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Installieren des Reporting Services-Berichtsservers im einheitlichen Modus

Ein Reporting Services-Berichtsserver im einheitlichen Modus kann mit dem Installations-Assistenten für SQL Server oder über die Befehlszeile installiert werden. Im Setup-Assistenten können Sie wahlweise 1) Dateien installieren und den Server anhand der Standardeinstellungen konfigurieren oder 2) nur die Dateien installieren, ohne dass der Server vom Installations-Assistenten konfiguriert wird. In diesem Thema wird die Standardkonfiguration für den einheitlichen Modus beschrieben, in der eine Berichtsserverinstanz von Setup installiert und konfiguriert wird. Nach Abschluss der Installation wird der Berichtsserver ausgeführt und ist einsatzbereit. Ein Berichtsserver im einheitlichen Modus wird als eigenständiger Anwendungsserver ausgeführt. Der einheitliche Modus ist der standardmäßige Servermodus.

Betrifft: Reporting Services im einheitlichen Modus

In diesem Thema wird Folgendes behandelt:

Beim Setup werden die folgenden Reporting Services-Funktionen installiert, wenn Sie die Standardkonfiguration für den einheitlichen Modus auswählen:

  • Berichtsserver-Dienst (einschließlich des Berichtsserver-Webdienstes, der Hintergrundverarbeitungsanwendung und des Berichts-Managers)

  • Der Reporting Services-Konfigurations-Manager

  • Die Reporting Services-Befehlszeilen-Hilfsprogramme (rsconfig.exe, rskeymgmt.exe und rs.exe)

Diese Option gilt nicht für gemeinsam genutzte Funktionen wie SQL Server Management Studio oder SQL Server-Datentools (SSDT), die separat angegeben werden müssen, wenn sie installiert werden sollen.

Setup konfiguriert für die Installation eines Berichtsservers im einheitlichen Modus folgende Elemente:

  • Dienstkonto für den Berichtsserverdienst.

  • URL des Report Server-Webdiensts

  • URL des Berichts-Managers

  • Berichtsserver-Datenbank

  • Dienstkontozugriff auf die Berichtsserver-Datenbanken

  • DSN-Verbindung für die Berichtsserver-Datenbanken

Setup konfiguriert weder das unbeaufsichtigte Ausführungskonto noch Berichtsserver-E-Mail, Sicherung der Verschlüsselungsschlüssel noch die Bereitstellung für horizontales Skalieren. Sie können diese Eigenschaften mit dem Reporting Services-Konfigurations-Manager konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Reporting Services-Konfigurations-Manager (einheitlicher Modus).

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Bei der Standardkonfiguration wird Reporting Services im Betriebszustand installiert, sodass Sie den Berichtsserver sofort nach Ende des Setups verwenden können. Geben Sie diesen Modus an, wenn Sie nicht alle Schritte ausführen möchten und alle erforderlichen Konfigurationsaufgaben weglassen, die Sie ansonsten im Reporting Services-Konfigurationstool ausführen müssten.

Die Installation der Standardkonfiguration garantiert nicht, dass der Berichtsserver funktioniert, wenn das Setup beendet ist. Es kann sein, dass die Standard-URLs nicht registriert werden, wenn der Dienst gestartet wird. Testen Sie Ihre Installation immer, um zu überprüfen, ob der Dienst erwartungsgemäß gestartet und ausgeführt wird.

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Bei der Standardkonfigurationsoption werden die Haupteinstellungen, die für den Betrieb eines Berichtsservers erforderlich sind, mithilfe von Standardwerten konfiguriert. Es bestehen folgende Anforderungen:

  • Ihre Hardware sollte die Mindestanforderungen an die Hardware und Software zum Ausführen von Microsoft SQL Server erfüllen. Weitere Informationen finden Sie unter Hardware- und Softwareanforderungen für die Installation von SQL Server 2014.

  • Reporting Services und SQL Server Database Engine (Datenbankmodul) müssen zusammen in derselben Instanz installiert werden. Die Instanz von Database Engine (Datenbankmodul) hostet die Berichtsserver-Datenbank, die vom Setup erstellt und konfiguriert wurde.

  • Das zur Ausführung des Setups verwendete Benutzerkonto muss Mitglied der lokalen Administratorgruppe sein und die Berechtigung zum Datenbankzugriff sowie zur Datenbankerstellung mithilfe der Database Engine (Datenbankmodul)-Instanz besitzen, die die Berichtsserver-Datenbanken hostet.

  • Setup muss die Standardwerte für die URL-Reservierung verwenden können, mit denen auf den Berichtsserver und den Berichts-Manager zugegriffen wird. Zu diesen Werten gehören Port 80, ein Platzhalter und die Namen der virtuellen Verzeichnisse im Format ReportServer_<instance_name> und Reports_<instance_name>.

  • Setup muss die Standardwerte für die Erstellung der Berichtsserver-Datenbanken verwenden können. Diese Werte lauten ReportServer und ReportServerTempDB. Wenn Sie über bestehende Datenbanken aus einer früheren Installation verfügen, wird das Setup blockiert, weil es den Berichtsserver nicht in der Standardkonfiguration für den einheitlichen Modus konfigurieren kann. Sie müssen die Datenbanken umbenennen, verschieben oder löschen, um die Blockierung des Setups aufzuheben.

Wenn Ihr Computer nicht alle Anforderungen für eine Standardinstallation erfüllt, müssen Sie Reporting Services im Dateimodus installieren und dann den Reporting Services-Konfigurationsmanager verwenden, um nach dem Setup die Konfiguration durchzuführen.

Versuchen Sie nicht, den Computer neu zu konfigurieren, nur um die Standardinstallation fortsetzen zu können. Dies könnte mehrere Stunden Arbeit bedeuten, was die Zeitersparnis der Installationsoption wieder zunichte machen würde. Am besten ist es, Reporting Services im Dateimodus zu installieren und den Berichtsserver dann an die benutzerspezifischen Werte anzupassen.

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URL-Reservierungen bestehen aus Präfix, Hostname, Port und virtuellem Verzeichnis:

Teil

Beschreibung

Präfix

Das Standardpräfix ist http. Wenn Sie zuvor ein SSL-Zertifikat (Secure Sockets Layer) installiert haben, versucht das Setup, die URL-Reservierungen mit dem Präfix HTTPS zu erstellen.

Hostname

Der Standardhostname ist ein Platzhalter (+). Er gibt an, dass der Berichtsserver jede HTTP-Anforderung in dem dafür bestimmten Port für jeden Hostnamen akzeptiert, der den Computer erreicht, einschließlich http://<computername>/reportserver, http://localhost/reportserver oder http://<IPAddress>/reportserver.

Port

Der Standardport ist 80. Hinweis: Wenn Sie einen anderen Port als Port 80 verwenden, müssen Sie diesen ausdrücklich der URL hinzufügen, wenn Sie eine Reporting Services-Webanwendung in einem Browserfenster öffnen.

Virtuelles Verzeichnis

Standardmäßig werden virtuelle Verzeichnisse im Format "ReportServer_<instance_name>" für den Berichtsserver-Webdienst und "Reports_<instance_name>" für den Berichts-Manager erstellt. Beim Berichtsserver-Webdienst lautet der Standardname für das virtuelle Verzeichnis reportserver. Beim Berichts-Manager lautet der Standardname für das virtuelle Verzeichnis reports.

Ein Beispiel für die vollständige URL-Zeichenfolge könnte folgendermaßen aussehen:

  • http://+:80/reportserver, ermöglicht den Zugriff auf den Berichtsserver.

  • http://+:80/reports, ermöglicht den Zugriff auf den Berichts-Manager.

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Die folgende Liste beschreibt die Reporting Services-spezifischen Schritte und Optionen, die Sie im SQL Server-Installations-Assistenten auswählen. Die Liste beschreibt nicht jede im Installations-Assistenten angezeigte Seite. Es werden nur die auf Reporting Services bezogenen Seiten beschrieben, die Teil einer Installation im einheitlichen Modus sind.

  1. Wählen Sie auf der Seite Setuprolle die Option SQL Server-Funktionsinstallation aus.

    SQL Server-Funktionsinstallation für Setuprolle

     

  2. Wählen Sie Folgendes auf der Seite Funktionsauswahl aus:

    • Datenbankmoduldienste, sofern nicht eine Instanz des Datenbankmoduls bereits installiert ist.

    • Einheitlicher Modus von Reporting Services.

    • Verwaltungstools – Standard. Die Verwaltungstools sind nicht erforderlich, sie werden jedoch empfohlen, sofern Sie über keine andere Installation von Verwaltungstools verfügen. Die Standardkonfigurationsoption führt zu einem funktionierenden Berichtsserver, Sie möchten die Konfigurationsoptionen jedoch möglicherweise an einem späteren Datum ändern. Einige Optionen wie 'Meine Berichte' werden durch Management Studio verwaltet

    Auswahl des einheitlichen SSRS-Modus bei der Funktionsauswahl

     

  3. Wenn Sie planen, die Reporting Services-Abonnementfunktion zu verwenden, können Sie auf der Seite Serverkonfiguration überprüfen, ob der SQL Server-Agent für den Starttyp Automatisch konfiguriert ist.

  4. Wählen Sie auf der Seite Reporting Services-Konfiguration die Option zum Installieren und Konfigurieren aus.

    SSRS-Konfiguration im einheitlichen Modus

     

  5. Nachdem der SQL Server-Installations-Assistent abgeschlossen ist, überprüfen Sie die standardmäßige Installation im einheitlichen Modus mithilfe der folgenden Schritte.

    • Öffnen Sie den Reporting Services-Konfigurations-Manager, und bestätigen Sie, dass Sie keine Verbindung zum Berichtsserver herstellen können.

    • Öffnen Sie den Browser mit Administratorprivilegien, und stellen Sie eine Verbindung zum Reporting Services-Berichts-Manager her, beispielsweise http://loclahost/Reports.

    • Öffnen Sie den Browser mit Administratorprivilegien, und stellen Sie eine Verbindung zur Reporting Services-Berichtsserverseite her. Beispielsweise http://loclahost/ReportServer

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt über die einheitlichen Modi in den folgenden zwei Themen:

Überprüfen einer Installation von Reporting Services

Problembehandlung für eine Reporting Services-Installation

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Im folgenden Beispiel ist der Database Engine (Datenbankmodul)-Dienst enthalten, da dieser für eine Standardkonfiguration erforderlich ist.

setup /q /ACTION=install /FEATURES=SQL,RS,TOOLS /INSTANCENAME=MSSQLSERVER /SQLSYSADMINACCOUNTS="BUILTIN\ADMINISTRATORS" 
/RSSVCACCOUNT="NT AUTHORITY\NETWORK SERVICE" /SQLSVCACCOUNT="NT AUTHORITY\NETWORK SERVICE" /AGTSVCACCOUNT="NT AUTHORITY\NETWORK 
SERVICE" /RSSVCSTARTUPTYPE="Manual" /RSINSTALLMODE="DefaultNativeMode"

Weitere Informationen und Beispiele finden Sie unter Installieren des SharePoint-Modus und einheitlichen Modus von Reporting Services über die Eingabeaufforderung und Installieren von SQL Server 2014 von der Eingabeaufforderung

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