Microsoft-Sicherheitsempfehlung (2757760)
Sicherheitsanfälligkeit in Internet Explorer kann Remotecodeausführung ermöglichen
Veröffentlicht: | Aktualisiert:
Version: 1.2
Allgemeine Informationen
Kurzzusammenfassung
Microsoft untersucht derzeit öffentliche Meldungen über eine Sicherheitsanfälligkeit in Internet Explorer 6, Internet Explorer 7, Internet Explorer 8 und Internet Explorer 9. Internet Explorer 10 ist nicht betroffen. Microsoft ist sich gezielter Angriffe bewusst, bei denen versucht wird, diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen. Durch die Installation der Microsoft Fix it-Lösung „Verhindern der Speicherbeschädigung über ExecCommand in Internet Explorer“ wird die Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit verhindert. Weitere Informationen finden Sie in dem Abschnitt Empfohlene Maßnahmen in dieser Empfehlung.
Es liegt eine Sicherheitsanfälligkeit vor, die eine Remotecodeausführung ermöglicht und durch die Art und Weise verursacht wird, wie Internet Explorer auf ein Objekt im Speicher zugreift, das gelöscht oder nicht richtig zugeordnet wurde. Die Sicherheitsanfälligkeit kann den Speicher derart beschädigen, dass ein Angreifer im Kontext des aktuellen Benutzers beliebigen Code in Internet Explorer ausführen kann. Ein Angreifer kann eine speziell gestaltete Website einrichten, die diese Sicherheitsanfälligkeit über Internet Explorer ausnutzt, und dann einen Benutzer zum Besuch der Website verleiten.
Nach Abschluss dieser Untersuchung wird Microsoft angemessene Maßnahmen zum Schutz seiner Kunden ergreifen. Dabei kann es sich um die Bereitstellung einer Lösung im Rahmen der monatlichen Veröffentlichung von Sicherheitsupdates oder durch ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate handeln, je nach Kundenanforderungen.
Wir arbeiten aktiv mit Partnern in unserem Microsoft Active Protections Program (MAPP) zusammen, um Informationen bereitzustellen, mit denen sie einen umfassenderen Schutz für ihre Kunden bereitstellen können. Außerdem arbeiten wir aktiv mit Partnern zusammen, um die Bedrohungslage zu überwachen, und ergreifen Maßnahmen gegen schädliche Sites, mit denen versucht wird, diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen.
Microsoft ermutigt Benutzer weiter, die Richtlinien im Microsoft-Sicherheitscenter zum Aktivieren einer Firewall zu befolgen, alle Softwareupdates anzuwenden und Antivirus- und Anti-Spyware-Software zu installieren.
Schadensbegrenzende Faktoren:
- Internet Explorer unter Windows Server 2003, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 wird standardmäßig in einem eingeschränkten Modus verwendet, der als verstärkte Sicherheitskonfiguration bezeichnet wird. Dieser Modus verringert die Sicherheitsanfälligkeit.
- Standardmäßig öffnen alle unterstützten Versionen von Microsoft Outlook, Microsoft Outlook Express und Windows Mail HTML-E-Mail-Nachrichten in der Zone für eingeschränkte Sites. Mit der Zone für eingeschränkte Sites, in der Skript und ActiveX-Steuerelemente deaktiviert sind, wird das Risiko verringert, dass ein Angreifer mithilfe dieser Sicherheitsanfälligkeit schädlichen Code ausführt. Klickt ein Benutzer auf einen Link in einer E-Mail, besteht weiterhin die Gefahr einer Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit wie im oben beschriebenen webbasierten Angriffsszenario.
- Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann die gleichen Benutzerrechte wie der aktuelle Benutzer erlangen. Für Endbenutzer, deren Konten mit weniger Benutzerrechten konfiguriert sind, kann dies geringere Auswirkungen haben als für Benutzer, die mit administrativen Benutzerrechten arbeiten.
- In einem webbasierten Angriffsszenario kann ein Angreifer eine Website mit einer Webseite einrichten, die diese Sicherheitsanfälligkeit ausnutzt. Außerdem können manipulierte Websites und Websites, die von Endbenutzern bereitgestellte Inhalte oder Werbemitteilungen akzeptieren oder hosten, speziell gestaltete Inhalte enthalten, über die diese Sicherheitsanfälligkeit ausgenutzt werden kann. Ein Angreifer kann Endbenutzer jedoch nicht zum Besuch solcher Websites zwingen. Er muss den Benutzer zum Besuch dieser Website verleiten. Zu diesem Zweck wird der Benutzer meist dazu gebracht, in einer E-Mail oder einer Instant Messenger-Nachricht auf einen Link zur Website des Angreifers zu klicken.
Empfehlung. Weitere Informationen finden Sie in dem Abschnitt Empfohlene Maßnahmen in dieser Empfehlung.
Details der Empfehlung
Problemverweise
Weitere Informationen zu diesem Problem finden Sie unter den folgenden Verweisen:
| Verweise | Identifizierung |
|---|---|
| CVE-Referenz | CVE-2012-4969 |
Betroffene und nicht betroffene Software
Diese Empfehlung betrifft die folgende Software.
Betroffene Software
| Betriebssystem | Komponente |
|---|---|
| Internet Explorer 6 | |
| Windows XP Service Pack 3 | Internet Explorer 6 |
| Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 6 |
| Windows Server 2003 Service Pack 2 | Internet Explorer 6 |
| Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 6 |
| Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte Systeme | Internet Explorer 6 |
| Internet Explorer 7 | |
| Windows XP Service Pack 3 | Internet Explorer 7 |
| Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 7 |
| Windows Server 2003 Service Pack 2 | Internet Explorer 7 |
| Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 7 |
| Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte Systeme | Internet Explorer 7 |
| Windows Vista Service Pack 2 | Internet Explorer 7 |
| Windows Vista x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 7 |
| Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 | Internet Explorer 7 |
| Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 | Internet Explorer 7 |
| Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 2 | Internet Explorer 7 |
| Internet Explorer 8 | |
| Windows XP Service Pack 3 | Internet Explorer 8 |
| Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 8 |
| Windows Server 2003 Service Pack 2 | Internet Explorer 8 |
| Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 8 |
| Windows Vista Service Pack 2 | Internet Explorer 8 |
| Windows Vista x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 8 |
| Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 | Internet Explorer 8 |
| Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 | Internet Explorer 8 |
| Windows 7 für 32-Bit-Systeme | Internet Explorer 8 |
| Windows 7 für 32-Bit-Systeme Service Pack 1 | Internet Explorer 8 |
| Windows 7 für x64-basierte Systeme | Internet Explorer 8 |
| Windows 7 für x64-basierte Systeme Service Pack 1 | Internet Explorer 8 |
| Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme | Internet Explorer 8 |
| Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1 | Internet Explorer 8 |
| Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme | Internet Explorer 8 |
| Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 1 | Internet Explorer 8 |
| Internet Explorer 9 | |
| Windows Vista Service Pack 2 | Internet Explorer 9 |
| Windows Vista x64 Edition Service Pack 2 | Internet Explorer 9 |
| Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 | Internet Explorer 9 |
| Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 | Internet Explorer 9 |
| Windows 7 für 32-Bit-Systeme | Internet Explorer 9 |
| Windows 7 für 32-Bit-Systeme Service Pack 1 | Internet Explorer 9 |
| Windows 7 für x64-basierte Systeme | Internet Explorer 9 |
| Windows 7 für x64-basierte Systeme Service Pack 1 | Internet Explorer 9 |
| Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme | Internet Explorer 9 |
| Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1 | Internet Explorer 9 |
Nicht betroffene Software
| Betriebssystem | Komponente |
|---|---|
| Internet Explorer 10 | |
| Windows 8 für 32-Bit-Systeme | Internet Explorer 10 |
| Windows 8 für 64-Bit-Systeme | Internet Explorer 10 |
| Windows Server 2012 | Internet Explorer 10 |
| Server Core-Installation | |
| Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 (Server Core-Installation) | Nicht anwendbar |
| Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 (Server Core-Installation) | Nicht anwendbar |
| Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme (Server Core-Installation) | Nicht anwendbar |
| Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1 (Server Core-Installation) | Nicht anwendbar |
| Windows Server 2012 (Server Core-Installation) | Nicht anwendbar |
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Empfohlene Maßnahmen
Weitere Informationen:
Microsoft Active Protections Program (MAPP)
Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.
Feedback
- Sie können uns Ihr Feedback über das Formular Kundendienst/Kontakt auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“ mitteilen.
Support
- Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf Microsoft-Hilfe und -Support.
- Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Weitere Informationen finden Sie auf Internationale Unterstützung.
- Auf der Microsoft-Website TechNet Sicherheit werden zusätzliche Informationen zur Sicherheit in Microsoft-Produkten zur Verfügung gestellt.
Haftungsausschluss
Die Informationen in dieser Empfehlung werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für Sie.
Revisionen
- V1.0 (17. September 2012): Die Empfehlung wurde veröffentlicht.
- V1.1 (18. September 2012): Der Sicherheitsanfälligkeit wurde die Nummer für allgemeine Sicherheitsanfälligkeit CVE-2012-4969 zugewiesen. Außerdem wurden Anweisungen in der Problemumgehung mit EMET korrigiert.
- V1.2 (19. September 2012): Der Microsoft Fix it-Lösung „Verhindern der Speicherbeschädigung über ExecCommand in Internet Explorer“, mit der die Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit verhindert wird, wurde ein Link hinzugefügt.
