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Gehostete Windows Server 2012 Essentials-Lösung

Letzte Aktualisierung: Oktober 2012

Betrifft: Windows Server 2012 Essentials

Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen richten sich an Hosting-Anbieter, die beabsichtigen, Windows Server® 2012 Essentials in ihrem Labor bereitzustellen und Windows Server 2012 Essentials ihren Kunden als Dienst anzubieten.

Windows Server 2012 Essentials ist eine standortübergreifende Lösung für kleine Unternehmen, die sich durch erstklassige 64-Bit-Produkttechnologien auszeichnet und eine Serverumgebung bereitstellt, die für die meisten kleinen Unternehmen geeignet ist. Folgende Technologien sind in Windows Server 2012 Essentials enthalten.

Server-Betriebssystem: Windows Server 2012-Produkttechnologien bilden das Kernstück von Windows Server 2012 Essentials. Weitere Informationen finden Sie auf der Windows Server 2012-Website.

Datenschutz: Windows Server 2012 Essentials nutzt mehrere neue Funktionen aus Windows Server 2012, um einen stark verbesserten Datenschutz bereitzustellen. Mithilfe der neuen Funktion für Speicherplätze können Sie die physische Speicherkapazität verschiedenartiger Festplatten aggregieren, Festplatten dynamisch hinzufügen und Datenvolumes mit bestimmten Flexibilitätsstufen erstellen. Windows Server 2012 Essentials kann vollständige Systemsicherungen und Bare-Metal-Recoverys des Servers selbst sowie der mit dem Netzwerk verbundenen Clientcomputer ausführen – jetzt auch mit Unterstützung für Volumes, die größer als 2 TB sind. Eine neue Funktion in Windows Server 2012, nämlich Windows Azure Online Backup, kann verwendet werden, um Dateien und Ordner in einem cloudbasierten Speicherdienst zu schützen, der von Microsoft verwaltet wird. Zudem verwaltet und konfiguriert Windows Server 2012 Essentials die neue Dateiversionsverlauf-Funktion von Windows® 8-Clients zentral, sodass Benutzer versehentlich gelöschte oder überschriebene Dateien ohne Unterstützung durch den Administrator wiederherstellen können.

Zugriff überall: Remotewebzugriff bietet optimale, für die Fingereingabe geeignete Browserfunktionen, um von nahezu allen Orten mit Internetverbindung und über fast alle Geräte auf Anwendungen und Daten zuzugreifen. Windows Server 2012 Essentials enthält zudem eine aktualisierte Windows Phone-App und eine neue App für Windows 8-Clientcomputer, sodass Benutzer intuitiv eine Verbindung mit Dateien und Ordnern auf dem Server herstellen, diese durchsuchen und auf diese zugreifen können. Dateien werden automatisch für den Offlinezugriff zwischengespeichert und synchronisiert, sobald eine Verbindung mit dem Server verfügbar wird. Mit Windows Server 2012 Essentials wird die Einrichtung virtueller privater Netzwerke (VPN) mit nur wenigen Klicks mithilfe eines Assistenten zum Kinderspiel, und auch der VPN-Zugriff für Benutzer kann viel einfacher verwaltet werden. Clientcomputer können eine VPN-Verbindung nutzen, um remote auf die Windows SBS-Umgebung zuzugreifen, sodass der Weg ins Büro nicht mehr erforderlich ist.

Flexibilität bei der Arbeitsauslastung: Mit Windows Server 2012 Essentials können Kunden auswählen, welche Anwendungen und Dienste lokal und welche in der Cloud ausgeführt werden. In früheren Versionen enthielt Windows Small Business Server Standard als Komponentenprodukt Exchange Server, wodurch Kunden, die cloudbasierte Dienste für Messaging und Zusammenarbeit nutzen wollten, nicht nur mehr Kosten entstanden, sondern auch eine größere Komplexität zu bewältigen hatten. Mit Windows Server 2012 Essentials kommen Kunden in den Genuss derselben integrierten Verwaltungsfunktionen, egal, ob sie eine lokale Kopie von Exchange Server ausführen, einen gehosteten Exchange-Dienst abonnieren oder Microsoft® Office 365 abonnieren.

Systemüberwachung: Windows Server 2012 Essentials überwacht den eigenen Integritätsstatus und den Status von Clientcomputern mit Windows 8, Windows 7 und Mac OS X, Version 10.5 und höher. Der Integritätsstatus benachrichtigt Sie u. a. bei Problemen im Zusammenhang mit Computersicherungen, dem Serverspeicher und wenig Speicherplatz.

Erweiterbarkeit: Windows Server 2012 Essentials baut auf dem Erweiterungsmodell von Windows SBS 2011 Essentials auf, das es anderen Softwareanbietern ermöglicht, dem Kernprodukt Funktionen und Features hinzuzufügen, und weist neue Webdienste-APIs auf. Zudem ist die Lösung mit dem vorhandenen Software Development Kit (SDK) und Add-Ins kompatibel, die für Windows SBS 2011 Essentials erstellt wurden.

Informationen hierzu finden Sie unter Windows Server 2012 Essentials. Es handelt sich hierbei um einen standardmäßigen Vorgang zur Systemvorbereitung für Windows Server mit zusätzlichen Anpassungsschritten für Windows Server 2012 Essentials. Befolgen Sie zum Beenden der Anpassung die Anweisungen unter Erstellen eines einfachen angepassten Abbilds und Anpassen des Abbilds, und befolgen Sie dann die Anweisungen unter Vorbereiten des Abbilds für die Bereitstellung, um das endgültige Abbild aufzuzeichnen.

Beachten Sie folgende Punkte:

  1. Überspringen Sie die Erstkonfiguration durch Hinzufügen einer Datei "SkipIC.txt" im Stammverzeichnis eines beliebigen Laufwerks. Drücken Sie nach dem Installieren des Servers vor der Erstkonfiguration UMSCHALT+F10, um das Befehlsfenster zu öffnen und eine Datei "SkipIC.txt" unter "C:/" zu erstellen. Denken Sie nach dem Anpassen daran, die Datei "SkipIC.txt" zu löschen.

  2. Wenn Sie Windows Server 2012 Essentials auf einem Datenträger installieren müssen, der kleiner als 90 GB ist, sollten Sie vor der Durchführung der Systemvorbereitung einen Registrierungsschlüssel hinzufügen:

    %systemroot%\system32\reg.exe add "HKLM\Software\microsoft\windows server\setup" /v HWRequirementChecks /t REG_DWORD /d 0 /f
    

Nach der Durchführung der Systemvorbereitung können Sie das Datenträgerabbild, für das die Systemvorbereitung durchgeführt wurde, verwenden oder für eine neue Bereitstellung erneut in "Install.wim" versiegeln.

Wenn Sie Virtual Machine Manager verwenden, können Sie eine Vorlage mithilfe der ausgeführten Instanz erstellen. Durch das Erstellen einer Vorlage wird für die Instanz eine Systemvorbereitung durchgeführt und der Server heruntergefahren. Nachdem Sie die Instanz in Ihrer Bibliothek gespeichert haben, können Sie sie bei Bedarf jederzeit aufrufen.

Nachdem Sie das angepasste Abbild aufgezeichnet haben, können Sie die Bereitstellung mit dem eigenen Abbild ausführen. Damit Sie eine teilweise unbeaufsichtigte Installation ausführen können, müssen Sie die Datei "unattend.xml" für WinPE-Setup angeben/bereitstellen. Damit Sie eine vollständig unbeaufsichtigte Installation ausführen können, müssen Sie auch die Datei "cfg.ini" für die Windows Server 2012 Essentials-Erstkonfiguration angeben.

  1. Führen Sie nur ein unbeaufsichtigtes WinPE-Setup aus. Dadurch wird nur das WinPE-Setup automatisiert, und die Installation wird vor der Erstkonfiguration angehalten, sodass die Endbenutzer nach dem Herstellen einer RDP-Verbindung mit der Serversitzung Informationen zum Unternehmen, zur Domäne und zum Administrator selbst angeben können. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

    1. Geben Sie die Windows-Datei "unattend.xml" an. Befolgen Sie die Anweisungen unter Windows 8 ADK, um die Datei zu generieren, und geben Sie alle erforderlichen Informationen an, u. a. den Servernamen, Product Keys und das Administratorkennwort. Machen Sie im Abschnitt "Microsoft-Windows-Setup" der Datei "unattend.xml" folgende Angaben.

                    <InstallFrom>
                             <MetaData>
                                 <Key>IMAGE/WINDOWS/EDITIONID</Key>
                                 <Value>ServerSolution</Value>
                             </MetaData>
                             <MetaData>
                                 <Key>IMAGE/WINDOWS/INSTALLATIONTYPE</Key>
                                 <Value>Server</Value>
                             </MetaData>
                       </InstallFrom>
      
    2. Der RDP-Port 3389 muss für eine öffentliche IP-Adresse geöffnet sein, sodass der Kunde "Administrator" und das in der Datei "unattend.xml" angegebene Kennwort verwenden kann, um eine RDP-Verbindung mit dem Server herzustellen und die Erstkonfiguration abzuschließen.

    noteHinweis
    Wenn Sie das Standardkennwort nicht ändern, hält die Serverinstallation mit einem Bildschirm an, in dem der Benutzer zur Eingabe eines Kennworts aufgefordert wird.Hinweis Endbenutzer müssen das Standardadministratorkonto verwenden, um sich beim Server anzumelden und die Erstkonfiguration auszuführen.

Wenn Sie Virtual Machine Manager verwenden, können Sie das Administratorkennwort in der Konsole angeben, wenn Sie aus der Vorlage eine neue Instanz erstellen.

  1. Führen Sie ein vollständig unbeaufsichtigtes Setup einschließlich einer unbeaufsichtigten Erstkonfiguration aus. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

    1. Geben Sie die Datei "unattend.xml" wie zuvor an, wenn die Bereitstellung von WinPE-Setup aus startet.

    2. Informationen zum Generieren der Datei "cfg.ini" finden Sie im Abschnitt Erstellen der Datei "Cfg.ini" des Windows Server 2012 Essentials ADK.

    3. Geben Sie diese Informationen in [InitialConfiguration] an.

      WebDomainName=yourdomainname
      TrustedCertFileName=c:\cert\a.pfx
      TrustedCertPassword=Enteryourpassword
      EnableVPN=true
      EnableRWA=true
      ; Provide all information so that after setup is complete, your customer can use your domain name to visit the server directly with the admin/user information you provide in the [InitialConfiguration] section.
      
      VpnIPv4StartAddress=<IPV4Address>
      VpnIPv4EndAddress=<IPV4Address>
      VpnBaseIPv6Address=<IPV6Address>
      VpnIPv6PrefixLength=<number>
      ; Provide this information. IPv4StartAddress and IPv4Endaddress are required so that your VPN client can acquire valid IP through this range.
      
      IPv4DNSForwarder=<IPV4Address,IPV4Address,…>
      IPv6DNSForwarder=<IPV6Address,IPV6Address,…>
      ; Provide this information as needed according to your network environment settings.
      
    4. Geben Sie diese Informationen in [PostOSInstall] an.

      IsHosted=true 
      ; Must have, this will prevent Initial Configure webpage available for other computers under same subnet.
      
      StaticIPv4Address=<IPV4Address>
      StaticIPv4Gateway=<IPV4Address>
      StaticIPv6Address=<IPV6Address>
      StaticIPv6SubnetPrefixLength=<number>
      StaticIPv6Gateway=<IPV6Address>
      ; All these are optional if you have DHCP Server Service on the subnet, otherwise provide static IP here.
      
    5. Wenn Sie den Parameter "WebDomainName" angeben, stellen Sie sicher, dass auch der DNS-Eintrag aktualisiert wird, sodass er auf die öffentliche IP-Adresse des Servers zeigt.

    6. Wenn Sie die oben stehenden Informationen zum Parameter "WebDomainName" nicht angegeben haben, stellen Sie sicher, Port 3389 zu öffnen, damit Kunden über RDP eine Verbindung mit dem Server herstellen und die VPN-Konfigurationen abschließen können.

noteHinweis
Überprüfen Sie, dass die Zeitzoneneinstellung auf dem VM-Hostservern und der VM mit Windows Server 2012 Essentials übereinstimmen. Wenn dies nicht der Fall ist, können verschiedene Fehler auftreten, z. B. kann bei der Erstkonfiguration bei Aufgaben im Zusammenhang mit Zertifikaten ein Fehler auftreten, ein Zertifikat funktioniert ggf. erst einige Stunden nach der Installation, oder die Geräteinformationen werden nicht korrekt aktualisiert.

Überprüfen Sie nach der Bereitstellung den folgenden Registrierungsschlüssel unter "HKLM\software\microsoft\windows server\setup", um festzustellen, ob die Erstkonfiguration erfolgreich war. Wenn "SetupStage == ICDone && ICStatus == 1", wurde die Erstkonfiguration erfolgreich abgeschlossen.

Damit Windows Server 2012 Essentials von einem Roamingclient aus verwendet werden kann, muss VPN aktiviert werden. Es wird empfohlen, Port 443 für VPN-SSTP-Verbindungen zu aktivieren. Wenn die Funktion "Medienserver" für Remotewebzugriff oder Webdienst-Apps erforderlich ist, muss auch Port 80 aktiviert werden.

Die VPN-Aktivierung kann während der unbeaufsichtigten Bereitstellung über das Windows PowerShell-Skript erfolgen oder nach der Erstkonfiguration mithilfe des Assistenten konfiguriert werden.

  • Informationen zum Aktivieren von VPN während der unbeaufsichtigten Bereitstellung finden Sie unter Wie wird die Bereitstellung automatisiert? in diesem Dokument.

  • Wenn Sie VPN über Windows PowerShell aktivieren möchten, führen Sie das folgende Cmdlet mit Administratorrechten aus, und machen Sie alle erforderlichen Angaben.

    ##
    ## To configure external domain and SSL certificate (if not yet done in unattended Initial Configuration).
    ##
    
    $myExternalDomainName = 'remote.contoso.com';   ## corresponds to A or AAAA DNS record(s) that can be resolved on Internet and routed to the server
    $mySslCertificateFile = 'C:\ssl.pfx';   ## full path to SSL certificate file
    $mySslCertificatePassword = ConvertTo-SecureString '******';   ## password for private key of the SSL certificate
    $skipCertificateVerification = $true;   ## whether or not, skip verification for the SSL certificate
    
    Add-Type -AssemblyName 'Wssg.Web.DomainManagerObjectModel';
    [Microsoft.WindowsServerSolutions.RemoteAccess.Domains.DomainConfigurationHelper]::SetDomainNameAndCertificate($myExternalDomainName,$mySslCertificateFile,$mySslCertificatePassword,$skipCertificateVerification);
    ##
    ## To install VPN with static IPv4 pool (and allow all existing users to establish VPN).
    ##
    
    Install-WssVpnServer -IPv4AddressRange ('192.168.0.160','192.168.0.240') -ApplyToExistingUsers;
    

Wenn Sie vor der Übergabe des Servers an Kunden keine VPN-Verbindung bereitstellen können, stellen Sie sicher, dass Serverport 3389 im Internet erreichbar ist, sodass Kunden über RDP eine Verbindung mit dem Server herstellen und die Konfiguration selbst ausführen können.

Nachfolgend sind zwei typische serverseitige Netzwerktopologien und die Konfiguration von VPN/Remotewebzugriff beschrieben:

  • Topologie 1 (bevorzugt)

    • Der Server befindet sich in einem separaten virtuellen Netzwerk unter einem NAT-Gerät.

    • Der DHCP-Dienst ist im virtuellen Netzwerk aktiviert, oder dem Server wird eine statische IP-Adresse zugewiesen.

    • Serverport 443 ist über den öffentlichen IP-Port 443 erreichbar.

    • VPN-Passthrough ist für Port 443 zulässig.

    • Der VPN-IPv4-Adresspool muss sich im gleichen Subnetz wie die Serveradresse befinden.

    • Einem zweiten Server muss eine statische IP-Adresse im gleichen Subnetz, aber außerhalb des VPN-Adresspools zugewiesen werden.

  • Topologie 2:

    • Der Server verfügt über eine private IP-Adresse.

    • Port 443 auf dem Server ist über Port 443 einer öffentlichen IP-Adresse erreichbar.

    • VPN-Passthrough ist für Port 443 zulässig.

    • Der VPN-IPv4-Adresspool befindet sich in einem anderen Bereich der Serveradresse.

Bei Topologie 2 werden Szenarien mit einem zweiten Server nicht unterstützt.

Aktivieren von Remotewebzugriff

Enable-WssRemoteWebAccess [-SkipRouter] [-DenyAccessByDefault] [-ApplyToExistingUsers]

Beispiel:

$Enable-WssRemoteWebAccess –DenyAccessByDefault –ApplyToExistingUsers

Mit diesem Befehl wird Remotewebzugriff aktiviert, wobei der Router automatisch konfiguriert wird. Zudem werden die Standardzugriffsberechtigungen für alle vorhandenen Benutzer geändert.

Hinzufügen eines Benutzers

Add-WssUser [-Name] <string> [-Password] <securestring> [-AccessLevel <string> {User | Administrator}] [-FirstName <string>] [-LastName <string>] [-AllowRemoteAccess] [-AllowVpnAccess]  [<CommonParameters>]

Beispiel:

$password = ConvertTo-SecureString "Passw0rd!" -asplaintext –force
$Add-WssUser -Name User2Test -Password $password -Accesslevel Administrator -FirstName User2 -LastName Test

Mit diesem Befehl wird ein Administrator namens "User2Test" mit dem Kennwort "Passw0rd!" hinzugefügt.

Aktivieren/Deaktivieren eines Benutzers

Beispiel:

$CurrentUser = get-wssuser –name user2test
$CurrentUser.UserStatus = 0
$CurrentUser.Commit()

Mit diesem Befehl wird der Benutzer namens "user2test" deaktiviert. Durch Festlegen von "UserStatus" auf "1" wird der Benutzer aktiviert.

Hinzufügen eines Serverordners

Add-WssFolder [-Name] <string> [-Path] <string> [[-Description] <string>] [-KeepPermissions] [<CommonParameters>]

Beispiel:

$Add-WssFolder -Name "MyTestFolder" -Path "C:\ServerFolders\MyTestFolder"

Mit diesem Beispiel wird der Serverordner namens "MyTestFolder" am angegebenen Ort hinzugefügt.

Da Windows Server 2012 Essentials ein Domänencontroller ist, können Sie der Domäne einen zweiten Server auf die üblich Art und Weise hinzufügen.

Windows Server 2012 Essentials unterstützt die Integration mit zwei gebrauchsfertigen E-Mail-Lösungen: Office 365 und lokale Exchange-Lösung. Wenn Sie Ihre eigene gehostete E-Mail-Lösung ausführen, müssen Sie ein Add-In entwickeln, um Windows Server 2012 Essentials mit dieser E-Mail-Lösung zu integrieren.

Für die Migration der lokalen Windows Small Business Server (Windows SBS)-Lösung zu Windows Server 2012 Essentials stehen entsprechende Handbücher zur Verfügung. Manche der darin beschriebenen Schritte entsprechen ggf. nicht genau Ihrer gehosteten Umgebung. Die allgemeinen Aufgaben und die Arbeitsauslastungen, die zu migrieren sind, sollten jedoch die gleichen sein. Es wird empfohlen, dass Sie auf die Migrationshandbücher zurückgreifen und die erforderlichen Anpassungen entsprechend Ihrer Hostingumgebung vornehmen.

Platzieren Sie den Quellserver und den Zielserver am besten im gleichen Subnetz. Falls dies nicht möglich ist, stellen Sie Folgendes sicher:

  • Der interne DNS-Name des Quellservers und des Zielservers können sich gegenseitig erreichen.

  • Alle erforderlichen Ports sind geöffnet.

Sie können ein Upgrade von Windows Server 2012 Essentials auf Windows Server Standard ausführen. Entfernen Sie Sperren und Beschränkungen, und fügen Sie die für Windows Server Standard fehlenden Pakete hinzu. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, laden Sie das Dokument herunter.

Windows Server 2012 Essentials nutzt die systemeigene Gruppenrichtlinienunterstützung in Windows Server 2012 und stellt die Benutzeroberfläche zum Konfigurieren der Ordnerumleitung und Sicherheitseinstellungen zur Verfügung.

noteHinweis
In einer gehosteten Umgebung kann bei aktivierter Ordnerumleitung für ein Benutzerprofil das Anmelden von Endbenutzern länger dauern, wenn die Datengröße erheblich ist.

Das Windows Server 2012 Essentials Management Pack stellt eine Funktion zum Überwachen des Integritätswarnsystems in Windows Server 2012 Essentials bereit, um Hosting-Anbieter beim Verwalten einer großen Anzahl von Windows Server 2012 Essentials-Servern für verschiedene kleine Unternehmen zu unterstützen. Die Überwachung in dieser Version umfasst nur kritische Warnungen im System.

Dieses Management Pack unterstützt Sie bei der Überwachung von Funktionen von Windows Server 2012 Essentials. Sie können damit keine Funktionen des Windows Server 2012 Standard-Betriebssystems überwachen. Zum Überwachen von Windows Server 2012 Essentials verwenden Sie am besten das Windows Server 2012 Essentials Management Pack und das Management Pack für Windows Server 2012 Standard.

Bevor Sie das Management Pack verwenden können, müssen Sie folgende Schritte ausführen:

  1. Installieren Sie den Agent, und konfigurieren Sie die Vertrauensstellung mithilfe der Zertifikatvertrauensstellung. Da Windows Server 2012 Essentials als Domänencontroller vorkonfiguriert ist und sich nicht in einer Vertrauensstellung mit anderen Domänen oder Gesamtstrukturen befinden kann, muss der System Center Operation Manager-Agent unter Windows Server 2012 Essentials installiert und die Vertrauensstellung mit dem Verwaltungsserver mit Zertifikaten konfiguriert werden.

  2. Laden Sie das Management Pack herunter. Zum Überwachen von Windows Server 2012 Essentials mithilfe von Operations Manager 2007 müssen Sie zunächst das Windows Server-Betriebssystem-Management Pack aus dem Management Pack-Katalog herunterladen.

  3. Importieren Sie die Management Pack-Datei. Wenn Sie eine lokalisierte Version des Management Packs verwenden, müssen Sie sowohl die Hauptdatei des Management Packs als auch das Sprachpaket importieren.

Das Überwachungspaket für Windows Server 2012 Essentials enthält folgende Dateien:

  • Microsoft.Windows.Server.2012.Essentials.mp

  • Microsoft.Windows.Server.2012.Essentials.<Gebietsschema>.mp

Mit Windows Server 2012 Essentials können Sie sowohl den Server als auch den Client sichern.

Windows Server 2012 Essentials unterstützt zwei Formen der Serversicherung: die lokale Sicherung und die externe Sicherung.

Mithilfe der lokalen Sicherung können Sie regelmäßig eine inkrementelle Sicherung auf Blockebene auf einem separaten Datenträger ausführen. Als Hosting-Anbieter können Sie einen virtuellen Datenträger an die VM mit Windows Server 2012 Essentials anfügen und die Serversicherung auf diesem virtuellen Datenträger konfigurieren. Der virtuelle Datenträger kann sich auf einem anderen physischen Datenträger als die VM mit Windows Server 2012 Essentials befinden.

  • Wenn Sie die VM mit Windows Server 2012 Essentials anhand einer anderen Methode sichern und der Benutzer die systemeigene Funktion von Windows Server 2012 Essentials zur Serversicherung nicht sehen soll, können Sie sie deaktivieren und die gesamte zugehörige Benutzeroberfläche aus dem Windows Server 2012 Essentials-Dashboard entfernen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Anpassen der Serversicherung" im ADK-Dokument.

Mithilfe der externen Sicherung können Sie die Serverdaten regelmäßig in einem Cloud-Dienst sichern. Sie können das Windows Azure Backup Integrations-Modul für Windows Server 2012 Essentials herunterladen und Installieren, um das von Microsoft bereitgestellte Windows Azure Backup zu nutzen.

Führen Sie folgende Aktionen aus, wenn Sie oder Ihre Benutzer einen anderen Cloud-Dienst bevorzugen:

  1. Aktualisieren Sie die Benutzeroberfläche des Windows Server 2012 Essentials-Dashboards, sodass dieses statt dem Standardlink zu Windows Azure Backup einen Link zu dem bevorzugten Cloud-Dienst enthält. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Anpassen des Abbilds" im ADK-Dokument.

  2. (Optional) Entwickeln Sie ein Add-In für das Windows Server 2012 Essentials-Dashboard zum Konfigurieren und Verwalten des Cloud-Sicherungsdiensts.

Windows Server 2012 Essentials unterstützt zwei Formen der Clientdatensicherung: vollständige Clientsicherung und Dateiversionsverlauf.

noteHinweis
Die Clientsicherung kann sich auf die Leistung auswirken, da die Daten über VPN vom Client an den Server übertragen werden müssen.

Die vollständige Clientsicherung ist standardmäßig für alle Clientgeräte aktiviert, die mit dem Windows Server 2012 Essentials-Netzwerk verbunden sind. Bei der vollständigen Clientsicherung wird der komplette Client (System und Daten) inkrementell gesichert und die Datendeduplizierung unterstützt. Die Sicherungsdaten befinden sich auf dem Server, auf dem Windows Server 2012 Essentials ausgeführt wird. Ein Client, auf dem ein Fehler aufgetreten ist, kann seine Daten auf einen früheren Sicherungspunkt wiederherstellen. Sie können diese Funktion deaktivieren, indem Sie die Schritte im Abschnitt "Erstellen der Datei 'Cfg.ini'" im ADK-Dokument ausführen.

Beachten Sie vor einer vollständigen Clientsicherung Folgendes:

  • Leistung: Die erste Clientsicherung kann aufgrund der Menge an hochzuladenden Daten zeitaufwändig sein.

  • Stabilität: Es kann vorkommen, dass die Internetverbindung auf Clientseite nicht stabil ist. Die Clientsicherung ist fortsetzbar, und der Standardprüfpunkt liegt bei 40 GB (die Clientsicherungsdatenbank erstellt immer dann einen Prüfpunkt, wenn 40 GB Daten gesichert wurden). Sie können diesen Wert in einen kleineren Wert ändern, wenn die Internetverbindung nicht zuverlässig ist.

    • Zum Aktivieren eines Prüfpunktauftrags legen Sie auf dem Server den Registrierungsschlüssel "HKLM\Software\Microsoft\Windows Server\Backup\GetCheckPointJobs" auf "1" fest.

    • Zum Ändern des Schwellenwerts für den Prüfpunkt ändern Sie auf dem Client den Standardwert (40 GB) von "HKLM\Software\Microsoft\Windows Server\Backup\CheckPointThreshold".

  • Bare-Metal-Recovery des Clients: Da Windows Preinstall Environment keine VPN-Verbindungen unterstützt, wird die Bare-Metal-Recovery des Clients nicht unterstützt.

Dateiversionsverlauf ist eine Windows 8-Funktion zum Sichern von Profildaten (Bibliotheken, Desktop, Kontakte, Favoriten) auf einer Netzwerkfreigabe. In Windows Server 2012 Essentials ist die zentrale Verwaltung der Einstellungen für den Dateiversionslauf für alle Windows 8-Clients möglich, die Windows Server 2012 Essentials hinzugefügt wurden. Die Sicherungsdaten werden auf dem Server gespeichert, auf dem Windows Server 2012 Essentials ausgeführt wird. Sie können diese Funktion deaktivieren, indem Sie die Schritte im Abschnitt "Erstellen der Datei 'Cfg.ini'" im ADK-Dokument ausführen.

Mithilfe der neuen Funktion für Speicherplätze können Sie die physische Speicherkapazität verschiedenartiger Festplatten aggregieren, Festplatten dynamisch hinzufügen und Datenvolumes mit bestimmten Flexibilitätsstufen erstellen. Sie können zudem einen iSCSI-Datenträger an Windows Server 2012 Essentials anfügen, um den Speicher zu erweitern.

Aus der Perspektive des Hostens sollten Sie am besten folgende Szenarien testen:

Serverbereitstellung

  • Bereitstellen des Windows Server 2012 Essentials-Servers in der Laborumgebung

  • Anpassen des Windows Server 2012 Essentials-Abbilds nach Bedarf

  • Automatisieren der Windows Server 2012 Essentials-Bereitstellung mit einer Datei für die unbeaufsichtigte Installation und "cfg.ini"

  • Migrieren der lokalen Windows SBS-Lösung zu einer gehosteten Windows Server 2012 Essentials-Lösung

  • Ausführen eines Upgrades von Windows Server 2012 Essentials auf Windows Server 2012

Serverkonfiguration

  • Konfigurieren von Zugriff überall (VPN, Remotewebzugriff, Direktzugriff)

  • Konfigurieren des Speicher- und des Serverordners

  • (Falls zutreffend) Konfigurieren von Serversicherung, Onlinesicherung, Clientsicherung, File History

  • (Falls zutreffend) Konfigurieren und Verwalten von Speicherplätzen

  • (Falls zutreffend) Konfigurieren der Integration der E-Mail-Lösung (Office 365, gehosteter Exchange-Dienst usw.)

  • (Falls zutreffend) Konfigurieren des Medienservers

Serververwaltung

  • Verwalten der Benutzer

  • Konfigurieren und Empfangen von E-Mail-Benachrichtigungen für Warnungen

  • Ausführen von BPA bei einem Fehler/einer Warnung

  • Konfigurieren Sie System Center Monitoring Pack.

  • Konfigurieren der Serverwiederherstellung im Falle einer Beschädigung

Clientumgebung

  • Clientbereitstellung über das Internet (PC oder Mac OS).

  • Zugreifen auf den freigegebenen Ordner über das Launchpad auf dem Client

  • Zugreifen auf Serverressourcen über Remotewebzugriff von verschiedenen Geräten (PC, Telefon, Tablet) aus

  • Eigener Server-App für Windows Phone

  • (Falls zutreffend) Dateiversionsverlauf, Clientsicherung und -wiederherstellung (keine BMR), Ordnerumleitung

  • (Falls zutreffend) Integration der E-Mail-Lösung in die Umgebung

Sie können die SDK- und ADK-Dokumente unter folgenden Links abrufen:

Fehler können Sie über Connect dem für Funktionen zuständigen Team melden. Zum Generieren der Logs zippen Sie den Ordner und den Server und die Clients, die dem Server beitreten: C:\ProgramData\Microsoft\Windows Server\Logs.

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