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Anmerkungen zu dieser Version von Exchange 2013

 

Gilt für: Exchange Server 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-02-26

Willkommen bei Microsoft Exchange Server 2013! Dieses Thema stellt wichtige Informationen bereit, die Sie für eine erfolgreiche Bereitstellung des kumulativen Updates 3 für Exchange 2013 benötigen. Bitte lesen Sie dieses Thema vollständig, bevor Sie mit der Bereitstellung beginnen.

Dieses Thema enthält die folgenden Abschnitte:

  • Setup setzt fälschlicherweise .NET Framework 4.0 voraus   Beim Versuch, Exchange 2013 auf einem Computer ohne .NET Framework zu installieren, fordert Setup Sie fälschlicherweise zur Installation von .NET Framework 4.0 auf, obwohl die benötigte Version .NET Framework 4.5 ist.

    Installieren Sie .NET Framework 4.5, um dieses Problem zu umgehen. .NET Framework 4.0 muss nicht installiert werden. Eine vollständige Liste der Voraussetzungen finden Sie unter Exchange 2013 – Voraussetzungen.

  • Exchange XML-Anwendungskonfigurationsdateien werden während der Installation kumulativer Updates überschrieben   Alle benutzerdefinierten Einstellungen auf Serverbasis, die Sie an Exchange-XML-Anwendungskonfigurationsdateien vornehmen (z. B. an "web.config"-Dateien auf Clientzugriffsservern bzw. an der Datei "EdgeTransport.exe.config" auf Postfachservern), werden bei der Installation eines kumulativen Exchange-Updates überschrieben. Stellen Sie sicher, dass diese Informationen gespeichert werden, damit Sie Ihren Server nach der Installation leicht erneut konfigurieren können. Diese Einstellungen müssen nach der Installation eines kumulativen Exchange-Updates neu konfiguriert werden.

Weitere Informationen zur Installation von Exchange 2013 finden Sie unter Planung und Bereitstellung.

  • Erhöhung der Postfachgröße bei der Migration von früheren Exchange-Versionen   Beim Verschieben eines Postfachs von einer früheren Exchange-Version nach Exchange 2013 steigt die angezeigte Postfachgröße möglicherweise um 30 bis 40 %. Der von der Postfachdatenbank belegte Festplattenspeicherplatz bleibt unverändert, lediglich die zugeordnete Größe der einzelnen Postfächer ist gestiegen. Der Grund für die Erhöhung der Postfachgröße ist die Aufnahme aller Elementeigenschaften in Kontingentberechnungen, sodass der durch die Elemente innerhalb eines Postfachs belegte Speicherplatz präziser berechnet werden kann. Aufgrund dieser Erhöhung überschreiten einige Benutzer beim Verschieben ihrer Postfächer nach Exchange 2013 möglicherweise die für die Postfachgröße festgelegten Kontingente.

    Erhöhen Sie die Kontingentwerte für die Datenbank oder die Postfächer, um die neue Kontingentberechnung zu ermöglichen, ohne dass die Benutzer die für die Postfachgröße festgelegten Kontingente überschreiten. Verwenden Sie die Parameter IssueWarningQuota, ProhibitSendQuota und ProhibitSendReceiveQuota mit den Cmdlets Set-MailboxDatabase und Set-Mailbox, um die Kontingentwerte für die Datenbank bzw. die Postfächer festzulegen.

  • Outlook 2007- und Outlook 2010-Clients können das Offlineadressbuch möglicherweise nicht herunterladen   Wenn die interne URL des Offlineadressbuchs (OAB) über das Internet nicht zugänglich ist, können Outlook 2007- und Outlook 2010-Clients das OAB möglicherweise nicht herunterladen.

    Machen Sie die interne URL des OAB über das Internet zugänglich, um dieses Problem für Outlook 2007- und Outlook 2010-Clients zu umgehen. Outlook 2013 ist von diesem Problem betroffen.

  • Durch die Installation von Exchange 2013 in einer bestehenden Exchange-Organisation wird das OAB möglicherweise von allen Clients heruntergeladen   Wenn Sie den ersten Exchange 2013-Server in einer bestehenden Exchange 2007- oder Exchange 2010-Organisation installieren, führt dies möglicherweise dazu, dass alle Clients in der Organisation eine neue Kopie des OAB herunterladen. Dies kann zu Netzwerküberlastung und Problemen mit der Serverleistung führen. Dieses Problem tritt auf, weil Exchange 2013 ein neues Standard-OAB in der Organisation erstellt, welches Vorrang vor dem Exchange 2007- bzw. Exchange 2010-OAB besitzt. Postfächer, denen kein bestimmtes OAB zugewiesen ist oder die in einer Postfachdatenbank ohne besondere OAB-Zuweisung gespeichert sind, laden das neue Standard-OAB herunter.

    Damit Clients bei der Installation von Exchange 2013 keine neue Kopie des OAB herunterladen, weisen Sie jedem Postfach oder der Postfachdatenbank, in der die Postfächer gespeichert sind, ein OAB zu. Dies muss vor der Installation von Exchange 2013 in der Organisation erfolgen.

  • Berechtigungen für öffentliche Ordner gehen ggf. verloren, nachdem Postfächer für öffentliche Ordnern verschoben wurden   Wenn Sie in einer Exchange 2013-Organisation mit modernen öffentlichen Ordnern und installiertem Build Exchange 2013 CU2 15.00.0712.022 ein Postfach für einen öffentlichen Ordner verschieben, kann die Berechtigungsstruktur für einige öffentliche Ordner verloren gehen. Berechtigungen können in den folgenden Situationen verloren gehen:

    • Wenn Sie (mit New-MoveRequest) ein sekundäres Postfach für öffentliche Ordner verschieben, gehen die Berechtigungen für öffentliche Ordner (einschließlich bekannter Ordner), die nicht im sekundären Postfach für öffentliche Ordner gespeichert sind, im sekundären Postfach für öffentliche Ordner verloren und werden durch die standardmäßige Zugriffssteuerungsliste ersetzt. Die ursprünglichen Zugriffssteuerungslisten können über ein vollständiges Synchronisierungsereignis durch Ausführung des folgenden Befehls wiederhergestellt werden:

      Update-PublicFolderMailbox -InvokeSynchronizer <Public Folder Mailbox> -FullSync
      
      
    • Wenn Sie (mit New-MoveRequest) das primäre Postfach für öffentliche Ordner verschieben, gehen die Berechtigungen für öffentliche Ordner (einschließlich bekannter Ordner), die nicht im jeweiligen Postfach für öffentliche Ordner gespeichert sind, verloren und werden durch die standardmäßige Zugriffssteuerungsliste ersetzt.

    Die standardmäßige Zugriffssteuerungsliste erteilt der Standardgruppe Authentifizierte Benutzer die Berechtigung Autor.

     

    Installieren Sie Exchange 2013 CU2 Build 15.00.712.024 oder höher, um dieses Problem zu umgehen. Informationen zum Herunterladen des neuesten kumulativen Updates finden Sie unter Kumulative Updates für Exchange 2013.

     

    Weitere Informationen zu diesem Problem sowie Antworten auf gängige Fragen finden Sie in den folgenden Beiträgen im Blog des Exchange-Teams:

  • Die TransportAgent-Cmdlets erfordern auf Clientzugriffsservern die Verwendung der lokalen Windows PowerShell   Bei den Cmdlets *-TransportAgent besteht ein Problem, aufgrund dessen diese Cmdlets nicht mit der Exchange-Verwaltungsshell verwendet werden können, um Transport-Agents auf Clientzugriffsservern zu installieren, zu deinstallieren und zu verwalten. Für die Installation, Deinstallation und Verwaltung von Transport-Agents auf Clientzugriffsservern müssen Sie das Exchange Windows PowerShell-Snap-In manuell laden und anschließend die Cmdlets *-TransportAgent ausführen. Beim Versuch, Transport-Agents über die Exchange-Verwaltungsshell zu installieren, zu deinstallieren oder zu verwalten, werden die Änderungen auf den Exchange 2013-Postfachserver angewendet, mit dem Sie verbunden sind.

    Führen Sie auf dem Clientzugriffsserver, der verwaltet werden soll, die folgenden Schritte aus, um Transport-Agents auf diesem Server zu installieren, zu deinstallieren oder zu verwalten:

    VorsichtVorsicht:
    Das Laden des Windows PowerShell-Snap-Ins Microsoft.Exchange.Management.PowerShell.SnapIn und das Ausführen von anderen Cmdlets als den Cmdlets *-TransportAgent wird nicht unterstützt und kann irreparable Schäden an der Exchange-Bereitstellung zur Folge haben.
    Sie müssen Mitglied der lokalen Administratorgruppe auf dem Clientzugriffsserver sein, auf dem Transport-Agents installiert, deinstalliert oder verwaltet werden sollen. Änderungen an Zugriffssteuerungslisten für Exchange-Dateien, Verzeichnisse oder Active Directory-Objekte werden nicht unterstützt.
    WichtigWichtig:
    Führen Sie die folgenden Schritte ausschließlich auf einem Clientzugriffsserver aus. Das Exchange Windows PowerShell-Snap-In muss nicht geladen werden, wenn Transport-Agents auf Postfachservern verwaltet werden sollen.
    1. Öffnen Sie ein neues Windows PowerShell-Fenster.

    2. Führen Sie den folgenden Befehl aus.

      Add-PSSnapin Microsoft.Exchange.Management.PowerShell.SnapIn
      
    3. Führen Sie die Verwaltungsaufgaben für Transport-Agents wie gewohnt aus.

    4. Wiederholen Sie diese Schritte auf jedem Clientzugriffsserver, der verwaltet werden soll.

  • NTLM-Authentifizierung misslingt bei Clients, die nicht der Domäne beigetreten sind   Die Authentifizierung zwischen einem Client wie Windows Live Mail und Exchange 2013 kann misslingen, wenn die folgenden Bedingungen vorliegen:

    • Die Authentifizierungsmethode, die der Client verwendet, ist NTLM.

    • Der Computer ist nicht der Domäne beigetreten.

    Um dieses Problem zu umgehen, können Sie eine der folgenden Aufgaben ausführen:

    • Lassen Sie den Computer, auf dem der Client ausgeführt wird, der Domäne beitreten.

    • Ändern Sie den Authentifizierungstyp des Clients von "NTLM" in "Standardauthentifizierung über TLS".

  • Die GSSAPI-Authentifizierung missling bei Verwendung mit dem Cmdlet "Send-MailMessage"   Die GSSAPI-Authentifizierung (Generic Security Service Application Program Interface) kann misslingen, wenn das Cmdlet Send-MailMessage, das zur Standardinstallation von Windows PowerShell gehört, verwendet wird, um authentifizierte E-Mail an Exchange 2013 zu senden. Wenn dies geschieht, wird ein Ereignis im Ereignisprotokoll Anwendung auf dem Exchange 2013-Clientzugriffsserver, der die Verbindung empfangen hat, mit folgenden Informationen aufgezeichnet:

    • Quelle   MSExchangeFrontEndTransport

    • Ereignis-ID   1035

    • Beschreibung   Fehler IllegalMessage bei der eingehenden Authentifizierung für den Empfangsconnector "Client-Front-End <Servername>". Der Authentifizierungsmechanismus ist Gssapi. Die Quell-IP-Adresse des Clients, der die Authentifizierung bei Microsoft Exchange versucht hat, ist [<IP-Adresse des Clients>].

    Zum Beheben dieses Problems müssen Sie die Authentifizierungsmethode Integrated aus dem Clientempfangsconnector für Ihre Exchange 2013-Clientzugriffsserver entfernen. Führen Sie zum Entfernen der Authentifizierungsmethode Integrated aus einem Clientempfangsconnector auf allen Exchange 2013-Clientzugriffsservern, die Verbindungen von Computern empfangen können, mithilfe des Cmdlets Send-MailMessage den folgenden Befehl aus:

    Set-ReceiveConnector "<server name>\Client Frontend <server name>" -AuthMechanism Tls, BasicAuth, BasicAuthRequireTLS
    
    
  • Anforderungen für den Zugriff auf Exchange 2010-Postfächer misslingen möglicherweise, wenn sie mittels Proxyweiterleitung durch Exchange 2013-Clientzugriffsserver gesendet werden   Mitunter funktioniert die Proxyanforderung zwischen den Exchange 2013- und Exchange 2010 Service Pack 3 (SP3)-Clientzugriffsservern ohne die Installation von Updaterollups möglicherweise nicht einwandfrei, und es wird ein Fehler angezeigt. Dieses Problem kann auftreten, wenn alle nachstehenden Bedingungen zutreffen:

    • Ein Benutzer mit einem Exchange 2013-Postfach versucht, Exchange 2010-Postfach mit einer der folgenden Methoden zu öffnen:

      • Mit der Option Anderes Postfach öffnen in Outlook Web App -ODER-

      • mit der Option Anderer Benutzer in der Exchange-Verwaltungskonsole.

    • Auf dem Clientzugriffsserver, mit dem der Benutzer eine Verbindung hergestellt hat, läuft Exchange 2013.

    • Der Exchange 2010-Clientzugriffsserver wurde aus der RTM-Version (Release to Manufacturing) von Exchange 2010 oder einem früheren Exchange 2010 Service Pack auf Exchange 2010 SP3 aktualisiert.

    Falls alle voranstehenden Bedingungen zutreffen, kann der Benutzer nicht auf die Exchange 2010 Outlook Web App-Optionen eines anderen Benutzers zugreifen, und es erscheint gegebenenfalls eine leere Seite.

    Installieren Sie zum Beheben dieses Problems auf allen Exchange 2010-Servern das Exchange 2010 SP3 Updaterollup 1 oder höher.

 
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