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SQL Server-Konfigurations-Manager

Der SQL Server-Konfigurations-Manager ist ein Tool zum Verwalten der Dienste, die mit SQL Server verknüpft sind, zum Konfigurieren der Netzwerkprotokolle, die von SQL Server verwendet werden, und zum Verwalten der Konfiguration der Netzwerkkonnektivität von SQL Server-Clientcomputern. Der SQL Server-Konfigurations-Manager ist ein Microsoft Management Console-Snap-In, auf das Sie über das Startmenü zugreifen können. Er lässt sich auch einer beliebigen anderen Microsoft Management Console-Anzeige hinzufügen. Mit der Datei SQLServerManager10.msc im Ordner Windows System32 öffnet Microsoft Management Console (mmc.exe) den SQL Server-Konfigurations-Manager.

Der SQL Server-Konfigurations-Manager und SQL Server Management Studio verwenden Windows-Verwaltungsinstrumentation (WMI, Window Management Instrumentation) zum Anzeigen und Ändern einiger Servereinstellungen. WMI bietet eine vereinheitlichte Schnittstellenfunktion zu API-Aufrufen, mit denen die Registrierungsvorgänge verwaltet werden, die von den SQL Server-Tools angefordert werden. Außerdem werden die Steuerungs- und Bearbeitungsfunktionen für die ausgewählten SQL-Dienste der Snap-In-Komponente des SQL Server-Konfigurations-Managers verbessert. Informationen zum Konfigurieren von Berechtigungen in Bezug auf WMI finden Sie unter Vorgehensweise: Konfigurieren von WMI zum Anzeigen des Serverstatus in SQL Server-Tools.

Informationen zum Starten, Beenden, Anhalten, Fortsetzen oder Konfigurieren von Diensten auf einem anderen Computer mithilfe des SQL Server-Konfigurations-Managers finden Sie unter Vorgehensweise: Herstellen einer Verbindung mit einem anderen Computer (SQL Server-Konfigurations-Manager).

Mit dem SQL Server-Konfigurations-Manager können Sie die Dienste starten, anhalten, fortsetzen oder beenden, Diensteigenschaften anzeigen oder Diensteigenschaften ändern.

Verwenden Sie zum Verwalten der SQL Server-Dienste den SQL Server-Konfigurations-Manager.

Wichtiger HinweisWichtig

Verwenden Sie immer SQL Server-Tools, z. B. den SQL Server-Konfigurations-Manager, um das von den SQL Server- oder SQL Server-Agent-Diensten verwendete Konto oder das Kennwort für das Konto zu ändern. Zusätzlich zum Ändern des Kontonamens konfiguriert der SQL Server-Konfigurations-Manager weitere Einstellungen. So legt er z. B. Berechtigungen in der Windows-Registrierung fest, damit die SQL Server-Einstellungen vom neuen Konto gelesen werden können. Mit anderen Tools, z. B. dem Windows-Dienstkontroll-Manager, kann der Kontoname geändert werden, aber nicht die zugehörigen Einstellungen. Wenn der Dienst nicht auf den SQL Server-Teil der Registrierung zugreifen kann, wird der Dienst möglicherweise nicht ordnungsgemäß gestartet.

Ein weiterer Vorteil des Änderns von Kennwörtern mithilfe des SQL Server-Konfigurations-Managers, SMO oder WMI besteht darin, dass die Änderung sofort in Kraft tritt, ohne dass der Dienst neu gestartet werden muss.

Mit dem SQL Server-Konfigurations-Manager können Sie Server- und Clientnetzwerkprotokolle und Konnektivitätsoptionen konfigurieren. Nachdem die richtigen Protokolle aktiviert wurden, müssen Sie die Servernetzwerkverbindungen im Normalfall nicht ändern. Sie können aber den SQL Server-Konfigurations-Manager verwenden, wenn Sie die Serververbindungen so konfigurieren müssen, dass SQL Server bei der Überwachung an bestimmten Netzwerkprotokolle, Ports oder Pipes lauscht. Weitere Informationen zum Aktivieren von Protokollen finden Sie unter Vorgehensweise: Aktivieren oder Deaktivieren eines Server-Netzwerkprotokolls (SQL Server-Konfigurations-Manager). Weitere Informationen zum Aktivieren des Zugriffs auf Protokolle über eine Firewall finden Sie unter Konfigurieren der Windows-Firewall für den SQL Server-Zugriff.

Mit dem SQL Server-Konfigurations-Manager können Sie Server- und Clientnetzwerkprotokolle verwalten sowie die Protokollverschlüsselung erzwingen, Aliaseigenschaften anzeigen oder ein Protokoll aktivieren bzw. deaktivieren.

Mit dem SQL Server-Konfigurations-Manager können Sie ein Alias erstellen oder entfernen, die Reihenfolge für die Verwendung der Protokolle ändern oder Serveraliaseigenschaften anzeigen, z. B. Folgende:

  • Serveralias - Serveralias, der für den Computer verwendet wird, mit dem der Client eine Verbindung herstellt

  • Protokoll - Netzwerkprotokoll, das für den Konfigurationseintrag verwendet wird

  • Verbindungsparameter - Parameter, die mit der Verbindungsadresse für die Netzwerkprotokollkonfiguration verknüpft sind

Außerdem können Sie mit dem SQL Server-Konfigurations-Manager Informationen zu Failover-Clusterinstanzen anzeigen. Für einige Aktionen, z. B. Starten und Beenden der Dienste, sollten Sie aber die Clusterverwaltung verwenden.

Verfügbare Netzwerkprotokolle

SQL Server unterstützt die Protokolle Shared Memory, TCP/IP, Named Pipes und VIA. Informationen zum Auswählen eines Netzwerkprotokolls finden Sie unter Auswählen eines Netzwerkprotokolls. SQL Server unterstützt die Netzwerkprotokolle Banyan VINES Sequenced Packet Protocol (SPP), Multiprotocol, AppleTalk oder NWLink IPX/SPX nicht. Clients, die zuvor Verbindungen mit diesen Protokollen hergestellt haben, müssen zum Herstellen der Verbindung mit SQL Server ein anderes Protokoll auswählen. Sie können den SQL Server-Konfigurations-Manager nicht zum Konfigurieren des Winsockproxy verwenden. Informationen zum Konfigurieren des Winsockproxys finden Sie in der ISA Server-Dokumentation.

Wichtiger HinweisWichtig

Das VIA-Protokoll ist veraltet. Diese Funktion wird in zukünftigen Versionen von Microsoft SQL Server nicht mehr bereitgestellt. Verwenden Sie diese Funktion beim Entwickeln neuer Anwendungen nicht, und planen Sie das Ändern von Anwendungen, in denen es zurzeit verwendet wird.

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