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Microsoft-Sicherheitsempfehlung (2607712)

Betrügerische digitale Zertifikate können Spoofing ermöglichen

Veröffentlicht: | Aktualisiert:

Version: 5.0

Allgemeine Informationen

Kurzzusammenfassung

Microsoft ist sich aktiver Angriffe bewusst, bei denen mindestens ein betrügerisches digitales Zertifikat verwendet wird, das von DigiNotar herausgegeben wurde. Diese Zertifizierungsstelle ist im Speicher vertrauenswürdiger Stammzertifizierungsstellen vorhanden. Ein betrügerisches Zertifikat kann u. U. verwendet werden, um Inhalt nachzuahmen, Phishingangriffe durchzuführen oder Man-in-the-Middle-Angriffe gegen alle Webbrowser-Benutzer einschließlich Benutzern von Internet Explorer durchzuführen. Dies ist zwar keine Sicherheitsanfälligkeit in einem Microsoft-Produkt, doch dieses Problem betrifft alle unterstützten Veröffentlichungen von Microsoft Windows.

Microsoft setzt die Untersuchung dieses Problems fort. Auf Basis vorläufiger Untersuchungen stellt Microsoft am 13. September 2011 ein neues Update (KB2616676) für alle unterstützten Versionen von Microsoft Windows bereit, mit dem das Vertrauen in die folgenden Stammzertifikate von DigiNotar widerrufen wird, indem diese im Speicher nicht vertrauenswürdiger Zertifikate von Microsoft platziert werden:

  • DigiNotar Stammzertifizierungsstelle
  • DigiNotar Stammzertifizierungsstelle G2
  • DigiNotar PKIoverheid CA Overheid
  • DigiNotar PKIoverheid CA Organisatie - G2
  • DigiNotar PKIoverheid CA Overheid en Bedrijven
  • DigiNotar Stammzertifizierungsstelle, herausgegeben von Entrust (2 Zertifikate)
  • DigiNotar Services 1024 CA, herausgegeben von Entrust
  • DigiNotar Cyber CA, herausgegeben von GTE CyberTrust (3 Zertifikate)

Empfehlung. Microsoft empfiehlt Endbenutzern, das Update umgehend mit Updateverwaltungssoftware zu installieren bzw. mithilfe des Dienstes Microsoft Update auf Updates zu prüfen. Weitere Informationen finden Sie in dem Abschnitt Empfohlene Maßnahmen in dieser Empfehlung.

Bekannte Probleme. Im Microsoft Knowledge Base-Artikel 2616676 werden die derzeit bekannten Probleme dokumentiert, die durch die Installation dieses Updates unter Umständen auftreten können. Im Artikel werden auch Lösungen für diese Probleme empfohlen.

Details der Empfehlung

Problemverweise

Weitere Informationen zu diesem Problem finden Sie unter den folgenden Verweisen:

VerweiseIdentifizierung
Microsoft Knowledge Base-Artikel2616676

Betroffene Software und Geräte

In dieser Empfehlung werden folgende Software und Geräte erörtert.

Betroffene Software
Windows XP Service Pack 3
Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2
Windows Server 2003 Service Pack 2
Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2
Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte Systeme
Windows Vista Service Pack 2
Windows Vista x64 Edition Service Pack 2
Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2*
Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2*
Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 2
Windows 7 für 32-Bit Systeme und Windows 7 für 32-Bit Systeme Service Pack 1
Windows 7 für x64-basierte Systeme und Windows 7 für x64-basierte Systeme Service Pack 1
Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme und Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1*
Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme und Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 1

*Die Server Core-Installation ist betroffen. Diese Sicherheitsempfehlung gilt für unterstützte Editionen von Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2, unabhängig davon, ob bei der Installation die Server Core-Installationsoption verwendet wurde oder nicht. Weitere Informationen zu dieser Installationsoption finden Sie in den TechNet-Artikeln Verwalten einer Server Core-Installation und Wartung einer Server Core-Installation. Beachten Sie, dass die Server Core-Installationsoption für bestimmte Editionen von Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 nicht gilt; siehe dazu Vergleichen von Server Core-Installationsoptionen.

Nicht betroffene Geräte
Windows Mobile 6.x
Windows Phone 7
Windows Phone 7.5

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Empfohlene Maßnahmen

Weitere Informationen:

Microsoft Active Protections Program (MAPP)

Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.

Feedback

  • Sie können uns Ihr Feedback über das Formular Kundendienst/Kontakt auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“ mitteilen.

Support

  • Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“.
  • Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der Website Internationale Hilfe und Support.
  • Auf der Microsoft-Website TechNet Sicherheit werden zusätzliche Informationen zur Sicherheit in Microsoft-Produkten zur Verfügung gestellt.

Haftungsausschluss

Die Informationen in dieser Empfehlung werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für Sie.

Revisionen

  • V1.0 (29. August 2011): Die Empfehlung wurde veröffentlicht.
  • V2.0 (29. August 2011): Die Empfehlung wurde überarbeitet, um eine falsche Nummer für die Empfehlung zu korrigieren.
  • V3.0 (6. September 2011): Die Sicherheitsempfehlung wurde überarbeitet, um die Veröffentlichung eines Updates anzukündigen, mit dem dieses Problem behoben wird.
  • V4.0 (13. September 2011): Die Empfehlung wurde überarbeitet, um die Veröffentlichung des Updates KB2616676 anzukündigen, mit dem das in dieser Empfehlung beschriebene Problem behoben wird.
  • V4.1 (13. September 2011): Die Empfehlung wurde überarbeitet, um die Verfügbarkeit des Updates KB2616676 für die Windows Developer Preview-Version anzukündigen. Weitere Informationen finden Sie in den häufig gestellten Fragen (FAQs) zu diesem Update.
  • V5.0 (19. September 2011): Die Empfehlung wurde überarbeitet, um die erneute Veröffentlichung des Updates KB2616676 anzukündigen. Weitere Informationen finden Sie in den häufig gestellten Fragen (FAQs) zu diesem Update.