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Migrieren von Hyper-V zu Windows Server 2012

Veröffentlicht: August 2012

Letzte Aktualisierung: August 2011

Betrifft: Windows Server 2008 R2, Windows Server 2008 R2 with SP1, Windows Server 2012

Hyper-V bietet Ihnen die Möglichkeit, mit einer in Windows enthaltenen Technologie eine virtualisierte Servercomputerumgebung zu erstellen. Dieses Handbuch enthält Informationen und Anweisungen zur Migration der Hyper-V-Rolle (einschließlich virtueller Computer, Daten und Betriebssystemeinstellungen) von einem Quellserver mit Hyper-V unter einer frühen Windows-Version zu einem Zielserver mit dem Betriebssystem Windows Server® 2012.

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In diesem Handbuch werden die Vorbereitungs-, Migrations- und Überprüfungsschritte für die Migration der Hyper-V-Rolle beschrieben.

Die Migrationsdokumentation und -tools vereinfachen die Migration von Serverrolleneinstellungen und Daten von einem vorhandenen Server zu einem Zielserver unter Windows Server 2012. Mit den in diesem Handbuch beschriebenen Tools können Sie den Migrationsvorgang vereinfachen, die Migration beschleunigen, ihre Genauigkeit verbessern und mögliche Konflikte vermeiden, die andernfalls während der Migration auftreten können. Weitere Informationen zum Installieren und Verwenden der Migrationstools auf den Quell- und Zielservern finden Sie im Handbuch für die Installation, den Zugriff auf und die Deinstallation der Windows Server-Migrationstools.

Dieses Dokument richtet sich an IT-Professionals, die für den Betrieb und die Bereitstellung von Hyper-V in einer verwalteten Umgebung zuständig sind.

Die folgenden Themen werden in diesem Handbuch nicht behandelt, da sie nicht von den Migrationstools unterstützt werden:

  • Clusterszenarien werden nicht von diesem Migrationsprozess unterstützt. Informationen zum Durchführen einer Migration in einer Clusterumgebung finden Sie unter Schrittweise Anleitung zum Migrieren von Clusterdiensten und Anwendungen zu Windows Server 20012.

  • Das Aktualisieren von Rollen auf dem gleichen Computer wird in diesem Handbuch nicht behandelt.

  • Das gleichzeitige Migrieren mehrerer Serverrollen wird nicht behandelt.

  • Das Migrieren von Hyper-V von einem Server unter Windows Server 2012 zu einem anderen Server mit dem gleichen Betriebssystem wird nicht behandelt. Dieser Prozess wird jedoch von mehreren der neuen Hyper-V-Verwaltungstools und -features unterstützt. Der allgemeine Prozess ist wie folgt:

    • Bestimmen Sie, ob Sie einen Export und Import oder eine Livemigration zum Verschieben der virtuellen Computer verwenden. Export und Import können in einer Arbeitsgruppen- oder Domänenumgebung verwendet werden, erfordern jedoch, dass der virtuelle Computer ausgeschaltet ist. Für eine Livemigration sind eine Domänenumgebung und einige Konfigurationen erforderlich, sie ermöglicht aber das Verschieben aktiver virtueller Computer.

    • Fügen Sie die Hyper-V-Rolle dem Zielserver hinzu. Beim Hinzufügen der Rolle können Sie Standardspeicherorte und die Livemigration konfigurieren. Entsprechende Anweisungen finden Sie unter Installieren der Hyper-V-Rolle und Konfigurieren eines virtuellen Computers.

    • Konfigurieren Sie virtuelle Switches und optional andere Netzwerkfeatures auf dem Zielserver. Zu den Verwaltungstools zählen die Cmdlets New-VMSwitch und Set-VMSwitch im Hyper-V-Modul und der Manager für virtuelle Switches im Hyper-V-Manager-Snap-In.

    • Verschieben Sie die virtuellen Computer, indem Sie sie exportieren und importieren oder Livemigrationen durchführen. Zu den Verwaltungstools zählen die Cmdlets Export-VM und Import-VM sowie die Menübefehle Exportieren, Importieren und Verschieben in Hyper-V-Manager. Weitere Informationen zum Verschieben eines virtuellen Computers mithilfe einer Livemigration finden Sie unter Konfigurieren und Verwenden der Livemigration auf nicht in Cluster eingebundenen virtuellen Computern.

  • Eine Liste der im Hyper-V-Modul enthaltenen Cmdlets finden Sie unter http://technet.microsoft.com/library/hh848559.

Dieses Handbuch enthält Anweisungen zum Migrieren eines vorhandenen Servers, auf dem die Hyper-V-Rolle unter einer früheren Windows Server-Version ausgeführt wird, zu einem Server unter Windows Server 2012. Dieses Handbuch enthält keine Anweisungen für die Migration eines Quellservers, der mehrere Rollen ausführt. Wenn mehrere Rollen auf dem Server ausgeführt werden, wird empfohlen, anhand der Informationen in anderen Handbüchern für die Migration von Rollen ein benutzerdefiniertes Migrationsverfahren für die Serverumgebung zu entwickeln. Migrationsanweisungen für weitere Rollen sind im Windows Server-Migrationsportal verfügbar.

CautionVorsicht
Wenn auf dem Quellserver mehrere Rollen ausgeführt werden, können einige der Migrationsschritte in diesem Handbuch (z. B. die Schritte für Computername und IP-Konfiguration) zu Fehlern in anderen auf dem Quellserver ausgeführten Rollen führen.

 

Prozessor des Quellservers Betriebssystem des Quellservers Betriebssystem des Zielservers Prozessor des Zielservers

x64-basiert

Windows Server 2008 mit Service Pack 2, nur vollständige Installation

Windows Server 2012, vollständige Installation und Server Core-Installation

x64-basiert

x64-basiert

Windows Server 2008 R2

Windows Server 2012, vollständige Installation und Server Core-Installation

x64-basiert

x64-basiert

Server Core-Installation von Windows Server 2008 R2

Windows Server 2012, vollständige Installation und Server Core-Installation

x64-basiert

Die in der obigen Tabelle aufgeführten Betriebssystemversionen sind die ältesten unterstützten Kombinationen von Betriebssystemen und Service Packs. Verfügbare neuere Service Packs werden unterstützt. Wenn ein Betriebssystem nicht aufgeführt ist, wird es nicht unterstützt. Das eigenständige Produkt Microsoft Hyper-V Server wird nicht unterstützt.

Die Standard-, Enterprise- und Datacenter-Editionen von Windows Server mit Hyper-V werden als Quell- oder als Zielserver unterstützt.

Eine Migration von einem Quellserver zu einem Zielserver, auf dem ein Betriebssystem mit einer anderen Benutzeroberflächensprache des Systems (d. h. einer anderen installierten Sprache) als der des Quellservers ausgeführt wird, wird nicht unterstützt. Sie können mit den Windows Server-Migrationstools z.°B. keine Rollen, Betriebssystemeinstellungen, Daten oder Freigaben von einem Computer, auf dem Windows Server 2008 mit französischer Benutzeroberflächensprache des Systems ausgeführt wird, zu einem Computer migrieren, auf dem Windows Server 2012 mit deutscher Benutzeroberflächensprache des Systems ausgeführt wird.

noteHinweis
Bei der Benutzeroberflächensprache des Systems handelt es sich um die Sprache des lokalisierten Installationspakets, das zum Einrichten des Windows-Betriebssystems verwendet wurde.

In diesem Abschnitt wird erläutert, welche Konfigurationen und Einstellungen mit den Migrationstools migriert werden können und welche manuell migriert werden müssen. Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung.

 

Konfigurationen und Einstellungen Migrationstyp

Virtueller Computer (Konfiguration und Daten)

Automatisiert, mit den unten angegebenen Ausnahmen

Hyper-V-Einstellungen

Automatisiert

Virtuelle Netzwerkadaptereinstellungen im Verwaltungsbetriebssystem

Automatisiert

Externe virtuelle Netzwerke

Teilweise automatisiert, wie unten beschrieben

Netzwerkeinstellungen für die Warteschlange für virtuelle Computer (Virtual Machine Queue, VMQ)

Automatisiert

Benutzerdefinierte Remoteverwaltungseinstellungen

Manuell

Die folgenden Konfigurationen und Einstellungen können automatisch migriert werden:

  • Most virtual machine configurations. Virtuelle Computer und die zugehörigen Daten werden im Rahmen der Migration verschoben, einige Konfigurationen erfordern jedoch wie unten beschrieben manuelle Eingriffe.

  • Hyper-V settings. Dazu zählen die systemweiten Einstellungen und der Autorisierungsspeicher.

    noteHinweis
    Wenn Sie von einem Quellserver unter Windows Server 2008 R2 migrieren und einen MAC-Adressbereich festgelegt haben, wird dieser Wert ebenfalls automatisch zum Zielserver migriert.

  • Internal and private virtual networks.

  • Virtual network adapter settings in the management operating system. Bei einer Konfiguration, in der Hyper-V einen physischen Netzwerkadapter als Brücke verwendet, über die virtuelle Computer auf ein physisches Netzwerk zugreifen können, wird ein virtueller Netzwerkadapter im Verwaltungsbetriebssystem erstellt, das die Hyper-V-Rolle ausführt. Für diesen virtuellen Netzwerkadapter werden beim Migrationsprozess automatisch die IP-Einstellungen, Bindungen und die MAC-Adresse des virtuellen Netzwerkadapters migriert. Die Verbindung zwischen dem virtuellen Netzwerkadapter und dem physischen Netzwerkadapter muss jedoch wie in den Migrationsschritten beschrieben erneut manuell eingerichtet werden.

  • Virtual machine queue (VMQ) settings for networking.

Die folgenden Konfigurationen und Einstellungen erfordern manuelle Eingriffe, nachdem die Migrationstools verwendet wurden:

  • Firewall settings. Firewalleinstellungen werden auf dem Zielserver anhand der Standardwerte, mit denen Hyper-V installiert ist, neu erstellt. Wenn Sie die Standardwerte für eine der Firewalleinstellungen geändert haben, müssen Sie die gleichen Änderungen auf dem Zielserver vornehmen.

  • External virtual networks. Das Migrationstool erstellt die virtuellen Netzwerke auf dem Zielserver neu, externe virtuelle Netzwerke werden dabei jedoch als interne virtuelle Netzwerke neu erstellt. Sie müssen jedes dieser Netzwerke wie in den Migrationsschritten beschrieben ändern, um es mit dem entsprechenden physischen Netzwerkadapter auf dem Zielserver zu verbinden.

  • VFD and ISO files. Diese Dateien werden nicht migriert, da sie für die Funktion des virtuellen Computers nicht erforderlich sind und nicht von den Import- und Export-Cmdlets unterstützt werden. Um sie für einen migrierten virtuellen Computer verfügbar zu machen, kopieren Sie diese Dateien manuell auf den Zielserver, und verbinden Sie sie dann nach der Migration erneut mit dem virtuellen Computer.

  • Connections to physical disks directly attached to virtual machines. Diese Verbindungen (auch als "Pass-Through-Datenträger" bezeichnet) werden nicht migriert, da die Datenträgerverweise auf dem Zielserver möglicherweise nicht gültig sind. Um einen physischen Datenträger für einen migrierten virtuellen Computer verfügbar zu machen, verbinden Sie den Datenträger wie in den Migrationsschritten beschrieben mit dem Zielserver und dann nach der Migration mit dem virtuellen Computer.

  • Customized remote administration settings. Wenn Sie Hyper-V für Remotezugriff angepasst haben, müssen Sie einige zusätzliche Verfahren ausführen, um die DCOM- und WMI-Namespaceeinstellungen neu zu erstellen. In den Migrationsschritten sind der Punkt, an dem diese Verfahren ausgeführt werden müssen, und ein empfohlenes Tool oder Skript für das Verfahren angegeben.

Die Hyper-V-Rolle ist nicht von anderen Rollen abhängig. Es wird empfohlen, keine anderen Rollen auf einem Server zu installieren, auf dem Hyper-V ausgeführt wird.

Die folgenden Migrationsszenarien werden nicht unterstützt:

  • Gespeicherter Zustand eines virtuellen Computers

  • Die Konfiguration des virtuellen Computers wird unter den folgenden Bedingungen nicht unterstützt:

    • Wenn die für den virtuellen Computer konfigurierte Anzahl von virtuellen Prozessoren größer ist als die Anzahl von logischen Prozessoren auf dem Zielserver

    • Wenn der für einen virtuellen Computer konfigurierte Arbeitsspeicher größer ist als der verfügbare Arbeitsspeicher auf dem Zielserver

  • Konsolidierung physischer Server zu virtuellen Computern oder Konsolidierung mehrerer Hyper-V-Instanzen zu einer Instanz

Bei der Migration der Hyper-V-Rolle werden virtuelle Computer, virtuelle Netzwerke und alle zugehörigen Einstellungen von einem physischen Computer auf einen anderen physischen Computer im Unternehmen verschoben. Der Prozess unterstützt das Verschieben eines Servers mit Hyper-V unter Windows Server® 2008 R2 zu einem Server mit Hyper-V unter Windows Server 2012. Die Hyper-V-Rolle ist nicht von anderen Rollen abhängig.

Zu den Migrationstools zählen Cmdlets, mit denen Sie einige der zum Migrieren der Hyper-V-Rolle erforderlichen Aufgaben ausführen. Das Export-Cmdlet zeichnet den Großteil der Hyper-V-Einstellungen auf, die für eine erfolgreiche Migration erforderlich sind. Dazu zählen die Konfigurationen der virtuellen Computer, virtuellen Netzwerke und virtuellen Festplatten. Die Einstellungen für die DCOM- und WMI-Namespacesicherheit müssen separat migriert werden. Die Anweisungen dazu finden Sie an späterer Stelle des Handbuchs. Auf dem Zielserver werden die virtuellen Computer von den Import-Cmdlets neu erstellt.

Im folgenden Abschnitt werden die Auswirkungen der Migration auf den Quellserver und andere Computer im Unternehmen beschrieben.

Um Konflikte zwischen den virtuellen Computern, die auf dem Quellserver ausgeführt werden, und den virtuellen Computern, die auf dem Zielserver wiederhergestellt werden sollen, zu verhindern, sollte der Quellserver ausgeschaltet oder aus dem Netzwerk entfernt werden, bevor Sie die Import-Cmdlets auf dem Zielserver ausführen. Der Punkt, an dem diese Aufgabe ausgeführt werden muss, ist in den Migrationsschritten in diesem Handbuch angegeben.

Diese Migration wirkt sich möglicherweise auf Computer (virtuell oder physisch) aus, die von Anwendungen oder Arbeitsauslastungen in den bei der Hyper-V-Rollenmigration migrierten virtuellen Computern abhängig sind, da die virtuellen Computer für die Dauer der Migration offline sind. Wenn ein virtueller Computer z. B. eine Datenbank hostet, betrifft die Migration alle Anwendungen im Unternehmen, die auf diese Datenbank zugreifen müssen. Sie müssen diese Ausfallzeit daher entweder als geplante Downtime einplanen oder den Datenverkehr an andere Server umleiten, um die Dienste bereitzustellen.

Das Benutzerkonto, das zum Ausführen der Cmdlets und Tools verwendet wird, muss ein Mitglied der lokalen Administratorgruppe auf dem Quellserver und dem Zielserver sein.

Der erforderliche Zeitaufwand für die Migration der Hyper-V-Rolle hängt von der Größe der übertragenen Daten ab. Von den verschiedenen übertragenen Dateitypen sind die VHD-Dateien am größten (die Größe kann dabei stark variieren). Die erforderliche Dauer hängt von der Größe der VHD-Dateien und der Netzwerkbandbreite ab.

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