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Verwenden von Datenquellensichten (Analysis Services)

Aktualisiert: 14. April 2006

OLAP- (Online Analytical Processing) und Data Mining-Projekte in Microsoft SQL Server 2005 werden basierend auf einem logischen Datenmodell verknüpfter Tabellen, Sichten und Abfragen aus einer oder mehreren Datenquellen entworfen. Dieses logische Datenmodell wird Datenquellensicht genannt. Eine Datenquellensicht ist ein Objekt, das die Metadaten aus ausgewählten Datenquellenobjekten enthält, einschließlich aller Beziehungen zwischen diesen Objekten, die in der zugrunde liegenden Datenquelle oder in der Datenquellensicht definiert sind. Eine Datenquellensicht führt eine Zwischenspeicherung der Metadaten der Datenquellen durch, auf deren Grundlage die Sicht erstellt wurde. Mit den zwischengespeicherten Metadaten können Sie ein Analysis Services-Projekt, ohne die fortlaufende aktive Verbindung zu einer Datenquelle, entwickeln.

Mithilfe von Datenquellensichten können Sie eine Teilmenge der Daten definieren, die ein großes Data Warehouse auffüllen. Zusätzlich können Sie damit ein homogenes Schema auf Basis von heterogenen Datenquellen oder Untergruppen von Datenquellen definieren. Da Datenquellensichten ein isoliertes Schema darstellen, können Sie auch weitere erforderliche Anmerkungen hinzufügen, ohne dass sich dies auf die Schemas der zugrunde liegenden Datenquellen auswirkt.

Eine Datenquellensicht enthält die folgenden Elemente:

  • Einen Namen und eine Beschreibung.
  • Eine Definition einer beliebigen Teilmenge des Schemas, die aus einer oder mehreren Datenquellen abgerufen wird, einschließlich des gesamten Schemas, das Folgendes umfasst:
    • Tabellennamen
    • Spaltennamen
    • Datentypen
    • NULL-Zulässigkeit
    • Spaltenlängen
    • Primärschlüssel
    • Primärschlüssel-Fremdschlüssel-Beziehungen
  • Anmerkungen zum Schema aus den zugrunde liegenden Datenquellen, einschließlich der folgenden Angaben:
    • Anzeigenamen für Tabellen, Sichten und Spalten.
    • Benannte Abfragen, die Spalten aus einer oder mehreren Datenquellen zurückgeben (werden als Tabellen im Schema angezeigt).
    • Benannte Berechnungen, die Spalten aus einer Datenquelle zurückgeben (werden als Spalten in Tabellen oder Sichten angezeigt).
    • Logische Primärschlüssel (erforderlich, wenn kein Primärschlüssel in der zugrunde liegenden Tabelle definiert oder nicht in der Sicht oder benannten Abfrage eingeschlossen ist).
    • Logische Primärschlüssel-Fremdschlüssel-Beziehungen zwischen Tabellen, Sichten und benannten Abfragen.

Die Analysis Services-Entwurfstools verwenden Datenquellensichten, um einen Zwischenspeicher von relationalen Metadaten zu verwalten und einige Anmerkungen innerhalb einer Datenquellensicht zu nutzen. Indem sie eine Teilmenge von Tabellen und Sichten in einer Datenquelle beschreibt, stellt eine Datenquellensicht nur die für OLAP- und Data Mining-Objekte erforderlichen Tabellen zur Verfügung. In einer Datenquellensicht werden die Layouts von Tabellen, Filtern, SQL-Ausdrücken, Beziehungen und anderen Komplexitäten des Schemas behandelt. Daher ermöglicht eine Datenquellensicht einfache Bindungen mithilfe von Analysis Services-Cubes, -Dimensionen und -Miningmodellen zu den Tabellen und Spalten der Datenquellensicht.

Sie können mehrere Datenquellensichten in einem Projekt oder einer Datenbank von Analysis Services auf der Grundlage einer oder mehrerer Datenquellen erstellen und die einzelnen Datenquellensichten so erstellen, dass sie die Anforderungen einer jeweils anderen Lösung erfüllen.

Eine einzelne Datenquellensicht unterstützt mehrere Diagramme, die verschiedene Untergruppen der Datenquellensicht anzeigen. In einigen Fällen möchten Sie vielleicht separate Diagramme für Abschnitte einer Datenquellensicht verwenden, die zu einem bestimmten Objekt gehören. Anders als bei unterschiedlichen Datenquellensichten verweisen unterschiedliche Diagramme auf dasselbe Schema. Aus diesem Grund gelten sämtliche in einem Diagramm vorgenommenen Änderungen für alle anderen Diagramme der Datenquellensicht.

Wenn Sie eine Datenquellensicht definieren, die Tabellen, Sichten oder Spalten aus mehreren Datenquellen enthält, wird die erste Datenquelle, aus der Sie Objekte zur Datenquellensicht hinzufügen, als primäre Datenquelle festgelegt (nach der Definition der primären Datenquelle kann diese Festlegung nicht mehr geändert werden). Nachdem Sie eine Datenquellensicht basierend auf Objekten aus einer einzelnen Datenquelle definiert haben, können Sie Objekte aus anderen Datenquellen hinzufügen. Wenn für eine OLAP-Verarbeitungs- oder eine Data Mining-Abfrage Daten aus mehreren Datenquellen in einer einzelnen Abfrage erforderlich sind, muss die primäre Datenquelle Remoteabfragen mithilfe von OpenRowset unterstützen. In der Regel handelt es sich dabei um eine Microsoft SQL Server-Datenquelle. Wenn Sie beispielsweise eine OLAP-Dimension entwerfen, die Attribute enthält, die an Spalten aus mehreren Datenquellen gebunden sind, wird in Analysis Services eine OpenRowset-Abfrage erstellt, um diese Dimension währen der Verarbeitung aufzufüllen. Wenn die Auffüllung eines OLAP-Objekts oder die Auflösung einer Data Mining-Abfrage jedoch mithilfe einer einzelnen Datenquelle möglich ist, wird keine OpenRowset-Abfrage erstellt. In bestimmten Situationen kann es möglich sein, Attributbeziehungen zwischen Attributen zu definieren, sodass keine OpenRowset-Abfrage mehr erforderlich ist. Weitere Informationen zu Attributbeziehungen finden Sie unter Attributbeziehungen, Definieren und Konfigurieren einer Attributbeziehung und Angeben von Attributbeziehungen zwischen Attributen in einer benutzerdefinierten Hierarchie.

Version Verlauf

14. April 2006

Geänderter Inhalt:
  • Das konzeptionelle Material wurde aktualisiert, um die Verständlichkeit zu erhöhen.

Neuer Inhalt:
  • Informationen zur Verwendung mehrerer Datenquellen wurden hinzugefügt.
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