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Mehrstufige Exchange-Migration

Exchange Online
 

Gilt für: Exchange Online

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-03-05

Mit dem Migrationsdashboard in der Exchange-Verwaltungskonsole oder der Exchange-Verwaltungsshell können Sie Teilmengen der lokalen Exchange-Postfächer und -Postfachdaten zu Exchange Online migrieren. Diese Migrationsart wird als mehrstufige Exchange-Migration bezeichnet, da Postfächer in Batches migriert werden. Verwenden Sie eine mehrstufige Migration, wenn Sie planen, sämtliche Postfächer Ihres Unternehmens nach und nach zu Exchange Online zu migrieren. Wenn Sie eine mehrstufige Migration verwenden, werden Batches lokaler Postfächer über einen Zeitraum von ein paar Wochen oder Monaten zu Exchange Online migriert. Ihr Ziel besteht darin, die E-Mail-Organisation dauerhaft in Office 365 zu verschieben.

Im Folgenden finden Sie einige Einschränkungen und Anforderungen für die Verwendung einer mehrstufigen Migration:

  • Sie können eine mehrstufige Migration nicht verwenden, um Postfächer von Exchange 2010 oder Exchange 2013 zu Exchange Online zu migrieren. Wenn sich weniger als 2.000 Exchange 2010- oder Exchange 2013-Postfächer in der Organisation befinden, können Sie eine Exchange-Übernahmemigration verwenden. Wenn mehr als 2.000 Exchange 2010- oder Exchange 2013-Postfächer migriert werden sollen, müssen Sie eine Exchange-Hybridbereitstellung implementieren. Weitere Informationen finden Sie unter:

  • Sie müssen Benutzerkonten aus dem lokalen Active Directory in der Office 365-Organisation replizieren. Hierfür müssen Sie das Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool installieren und konfigurieren. Nachdem die Postfächer zu Exchange Online migriert wurden, werden die Benutzerkonten weiterhin in der lokalen Organisation verwaltet, und das Verzeichnissynchronisierungstool synchronisiert das lokale Active Directory mit der Office 365-Organisation. Weitere Informationen finden Sie unter Active Directory-Synchronisierung: Roadmap.

  • Die lokale Exchange-Organisation muss eine akzeptierte Domäne der Office 365-Organisation sein.

  • Sie können nur Benutzer- und Ressourcenpostfächer migrieren. Andere Empfängertypen, beispielsweise Verteilergruppen, Kontakte und E-Mail-aktivierte Benutzer, werden mithilfe der Verzeichnissynchronisierung zu Office 365 migriert.

  • Abwesenheitsnotizen werden nicht mit Benutzerpostfächern migriert. Wenn ein Benutzer das Abwesenheitsfeature vor der Migration aktiviert, bleibt das Feature für das migrierte Postfach aktiviert, aber die Abwesenheitsnotiz ist leer. Personen, die Nachrichten an das Postfach senden, erhalten keine Abwesenheitsnachricht. Damit Abwesenheitsbenachrichtigungen gesendet werden, muss der Benutzer seine Abwesenheitsnotiz nach dem Migrieren seines Postfachs erneut erstellen.

Weitere Informationen zum Vergleich mit anderen Optionen für die Migration von Postfächern zu Exchange Online finden Sie unter Migration von Postfächern zu Exchange Online. Oder Sie verwenden die Option Nur Cloud im Bereitstellungs-Assistenten für Exchange 2013, um die passende Migrationsoption auszuwählen.

Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung der mehrstufigen Migration. Sie umfasst Schritte, die von einem Administrator ausgeführt werden, sowie den von Exchange Online ausgeführten Migrationsvorgang. Vorbereitende Aufgaben sowie schrittweise Anweisungen finden Sie unter Migrieren von Postfächern zu Exchange Online mit einer mehrstufigen Migration.

  1. Der Administrator erstellt eine CSV-Datei, die eine Zeile für jeden Benutzer enthält, dessen lokales Postfach im Migrationsbatch migriert wird.

  2. Der Administrator erstellt und startet einen mehrstufigen Migrationsbatch über das Migrationsdashboard der Exchange-Verwaltungskonsole oder mithilfe der Shell.

  3. Nachdem der Administrator den Migrationsbatch gestartet hat, führt Exchange Online folgende Aktionen aus:

    • Es wird überprüft, ob die Synchronisierung aktiviert ist.

    • Es wird geprüft, ob für jeden in der CSV-Datei aufgeführten Benutzer ein E-Mail-aktivierter Benutzer in der Office 365-Organisation vorhanden ist. E-Mail-aktivierte Benutzer werden in Office 365 durch den Verzeichnissynchronisierungsprozess erstellt.

    • Der in Office 365 E-Mail-aktivierte Benutzer wird in ein Exchange Online-Postfach für jeden Benutzer des Migrationsbatches konvertiert.

      Dieser Teil des Vorgangs wird als Erstsynchronisierung bezeichnet. Exchange Online verarbeitet bis zu N Migrationsanforderungen gleichzeitig. N steht hierbei für die maximale Anzahl von gleichzeitigen Migrationen, die vom Administrator beim Erstellen des Migrationsendpunkts für einen Migrationsbatch angegeben wurde. Standardmäßig wird die inkrementelle Synchronisierung für jeweils 20 Postfächer durchgeführt, bis alle Postfächer im Migrationsbatch synchronisiert sind.

    • Die Weiterleitung von E-Mails wird konfiguriert, indem die Eigenschaft TargetAddress für das lokale Postfach mit der E-Mail-Adresse des Exchange Online-Postfachs konfiguriert wird. Das bedeutet, dass E-Mails, die an das lokale Postfach gesendet werden, an das entsprechende Exchange Online-Postfach weitergeleitet werden.

      HinweisHinweis:
      In Exchange 2010 und Exchange 2013 kann die Eigenschaft TargetAddress nicht geändert werden. Aus diesem Grund kann mit der mehrstufigen Exchange-Migration keine Migration von Exchange 2010- und Exchange 2013-Postfächern zu Exchange Online ausgeführt werden.
  4. Nach dem Erstellen des Exchange Online-Postfachs und der Konfiguration der E-Mail-Weiterleitung für jeden in der CSV-Datei aufgeführten Benutzer sendet Exchange Online eine Status-E-Mail an den Administrator. In dieser Nachricht ist angegeben, wie viele Postfächer erfolgreich migriert wurden und wie viele nicht migriert werden konnten. Die Nachricht enthält auch Links zu Migrationsstatistiken und Fehlerberichten mit detaillierteren Informationen. Ab diesem Zeitpunkt können die Benutzer ihre Exchange Online-Postfächer verwenden.

  5. Als Teil der Erstsynchronisierung migriert Exchange Online anschließend E-Mails, Kontakte und Kalenderelemente aus den lokalen Postfächern zu den Exchange Online-Postfächern. Nach Abschluss der Datenmigration sendet Exchange Online einen finalen Migrationsbericht.

  6. Wenn ein Migrationsbatch abgeschlossen ist und vom Administrator überprüft wird, ob alle Postfächer im Batch erfolgreich migriert wurden, kann der Administrator die lokalen Postfächer im Migrationsbatch in E-Mail-aktivierte Benutzer konvertieren.

    Öffnet ein Benutzer sein Postfach mit Microsoft Outlook, versucht der AutoErmittlungsdienst eine Verbindung mit dem lokalen Postfach herzustellen. Nachdem Sie die lokalen Postfächer in E-Mail-aktivierte Benutzer konvertiert haben, verwendet der AutoErmittlungsdienst den E-Mail-aktivierten Benutzer, um eine Verbindung zwischen Outlook und dem Exchange Online-Postfach herzustellen, sobald der Benutzer ein neues Outlook-Profil erstellt hat.

  7. Der Administrator erstellt und startet weitere Migrationsbatches, indem für jeden Batch eine CSV-Datei übermittelt wird.

  8. Sobald der Administrator alle Migrationsprobleme behoben hat, alle lokalen Postfächer in einem Batch erfolgreich migriert wurden und die Benutzer ihre Exchange Online-Postfächer verwenden, wird der Migrationsbatch vom Administrator gelöscht.

  9. Der Administrator führt nach der Konfigurationen u. a. folgende Aufgaben durch, um den Übergang zu Exchange Online und Office 365 abzuschließen:

    • Zuweisen von Lizenzen für Office 365-Benutzer.

    • Konfigurieren des MX-Eintrags, damit er auf Ihre Office 365-Organisation verweist und E-Mails somit direkt an Exchange Online-Postfächer gesendet werden.

    • Erstellen eines DNS-Eintrags für die AutoErmittlung für die Office 365-Organisation.

    • Außerbetriebsetzen der lokalen Exchange-Server (optional).

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