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Dynamisches Update und die damit verbundene Internetkommunikation in Windows 8 und Windows Server 2012

Veröffentlicht: August 2012

Letzte Aktualisierung: August 2012

Betrifft: Windows 8, Windows Server 2012

Inhalt dieses Abschnitts

Vorteile und Zweck des dynamischen Updates

Übersicht: Verwenden des dynamischen Updates in einer verwalteten Umgebung

Kommunikation des dynamischen Updates mit Websites im Internet

Steuern des dynamischen Updates zur Beschränkung des Informationsflusses in das bzw. aus dem Internet

In diesem Abschnitt wird erläutert, wie das dynamische Update über das Internet kommuniziert und welche Schritte unternommen werden können, um die Kommunikation in einer Organisation mit vielen Benutzern zu beschränken, zu steuern oder zu verhindern.

Beim dynamischen Update kann das Setup eine Prüfung auf neue Setupdateien (sowie Treiber und andere Dateien) durchführen, wenn Sie einen Computer mit einem vorhandenen Betriebssystem starten (z. B. Windows 7) und das Setup für Windows 8 dann über dieses Betriebssystem ausführen.

noteHinweis
Wenn Sie einen Netzwerkstart durchführen, z. B. über einen Computer mit PXE (Pre-Boot Execution Environment), und dann das Setup für Windows 8 ausführen, erfolgt das dynamische Update nicht. Wenn Sie einen Computer mit einer Windows Preinstallation Environment (Windows PE) starten, tritt das dynamische Update auch bei Verwendung von Medien ebenfalls nicht auf.

Bei einer interaktiven Installation wird die Person, die Windows Server 2012 bzw. Windows 8 installiert, aufgefordert auszuwählen, ob das dynamische Update zulässig sein soll. Bei einer unbeaufsichtigten Installation mit einer Antwortdatei kann über einen Eintrag in der Antwortdatei gesteuert werden, ob das dynamische Update erfolgen soll.

Mit der Verwendung des dynamischen Updates wird der Aufwand verringert, der in Bezug auf das Anwenden von Patches auf neu installierte Systeme anfällt. Außerdem wird die Ausführung des Setups mit Hardware vereinfacht, die sonst dazu führen würde, dass der Vorgang nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann.

noteHinweis
Beim ersten Ausführen von Windows Update werden zusätzliche Treiber auf das System heruntergeladen, die vor Kurzem hinzugefügt oder aktualisiert wurden und die erfolgreiche Durchführung des Setups nicht verhindern.

Beim dynamischen Update werden die gleichen Arten von Prüfungen auf Softwareupdates durchgeführt, die auch mit dem vorhandenen älteren Betriebssystem möglich sind. Das dynamische Update wird in Windows Server 2012 und Windows 8 jedoch während des Setups ausgeführt, und über das dynamische Update kann eine eingeschränkte Menge von Softwareupdates heruntergeladen werden. Alle Dateien, die über das dynamische Update bereitgestellt werden, werden eingehend getestet und fallen in drei Kategorien:

  • Softwareupdates für Setup: Mit diesen Updates wird die ordnungsgemäße Ausführung des Setups unterstützt. Über das dynamische Update wird nur eine begrenzte Zahl wichtiger Setupupdates abgewickelt.

  • Neue oder geänderte Treiber: Dies sind Treiber, die für die erfolgreiche Durchführung des Setups erforderlich sind. Dabei geht es nur um Treiber für Netzwerk, Video, Audio und Massenspeicher. Im Rahmen des dynamischen Updates werden nur die Dateien heruntergeladen, die für einen bestimmten Computer erforderlich sind. Dies bedeutet, dass die Software des dynamischen Updates eine kurze Untersuchung der Computerhardware durchführt. Die gesammelten Informationen werden nicht gespeichert. Der einzige Zweck der Hardwareuntersuchung besteht darin, die richtigen Treiber auszuwählen. So wird der Downloadzeitraum so kurz wie möglich gehalten und sichergestellt, dass nur erforderliche Treiber auf die Festplatte heruntergeladen werden.

    noteHinweis
    Eine Alternative zur Installation der Treiber während des Setups ist die Verwendung des interaktiven Setups. Dabei wird nach Aufforderung die F6-Taste gedrückt. Außerdem können Sie eine Bereitstellungstechnologie nutzen (z. B. das unbeaufsichtigte Installation), bei der Sie Betriebssystemabbilder erstellen und die Treiber steuern können, die in ein bestimmtes Abbild einbezogen werden.

  • Updates von Betriebssystemfunktionen: Dies sind Updates mit hoher Priorität, mit denen Betriebssystemfunktionen direkt nach der Installation resistenter gegen Angriffe gemacht werden können. Mithilfe dieser Updates wird die Sicherheit eines neu installierten Betriebssystems beim Herstellen der ersten Verbindung mit einem Netzwerk erhöht, also bevor Sie mit dem standardmäßigen Softwareupdateprozess beginnen (über die Windows Update-Webserver, Windows Server Update Services oder eine Systemverwaltungslösung).

Das dynamische Update führt die Prüfung auf neue Dateien an demselben Ort durch, der vom vorhandenen Betriebssystem für Softwareupdates verwendet wurde. (Dies ist der Ort, von dem aus das Setup für Windows Server 2012 oder Windows 8 ausgeführt wurde.) Dies kann einer der folgenden Orte sein:

  • Windows Update-Webserver: Auf einem Computer, mit dem Softwareupdates aus dem Internet empfangen wurden, nutzt das dynamische Update auch weiterhin den Ort im Internet, also die Windows Update-Webserver.

  • Windows Server Update Services-Server: Auf einem Computer, auf dem bisher Windows Server Update Services (WSUS) verwendet wurden, nutzt das dynamische Update auch weiterhin einen WSUS-Server.

    Informationen zu WSUS finden Sie unter Windows Server Update Services:

  • Systemverwaltungsserver: Auf einem Computer, für den bisher Systemverwaltungsserver verwendet wurden (z. B. Server mit System Center Configuration Manager), nutzt das dynamische Update auch weiterhin einen Verwaltungsserver.

    Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft System Center Configuration Manager

In einer verwalteten Umgebung, in der Sie Windows Server 2012 und Windows 8 auf vielen Computern ausführen, kann es ratsam sein, die Verbindungsherstellung des dynamischen Updates zu Windows Update-Webservern zu verhindern. Sie können dafür Windows Server Update Services oder eine Systemverwaltungslösung verwenden oder eine unbeaufsichtigte Installation mit einem Antwortdateieintrag durchführen, mit dem das dynamische Update verhindert wird. Weitere Informationen finden Sie weiter unten in diesem Abschnitt unter Steuern des dynamischen Updates zur Beschränkung des Informationsflusses in das bzw. aus dem Internet.

In diesem Unterabschnitt wird die Kommunikation beschrieben, die zwischen dem dynamischen Update und den Windows Update-Webservern während einer interaktiven Installation oder einer Kompatibilitätsprüfung vor der Installation abläuft, wenn der Computer über eine Internetverbindung verfügt. Außerdem enthält der Unterabschnitt eine Beschreibung des Standardverhaltens des dynamischen Updates bei einem unbeaufsichtigten Installation.

noteHinweis
Es wird beschrieben, wie sich das dynamische Update verhält, wenn auf einem Computer ein älteres Betriebssystem ausgeführt wird, der Computer momentan für den Abruf von Softwareupdates von den Windows Update-Webservern konfiguriert ist und Sie das Setup für Windows Server 2012 oder Windows 8 über das bereits auf dem Computer vorhandene Betriebssystem ausführen. Sie können die Beschreibung an andere Szenarios anpassen, z. B. wenn Sie ein Upgrade von Windows 7 oder Windows 8 durchführen oder wenn WSUS verwendet wird.

Eine Beschreibung, wie Sie das Verhalten des dynamischen Updates bei unbeaufsichtigten Installationen steuern können, finden Sie weiter unten in diesem Abschnitt unter Steuern des dynamischen Updates zur Beschränkung des Informationsflusses in das bzw. aus dem Internet.

Gesendete und empfangene Informationen: Wenn das dynamische Update die Windows Update-Webserver kontaktiert, werden lediglich die genaue Betriebssystemversion sowie die Informationen gesendet, die zum Auswählen der passenden Treiber erforderlich sind (z. B. Treiber für Netzwerk, Video, Audio oder Massenspeicher).

Vom dynamischen Update werden nur die Dateien heruntergeladen, die für folgende Aufgaben wichtig sind:

  • Sicherstellen, dass das Setup erfolgreich ausgeführt wird

  • Erhöhen des Schutzes von Betriebssystemfunktionen direkt nach der Installation (bis der normale Softwareupdateprozess beginnen kann)

Dateien mit weniger wichtigen Updates, die nur eine geringe Auswirkung auf die vorherigen Elemente haben, werden über das dynamische Update nicht zur Verfügung gestellt. Bei einigen aktualisierten Dateien handelt es sich um Ersatzdateien (z. B. eine aktualisierte Setupdatei), und bei anderen kann es sich um hinzugefügte Dateien handeln (z. B. ein Treiber, der bei der Erstellung der Setup-CD noch nicht verfügbar war).

Standardverhalten und Trigger: Bei einer herkömmlichen interaktiven Installation wird das dynamische Update automatisch ausgeführt.

Bei einer unbeaufsichtigten Installation mit einer Antwortdatei wird das dynamische Update ausgeführt, wenn die Antwortdatei keine Einträge mit Bezug zum dynamischen Update enthält.

noteHinweis
Falls der Computer während der Installation nicht über eine Internetverbindung verfügt, kann das dynamische Update während eines herkömmlichen interaktiven Setups oder während einer unbeaufsichtigten Installation mit Antwortdatei nicht ausgeführt werden.

Benutzerbenachrichtigung: Während einer interaktiven Installation wird eine Statusanzeige eingeblendet, damit Benutzer den Status des Updateprozesses verfolgen können. Bei einer unbeaufsichtigten Installation erfolgt keine Benachrichtigung. (Der Definition nach ist für eine unbeaufsichtigte Installation keine Benutzerinteraktion erforderlich.)

Protokollierung: Standardmäßig wird der Status des Setups unter "systemroot\Sources\Panther\setupact.log" in den Installationsordnern des Betriebssystems protokolliert, für das das Upgrade durchgeführt wird. Nach Abschluss des Upgradevorgangs werden die Informationen zur neuen Installation von Windows Server 2012 und Windows 8 unter "systemroot\Panther\setupact.log" gespeichert. Sie können dieses Protokoll anzeigen, wenn Sie Fragen zum dynamischen Update haben. Es kann z. B. sein, dass Sie wissen möchten, ob das dynamische Update ausgeführt wurde oder welche Dateien dabei erfolgreich heruntergeladen wurden.

Verschlüsselung: Für das dynamische Update werden die gleichen Verschlüsselungsmethoden wie für Windows Update verwendet. Dies bedeutet, dass die Anfangsdaten per HTTPS (Secure Sockets Layer (SSL) bzw. Transport Layer Security (TLS) mit HTTP) und Updates per HTTP übertragen werden.

Zugriff und Datenschutz: Beim dynamischen Update werden keine Informationen zu den Hardwaregeräten auf dem Computer gespeichert oder anderweitig vorgehalten, sodass diese Informationen nicht zugänglich sind. Die Informationen werden lediglich verwendet, um die richtigen Treiber auszuwählen.

Übertragungsprotokoll und Port: Für das dynamische Update werden dieselben Übertragungsprotokolle und Ports wie für Windows Update verwendet: HTTP mit Port 80 und HTTPS mit Port 443.

Deaktivierung: Während des interaktiven Setups kann das dynamische Update nicht deaktiviert werden. Während einer unbeaufsichtigten Installation mit einer Antwortdatei ist das dynamische Update deaktiviert, wenn die Antwortdatei die folgenden Zeilen enthält:

<DynamicUpdate>     <Enable>false</Enable></DynamicUpdate>

Wenn Sie nicht möchten, dass das dynamische Update während der Installation von Windows Server 2012 oder Windows 8 eine Verbindung zu den Windows Update-Webservern herstellt, haben Sie mehrere Optionen:

  • Verwenden von Windows Server Update Services oder einer Systemverwaltungslösung: Sie können Windows Server Update Services oder eine Systemverwaltungslösung verwenden, um für das dynamische Update anstelle der Windows Update-Webserver die Nutzung eines von Ihnen konfigurierten Servers vorzugeben.

    Weitere Informationen finden Sie auf den folgenden Websites:

    Windows Server Update Services

    Microsoft System Center 2012 Configuration Manager

  • Vermeiden des dynamischen Updates: Sie können die Verwendung des dynamischen Updates vermeiden. Beim Setup werden dann nur die Dateien und Treiber verwendet, die auf den Installationsdatenträgern für Windows Server 2012 bzw. Windows 8 bereitgestellt werden. Die Methode zur Vermeidung des dynamischen Updates richtet sich danach, wie Sie die Installation durchführen. Sie haben folgende Optionen:

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