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Bandbreitenverwendung der von Windows Intune verwalteten Computer

Letzte Aktualisierung: November 2013

Betrifft: Windows Intune

Für Ihren Windows Intune-Bereitstellungsplan ist es wichtig, dass Sie die Netzwerk-Bandbreitenverwendung von Windows Intune nachvollziehen können.

Durchschnittliche Auslastung der Netzwerkbandbreite

Von Windows Intune-Clientcomputern wird nicht nur der bei Computern übliche Netzwerkdatenverkehr erzeugt, sondern auch Netzwerkbandbreite für Windows Intune-bezogene Anforderungen verwendet. Anhand der folgenden Informationen können Sie die gesteigerte Netzwerk-Bandbreitenverwendung durch Computer, auf denen der Windows Intune-Client ausgeführt wird, einplanen.

Wie viel Netzwerkbandbreite ein Computer mit dem Windows Intune-Client benötigt, hängt von den folgenden Faktoren ab:

  • Ob der Clientcomputer bei Windows Intune neu registriert wurde und, wenn dies der Fall ist, wie viele Updates für die Bereitstellung mit Windows Intune zum Herunterladen und Installieren auf dem Computer verfügbar sind sowie welche Größe diese Updates haben

  • Betriebssystem des Clientcomputers

  • Die Anwendungen, die auf dem Computer ausgeführt werden und deren Kommunikation über das Netzwerk abgewickelt wird

  • Ob der aktuelle Tag der Tag ist, an dem von Microsoft Sicherheitsupdates veröffentlicht werden, oder der Tag, an dem Updates normalerweise genehmigt werden. In der Regel veröffentlicht Microsoft neue Updates am zweiten Dienstag jedes Monats. Dieser Tag wird in der Regel als „Patch-Dienstag“ bezeichnet. An dem Tag, an dem neue Updates veröffentlicht werden bzw. an dem Sie Sicherheitsupdates genehmigen, wird möglicherweise mehr Netzwerkbandbreite als normal üblich verwendet.

  • Ob die Netzwerkkonfiguration einen Webproxyserver mit Zwischenspeicherung enthält. Auf einem Webproxyserver mit Zwischenspeicherung kann Microsoft Forefront Threat Management Gateway oder Microsoft Internet Security and Acceleration (ISA) Server ausgeführt werden. Bei einem Webproxyserver mit Zwischenspeicherung werden sowohl HTTP-Antworten als auch binäre Downloads zwischengespeichert. Die zwischengespeicherten Ressourcen werden anschließend verwendet, um Anforderungen von Windows Intune-Clientcomputern zu beantworten. Wenn Sie einen Webproxyserver mit Zwischenspeicherung verwenden, um doppelte Downloads zu vermeiden, können Sie die Internet-Bandbreitenverwendung durch Clients reduzieren.

  • Ob Software oder Updates von Peercomputern im gleichen Netzwerk über Windows BranchCache heruntergeladen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Windows BranchCache weiter unten in diesem Thema.

In der folgenden Tabelle finden Sie einige Beispiele für die durchschnittliche Netzwerk-Bandbreitenverwendung, die bei Computern mit dem Windows Intune-Client zu erwarten ist. Die tatsächliche Netzwerk-Bandbreitenverwendung eines Computers variiert:

 

Netzwerknutzung Windows XP Windows Vista Windows 7 Details

Installieren von Windows Intune über das Netzwerk

110 MB

125 MB

120 MB

Der Windows Intune-Client wird auf jedem Computer einmal installiert.

Patch-Dienstag

8 MB

24 MB

10 MB

Dies entspricht einem durchschnittlichen Volumen der Sicherheitsupdates, die jeden Patch-Dienstag veröffentlicht werden.

Täglicher Betrieb

4,5 MB

6 MB

5 MB

Bei der täglichen Kommunikation zwischen dem Windows Intune-Client und dem Windows Intune-Dienst wird ermittelt, ob Updates und Richtlinien verfügbar sind, und der Status des Clients wird an den Dienst weitergegeben.

Die vorstehenden Durchschnittswerte basieren auf folgenden Annahmen:

  • Die Werte für Windows 7 und Windows Vista beziehen sich auf x64-basierte Computer. Bei x86-basierten Computern sind die Werte etwas niedriger.

  • Sehr umfangreiche Updates, wie z. B. Servicepacks, sind in dieser Schätzung nicht enthalten.

  • Bei einem normalen Zeitplan werden vom Clientcomputer Updates für die Standardauswahl der Produkte und Klassifizierungen für Windows Intune installiert. Wenn Sie die Standardauswahl ändern, kann die Bandbreitenverwendung von den genannten Werten abweichen.

ImportantWichtig
Sie sollten die Verwendung zusätzlicher Netzwerkbandbreite an Tagen mit besonders hohem Datenverkehr (wie Patch-Dienstag) einplanen. Außerdem wird von einem neu registrierten oder bereitgestellten Computer beim Download aller bereits veröffentlichen Updates möglicherweise mehr Netzwerkbandbreite beansprucht.

In der folgenden Tabelle wird die ungefähre Größe der gängigen Inhaltstypen angegeben, die vom Windows Intune-Client über das Netzwerk heruntergeladen werden:

 

Art des Inhalts Ungefähre Größe Details

Clientregistrierungspaket

15 MB

Einmal (zusätzliche Updates möglicherweise erforderlich)

Endpoint Protection-Agent

65 MB

Einmal (zusätzliche Updates möglicherweise erforderlich)

Richtlinien-Agent

3 MB

Einmal (zusätzliche Updates möglicherweise erforderlich)

Operations Manager-Agent

11 MB

Einmal (zusätzliche Updates möglicherweise erforderlich)

Remoteunterstützung über den Microsoft Easy Assist-Agent

6 MB

Einmal (zusätzliche Updates möglicherweise erforderlich)

Endpoint Protection-Signaturupdates

Variiert (40 KB bis 2 MB)

Täglich (bis zu 3 Mal pro Tag)

Endpoint Protection-Modulupdate

5 MB

Monatlich

Patch-Dienstag

30 MB

Monatlich

Service Packs

Variiert

Hängt von der Größe des bereitgestellten Service Packs ab

Softwareverteilung

Variiert

Hängt von der Häufigkeit und Größe der bereitgestellten Software ab

Verringerung der Netzwerkbandbreitenauslastung

Zwischen jedem Clientcomputer und dem Windows Intune-Dienst findet eine separate Kommunikation über das Netzwerk statt. Anhand der Informationen in den nachstehenden Abschnitten können Sie die bei dieser Kommunikation beanspruchte Netzwerkbandbreite reduzieren.

Verwenden eines Proxyservers mit Zwischenspeicherung an Ihrer Netzwerkgrenze

Mithilfe eines Proxyservers mit Zwischenspeicherung an Ihrer Netzwerkgrenze können Sie die von Clients bei der Anforderung von Inhalten aus dem Internet beanspruchte Netzwerkbandbreite verringern. Auf einem Proxyserver mit Zwischenspeicherung werden folgende Aktionen ausgeführt:

  • Empfangen von Inhaltsanforderungen der Clientcomputer und Abrufen dieser Inhalte aus dem Internet

  • Speichern eines lokalen Caches des Inhalts für einen bestimmten Zeitraum

  • Fungieren als Inhaltsquelle, wenn vom nächsten Clientcomputer der gleiche Inhalt angefordert wird. In diesem Fall wird vom Proxyserver mit Zwischenspeicherung die bereits vorhandene Kopie des zwischengespeicherten Inhalts zurückgegeben, statt den Inhalt aus dem Internet abzurufen.

Jeder Proxyserver mit Zwischenspeicherung kann unterschiedliche Konfigurationseinstellungen haben. Wenn Sie einen Proxyserver mit Zwischenspeicherung für die Verwendung mit Windows Intune-Clientcomputern konfigurieren, sollten Sie Werte einstellen, die den folgenden Einstellungen entsprechen.

 

Einstellung Empfohlener Wert Details

Cachegröße

5 bis 30 GB

Dieser Wert hängt von der Anzahl von Clientcomputern im Netzwerk ab. Sie sollten die Cachegröße so wählen, dass zwischengespeicherte Dateien nicht vorzeitig aus dem Cache gelöscht werden.

Größe der einzelnen Cachedatei

950 MB

Diese Einstellung ist möglicherweise nicht für alle Proxyserver mit Zwischenspeicherung verfügbar.

Objekttypen, die zwischengespeichert werden

  • HTTP

  • HTTPS

  • BITS

Windows Intune-Pakete sind CAB-Dateien, die von BITS-Downloads über HTTP abgerufen wurden.

ImportantWichtig
Zur vollständigen Optimierung eines Proxyservers mit Zwischenspeicherung für Windows Intune-Clientcomputer sind möglicherweise weitere Einstellungen erforderlich. In Microsoft Internet Security and Acceleration (ISA) Server und Microsoft Threat Management Gateway (TMG) müssen Sie beispielsweise den BITS-Cache für alle Downloads manuell aktivieren. Diese Konfiguration wird von der Benutzeroberfläche für ISA und TMG nicht unterstützt. Sie müssen vielmehr ein Skript verwenden, damit BITS-Downloads von ISA oder TMG zwischengespeichert werden können. Weitere Informationen zur Aktivierung dieser Funktion finden Sie unter Leveraging On Premise Web Proxies to Reduce Internet Bandwidth Usage (Verringern der Internet-Bandbreitenverwendung durch lokale Webproxys) im Windows Intune-Blog.

Netzwerk-Bandbreiteneinschränkung für BITS (Background Intelligent Transfer Service)

Sie können die Netzwerk-Bandbreitenverwendung von Clientcomputern auch über die Einstellung Netzwerk-Bandbreiteneinschränkung für BITS (Background Intelligent Transfer Service) in einer Richtlinie für Windows Intune-Agenteinstellungen verringern. Weitere Informationen zur Netzwerk-Bandbreiteneinschränkung für BITS (Background Intelligent Transfer Service) finden Sie unter Referenz zu Windows Intune-Richtlinieneinstellungen.

Windows BranchCache

BranchCache kann von Windows Intune-Clients verwendet werden, wenn das Betriebssystem des Clients BranchCache unterstützt und mit dem BranchCache-Modus „Verteilter Cache“ konfiguriert ist. Unter anderem werden die Betriebssysteme Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1 unterstützt.

Bei der Installation von Windows Intune wird der BranchCache-Modus „Verteilter Cache“ automatisch auf dem Clientcomputer aktiviert. Ist BranchCache durch eine Gruppenrichtlinie deaktiviert, wird die Gruppenrichtlinieneinstellung von Windows Intune nicht außer Kraft gesetzt, und BranchCache bleibt deaktiviert.

Wenn Sie BranchCache verwenden, wird Inhalt, der erstmalig von einem Computer im Teilnetz beim Windows Intune-Dienst abgerufen wird, von diesem Computer lokal zwischengespeichert. Der Inhalt dient dann in diesem Teilnetz als neue Quelle für diesen Inhalt. Wenn derselbe Inhalt von einem zweiten Client angefordert wird, werden die Metadaten des Inhalts vom Windows Intune-Dienst heruntergeladen. Anschließend wird der Inhalt vom zweiten Client über das lokale Netzwerk anfordert, um festzustellen, ob dieser Inhalt bereits von einem anderen Client im Teilnetz zwischengespeichert wurde. Wenn der erste Client mit einer lokalen Kopie des Inhalts gefunden wird, wird dieser Inhalt durch den zweiten Client direkt vom ersten Client abgerufen.

ImportantWichtig
Zur Steigerung der Leistung einer Peer-zu-Peer-Inhaltsverteilung installieren Sie das Hotfix, das über Artikel 2570170 der Microsoft Knowledge Base erhältlich ist.

ImportantWichtig
Stellen Sie keine Gruppenrichtlinie oder Windows Intune-Firewallrichtlinie bereit, durch die die Firewallausnahmen für BranchCache deaktiviert werden.

Weitere Informationen zu BranchCache finden Sie unter BranchCache auf der Microsoft TechNet-Website.

noteHinweis
Dieses Thema wird in regelmäßigen Abständen mit zusätzlichen Informationen, Korrekturen und Empfehlungen, die auf laufenden Untersuchungen und neuen Erkenntnissen beruhen, aktualisiert. Rufen Sie die Seite daher zu einem späteren Zeitpunkt erneut auf.

Siehe auch

 
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