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Migrieren von E-Mails von einem IMAP-Server zu Exchange-Onlinepostfächern

Exchange Online
 

Gilt für: Exchange Online

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-04-30

Mithilfe der Seite Migration (auch als Migrationsdashboard bezeichnet) in der Exchange-Verwaltungskonsole oder mithilfe der Exchange-Verwaltungsshell können Sie den Inhalt von Benutzerpostfächern von einem IMAP-Messaging-System zu Exchange Online-Postfächern migrieren. Nur Postfachelemente werden aus dem IMAP-Messaging-System zu Exchange Online migriert. Exchange Online-Postfächer müssen bereits vorhanden sein, damit eine IMAP-Migration verwendet werden kann. Sie werden nicht während des Migrationsvorgangs bereitgestellt.

Das Migrieren von Postfachdaten zu Exchange Online mithilfe einer IMAP-Migration vollzieht sich folgendermaßen. Die Postfächer, die migriert werden, werden in einer CSV-Datei aufgelistet, die Sie beim Erstellen eines IMAP-Migrationsbatches übermitteln.

  • Postfachelemente in den Postfächern des IMAP-Messaging-Systems werden in die entsprechenden Postfächer in Exchange Online kopiert. Dieser Vorgang wird als Erstsynchronisierung bezeichnet.

  • Nach der Erstsynchronisierung werden die Postfächer im IMAP-Messaging-System und die Exchange Online-Postfächer alle 24 Stunden synchronisiert, sodass neue E-Mails, die an die IMAP-Postfächer gesendet wurden, in die entsprechenden Exchange Online-Postfächer kopiert werden. Dieser Vorgang wird als inkrementelle Synchronisierung bezeichnet und bis zum Löschen des IMAP-Migrationsbatches fortgesetzt.

  • Exchange Online sendet eine E-Mail an den Administrator, wenn die Erstsynchronisierung durch den IMAP-Migrationsbatch fertig gestellt wurde. In dieser Nachricht ist angegeben, wie viele Postfächer erfolgreich migriert wurden und wie viele nicht migriert werden konnten. Die Nachricht enthält auch Links zu Migrationsstatistiken und Fehlerberichten mit detaillierteren Informationen.

Wenn Sie den Vorgang abgeschlossen haben, können Sie E-Mails direkt an die Exchange Online-Postfächer weiterleiten und den Migrationsbatch löschen.

  • Geschätzte Zeit bis zum Abschließen dieser Aufgabe: 2 bis 5 Minuten, um einen Migrationsbatch zu erstellen. Nachdem der Migrationsbatch gestartet wurde, variiert die Zeit, die es dauert, Elemente zu Exchange Online-Postfächern zu migrieren, in Abhängigkeit von Faktoren wie der Größe und Anzahl von Elementen in jedem Postfach, der Anzahl von Postfächern im Migrationsbatch sowie Ihrer verfügbaren Netzwerkkapazität. Weitere Informationen zu Faktoren, die sich auf die Migrationsgeschwindigkeit auswirken, finden Sie unter Migrationsleistung.

  • Bevor Sie dieses Verfahren bzw. diese Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Berechtigungen für Postfachverschiebungen und -migrationen" im Thema Empfängerberechtigungen.

  • Folgende Einschränkungen gelten für IMAP-Migrationen:

    • Nur Elemente aus dem Posteingang oder anderen E-Mail-Ordnern eines Benutzers können migriert werden. Sie können keine Kontakte, Kalenderelemente oder Aufgaben migrieren.

    • Maximal 500.000 Elemente können aus dem Postfach eines Benutzers migriert werden.

    • Die maximale Nachrichtengröße, die migriert werden kann, beträgt 35 MB.

  • Informationen zu Tastenkombinationen für die Verfahren in diesem Thema finden Sie unter Tastenkombinationen in der Exchange-Verwaltungskonsole.

TippTipp:
Liegt ein Problem vor? Bitten Sie in den Exchange-Foren um Hilfe. Besuchen Sie die Foren unter: Exchange Server, Exchange Online oder Exchange Online Protection.

Vor dem Migrieren von E-Mails von einem IMAP-Server müssen Sie die E-Mail-Migration sorgfältig planen, insbesondere bei der Migration vieler Benutzer. Lesen Sie vor der Planung die Informationen unter Best practices.

Zur Vorbereitung einer IMAP-Migration müssen Sie wie folgt vorgehen:

  • Erstellen eines Exchange Online-Postfachs für jeden zu migrierenden Benutzer   Bevor Sie Postfachdaten aus einem Benutzerpostfach auf dem IMAP-Server migrieren können, muss der Benutzer ein Exchange Online-Postfach besitzen. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Benutzerpostfächern in Exchange Online.

  • Abrufen des FQDN des IMAP-Servers   Sie müssen den FQDN (auch als vollständiger Computername bezeichnet) des IMAP-Servers angeben, von dem Sie Postfachdaten migrieren möchten, wenn Sie einen IMAP-Migrationsendpunkt erstellen. Verwenden Sie einen IMAP-Client oder den Ping-Befehl, um sicherzustellen, dass Sie mit dem FQDN über das Internet mit dem IMAP-Server kommunizieren können.

  • Überprüfen, ob Sie mit Ihrem IMAP-Server eine Verbindung herstellen können   Führen Sie in der Shell den folgenden Befehl aus, um die Einstellungen für die Verbindung mit Ihrem IMAP-Server zu testen.

    Test-MigrationServerAvailability -IMAP -RemoteServer <FQDN of IMAP server> -Port <143 or 993> -Security <None, Ssl, or Tls>
    

    Normalerweise wird für den Parameter Port der Wert 143 für unverschlüsselte oder TLS-Verbindungen verwendet und der Wert 993 für SSL-Verbindungen.

  • Konfigurieren der Firewall zum Zulassen von IMAP-Verbindungen   Sie müssen unter Umständen Ports in der Firewall der Organisation öffnen, in der sich der IMAP-Server befindet, damit Netzwerkdatenverkehr, der während der Migration aus dem Microsoft-Datencenter stammt, in die Organisation gelangen darf, in der sich der IMAP-Server befindet. Eine Liste der IP-Adressen, die von Microsoft-Datencentern verwendet werden, finden Sie unter Ausgehende IP-Adressen.

  • Bestimmen, ob ausgewählte Ordner nicht aus dem IMAP-Messaging-System migriert werden sollen   Möglicherweise möchten Sie den Inhalt bestimmter Ordner, beispielsweise "Gelöschte Elemente" oder "Junk-E-Mail", oder den Inhalt freigegebener oder öffentlicher Ordner nicht migrieren.

    WichtigWichtig:
    Beim Migrieren von E-Mails eines lokalen Microsoft Exchange-Servers empfiehlt es sich, öffentliche Ordner von der Migration auszuschließen. Werden die öffentlichen Ordner nicht ausgeschlossen, wird der Inhalt der öffentlichen Ordner in das Exchange Online-Postfach jedes in der CSV-Datei enthaltenen Benutzers kopiert.
  • Zuweisen der Administratorkontoberechtigungen für den Zugriff auf Postfächer in der Exchange-Organisation   Wenn Sie Administratoranmeldeinformationen in der CSV-Datei verwenden, muss das verwendete Konto die erforderlichen Berechtigungen für den Zugriff auf die lokalen Postfächer besitzen. Die für den Zugriff auf Benutzerpostfächer erforderlichen Berechtigungen werden von dem spezifischen IMAP-Server bestimmt. Die folgende Liste zeigt die Administratorrechte, die erforderlich sind, um Exchange-Postfachdaten mithilfe einer IMAP-Migration zu migrieren. Es gibt drei Optionen.

    • Dem Administratorkonto muss die Berechtigung FullAccess für jedes Benutzerpostfach auf dem Exchange-Server zugewiesen werden.

      – oder –

    • Dem Administratorkonto muss die Berechtigung Receive As für die Exchange-Postfachdatenbank zugewiesen werden, in der die Benutzerpostfächer gespeichert sind.

      – oder –

    • Das Administratorkonto muss Mitglied der Gruppe Domänen-Admins in Active Directory in der lokalen Exchange-Organisation sein.

    Weitere Informationen zum Zuweisen von Exchange-Berechtigungen finden Sie unter Zuweisen von Berechtigungen zum Migrieren von Postfächern zu Exchange Online.

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Identifizieren Sie die Gruppe der Benutzer, deren Postfächer Sie in einem IMAP-Migrationsbatch migrieren möchten. Jede Zeile in der CSV-Datei enthält Informationen, die zum Herstellen einer Verbindung mit einem Postfach im IMAP-Messaging-System erforderlich sind.

Die folgenden Attribute sind für jeden Benutzer erforderlich:

  • EmailAddress gibt die Benutzer-ID für das Exchange Online-Postfach des Benutzers an.

  • UserName gibt den Anmeldenamen für das Konto an, das für den Zugriff auf das Postfach auf dem IMAP-Server verwendet werden soll.

  • Password gibt das Kennwort für das Konto in der Spalte UserName an.

Das folgende Beispiel zeigt das Format der CSV-Datei. In diesem Beispiel werden drei Postfächer migriert.

EmailAddress,UserName,Password
terrya@contoso.edu,terry.adams,1091990
annb@contoso.edu,ann.beebe,2111991
paulc@contoso.edu,paul.cannon,3281986

Für das Attribut UserName können Sie zusätzlich zum Benutzernamen die Anmeldeinformationen eines Kontos verwenden, dem die erforderlichen Berechtigungen für den Zugriff auf Postfächer auf dem IMAP-Server zugewiesen wurden. Weitere Informationen finden Sie unter CSV-Dateien für IMAP-Migrationsbatches.

TippTipp:
Eine CSV-Datei für eine IMAP-Migration kann maximal 50.000 Zeilen enthalten. Wenn Sie E-Mail-Daten für Tausende von Postfächern migrieren müssen, ist es empfehlenswert, die Benutzer in mehreren kleineren Batches zu migrieren. Wenn Sie z. B. 5.000 Konten migrieren müssen, können Sie fünf Batches mit jeweils 1.000 Benutzern ausführen, oder Sie können die Batches alphabetisch, nach Benutzertyp, nach Abteilung oder nach anderen Kriterien unterteilen, die den Anforderungen Ihrer Organisation entsprechen. Kommt derselbe Benutzer in zwei verschiedenen CSV-Dateien vor, wird von Exchange Online ein Überprüfungsfehler für den Migrationsbatch generiert, der den Benutzer enthält, der bereits migriert wurde.

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Ein Migrationsendpunkt ist ein Verwaltungsobjekt in Exchange Online, das die Verbindungseinstellungen für den IMAP-Quellserver enthält. Wenn Sie einen Migrationsbatch erstellen, werden die Informationen im Migrationsendpunkt verwendet, um eine Verbindung mit dem IMAP-Server herzustellen. Der Migrationsendpunkt definiert außerdem die Anzahl der Postfächer, die gleichzeitig migriert werden, sowie die Anzahl der Postfächer, die gleichzeitig während einer inkrementellen Synchronisierung synchronisiert werden, die alle 24 Stunden auftritt.

Weitere Informationen zum Erstellen eines IMAP-Migrationsendpunkts finden Sie unter Erstellen von Migrationsendpunkten.

TippTipp:
Obwohl Sie den ersten IMAP-Migrationsendpunkt auch gleichzeitig mit dem ersten Migrationsbatch erstellen können, empfiehlt es sich, Migrationsendpunkte vor dem Erstellen eines Migrationsbatches zu erstellen. Wenn Sie einen Migrationsendpunkt erstellen, testet Exchange Online die Verbindung mit dem IMAP-Server. Der Migrationsendpunkt wird erst erstellt, nachdem Exchange Online erfolgreich eine Verbindung mit Ihrem IMAP-Server herstellen konnte. Auf diese Weise können Sie Konnektivitätsprobleme analysieren und beheben, bevor Sie einen Migrationsbatch erstellen. Andernfalls müssten Sie den Migrationsbatch abbrechen und zuerst alle Konnektivitätsprobleme beheben, bevor Sie einen Migrationsbatch erstellen können.

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Wie bereits erwähnt, können Sie mehrere Migrationsbatches erstellen, um E-Mail-Daten zu Exchange Online-Postfächern zu migrieren. Sie müssen für jeden neuen Migrationsbatch eine CSV-Datei erstellen und übermitteln. Wenn Sie Ordner von der Migration ausschließen möchten, müssen Sie die Shell verwenden, um den Migrationsbatch zu erstellen, und dabei den Parameter "ExcludeFolders" verwenden. Ein Beispiel für die Befehlssyntax zum Ausschließen von Ordnern finden Sie im ersten Beispiel unter Use the Shell to create an IMAP migration batch.

Das folgende Verfahren unterscheidet sich abhängig davon, ob Sie oder ein anderer Administrator in Ihrer Exchange Online-Organisation bereits IMAP-Migrationsendpunkte erstellt haben. Es empfiehlt sich, dass Sie einen IMAP-Migrationsendpunkt erstellen, bevor Sie einen IMAP-Migrationsbatch für eine IMAP-Migration erstellen.

  1. Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration.

  2. Klicken Sie auf Neu Hinzufügen (Symbol) und dann auf Zu Exchange Online migrieren.

  3. Klicken Sie auf der Seite Migrationstyp auswählen auf IMAP-Migration und dann auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf der Seite Benutzer auswählen auf Durchsuchen, um die CSV-Datei anzugeben, die für diesen Migrationsbatch verwendet werden soll.

    Nachdem Sie eine CSV-Datei ausgewählt haben, wird die CSV-Datei von Exchange Online überprüft, um Folgendes sicherzustellen:

    • Die Datei darf nicht leer sein.

    • Für die Datei muss eine durch Trennzeichen getrennte Formatierung verwendet werden.

    • Die Datei darf maximal 50.000 Zeilen enthalten.

    • Die Kopfzeile enthält die erforderlichen Attribute.

    • Die Datei muss dieselbe Anzahl von Spalten wie die Kopfzeile enthalten.

    Wenn eine dieser Prüfungen scheitert, wird ein Fehler angezeigt, der die Fehlerursache erläutert. Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie die CSV-Datei reparieren und erneut übermitteln, um einen Migrationsbatch zu erstellen. Nachdem die CSV-Datei überprüft wurde, wird die Anzahl der in der CSV-Datei aufgeführten Benutzer als die Anzahl der Postfächer angezeigt, für die Daten migriert werden sollen.

  5. Klicken Sie dann auf Weiter.

  6. In Abhängigkeit davon, ob bereits IMAP-Migrationsendpunkte in Ihrer Exchange Online-Organisation erstellt wurden, führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    • Es wurden noch keine Migrationsendpunkte erstellt: Konfigurieren Sie auf der Seite IMAP-Migrationskonfiguration die folgenden Einstellungen:

      • * IMAP-Server   Geben Sie den FQDN (auch als "vollständiger Computername" bezeichnet) des IMAP-Servers für das IMAP-Messaging-System ein. Dieser Wert ist erforderlich.

      • Authentifizierung   Wählen Sie die Authentifizierungsmethode aus, die vom IMAP-Server verwendet wird. Die verfügbaren Optionen sind Basic (die Standardeinstellung) oder NTLM. Verwenden Sie NTLM, falls dies für den IMAP-Server erforderlich ist.

      • Verschlüsselung   Wählen Sie die Verschlüsselungsmethode aus, die vom IMAP-Server verwendet wird. Die verfügbaren Optionen sind None, SSL (die Standardeinstellung) oder TLS.

      • * Port   Geben Sie die TCP-Portnummer ein, die zum Verbinden mit dem IMAP-Server verwendet werden soll. Verwenden Sie Port 143 für unverschlüsselte Verbindungen, Port 143 für TLS-Verbindungen oder Port 993 (die Standardeinstellung) für SSL-Verbindungen. Dieser Wert ist erforderlich.

      Klicken Sie dann auf Weiter. Der Migrationsdienst verwendet die Einstellungen zum Testen der Verbindung mit dem IMAP-Server. Wenn die Testverbindung mit dem IMAP-Server erfolgreich ist, werden die IMAP-Verbindungseinstellungen auf der Seite Migrationsendpunkt bestätigen angezeigt. Überprüfen Sie die Einstellungen, und klicken Sie auf Weiter.

    • Ein Migrationsendpunkt wurde erstellt: Die Verbindungseinstellungen des IMAP-Migrationsendpunkts werden auf der Seite IMAP-Migrationskonfiguration angezeigt. Überprüfen Sie die Verbindungseinstellungen, und klicken Sie auf Weiter.

    • Zwei oder mehr Migrationsendpunkte wurden erstellt: Wählen Sie unter Migrationsendpunkt auswählen einen Migrationsendpunkt im Menü aus, und klicken Sie dann auf Weiter. Die Verbindungseinstellungen des ausgewählten IMAP-Migrationsendpunkts werden vom Migrationsdienst auf einer schreibgeschützten Seite angezeigt. Überprüfen Sie die Verbindungseinstellungen, und klicken Sie auf Weiter.

  7. Geben Sie auf der Seite Konfiguration verschieben den Namen des Migrationsbatches in das Feld ein, und klicken Sie auf Weiter. Der Standardname des Migrationsbatches, der angezeigt wird, ist der Name der von Ihnen angegebenen CSV-Datei. Der Migrationsbatchname wird in der Liste im Migrationsdashboard angezeigt, nachdem Sie den Migrationsbatch erstellt haben. Batchnamen dürfen keine Leerzeichen oder Sonderzeichen enthalten.

  8. Gehen Sie auf der Seite Batch starten wie folgt vor:

    • Klicken Sie auf Durchsuchen, um eine Kopie der Migrationsberichte an andere Benutzer zu senden. Standardmäßig werden Migrationsberichte an den Administrator gesendet, der den Migrationsbatch erstellt. Sie können außerdem über die Eigenschaftenseite des Migrationsbatches auf die Migrationsberichte zugreifen.

    • Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus, um den Migrationsbatch zu starten, nachdem er erstellt wurde:

      • Batch automatisch starten   Der Migrationsbatch wird gestartet, sobald Sie den neuen Migrationsbatch speichern. Der Batch wird zuerst mit dem Status Erstellt gekennzeichnet. Der Status wird nach dem Start des Batches in Synchronisierung geändert.

      • Batch zu einem späteren Zeitpunkt manuell starten   Der Migrationsbatch wird erstellt, aber nicht gestartet. Der Status des Batches wird auf Erstellt festgelegt. Zum Starten eines Migrationsbatches wählen Sie diesen im Migrationsdashboard aus, und klicken Sie dann auf Starten Symbol "Starten".

  9. Klicken Sie auf Neu, um den Migrationsbatch zu erstellen.

    Der neue IMAP-Migrationsbatch wird im Migrationsdashboard angezeigt.

Sie können das Cmdlet New-MigrationBatch verwenden, um einen Migrationsbatch für eine IMAP-Migration zu erstellen. Bevor Sie mithilfe der Shell einen Migrationsbatch erstellen können, müssen Sie eine CSV-Datei und einen IMAP-Migrationsendpunkt erstellen. Sie können einen Migrationsbatch erstellen und diesen automatisch starten, indem Sie den Parameter AutoStart verwenden. Alternativ können Sie den Migrationsbatch erstellen und später mithilfe des Cmdlets Start-MigrationBatch starten.

In diesem Beispiel wird ein IMAP-Migrationsbatch erstellt und gestartet. Dabei wird das Cmdlet New-MigrationEndpoint verwendet, um einen IMAP-Migrationsendpunkt zu erstellen. Anschließend wird mithilfe dieses Endpunkts und der CSV-Datei "IMAPmigration_1.csv" der Migrationsbatch erstellt. Der Migrationsbatch wird automatisch mit dem Parameter AutoStart gestartet.

$IMAPMigrationEndPoint = New-MigrationEndpoint -IMAP -Name IMAPEndpoint -RemoteServer imap.contoso.com -Port 993 -Security Ssl
New-MigrationBatch -Name IMAPBatch1 -SourceEndpoint $IMAPMigrationEndPoint.Identity -CSVData ([System.IO.File]::ReadAllBytes("C:\Users\Administrator\Desktop\IMAPmigration_1.csv")) -AutoStart

HinweisHinweis:
Wenn Sie einen IMAP-Migrationsendpunkt erstellen, unterstützt dieser standardmäßig maximal 20 gleichzeitige Migrationen und maximal 10 gleichzeitige inkrementelle Synchronisierungen.

In diesem Beispiel wird ein Migrationsbatch erstellt und der im vorherigen Beispiel erstellte Migrationsendpunkt verwendet. Bei der Migration werden die Inhalte der Ordner "Gelöschte Elemente" und "Junk-E-Mail" ausgeschlossen. Da der Parameter AutoStart nicht verwendet wird, muss der Migrationsbatch manuell im Migrationsdashboard gestartet werden oder mithilfe des Cmdlets Start-MigrationBatch.

New-MigrationBatch -Name IMAPBatch2 -SourceEndpoint IMAPEndpoint -CSVData ([System.IO.File]::ReadAllBytes("C:\Users\Administrator\Desktop\IMAPBatch2.csv")) -ExcludeFolders "Deleted Items","Junk Email"

Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um zu überprüfen, ob ein IMAP-Migrationsbatch erfolgreich erstellt wurde:

  • Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration. Überprüfen Sie, ob der Batch im Migrationsdashboard angezeigt wird. Wenn der Migrationsbatch automatisch gestartet wurde, ist der unter Status angezeigte Wert Synchronisierung. Wenn der Batch für einen manuellen Start konfiguriert wurde, ist der Wert Erstellt.

  • Führen Sie in der Shell den folgenden Befehl aus, um Informationen zu allen aktuellen Migrationsbatches anzuzeigen.

    Get-MigrationBatch
    

    Um ausführliche Informationen zu einem bestimmten Migrationsbatch anzuzeigen, führen Sie den folgenden Befehl aus.

    Get-MigrationBatch -Identity <identity> | fl
    

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Wenn Sie einen IMAP-Migrationsbatch erstellen und für den manuellen Start konfigurieren, können Sie ihn mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole oder der Shell starten.

WichtigWichtig:
Migrationsbatches mit dem Status Synchronisiert, für die in den letzten 90 Tagen keine vom Administrator initiierte Aktivität vorliegt (beispielsweise wurde kein Migrationsbatch von einem Administrator beendet und neu gestartet oder bearbeitet), werden beendet und dann 30 Tage später gelöscht, wenn vom Administrator keine weitere Aktion ausgeführt wird.

  1. Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration.

  2. Wählen Sie im Migrationsdashboard den Batch aus, und klicken Sie dann auf Starten Symbol "Starten".

Führen Sie den folgenden Shellbefehl aus, um einen Migrationsbatch zu starten.

Start-MigrationBatch -Identity <identity>

Wenn ein Migrationsbatch erfolgreich gestartet wurde, lautet sein Status im Migrationsdashboard Synchronisierung. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um zu überprüfen, ob ein Migrationsbatch erfolgreich gestartet wurde:

  • Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration. Überprüfen Sie, ob der Migrationsbatch gestartet wurde.

  • Führen Sie in der Shell den folgenden Befehl aus, um zu überprüfen, ob der Migrationsbatch gestartet wurde.

    Get-MigrationBatch -Identity <identity> | fl Status
    

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Bis Sie den MX-Eintrag ändern, werden die an Benutzer gesendeten E-Mails weiterhin an ihre Postfächer im IMAP-Messaging-System weitergeleitet. Nach der erfolgreichen Migration eines Postfachs werden das Postfach auf dem IMAP-Server und das Exchange Online-Postfach einmal alle 24 Stunden mittels eines Verfahrens namens inkrementeller Synchronisierung synchronisiert, bis Sie einen Migrationsbatch beenden oder löschen. Hierdurch können Benutzer ihr Exchange Online-Postfach verwenden, um auf E-Mails zuzugreifen, die an ihr IMAP-Postfach gesendet wurden. Wenn Sie den MX-Eintrag Ihrer Organisation so konfigurieren, dass er auf Ihre Office 365-E-Mail-Organisation verweist, werden alle E-Mails direkt an die Exchange Online-Postfächer gesendet. Informationen zum Konfigurieren von MX-Einträgen finden Sie unter Erstellen von DNS-Einträgen für Office 365.

Nachdem Sie den MX-Eintrag geändert und sichergestellt haben, dass alle E-Mails an die Exchange Online-Postfächer weitergeleitet werden, können Sie die IMAP-Migrationsbatches löschen.

Es kann zwischen 24 und 72 Stunden dauern, bis der aktualisierte MX-Eintrag verteilt wird. Warten Sie mindestens 24 Stunden, nachdem Sie den MX-Eintrag geändert haben, und stellen Sie dann sicher, dass die E-Mails direkt an die Exchange Online-Postfächer weitergeleitet werden.

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Nachdem Sie den MX-Eintrag geändert und sichergestellt haben, dass alle E-Mails an die Exchange Online-Postfächer weitergeleitet werden, können Sie den Migrationsbatch löschen. Überprüfen Sie Folgendes, bevor Sie den Migrationsbatch löschen:

  • E-Mails werden direkt an die Exchange Online-Postfächer gesendet, nachdem Sie den MX-Eintrag so geändert haben, dass er auf Ihre Office 365-E-Mail-Organisation verweist.

  • Alle Benutzer verwenden ihre Exchange Online-Postfächer. Nachdem der Batch gelöscht wurde, werden E-Mails, die an Postfächer auf den IMAP-Servern gesendet werden, nicht mehr in die entsprechenden Exchange Online-Postfächer kopiert.

  • Exchange Online-Postfächer wurden mindestens einmal synchronisiert, nachdem damit begonnen wurde, E-Mails direkt an sie zu senden. Stellen Sie hierzu sicher, dass der Wert im Feld Zeit der letzten Synchronisierung für den Migrationsbatch jünger als das Datum und die Uhrzeit ist, zu denen das direkte Weiterleiten von E-Mails an Exchange Online-Postfächer begonnen hat. Auf diese Art wird sichergestellt, dass die neusten E-Mails zu Exchange Online-Postfächern migriert wurden, bevor E-Mails direkt gesendet wurden. Nachdem Sie den Migrationsbatch gelöscht haben, werden lokale und Exchange Online-Postfächer nicht mehr synchronisiert.

Wenn Sie einen IMAP-Migrationsbatch löschen, bereinigt der Migrationsdienst alle zum Migrationsbatch gehörenden Datensätze und löscht den Migrationsbatch. Der Batch wird aus der Liste der Migrationsbatches im Migrationsdashboard entfernt.

WichtigWichtig:
Migrationsbatches mit dem Status Synchronisiert, für die in den letzten 90 Tagen keine vom Administrator initiierte Aktivität vorliegt (beispielsweise wurde kein Migrationsbatch beendet und neu gestartet oder bearbeitet), werden beendet und dann 30 Tage später gelöscht, wenn vom Administrator keine weitere Aktion ausgeführt wird.

  1. Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration.

  2. Wählen Sie im Migrationsdashboard den Batch aus, und klicken Sie dann auf Löschen Löschen (Symbol).

Führen Sie den folgenden Shellbefehl aus, um einen Migrationsbatch zu löschen.

Remove-MigrationBatch -Identity <identity>

  • Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration. Überprüfen Sie, ob der Migrationsbatch nicht mehr im Migrationsdashboard aufgeführt wird.

    – oder –

  • Führen Sie den folgenden Befehl aus, um zu überprüfen, ob der Migrationsbatch gelöscht wurde.

    Get-MigrationBatch <identity>
    

    Der Befehl gibt entweder den Migrationsbatch mit dem Status Removing zurück oder einen Fehler, der besagt, dass der Migrationsbatch nicht gefunden werden konnte, was bestätigt, dass er gelöscht wurde.

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Im Folgenden finden Sie einige Tipps zum Optimieren einer IMAP-Migration:

  • Erhöhen der Verbindungslimits für den IMAP-Server   Viele Firewalls und E-Mail-Server verfügen über Verbindungslimits für Benutzer und IP-Adressen sowie über Gesamtverbindungslimits. Stellen Sie vor dem Migrieren der Postfächer sicher, dass Firewall und IMAP-Server so konfiguriert sind, dass für die folgenden Einstellungen eine hohe (oder die maximale) Anzahl von Verbindungen möglich ist:

    • Die Gesamtanzahl von Verbindungen mit dem IMAP-Server.

    • Die Anzahl der Verbindungen eines bestimmten Benutzers. Dies ist wichtig, wenn Sie in der CSV-Migrationsdatei ein Administratorkonto verwenden, da alle Verbindungen mit dem IMAP-Server mit diesem Benutzerkonto hergestellt werden.

    • Die Anzahl der Verbindungen einer einzelnen IP-Adresse. Dieses Limit wird üblicherweise von der Firewall oder vom E-Mail-Server erzwungen.

    Wird auf dem IMAP-Server Microsoft Exchange Server 2010 oder Exchange 2007 ausgeführt, sind die Einstellungen für Verbindungslimits standardmäßig niedrig. Stellen Sie sicher, dass diese Limits erhöht werden, bevor Sie E-Mails migrieren. Bei Exchange 2003 ist die Anzahl der Verbindungen standardmäßig nicht begrenzt.

    Weitere Informationen finden Sie unter:

  • Ändern der DNS-TTL-Einstellung für den MX-Eintrag   Bevor Sie mit dem Migrieren von Postfächern beginnen, ändern Sie die DNS-TTL-Einstellung (Time-To-Live, Gültigkeitsdauer) im aktuellen MX-Eintrag in ein kürzeres Intervall, beispielsweise 3.600 Sekunden (eine Stunde). Wenn Sie den MX-Eintrag nach der Migration aller Postfächer dann so ändern, dass er auf Ihre Office 365-E-Mail-Organisation verweist, sollte der aktualisierte MX-Eintrag aufgrund des kürzeren TTL-Intervalls schneller verteilt werden.

  • Ausführen mindestens eines Testmigrationsbatches   Führen Sie einige kleine IMAP-Migrationsbatches aus, bevor Sie eine größere Anzahl von Benutzern migrieren. In einer Testmigration können Sie folgende Aktionen ausführen:

    • Überprüfen Sie das Format der CSV-Datei.

    • Testen Sie den Migrationsendpunkt, der zum Herstellen einer Verbindung mit dem IMAP-Server verwendet wird.

    • Überprüfen Sie, ob Sie E-Mails mit Administratoranmeldeinformationen ggf. erfolgreich migrieren können.

    • Ermitteln Sie die optimale Anzahl gleichzeitiger Verbindungen mit dem IMAP-Server, bei der die Auswirkungen auf die Internetbandbreite minimiert werden.

    • Stellen Sie sicher, dass die ausgeschlossenen Ordner nicht zu Exchange Online-Postfächern migriert werden.

    • Ermitteln Sie, wie lange es dauert, einen Batch von Benutzern zu migrieren.

    • Verwenden Sie CSV-Dateien mit derselben Anzahl von Zeilen, und führen Sie die Batches zu ähnlichen Tageszeiten durch. Vergleichen Sie dann die Gesamtausführungszeit für jeden Testbatch. Auf diese Weise können Sie abschätzen, wie lange die Migration aller Postfächer dauern wird, wie groß jeder Migrationsbatch sein sollte und wie viele gleichzeitige Verbindungen mit dem IMAP-Server Sie verwenden sollten, um eine gute Balance zwischen Migrationsgeschwindigkeit und Internetbandbreite zu erzielen.

  • Verwenden von Administratoranmeldeinformationen in der CSV-Datei zum Migrieren von E-Mails   Durch diese Methode werden Benutzer am wenigsten in ihrer Arbeit gestört und beeinträchtigt. Sie trägt zur Minimierung der Synchronisierungsfehler bei, die entstehen, wenn Benutzer das Kennwort für ihr lokales Konto ändern. Zudem müssen Sie bei dieser Methode keine Benutzerkennwörter abrufen oder ändern. Wenn Sie diese Methode verwenden, müssen Sie unbedingt sicherstellen, dass das verwendete Administratorkonto die erforderlichen Berechtigungen für den Zugriff auf die zu migrierenden Postfächer besitzt.

    HinweisHinweis:
    Wenn Sie sich entscheiden, in der CSV-Datei Benutzeranmeldeinformationen zu verwenden, sollten Sie erwägen, die Benutzerkennwörter global zu ändern und die Benutzer dann daran zu hindern, das Kennwort für ihr lokales Konto zu ändern, bevor Sie ihre Postfächer migrieren. Wenn Benutzer das Kennwort ändern, bevor ihr Postfach zum cloudbasierten Postfach migriert wurde, scheitert die Migration. Wenn Benutzer das Kennwort ändern, nachdem ihr Postfach migriert wurde, werden neue E-Mails, die an ihr Postfach auf dem IMAP-Server gesendet wurden, nicht zu ihrem Exchange Online-Postfach migriert.
  • Während der Migration keine Postfächer löschen oder deren SMTP-Adressen ändern   Das Migrationssystem meldet einen Fehler, wenn ein migriertes Postfach nicht gefunden wird. Schließen Sie die Migration unbedingt ab, und löschen Sie den Migrationsbatch, bevor Sie die SMTP-Adresse eines migrierten Exchange Online- oder lokalen Postfachs löschen oder ändern.

  • Kommunikation mit anderen Benutzern   Informieren Sie Benutzer vorab, dass der Inhalt ihrer lokalen Postfächer zur Office 365-Organisation migriert wird. Beachten Sie Folgendes:

    • Informieren Sie die Benutzer, dass E-Mails mit einer Größe von mehr als 35 MB nicht migriert werden. Fordern Sie die Benutzer auf, besonders große Nachrichten und Anlagen auf dem lokalen Computer oder auf einem USB-Wechseldatenträger zu speichern.

    • Fordern Sie die Benutzer auf, vor der Migration alte oder nicht erforderliche E-Mails in ihren lokalen Postfächern zu löschen. Auf diese Weise kann die zu migrierende Datenmenge verringert und die Gesamtmigrationszeit reduziert werden. Alternativ können Sie selbst die Postfächer der Benutzer bereinigen.

    • Schlagen Sie vor, dass Benutzer ihre Posteingänge sichern.

    • Informieren Sie Benutzer darüber, welche Ordner ggf. nicht migriert werden.

    • Ordner mit einem Schrägstrich (/) im Ordnernamen werden nicht migriert. Wenn Benutzer Ordner migrieren möchten, die Schrägstriche in ihren Namen enthalten, müssen die Ordner umbenannt werden, oder die Schrägstriche müssen mit einem anderen Zeichen ersetzt werden, z. B. einem Unterstrich ( _ ) oder einem Bindestrich ( - ).

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