Erweiterungen von Notification Services

Microsoft SQL Server Notification Services ist die Plattform von SQL Server für das Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungen, die Benachrichtigungen generieren und senden. Notification Services kann personalisierte Nachrichten pünktlich an Tausende oder Millionen von Abonnenten senden und die Nachrichten an eine Vielzahl von Geräten übermitteln.

Bei Notification Services 2.0 handelte es sich um eine downloadbare Komponente von SQL Server 2000, die 2002 freigegeben wurde. In SQL Server 2005 ist Notification Services in SQL Server integriert. Weitere Informationen zu Notification Services finden Sie unter SQL Server Notification Services.

Seit Notification Services 2.0 wurden folgende Erweiterungen vorgenommen.

Neue Features

Folgende Features wurden SQL Server 2005 Notification Services hinzugefügt.

Integration in SQL Server Management Studio

Notification Services ist nun in den Objekt-Explorer von SQL Server Management Studio integriert. Mithilfe des Objekt-Explorers können Sie die meisten Tasks des Eingabeaufforderungs-Dienstprogramms nscontrol ausführen sowie Instanzen von Notification Services starten und beenden.

Außerdem können Sie SQL Server Management Studio als XML- und Transact-SQL-Editor verwenden. Wenn Sie eine Projektmappe von SQL Server Management Studio für eine Instanz von Notification Services erstellen, können Sie einfach die Instanzkonfigurationsdatei (ICF, Instance Configuration File), die Anwendungsdefinitionsdateien (ADFs, Application Definition Files) und Transact-SQL-Skripts zum Verwalten der Sicherheit oder der Instanz bearbeiten. Anschließend können Sie die Instanz mithilfe des Objekt-Explorers bereitstellen. Ein Lernprogramm, das Sie durch diesen Prozess führt, finden Sie unter Notification Services-Lernprogramm.

Weitere Informationen zu SQL Server Management Studio finden Sie unter Einführung in SQL Server Management Studio.

Unterstützung für abonnentendefinierte Bedingungen

In Notification Services 2.0 definierte ein Anwendungsentwickler die vollständige Transact-SQL-Aktion zum Generieren von Benachrichtigungen. Abonnenten konnten lediglich Parameter für die Aktion bereitstellen. In SQL Server 2005 unterstützt Notification Services einen neuen Typ von Aktionen namens Bedingungsaktionen, die es Abonnenten ermöglichen, ihre eigenen Abfrageklauseln über ein vordefiniertes Dataset zu definieren.

Das Verwenden von Bedingungsaktionen ermöglicht es Abonnenten, ihre eigenen Abonnements über das Dataset vollständig zu definieren. Es reduziert jedoch auch die Effizienz des Generierens von Benachrichtigungen, da oft wesentlich mehr Bedingungen ausgewertet werden müssen.

Weitere Informationen finden Sie unter Definieren von Bedingungsaktionen.

Unabhängigkeit von Datenbanken

SQL Server Notification Services unterstützt das Verwenden von vorhandenen Datenbanken für Instanz- und Anwendungsdaten. Wenn Sie eine Instanz von Notification Services konfigurieren oder eine Notification Services-Anwendung definieren, können Sie den Namen einer vorhandenen Datenbank oder den Namen für eine neue Datenbank angeben. Schließlich können Sie den Namen auslassen, um die Standarddatenbanknamen von Notification Services zu verwenden.

Weitere Informationen finden Sie unter Definieren der Instanzdatenbank und Definieren der Anwendungsdatenbank.

Neue Verwaltungs-API

SQL Server Notification Services verfügt über eine neue Verwaltungs-API, Microsoft.SqlServer.Management.Nmo. Mithilfe dieser API können Sie Instanzen und Anwendungen von Notification Services entwickeln und diese Instanzen und Anwendungen verwalten.

Hostfähiges Ausführungsmodul

Das Notification Services-Modul führt gehostete Ereignisanbieter, Generatoren und Verteiler aus. In Notification Services 2.0 führte der Windows-Dienst NS$instanceName, den Sie beim Registrieren der Instanz installieren können, das Notification Services-Modul aus. Nun können Sie das Notification Services-Modul in Ihrer eigenen benutzerdefinierten Anwendung oder einem eigenen benutzerdefinierten Prozess hosten. Weitere Informationen finden Sie unter Hosten des Notification Services-Moduls.

Analysis Services-Ereignisanbieter

Notification Services hat einen neuen Standardereignisanbieter hinzugefügt, um mithilfe von MDX-Abfragen Ereignisdaten aus Analysis Services-Datenbanken zu sammeln. Weitere Informationen finden Sie unter Analysis Services-Ereignisanbieter.

Neue Sichten

Notification Services hat die folgenden Sichten hinzugefügt oder geändert, um die Entwicklung und Problembehandlung von Anwendungen zu vereinfachen:

  • Notification Services erstellt eine Sicht für jede in einer Anwendung definierte Ereignisklasse. Diese Sicht trägt den gleichen Namen wie die Ereignisklasse. Wenn Sie ereignisgesteuerte (nicht geplante) Benachrichtigungsgenerierungsabfragen schreiben, wählen Sie in der Regel Ereignisse in dieser Sicht aus. Nun können Sie auch Ereignisdaten in diese Sicht einfügen. Weitere Informationen finden Sie unter <EventClassName>-Sicht.
  • Notification Services erstellt eine Sicht für jede Benachrichtigungsklasse. Sie können diese Sicht verwenden, um von der Anwendung generierte Benachrichtigungen zu überprüfen. Weitere Informationen finden Sie unter <NotificationClassName> (Sicht).
  • Notification Services bietet drei Sichten für das Anzeigen und Verwalten von Abonnenten- und Abonnementdaten:
    • NSSubscriberView führt alle Abonnenten für eine Instanz von Notification Services auf. Mithilfe dieser Sicht können Sie Abonnentendaten verwalten. Weitere Informationen finden Sie unter NSSubscriberView.
    • NSSubscriberDeviceView führt alle Abonnentengeräte für eine Instanz von Notification Services auf. Mithilfe dieser Sicht können Sie Abonnentengerätedaten verwalten. Weitere Informationen finden Sie unter NSSubscriberDeviceView.
    • NSSubscriptionClassNameView führt alle Abonnements einer Abonnementklasse auf. Mithilfe dieser Sicht können Sie grundlegende ereignisgesteuerte Abonnements, jedoch keine geplanten oder auf Bedingungen basierenden Abonnements, verwalten. Weitere Informationen finden Sie unter NS<SubscriptionClassName>View.

Erweiterungen vorhandener Features

Die folgenden Verbesserungen wurden vorgenommen, um die Leistung zu verbessern und die Anwendungsentwicklung zu vereinfachen.

Leistungsverbesserungen des Generators

In Notification Services 2.0 mussten Benachrichtigungsgenerierungsregeln die Notify()-Funktion zum Generieren von Benachrichtigungen verwenden. Diese Funktion verwendete drei erweiterte gespeicherte Prozeduren. Diese erweiterten gespeicherten Prozeduren verringerten die Leistung und fügten Bereitstellungsschritte hinzu.

In SQL Server 2005 wurde bei Notification Services die Notify()-Funktion entfernt. Nun ist es erforderlich, dass Benachrichtigungsgenerierungsregeln Daten in eine Benachrichtigungssicht einfügen. Diese INSERT INTO-Anweisungen, die vom Generator ausgeführt werden müssen, verbessern die Leistung von Notification Services. Weitere Informationen finden Sie unter Definieren von Abonnementregeln und Migrieren der Instanzen von Notification Services 2.0 auf SQL Server 2005.

Leistungsverbesserungen von Vacuumer

Notification Services hat außerdem Leistungsverbesserungen am Datenentfernungsprozess (Vacuuming) vorgenommen. Je nach Anwendung und Hardwarekonfiguration wird sich die Leistung um etwa 150 % gegenüber Notification Services 2.0 verbessern.

Verbesserungen des Windows-Clusterdienstes

Notification Services unterstützt die Windows-Clustertechnologie seit der ersten Version. Wenn Sie das Notification Services-Modul als Clusterressource des allgemeinen Dienstes konfigurieren, kann der Windows-Dienst NS$instanceName, der die Instanz ausführt, ein Failover zu anderen Clusterknoten ausführen.

In Notification Services 2.0 erkannte Notification Services, ob die Clustersoftware installiert war, ob der Cluster konfiguriert war und schließlich, ob der Cluster ausgeführt wurde. Waren alle drei Prüfungen erfolgreich, verwendete Notification Services den Standardclusternamen als lokalen Computernamen und führte anschließend die Komponenten aus, die für die Ausführung auf dem Standardclusternamen konfiguriert waren.

Zur Bereitstellung einer besseren Clusterunterstützung können Sie nun eine gesonderte Clusterressourcengruppe für Notification Services konfigurieren, die gesondert von anderen Clusterressourcengruppen ein Failover ausführen kann. Beim Konfigurieren der Clusterressource müssen Sie nun die Konfigurationsoption Netzwerknamen als Computernamen verwenden auswählen. Dies erfordert, dass Sie den Netzwerknamen (bei dem es sich um den Namen des virtuellen Servers handelt) als Wert von SystemName für alle Komponenten von Notification Services angeben, die auf dem Cluster ausgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden der Failover-Clusterunterstützung mit Notification Services und Anleitung: Bereitstellung in einem Servercluster.

Siehe auch

Konzepte

Neuigkeiten in SQL Server 2005

Andere Ressourcen

SQL Server Notification Services

Hilfe und Informationen

Informationsquellen für SQL Server 2005