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Erstellen einer Serverwiederherstellungs-DVD für remote verwaltete Server

Veröffentlicht: Juli 2012

Letzte Aktualisierung: Oktober 2012

Betrifft: Windows Server 2012 Essentials

Es gibt zwei Modelle für die Wiederherstellung der Herstellerstandards und die Serverwiederherstellung. Sie sind von der Hardware abhängig, die der Kunde erhalten hat.

Remote verwalteter Server

Diese Serverwiederherstellungsoption erfordert, dass der Prozess auf einem Clientcomputer im selben Netzwerk ausgeführt wird. Da für die Wiederherstellung der Herstellerstandards ein mit dem Server bereitgestelltes hardwarespezifisches Abbild erforderlich ist, muss der Partner die Serverwiederherstellungs-DVD erstellen.

Lokal verwalteter Server

Dies ist das klassische Modell, bei dem der Server über die Serverkonsole verwaltet wird. Das Serverinstallationsmedium dient zum Ausführen einer Wiederherstellung. Dafür muss der Server über die Möglichkeit zur Anzeige von Videoausgaben und ein DVD-Lesegerät verfügen. Der Kunde startet über dieses Serverinstallationsmedium und wählt dann die geeignete Wiederherstellungsmethode aus. Es ist nicht erforderlich, eine Serverwiederherstellungs-DVD für Server zu erstellen, die lokal verwaltet werden.

noteHinweis
Beim Modell mit lokal verwaltetem Server kann der Kunde eine Wiederherstellung der Herstellerstandards durch eine Neuinstallation vornehmen. Allerdings gehen dabei die durch den Partner vorgenommenen Anpassungen verloren.

Es gibt zwei Arten von Serverwiederherstellung.

Wiederherstellung der Herstellerstandards

Mit dieser Wiederherstellung wird der Server wieder in den Ursprungszustand versetzt, der bei der Auslieferung vom Werk vorlag. Nach der Wiederherstellung der Herstellerstandards müssen Sie die Erstkonfiguration des Servers wie beim ersten Einschalten des Servers erneut vornehmen. Alle Einstellungen und Anpassungen sind verloren. Dies wird auch als "Tag 0" bezeichnet. Da für die Wiederherstellung der Herstellerstandards ein mit dem Server bereitgestelltes hardwarespezifisches Abbild erforderlich ist, muss der Partner die Serverwiederherstellungs-DVD erstellen.

Bare-Metal-Recovery

Diese Wiederherstellung setzt voraus, dass Sie eine Serversicherung konfiguriert haben und dass die Serversicherung beim letzten Mal vor dem Serverausfall erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Bare-Metal-Recovery (BMR) unterstützt nur die Wiederherstellung des Systems und der Startlaufwerke aus einer früheren Serversicherung.

Nach einer BMR wird der Server wieder in den Zustand versetzt, der zum Zeitpunkt der Sicherung bestand, die für die Wiederherstellung verwendet wird. Dies ist in der Regel die aktuelle Sicherung, in einigen Fällen kann es aber auch eine frühere Sicherung sein. Die Datenwiederherstellung erfolgt nach der Systemwiederherstellung mithilfe des Assistenten für die Dateien- und Ordnerwiederherstellung. BMR ist die bevorzugte Serverwiederherstellungsmethode, da alle Einstellungen und Konfigurationen anschließend wieder vorhanden sind. Bei der Wiederherstellung der Herstellerstandards wird der Server jedoch in den Zustand "Tag 0" versetzt.

In diesem Abschnitt werden die erforderlichen Anpassungen durch den Partner und die endgültigen Medien beschrieben, die mit jedem Server ausgeliefert werden müssen. Bevor wir uns mit den Details befassen, sehen wir uns zuerst die Situation beim Kunden an.

In diesem Szenario funktioniert der Server des Kunden nicht mehr. Der Grund kann ein Virus, ein Festplattenfehler oder eine andere Ursache sein. Der Kunde legt die Serverwiederherstellungs-DVD in einen Clientcomputer ein, der sich im selben Netzwerk wie der Server befindet. Mit der Anwendung für die Serverwiederherstellung wird der Kunde durch die drei Schritte zur Wiederherstellung des Servers geführt:

  1. Die Anwendung erstellt einen startfähigen USB-Speicherstick, über den der Server im Wiederherstellungsmodus neu gestartet wird. Der USB-Speicherstick muss mindestens 8 GB groß sein.

  2. Die Anwendung ermittelt den Server, der sich jetzt im Wiederherstellungsmodus befindet.

  3. Die Anwendung lässt den Kunden festlegen, ob die Herstellerstandards wiederherstellt oder eine Bare-Metal-Recovery ausgeführt wird, und versetzt dann den Server wieder in einen betriebsbereiten Zustand.

Zum Erstellen einer Serverwiederherstellungs-DVD sind sechs Hauptschritte auszuführen:

  1. (Optional) Aktualisieren von WinPE

  2. Erfassen von Abbildern und XML-Dateien für die Wiederherstellung der Herstellerstandards

  3. Erstellen der Serverwiederherstellungs-DVD

  4. Anpassen des Assistenten

  5. Erstellen der ISO-Datei

  6. Testen der Wiederherstellungs-DVD

Das ADK umfasst eine angepasste Kopie von Windows PE. Beim Starten des Abbilds wird automatisch das Signal gestartet, mit dem die Anwendung für die Clientwiederherstellung eine Verbindung mit einem Server im Wiederherstellungsmodus herstellt.

Windows PE muss weiter angepasst werden, indem hardwarespezifische Treiber wie Treiber für das Netzwerk oder für Festplattencontroller hinzugefügt werden. Nach dem Start über WinPE müssen die Festplatten im System erkannt werden können, und das Netzwerk muss funktionieren.

Die folgenden beiden Abbilder müssen aufgezeichnet werden, um einen Server auf die Herstellerstandards zurückzusetzen:

  • Das Abbild des Systemlaufwerks

  • Die für das System reservierte Partition

Zur Aufzeichnung dieser Abbilder wird das Tool "GenDiskXML.exe" bereitgestellt. Mit "GenDiskXML.exe" wird auch die Datei "disk.xml" erfasst, mit der während der Wiederherstellung die Datenträgerkonfiguration neu erstellt wird.

  1. Starten Sie nach Sysprep das System mit einer 64-Bit-Version von Windows PE neu.

  2. Führen Sie GenDiskXML /outputdir:<path> aus, um die XML- und WIM-Dateien in eine externe Quelle auszugeben. Die Dateien werden der DVD im nächsten Schritt hinzugefügt.

    noteHinweis
    Die WIM-Datei des Systems wird geteilt, damit die FAT32-Anforderung, dass Dateien höchstens 4 GB aufweisen dürfen, erfüllt wird. Dabei muss die erforderliche Kapazität des Ziels, mit dem die WIM-Dateien aufgezeichnet werden, mehr als 8 GB betragen, damit die Teilung vorgenommen werden kann.

Zu jedem vom Hersteller ausgelieferten Server muss eine Serverwiederherstellungs-DVD gehören. Auf Ihrer DVD mit den ADK-Tools finden Sie die für die Erstellung der DVD erforderlichen Dateien.

  1. Erstellen Sie einen Arbeitsordner, in dem die endgültige ISO gespeichert wird.

  2. Kopieren Sie den Inhalt des Ordners Server Recovery von der Partner-CD in den in Schritt 1 erstellten Arbeitsordner.

  3. Kopieren Sie die Datei "disk.xml", die bei der Ausführung von "GenDiskXML.exe" erstellt wurde, in den Ordner Reset.

  4. Kopieren Sie die Abbilddatei, die bei der Ausführung von GenDiskXML.exe erstellt wurde, in den Ordner Reset. Bei den Dateien handelt es sich um WIM- und SWM-Dateien. Deren Anzahl kann variieren.

  5. Entfernen Sie "GenDiskXML.exe" aus dem Ordner. Diese Datei ist nur für werkseitige Arbeiten vorgesehen und sollte nicht auf der DVD enthalten sein, die an den Kunden geliefert wird.

Die Anwendung für die Serverwiederherstellung muss mit einem Abbild des Geräts sowie mit einer Beschreibung für den Start des speziellen Geräts im Wiederherstellungsmodus angepasst werden. Da diese Seite des Assistenten für die Dateien- und Ordnerwiederherstellung hardwarespezifisch ist, variieren die Schritte für den Start des Servers im Wiederherstellungsmodus.

noteHinweis
Die aufgeführten Dateinamen müssen genau übereinstimmen.

  1. Auf der Seite des Assistenten ist ein Link für zusätzliche Hilfe angegeben. Wenn diese CHM-Datei vorhanden ist, wird der FWLink für die Webhilfe überschrieben. Die Hilfedatei befindet sich unter:

    <DVD-Stamm>\$OEM$\Customization\<Kulturname>\RestartHelp.chm

  2. Diese Datei enthält den Text, der dem Kunden auf der Seite des Assistenten angezeigt wird. Der Text sollte erklären, wie der Server im Wiederherstellungsmodus gestartet wird. Für das Steuerelement sind Bildläufe möglich. Beim Umfang des hinzugefügten Texts bestehen also praktische Grenzen.

    Mit dieser Datei wird das Beispielbild im Assistenten ersetzt, sie dient vorwiegend dem Branding. Es muss eine PNG-Datei sein. Die Dateigröße muss 256 Pixel x 256 Pixel betragen, andernfalls wird das Bild bei der Anzeige im Assistenten abgeschnitten.

    <DVD-Stamm>\$OEM$\Customization\<Kulturname>\RestartInstructions.rtf

  3. <DVD-Stamm>\$OEM$\Customization\<Kulturname>\ServerImage.png

Beachten Sie unbedingt Folgendes, wenn Sie Ihre Serverwiederherstellungs-DVD für die Unterstützung mehrerer Sprachen konvertieren:

  1. Der Ordner "en-us" muss immer vorhanden sein. Wenn die Anwendung für die Serverwiederherstellung die kulturspezifischen Dateien, die zu dem Clientcomputer passen, auf dem sie ausgeführt wird, nicht findet, wird "en-us" verwendet.

  2. Fügen Sie in jedem Kulturordner, den Sie erstellen, die drei Anpassungsdateien (PNG, CHM und RTF) hinzu.

  3. Kopieren Sie beide Kulturordner aus "Language Packs\<Kulturname>\Server Recovery" in den Stamm der Serverwiederherstellungs-DVD. Beispiel: Die Ordner "ES" und "ES-ES" müssen beide in den Stamm der DVD kopiert werden, damit Spanisch unterstützt wird.

  4. Schließen Sie die ISO-Datei ab.

Unterstützte Kulturnamen:

 

  • cs-CZ

  • de-DE

  • en-US

  • es-ES

  • fr-FR

  • hu-HU

  • it-IT

  • ja-JP

  • ko-KR

  • nl-NL

  • pl-PL

  • pt-BR

  • pt-PT

  • ru-RU

  • sv-SE

  • tr-TR

  • zh-CN

  • zh-HK

  • zh-TW

Der Ordner, der erstellt wurde, kann mit seinem kompletten Inhalt auf eine DVD gebrannt werden. Dies ist die DVD, die Kunden zusammen mit einem neuen Server bereitgestellt wird.

Wenn die Serverinstallation abgeschlossen ist, konfigurieren Sie die Serversicherung, führen eine Serversicherung aus und testen dann die Wiederherstellungs-DVD.

  1. Öffnen Sie das Dashboard, klicken Sie auf die Registerkarte Geräte und klicken Sie dann im Bereich Aufgaben auf Sicherung für den Server einrichten.

  2. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten, um eine Serversicherung zu konfigurieren. Für die Sicherung benötigen Sie eine externe Festplatte.

  3. Klicken Sie im Bereich Aufgaben auf Sicherung für den Server starten, und folgen Sie dann den Anweisungen des Assistenten.

  4. Wenn die Sicherung abgeschlossen ist, überprüfen Sie, ob sie erfolgreich war.

  1. Legen Sie die Wiederherstellungs-DVD, die Sie erstellt haben, in einen Clientcomputer ein, der über einen Hub oder Switch mit demselben Netzwerk verbunden ist wie der Server.

  2. Doppelklicken Sie auf setup.exe. Der Assistent für die Serverwiederherstellung führt Sie durch den gleichen Prozess, durch den auch der Kunde geführt wird.

  3. Klicken Sie auf Den Server aus einer Sicherung wiederherstellen, und folgen Sie dann den Anweisungen des Assistenten.

Siehe auch

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