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Konfigurieren und Verwalten des Quorums in einem Windows Server 2012-Failovercluster

Veröffentlicht: August 2012

Letzte Aktualisierung: August 2012

Betrifft: Windows Server 2012



Dieses Thema enthält Hintergrundinformationen und Schritte zum Konfigurieren und Verwalten des Quorums in einem Windows Server 2012-Failovercluster.

Inhalt dieses Themas

Übersicht über das Quorum in einem Failovercluster

Übersicht über die Quorumkonfigurationsoptionen

Allgemeine Empfehlungen zur Quorumkonfiguration

Konfigurieren des Clusterquorums

Wiederherstellen eines Clusters durch Starten ohne Quorum

Quorumüberlegungen zu Notfallwiederherstellungskonfigurationen

Das Quorum für einen Cluster wird über die Anzahl der Knoten mit Stimmen bestimmt, die Teil der aktiven Clustermitgliedschaft für diesen Cluster sein müssen, um ordnungsgemäß gestartet oder weiterhin ausgeführt werden zu können. Jeder Knoten im Cluster verfügt standardmäßig über ein einzelnes Quorumvotum. Zusätzlich verfügt ein Quorumzeuge (sofern konfiguriert) über ein weiteres einzelnes Quorumvotum. Sie können für jeden Cluster einen Quorumzeugen konfigurieren. Ein Quorumzeuge kann eine festgelegte Datenträgerressource oder eine Dateifreigaberessource sein. Jedes Element kann eine "Stimme" (Votum) abgeben, um zu bestimmen, ob der Cluster ausgeführt werden kann. Ob der Cluster über das Quorum zur ordnungsgemäßen Funktion verfügt, wird von der Mehrheit der abstimmenden Elemente in der aktiven Clustermitgliedschaft bestimmt.

Um die hohe Verfügbarkeit des Clusters und der auf dem Cluster gehosteten Rollen weiter zu erhöhen, ist es wichtig, dass die Quorumkonfiguration ordnungsgemäß festgelegt ist.

Die Quorumkonfiguration des Clusters hat aus den folgenden Gründen direkte Auswirkungen auf die hohe Verfügbarkeit des Clusters:

  • Sie hilft dabei sicherzustellen, dass der Failovercluster ordnungsgemäß starten oder weiter ausgeführt werden kann, wenn die aktive Clustermitgliedschaft geändert wird. Mitgliedschaftsänderungen können aufgrund des geplanten oder ungeplanten Herunterfahrens von Knoten oder durch Verbindungsunterbrechungen zwischen den Knoten oder dem Clusterspeicher auftreten.

  • Wenn eine Teilmenge der Knoten nicht mit einer anderen Teilmenge von Knoten (ein unterteilter Cluster) kommunizieren kann, stellt die Clusterquorumkonfiguration sicher, dass nur eine der Teilmengen weiterhin als Cluster ausgeführt wird. Die Teilmengen, die über zu wenig Quorumstimmen verfügen, werden nicht länger als Cluster ausgeführt. Die Teilmenge, die über die Mehrheit der Quorumstimmen verfügt, kann weiterhin Clusterrollen hosten. Dadurch wird die Partitionierung des Clusters vermieden, damit eine einzelne Anwendung nicht auf mehreren Partitionen gehostet wird.

  • Durch die Konfiguration einer Zeugenstimme kann der Cluster in bestimmten Konfigurationen einen zusätzlichen Knoten erhalten. Weitere Informationen zur Konfiguration von Quorumzeugen finden Sie unter Zeugenkonfiguration in diesem Thema.

Beachten Sie, dass die vollständige Funktion eines Clusters zusätzlich zu den folgenden Faktoren vom Quorum abhängt:

  • Netzwerkkonnektivität zwischen Clusterknoten

  • Die Kapazität der einzelnen Knoten zum Hosten der Clusterrollen, die auf diesem Knoten bereitgestellt werden

  • Die Prioritätseinstellungen, die für die Clusterrollen konfiguriert werden

Beispielsweise kann ein Cluster, der fünf Knoten besitzt, nach zwei fehlgeschlagenen Knoten ein Quorum erhalten Jeder verbleibende Knoten würde jedoch nur dann Clients versorgen, wenn er über ausreichend Kapazitäten verfügt, um die ihm per Failover zugeordneten Clusterrollen zu unterstützen, und wenn die Rolleneinstellungen die wichtigsten Arbeitsauslastungen priorisiert haben.

Das Quorummodell in Windows Server 2012 ist flexibel. Wenn Sie die Quorumkonfiguration für Ihren Cluster ändern müssen, können Sie dazu den Assistenten zum Konfigurieren des Clusterquorums oder die Windows PowerShell-Cmdlets des Failoverclusters verwenden. Die Optionen der Quorumkonfiguration sind einfacher als die in Windows Server 2008 R2 verfügbaren Optionen. Schritte und Überlegungen zur Quorumkonfiguration finden Sie weiter unten in diesem Thema unter Konfigurieren des Clusterquorums.

In der folgenden Tabelle werden die drei Quorumkonfigurationsoptionen aufgelistet, die im Assistenten zum Konfigurieren des Clusterquorums verfügbar sind.

 

Option Beschreibung

Typische Einstellungen verwenden

Der Cluster weist automatisch jedem Knoten eine Stimme zu und verwaltet die Knotenstimmen dynamisch. Sofern es für Ihren Cluster angemessen ist und freigegebener Clusterspeicher zur Verfügung steht, wählt der Cluster einen Datenträgerzeugen aus. Diese Option wird für die meisten Situationen empfohlen, da die Clustersoftware automatisch eine Quorum- und Zeugenkonfiguration auswählt, die die höchste Verfügbarkeit für den Cluster bietet.

Quorumzeugen hinzufügen oder ändern

Sie können eine Zeugenressource hinzufügen, ändern oder entfernen. Sie können einen Dateifreigabe- oder Datenträgerzeugen konfigurieren. Der Cluster weist automatisch jedem Knoten eine Stimme zu und verwaltet die Knotenstimmen dynamisch.

Erweiterte Quorumkonfiguration und Zeugenauswahl

Wählen Sie diese Option nur aus, wenn für die Konfiguration des Quorums anwendungs- und standortspezifische Anforderungen gelten. Sie können den Quorumzeugen ändern, Knotenstimmen hinzufügen oder entfernen und auswählen, ob der Cluster die Knotenstimmen dynamisch verwalten soll. Standardmäßig werden zu allen Knoten Stimmen zugewiesen, und die Knotenstimmen werden dynamisch verwaltet.

In Abhängigkeit von der gewählten Quorumkonfigurationsoption und Ihren spezifischen Einstellungen wird der Cluster in einem der folgenden Quorummodi konfiguriert:

 

Modus Beschreibung

Knotenmehrheit (kein Zeuge)

Nur Knoten haben Stimmen. Es wird kein Quorumzeuge konfiguriert. Das Clusterquorum entspricht der Mehrheit der abstimmenden Knoten in der aktiven Clustermitgliedschaft.

Keine Mehrheit mit Zeuge (Datenträger oder Dateifreigabe)

Knoten haben Stimmen. Zusätzlich hat ein Quorumzeuge eine Stimme. Das Clusterquorum entspricht der Mehrheit der abstimmenden Knoten in der aktiven Clustermitgliedschaft plus einer Zeugenstimme.

Ein Quorumzeuge kann ein festgelegter Datenträgerzeuge oder ein Dateifreigabezeuge sein.

Keine Mehrheit (nur Datenträgerzeuge)

Knoten haben keine Stimmen. Nur ein Datenträgerzeuge hat eine Stimme. Das Clusterquorum wird über den Status des Datenträgerzeugen bestimmt.

Der Cluster verfügt über das Quorum, wenn ein Knoten verfügbar ist und mit einem bestimmten Datenträger im Clusterspeicher kommuniziert. Im Allgemeinen wird dieser Modus nicht empfohlen und er sollte nicht ausgewählt werden, da er für den Cluster einen einzelnen Fehlerpunkt erzeugt.

Weitere Informationen zu den erweiterten Einstellungen für die Quorumkonfiguration finden Sie in den folgenden Teilabschnitten:

Im Allgemeinen sollten die abstimmenden Elemente im Cluster beim Konfigurieren eines Quorums eine ungerade Anzahl ergeben. Wenn der Cluster daher eine gerade Anzahl von abstimmenden Knoten enthält, sollten Sie einen Datenträgerzeugen oder einen Dateifreigabezeugen konfigurieren. Der Cluster ist in der Lage, einen zusätzlichen Knoten inaktiv zu halten. Zudem kann der Cluster durch das Hinzufügen einer Zeugenstimme die Ausführung fortsetzen, wenn die Hälfte der Clusterknoten gleichzeitig ausfällt oder deren Verbindung unterbrochen bzw. getrennt wird.

Ein Datenträgerzeuge wird in der Regel empfohlen, wenn der Datenträger für alle Knoten angezeigt wird. Ein Dateifreigabezeuge wird empfohlen, wenn Sie die Notfallwiederherstellung mit repliziertem Speicher für mehrere Standorte berücksichtigen müssen. Das Konfigurieren eines Datenträgerzeugen mit repliziertem Speicher ist nur möglich, wenn der Speicheranbieter den Lese-/Schreibzugriff auf den replizierten Speicher von allen Standorten aus unterstützt.

Die folgende Tabelle enthält zusätzliche Informationen und Überlegungen zu den Quorumzeugentypen.

 

Zeugentyp Beschreibung Anforderungen und Empfehlungen

Datenträgerzeuge

  • Dedizierte LUN, die eine Kopie der Clusterdatenbank speichert

  • Besonders für Cluster mit freigegebenem (nicht repliziertem) Speicher geeignet

  • Die Größe der LUN muss mindestens 512 MB betragen

  • Muss für die Clusterverwendung dediziert sein und darf keiner Clusterrolle zugewiesen werden

  • Muss in den Clusterspeicher einbezogen werden und die Speichervalidierungstests bestehen

  • Darf kein Datenträger sein, der ein freigegebenes Clustervolume (CSV) ist

  • Einfacher Datenträger mit einzelnem Volume

  • Laufwerksbuchstabe ist nicht erforderlich

  • Formatierung mit NTFS oder ReFS zulässig

  • Kann für die Fehlertoleranz optional mit Hardware-RAID konfiguriert werden

  • Sollte von Sicherungen und Antivirenscans ausgeschlossen werden

Dateifreigabezeuge

  • SMB-Dateifreigabe, die auf einem Dateiserver konfiguriert ist, der Windows Server ausführt

  • Speichert keine Kopie der Clusterdatenbank

  • Verwaltet Clusterinformationen nur in der Datei "witness.log"

  • Besonders für Cluster mit repliziertem Speicher für mehrere Standorte geeignet

  • Es sind mindestens 5 MB freier Speicherplatz erforderlich

  • Muss dem einzelnen Cluster zugeteilt und nicht zum Speichern von Benutzer- oder Anwendungsdaten verwendet werden

  • Schreibberechtigungen müssen für das Computerobjekt für den Clusternamen aktiviert sein

Nachfolgend sind weitere Überlegungen zu einem Dateiserver aufgeführt, der den Dateifreigabezeugen hostet:

  • Ein einzelner Dateiserver mit Dateifreigabezeugen kann für mehrere Cluster konfiguriert werden.

  • Der Dateiserver muss sich an einem Standort befinden, der von der Clusterarbeitsauslastung getrennt ist. Dadurch haben alle Clusterstandorte bei einer Unterbrechung der Netzwerkkommunikation zwischen den Standorten dieselbe Chance, diesen Zwischenfall zu überstehen. Wenn sich der Dateiserver am gleichen Standort befindet, wird der Standort zum primären Standort. Dies ist dann der einzige Standort, der auf die Dateifreigabe zugreifen kann.

  • Der Dateiserver kann auf einem virtuellen Computer ausgeführt werden, wenn der virtuelle Computer nicht auf demselben Cluster gehostet wird, der den Dateifreigabezeugen verwendet.

  • Der Dateiserver kann auf einem separaten Failovercluster konfiguriert werden, um eine hohe Verfügbarkeit zu bieten.

In Windows Server 2012 können Sie als erweiterte Quorumkonfigurationsoption die Quorumstimmen auf Knotenbasis zuweisen oder entfernen. Standardmäßig werden allen Knoten Stimmen zugewiesen. Unabhängig von der Stimmenzuweisung funktionieren alle Knoten im Cluster weiterhin. Zudem erhalten sie weiterhin Clusterdatenbankupdates und können Anwendungen hosten.

Möglicherweise möchten Sie die Stimmen von Knoten in bestimmten Notfallwiederherstellungskonfigurationen entfernen. Bei einem Cluster mit mehreren Standorten könnten Sie z. B. Stimmen von den Knoten am Sicherungsstandort entfernen, damit sich diese Knoten nicht auf die Quorumberechnungen auswirken. Diese Konfiguration wird nur für standortübergreifende manuelle Failover empfohlen. Weitere Informationen finden Sie weiter unten in diesem Thema unter Quorumüberlegungen zu Notfallwiederherstellungskonfigurationen.

Die konfigurierte Stimme eines Knotens kann durch Überprüfen der allgemeinen NodeWeight-Eigenschaft des Clusterknotens mithilfe des Get-ClusterNode-Cmdlets von Windows PowerShell bestätigt werden. Der Wert 0 gibt an, dass für den Knoten keine Quorumstimme konfiguriert ist. Der Wert 1 gibt an, dass die Quorumstimme des Knotens zugewiesen wurde und sie vom Cluster verwaltet wird. Weitere Informationen zur Verwaltung von Knotenstimmen finden Sie unter Dynamische Quorumverwaltung in diesem Thema.

Die Stimmenzuweisung für alle Clusterknoten kann mithilfe des Validierungstests Clusterquorum überprüfen überprüft werden.

Weitere Überlegungen

  • Die Knotenvotumszuweisung wird nicht empfohlen, um eine ungerade Anzahl von abstimmenden Knoten zu erzwingen. Stattdessen müssen Sie einen Datenträgerzeugen oder einen Dateifreigabezeugen konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie in diesem Thema unter Zeugenkonfiguration.

  • Wenn die dynamische Quorumverwaltung aktiviert ist, können die Stimmen nur für Knoten dynamisch zugewiesen oder entfernt werden, die für die Zuweisung von Knotenstimmen konfiguriert sind. Weitere Informationen finden Sie weiter unten in diesem Thema unter Dynamische Quorumverwaltung.

In Windows Server 2012 können Sie als erweiterte Quorumkonfigurationsoption die dynamische Quorumverwaltung nach Clustern aktivieren. Wenn diese Option aktiviert ist, verwaltet der Cluster die Votumszuweisung zu Knoten auf Basis des Status der einzelnen Knoten dynamisch. Stimmen werden automatisch von Knoten entfernt, die die aktive Clustermitgliedschaft verlassen. Zudem wird eine Stimme automatisch zugewiesen, wenn sich ein Knoten dem Cluster erneut anschließt. Die dynamische Quorumverwaltung ist standardmäßig aktiviert.

noteHinweis
Mit der dynamischen Quorumverwaltung wird die Mehrheit des Clusterquorums über den Satz von Knoten bestimmt, die jederzeit aktive Mitglieder des Clusters sind. Dies ist ein wichtiger Unterschied zum Clusterquorum in Windows Server 2008 R2, bei dem die Quorummehrheit auf Basis der anfänglichen Clusterkonfiguration feststehend ist.

Bei der dynamischen Quorumverwaltung ist es außerdem für Cluster möglich, dass sie auf dem letzten verbleibenden Clusterknoten ausgeführt werden können. Durch die dynamische Anpassung der Anforderungen an die Quorummehrheit kann der Cluster das fortlaufende Herunterfahren von Knoten für einen einzelnen Knoten fortsetzen.

Die zu Clustern zugewiesene dynamische Stimme eines Knotens kann mithilfe der allgemeinen DynamicWeight-Eigenschaft des Clusterknotens unter Verwendung des Get-ClusterNode-Cmdlets von Windows PowerShell überprüft werden. Der Wert 0 gibt an, dass der Knoten keine Quorumstimme besitzt. Der Wert 1 gibt an, dass der Knoten eine Quorumstimme besitzt.

Die Stimmenzuweisung für alle Clusterknoten kann mithilfe des Validierungstests Clusterquorum überprüfen überprüft werden.

Weitere Überlegungen

  • Die dynamische Quorumverwaltung gestattet es dem Cluster nicht, dass die Mehrheit der abstimmenden Mitglieder gleichzeitig einen Fehler erhält. Damit die Ausführung fortgesetzt werden kann, muss der Cluster beim Herunterfahren eines Clusters oder bei einem Fehler immer über die Quorummehrheit verfügen.

  • Falls Sie die Stimme eines Knotens explizit entfernt haben, kann sie vom Cluster nicht dynamisch hinzugefügt oder entfernt werden.

Die Clustersoftware konfiguriert das Quorum für einen neuen Cluster auf Basis der Anzahl der konfigurierten Knoten und der Verfügbarkeit von freigegebenen Speicher automatisch. Dies ist im Allgemeinen die am besten geeignete Quorumkonfiguration für diesen Cluster. Es ist jedoch eine gute Idee, die Quorumkonfiguration zu überprüfen, nachdem der Cluster erstellt wurde und bevor der Cluster in der Produktionsumgebung eingesetzt wird. Sie können die ausführliche Clusterquorumkonfiguration mithilfe des Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten oder mit dem Test-Cluster Windows PowerShell-Cmdlet anzeigen, um den Test Quorumkonfiguration überprüfen auszuführen. Im Failovercluster-Manager wird die Standardquorumkonfiguration in den zusammenfassenden Informationen für den ausgewählten Cluster angezeigt. Sie können auch die Informationen zu den Quorumressourcen überprüfen, die beim Ausführen des Get-ClusterQuorum-Windows PowerShell-Cmdlets zurückgegeben werden.

Sie können den Test Quorumkonfiguration überprüfen jederzeit ausführen, um zu überprüfen, ob die Quorumkonfiguration für Ihren Cluster optimal geeignet ist. Die Testausgabe gibt die optimalen Einstellungen an. Zudem weist die darauf hin, ob eine Änderung an der Quorumkonfiguration empfohlen wird. Wenn eine Änderung empfohlen wird, können Sie die empfohlenen Einstellungen mithilfe des Assistenten zum Konfigurieren des Clusterquorums anwenden.

Ändern Sie die Quorumkonfiguration nicht nachdem der Cluster in der Produktionsumgebung eingesetzt wurde, sofern Sie nicht ermittelt haben, dass die Änderung für Ihren Cluster angemessen ist. In folgenden Situationen können Sie eine Änderung der Quorumkonfiguration erwägen:

  • Hinzufügen oder Entfernen von Knoten

  • Hinzufügen oder Entfernen von Speicher

  • Bei langfristigen Knoten- oder Zeugenfehlern

  • Wiederherstellung eines Clusters in einem Notfallwiederherstellungsszenario mit mehreren Standorten

Weitere Informationen zum Überprüfen eines Failoverclusters finden Sie unter Überprüfen der Hardware für einen Failovercluster.

Sie können die Clusterquorumeinstellungen mithilfe des Failovercluster-Managers oder über die Windows PowerShell-Cmdlets für Failover konfigurieren.

ImportantWichtig
In der Regel ist die Quorumkonfiguration am besten geeignet, die vom Assistenten zum Konfigurieren des Clusterquorums empfohlen wird. Es wird empfohlen, dass Sie die Quorumkonfiguration nur anpassen, wenn Sie ermittelt haben, dass die Änderung für den Cluster angemessen ist. Weitere Informationen finden Sie in diesem Thema unter Allgemeine Empfehlungen zur Quorumkonfiguration.

Die erforderlichen Mindestberechtigungen zur Ausführung dieses Vorgangs ist die Mitgliedschaft in der lokalen Gruppe Administratoren auf den einzelnen Clusterservern oder eine gleichwertige Mitgliedschaft. Das verwendete Konto muss zudem ein Domänenbenutzerkonto sein.

noteHinweis
Sie können die Clusterquorumkonfiguration ändern, ohne den Cluster zu beenden oder die Clusterressourcen offline zu stellen.

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager den zu ändernden Cluster aus, oder geben Sie ihn an.

  2. Klicken Sie nach der Auswahl des Clusters unter Aktionen auf Weitere Aktionen, und klicken Sie dann auf Clusterquorumeinstellungen konfigurieren. Der Assistent zum Konfigurieren des Clusterquorums wird angezeigt. Klicken Sie auf Weiter.

  3. Wählen Sie auf der Seite Quorumkonfigurationsoption auswählen eine der drei verfügbaren Konfigurationsoptionen aus, und führen Sie dann die Schritte für diese Option aus. Bevor Sie die Quorumeinstellungen konfigurieren, können Sie Ihre Auswahl überprüfen. Weitere Informationen zu diesen Optionen finden Sie in diesem Thema unter Übersicht über das Quorum in einem Failovercluster.

    • Klicken Sie auf Typische Einstellungen verwenden, und schließen Sie den Assistenten ab, um es dem Cluster zu gestatten, die Quorumeinstellungen automatisch zurückzusetzen, die für Ihre aktuelle Clusterkonfiguration optimal sind.

    • Klicken Sie auf Quorumzeugen hinzufügen oder ändern, und führen Sie dann die folgenden Schritte aus, um den Quorumzeugen hinzuzufügen oder zu ändern. Weitere Informationen und Überlegungen zum Konfigurieren eines Quorumzeugen finden Sie in diesem Thema unter Zeugenkonfiguration.

      1. Wählen Sie auf der Seite Quorumzeugen auswählen eine Option zum Konfigurieren eines Datenträgerzeugen oder eines Dateifreigabezeugen aus. Der Assistent zeigt die Zeugenauswahloptionen an, die für Ihren Cluster empfohlen werden.

        noteHinweis
        Sie können auch die Option Keinen Quorumzeugen konfigurieren auswählen und dann den Assistenten abschließen. Wenn Sie über eine gerade Anzahl von abstimmenden Knoten in Ihrem Cluster verfügen, ist dies möglicherweise nicht die empfohlene Konfiguration.

      2. Wenn Sie die Option zum Konfigurieren eines Datenträgerzeugen auswählen, wählen Sie auf der Seite Speicherzeugen konfigurieren das Speichervolume aus, das Sie als Datenträgerzeugen zuweisen möchten, und schließen Sie dann den Assistenten ab.

      3. Wenn Sie die Option zum Konfigurieren eines Dateifreigabezeugen auswählen, geben Sie auf der Seite Dateifreigabezeugen konfigurieren eine Dateifreigabe ein, oder navigieren Sie zu dieser Freigabe, die als Zeugenressource verwendet wird, und schließen Sie dann den Assistenten ab.

    • Klicken Sie auf Erweiterte Quorumkonfiguration und Zeugenauswahl, und führen Sie dann die folgenden Schritte aus, um die Einstellungen für die Quorumverwaltung zu konfigurieren und den Quorumzeugen hinzuzufügen bzw. zu ändern. Weitere Informationen und Überlegungen zu den erweiterten Quorumkonfigurationseinstellungen finden Sie in diesem Thema unter Knotenvotumszuweisung und Dynamische Quorumverwaltung.

      1. Wählen Sie auf der Seite Votierungskonfiguration auswählen eine Option zum Zuweisen von Stimmen zu Knoten aus. Standardmäßig wird allen Knoten eine Stimme zugewiesen. In bestimmten Szenarien können Sie Stimmen jedoch nur zu einer Teilmenge von Knoten zuweisen.

        noteHinweis
        Sie können auch die Option Keine Knoten auswählen. Dies wird im Allgemeinen nicht empfohlen, da es den Knoten dadurch nicht gestattet ist, an der Quorumabstimmung teilzunehmen. Zudem erfordert sie die Konfiguration eines Datenträgerzeugen. Der Datenträgerzeuge wird für den Cluster zu einem einzelnen Fehlerpunkt.

      2. Auf der Seite Quorumverwaltung konfigurieren können Sie die Option Die Zuordnung von Knotenvoten kann vom Cluster dynamisch verwaltet werden aktivieren oder deaktivieren. Durch die Auswahl dieser Option wird die Verfügbarkeit des Clusters im Allgemeinen erhöht. Die Option ist standardmäßig aktiviert, und es wird dringend empfohlen, diese Option nicht zu deaktivieren. Mithilfe dieser Option kann der Cluster in Fehlerszenarien weiterhin ausgeführt werden, die nicht möglich sind, wenn diese Option deaktiviert ist.

      3. Wählen Sie auf der Seite Quorumzeugen auswählen eine Option zum Konfigurieren eines Datenträgerzeugen oder eines Dateifreigabezeugen aus. Der Assistent zeigt die Zeugenauswahloptionen an, die für Ihren Cluster empfohlen werden.

        noteHinweis
        Sie können auch die Option Keinen Quorumzeugen konfigurieren auswählen und dann den Assistenten abschließen. Wenn Sie über eine gerade Anzahl von abstimmenden Knoten in Ihrem Cluster verfügen, ist dies möglicherweise nicht die empfohlene Konfiguration.

      4. Wenn Sie die Option zum Konfigurieren eines Datenträgerzeugen auswählen, wählen Sie auf der Seite Speicherzeugen konfigurieren das Speichervolume aus, das Sie als Datenträgerzeugen zuweisen möchten, und schließen Sie dann den Assistenten ab.

      5. Wenn Sie die Option zum Konfigurieren eines Dateifreigabezeugen auswählen, geben Sie auf der Seite Dateifreigabezeugen konfigurieren eine Dateifreigabe ein, oder navigieren Sie zu dieser Freigabe, die als Zeugenressource verwendet wird, und schließen Sie dann den Assistenten ab.

  4. Klicken Sie auf Weiter. Bestätigen Sie Ihre Auswahlseite, die angezeigt wird, und klicken Sie dann auf Weiter.

Nach dem Ausführen des Assistenten wird die Seite Zusammenfassung angezeigt. Wenn Sie einen Bericht über die vom Assistenten durchgeführten Aufgaben anzeigen möchten, klicken Sie auf Bericht anzeigen. Der neueste Bericht verbleibt mit dem Namen QuorumConfiguration.mht im Ordner systemroot\Cluster\Reports.

noteHinweis
Nachdem Sie das Clusterquorum konfiguriert haben, wird empfohlen, dass Sie den Test Quorumkonfiguration überprüfen ausführen, um die aktualisierten Quorumeinstellungen zu überprüfen.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

In den folgenden Beispielen wird gezeigt, wie Sie das Set-ClusterQuorum-Cmdlet und andere Windows PowerShell-Cmdlets zum Konfigurieren des Clusterquorums verwenden.

Im folgenden Beispiel wird die Quorumkonfiguration für Cluster CONTOSO-FC1 in eine Konfiguration mit einfacher Knotenmehrheit ohne Quorumzeugen geändert.

Set-ClusterQuorum –Cluster CONTOSO-FC1 -NodeMajority

Im folgenden Beispiel wird die Quorumkonfiguration auf dem lokalen Cluster in eine Knotenmehrheit mit Zeugenkonfiguration geändert. Die Datenträgerressourcen namens Cluster Disk 2 wird als Datenträgerzeuge konfiguriert.

Set-ClusterQuorum -NodeAndDiskMajority "Cluster Disk 2"

Im folgenden Beispiel wird die Quorumkonfiguration auf dem lokalen Cluster in eine Knotenmehrheit mit Zeugenkonfiguration geändert. Die Dateifreigaberessource namens \\CONTOSO-FS\fsw wird als Dateifreigabezeuge konfiguriert.

Set-ClusterQuorum -NodeAndFileShareMajority "\\fileserver\fsw"

Im folgenden Beispiel wird die Quorumstimme von Knoten ContosoFCNode1 auf dem lokalen Cluster entfernt.

(Get-ClusterNode ContosoFCNode1).NodeWeight=0

Im folgenden Beispiel wird die Quorumstimme zum Knoten ContosoFCNode1 auf dem lokalen Cluster hinzugefügt.

(Get-ClusterNode ContosoFCNode1).NodeWeight=1

Im folgenden Beispiel wird die DynamicQuorum-Eigenschaft des Clusters CONTOSO-FC1 aktiviert (wenn diese zuvor deaktiviert war):

(Get-Cluster CONTOSO-FC1).DynamicQuorum=1

Ein Cluster ohne ausreichende Anzahl von Quorumstimmen wird nicht gestartet. Als ersten Schritt sollten Sie immer die Clusterquorumkonfiguration bestätigen und untersuchen, warum der Cluster das Quorum verloren hat. Dies kann vorkommen, wenn Sie über nicht reagierende Knoten verfügen. Es kann auch auftreten, wenn der primäre Standort bei einem Cluster mit mehreren Standorten nicht erreichbar ist. Nachdem Sie die Hauptursache für den Clusterfehler ermittelt haben, können Sie die in diesem Abschnitt beschriebenen Wiederherstellungsschritte ausführen.

noteHinweis
  • Wenn der Clusterdienst aufgrund eines verlorenen Quorums beendet wird, wird Ereignis-ID 1177 im Systemprotokoll angezeigt.

  • Die Ursache für ein verlorenes Clusterquorum muss immer ermittelt werden.

  • Bevorzugt sollte der Knoten oder Quorumzeuge in einen fehlerfreien Status (zum Cluster hinzugefügt) versetzt werden, anstatt den Cluster ohne Zeugen zu starten.

Nachdem Sie ermittelt haben, dass Ihr Cluster nicht wiederhergestellt werden kann, indem Sie die Knoten oder den Quorumzeugen in einen fehlerfreien Status versetzen, ist es erforderlich, den Start des Clusters zu erzwingen. Durch den erzwungenen Start des Clusters werden die Einstellungen Ihrer Clusterquorumkonfiguration außer Kraft gesetzt und der Cluster im Modus ForceQuorum gestartet.

Der erzwungene Start eines Clusters ohne Quorum ist möglicherweise besonders hilfreich für Cluster mit mehreren Standorten. Betrachten Sie ein Notfallwiederherstellungsszenario mit einem Cluster, der separat angeordnete primäre Standorte und Sicherungsstandorte, SiteA und SiteB, enthält. Wenn bei SiteA ein ernsthafter Notfall eintritt, könnte es sehr lange dauern, bis der Standort wieder online ist. Sie würden dann für SiteB sicherlich erzwingen wollen, dass dieser Standort online gestellt wird, auch wenn er kein Quorum besitzt.

Wenn ein Cluster im ForceQuorum-Modus gestartet wird und er ausreichend Quorumstimmen zurückgewonnen hat, verlässt der Cluster automatisch den erzwungenen Status und verhält sich normal. Daher ist es nicht erforderlich, den Cluster erneut normal zu starten. Wenn der Cluster einen Knoten und dann das Quorum verliert, wird er offline gestellt, da er sich nicht mehr im erzwungenen Status befindet. Damit der Cluster ohne Quorum erneut online gestellt werden kann, erfordert einen erzwungenen Start des Clusters ohne Quorum.

ImportantWichtig
  • Nachdem der Start eines Clusters erzwungen wurde, verfügt der Administrator über die vollständige Kontrolle über den Cluster.

  • Der Cluster verwendet die Clusterkonfiguration auf dem Knoten, auf dem der Start des Clusters erzwungen wurde und repliziert ihn auf alle anderen Knoten, die verfügbar sind.

  • Durch den erzwungenen Start des Clusters ohne Quorum werden alle Quorumkonfigurationseinstellungen ignoriert, während der Cluster im Modus ForceQuorum verbleibt. Dies umfasst bestimmte Knotenvotumszuweisungen und Einstellungen für die dynamische Quorumverwaltung.

Nachdem Sie den erzwungenen Start des Clusters auf einem Knoten ausgeführt haben, ist es erforderlich, alle verbleibenden Knoten im Cluster mit einer Einstellung zu starten, um das Quorum zu verhindern. Ein Knoten, der mit einer Einstellung gestartet wurde, die das Quorum verhindert, zeigt dem Clusterdienst an, dass die Zuordnung zu einem vorhandenen aktiven Cluster erfolgen soll, anstatt eine neue Clusterinstanz zu erzeugen. Dadurch wird verhindert, dass die verbleibenden Knoten einen unterteilten Cluster bilden, der zwei konkurrierende Instanzen enthält.

Dies ist erforderlich, wenn Sie Ihren Cluster in einigen Notfallwiederherstellungsszenarien mit mehreren Standorten wiederherstellen müssen, nachdem Sie den erzwungenen Start des Clusters an Ihrem Sicherungsstandort, SiteB, ausgeführt haben. Um den Cluster mit dem erzwungenen Start am Standort SiteB hinzuzufügen, müssen die Knoten am primären Standort, SiteA, mit verhindertem Quorum gestartet werden.

ImportantWichtig
Nach dem erzwungenen Start eines Clusters auf einem Knoten wird empfohlen, dass Sie die verbleibenden Knoten immer mit verhindertem Quorum starten.

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager den wiederherzustellenden Cluster aus, oder geben Sie ihn an.

  2. Klicken Sie mit ausgewähltem Cluster unter Aktionen auf Clusterstart erzwingen.

    Der Failovercluster-Manager erzwingt den Start des Clusters auf allen erreichbaren Knoten. Der Cluster verwendet beim Starten die aktuelle Clusterkonfiguration.

    noteHinweis
    • Sie müssen die Windows PowerShell-Cmdlets oder ähnliche Befehlszeilentools verwenden, die im Anschluss an dieses Verfahren vorgestellt werden, um den Start des Clusters auf einem bestimmten Knoten zu erzwingen, der eine Clusterkonfiguration enthält, die Sie verwenden möchten.

    • Wenn Sie den Failover-Manager verwenden, um die Verbindung zu einem Cluster mit erzwungenem Start herzustellen, und Sie die Aktion Clusterdienst starten verwenden, um einen Knoten zu starten, dann wird der Knoten automatisch mit der Einstellung gestartet, die das Quorum verhindert.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Im folgenden Beispiel wird gezeigt, wie das Start-ClusterNode-Cmdlet verwendet wird, um den Start des Clusters auf dem Knoten ContosoFCNode1 zu erzwingen.

Start-ClusterNode –Node ContosoFCNode1 –FQ

Alternativ können Sie den folgenden Befehl lokal auf dem Knoten eingeben:

Net Start ClusSvc /FQ

Im folgenden Beispiel wird gezeigt, wie das Start-ClusterNode-Cmdlet verwendet wird, um den Clusterdienst mit dem auf Knoten ContosoFCNode1 verhinderten Quorum zu starten.

Start-ClusterNode –Node ContosoFCNode1 –PQ

Alternativ können Sie den folgenden Befehl lokal auf dem Knoten eingeben:

Net Start ClusSvc /PQ

In diesem Abschnitt werden die Merkmale und Quorumkonfigurationen für zwei Clusterkonfigurationen mit mehreren Standorten für Notfallwiederherstellungsbereitstellungen zusammengefasst. Die Anweisungen zur Quorumkonfiguration unterscheiden sich in Abhängigkeit davon, ob für Arbeitsauslastungen zwischen den Standorten ein automatischer oder manueller Failover erforderlich ist. Ihre Konfiguration hängt normalerweise von den in Ihrer Organisation vorhandenen Vereinbarungen zum Servicelevel (SLAs) ab, um Clusterarbeitsauslastungen bei einem Fehler oder Notfall an einem Standort bereitzustellen und zu unterstützen.

In dieser Konfiguration besteht der Cluster aus zwei oder mehr Standorten, die Clusterrollen hosten können. Wenn an einem Standort ein Fehler auftritt, wird für die anderen Standorte ein automatischer Failover erwartet. Daher muss das Clusterquorum konfiguriert werden, damit ein beliebiger Standort einen vollständigen Standortfehler aushalten kann.

In der folgenden Tabelle sind die Überlegungen und Empfehlungen für diese Konfiguration zusammengefasst.

 

Element Beschreibung

Anzahl von Knotenstimmen pro Standort

Sollte gleich sein

Knotenvotumszuweisung

Knotenstimmen sollten nicht entfernt werden, da alle Knoten gleich wichtig sind

Dynamische Quorumverwaltung

Sollte aktiviert sein

Zeugenkonfiguration

Es wird ein Dateifreigabezeuge empfohlen, der an einem Standort konfiguriert ist, der sich von Clusterstandorten unterscheidet

Arbeitsauslastungen

Arbeitsauslastungen können an einem beliebigen Standort konfiguriert werden

Weitere Überlegungen

  • Das Konfigurieren eines Dateifreigabezeugen an einem separaten Standort ist erforderlich, damit jeder Standort die gleichen Überlebenschancen erhält. Weitere Informationen finden Sie in diesem Thema unter Zeugenkonfiguration.

In dieser Konfiguration besteht der Cluster aus einem primären Standort, SiteA, und einem Sicherungsstandort (Wiederherstellungsstandort), SiteB. Clusterrollen werden am Standort SiteA gehostet. Wenn auf allen Knoten in SiteA ein Fehler auftritt, beendet der Cluster aufgrund der Clusterquorumkonfiguration seine Funktion. In diesem Szenario muss der Administrator einen manuellen Failover für die Clusterdienste zum Standort SiteB durchführen und weitere Schritte zum Wiederherstellen des Clusters ausführen.

In der folgenden Tabelle sind die Überlegungen und Empfehlungen für diese Konfiguration zusammengefasst.

 

Element Beschreibung

Anzahl von Knotenstimmen pro Standort

Abweichung möglich

Knotenvotumszuweisung

  • Knotenstimmen sollten nicht von Knoten am primären Standort, SiteA, entfernt werden.

  • Knotenstimmen sollten von Knoten am Sicherungsstandort, SiteB, entfernt werden.

  • Wenn am Standort SiteA ein langfristiger Ausfall eintritt, müssen die Stimmen zu Knoten am Standort SiteB zugewiesen werden, um im Rahmen der Wiederherstellung eine Quorummehrheit an diesem Standort zu aktivieren.

Dynamische Quorumverwaltung

Sollte aktiviert sein

Zeugenkonfiguration

  • Konfigurieren eines Zeugen bei ungerader Anzahl der Knoten am Standort SiteA

  • Wenn ein Zeuge erforderlich ist, konfigurieren Sie entweder einen Dateifreigabezeugen oder einen Datenträgerzeugen, auf den nur Knoten am Standort SiteA zugreifen können (gelegentlich als asymmetrischer Datenträgerzeuge bezeichnet).

Arbeitsauslastungen

Verwenden bevorzugter Besitzer, damit Arbeitsauslastungen auf Knoten von Standort SiteA erhalten bleiben

Weitere Überlegungen

  • Nur die Knoten am Standort SiteA werden anfänglich mit Quorumstimmen konfiguriert. Dies ist erforderlich, um sicherzustellen, dass sich der Status der Knoten am Standort SiteB nicht auf das Clusterquorum auswirkt.

  • Die Wiederherstellungsschritte können in Abhängigkeit davon abweichen, ob Standort SiteA einen temporären oder einen langfristigen Fehler aushält.

Siehe auch

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