Von Ereignisanbietern werden Ereignisdaten gesammelt und an Notification Services übermittelt. Wenn von einem Ereignisanbieter ein Satz von Ereignissen übermittelt wird, werden die Ereignisse an eine Ereignisklassensicht übermittelt. Der als Ereignisbatch bezeichnete Satz von Ereignissen wird in die Ereignisklassensicht eingefügt. Jedes Ereignis wird dann zu einer Zeile in der zugrunde liegenden Ereignisklassentabelle.
Um Sie beim schnellen Entwickeln und Bereitstellen einer Notification Services-Anwendung zu unterstützen, umfasst Notification Services drei standardmäßige gehostete Ereignisanbieter: den FileSystemWatcher-Ereignisanbieter, den SQL Server-Ereignisanbieter und den Analysis Services-Ereignisanbieter. Mithilfe dieser Ereignisanbieter können Sie auf einfache Weise Ereignisse aus einer XML-Datei, mithilfe einer Transact-SQL-Abfrage oder mit einer MDX-Abfrage abrufen. Das Notification Services-Modul hostet alle diese Ereignisanbieter. Das bedeutet, dass vom Notification Services-Modul gehostete Ereignisanbieter gestartet und ausgeführt werden.
Sie können die Standardereignisanbieter in Ihrer Anwendung verwenden, indem Sie vordefinierte Namen und benutzerdefinierte Betriebsparameter in der Anwendungsdefinition angeben. Weitere Informationen finden Sie unter Definieren von Ereignisanbietern.
Wenn die Standardereignisanbieter nicht den Erfordernissen Ihrer Anwendung entsprechen, können Sie Ereignisanbieter entwickeln, die an Ihre Umgebung und Ihre Ereignisquellen angepasst sind. Vom Notification Services-Modul können Ihre benutzerdefinierten Ereignisanbieter gehostet werden. Sie können aber auch nicht gehostet sein.
Nicht gehostete Ereignisanbieter sind eigenständige Anwendungen, von denen Ereignisse an eine Benachrichtigungsanwendung übermittelt werden, ohne dass sie vom Notification Services-Modul gehostet werden. Wenn Sie einen nicht gehosteten Ereignisanbieter definieren, geben Sie ihm einen Namen in der ADF. Dieser Name wird zur Ablaufverfolgung und Problembehandlung von Ereignisauflistungen verwendet.