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Vorbereiten der Verzeichnissynchronisierung

Veröffentlicht: Juni 2012

Letzte Aktualisierung: Februar 2014

Betrifft: Azure, Office 365, Windows Intune

noteHinweis
Dieses Thema stellt Onlinehilfeinhalte für Cloud-Dienste zur Verfügung, z. B. für Windows Intune und Office 365, die Microsoft Azure Active Directory für Identitäts- und Verzeichnisdienste verwenden.

Wenn Sie als Administrator das lokale Active Directory mit Microsoft Azure Active Directory (Microsoft Azure AD) synchronisieren möchten, müssen Sie diesen Schritt vorbereiten.

Wenn Sie einmaliges Anmelden bereitstellen, wird empfohlen, zuerst das einmalige Anmelden und dann die Verzeichnissynchronisierung einzurichten.

Prüfen Sie nach der Einrichtung des einmaligen Anmeldens, ob folgende Aussagen zutreffen:

  • Sie verfügen über die erforderliche Software.

  • Sie haben die richtigen Berechtigungen eingerichtet.

  • Sie verstehen die Überlegungen zur Leistungsfähigkeit bezüglich Verzeichnissynchronisierung.

Die Aktivierung der Verzeichnissynchronisierung sollte als langfristige Entscheidung angesehen werden. Nach dem Aktivieren der Verzeichnissynchronisierung können Sie ausschließlich synchronisierte Objekte mithilfe Ihrer lokalen Active Directory-Verwaltungstools bearbeiten. Weitere Informationen finden Sie unter Verzeichnissynchronisierung und Autoritätsquelle.

In diesem Abschnitt werden die Computeranforderungen für das Ausführen des Verzeichnissynchronisierungstools beschrieben. Das Verzeichnissynchronisierungstool kommuniziert mit Ihren Domänencontrollern. In der Standardinstallation des Verzeichnissynchronisierungstools ist eine Version von Microsoft SQL Server 2008 Express enthalten.

ImportantWichtig
  • Vom Azure AD-Dienst wird die Synchronisierung von bis zu 50.000 Objekten unterstützt. Wenn Sie mehr als 50.000 Objekte synchronisieren möchten, wenden Sie sich an den Cloud-Dienst-Support.

  • Wenn Ihr lokales Active Directory weniger als 50.000 Objekte enthält, können Sie Verzeichnissynchronisierung mit Microsoft SQL Server 2008 Express bereitstellen. Wenn Ihr lokales Active Directory jedoch mehr als 50.000 Objekte enthält, müssen Sie Verzeichnissynchronisierung mit einer vollständigen Instanz von SQL Server bereitstellen. Die erforderlichen vollständigen Instanzen von SQL Server sind Microsoft SQL Server 2008 Standard oder Microsoft SQL Server 2008 R2. Weitere Informationen zum Bereitstellen der Synchronisierung für eine eigenständige Version von SQL Server finden Sie unter How to install the Directory Synchronization tool onto SQL Server (Vorgehensweise beim Installieren des Verzeichnissynchronisierungstools für SQL Server).

Der Verzeichnissynchronisierungscomputer muss die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Er muss Active Directory angehören. Der Computer muss der zu synchronisierenden Active Directory-Gesamtstruktur angehören. Bei einem erweiterten Koexistenzszenario ist dies eine Anforderung, da zum Festlegen von Rückschreibeberechtigungen durch den DirSync-Server explizit alle Domänencontroller in der Gesamtstruktur aufgelistet und erreicht werden. Dies ist nicht der Fall, wenn bei Ihnen kein erweitertes Koexistenzszenario aktiviert ist.
    Von diesem Computer muss zudem eine Verbindung mit allen anderen Domänencontrollern für alle Domänen in Ihrer Gesamtstruktur hergestellt werden können. Eine Gesamtstruktur umfasst eine oder mehrere Active Directory-Domänen mit identischen Klassen- und Attributdefinitionen sowie Website- und Replikationsinformationen und gesamtstrukturweiten Suchfunktionen.

  • Es darf sich nicht um einen Domänencontroller handeln. Das Verzeichnissynchronisierungstool kann nicht auf Active Directory-Domänencontrollern installiert werden.

  • Es muss darauf Microsoft .NET Framework 3.x ausgeführt werden. Unter Windows Server 2008 ist .NET Framework bereits installiert. Bei Bedarf können Sie es unter den folgenden Adressen herunterladen:

  • Es muss darauf Windows PowerShell ausgeführt werden. Wenn Sie Windows Server 2003 verwenden, müssen Sie Windows PowerShell herunterladen. Wenn Sie Windows Server 2008 verwenden, müssen Sie Windows PowerShell aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Installieren von Windows PowerShell auf dem Verzeichnissynchronisierungscomputer.

  • Der Computer muss sich in einer Umgebung mit Zugriffssteuerung befinden. Der Zugriff auf den Computer, auf dem das Verzeichnissynchronisierungstool ausgeführt wird, muss auf Benutzer beschränkt sein, die Zugriffsrechte für die Active Directory-Domänencontroller und andere wichtige Netzwerkkomponenten besitzen. Nur Benutzer oder Administratoren, die über die notwendigen Berechtigungen zum Vornehmen von Änderungen an Domänencontrollern in Active Directory verfügen, sollten zum Zugriff auf diesen Computer berechtigt sein.

noteHinweis
Auf dem Server, auf dem das Verzeichnissynchronisierungstool ausgeführt wird, wird jetzt Windows Server 2012 unterstützt.

ImportantWichtig
Zwischen einem lokalen Active Directory- und einem Office 365-Mandanten können Sie nur einen Computer installieren, auf dem das Verzeichnissynchronisierungstool ausgeführt wird.

Wenn Sie das Verzeichnissynchronisierungstool installieren, wird vom Konfigurations-Assistenten ein Dienstkonto zum Lesen im lokalen Active Directory und zum Schreiben in Azure AD erstellt. Dieses Konto wird anhand Ihrer lokalen Active Directory-Administratorberechtigungen und Ihrer Cloudadministratorberechtigungen erstellt, die Sie beim Einrichten angegeben haben.

Um das Verzeichnissynchronisierungstool auszuführen, benötigen Sie Administratorberechtigungen für Folgendes:

  • Den Computer, auf dem das Verzeichnissynchronisierungstool ausgeführt wird

  • Das lokale Active Directory Ihres Unternehmens.

  • Das Microsoft-Clouddienst-Administratorkonto Ihres Unternehmens. (Weitere Informationen finden Sie unter Windows Azure AD-Anmeldeinformationen.)

Beim erstmaligen Ausführen des Verzeichnissynchronisierungstool werden alle relevanten Objekte (Benutzerkonten und Sicherheitsgruppen) nach Azure AD kopiert. Vor dem Ausführen dieses Vorgangs müssen Sie die Anzahl der zu kopierenden Objekte kennen, um die Auswirkungen des Vorgangs auf die Netzwerkreaktionszeit und die Computer mit Microsoft Exchange Server einplanen zu können.

noteHinweis
Vom Azure AD-Dienst wird die Synchronisierung von bis zu 50.000 Objekten unterstützt. Wenn Sie mehr als 50.000 Objekte synchronisieren möchten, wenden Sie sich an den Support.

TipTipp
Sie verwenden Office 365? Objekte, die über den lokalen Verzeichnisdienst synchronisiert wurden, werden sofort in der globalen Adressliste (Global Address List, GAL) angezeigt. Es kann jedoch bis zu 24 Stunden dauern, bis diese Objekte im Offlineadressbuch (Offline Address Book, OAB) und in Lync Online angezeigt werden.

Wenn Sie die Verzeichnissynchronisierung einrichten, müssen Sie einen Computer bestimmen, der als Verzeichnissynchronisierungscomputer verwendet werden soll, und dann das Verzeichnissynchronisierungstool auf diesem Computer installieren.

Die Leistung vom Verzeichnissynchronisierungstool ist sowohl von der Größe und Komplexität des Active Directory des Kunden als auch von der Hardware abhängig, auf der das Verzeichnissynchronisierungstool ausgeführt wird. Durch Ausführen des Verzeichnissynchronisierungstools auf unzureichender Hardware wird dessen Leistung beeinträchtigt, sodass sich die Latenz erhöht oder sogar Fehler beim Weitergeben lokaler Daten in die Cloud auftreten.

Für Active Directory-Bereitstellungen mit mehr als 50.000 Objekten wird die Bereitstellung des Verzeichnissynchronisierungstools mit einer vollständigen SQL-Instanz (Bereitstellung einer anderen als einer SQL Express-SKU, z. B. SQL Server Standard, Enterprise oder DataCenter) empfohlen. Auch Kunden mit weniger als 50.000 Objekten können eine vollständige SQL-Instanz verwenden. Die SQL Express-Version, die mit dem Verzeichnissynchronisierungstool standardmäßig installiert wird, ist jedoch ausreichend.

In der folgenden Tabelle sind die minimalen empfohlenen Hardwareanforderungen für den Verzeichnissynchronisierungscomputer in Abhängigkeit von der Anzahl der Objekte in Ihrem lokalen Active Directory aufgeführt.

 

Anzahl der Objekte in Active Directory CPU Speicher Festplattengröße

Weniger als 10.000

1,6 GHz

4 GB

70 GB

10,000–50,000

1,6 GHz

4 GB

70 GB

50,000–100,000

Vollständige Version von SQL Server erforderlich

1,6 GHz

16 GB

100 GB

100,000–300,000

Vollständige Version von SQL Server erforderlich

1,6 GHz

32 GB

300 GB

300,000–600,000

Vollständige Version von SQL Server erforderlich

1,6 GHz

32 GB

450 GB

Mehr als 600.000

Vollständige Version von SQL Server erforderlich

1,6 GHz

32 GB

500 GB

Von verschiedenen Prozessen des Verzeichnissynchronisierungstools wird Speicherplatz auf der Festplatte genutzt. Der vom Verzeichnissynchronisierungstool genutzte Speicherplatz erhöht sich abhängig von mehreren Faktoren, unter anderem der Größe und Komplexität des Active Directory, von dem das Verzeichnissynchronisierungstool synchronisiert wird.

Bei den Festplattenkapazitäten, die in der oben dargestellten Tabelle aufgeführt sind, handelt es sich um Schätzungen des zur Synchronisierung eines Active Directory der angegebenen Größe insgesamt erforderlichen Speicherplatzes.

Standardmäßig wird vom Verzeichnissynchronisierungstool Microsoft SQL Server 2008 R2 Express Edition installiert. Die Datendateien werden im selben Verzeichnis wie die Produktdateien der Microsoft Online-Verzeichnissynchronisierung – also im bei der Installation des Verzeichnissynchronisierungstools angegebenen Pfad C:\Programme\Microsoft Online Directory Sync – gespeichert. Der Speicherort dieser Datenbankdateien kann für SQL Server 2008 R2 Express Edition nicht konfiguriert werden.

Bei Kunden, die eine vorhandene SQL Server-Instanz verwenden, ist für das Verzeichnissynchronisierungstool keine bestimmte Festplattenkonfiguration erforderlich oder vorgeschrieben. Von Computern, deren Festplattenkonfiguration für SQL optimiert ist, wird jedoch eine höhere Gesamtleistung beim Verzeichnissynchronisierungsprozess erzielt.

Nachdem Sie optional das einmalige Anmelden eingerichtet und Ihren Verzeichnissynchronisierungscomputer vorbereitet haben, sind Sie bereit für den folgenden Schritt: Aktivieren der Verzeichnissynchronisierung.

Siehe auch

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