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Dateispeicherorte für Standard- und benannte Instanzen von SQL Server 2005

Aktualisiert: 05. Dezember 2005

Eine Installation von Microsoft SQL Server 2005 besteht aus einer oder mehreren separaten Instanzen. Eine Instanz (Standard- als auch benannte Instanz) besitzt eine Reihe eigener Programm- und Datendateien sowie mehrere gemeinsame Dateien, die von allen Instanzen auf dem Computer gemeinsam genutzt werden.

Für eine Instanz von SQL Server, die Datenbankmodul, Analysis Services und Reporting Services umfasst, verfügt jede Komponente über einen vollständigen Satz an Daten- und ausführbaren Dateien sowie die von allen Komponenten gemeinsam genutzten gemeinsamen Dateien.

Zum Isolieren der Installationsspeicherorte für jede Komponente werden eindeutige Instanz-IDs für jede Komponente innerhalb einer bestimmten SQL Server-Instanz generiert. Dies ermöglicht die Aktualisierung einer einzelnen Komponente auf zukünftige Versionen von SQL Server, ohne dass Abhängigkeiten zu anderen Komponenten von SQL Server bestehen.

ms143547.note(de-de,SQL.90).gifWichtig:
Löschen Sie keines der folgenden Verzeichnisse oder deren Inhalt: Binn, Data, Ftdata, HTML oder 1033. Andere Verzeichnisse können ggf. gelöscht werden. Möglicherweise können Sie auf diese Weise verloren gegangene Funktionalität oder Daten dann aber nur abrufen, indem Sie SQL Server 2005 deinstallieren und anschließend neu installieren.

ms143547.note(de-de,SQL.90).gifHinweis:
Löschen oder ändern Sie keine HTM-Dateien im Verzeichnis HTML. Sie sind für die ordnungsgemäße Funktion der SQL Server-Tools erforderlich.

Gemeinsame, von allen Instanzen auf einem Computer verwendete Dateien werden im Ordner systemdrive:\Programme\Microsoft SQL Server\90 installiert, wobei systemdrive für den Buchstaben des Laufwerks steht, auf dem die Komponenten installiert sind. In der Regel ist dies Laufwerk C.

ms143547.note(de-de,SQL.90).gifHinweis:
Programm- und Datendateien können nicht auf einem Wechseldatenträger, nicht auf einem Dateisystem mit Komprimierung und nicht auf freigegebenen Laufwerken auf einer Failoverclusterinstanz installiert werden.

Während des Setups von SQL Server wird für jede Serverkomponente eine Instanz-ID generiert. Die Serverkomponenten in dieser Version von SQL Server sind das Datenbankmodul, Analysis Services und Reporting Services. Die Instanz-ID ist im Format MSSQL.n, wobei n die Ordinalzahl der installierten Komponente ist. Die Instanz-ID wird im Dateiverzeichnis und Registrierungsstammverzeichnis verwendet.

Die erste generierte Instanz-ID ist MSSQL.1; ID-Nummern für zusätzliche Instanzen werden entsprechend inkrementiert (MSSQL.2, MSSQL.3 usw.). Wenn aufgrund von Deinstallationsvorgängen Lücken in der ID-Sequenz auftreten, werden ID-Nummern generiert, um diese aufzufüllen. Die zuletzt installierte Instanz besitzt möglicherweise nicht immer die höchste Instanz-ID-Nummer.

Serverkomponenten werden in Verzeichnissen mit dem Format <instanceID>\<component name> installiert. Eine Standard- oder benannte Instanz mit dem Datenbankmodul, Analysis Services und Reporting Services würde beispielsweise die folgenden Standardverzeichnisse verwenden:

  • <Program Files>\Microsoft SQL Server\MSSQL.1\MSSQL\ für das Datenbankmodul
  • <Program Files>\Microsoft SQL Server\MSSQL.2\OLAP\ für Analysis Services
  • <Program Files>\Microsoft SQL Server\MSSQL.3\RS\ für Reporting Services

Wenn der Benutzer das Standardinstallationsverzeichnis ändert, wird statt <Program Files>\Microsoft SQL Server ein als <custom path> festgelegter benutzerdefinierter Pfad verwendet.

ms143547.note(de-de,SQL.90).gifHinweis:
SQL Server 2005 Integration Services, Notification Services und Clientkomponenten sind nicht instanzbezogen und bekommen deshalb keine Instanz-ID zugewiesen. Nicht instanzbezogene Komponenten werden standardmäßig im selben Verzeichnis installiert: <system drive>:\Programme\Microsoft SQL Server\90\. Wenn der Installationspfad einer gemeinsam genutzten Komponente geändert wird, wirkt sich diese Änderung auch auf die anderen gemeinsam genutzten Komponenten aus. Bei allen zukünftigen Installationen werden die nicht instanzbezogenen Komponenten wieder im gleichen Verzeichnis installiert wie bei der ursprünglichen Installation.

Die Registrierungsstruktur für instanzbezogene Komponenten wird erstellt unter HKLM\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\MSSQL.n. Beispiel:

  • HKLM\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\MSSQL.1
  • HKLM\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\MSSQL.2
  • HKLM\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\MSSQL.3

Die Registrierung verwaltet auch eine Zuordnung der Instanz-ID zum Instanznamen. Die Zuordnung der Instanz-ID zum Instanznamen wird folgendermaßen verwaltet:

  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\Instance Names\SQL] "InstanceName"="MSSQL.1"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\Instance Names\OLAP] "InstanceName"="MSSQL.2"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\Instance Names\RS] "InstanceName"="MSSQL.3"

AdventureWorks-Beispiele sind im Verzeichnis Tools\Samples installiert. Wenn Sie bei unbeaufsichtigten Installationen die Beispieldatenbanken an eine bestimmte SQL Server-Instanz anfügen möchten, müssen Sie den Schalter SAMPLEDATABASESERVER=\<instancename> verwenden. Die Instanz, an die eine Beispieldatenbank angefügt wird, muss eine lokale Instanz sein.

Weitere Informationen zu unbeaufsichtigten Installationen finden Sie unter Informationen zur Remoteinstallation von SQL Server 2005, Vorgehensweise: Installieren von SQL Server 2005 von der Eingabeaufforderung und in den Anleitungen in der Datei Template.ini auf der SQL Server-DVD.

Beim Setup können Sie den Installationspfad für die folgenden Features ändern:

Der Installationspfad wird im Setup nur für die Features angezeigt, die einen vom Benutzer konfigurierbaren Zielordner besitzen.

Komponente Standardpfad1, 2 Konfigurierbarer3 oder fester Pfad

Serverkomponenten des Datenbankmoduls

\Program Files\Microsoft SQL Server\MSSQL.n\MSSQL\Binn\

Konfigurierbar

Datendateien des Datenbankmoduls

\Program Files\Microsoft SQL Server\MSSQL.n\MSSQL\Data\

Konfigurierbar

Analysis Services-Server

\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL.n\OLAP\Bin\

Konfigurierbar

Datendateien von Analysis Services

\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL.n\OLAP\Data\

Konfigurierbar

Berichtsserver von Reporting Services

\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL.n\Reporting Services\ReportServer\Bin\

Konfigurierbar

Berichts-Manager von Reporting Services

\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL.n\Reporting Services\ReportManager\Bin\

Fester Pfad

SQL Server Integration Services

<Install Directory>\90\DTS\

Konfigurierbar4

Notification Services

<Install Directory>\90\Notification Services\

Konfigurierbar4

Clientkomponenten

<Install Directory>\90\Tools\

Konfigurierbar4

Replikations- und serverbasierte COM-Objekte

Program Files\Microsoft SQL Server\90\COM\5

Fester Pfad

Von SQL Server Integration Services bereitgestellte DLLs für das Data Transformation Runtime-Modul, für das Data Transformation Pipeline-Modul und das Eingabeaufforderungsprogramm dtexec

Program Files\Microsoft SQL Server\90\DTS\Binn

Fester Pfad

DLLs, die verwaltete Verbindungen für SQL Server Integration Services unterstützen

Program Files\Microsoft SQL Server\90\DTS\Connections

Fester Pfad

DLLs für jeden von SQL Server Integration Services unterstützten Enumeratortyp

Program Files\Microsoft SQL Server\90\DTS\ForEachEnumerators

Fester Pfad

SQL Server-Browser-Dienst, WMI-Anbieter

\Program Files\Microsoft SQL Server\90\Shared\

Fester Pfad

Komponenten, die von allen Instanzen von SQL Server 2005 gemeinsam genutzt werden

\Program Files\Microsoft SQL Server\90\Shared\

Fester Pfad

1 Stellen Sie sicher, dass der Ordner \Program Files\Microsoft SQL Server\ durch entsprechend eingeschränkte Berechtigungen geschützt wird.

2 Das Standardlaufwerk für diese Pfade ist systemdrive, normalerweise Laufwerk C.

3Die Installationspfade für untergeordnete Features werden durch die Installationspfade der übergeordneten Features vorgegeben.

4SQL Server Integration Services, Notification Services und die Clientkomponenten nutzen gemeinsam einen Installationspfad. Wenn der Installationspfad einer Komponente geändert wird, wirkt sich diese Änderung auch auf die anderen Komponenten aus. Bei allen zukünftigen Installationen werden die Komponenten wieder am gleichen Speicherort installiert wie bei der ursprünglichen Installation.

5 Das Verzeichnis wird von allen auf dem Computer installierten Instanzen von SQL Server verwendet. Wenn Sie ein Update, z. B. ein Service Pack, auf eine der Instanzen auf dem Computer anwenden, wirken sich alle Änderungen an den Dateien dieses Ordners auch auf die übrigen auf dem Computer installierten Instanzen aus.

ms143547.note(de-de,SQL.90).gifHinweis:
Bei gruppierten Konfigurationen müssen Sie ein lokales Laufwerk auswählen, das für jeden Knoten des Clusters verfügbar ist.

ms143547.note(de-de,SQL.90).gifHinweis:
Wenn Sie einer vorhandenen Installation Features hinzufügen, können Sie den Speicherort eines zuvor installierten Features nicht ändern und auch keinen Speicherort für ein neues Feature angeben. Sie müssen zusätzliche Features entweder in die durch das Setup bereits vorgegebenen Verzeichnisse installieren, oder Sie deinstallieren das Produkt und installieren es anschließend neu.

Wenn Sie während des Setups einen Installationspfad für die Serverkomponenten oder Datendateien angeben, verwendet das Setup-Programm den Instanznamen zusätzlich zum angegebenen Speicherort für Programm- und Datendateien. Der Instanzname wird vom Setup nicht für Tools und andere gemeinsam genutzte Dateien verwendet. Darüber hinaus verwendet das Setup keine Instanznamen für Analysis Services-Programm und Datendateien. Für das Analysis Services-Repository wird jedoch ein Instanzname verwendet.

Wenn Sie einen Installationspfad für das Feature Datenbankmodul festlegen, wird dieser Pfad vom SQL Server-Setup als Stammverzeichnis für alle instanzspezifischen Ordner der Installation, einschließlich der SQL-Datendateien, verwendet. Wenn Sie in diesem Fall "C:\Program Files\Microsoft SQL Server\MSSQL.1\MSSQL\" als Stammverzeichnis festlegen, werden die instanzspezifischen Verzeichnisse am Ende dieses Pfads hinzugefügt.

Wenn die im Installations-Assistenten für SQL Server bereitgestellte Updatefunktionalität USESYSDB verwendet wird, tritt häufiger der Fall ein, dass das Produkt in einer rekursiven Ordnerstruktur, z. B. <SQLProgramFiles>\MSSQL.1\MSSQL\MSSQL.1\MSSQL\Data\, installiert wird. Legen Sie stattdessen bei Verwendung des USESYSDB-Features nur einen Installationspfad für das Feature SQL-Datendateien fest und nicht für das Feature Datenbankmodul.

ms143547.note(de-de,SQL.90).gifHinweis:
Datendateien werden erwartungsgemäß immer in einem untergeordneten Verzeichnis mit dem Namen Data gesucht. Geben Sie beispielsweise bei der Aktualisierung C:\Program Files\Microsoft SQL Server\MSSQL.1\ als Stammverzeichnis für das Datenverzeichnis der Systemdatenbanken an, wenn Datendateien unter C:\Program Files\Microsoft SQL Server\MSSQL.1\MSSQL\Data gespeichert werden.

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