Anmerkung des Redakteurs: Die erfolgreiche Einführung von Verbrauchertechnologien in der IT-Strategie – ein Balanceakt
Wenn Unternehmenssysteme so konfiguriert, gesichert und verwaltet werden sollen, dass ein flexibler Arbeitsstil der Benutzer möglich ist, bedeutet dies, dass viele Geräte im Besitz der Mitarbeiter und nicht des Unternehmens sein werden.
Von Mitch Irsfeld
Sie sind unmittelbarer Zeuge der neuen Entwicklung: Es kommt zunehmend zu einer Vermischung zwischen der Technologie am Arbeitsplatz und der im Privatleben verwendeten Technologie. Und es geht noch weiter! Viele der genutzten Anwendungen und Dienste befinden sich auch außerhalb des Netzwerks.
Laut einer aktuellen IDC-Studie gehören über 40 Prozent der Geräte, mit denen IT-Mitarbeiter auf Geschäftsanwendungen zugreifen, den Mitarbeitern selbst. Jetzt liegt es am IT-Bereich, Benutzererwartungen und Erfordernisse der Unternehmen in Einklang zu bringen. In Hinblick auf diese “IT-Anpassung an die Verbrauchertechnologien” gibt es derzeit verschiedene Technologietrends, wie z. B. Cloud Computing, Social Computing, Big-Data, private Always-on-Geräte und das Aufkommen von Online App Stores.
Um diesem Trend Rechnung zu tragen, muss die Informationstechnologie Folgendes unterstützen:
- Personalisierte unternehmensspezifische PC-Einstellungen, -Daten und -Anwendungen auf jedem PC-Gerät
- Zugriff auf einen Unternehmensarbeitsbereich von den eigenen Geräten aus, einschließlich Smartphones
- Sicherer Zugriff auf Dateien, Sites, Anwendungen und Personen überall
Aus der Benutzerperspektive kommt die IT-Anpassung an Verbrauchertechnologien darin zum Ausdruck, dass flexible Arbeitsstile und Mobilität unterstützt werden und somit jederzeit größere Produktivität erzielt werden kann. Allgemein zeigt sich dieser Trend in mehreren Unternehmensszenarien. Im Whitepaper Strategien für die Anpassung an Verbrauchertechnologien werden die wichtigsten Szenarien behandelt, von der Bereitstellung verschiedenster Geräte bis hin zu deren Sicherung und Verwaltung. Auch wichtige Aspekte wie rechtliche Probleme und Konformitätsfragen werden dort erörtert.
Inwiefern Sie diesen Trend nutzen können, wird in erster Linie davon abhängen, ob Sie eine einheitliche geräteübergreifende Verwaltung anbieten und diese Geräte auch sichern können, wobei die Bandbreite der Geräte von PCs bis hin zu Smartphones reichen kann.
Wir bei Microsoft haben diesen Weg schon beschritten und sind in der einzigartigen Lage, zu verstehen und Anleitungen bereitzustellen, wie die Anpassung an Verbrauchertechnologien in Unternehmen auf verantwortungsvolle Weise durchgeführt werden kann. Das Microsoft-Unternehmensnetzwerk umfasst etwa 1,3 Millionen Geräte, und die meisten Mitarbeiter arbeiten immer mit mindestens zwei tragbaren Geräten. Tony Scott, CIO und Corporate Vice President von Microsoft, spricht in Die IT-Anpassung an Verbrauchertechnologien bei Microsoft aus der Perspektive des CIO über die tiefer greifenden Auswirkungen auf Unternehmen.
Im letzten Monat hat Microsoft sieben Test Lab-Handbücher veröffentlicht. Mit diesen Handbüchern können Sie praktische Erfahrungen sammeln. Mittels einer vordefinierten getesteten Methodik wird eine funktionstüchtige Konfiguration für die häufigsten und wichtigsten Szenarien bei der IT-Anpassung an Verbrauchertechnologien erstellt. Diese umfasst Folgendes:
- Basiskonfiguration
- Internetproxy
- Exchange-Messaging
- Datenschutz
- Datenklassifizierung und Serverisolierung
- Remotedesktopdienste/Desktopvirtualisierung Remotezugriffsgateway
Laden Sie die Test Lab-Handbücher zur IT-Anpassung an die Verbrauchertechnologien herunter, und lesen Sie dort, wie mit aktuellen Microsoft-Technologien wie Windows Server 2008 R2 die häufigsten und wichtigsten Szenarien der IT-Anpassung an Verbrauchertechnologien ermöglicht werden.
Microsoft-Technologien für die Anpassung an Verbrauchertechnologien
Microsoft bietet mehrere Schlüsseltechnologien, die sowohl die Anforderungen der Benutzer als auch die des Unternehmens hinsichtlich einer Risikominimierung berücksichtigen. Unter Microsoft-Technologien zur Anpassung an die Verbrauchertechnologien finden Sie einen Überblick über diese Technologien, zu denen u a. Windows Optimized Desktop, Windows Cloud Services, Windows App-V und Virtual Desktop Infrastructure gehören.
Auf der Verwaltungsseite bietet Microsoft in Microsoft System Center Configuration Manager 2012 ein einzelnes zentrales Tool, über das von einer einzigen Konsolenansicht aus nahezu alle Arten von Geräten verwaltet werden können.
Darüber hinaus stellt Microsoft einen Cloud-Dienst, Windows Intune, zur Verwaltung von Windows-PCs und Slate-PCs bereit. Hierfür ist keine besondere Vor-Ort-Infrastruktur erforderlich. Mit Windows Intune ist eine zentrale Verwaltung und Sicherung von PCs über eine einzige webbasierte Konsole möglich. In der Windows Intune-Demo für mobile Verwaltung sehen Sie, wie Computer von nahezu jedem Ort aus verwaltet werden können.
Mobile Mitarbeiter bedeuten spezielle Herausforderungen, wie z. B. die Bereitstellung und Verwaltung cloudbasierter Dienste für die verschiedenen Geräte. Auf der Clientseite wurde die IT-Anpassung an die Verbrauchertechnologien beim Entwerfen des bald auf den Markt kommenden Windows 8 und insbesondere bei Windows RT berücksichtigt. In einem aktuellen Beitrag im Blog zum Erstellen von Windows 8 bezüglich der Verwaltung von "BYO"-PCs im Unternehmen geht es um den neuen Verwaltungsclient, über den eine Kommunikation mit einer Verwaltungsinfrastruktur in der Cloud erfolgen soll, um den Benutzern Branchenanwendungen bereitzustellen.
BYO-Geräte können mithilfe der Desktop- und Anwendungsvirtualisierung ermöglicht werden. Mit der Desktopvirtualisierung kann die Computerumgebung vom PC des Benutzers abstrahiert werden. Dies ermöglicht es den IT-Spezialisten, Benutzereinstellungen, Daten, Anwendungen und sogar das Betriebssystem von dem Gerät, das die Mitarbeiter verwenden, zu trennen und zu zentralisieren. Mit der Anwendungsvirtualisierung ist eine Abstraktion der Anwendungen vom Betriebssystem und eine isolierte Anwendungsausführung möglich. Dadurch können Konflikte mit anderen Anwendungen vermieden werden.
Microsoft Application Virtualization (App-V) bietet Unternehmensbenutzern Zugriff auf Anwendungen, die auf allen autorisierten PCs dynamisch verfügbar sind, ohne dass hierzu eine Installation der Anwendungen erforderlich ist.
Den Benutzern ermöglicht Microsoft darüber hinaus ein völlig problemloses Arbeiten mit den Geräten ihrer Wahl. Windows Server 2008 R2 SP1 umfasst die Remote Desktop Services (RDS)-Funktion. Mittels einer Sitzungsvirtualisierung und VDI-Technologien macht diese Funktion einen noch flexibleren Arbeitsbereich für Ihre Mitarbeiter möglich; dabei spielt es keine Rolle, wo sie arbeiten oder welche Geräte sie verwenden.
Und Lync Online (Teil der Office 365-Suite) ist ein Cloud-basierter Kommunikationsdienst mit Anwesenheitsfunktionen, Instant Messaging, Audio-/Videoanruffunktion und vielfältigen Möglichkeiten für Onlinebesprechungen.
Wer dem Trend der Anpassung an Verbrauchertechnologien Rechnung tragen möchte, muss das richtige Gleichgewicht finden zwischen der Bereitstellung und Unterstützung der von den Benutzern gewünschten Geräte, der Bereitstellung der Anwendungen im passenden Format für diese Geräte und der Unterhaltung einer durchgängigen Sicherheits- und Verwaltungsplattform. Damit Sie die erforderliche Kontrolle über die neu in die Unternehmensumgebung kommenden Geräte behalten, sollten Sie möglicherweise die Art Ihrer Systemverwaltung überdenken und dabei auch berücksichtigen, ob sich diese Verwaltungsinfrastruktur vor Ort oder in der Cloud befindet.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Mitch Irsfeld
TechNet-Redakteur Mitch Irsfeldist ein erfahrener Journalist in der Computerbranche und Inhaltsentwickler, der bei mehreren führenden Publikationen, darunter InformationWeek, InternetWeek und CommunicationsWeek, als Reaktionsleiter tätig war. Er ist außerdem Redakteur des TechNet Magazine und leitender Redakteur des TechNet Flash-Newsletters.