusammengefasst:

 

Schritt Aufgabe Ziel Aufgaben

1

Anfängliche Knotenkonfiguration

Alle Knoten

  • Hinzufügen geeigneter VLANs zu Schnittstellenports am physischen Switch

    • Verwaltung (nicht gekennzeichnet, Standard)

    • Mandanten (gekennzeichnet)

    • Livemigration (gekennzeichnet)

    • Cluster/freigegebene Clustervolumes (CSV) (gekennzeichnet)

  • Aktivieren der für Hyper-V erforderlichen BIOS-Einstellungen

  • Neuinstallieren der Betriebssysteme gefolgt von:

    • Festlegen der Windows PowerShell-Ausführungsrichtlinie

    • Aktivieren von Windows PowerShell-Remoting

    • Aktivieren des Remotedesktopprotokolls und der Firewallregel

    • Beitreten zur Domäne

  • Installieren von Rollen und Features mit Standardeinstellungen, Neustarten bei Bedarf

    • Hyper-V (plus Tools)

    • Speicherdienste

    • Failoverclustering (plus Tools)

    • Tools für die Freigabe- und Speicherverwaltung

2

Anfängliche Netzwerkkonfiguration

Alle Knoten

  • Deaktivieren nicht verwendeter und getrennter Schnittstellen und Umbenennen aktiver Verbindungen

  • Erstellen des Converged Network Adapter-Teams (Umbenennen nach Bedarf)

  • Erstellen des Hyper-V-vSwitchs und des virtuellen Netzwerkadapters für die Verwaltung (PS)

  • Umbenennen des virtuellen Netzwerkadapters für die Verwaltung

  • Erstellen zusätzlicher virtueller Netzwerkadapter und Zuweisen von VLAN-IDs (PS)

    • Livemigration

    • Cluster

  • Umbenennen von Netzwerkadaptern

  • Zuweisen statischer IPs nach Bedarf

  • Konfigurieren von Verkehrsleistungsisolation (QoS) im zusammengeführten Netzwerk auf allen Netzwerkadaptern

  • Konfigurieren der standardmäßigen Mindestbandbreite für den Switch

3

Anfängliche Speicherkonfiguration

Einzelner Knoten

  • Darstellen des gesamten freigegebenen Speichers für die relevanten Knoten

  • In Multipfadszenarien Installieren und Konfigurieren von Multipfad-E/A (MPIO) nach Bedarf

  • Alle freigegebenen Datenträger: Löschen, Onlineschalten und Initialisieren

4

Einrichtung des Failoverclusters

Einzelner Knoten

  • Ausführen des Clusterüberprüfungs-Assistenten

  • Behandeln angezeigter Warnungen und/oder Fehler

  • Ausführen des Clustererstellungs-Assistenten (Festlegen von Name und IP ohne Hinzufügen von geeignetem Speicher)

  • Überprüfen der Clusterquorumkonfiguration und Ändern nach Bedarf

  • Konfigurieren von Clusternetzwerken zum Trennen des Datenverkehrs über PS (Überprüfen über Benutzeroberfläche)

  • Erstellen eines Clusterpools

  • Erstellen eines virtuellen Clusterdatenträgers im Clusterpool

  • Erstellen eines NTFS-Dateisystemvolumes (ohne Laufwerkbuchstabe) auf dem virtuellen Clusterdatenträger

  • Hinzufügen des virtuellen Datenträgers zu CSV

  • Hinzufügen von Ordnern zum Clustervolume:

    • "C:\ClusterStorage\Volume1\Virtual Hard Disks\"

    • "C:\ClusterStorage\Volume1\Hyper-V\"

  • Konfigurieren von Clusternetzwerkmetriken

5

Hyper-V-Konfiguration

Alle Knoten

  • Ändern der standardmäßigen Dateispeicherorte, Zuordnen zu CSV-Volumes

    • "C:\ClusteredStorage\Volume1\Virtual Hard Disks\"

    • "C:\ClusterStorage\Volume1\Hyper-V\"

  • Überprüfen der Reihenfolge des Livemigrations-Datenverkehrs

6

Überprüfung der Cloud

Einzelner Knoten

  • Erstellen eines virtuellen Computers, Zuordnen einer VHD mit einem vorhandenen Betriebssystem und Kennzeichnen für das entsprechende VLAN

  • Starten des virtuellen Computers

  • Schnelles Migrieren und/oder Livemigrieren zu anderen Knoten im Cluster

  • Ausführen eines Failovers für den Speicher (CSV) auf andere Knoten im Cluster

In Schritt 1 führen Sie die folgenden Schritte auf allen Knoten des Hyper-V-Clusters aus:

Clusterknoten werden für die Verwendung verschiedener VLANs für die folgenden Datenverkehrstypen konfiguriert:

  • Verwaltungsdatenverkehr – nicht gekennzeichnet, Standard

  • Mandantendatenverkehr – gekennzeichnet

  • Livemigrations-Datenverkehr – gekennzeichnet

  • Clusterdatenverkehr und CSV-Datenverkehr – gekennzeichnet

VLANs sind so konfiguriert, dass Datenverkehrsisolation und QoS-Richtlinien (Quality of Service) möglich sind. Definieren Sie die VLAN-Tagnummern für die einzelnen Datenverkehrstypen, und konfigurieren Sie dann den Switch mit den entsprechenden VLAN-Portnummern. Die Verfahren hierfür unterscheiden sich je nach Marke und Modell des Switchs. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation für den Switch.

Vor dem Installieren der Hyper-V-Serverrolle müssen Sie die Virtualisierungsunterstützung im BIOS der einzelnen Clustermitglieder aktivieren. Das Verfahren zum Aktivieren der Unterstützung für Prozessorvirtualisierung hängt von Marke und Modell des Prozessors sowie vom System-BIOS ab. Die entsprechenden Verfahren finden Sie in der Hardwaredokumentation.

Installieren Sie Windows Server 2012, und vergeben Sie dabei den für den Computer vorgesehenen Namen.

Nach Abschluss der Betriebssysteminstallation müssen Sie verschiedene Aufgaben für die einzelnen Knoten ausführen. Dazu zählen:

  • Fügen Sie die einzelnen Knoten der Domäne hinzu.

  • Aktivieren Sie den Remotezugriff auf die einzelnen Knoten über das Remotedesktopprotokoll.

  • Legen Sie die Windows PowerShell-Ausführungsrichtlinie fest.

  • Aktivieren Sie Windows PowerShell-Remoting.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die einzelnen Knoten der Domäne hinzuzufügen:

  1. Drücken Sie auf der Tastatur die Windows-Taste und dann R. Öffnen Sie die Systemsteuerung, und klicken Sie dann auf OK.

  2. Klicken Sie im Fenster Systemsteuerung auf System und Sicherheit und dann auf System.

  3. Klicken Sie im Fenster System unter Einstellungen für Computernamen, Domäne und Arbeitsgruppe auf Einstellungen ändern.

  4. Klicken Sie im Dialogfeld Systemeigenschaften auf Ändern.

  5. Klicken Sie unter Mitglied von auf Domäne, geben Sie den Namen der Domäne ein, und klicken Sie dann auf OK.

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle aus, um den Remotezugriff auf die einzelnen Knoten mit dem Remotedesktopprotokoll zu aktivieren:

(Get-WmiObject Win32_TerminalServiceSetting -Namespace root\cimv2\terminalservices).SetAllowTsConnections(1,1)

Set-ExecutionPolicy Unrestricted –Force

Enable-PSRemoting –Force

Die folgenden Rollen und Features werden auf den einzelnen Clusterknoten installiert:

  • Hyper-V und Hyper-V-Verwaltungstools

  • Data Center Bridging (DCB)

  • Failovercluster und Failovercluster-Verwaltungstools

  • Speicherverwaltungstools

Führen Sie die folgenden Schritte auf den einzelnen Clusterknoten aus, um die erforderlichen Rollen und Features zu installieren:

  1. Klicken Sie im Server-Manager in der Konsolenstruktur auf Dashboard.

  2. Klicken Sie in Willkommen bei Server-Manager auf 2 Rollen und Features hinzufügen und dann auf Weiter.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Features auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf der Seite Installationstyp auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf der Seite Serverauswahl auf Weiter.

  6. Wählen Sie auf der Seite Serverrollen in der Liste Rollen die Option Hyper-V aus. Klicken Sie im Dialogfeld Assistent zum Hinzufügen von Rollen und Features auf Features hinzufügen. Klicken Sie auf Weiter.

  7. Wählen Sie auf der Seite Features in der Liste Features die Optionen Data Center Bridging und Failoverclustering aus. Erweitern Sie Remoteserver-Verwaltungstools und dann Rollenverwaltungstools. Erweitern Sie Tools für Dateidienste. Wählen Sie Tools für Freigabe- und Speicherverwaltung aus. Klicken Sie auf Weiter.

    noteHinweis
    Wenn Sie die Verwendung von Multipfad-E/A für die Speicherlösung planen, wählen Sie das Feature Multipfad-E/A aus.

  8. Klicken Sie auf der Seite Hyper-V auf Weiter.

  9. Klicken Sie auf der Seite Virtuelle Switches auf Weiter.

  10. Aktivieren Sie auf der Seite Migration das Kontrollkästchen Zulassen, dass dieser Server Livemigrationen von virtuellen Computern sendet und empfängt, und vergewissern Sie sich dann, dass CredSSP verwenden aktiviert ist. Klicken Sie auf Weiter.

  11. Klicken Sie auf der Seite Standardspeicher auf Weiter.

  12. Aktivieren Sie auf der Seite Installationsauswahl bestätigen das Kontrollkästchen Zielserver bei Bedarf automatisch neu starten, und klicken Sie dann im Dialogfeld Rollen und Features hinzufügen auf Ja. Klicken Sie dann auf Installieren.

  13. Klicken Sie nach der erfolgreichen Installation auf der Seite Installationsstatus auf Schließen.

  14. Starten Sie den Computer neu. Bei diesem Vorgang muss der Computer möglicherweise zweimal neu gestartet werden. In diesem Fall löst der Installer die mehrfachen Neustarts automatisch aus.

Öffnen Sie nach dem Neustarten des Servers den Server-Manager, und vergewissern Sie sich, dass die Installation erfolgreich abgeschlossen wurde. Klicken Sie auf der Seite Installationsstatus auf Schließen.

Die Netzwerkkonfiguration der einzelnen Knoten muss für die Unterstützung des zusammengeführten Netzwerkszenarios konfiguriert werden. Die folgenden Verfahren führen Sie auf den einzelnen Knoten aus, um die anfängliche Netzwerkkonfiguration abzuschließen:

Sie können die Konfiguration vereinfachen und Fehler beim Ausführen der Assistenten vermeiden, indem Sie alle Schnittstellen deaktivieren, die nicht verwendet werden oder getrennt sind. Diese Schnittstellen können Sie im Fenster "Netzwerkverbindungen" deaktivieren.

Führen Sie für die verbleibenden Netzwerkadapter, die am zusammengeführten Netzwerk teilnehmen sollen, die folgenden Schritte aus:

  1. Verbinden Sie sie mit den Switchports des zusammengeführten Netzwerks.

  2. Benennen Sie zur einfacheren Erkennung die aktiven Netzwerkadapter so um, dass aus den Namen der Zweck oder die Verbindung mit dem Intranet oder Internet hervorgeht (beispielsweise ConvergedNet1 und ConvergedNet2). Sie können diese Schnittstellen im Fenster Netzwerkverbindungen deaktivieren.

Der Lastenausgleich und Failover (Load Balancing and Failover, LBFO) im Netzwerk ermöglicht Bandbreitenaggregation und Netzwerkadapterfailover, um einen Konnektivitätsverlust bei Netzwerkkarten- oder Portfehlern zu verhindern. Dieses Feature wird oft als "NIC-Teamvorgang" bezeichnet. In diesem Szenario erstellen Sie ein Team, das mit dem Subnetz "ConvergedNet" verbunden wird.

Zum Konfigurieren der Netzwerkadapterteams mit dem Server-Manager führen Sie auf den einzelnen Computern im Cluster die folgenden Schritte aus:

noteHinweis

Durch einige der Schritte des folgenden Verfahrens wird die Netzwerkkonnektivität vorübergehend unterbrochen. Es wird empfohlen, den Zugriff auf alle Server über einen KVM-Switch (Keyboard, Video und Mouse, Tastatur, Video und Maus) zu ermöglichen, damit Sie den Status dieser Computer überprüfen können, falls die Netzwerkkonnektivität länger als fünf Minuten nicht verfügbar ist.

  1. Klicken Sie im Server-Manager in der Konsolenstruktur auf Lokaler Server.

  2. Klicken Sie in Eigenschaften auf Deaktiviert. Diese Option finden Sie neben Netzwerkadapter-Teamvorgang.

  3. Klicken Sie im Fenster NIC-Teamvorgang in Server auf den Namen des Servercomputers.

  4. Klicken Sie in Teams auf Aufgaben, und klicken Sie dann auf Neues Team.

  5. Geben Sie im Fenster Neues Team in das Textfeld Teamname den Namen des Netzwerkadapterteams für das zusammengeführte Datenverkehrssubnetz ein (Beispiel: ConvergedNet Team).

  6. Wählen Sie in der Liste Verfügbare Adapter die beiden Netzwerkadapter aus, die mit dem zusammengeführten Datenverkehrssubnetz verbunden sind (in diesem Beispiel ConvergedNet1 und ConvergedNet2). Klicken Sie dann auf OK. Es kann nach dieser Änderung ein paar Minuten dauern, bis die Konnektivität wiederhergestellt ist. Stellen Sie sicher, dass der aktuelle Status der Konfiguration angezeigt wird, indem Sie im Abschnitt Server mit der rechten Maustaste auf den Servernamen und dann auf Aktualisieren klicken. Es kann einen Moment dauern, bis die Verbindung als Aktiv angezeigt wird. Möglicherweise müssen Sie mehrmals aktualisieren, bis Sie die Statusänderung sehen.

  7. Schließen Sie das Fenster NIC-Teamvorgang.

Konfigurieren Sie eine statische IPv4-Adressierungskonfiguration für das neue Netzwerkadapterteam, das mit dem zusammengeführten Datenverkehrssubnetz verbunden ist (Beispiel: ConvergedNet Team). Diese IP-Adresse verwenden Sie, wenn Sie zu Verwaltungszwecken die Verbindung mit dem Hostsystem herstellen. Hierzu können Sie die Option Eigenschaften für das Team im Fenster Netzwerkverbindungen verwenden. Sie sehen einen neuen Adapter, wobei der Name des in einem Team kombinierten Netzwerkadapters dem in Schritt 5 zugewiesenen Namen entspricht. Nach dem Zuweisen der neuen IP-Adressierungsinformationen kommt es einen Moment lang zu einem Konnektivitätsverlust.

noteHinweis

Möglicherweise müssen Sie die Anzeige des Fensters NIC-Teamvorgang manuell aktualisieren, damit das neue Team angezeigt wird. Außerdem kann es bei der Erstellung des Netzwerkadapterteams zu Konnektivitätsverzögerungen kommen. Wenn Sie diesen Server remote verwalten, verlieren Sie möglicherweise vorübergehend die Konnektivität mit dem Server.

In diesem Szenario fließt der gesamte Datenverkehr durch den virtuellen Hyper-V-Switch. Dazu gehören der Datenverkehr des Hostbetriebssystems (Cluster/CSV, Verwaltung und Livemigration) und der Gast-/Mandantendatenverkehr. Sie erstellen den virtuellen Switch nicht mit der Hyper-V-Konsole, sondern in Windows PowerShell. Der Grund dafür ist, dass Sie beim Erstellen des virtuellen Switchs in der Hyper-V-Konsole nicht den minimalen Bandbreitenmodus angeben können, der standardmäßig auf "Absolut" festgelegt ist (und einen Wert für Bits pro Sekunde erfordert). Im gewichteten Modus hingegen (konfigurierbar über Windows PowerShell) ist ein relativer Bereich von 1 bis 100 zulässig. Weitere Informationen zum "New-VMSwitch"-Cmdlet finden Sie unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh848455.aspx.

Führen Sie den folgenden Windows PowerShell-Befehl aus, um den virtuellen Hyper-V-Switch und den virtuellen Netzwerkadapter für Verwaltungsdatenverkehr zu erstellen:

New-VMSwitch "ConvergedNetSwitch" -MinimumBandwidthMode weight -NetAdapterName "ConvergedNetTeam" -AllowManagementOS 1

Der virtuelle Netzwerkadapter für die Verwaltung, der beim Erstellen des virtuellen Switchs erstellt wurde, wird jetzt im Fenster Netzwerkverbindungen angezeigt und hat nun einen zugewiesenen generischen Namen. Sie sollten diesen virtuellen Netzwerkadapter umbenennen, damit er bei nachfolgenden Vorgängen leichter zu identifizieren ist. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen virtuellen Netzwerkadapter, klicken Sie auf Umbenennen, und weisen Sie dem virtuellen Netzwerkadapter einen neuen Namen zu (beispielsweise "Management").

Der virtuelle Hyper-V-Switch hat jetzt einen einzigen virtuellen Netzwerkadapter, der für den Verwaltungsdatenverkehr des Hostbetriebssystems verwendet wird. Nun erstellen Sie zwei zusätzliche virtuelle Netzwerkadapter: einen für Livemigrations-Datenverkehr und einen für Clusterdatenverkehr.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Netzwerkadapter für die Livemigration und für den Cluster zu erstellen, und weisen Sie diese virtuellen Netzwerkadapter einer VLAN-ID zu:

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle aus, um den virtuellen Netzwerkadapter für Livemigrations-Datenverkehr und den virtuellen Netzwerkadapter für Clusterdatenverkehr zu erstellen und dem virtuellen Netzwerkadapter für die Livemigration und dem virtuellen Netzwerkadapter für den Cluster eine VLAN-ID zuzuweisen:

Add-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name "LiveMigration" -SwitchName "ConvergedNetSwitch"

Add-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name "Cluster" -SwitchName "ConvergedNetSwitch"

Set-VMNetworkAdapterVlan -ManagementOS -VMNetworkAdapterName LiveMigration -Access -VlanId 2160

Set-VMNetworkAdapterVlan -ManagementOS -VMNetworkAdapterName Cluster -Access -VlanId 2161

Im vorherigen Beispiel steht –VMNetworkAdapterName für den Namen des virtuellen Netzwerkadapters.

Die im vorherigen Schritt erstellten virtuellen Netzwerkadapter für die Livemigration und für den Cluster werden jetzt im Fenster Netzwerkverbindungen angezeigt, und ihnen wurden generische Namen zugewiesen. Sie sollten diese virtuellen Netzwerkadapter umbenennen, damit sie bei nachfolgenden Vorgängen leichter zu identifizieren sind. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf jeden dieser virtuellen Netzwerkadapter, klicken Sie auf Umbenennen, und weisen Sie dem virtuellen Netzwerkadapter einen neuen Namen zu (beispielsweise "Live Migration" und "Cluster").

Nun müssen Sie den virtuellen Netzwerkadaptern IP-Adressen zuweisen. Hierzu können Sie DHCP verwenden oder statische Adressen zuweisen. Stellen Sie sicher, dass jedem der virtuellen Netzwerkadapter eine IP-Adresse mit einer anderen Netzwerk-ID zugewiesen wird. Dies ist später wichtig, wenn Sie die Clusternetzwerkkonfiguration konfigurieren. Sie können das Systemsteuerungs-Applet "Netzwerk" oder Windows PowerShell verwenden, um den virtuellen Netzwerkadaptern IP-Adressierungsinformationen zuzuweisen. Beispiel:

Set-NetIPInterface -InterfaceAlias "LiveMigration" -dhcp Disabled; new-NetIPAddress -PrefixLength 8 -InterfaceAlias "LiveMigration" -IPv4Address 11.0.0.x

In diesem Schritt konfigurieren Sie QoS-Gewichtungen, mit denen der jedem der virtuellen Netzwerkadapter zugewiesene Mindestanteil der Bandbreite definiert wird. Sie können den Prozentsatz der Bandbreite bestimmen, der einem bestimmten virtuellen Netzwerkadapter zugeordnet werden kann. Dazu addieren Sie alle Gewichtungswerte und teilen dann die einem virtuellen Netzwerkadapter zugewiesene Einzelgewichtung durch die Summe.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Netzwerkadaptern für den Cluster, die Verwaltung und die Livemigration Gewichtungswerte hinzuzufügen:

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle aus, um dem virtuellen Netzwerkadapter für den Cluster, dem virtuellen Netzwerkadapter für die Verwaltung und dem virtuellen Netzwerkadapter für die Livemigration jeweils einen Gewichtungswert zuzuweisen und allen in Zukunft erstellten virtuellen Netzwerkadaptern einen Standardgewichtungswert zuzuweisen:

Set-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name "Cluster" -MinimumBandwidthWeight 40

Set-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name ConvergedNetSwitch -MinimumBandwidthWeight 5

Set-VMNetworkAdapter -ManagementOS -Name "LiveMigration" -MinimumBandwidthWeight 20

Set-VMSwitch "ConvergedNetSwitch" -DefaultFlowMinimumBandwidthWeight 10
noteHinweis

Der Name "VMNetworkAdapter" wird auf der Benutzeroberfläche in Netzwerkverbindungen unter "Gerätename" aufgeführt.

Nach Abschluss der anfänglichen Knotenkonfiguration sind Sie bereit, auf allen Knoten des Clusters Aufgaben für die anfängliche Speicherkonfiguration auszuführen. Zu den Aufgaben für die anfängliche Speicherkonfiguration gehören folgende:

Verbinden Sie in einem SAS-Szenario die SAS-Adapter mit den einzelnen Speichergeräten. Wenn hohe Verfügbarkeit des Speicherzugriffs erforderlich ist, sollte jeder Clusterknoten zwei Adapter enthalten.

Wenn mehrere Datenpfade zum Speicher vorhanden sind (beispielsweise zwei SAS-Karten), müssen Sie Microsoft® Multipfad-E/A (MPIO) auf allen Knoten installieren. Für diesen Schritt müssen Sie möglicherweise das System neu starten. Weitere Informationen zu MPIO finden Sie unter Neues in MPIO.

Vergewissern Sie sich, dass die Datenträger in der Speicherlösung nicht vorher schon bereitgestellt wurden, um Probleme mit den weiter unten in diesem Dokument beschriebenen Speicherkonfigurationsverfahren zu verhindern. Die Datenträger sollten keine Partitionen oder Volumes enthalten. Außerdem sollten sie initialisiert werden, damit auf den Datenträgern ein Master Boot Record (MBR) oder eine GUID-Partitionstabelle (GPT) vorhanden ist. Anschließend sollten sie online geschaltet werden. Für diese Aufgabe können Sie die Konsole Datenträgerverwaltung, Windows PowerShell oder "Diskpart.exe" verwenden. Diese Aufgabe muss auf jedem Knoten im Cluster ausgeführt werden.

noteHinweis

Wenn Sie diese Datenträger vorher mit Windows 8-Speicherplatzpools konfiguriert haben, müssen Sie diese Speicherpools löschen, bevor Sie die in diesem Dokument beschriebene Speicherkonfiguration ausführen.

Sie sind jetzt bereit, die Einstellungen für den Failovercluster abzuschließen. Zum Einrichten des Failoverclusters gehören die folgenden Schritte:

Der Clusterüberprüfungs-Assistent fragt mehrere Komponenten im Hyper-V-Array ab und überprüft, ob die Hardware und Software für die Unterstützung von Failoverclustering bereit ist. Führen Sie auf einem der Knoten im Servercluster die folgenden Schritte aus, um den Clusterüberprüfungs-Assistenten auszuführen:

  1. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras, und klicken Sie dann auf Failovercluster-Manager.

  2. Klicken Sie in der Konsole Failovercluster-Manager im Abschnitt Verwaltung auf Konfiguration überprüfen.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Server oder Cluster auswählen den Namen des lokalen Servers ein, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wenn der Name in der Liste Ausgewählte Server angezeigt wird, geben Sie den Namen eines anderen Hyper-V-Clustermitgliedscomputers ein, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Computer im Hyper-V-Cluster. Wenn alle Server des Hyper-V-Clusters in der Liste Ausgewählte Server angezeigt werden, klicken Sie auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf der Seite Testoptionen auf Weiter.

  6. Klicken Sie auf der Seite Bestätigung auf Weiter. Die Ausführungsdauer des Überprüfungsvorgangs hängt von der Anzahl der Knoten im Cluster ab. Es kann eine Weile dauern, bis der Vorgang abgeschlossen ist.

  7. Auf der Seite Zusammenfassung geht aus dem Zusammenfassungstext hervor, dass die Konfiguration für Clustering geeignet ist. Vergewissern Sie sich, dass das Kontrollkästchen Cluster jetzt unter Verwendung der überprüften Knoten erstellen aktiviert ist.

Klicken Sie auf die Schaltfläche Berichte, um die Ergebnisse der Clusterüberprüfung anzuzeigen Behandeln Sie Probleme, die zu Fehlern bei der Clusterüberprüfung geführt haben. Wenn Sie die Probleme korrigiert haben, führen Sie den Clusterüberprüfungs-Assistenten erneut aus. Wenn die Clusterüberprüfung erfolgreich war, fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Beachten Sie, dass möglicherweise Fehler im Zusammenhang mit dem Datenträgerspeicher angezeigt werden. Dies ist möglich, wenn Sie die Datenträger noch nicht initialisiert haben. Klicken Sie auf Fertig stellen.

Wenn die Clusterüberprüfung erfolgreich war, sind Sie bereit, die Clusterkonfiguration abzuschließen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Clusterkonfiguration zu überprüfen:

  1. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Clustererstellungs-Assistenten auf Weiter.

  2. Geben Sie auf der Seite Zugriffspunkt für die Clusterverwaltung einen gültigen NetBIOS-Namen für den Cluster ein, und wählen Sie dann das Netzwerk aus, in dem sich der Cluster befinden soll. Geben Sie dann eine statische IP-Adresse für den Cluster ein, und klicken Sie auf Weiter.

  3. Deaktivieren Sie auf der Seite Bestätigung die Option Der gesamte geeignete Speicher soll dem Cluster hinzugefügt werden, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Während der Erstellung des Clusters wird auf der Seite Ein neuer Cluster wird erstellt eine Statusleiste angezeigt.

  5. Klicken Sie auf der Seite Zusammenfassung auf Fertig stellen.

  6. Öffnen Sie in der Konsolenstruktur des Failovercluster-Manager-Snap-Ins unter dem Clusternamen den Knoten Netzwerke.

  7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Verwaltungsnetzwerkadapters (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassen ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestatten aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld Name einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise ManagmentNet), und klicken Sie dann auf OK.

  8. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Clusternetzwerkadapters (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassen ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestattennicht aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld "Name" einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise ClusterNet), und klicken Sie dann auf OK.

  9. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Clusternetzwerk, das der Netzwerk-ID des Netzwerkadapters für die Livemigration (Subnetz) entspricht, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Allgemein, dass die Option Clusterkommunikation in diesem Netzwerk zulassen ausgewählt ist und dass Clients das Herstellen einer Verbindung über dieses Netzwerk gestattennicht aktiviert ist. Geben Sie in das Textfeld Name einen Anzeigenamen für das Netzwerk ein (beispielsweise LiveMigrationNet), und klicken Sie dann auf OK.

Verwenden Sie für die meisten Situationen die Quorumkonfiguration, die von der Clustersoftware als für den Cluster geeignet identifiziert wird. Ändern Sie die Quorumkonfiguration nur, wenn Sie ermittelt haben, dass die Änderung für den Cluster angemessen ist. Weitere Informationen zur Quorumkonfiguration finden Sie unter Grundlegendes zu Quorumkonfigurationen in einem Failovercluster.

Führen Sie die folgenden Schritte auf einem der Mitglieder des Clusters aus, um den Speicherpool zu erstellen:

  1. Erweitern Sie im linken Bereich des Failovercluster-Managers den Servernamen, und erweitern Sie dann den Knoten Speicher. Klicken Sie auf Speicherpools.

  2. Klicken Sie im Bereich Aktionen auf Speicherpool erstellen.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name des Speicherpools in das Textfeld Name einen Namen für den Speicherpool ein. Geben Sie in das Textfeld Beschreibung eine optionale Beschreibung für den Speicherpool ein. Wählen Sie in der Liste Pool der verfügbaren Laufwerke den Namen aus, den Sie dem Cluster zugewiesen haben (dies ist der NetBIOS-Name, den Sie dem Cluster bei der Erstellung zugewiesen haben). Klicken Sie auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Physische Laufwerke die Laufwerke aus, die am Speicherpool teilnehmen sollen. Klicken Sie anschließend auf Weiter.

  6. Überprüfen Sie auf der Seite Bestätigung die Einstellungen, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  7. Auf der Seite Ergebnisse sollte die Meldung Sie haben den Assistenten für neue Speicherpools erfolgreich abgeschlossen angezeigt werden. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Beim Schließen des Assistenten virtuellen Datenträger erstellen. Klicken Sie anschließend auf Schließen.

Nach der Erstellung des Speicherpools können Sie jetzt in diesem Speicherpool einen virtuellen Datenträger erstellen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Datenträger zu erstellen:

  1. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue virtuelle Datenträger auf Weiter.

  2. Wählen Sie auf der Seite Speicherpool im Abschnitt Server den Servernamen aus, und wählen Sie dann im Abschnitt Speicherpool den von Ihnen erstellten Speicherpool aus. Klicken Sie auf Weiter.

  3. Geben Sie auf der Seite Name des virtuellen Datenträgers in das Textfeld Name einen Namen für den virtuellen Datenträger ein. Außerdem können Sie in das Textfeld Beschreibung eine optionale Beschreibung eingeben. Klicken Sie auf Weiter.

  4. Wählen Sie auf der Seite Speicheranordnung im Abschnitt Anordnung die Option Spiegelung aus. Klicken Sie auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Bereitstellung die Option Fest aus. Klicken Sie auf Weiter. Wenn Sie die gespiegelte Speicheranordnung in einem Cluster verwenden, müssen Sie die Option für die feste Bereitstellung verwenden.

  6. Geben Sie auf der Seite Größe in das Textfeld Größe des virtuellen Datenträgers eine Größe für den neuen virtuellen Datenträger ein. Wählen Sie im Dropdownfeld die Option MB, GB oder TB aus. Klicken Sie auf Weiter.

  7. Überprüfen Sie auf der Seite Bestätigung die Einstellungen, und klicken Sie auf Erstellen.

  8. Aktivieren Sie auf der Seite Ergebnisse das Kontrollkästchen Volume erstellen, wenn dieser Assistent geschlossen wird. Klicken Sie auf Schließen.

Nach der Erstellung des virtuellen Datenträgers können Sie jetzt auf dem Datenträger ein Volume erstellen. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein Volume auf dem virtuellen Datenträger zu erstellen:

  1. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue Volumes auf Weiter.

  2. Wählen Sie auf der Seite Server und Datenträger in der Liste Server den Namen des Clusters aus. Wählen Sie im Abschnitt Datenträger den im vorherigen Schritt erstellten virtuellen Datenträger aus. Diesen Datenträger können Sie anhand der Spalte Virtueller Datenträger identifizieren, in der der Name des von Ihnen erstellten virtuellen Datenträgers angezeigt wird. Klicken Sie auf Weiter.

  3. Übernehmen Sie auf der Seite Größe die Standardvolumegröße, und klicken Sie auf Weiter.

  4. Wählen Sie auf der Seite Laufwerkbuchstabe oder Ordner die Option Keinem Laufwerkbuchstaben oder Ordner zuweisen aus. Klicken Sie auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Dateisystemeinstellungen in der Dropdownliste Dateisystem die Option NTFS aus. Verwenden Sie in der Liste Größe der Zuordnungseinheit die Standardeinstellung. Beachten Sie, dass ReFS in einer Konfiguration für freigegebene Clustervolumes nicht unterstützt wird. Klicken Sie auf Weiter.

  6. Klicken Sie auf der Seite Bestätigung auf Erstellen.

  7. Klicken Sie auf der Seite Ergebnisse auf Schließen.

Der erstellte virtuelle Datenträger kann jetzt einem freigegebenen Clustervolume hinzugefügt werden. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den virtuellen Datenträger einem freigegebenen Clustervolume hinzuzufügen.

  1. Klicken Sie im Failovercluster-Manager im linken Bereich der Konsole auf den Knoten Speicher. Klicken Sie im mittleren Bereich der Konsole im Abschnitt Speicher mit der rechten Maustaste auf den im vorherigen Schritt erstellten virtuellen Datenträger, und klicken Sie dann auf Zu freigegebenen Clustervolumes hinzufügen.

  2. Fahren Sie mit Schritt 4,9 fort.

Nun müssen Sie auf dem virtuellen Datenträger die Ordner erstellen, in denen die Dateien und Datendateien virtueller Computer gespeichert werden sollen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Dateifreigabe zum Speichern der ausgeführten virtuellen Computer des Hyper-V-Clusters zu erstellen:

  1. Öffnen Sie Windows-Explorer , und navigieren Sie zu Laufwerk "C:". Doppelklicken Sie auf Clusterspeicher und dann auf Volume 1.

Erstellen Sie in Volume 1 zwei Ordner. Der eine Ordner (beispielsweise "VHDdisks") soll die VHD-Dateien für die virtuellen Computer enthalten und der andere (beispielsweise "VHDsettings") die Konfigurationsdateien für virtuelle Computer.

Vom Cluster wird das Netzwerk mit der niedrigsten Metrik für CSV-Datenverkehr und das Netzwerk mit der zweitniedrigsten Metrik für die Livemigration verwendet. Windows PowerShell® ist die einzige verfügbare Methode zum vorschreibenden Angeben des CSV-Netzwerks. Sie können das Livemigrationsnetzwerk über die Hyper-V-Verwaltungskonsole festlegen. Dies geschieht in Schritt 5, Konfigurieren von Hyper-V-Einstellungen.

Führen Sie die folgenden Windows PowerShell-Befehle aus, um die Metrik für den Datenverkehr des Clusternetzwerks, die Metrik für den Datenverkehr des Livemigrationsnetzwerks und die Metrik für den Datenverkehr des Verwaltungsnetzwerks festzulegen:

(Get-ClusterNetwork "ClusterNet" ).Metric = 100

(Get-ClusterNetwork "LiveMigrationNet" ).Metric = 500

(Get-ClusterNetwork "ManagementNet" ).Metric = 1000

Zum Abschließen der Hyper-V-Konfiguration müssen Sie die folgenden Schritte ausführen:

Führen Sie auf jedem Hyper-V-Clustermitglied die folgenden Schritte aus, um die standardmäßigen Dateispeicherorte für Dateien für virtuelle Computer zu ändern:

  1. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Manager.

  2. Klicken Sie in der Konsolenstruktur des Hyper-V-Managers mit der rechten Maustaste auf den Namen des Hyper-V-Servers, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Einstellungen.

  3. Klicken Sie im Dialogfeld Hyper-V-Einstellungen unter Server auf Virtuelle Festplatten, geben Sie in Geben Sie den Standardordner zum Speichern von Dateien für virtuelle Festplatten an den Speicherort der Dateifreigabe ein, und klicken Sie dann auf Anwenden.

  4. Klicken Sie unter Server auf Virtuelle Computer, geben Sie in Geben Sie den Standardordner zum Speichern von Konfigurationsdateien für den virtuellen Computer an den Speicherort des Dateiordners ein, und klicken Sie dann auf OK

Sie können in der Hyper-V-Verwaltungskonsole konfigurieren, welche Netzwerke für Livemigrations-Datenverkehr verwendet werden.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die bevorzugte Reihenfolge für Livemigrations-Datenverkehr zu konfigurieren:

  1. Klicken Sie im linken Bereich der Konsole Hyper-V-Manager mit der rechten Maustaste auf den Servernamen, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Einstellungen.

  2. Klicken Sie im Fenster Hyper-V-Einstellungen im Abschnitt Server auf Livemigrationen.

  3. Vergewissern Sie sich im Abschnitt Eingehende Livemigrationen, dass das Livemigrations-Netzwerk am Anfang der Liste der Netzwerk-IDs aufgeführt ist. Verschieben Sie es anderenfalls mit der Schaltfläche Nach oben an den Anfang.

  4. Klicken Sie auf OK, um den Hyper-V-Manager zu schließen.

Führen Sie die folgenden Vorgänge aus, um die Konfiguration der Cloudumgebung zu überprüfen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um in der Clusterumgebung einen neuen virtuellen Computer zu erstellen.

  1. Öffnen Sie den Failovercluster-Manager, klicken Sie unter dem Clusternamen auf Rollen, klicken Sie unter dem Bereich Aktionen auf Virtuelle Computer, und klicken Sie dann auf Neuer virtueller Computer.

  2. Wählen Sie auf der Seite Neuer virtueller Computer den Clusterknoten aus, in dem Sie den virtuellen Computer erstellen möchten, und klicken Sie dann auf OK.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue virtuelle Computer auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name und Speicherort angeben einen Anzeigenamen für den virtuellen Computer ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Geben Sie auf der Seite Speicher zuweisen die Menge des Speichers ein, der für den virtuellen Computer verwendet werden soll (das Minimum für diese Übung beträgt 1024 MB RAM), und klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Wählen Sie auf der Seite Konfigurieren des Netzwerks die Option ConvergedNetSwitch aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Lassen Sie auf der Seite Virtuelle Festplatte verbinden die Standardoptionen ausgewählt, und klicken Sie auf Weiter.

  8. Wählen Sie auf der Seite Installationsoptionen die Option Betriebssystem von startfähiger CD/DVD-ROM installieren aus, und wählen Sie dann den Speicherort der CD/DVD aus. Wenn Sie das neue Betriebssystem von einer ISO-Datei installieren, müssen Sie die Option "Imagedatei (.iso)" auswählen und zum Dateispeicherort navigieren. Wenn Sie die entsprechende Option für das Szenario ausgewählt haben, klicken Sie auf Weiter.

  9. Überprüfen Sie auf der Seite Abschließen des Assistenten für neue virtuelle Computer die Optionen, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

  10. Der Erstellungsprozess für den virtuellen Computer wird gestartet. Wenn der Prozess beendet ist, wird die Seite Zusammenfassung angezeigt, auf der Sie auf den vom Assistenten erstellten Bericht zugreifen können. Wenn der virtuelle Computer erfolgreich erstellt wurde, klicken Sie auf Fertig stellen.

Jetzt ist der virtuelle Computer erstellt, und Sie sollten mit dem Failovercluster-Manager den virtuellen Computer starten und die Installation des von Ihnen ausgewählten Betriebssystems ausführen. Bei dieser Überprüfung kann das Gastbetriebssystem eine beliebige Version von Windows Server sein.

Wenn Sie mit dem Installieren des Betriebssystems auf dem virtuellen Computer fertig sind, melden Sie sich an, und überprüfen Sie, ob der virtuelle Computer eine IP-Adresse vom Unternehmensnetzwerk beziehen konnte. Sofern sich in diesem Netzwerk ein DHCP-Server befindet, sollte der virtuelle Computer die IP-Adresse beziehen können. Verwenden Sie die folgende Methode, um einen einfachen Test der Netzwerkkonnektivität auszuführen.

  • Verwenden Sie den ping-Befehl für eine erreichbare IP-Adresse im gleichen Subnetz.

  • Verwenden Sie den ping-Befehl für das gleiche Ziel, diesmal jedoch mit dem vollqualifizierten Domänennamen des Zielhosts. Dadurch soll die grundlegende Namensauflösung getestet werden.

noteHinweis

Wenn Sie Windows “8” Developer Preview auf diesem virtuellen Computer installiert haben, müssen Sie vor dem Ausführen der vorherigen Tests die Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit öffnen und eine neue Regel erstellen, um ICMP (Internet Control Message-Protokoll) zuzulassen. Dies gilt möglicherweise für andere Hosts, die Sie mit Ping erreichen möchten − vergewissern Sie sich, dass die hostbasierte Firewall auf dem Ziel ICMP-Echoanforderungen zulässt.

Wenn Sie sich vergewissert haben, dass dieser einfache Test erfolgreich ausgeführt wird, lassen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster geöffnet, und geben Sie den Befehl ping <Ziel-IP-Adresse_oder_FQDN> -t ein. Dadurch soll ein kontinuierlicher Test erreicht werden, während Sie die Livemigration zum zweiten Knoten ausführen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Livemigration dieses virtuellen Computers vom aktuellen Clusterknoten zum anderen Knoten im Cluster auszuführen.

  1. Klicken Sie im Failovercluster-Manager unter dem Clusternamen auf Rollen. Klicken Sie im Bereich "Rollen" mit der rechten Maustaste auf den von Ihnen erstellten virtuellen Computer, klicken Sie auf Verschieben, klicken Sie auf Livemigration und dann auf Knoten auswählen.

  2. Wählen Sie auf der Seite Virtuellen Computer verschieben den Knoten aus, auf den Sie den virtuellen Computer verschieben möchten, und klicken Sie auf OK.

Bei Beginn der Livemigration werden Sie in der Spalte Status bemerken, dass es eine Weile dauert, bis die Spalte Informationen mit dem aktuellen Status der Migration aktualisiert wird. Während der Migration können Sie zurück zu dem virtuellen Computer wechseln, auf dem der der Ping-Befehl ausgeführt wird, und beobachten, ob Paketverluste auftreten.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Schnellmigration dieses virtuellen Computers vom aktuellen Knoten zum anderen Knoten auszuführen.

  1. Klicken Sie im Failovercluster-Manager unter dem Clusternamen auf Rollen. Klicken Sie im Bereich Rollen mit der rechten Maustaste auf den von Ihnen erstellten virtuellen Computer, klicken Sie auf Verschieben, klicken Sie auf Schnellmigration und dann auf Knoten auswählen.

  2. Wählen Sie im Fenster Virtuellen Computer verschieben den Knoten aus, auf den Sie den virtuellen Computer verschieben möchten, und klicken Sie dann auf OK.

Sie werden am Status bemerken, dass die Schnellmigration schneller gestartet wird als die Livemigration. Während der Migration können Sie zurück zu dem virtuellen Computer wechseln, auf dem der der Ping-Befehl ausgeführt wird, und beobachten, ob Paketverluste auftreten.

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