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Überblick über die Setuparchitektur von Klick-und-Los für Office 365

 

Gilt für: Office 365 ProPlus

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-06-16

Enthält Informationen zum Setupprozess und Design von Klick-und-Los für Office 365.

Zielgruppe: IT-Spezialisten

Bei Klick-und-Los handelt es sich um eine Streaming- und Virtualisierungstechnologie, die die benötigte Zeit zum Herunterladen und Verwenden von Office-Clientprodukten deutlich verringert. Dank der Streamingfunktion können Benutzer ein Klick-und-Los-Produkt bereits verwenden, auch wenn dieses noch gar nicht vollständig heruntergeladen wurde.

Produkte vom Typ "Klick-und-Los für Office 365" basieren auf grundlegenden Virtualisierungs- und Streamingtechnologien der Anwendungsvirtualisierung von Microsoft (Microsoft Application Virtualization, App-V). Klick-und-Los-Ressourcen werden in einer isolierten virtuellen Umgebung unter dem lokalen Betriebssystem ausgeführt.

Die Klick-und-Los-Virtualisierung bietet folgende Vorteile:

  • Die Isolierung von Ressourcen in einer virtuellen Umgebung ermöglicht die Koexistenz mit älteren Versionen von Office und verbessert die Bereinigungs- und Wiederherstellungsprozesse.

  • Erweiterungspunkte für den Computer werden veröffentlicht, um Office besser zu integrieren. Dies ermöglicht die Integration lokaler Add-Ins in die virtuelle Umgebung.

  • Das Streaming trägt zu einer Verbesserung der Leistung bei. Das Office-Paket wird aufgeteilt und nach und nach dekomprimiert, was sich positiv auf Netzwerkbandbreite und CPU-Auslastung auswirkt.

Die Setuparchitekturinformationen in diesem Artikel gelten auch für Verkaufsversionen von Klick-und-Los-Produkten. Beispiele:

  • Office Home and Student 2013

  • Office Professional 2013

  • Office Home and Business 2013

WichtigWichtig:
Dieser Artikel ist Teil der Erste Schritte zum Bereitstellen von Office 365 ProPlus für IT-Spezialisten. Verwenden Sie die Übersicht als Ausgangspunkt für Artikel, die Ihnen bei der Bereitstellung von Office 365 ProPlus in Ihrer Organisation helfen.
Benötigen Sie Hilfe bei der Installation von Office mit Office 365? In den Artikeln Erste Schritte mit Office 365 und Installieren von Office mit Office 365 finden Sie Informationen zum Einrichten und Verwenden von Office 365 auf Ihrem Computer, Telefon und Tablet.

Inhalt dieses Artikels:

Von Klick-und-Los werden im Rahmen eines Frameworks für mehrere Prozesse folgende Aktionen ausgeführt:

  • Starten einer Installation und Ausführen von Klick-und-Los-Kernaufgaben wie Streaming und Anwendungsstart

  • Verwalten des Zustands für das virtualisierte Paket

  • Initiieren von Integrationsaufgaben

  • Prüfen auf Updates

  • Bereitstellen einer Schnittstelle für die Klick-und-Los-Plattform

    Diese Schnittstelle wird von Anwendungen und Prozessen genutzt, um den Zustand abzufragen und Informationen zu übermitteln.

Ein einzelnes ausführbares Programm enthält die erforderliche Logik zum Initiieren der Streaming- und Anwendungsstartprozesse von Klick-und-Los. Es enthält alle Komponenten, die zum Streamen von Klick-und-Los-Paketen benötigt werden.

Das Streaming von Office ist eine Kernkomponente der Klick-und-Los-Infrastruktur und ermöglicht es, Teile des Produkts zu priorisieren, zu Blöcken zusammenzufassen und während der Anwendungsausführung nach und nach zu übermitteln. Der Streamingprozess wird vom Streamingmodul gesteuert.

Das Streamingmodul verwaltet das Herunterladen von Elementen in der Streamingwarteschlange, priorisiert eingehende Streaminganforderungen, bestimmt, ob die Streamingbenutzeroberfläche angezeigt wird, und veröffentlicht die heruntergeladenen Informationen im systemeigenen Dateisystem. Darüber hinaus verwaltet das Streamingmodul eine Streamingwarteschlange – also eine priorisierte Liste mit allen Office-Quellen und -Komponenten, die in den lokalen Zwischenspeicher heruntergeladen werden müssen, um die Installation abzuschließen oder bedarfsbasierte Anforderungen zu erfüllen, die von der Laufzeit einer Anwendung generiert werden. Jedes Klick-und-Los-Paket in der Streamingwarteschlange besitzt zunächst eine Standardpriorität. Diese Priorität ändert sich dynamisch und abhängig von der Anwendungsnutzung, solange das Produkt noch nicht vollständig lokal zwischengespeichert ist.

Klick-und-Los-Ressourcenpakete für Office 365 sind ähnlich organisiert wie Windows Installer-Ressourcen für Office 2013. Klick-und-Los ist der neue Standard. Sprachunabhängige Ressourcen werden in einer einzelnen Datei mit allen neutralen Ressourcen zusammengefasst. Sprachspezifische Ressourcen werden in sprachspezifischen Dateien (beispielsweise "de-de" für deutsche Ressourcen) zusammengefasst.

Mit dem Office-Bereitstellungstool für Klick-und-Los können Administratoren ein Klick-und-Los-Produkt in mehreren Sprachen bereitstellen. Alternativ können Sie das Produkt in den einzelnen Sprachen über das Office 365-Portal installieren. Wenn ein Administrator also beispielsweise Office 365 ProPlus auf English (en-us) und Japanisch (ja-jp) installieren möchte, installiert er sowohl die en-us-Version als auch die ja-jp-Version von Office 365 ProPlus. Das Office-Bereitstellungstool ist ein neues herunterladbares Tool für Klick-und-Los, mit dem Administratoren eine lokale Bereitstellung von Klick-und-Los-Produkten ausführen können. Eine entsprechende Beschreibung finden Sie unter Verwalten und Anpassen von Bereitstellungen vom Typ "Klick-und-Los für Office 2013 Preview". Endbenutzer können Office 365 ProPlus in mehreren Sprachen über das Office 365-Portal installieren.

Klick-und-Los für Office 365 ist für 32- und für 64-Bit-Editionen verfügbar. Standardmäßig wird die 32-Bit-Edition von Office installiert, da diese die beste Kompatibilität mit Add-Ins bietet. Für die parallele Installation von 64- und 32-Bit-Editionen von Office wird kein Support bereitgestellt. Dies gilt für alle Anwendungen. Weitere Informationen zur 64-Bit-Edition von Office 2013 finden Sie unter 64-Bit-Editionen von Office 2013.

Im Rahmen des Setups werden folgende Überprüfungen ausgeführt:

  1. Suche nach vorhandenen 32- oder 64-Bit-Installationen von Office.

    Wird das Setup im x86-Ordner (32 Bit) ausgeführt, wird nach Office-Anwendungen mit 64 Bit gesucht. Werden keine Office-Anwendungen mit 64 Bit gefunden, wird die 32-Bit-Edition von Office 2013 installiert. Sind Office-Anwendungen mit 64 Bit installiert, wird eine Fehlermeldung angezeigt, und das Setup kann nicht ausgeführt werden.

    Wird das Setup im x64-Ordner (64 Bit) ausgeführt, wird nach Office-Installationen mit 32 Bit gesucht. Werden keine Office-Installationen mit 32 Bit gefunden, wird die 64-Bit-Edition von Office installiert. Sind Office-Anwendungen mit 32 Bit installiert, wird der Benutzer in einer Fehlermeldung darüber informiert, dass er zunächst die Office-Anwendungen mit 32 Bit deinstallieren muss, um die 64-Bit-Edition von Office installieren zu können. In der Fehlermeldung sind die installierten Office-Anwendungen mit 32 Bit angegeben, die vom Setup ermittelt wurden.

  2. Überprüfung der Betriebssystemanforderungen.

    Die von Office 2013 unterstützten Clientcomputer müssen mindestens über das Betriebssystem Windows 7 verfügen. Windows XP und Windows Vista werden von Office 2013 nicht unterstützt.

  3. Überprüfung des verfügbaren Speicherplatzes.

    Für den Office 2013-Client werden 3,0 Gigabyte (GB) freier Speicherplatz benötigt.

  4. Überprüfung, ob andere Office-Anforderungen erfüllt werden.

Administratoren, die Produkte vom Typ "Klick-und-Los für Office 365" bereitstellen, können das Office-Bereitstellungstool herunterladen. Mit diesem Tool können Administratoren Quellen vom Typ "Klick-und-Los für Office 365" über einen lokalen Ort bereitstellen. Dies ist hilfreich in Situationen, in denen Administratoren die Auslastung des Netzwerks verringern oder aufgrund der Sicherheitsanforderungen des Unternehmens verhindern möchten, dass Benutzer Software über das Internet installieren.

Die Erzwingung von Benutzersoftware- und Computereinstellungen für Klick-und-Los für Office 365 (und Windows Installer-basierte Office-Installationen) erfolgt mithilfe von Gruppenrichtlinien.

Weitere Informationen zur Anpassung von Klick-und-Los finden Sie unter Übersicht über die Klick-und-Los-Anpassung.

Installationen vom Typ "Klick-und-Los für Office 365" werden standardmäßig automatisch aktualisiert. Die neuen Daten werden vom automatischen Updateprozess automatisch im Hintergrund ermittelt und heruntergeladen. Nach Abschluss des Downloadvorgangs werden die Updates im Hintergrund installiert. Die Installation wird jedoch unter Umständen verschoben, falls eine zu aktualisierende Ressource von einer ausgeführten Office-Anwendung verwendet wird. Ist dies der Fall, werden die Updates automatisch angewendet, wenn die Anwendung geschlossen und wieder geöffnet oder vom Benutzer gestartet wird.

Die Updategröße wird so gering wie möglich gehalten, und Updates werden nur heruntergeladen, wenn Änderungen erforderlich sind, um die Installation auf dem neuesten Stand zu halten. Dies wirkt sich positiv auf die Auslastung der Netzwerkbandbreite aus. Updates werden nur ausgeführt, wenn die betroffenen Office-Anwendungen nicht verwendet werden und kein Neustart des Computers erforderlich ist.

Eine Version von Office 365 ProPlus, die die Updates des jeweiligen Monats enthält, kann von der Office 365-Website heruntergeladen werden. Administratoren können automatische Updates deaktivieren, um zu steuern, welche aktualisierten Builds zu welchem Zeitpunkt bereitgestellt werden. Monatliche Updates werden empfohlen. Einige Administratoren benötigen jedoch ggf. mehr Zeit, um den aktualisierten Build in ihrer Umgebung zu testen.

Ein monatlicher Build kann von der Office 365-Website bis zu einem Jahr (12 Monate) lang heruntergeladen werden. Anschließend wird der Build nicht mehr unterstützt. Administratoren müssen prüfen, ob ihre Office 365 ProPlus-Installationen einen unterstützten Build nutzen, der die Updates des letzten Jahres enthält.

Administratoren können das Updateverhalten mithilfe der Datei "Configuration.xml" für Klick-und-Los konfigurieren. Folgende Update-Elementattribute sind verfügbar:

  • Enabled   Bei TRUE werden Updates von Klick-und-Los automatisch ermittelt, heruntergeladen und installiert. Dies ist die Standardeinstellung. Ist Enabled auf FALSE festgelegt, werden von Office keine Updates gesucht, und die installierte Version wird nicht aktualisiert.

  • UpdatePath   Dient zum Angeben eines Pfads (Netzwerk, lokal oder HTTP) für eine Klick-und-Los-Installationsquelle für Updates. Wird UpdatePath nicht oder auf den Sonderwert "Standard" festgelegt, wird die Microsoft Klick-und-Los-Quelle im Internet verwendet.

  • TargetVersion   Kann auf die Buildnummer eines Produkts vom Typ "Klick-und-Los für Office 365" (beispielsweise "15.1.2.3") festgelegt werden. Wenn die Version festgelegt ist, wird von Klick-und-Los für Office 365 im nächsten Aktualisierungszyklus versucht, ein Update auf die angegebene Version auszuführen. Wird TargetVersion nicht oder auf den Sonderwert "Standard" festgelegt, wird von Klick-und-Los für Office 365 ein Update auf die neueste Version ausgeführt, die in der Klick-und-Los-Quelle angekündigt wurde.

Informationen zur Syntax für "Configuration.xml" finden Sie unter Referenz für die Klick-und-Los-Datei "configuration.xml".

In der folgenden Tabelle werden die Ports, Protokolle und URLs aufgeführt, die Klick-und-Los für Office 365 für Downloads, Installation, automatische Updates, Abonnementwartung und Aktivierung verwendet.

Ports, Protokolle und URLs, die von Klick-und-Los verwendet werden

Aktion Protokoll Port URL(s)

Download, Installation über das Portal

Automatische Updates

TCP

80

http://officecdn.microsoft.com

Abonnementwartung

TCP

443

https://ols.officeapps.live.com/olsc

Office 365 ProPlus-Aktivierung

TCP

TCP

TCP

443

80

80

https://activation.sls.microsoft.com

http://crl.microsoft.com/pki/crl/products/MicrosoftProductSecureCommunicationsPCA.crl

http://www.microsoft.com/pki/crl/products/MicrosoftProductSecureCommunicationsPCA.crl

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