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Migrieren von Postfächern zu Exchange Online mit einer mehrstufigen Migration

Exchange Online
 

Gilt für: Exchange Online

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-03-05

Mit der Seite "Migration" (auch als Migrationsdashboard bezeichnet) in der Exchange-Verwaltungskonsole oder mit der Exchange-Verwaltungsshell und CSV-Dateien können Sie Batches lokaler Microsoft Exchange-Postfächer zu Exchange Online migrieren. Dieser Migrationstyp wird als mehrstufige Exchange-Migration bezeichnet. Er wird im Allgemeinen verwendet, um Postfächer innerhalb einiger Wochen oder Monate zu Exchange Online zu migrieren. Mehrstufige Migrationen werden von Organisationen verwendet, die über einen gewissen Zeitraum alle Postfächer zu Exchange Online migrieren und einen vollständigen Übergang ihrer lokalen Exchange-Organisation zu Exchange Online vollziehen möchten. Eine mehrstufige Migration ist nicht für Organisationen bestimmt, die auf Dauer sowohl Postfächer in ihrer lokalen Organisation als auch in Exchange Online aufrechterhalten möchten oder die beabsichtigten, über einen langen Zeitraum hinweg alle Postfächer auf Exchange umzustellen. Eine Exchange-Hybridbereitstellung ist eine bessere Lösung für die langfristige Beibehaltung lokaler und cloudbasierter Postfächer, da sie Features bietet wie das sichere E-Mail-Routing zwischen lokalen Organisationen und Exchange Online-Organisationen, ein einheitliches gemeinsam genutztes Adressbuch, Frei/Gebucht-Informationen und Kalenderfreigaben zwischen lokalen Organisationen und Exchange Online-Organisationen sowie die Möglichkeit, Exchange Online-Postfächer zurück zur lokalen Organisation zu verschieben.

Sie können eine mehrstufige Migration nicht verwenden, um Postfächer von Exchange 2010 oder Exchange 2013 zu Exchange Online migrieren. Wenn sich weniger als 2.000 Exchange 2010- oder Exchange 2013-Postfächer in der Organisation befinden, können Sie eine Exchange-Übernahmemigration verwenden. Wenn mehr als 2.000 Exchange 2010- oder Exchange 2013-Postfächer migriert werden sollen, müssen Sie eine Exchange-Hybridbereitstellung implementieren.

Weitere Informationen zu den Migrationstypen, mit denen Sie Postfächer zu Exchange Online migrieren können, finden Sie unter den folgenden Themen:

Sind Sie nicht sicher, welcher Migrationstyp die Anforderungen Ihrer Organisation an die Migration von Postfächern zu Exchange Online und Office 365 erfüllt? Sehen Sie sich das Szenario der reinen Cloudbereitstellung unter Bereitstellungs-Assistent für Exchange 2013 Server an.

Um eine mehrstufige Migration von Postfächern zu Exchange Online durchzuführen, müssen Sie Benutzerkonten aus dem lokalen Active Directory-Verzeichnisdienst in die Office 365-Organisation replizieren. Hierfür müssen Sie das Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool installieren und konfigurieren. Nachdem die Postfächer zu Exchange Online migriert wurden, werden die Benutzerkonten weiterhin in der lokalen Organisation verwaltet, und das Verzeichnissynchronisierungstool synchronisiert das lokale Active Directory mit der Office 365-Organisation. Weitere Informationen zum Verzeichnissynchronisierungstool finden Sie unter Schritt 1: Auf eine mehrstufige Migration vorbereiten.

Folgendes geschieht bei einer mehrstufigen Migration von Postfächern zu Exchange Online. Exchange Online führt für jeden ausgeführten Migrationsbatch die folgenden Schritte aus:

  • Es wird geprüft, ob das Verzeichnissynchronisierungstool für die Office 365-Organisation aktiviert ist.

  • Es wird geprüft, ob für jeden Eintrag in der CSV-Datei ein E-Mail-aktivierter Benutzer in der Office 365-Organisation vorhanden ist.

  • Die E-Mail-aktivierten Benutzer werden in Postfächer in Ihrer Exchange Online-Organisation umgewandelt.

  • Die Weiterleitung von E-Mails wird konfiguriert, indem die E-Mail-Adresse des Exchange Online-Postfachs in die Eigenschaft TargetAddress eingefügt wird. Auf diese Weise können an ein lokales Postfach gesendete E-Mails an das entsprechende Exchange Online-Postfach weitergeleitet werden.

  • E-Mail-Nachrichten, Kontakte und Kalenderelemente aus den lokalen Postfächern werden in die entsprechenden Exchange Online-Postfächer kopiert. Dieser Vorgang wird als Erstsynchronisierung bezeichnet. Nachdem Postfachelemente migriert wurden, werden die lokalen Postfächer und die Exchange Online-Postfächer nicht synchronisiert. Neue an das lokale Postfach gesendete E-Mails werden an das entsprechende Exchange Online-Postfach weitergeleitet.

  • Es wird eine E-Mail an den Administrator gesendet, wenn die Erstsynchronisierung durch den Migrationsbatch fertig gestellt wurde. In dieser Nachricht ist angegeben, wie viele Postfächer erfolgreich migriert wurden und wie viele nicht migriert werden konnten. Die Nachricht enthält auch Links zu Migrationsstatistiken und Fehlerberichten mit detaillierteren Informationen.

  • Geschätzte Zeit bis zum Abschließen dieser Aufgabe: 2 bis 5 Minuten, um einen Migrationsbatch zu erstellen. Nach dem Start der Migration variiert die Dauer der Migration abhängig von der Anzahl von Postfächern in dem Batch, der Größe der einzelnen Postfächer und Ihrer verfügbaren Netzkapazität. Informationen zu weiteren Faktoren, die sich auf die Dauer der Migration von Postfächern zu Exchange Online auswirken, finden Sie unter Migrationsleistung.

  • Bevor Sie dieses Verfahren bzw. diese Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Migration" im Thema Empfängerberechtigungen.

  • Informationen zu Tastenkombinationen für die Verfahren in diesem Thema finden Sie unter Tastenkombinationen in der Exchange-Verwaltungskonsole.

  • Abwesenheitsnotizen werden nicht mit Benutzerpostfächern migriert. Wenn ein Benutzer das Abwesenheitsfeature vor der Migration aktiviert, bleibt das Feature für das migrierte Postfach aktiviert, aber die Abwesenheitsnotiz ist leer. Personen, die Nachrichten an das Postfach senden, erhalten keine Abwesenheitsnachricht. Damit Abwesenheitsbenachrichtigungen gesendet werden, muss der Benutzer seine Abwesenheitsnotiz nach dem Migrieren seines Postfachs erneut erstellen.

TippTipp:
Liegt ein Problem vor? Bitten Sie in den Exchange-Foren um Hilfe. Besuchen Sie die Foren unter: Exchange Server, Exchange Online oder Exchange Online Protection.

Auf eine mehrstufige Exchange-Migration müssen Sie sich vorbereiten, insbesondere, indem Sie überprüfen, ob erfolgreich eine Verbindung mit Ihrer lokalen Exchange-Organisation hergestellt werden kann.

  • Installieren und Konfigurieren des Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstools   Das Verzeichnissynchronisierungstool muss ausgeführt werden, um eine mehrstufige Migration durchzuführen. Mit dem Tool werden die E-Mail-aktivierten Benutzer in der Exchange Online-Organisation erstellt, die während der Migration in Postfächer konvertiert werden. Weitere Informationen zum Installieren und Aktivieren des Verzeichnissynchronisierungstools finden Sie unter Active Directory-Synchronisierung: Roadmap.

  • Planen der Verwaltung von Benutzeridentitäten   Nach der Migration lokaler Postfächer zu Exchange Online werden die Benutzerattribute für die Exchange Online-Postfächer entsprechend den Änderungen im lokalen Active Directory aktualisiert. Dies bedeutet, dass die Autoritätsquelle für das Verwalten von Benutzeridentitäten Ihr lokales Verzeichnis ist. Nach der Migration aller lokalen Postfächer zu Exchange Online können Sie jedoch die Verzeichnissynchronisierung so konfigurieren, dass die Autoritätsquelle der Office 365-Verzeichnisdienst ist. Auf diese Weise können Sie Postfacheigenschaften in Exchange Online verwalten. Weitere Informationen zur Verwaltung von Benutzeridentitäten nach der Migration von Postfächern zu Exchange Online finden Sie unter den folgenden Themen:

  • Hinzufügen der lokalen Exchange-Organisation als akzeptierte Domäne Ihrer Office 365-Organisation   Der Migrationsdienst verwendet die SMTP-Adresse der lokalen Postfächer, um die E-Mail-Adresse für die neuen Exchange Online-Postfächer zu erstellen. Vor dem Ausführen einer mehrstufigen Migration muss die lokale Domäne eine akzeptierte Domäne der Office 365-Organisation sein. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen Ihrer Domäne zu Office 365.

  • Konfigurieren von Outlook Anywhere auf dem lokalen Exchange-Server   Der E-Mail-Migrationsdienst verwendet RPC über HTTP oder Outlook Anywhere, um eine Verbindung mit dem lokalen Exchange-Server herzustellen. Informationen zum Einrichten von Outlook Anywhere für Exchange 2007 und Exchange 2003 finden Sie unter den folgenden Themen:

    WichtigWichtig:
    Die Outlook Anywhere-Konfiguration muss mit einem Zertifikat einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle konfiguriert werden. Outlook Anywhere kann nicht mit einem selbstsignierten Zertifikat konfiguriert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von SSL für Outlook Anywhere.
  • Sicherstellen, dass mit Outlook Anywhere eine Verbindung mit der lokalen Exchange-Organisation hergestellt werden kann   Sie können eine der folgenden Methoden verwenden, um die Verbindungseinstellungen zu testen:

    • Verwenden Sie Microsoft Outlook von außerhalb Ihre Firmennetzwerks, um eine Verbindung mit Ihrem lokalen Exchange-Postfach herzustellen.

    • Verwenden Sie die Microsoft Exchange-Remoteverbindungsuntersuchung zum Testen der Verbindungseinstellungen. Verwenden Sie die Outlook Anywhere- (RPC über HTTP)- oder Outlook-AutoErmittlungs-Tests.

    • Führen Sie die folgenden Shellbefehle aus.

      $Credentials = Get-Credential
      
      Test-MigrationServerAvailability -ExchangeOutlookAnywhere -Autodiscover -EmailAddress <email address for on-premises administrator> -Credentials $credentials
      
    • Erstellen Sie erfolgreich einen Migrationsendpunkt für die Exchange-Organisation, die die zu migrierenden Postfächer hostet. Wenn Sie den Endpunkt erstellen, wählen Sie Outlook Anywhere als Endpunkttyp aus. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Migrationsendpunkten.

  • Zuweisen der erforderlichen Berechtigungen für das lokale Benutzerkonto für den Zugriff auf Postfächer in der Exchange-Organisation   Das lokale Benutzerkonto, das Sie für die Verbindung Ihrer lokalen Exchange-Organisation verwenden (auch als Migrationsadministrator bezeichnet), muss über die erforderlichen Berechtigungen für den Zugriff auf die lokalen Postfächer verfügen, die Sie zu Exchange Online migrieren möchten. Dieses Benutzerkonto wird zur Erstellung eines Migrationsendpunkts zu Ihrer lokalen Organisation verwendet.

    Die folgende Liste zeigt die Administratorrechte, die erforderlich sind, um Postfächer mithilfe einer mehrstufigen Migration zu migrieren. Es gibt drei mögliche Optionen.

    • Der Migrationsadministrator muss Mitglied der Gruppe Domänen-Admins in Active Directory in der lokalen Organisation sein.

      – oder –

    • Dem Migrationsadministrator müssen die Berechtigung FullAccess für jedes lokale Postfach UND die Berechtigung WriteProperty zum Ändern der Eigenschaft TargetAddress des lokalen Benutzerkontos zugewiesen sein.

      – oder –

    • Dem Migrationsadministrator müssen die Berechtigung Receive As für die lokale Postfachdatenbank mit den Benutzerpostfächern UND die Berechtigung WriteProperty zum Ändern der Eigenschaft TargetAddress des lokalen Benutzerkontos zugewiesen sein.

    Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgenden Themen.

     

    Exchange 2007

    Exchange 2003

  • Vorbereiten der CSV-Datei   Ermitteln Sie die Gruppe von Benutzern, deren lokale Postfächer zu Exchange Online migriert werden sollen. Schließen Sie diese Benutzer in eine CSV-Datei ein, mit der Sie einen Migrationsbatch erstellen möchten. Informationen zum Vorbereiten der CSV-Datei finden Sie unter Schritt 2: Erstellen einer CSV-Datei für einen Batch der mehrstufigen Migration.

  • Deaktivieren von Unified Messaging   Wenn die zu migrierenden lokalen Postfächer für Unified Messaging (UM) aktiviert sind, müssen Sie vor der Migration UM in den Postfächern deaktivieren. Nach Abschluss der Migration können Sie UM dann für die Postfächer wieder aktivieren.

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Ermitteln Sie die Gruppe von Benutzern, deren lokale Postfächer zu Exchange Online migriert werden sollen. Schließen Sie diese Benutzer in eine CSV-Datei ein, mit der Sie einen Migrationsbatch erstellen möchten. Jede Zeile in der CSV-Datei enthält Informationen zu einem lokalen Postfach. Diese Informationen werden von Exchange Online verwendet, um die Migration zu verarbeiten.

WichtigWichtig:
Es gibt keine Beschränkung der Anzahl von Postfächern, die Sie mit einer mehrstufigen Exchange-Migration zur Cloud migrieren können. Die CSV-Datei für einen Migrationsbatch kann jedoch maximal 2.000 Zeilen enthalten. Zum Migrieren von mehr als 2.000 Postfächern müssen Sie zusätzliche CSV-Dateien erstellen und dann mit jeder dieser Dateien einen neuen Migrationsbatch erstellen.

Unterstützte Attribute

Die CSV-Datei für eine mehrstufige Migration unterstützt die folgenden drei Attribute. Jede Zeile, die einem Postfach entspricht, muss einen Wert für jedes Attribut enthalten, das in der CSV-Datei enthalten ist.

  • EmailAddress gibt die primäre SMTP-E-Mail-Adresse für das lokale Postfach des jeweiligen Benutzers an. E-Mail-Adressen müssen ein gültiges SMTP-Format verwenden, beispielsweise "pilarp@tailspintoys.com". Dieses Attribut ist erforderlich.

    WichtigWichtig:
    Stellen Sie sicher, dass die primären SMTP-Adressen für lokale Postfächer verwendet werden und nicht Benutzer-IDs der cloudbasierten Organisation. Wenn die lokale Domäne beispielsweise "tailspintoys.com", die cloudbasierte E-Mail-Organisation jedoch "service.tailspintoys.com" heißt, verwenden Sie den Domänennamen "tailspintoys.com" für E-Mail-Adressen in der CSV-Datei.
  • Password ist das Kennwort, das für das neue Exchange Online-Postfach festgelegt wird. Alle Kennworteinschränkungen, die auf die Cloud-basierte Organisation angewendet wurden, gelten für die in der CSV-Datei enthaltenen Kennwörter. Ein Kennwort muss eine Mindestlänge von acht Zeichen haben. Dieses Attribut ist optional.

  • ForceChangePassword gibt an, ob ein Benutzer das Kennwort ändern muss, wenn er sich das erste Mal am neuen cloudbasierten Postfach anmeldet. Dieses Attribut kann den Wert True oder False aufweisen. Andere Werte sind ungültig. Dieses Attribut ist optional.

    HinweisAnmerkung:
    Wenn Sie eine Lösung für einmaliges Anmelden durch die Bereitstellung von Active Directory-Verbunddienste 2.0 (AD FS 2.0) in Ihrer lokalen Organisation implementiert haben, müssen Sie False als Wert des Attributs ForceChangePassword verwenden.

CSV-Dateiformat

Das folgende Beispiel zeigt das Format der CSV-Datei. In diesem Beispiel werden drei lokale Postfächer zu Exchange Online migriert.

EmailAddress,Password,ForceChangePassword
pilarp@tailspintoys.com,Pa$$w0rd,False
tobyn@tailspintoys.com,Pa$$w0rd,False
briant@tailspintoys.com,Pa$$w0rd,False

In der ersten Zeile (auch als Kopfzeile bezeichnet) der CSV-Datei sind die Namen der Attribute oder Felder aufgelistet, die in den folgenden Zeilen angegeben werden. Die einzelnen Attributnamen werden jeweils durch ein Komma getrennt.

Die Zeilen unter der Kopfzeile stellen einen Benutzer dar und enthalten die Informationen, die zum Migrieren des Postfachs des Benutzers verwendet werden. Die Attributwerte in jeder einzelnen Zeile müssen die gleiche Reihenfolge aufweisen wie die Attributnamen in der Kopfzeile. Die einzelnen Attributwerte werden jeweils durch ein Komma getrennt.

Sie können einen beliebigen Text-Editor oder eine Anwendung wie Microsoft Excel zum Erstellen der CSV-Datei verwenden. Speichern Sie die Datei als CSV- oder TXT-Datei.

TippTipp:
   Wenn die CSV-Datei Nicht-ASCII-Zeichen oder Sonderzeichen enthält, muss sie mit UTF-8-Codierung oder einer anderen Unicode-Codierung gespeichert werden. Abhängig von der Anwendung ist es möglicherweise leichter, die CSV-Datei mit UTF-8-Codierung oder einer anderen Unicode-Codierung zu speichern, wenn das Systemgebietsschema des Computers der in der CSV-Datei verwendeten Sprache entspricht.

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Für einen Batch einer mehrstufigen Migration müssen Sie einen Exchange Outlook Anywhere-Migrationsendpunkt erstellen. Ein Migrationsendpunkt ist ein Verwaltungsobjekt in Exchange Online, das die Verbindungseinstellungen für den lokalen Server enthält, auf dem die zu migrierenden Postfächer gehostet sind, sowie die Anmeldeinformationen für ein lokales Benutzerkonto, das über die erforderlichen Administratorberechtigungen für die Migration von Postfächern verfügt. Wenn Sie einen Migrationsbatch erstellen, werden die Informationen im Migrationsendpunkt verwendet, um eine Verbindung mit dem lokalen Exchange-Server herzustellen. Der Migrationsendpunkt definiert auch die Anzahl der Postfächer, die gleichzeitig migriert werden sollen.

Weitere Informationen zum Erstellen eines Exchange Outlook Anywhere-Migrationsendpunkts finden Sie unter Erstellen von Migrationsendpunkten.

TippTipp:
Obwohl Sie den ersten Outlook Anywhere-Migrationsendpunkt beim Erstellen des ersten Migrationsbatches für eine mehrstufige Migration erstellen können, empfiehlt es sich, Migrationsendpunkte vor dem Erstellen eines Migrationsbatches zu erstellen. Wenn Sie einen Migrationsendpunkt erstellen, testet Exchange Online die Verbindung mit dem lokalen Exchange-Server. Der Migrationsendpunkt wird erst erstellt, nachdem Exchange Online erfolgreich eine Verbindung mit dem lokalen Server herstellen konnte. Auf diese Weise können Sie Konnektivitätsprobleme analysieren und beheben, bevor Sie einen Migrationsbatch erstellen. Andernfalls müssten Sie den Migrationsbatch abbrechen und zuerst alle Konnektivitätsprobleme beheben, bevor Sie einen Migrationsbatch erstellen können.

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Um einen Migrationsbatch zu erstellen, müssen Sie eine CSV-Datei übermitteln, die die Informationen über die zu migrierenden Postfächer enthält. Sie können maximal 100 Migrationsbatches auf einmal erstellen und starten.

Das folgende Verfahren unterscheidet sich abhängig davon, ob Sie oder ein anderer Administrator in Ihrer Exchange Online-Organisation bereits Migrationsendpunkte erstellt haben. Es wird empfohlen, dass Sie einen Migrationsendpunkt erstellen, bevor Sie einen Migrationsbatch für eine mehrstufige Exchange-Migration erstellen.

  1. Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration.

  2. Klicken Sie auf Neu Hinzufügen (Symbol) und dann auf Zu Exchange Online migrieren.

  3. Klicken Sie auf der Seite Migrationstyp auswählen auf Mehrstufige Migration und dann auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf der Seite Benutzer auswählen auf Durchsuchen, um die CSV-Datei anzugeben, die für diesen Migrationsbatch verwendet werden soll.

    Nachdem Sie eine CSV-Datei ausgewählt haben, wird die CSV-Datei von Exchange Online überprüft, um Folgendes sicherzustellen:

    • Die Datei darf nicht leer sein.

    • Für die Datei muss eine durch Trennzeichen getrennte Formatierung verwendet werden.

    • Die Datei darf maximal 2.000 Zeilen enthalten.

    • Die Kopfzeile enthält die erforderlichen Spalte EmailAddress.

    • Die Datei muss dieselbe Anzahl von Spalten wie die Kopfzeile enthalten.

    Wenn eine dieser Prüfungen scheitert, wird ein Fehler angezeigt, der die Fehlerursache erläutert. Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie die CSV-Datei reparieren und erneut übermitteln, um einen Migrationsbatch zu erstellen. Nachdem die CSV-Datei überprüft wurde, wird die Anzahl der in der CSV-Datei aufgeführten Benutzer als die Anzahl der Postfächer angezeigt, die migriert werden sollen.

  5. Klicken Sie dann auf Weiter.

  6. In Abhängigkeit davon, ob bereits Outlook Anywhere-Migrationsendpunkte für Ihre Exchange Online-Organisation erstellt wurden, führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    • Es wurden noch keine Migrationsendpunkte erstellt: Geben Sie auf der Seite Anmeldeinformationen für lokales Konto eingeben den Benutzernamen und das Kennwort für ein Konto ein, das über die erforderlichen Administratorrechte in der lokalen Exchange-Organisation verfügt, in der die zu migrierenden Postfächer gehostet sind. Verwenden Sie für den Namen des Administratorkontos das Format Domäne\Benutzername. Klicken Sie auf Weiter. Exchange Online verwendet die E-Mail-Adresse des Benutzers in der ersten Zeile der CSV-Datei, das Administratorkonto und den AutoErmittlungsdienst, um die Verbindungseinstellungen für Ihre lokale Exchange-Organisation zu erkennen. Wenn die Verbindungseinstellungen erfolgreich ermittelt wurden, werden der vollqualifizierte Domänenname Ihres lokalen Exchange-Servers und des RPC-Proxyservers auf der Seite Migrationsendunkt bestätigen angezeigt. Überprüfen Sie die Einstellungen, und klicken Sie auf Weiter. Wenn die Testverbindung mit dem Quellserver nicht hergestellt werden kann, werden Sie aufgefordert, den vollqualifizierten Domänennamen Ihres lokalen Exchange-Servers und des RPC-Proxyservers manuell anzugeben. Sie müssen eine Verbindung mit dem Quellserver herstellen können, um den Vorgang fortzusetzen.

      Exchange Online erstellt mithilfe der Verbindungseinstellungen, die erfolgreich ermittelt oder manuell eingegeben wurden, einen neuen Migrationsendpunkt. Standardmäßig wird dieser Migrationsendpunkt so konfiguriert, dass er maximal 20 gleichzeitige Migrationen unterstützt.

      HinweisAnmerkung:
      Es wird empfohlen, einen Migrationsendpunkt zu verwenden, der mithilfe von automatisch ermittelten Verbindungseinstellungen erstellt wurde (anstatt der manuell bereitgestellten Einstellungen), da der AutoErmittlungsdienst eine Verbindung mit jedem Postfach im Migrationsbatch herstellt. Dies ist wichtig, wenn mehrere lokale Exchange-Server vorhanden sind. Andernfalls müssen Sie eventuell für jeden lokalen Server einen eigenen Migrationsendpunkt erstellen.
    • Ein Migrationsendpunkt wurde erstellt: Exchange Online zeigt die Verbindungseinstellungen vom vorhandenen Migrationsendpunkt auf der Seite Migrationsendpunkt bestätigen an. Überprüfen Sie die Verbindungseinstellungen, und klicken Sie auf Weiter.

    • Zwei oder mehr Migrationsendpunkte wurden erstellt: Wählen Sie unter Migrationsendpunkt auswählen einen Migrationsendpunkt im Menü aus, und klicken Sie dann auf Weiter. Die Verbindungseinstellungen des ausgewählten Migrationsendpunkts werden vom Migrationsdienst auf einer schreibgeschützten Seite angezeigt. Überprüfen Sie die Verbindungseinstellungen, und klicken Sie auf Weiter.

  7. Geben Sie auf der Seite Konfiguration verschieben den Namen des Migrationsbatches ein, und klicken Sie auf Weiter. Dieser Name wird in der Liste der Migrationsbatches auf der Seite Migration angezeigt, nachdem Sie den Migrationsbatch erstellt haben. Batchnamen dürfen keine Leerzeichen oder Sonderzeichen enthalten.

  8. Gehen Sie auf der Seite Batch starten wie folgt vor:

    • Klicken Sie auf Durchsuchen, um eine Kopie der Migrationsberichte an andere Benutzer zu senden. Standardmäßig werden Migrationsberichte an den Administrator gesendet, der den Migrationsbatch erstellt. Sie können außerdem über die Eigenschaftenseite des Migrationsbatches auf die Migrationsberichte zugreifen.

    • Geben Sie eine der folgenden Optionen an, um den Migrationsbatch zu starten, nachdem er erstellt wurde:

      • Batch automatisch starten   Der Migrationsbatch wird gestartet, sobald Sie den neuen Migrationsbatch speichern. Der Batch wird zunächst mit dem Status Erstellt markiert; nach dem Starten des Batches wird sein Status auf Synchronisierung geändert.

      • Batch zu einem späteren Zeitpunkt manuell starten   Der Migrationsbatch wird erstellt, aber nicht gestartet. Der Status des Batches wird auf Erstellt festgelegt. Zum Starten eines Migrationsbatches wählen Sie diesen im Migrationsdashboard aus, und klicken Sie dann auf Starten Symbol "Starten".

  9. Klicken Sie auf Neu, um den Migrationsbatch zu erstellen.

    Der neue Migrationsbatch wird im Migrationsdashboard angezeigt.

Sie können das Cmdlet New-MigrationBatch verwenden, um einen Migrationsbatch für eine mehrstufige Exchange-Migration zu erstellen. Bevor Sie mithilfe der Shell einen Migrationsbatch erstellen können, müssen Sie eine CSV-Datei und einen Migrationsendpunkt erstellen. Sie können einen Migrationsbatch erstellen und diesen automatisch starten, indem Sie den Parameter AutoStart verwenden. Alternativ können Sie den Migrationsbatch erstellen und später mithilfe des Cmdlets Start-MigrationBatch starten.

In diesem Beispiel wird ein Migrationsbatch erstellt und gestartet. Dabei wird das Cmdlet New-MigrationEndpoint verwendet, um einen Outlook Anywhere-Migrationsendpunkt zu erstellen. Anschließend wird mithilfe dieses Endpunkts der Migrationsbatch erstellt. Der Migrationsbatch wird automatisch mit dem Parameter AutoStart gestartet.

Das Cmdlet Get-Credential dient zum Abrufen der Anmeldeinformationen für das lokale Administratorkonto, die zum Erstellen des Migrationsbatches erforderlich sind. Wenn Sie aufgefordert werden, den Benutzernamen einzugeben, können Sie dem entweder in Form der E-Mail-Adresse des Administratorkontos oder im Format "Domäne\Benutzername" nachkommen.

$Credentials = Get-Credential
$MigrationEndpoint = New-MigrationEndpoint -ExchangeOutlookAnywhere -Name EXCH-01Endpoint -Autodiscover -EmailAddress administrator@contoso.com -Credentials $Credentials

New-MigrationBatch -Name StagedBatch1 -SourceEndpoint $MigrationEndpoint.Identity -CSVData ([System.IO.File]::ReadAllBytes("C:\Users\Administrator\Desktop\StagedBatch1.csv")) -AutoStart

In diesem Beispiel wird ein Migrationsbatch erstellt und der im vorherigen Beispiel erstellte Migrationsendpunkt verwendet. Da der Parameter AutoStart nicht verwendet wird, muss der Migrationsbatch manuell mit dem Cmdlet Start-MigrationBatch gestartet werden.

New-MigrationBatch -Name StagedBatch2 -SourceEndpoint EXCH-01Endpoint -CSVData ([System.IO.File]::ReadAllBytes("C:\Users\Administrator\Desktop\StagedBatch2.csv"))

Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um zu überprüfen, ob ein Migrationsbatch für eine mehrstufige Exchange-Migration erfolgreich erstellt wurde:

  • Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration. Überprüfen Sie, ob der Batch im Migrationsdashboard angezeigt wird. Wenn der Migrationsbatch automatisch gestartet wurde, ist der unter Status angezeigte Wert Synchronisierung. Wenn der Batch für einen manuellen Start konfiguriert wurde, ist der Wert Erstellt.

  • Führen Sie in der Shell den folgenden Befehl aus, um Informationen zum neuen Migrationsbatch anzuzeigen.

    Get-MigrationBatch
    

    Um ausführliche Informationen über einen Migrationsbatch anzuzeigen, führen Sie den folgenden Befehl aus.

    Get-MigrationBatch -Identity <identity> | fl
    

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Wenn Sie einen Migrationsbatch erstellen und für den manuellen Start konfigurieren, können Sie ihn mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole oder der Shell starten. Wenn ein Migrationsbatch gerade ausgeführt wird, wenn Sie einen anderen Migrationsbatch starten, wird der Status des neu gestarteten Batches auf Erstellt festgelegt. Wie bereits erwähnt, wird nach Abschluss des Migrationsbatches von Exchange Online eine E-Mail an den Administrator gesendet. In dieser Nachricht ist angegeben, wie viele Postfächer erfolgreich migriert wurden und wie viele nicht migriert werden konnten. Die Nachricht enthält auch Links zu Migrationsstatistiken und Fehlerberichten mit detaillierteren Informationen.

WichtigWichtig:
Migrationsbatches mit dem Status Synchronisiert, für die in den letzten 90 Tagen keine vom Administrator initiierte Aktivität vorliegt (beispielsweise wurde kein Migrationsbatch von einem Administrator beendet und neu gestartet oder bearbeitet), werden beendet und dann 30 Tage später gelöscht, wenn vom Administrator keine weitere Aktion ausgeführt wird.

  1. Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration.

  2. Wählen Sie im Migrationsdashboard den Batch aus, und klicken Sie dann auf Starten Symbol "Starten".

Führen Sie den folgenden Shellbefehl aus, um einen Migrationsbatch zu starten.

Start-MigrationBatch -Identity <identity>

Wenn ein Migrationsbatch erfolgreich gestartet wurde, lautet sein Status im Migrationsdashboard Synchronisierung. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um zu überprüfen, ob ein Migrationsbatch erfolgreich gestartet wurde:

  • Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration. Überprüfen Sie, ob der Migrationsbatch gestartet wurde.

  • Führen Sie in der Shell den folgenden Befehl aus, um zu überprüfen, ob der Migrationsbatch gestartet wurde.

    Get-MigrationBatch -Identity <identity> | fl Status
    

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Nachdem die Ausführung eines Migrationsbatches beendet wurde, Sie überprüft haben, ob alle Postfächer im Batch erfolgreich migriert wurden, und die Erstsynchronisierung von Postfachelementen mit Exchange Online abgeschlossen ist, sollten die lokalen Postfächer im Migrationsbatch in E-Mail-aktivierte Benutzer konvertiert werden. Der Grund: Nach einer mehrstufigen Exchange-Migration verfügt ein Benutzer über ein lokales Postfach und ein Exchange Online-Postfach. Da nach der Migration an das lokale Postfach des Benutzers gesendete E-Mails an das entsprechende Exchange Online-Postfach weitergeleitet werden, müssen die Benutzer zum Zugreifen auf ihre E-Mails eine Verbindung mit ihren Exchange Online-Postfächern herstellen. Wenn ein Benutzer aber Outlook verwendet, um sein Postfach zu öffnen, versucht der AutoErmittlungsdienst nach wie vor, eine Verbindung mit dem lokalen Postfach herzustellen. Nachdem Sie die lokalen Postfächer in E-Mail-aktivierte Benutzer konvertiert haben, verwendet der AutoErmittlungsdienst einen E-Mail-aktivierten Benutzer, um eine Verbindung zwischen Outlook und dem Exchange Online-Postfach herzustellen, sobald der Benutzer ein neues Outlook-Profil erstellt hat.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Konvertierung der lokalen Postfächer in E-Mail-aktivierte Benutzer besteht darin, dass die Proxyadressen aus den Exchange Online-Postfächern durch Kopieren zu den E-Mail-aktivierten Benutzern behalten werden. So können Sie Cloud-basierte Benutzer mithilfe von Active Directory von der lokalen Organisation aus verwalten. Außerdem verbleiben die zu E-Mail-aktivierten Benutzern kopierten Proxyadressen, sollten Sie entscheiden, die lokale Exchange-Organisation nach der Migration aller Postfächer zu Exchange Online außer Betrieb zu setzen, in Ihrem lokalen Active Directory.

Weitere Informationen und Skripts zum Konvertieren von Postfächern in E-Mail-aktivierte Benutzer finden Sie in folgenden Themen:

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Nachdem alle Postfächer in einem Migrationsbatch erfolgreich migriert wurden und Sie die lokalen Postfächer im Batch in E-Mail-aktivierte Benutzer konvertiert haben, können Sie den Batch für die mehrstufige Migration löschen. Stellen Sie sicher, dass E-Mails an die Exchange Online-Postfächer im Migrationsbatch weitergeleitet werden. Wenn Sie einen Batch für die mehrstufige Migration löschen, bereinigt der Migrationsdienst alle zum Migrationsbatch gehörenden Datensätze und löscht den Migrationsbatch. Der Batch wird aus der Liste der Migrationsbatches im Migrationsdashboard entfernt.

HinweisAnmerkung:
Die Reihenfolge, in der Sie diesen Schritt und den vorherigen Schritt (Konvertieren der lokalen Postfächer in E-Mail-aktivierte Benutzer) durchführen, ist unerheblich.

  1. Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration.

  2. Wählen Sie im Migrationsdashboard den Batch aus, und klicken Sie dann auf Löschen Löschen (Symbol).

Führen Sie den folgenden Shellbefehl aus, um einen Migrationsbatch zu löschen.

Remove-MigrationBatch -Identity <identity>

  1. Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Empfänger  > Migration. Überprüfen Sie, ob der Migrationsbatch nicht mehr im Migrationsdashboard aufgeführt wird.

    – oder –

  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um zu überprüfen, ob der Migrationsbatch gelöscht wurde.

    Get-MigrationBatch <identity>
    

    Der Befehl gibt entweder den Migrationsbatch mit dem Status Wird entfernt zurück oder einen Fehler, der besagt, dass der Migrationsbatch nicht gefunden werden konnte, was bestätigt, dass er gelöscht wurde.

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  • Zuweisen von Lizenzen zu Office 365-Benutzern   Beim Migrieren eines Benutzerpostfachs zu Exchange Online im Rahmen einer mehrstufigen Migration wird ein Office 365-Benutzerkonto für den Benutzer erstellt. Sie müssen dieses Benutzerkonto aktivieren, indem Sie eine Lizenz zuweisen. Wenn Sie keine Lizenz zuweisen, wird das Postfach nach Ablauf der Kulanzzeit deaktiviert. Weitere Informationen zum Zuweisen von Lizenzen in der Office 365 Admin Center finden Sie unter Zuweisen oder Entfernen einer Lizenz.

  • Erstellen eines DNS-Eintrags für die AutoErmittlung   Wenn Sie alle lokalen Postfächer zu Exchange Online migriert haben und nun planen, vollständig von Ihrer lokalen Organisation zu Office 365 überzugehen, können Sie einen DNS-Eintrag für die AutoErmittlung für Ihre Office 365-Organisation konfigurieren, damit Benutzer über Microsoft Outlook und mobile Clients Verbindungen mit ihren neuen Exchange Online-Postfächern herstellen können. Dieser neue DNS-Datensatz für die AutoErmittlung muss denselben Namespace verwenden, den Sie für die Office 365-Organisation verwenden. Wenn der cloudbasierte Namespace beispielsweise "contoso.onmicrosoft.com" lautet, müssen Sie den DNS-Eintrag "autodiscover.contoso.onmicrosoft.com" für die AutoErmittlung erstellen.

    Von Exchange Online wird ein CNAME-Eintrag für die Implementierung des AutoErmittlungsdiensts für Outlook- und mobile Clients verwendet. Der CNAME-Eintrag für die AutoErmittlung muss folgende Informationen enthalten:

    • Alias   autodiscover

    • Ziel   autodiscover.outlook.com

    Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von DNS-Einträgen für Office 365.

  • Konfigurieren des MX-Eintrags, um auf die Office 365-Organisation zu verweisen   Bis Sie den MX-Eintrag ändern, werden die an Benutzer gesendeten E-Mails weiterhin an ihre lokalen Exchange-Postfächer und dann das entsprechende Exchange Online Postfach weitergeleitet. Hierdurch können Benutzer ihr Exchange Online-Postfach verwenden, um auf E-Mails zuzugreifen, die an ihr lokales Postfach gesendet wurden. Wenn Sie den MX-Eintrag Ihrer Organisation so konfigurieren, dass er auf Ihre Office 365-E-Mail-Organisation verweist, werden alle E-Mails direkt an die Exchange Online-Postfächer gesendet. Informationen zum Konfigurieren von MX-Einträgen finden Sie unter Erstellen von DNS-Einträgen für Office 365.

    WichtigWichtig:
    Es kann zwischen 24 und 72 Stunden dauern, bis der aktualisierte MX-Eintrag verteilt wird. Warten Sie mindestens 24 Stunden, nachdem Sie den MX-Eintrag geändert haben, und stellen Sie dann sicher, dass die E-Mails direkt an die Exchange Online-Postfächer weitergeleitet werden.
  • Außerbetriebsetzung der lokalen Exchange-Server   Nachdem Sie sichergestellt haben, dass alle E-Mails direkt an die Exchange Online-Postfächer weitergeleitet werden, Sie die Migration aller Postfächer abgeschlossen haben und die lokale E-Mail-Organisation nicht mehr beibehalten müssen bzw. keine Implementierung einer Lösung für einmaliges Anmelden planen, können Sie Exchange auf den Servern deinstallieren und die lokale Exchange-Organisation entfernen.

    WichtigWichtig:
    Wenn Sie eine Lösung für einmaliges Anmelden implementieren, wird dringend empfohlen, mindestens einen Exchange-Server beizubehalten, sodass Sie auf Exchange System Manager (Exchange 2003) bzw. die Exchange-Verwaltungskonsole/Exchange-Verwaltungsshell (Exchange 2007, Exchange 2010 und Exchange 2013) zugreifen können, um E-Mail-bezogene Attribute der lokalen E-Mail-aktivierten Benutzer zu verwalten. Wenn Sie Exchange 2007 und Exchange 2010 verwenden, müssen auf dem Exchange-Server, den Sie beibehalten, die Hub-Transport-, die Clientzugriff- und die Postfachserverrolle installiert sein. Für Exchange 2013 sollten Sie die Postfachserver und Clientzugriffsserver beibehalten.

    Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgenden Themen:

    • Ändern oder Entfernen von Exchange 2010 http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=217936

    • Entfernen einer Exchange 2007-Organisation http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=100485

    • Deinstallieren von Exchange Server 2003 http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=56561

    VorsichtVorsicht:
    Die Außerbetriebsetzung von Exchange kann unbeabsichtigte Folgen haben. Bevor Sie die lokale Exchange-Organisation außer Betrieb setzen, sollten Sie sich an den Microsoft Support wenden.

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Hier einige nützliche Tipps zum Optimieren der mehrstufigen Exchange-Migration:

  • Ändern der DNS-TTL-Einstellung für den MX-Eintrag   Bevor Sie mit dem Migrieren von Postfächern beginnen, ändern Sie die DNS-TTL-Einstellung (Time-To-Live, Gültigkeitsdauer) im aktuellen MX-Eintrag in ein kürzeres Intervall, beispielsweise 3.600 Sekunden (eine Stunde). Wenn Sie den MX-Eintrag nach der Migration aller Postfächer dann so ändern, dass er auf Ihre Office 365-E-Mail-Organisation verweist, sollte der aktualisierte MX-Eintrag aufgrund des kürzeren TTL-Intervalls schneller verteilt werden.

  • Kommunikation mit anderen Benutzern   Informieren Sie Benutzer vorab, dass ihre lokalen Postfächer zu Exchange Online migriert werden. Beachten Sie Folgendes:

    • Fordern Sie Benutzer auf, vor der Migration alte oder nicht erforderliche E-Mails in ihrem Exchange-Postfach zu löschen. Auf diese Weise kann die zu migrierende Datenmenge verringert und die Gesamtmigrationszeit reduziert werden. Alternativ können Sie selbst die Postfächer der Benutzer bereinigen.

    • Schlagen Sie vor, dass Benutzer ihren Posteingang sichern.

  • Bevor Sie einen Batch einer mehrstufigen Migration starten, sollten Sie den Benutzern mitteilen, dass sie zum Senden und Empfangen von E-Mails zu ihren Exchange Online-Postfächern wechseln müssen.   Informieren Sie die Benutzer, bevor Sie den Batch starten, da sie keine an ihre lokalen Postfächer gesendeten E-Mails mehr empfangen werden, nachdem die Eigenschaft TargetAddress so konfiguriert wurde, dass E-Mails an ihr Exchange Online-Postfach weitergeleitet werden. Benutzer können sich an ihrem Exchange Online-Postfach anmelden, sobald ihr E-Mail-aktiviertes Benutzerobjekt in ein Postfach konvertiert wurde. Außerdem wird der Ordner "Gesendete Elemente" in ihrem lokalen Postfach nach Abschluss der Erstsynchronisierung nicht in ihr Exchange Online-Postfach kopiert. Daher sollten Benutzer bald nach dem Starten des Migrationsbatches mit der Verwendung ihrer Exchange Online-Postfächer beginnen.

    Geben Sie ihnen unbedingt das Kennwort für ihr neues Postfach (sofern zutreffend), und senden Sie ihnen Links zu den folgenden Themen, damit sie Verbindungen mit ihrem Exchange Online-Postfach herstellen können:

  • Auffordern der Benutzer, ihr Kennwort zu ändern   Legen Sie in der CSV-Datei das Attribut ForceChangePassword auf True fest. Hierdurch werden die Benutzer gezwungen, das Kennwort zu ändern, wenn sie sich erstmals an ihrem neuen Exchange Online-Postfach anmelden. So wird sichergestellt, dass nur der Benutzer das Kennwort kennt. Fordern Sie die Benutzer unbedingt auf, sichere Kennwörter zu verwenden. Wenn Sie eine Lösung für einmaliges Anmelden durch die Bereitstellung von AD FS 2.0 in Ihrer lokalen Organisation implementiert haben, müssen Sie, wie bereits erläutert, False für den Wert des Attributs ForceChangePassword verwenden.

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