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Planen der App-V-Integration in Configuration Manager

Letzte Aktualisierung: Januar 2014

Betrifft: System Center 2012 Configuration Manager, System Center 2012 Configuration Manager SP1, System Center 2012 R2 Configuration Manager

Virtuelle Anwendungen, die mit Microsoft Application Virtualization (App-V) erstellt werden, können mit System Center 2012 Configuration Manager verwaltet werden. Wenn Sie App-V-Anwendungen mithilfe von Configuration Manager verwalten, werden die Verwaltungs- und Streamingkomponenten einer typischen App-V-Infrastruktur von Configuration Manager übernommen.

Bei der Verwaltung virtueller Anwendungen mit Configuration Manager wird nur eine einzige Verwaltungsinfrastruktur verwendet, was mit einer Reihe von Vorteilen verbunden ist. Sie profitieren außerdem von der Skalierbarkeit, den Bereitstellungs- und Inhaltsverteilungsfunktionen (z. B. Sammlungen und Affinität zwischen Benutzer und Gerät) sowie von weiteren erweiterten Funktionen für die Anwendungsverwaltung, die in Configuration Manager verfügbar sind. App-V lässt sich zur Unterstützung virtueller Anwendungen zudem in Configuration Manager-Funktionen integrieren, darunter Betriebssystembereitstellung, Software- und Hardwareinventur, Softwaremessung und Asset Intelligence.

Auf den Computern, auf denen virtuelle Anwendungen bereitgestellt werden sollen, müssen der Configuration Manager-Client und der App-V-Client installiert sein. Die Clientgeräte können Desktop- und tragbare Computer sowie VDI-Clients (Virtual Desktop Infrastructure) umfassen. Virtuelle Anwendungspakete werden von Configuration Manager und der App-V-Clientsoftware gemeinsam übermittelt, gesucht und gestartet. Die Übermittlung virtueller Anwendungspakete an den App-V-Client wird vom Configuration Manager-Client verwaltet. Die virtuelle Anwendung wird vom App-V-Client auf dem Client ausgeführt.

In den folgenden Abschnitten finden Sie Informationen zur Integration der App-V-Umgebung in Configuration Manager und Configuration Manager SP1.

Weitere Informationen zum Erstellen und Sequenzieren von Anwendungen mit App-V finden Sie in der App-V-Dokumentation.

Die folgenden App-V-Versionen werden von Configuration Manager unterstützt:

  • App-V 4.6: System Center 2012 Configuration Manager ohne Service Pack und System Center 2012 Configuration Manager SP1. Auf Clientcomputern muss mindestens Version 4.6 SP1 des App-V-Clients installiert sein, damit in Configuration Manager virtuelle Anwendungen verwendet werden können. Sie müssen für den App-V-Client außerdem ein Update mit dem im Knowledge Base-Artikel 2645225 beschriebenen Hotfix durchführen, bevor Sie virtuelle Anwendungen erfolgreich bereitstellen können.

  • App-V 5 und App-V 5.0 SP1: Nur System Center 2012 Configuration Manager SP1.

Bei der Verwaltung virtueller App-V-Anwendungen müssen die folgenden fünf Hauptschritte ausgeführt werden:

  • Sequenzieren: Beim Sequenzieren wird eine Anwendung mithilfe von App-V Sequencer in eine virtuelle Anwendung konvertiert.

  • Configuration Manager-Anwendungen erstellen: Importieren Sie die sequenzierte Anwendung mit dem Assistenten zum Erstellen neuer Bereitstellungstypen in einen Configuration Manager-Bereitstellungstyp, den Sie dann einer Anwendung hinzufügen können. Sie können auch virtuelle Umgebungen erstellen, in denen es mehreren virtuellen Anwendungen möglich ist, Einstellungen freizugeben.

  • Verteilung: Bei der Verteilung werden App-V-Anwendungen auf Configuration Manager-Verteilungspunkten verfügbar gemacht.

  • Bereitstellung: Bei der Bereitstellung wird die Anwendung auf Clientcomputern verfügbar gemacht. Dies wird in einer vollständigen App-V-Infrastruktur als Streaming bezeichnet. In Configuration Manager stehen für die Bereitstellung virtueller Anwendungen zwei Optionen zur Verfügung: Streamen und Herunterladen und ausführen.

In Configuration Manager werden zwei Methoden zur Übermittlung virtueller Anwendungen an Clients unterstützt: Übermittlung durch Streaming und lokale Übermittlung (herunterladen und ausführen):

  • Übermittlung durch Streaming

    Wenn der App-V-Client von Configuration Manager verwaltet wird, ist es möglich, virtuelle Anwendungen über HTTP oder HTTPS von einem Verteilungspunkt zu streamen. Streaming über HTTP oder HTTPS ist standardmäßig aktiviert und wird im Dialogfeld mit den Verteilungspunkteigenschaften konfiguriert. Wenn Sie eine virtuelle Anwendung für Clientcomputer bereitstellen und ein Benutzer diese Anwendung ausführt, wird von Configuration Manager eine Verbindung mit einem Verwaltungspunkt hergestellt, um festzustellen, welcher Verteilungspunkt zu verwenden ist. Anschließend wird die Anwendung vom Verteilungspunkt gestreamt.

  • Lokale Übermittlung (herunterladen und ausführen)

    Bei dieser Übermittlungsmethode wird vom Configuration Manager-Client zunächst das gesamte virtuelle Anwendungspaket in den Configuration Manager-Clientcache heruntergeladen. Anschließend wird der App-V-Client angewiesen, die Anwendung aus dem Configuration Manager-Cache in den App-V-Cache zu streamen. Wenn Sie eine virtuelle Anwendung für Clientcomputer bereitstellen und der Inhalt sich nicht im App-V-Cache befindet, wird der Anwendungsinhalt vom App-V-Client aus dem Configuration Manager-Clientcache in den App-V-Cache gestreamt. Anschließend wird die Anwendung ausgeführt. Nachdem die Anwendung erfolgreich ausgeführt wurde, können Sie den Configuration Manager-Client so konfigurieren, dass ältere Versionen des Pakets beim nächsten Löschzyklus gelöscht oder dauerhaft im Configuration Manager-Clientcache gespeichert werden.

Bei der Entscheidung für eine der Methoden von Configuration Manager zur Übermittlung virtueller Anwendungen müssen Sie die geringeren Speicherplatzanforderungen bei der Übermittlung per Streaming und die garantierte Verfügbarkeit von App-V-Anwendungen bei der lokalen Übermittlung sorgfältig abwägen. Möglicherweise ist der größere Clientspeicherplatz, der für die lokale Übermittlung erforderlich ist, gerechtfertigt, wenn es wichtig ist, dass die Anwendung den Benutzern an jedem Standort stets zur Verfügung steht.

Wählen Sie anhand der Informationen in der folgenden Tabelle die für Sie optimale Übermittlungsmethode aus.

 

Übermittlungsmethode Vorteile Nachteile

Übermittlung durch Streaming

Bei dieser Methode wird der Paketinhalt mithilfe von Standardnetzwerkprotokollen von Verteilungspunkten gestreamt.

Über Programmverknüpfungen für virtuelle Anwendungen wird eine Verbindung mit dem Verteilungspunkt aufgerufen, damit die virtuelle Anwendung bei Bedarf übermittelt werden kann.

Diese Methode eignet sich insbesondere für Clients, deren Verbindungen mit den Verteilungspunkten eine hohe Bandbreite aufweisen.

Updates für die im gesamten Unternehmen verteilten virtuellen Anwendungen sind verfügbar, wenn Clients über eine Richtlinie darüber informiert werden, dass die aktuelle Version abgelöst wurde. Nur die Änderungen gegenüber der vorherigen Version werden von den Clients heruntergeladen.

Am Verteilungspunkt werden Zugriffsberechtigungen definiert, um den Zugriff Unbefugter auf Anwendungen oder Pakete zu verhindern.

Virtuelle Anwendungen werden erst gestreamt, wenn der Benutzer die Anwendung zum ersten Mal ausführt. Angenommen, ein Benutzer erhält Programmverknüpfungen für virtuelle Anwendungen und trennt dann die Verbindung mit dem Netzwerk, bevor er die virtuellen Anwendungen zum ersten Mal ausführt. Wenn der Benutzer nun versucht, die virtuelle Anwendung auszuführen, während der Client offline ist, wird ein Fehler angezeigt. Die virtuelle Anwendung kann nicht ausgeführt werden, da kein Configuration Manager-Verteilungspunkt zum Streamen der Anwendung verfügbar ist. Die Anwendung wird erst verfügbar, wenn der Benutzer die Verbindung mit dem Netzwerk wiederherstellt und die Anwendung ausführt.

Ein solches für den Benutzer negatives Erlebnis lässt sich dadurch vermeiden, dass Sie virtuelle Anwendungen mithilfe der lokalen Übermittlungsmethode an Clients übermitteln. Alternativ können Sie die internetbasierte Clientverwaltung für die Übermittlung per Streaming aktivieren.

Lokale Übermittlung

Das Paket wird mithilfe der intelligenten Hintergrundübertragung (Background Intelligent Transfer Service, BITS), einer Standardfunktionalität von Verteilungspunkten, heruntergeladen.

Die Inhalte des virtuellen Anwendungspakets werden lokal an den Client übermittelt, d. h., sie können von Benutzern ausgeführt werden, wenn deren Computer nicht mit dem Netzwerk verbunden sind.

Diese Methode eignet sich für langsame oder unzuverlässige Netzwerkverbindungen sowie für Computer, die nur gelegentlich mit dem Netzwerk verbunden werden.

Mithilfe von Remote Differential Compression (RDC) werden von Configuration Manager nur die Byte in den Dateien, die sich bei der Aktualisierung des Inhalts des virtuellen Anwendungspakets geändert haben, an Clients gesendet. Vom Configuration Manager-Client wird mithilfe von RDC eine neue Version eines virtuellen Anwendungspakets erstellt, das auf der aktuellen Paketversion und auf den an den Client gesendeten Änderungen basiert.

Diese Methode bietet Anwendungsresilienz für mobile oder nicht verbundene Benutzer. Administratoren können festlegen, dass das Paket nach der Übermittlung dauerhaft im Configuration Manager-Cache gespeichert wird, sofern die virtuelle Anwendung mit einer Installieren-Aktion bereitgestellt wurde. Das Paket im Configuration Manager-Clientcache dient als lokale, zuverlässige Streamingquelle, über die das Paket in den App-V-Clientcache übertragen werden kann.

Wenn die virtuelle Anwendung dauerhaft im Configuration Manager-Cache gespeichert wird, muss der auf dem Client verfügbare Speicherplatz ungefähr doppelt so groß wie das virtuelle Anwendungspaket sein.

Sie können virtuelle Anwendungen auch im Voraus auf einem Computer installieren und dann ein Abbild dieses Computers zur Bereitstellung auf anderen Computern erstellen. Wurde das virtuelle Anwendungspaket jedoch an einem anderen Standort erstellt, erfolgt der Download von Anwendungsupdates nicht über die binäre Deltareplikation. Diese Option kann sich in einer virtuellen Desktopinfrastruktur als nützlich erweisen, wenn Anwendungen sofort verfügbar sein und nicht erst nach der Benutzeranmeldung heruntergeladen werden sollen.

Wenn Sie eine Migration aus einer vorhandenen App-V-Infrastruktur zu einer virtuellen Anwendungsverwaltung mit Configuration Manager beabsichtigen, beachten Sie bei der Planung die in der folgenden Tabelle genannten Punkte.

 

Schritt Weitere Informationen

Wählen Sie unter den aktuellen virtuellen Anwendungen die Anwendungen aus, die Sie in die Configuration Manager-Infrastruktur migrieren möchten.

keine zusätzlichen Informationen

Bewerten Sie die Benutzer und Geräte, für die die virtuellen Anwendungen bereitgestellt werden.

Erstellen Sie Configuration Manager-Sammlungen, um die Benutzer und Geräte zu gruppieren, für die Sie die virtuellen Anwendungen bereitstellen möchten. Weitere Informationen finden Sie unter Sammlungen in Configuration Manager.

Nur für System Center 2012 Configuration Manager SP1 und System Center 2012 R2 Configuration Manager:

Migrieren Sie App-V 5-Verbindungsgruppen zu virtuellen Configuration Manager SP1-Umgebungen.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Migrieren von App-V 5-Verbindungsgruppen zu virtuellen Umgebungen in Configuration Manager (nur Configuration Manager SP1) dieses Themas.

Stellen Sie fest, ob eine der virtuellen Anwendungen in der Configuration Manager-Infrastruktur als vollständige Anwendung vorhanden ist.

Zur einfacheren Verwaltung können Sie die virtuelle Anwendung der vorhandenen vollständigen Anwendung als neuen Bereitstellungstyp hinzufügen. Weitere Informationen zum Erstellen von Bereitstellungstypen finden Sie unter Erstellen von Bereitstellungstypen in Configuration Manager.

Erstellen Sie Anwendungen, durch die die vorhandenen App-V-Pakete ersetzt werden.

Weitere Informationen zum Erstellen von Configuration Manager-Anwendungen finden Sie unter Einführung in die Anwendungsverwaltung in Configuration Manager und Erstellen von Anwendungen in Configuration Manager.

Die Verwaltung virtueller Anwendungen auf einem Client durch Configuration Manager beginnt nach der ersten Bereitstellung einer virtuellen Anwendung. Danach müssen alle App-V-Anwendungen auf dem Computer von Configuration Manager verwaltet werden.

keine zusätzlichen Informationen

Verteilen Sie den Inhalt an die entsprechenden Verteilungspunkte, um die lokale Übermittlung von Anwendungen zu ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie unter Inhaltsverwaltung in Configuration Manager.

Stellen Sie die Anwendung für Configuration Manager-Clients bereit.

noteHinweis
Wenn die App-V-Anwendung mit einer früheren Sequencer-Version erstellt wurde, von der keine Manifestdatei im XML-Format erstellt wird, können Sie die Anwendung öffnen und in einer neueren Sequencer-Version speichern, um die Datei zu erstellen. Diese Datei ist bei der Bereitstellung virtueller Anwendungen mit Configuration Manager erforderlich.

Die in der Sequencer-Version SoftGrid 4.1 SP1 oder 4.2 erstellten virtuellen Anwendungspakete werden von App-V unterstützt.

Wenn die Anwendungen zuvor lokal installiert waren, müssen Sie sie deinstallieren, bevor Sie eine virtuelle Version der Anwendung bereitstellen.

Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen von Anwendungen in Configuration Manager.

In System Center 2012 Configuration Manager werden Pakete und Programme, die virtuelle Anwendungen enthalten, nicht mehr unterstützt. Bei der Migration von Configuration Manager 2007 zu System Center 2012 Configuration Manager werden diese Pakete von Configuration Manager in Anwendungen konvertiert.

Configuration Manager 2007-Ankündigungen werden in die folgenden Bereitstellungstypen konvertiert:

  • Migrieren von App-V-Paketen ohne Ankündigung: Ein Bereitstellungstyp, bei dem die Standardeinstellungen verwendet werden.

  • Migrieren von App-V-Paketen mit einer Ankündigung: Ein Bereitstellungstyp, bei dem die gleichen Einstellungen wie bei der Configuration Manager 2007-Ankündigung verwendet werden.

  • Migrieren von App-V-Paketen mit mehreren Ankündigungen: Ein Bereitstellungstyp je Configuration Manager 2007-Ankündigung, wobei die Einstellungen für diese Ankündigung verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Planen der Migration von Configuration Manager-Objekten zu System Center 2012 Configuration Manager.

Mithilfe von virtuellen App-V-Umgebungen in Configuration Manager wird es den von Ihnen bereitgestellten virtuellen Anwendungen ermöglicht, auf Clientcomputern das gleiche Dateisystem und die gleiche Registrierung zu nutzen. Dies bedeutet, dass diese Anwendungen im Gegensatz zu virtuellen Standardanwendungen Daten freigeben können. Virtuelle Umgebungen werden bei der Installation der Anwendung bzw. bei der nächsten Auswertung der auf den Clients installierten Anwendungen auf Clientcomputern erstellt oder geändert. Virtuelle Umgebungen ähneln Verbindungsgruppen in der eigenständigen App-V-Version 5.

Beim Migrieren von Verbindungsgruppen aus der eigenständigen App-V-Version 5 zu virtuellen Configuration Manager-Umgebungen müssen Sie sicherstellen, dass die auf Clientcomputern bereits vorhandenen Verbindungsgruppen von Configuration Manager ordnungsgemäß verwaltet werden. Achten Sie auch darauf, dass die Umgebung des Benutzers innerhalb dieser Verbindungsgruppen beibehalten wird.

Gehen Sie wie folgt vor, um App-V 5-Verbindungsgruppen erfolgreich in virtuelle Configuration Manager-Umgebungen umzuwandeln.

  1. Erstellen Sie für alle Anwendungen, die in App-V vorhanden waren, Configuration Manager-Anwendungen.

  2. Stellen Sie die Anwendungen für Benutzer oder Geräte mit dem Bereitstellungszweck Erforderlich bereit. Bereitstellungen für Benutzer müssen für dieselben Benutzer bereitgestellt werden, welche die Anwendung in App-V verwendet haben, und Bereitstellungen für Computer müssen auf denselben Computern bereitgestellt werden, die über die Anwendung in App-V verfügten.

  3. Erstellen Sie nach Abschluss der Bereitstellung virtuelle Umgebungen, die den Verbindungsgruppen entsprechen, die in der eigenständigen Anwendung App-V veröffentlicht wurden. In der virtuellen Umgebung müssen genau die gleichen Pakete und App-V 5-Bereitstellungstypen in der gleichen Reihenfolge vorliegen.

    Informationen zur Erstellung einer virtuellen App-V-Umgebung finden Sie unter Erstellen von virtuellen App-V-Umgebungen in Configuration Manager.

Alternativ können Sie alle Verbindungsgruppen aus dem App-V-Client löschen, bevor Sie mit der Bereitstellung von Anwendungen mit Configuration Manager beginnen. Dadurch gehen jedoch sämtliche Einstellungen verloren, die Benutzer möglicherweise in App-V-Verbindungsgruppen gespeichert haben.

Dynamic Suite Composition ist eine Funktion, mit der es möglich ist, ein virtuelles Anwendungspaket so zu definieren, dass es eine Abhängigkeit zu einem anderen virtuellen Anwendungspaket aufweist. Wenn die Anwendung ausgeführt wird, hostet der App-V-Client das Primärpaket sowie das abhängige Paket in derselben virtuellen Umgebung für die Anwendung.

Damit diese Funktion in Configuration Manager verwendet werden kann, müssen beide Pakete bereitgestellt und im App-V-Client registriert sein. Zum Sicherstellen, dass der Inhalt abhängiger Pakete lokal auf dem Clientcomputer gehostet wird, müssen Sie die Anwendungsbereitstellung für eine lokale Übermittlung konfigurieren (herunterladen und ausführen).

Weitere Informationen zur Dynamic Suite Composition-Funktion von App-V finden Sie in der App-V-Dokumentation.

Das Format des Anwendungspakets wurde zwischen App-V 4.6 und App-V 5 geändert. Anwendungen, die mit App-V 4.6 sequenziert wurden, werden nicht mehr unterstützt. App-V 5 verfügt jedoch über ein Paketkonvertierungstool, mit dem Anwendungen umgewandelt werden können. Weitere Informationen finden Sie in der App-V 5-Dokumentation.

Gehen Sie wie folgt vor, um App-V 4.6-Anwendungen in App-V 5-Anwendungen zu konvertieren:

  1. Konvertieren Sie die App-V 4.6-Pakete in das App-V 5-Format, oder sequenzieren Sie sie entsprechend neu.

  2. Stellen Sie den App-V 5-Client für Computer in der Hierarchie bereit.

  3. Erstellen Sie neue Anwendungen mit Bereitstellungstypen für die App-V 5-Anwendungen sowie Ablösungsregeln, um die App-V 4.6-Anwendungen abzulösen.

  4. Erstellen Sie ggf. virtuelle Umgebungen.

  5. Stellen Sie die neuen App-V 5-Anwendungen für Computer bereit.

Benutzer- und Bereitstellungskonfigurationsdateien enthalten Einstellungen, mit denen das Verhalten einer Anwendung gesteuert wird. Mithilfe dieser Dateien können Sie Anwendungseinstellungen ändern, ohne die Anwendung erneut sequenzieren zu müssen.

Eine typische App-V 5-Anwendung enthält möglicherweise die folgenden Dateien:

  • Eine Anwendungspaketdatei (APPV)

  • Eine Benutzerkonfigurationsdatei

  • Eine Bereitstellungskonfigurationsdatei

Die Benutzerkonfigurationsdatei enthält Einstellungen, die nur für den angemeldeten Benutzer gelten. Sie können beispielsweise die Konfigurationsdateien ändern, um die Informationen zur Anwendungsverknüpfung zu ändern, welche für die Benutzer bereitgestellt wird. Sie können auch eine Configuration Manager-Anwendung mit mehreren Bereitstellungstypen erstellen, von denen jeder eine andere Benutzerkonfigurationsdatei enthalten kann, und Anforderungsregeln verwenden, um zu gewährleisten, dass diese für die entsprechenden Benutzer installiert werden.

In der Bereitstellungskonfigurationsdatei sind Einstellungen enthalten, die für den Computer gelten (z. B. Registrierungseinstellungen). Die Datei kann auch Benutzereinstellungen enthalten, die für alle Benutzer gelten.

Wenn Sie virtuelle App-V 5-Anwendungen mit Configuration Manager bereitstellen möchten, müssen alle drei Dateien im selben Ordner vorliegen, wenn Sie den Bereitstellungstyp für App-V 5 erstellen. Wenn in einem Ordner mehrere Dateien vorhanden sind, werden von Configuration Manager die neuesten ausgewählt.

Weitere Informationen zu Benutzer- und Bereitstellungskonfigurationsdateien finden Sie in der App-V 5-Dokumentation.

In einigen Anwendungsbereitstellungsszenarien werden einige Anwendungen lokal auf Clientcomputern installiert und andere als virtuelle Anwendungen für denselben Clientcomputer bereitgestellt. Standardmäßig können die lokal installierten Anwendungen nicht direkt mit virtuellen Anwendungen kommunizieren und diese auch nicht „erkennen“. Dieses Verhalten ist beabsichtigt und Teil der Anwendungsisolation von App-V. Die lokale Interaktion ist eine Funktion des App-V-Clients, die Sie für jede Anwendung aktivieren können, damit lokal installierte Anwendungen, die auf einem Clientcomputer ausgeführt werden, mit virtuellen Anwendungen kommunizieren und diese erkennen können. Die lokale Interaktion wird vollständig von Configuration Manager und App-V unterstützt.

Weitere Informationen zur lokalen Interaktion bei App-V finden Sie in der App-V-Dokumentation.

Die SCS-Funktion von App-V 5 wird von Configuration Manager SP1 unterstützt. Weitere Informationen zu diesem Feature finden Sie in der App-V-Dokumentation.

Mithilfe der Informationen in diesem Abschnitt können Sie die Überwachung von App-V-Anwendungen in Configuration Manager planen.

Mithilfe der folgenden Berichte können Sie App-V in der Configuration Manager-Umgebung überwachen.

 

Berichtname Beschreibung

Ergebnisse zur virtuellen App-V-Umgebung

Zeigt Informationen zu einer ausgewählten virtuellen Umgebung mit einem angegebenen Zustand für eine ausgewählte Sammlung an (nur App-V 5).

Ergebnisse zur virtuellen App-V-Umgebung für Bestand

Zeigt Informationen zu einer ausgewählten virtuellen Umgebung für einen angegebenen Bestand sowie sämtliche Bereitstellungstypen für die ausgewählte virtuelle Umgebung (nur App-V 5).

Status der virtuellen App-V-Umgebung

Zeigt Kompatibilitätsinformationen für eine ausgewählte virtuelle Umgebung für eine ausgewählte Sammlung an. In der Spalte Beibehalten dieses Berichts werden die Bestände angezeigt, in denen eine zuvor konfigurierte virtuelle Umgebung nicht mehr gültig ist, aber dennoch beibehalten wird, um Benutzereinstellungen in Anwendungen zu bewahren, die in der virtuellen Umgebung ausgeführt werden (nur App-V 5).

Computer mit einer bestimmten virtuellen Anwendung

Zeigt eine Zusammenfassung der Computer mit der angegebenen App-V-Verknüpfung an, die von Application Virtualization Management Sequencer erstellt wurde (nur App-V 4.6).

Computer mit einem bestimmten virtuellen Anwendungspaket

Zeigt eine Liste der Computer an, auf denen das angegebene App-V-Anwendungspaket installiert ist (nur App-V 4.6).

Anzahl aller Instanzen von virtuellen Anwendungspaketen

Zeigt die Anzahl aller erkannten App-V-Anwendungspakete an (nur App-V 4.6).

Anzahl aller Instanzen virtueller Anwendungen

Zeigt die Anzahl aller erkannten App-V-Anwendungen an (nur App-V 4.6).

Von Configuration Manager werden Informationen zu Bereitstellungen virtueller Anwendungen in Protokolldateien aufgezeichnet. Informationen zu den von virtuellen Anwendungen und der Configuration Manager-Anwendungsverwaltung verwendeten Protokolldateien finden Sie unter Technische Referenz für Protokolldateien in Configuration Manager.

Darüber hinaus finden Sie Protokolle für den App-V-Client an den folgenden Speicherorten:

  • Windows XP: C:\Documents and Settings\All Users\Application Data\Microsoft\Application Virtualization Client

  • Windows Vista, Windows 7 und Windows 8: C:\ProgramData\Microsoft\Application Virtualization Client

Siehe auch

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For additional resources, see Information and Support for Configuration Manager.

Tip: Use this query to find online documentation in the TechNet Library for System Center 2012 Configuration Manager. For instructions and examples, see Search the Configuration Manager Documentation Library.
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