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Microsoft-Sicherheitsempfehlung (980088)

Sicherheitsanfälligkeit in Internet Explorer kann Offenlegung von Informationen ermöglichen

Veröffentlicht: | Aktualisiert:

Microsoft untersucht eine öffentlich gemeldete Sicherheitsanfälligkeit in Internet Explorer für Benutzer, die Windows XP ausführen oder den geschützten Modus von Internet Explorer deaktiviert haben. Diese Empfehlung enthält Informationen zu den anfälligen Versionen von Internet Explorer sowie zu Problemumgehungen und schadensbegrenzenden Maßnahmen für dieses Problem.

Unsere bisherige Untersuchung hat gezeigt, dass ein Angreifer mithilfe eines bereits bekannten Dateinamen und Speicherorts u. U. auf Dateien zugreifen kann, wenn ein Benutzer eine Version von Internet Explorer verwendet, die nicht im geschützten Modus ausgeführt wird. Zu diesen Versionen gehören Internet Explorer 5.01 Service Pack 4 unter Microsoft Windows 2000 Service Pack 4; Internet Explorer 6 Service Pack 1 unter Microsoft Windows 2000 Service Pack 4 und Internet Explorer 6, Internet Explorer 7 und Internet Explorer 8 unter unterstützten Editionen von Windows XP Service Pack 2, Windows XP Service Pack 3 und Windows Server 2003 Service Pack 2. Der geschützte Modus verhindert die Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit und wird standardmäßig für Versionen von Internet Explorer unter Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 7 und Windows Server 2008 ausgeführt.

Die Sicherheitsanfälligkeit wird dadurch verursacht, dass eine falsche Darstellung von Inhalten aus lokalen Dateien auf eine solche Art erzwungen wird, dass Informationen für schädliche Websites offen gelegt werden können.

Microsoft hat MS10-035 veröffentlicht, um den bekannten Vektor für das Hauptproblem in Internet Explorer 7 und Internet Explorer 8 zu beheben, den neueren Versionen von Internet Explorer. Jedoch unterliegen weiterhin alle Versionen von Internet Explorer einem Problem, aufgrund dessen der Angreifer Dateien auf dem lokalen System anzeigen kann, auf das der Benutzer Zugriff hat, wenn es einem Angreifer gelingt, an einem vorhersagbaren Ort auf dem System eines Benutzers Inhalte zwischenzuspeichern und den Benutzernamen zu bestimmen.

Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine Angriffe bekannt, mit denen versucht wird, diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen. Wir werden die Bedrohungslage weiter überwachen und diese Empfehlung aktualisieren, wenn die Situation sich ändert. Nach Abschluss dieser Untersuchung wird Microsoft angemessene Maßnahmen zum Schutz seiner Kunden ergreifen. Dabei kann es sich um die Bereitstellung einer Lösung im Rahmen der monatlichen Veröffentlichung von Sicherheitsupdates oder durch ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate handeln, je nach Kundenanforderungen.

Wir arbeiten aktiv mit Partnern in unseren Microsoft Active Protections Program (MAPP)- und Microsoft Security Response Alliance (MSRA)- Programmen zusammen, um Informationen bereitzustellen, mit denen Sie Ihren Benutzern einen breiteren Schutz bereitstellen können. Außerdem arbeiten wir aktiv mit Partnern zusammen, um die Bedrohungslage zu überwachen, und ergreifen Maßnahmen gegen schädliche Sites, mit denen versucht wird, diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen.

Microsoft ermutigt Benutzer weiter, die Richtlinien zum Schutz des eigenen Computers zu befolgen, indem sie eine Firewall aktivieren, alle Softwareupdates anwenden und Antivirus- und Anti-Spyware-Software installieren. Zusätzliche Informationen finden Sie unter Sicherheit zu Hause.

Schadensbegrenzende Faktoren:

  • Der geschützte Modus verhindert die Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit. Er wird in unterstützten Versionen von Internet Explorer unter Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 7 und Windows Server 2008 R2 standardmäßig ausgeführt.
  • In einem webbasierten Angriffsszenario kann ein Angreifer eine Website mit einer Webseite einrichten, die diese Sicherheitsanfälligkeit ausnutzt. Außerdem können manipulierte Websites und Websites, die von Endbenutzern bereitgestellte Inhalte oder Werbemitteilungen akzeptieren oder hosten, speziell gestaltete Inhalte enthalten, über die diese Sicherheitsanfälligkeit ausgenutzt werden könnte. Ein Angreifer kann Endbenutzer jedoch nicht zum Besuch solcher Websites zwingen. Der Angreifer müsste stattdessen den Benutzer zum Besuch dieser Webseite verleiten, z. B. indem er den Benutzer dazu auffordert, in einer E-Mail oder einer Instant Messenger-Nachricht auf einen Link zur Website des Angreifers zu klicken.
  • Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann die gleichen Benutzerrechte wie der lokale Endbenutzer erlangen. Für Benutzer, deren Konten mit geringeren Benutzerrechten konfiguriert sind, kann dies geringere Auswirkungen haben als für Benutzer, die mit administrativen Benutzerrechten arbeiten.
  • Internet Explorer unter Windows Server 2003 und Windows Server 2008 wird standardmäßig in einem eingeschränkten Modus verwendet, der als verstärkte Sicherheitskonfiguration bezeichnet wird. Dadurch wird die Sicherheitsstufe für die Internetzone auf Hoch gesetzt. Dies ist ein schadensbegrenzender Faktor für Websites, die nicht zu den vertrauenswürdigen Sites von Internet Explorer hinzugefügt wurden.
  • Standardmäßig öffnen alle unterstützten Versionen von Microsoft Outlook, Microsoft Outlook Express und Windows Mail HTML-E-Mail-Nachrichten in der Zone für eingeschränkte Sites. Die Zone für eingeschränkte Sites verringert Angriffe, die auf die Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit abzielen, da die Verwendung von Active Scripting und ActiveX-Steuerelementen beim Anzeigen von HTML-E-Mail unterbunden wird. Klickt ein Endbenutzer jedoch auf einen Link in einer E-Mail, besteht weiterhin die Gefahr einer Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit wie im oben beschriebenen webbasierten Angriffsszenario.

Allgemeine Informationen

Übersicht

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Empfohlene Maßnahmen

Weitere Informationen:

Ressourcen:

  • Sie können uns Ihr Feedback über das Formular auf der Microsoft-Website Hilfe und Support: Kontakt zukommen lassen.
  • Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“.
  • Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der Website Internationale Hilfe und Support.
  • Auf der Microsoft-Website TechNet Sicherheit werden zusätzliche Informationen zur Sicherheit in Microsoft-Produkten zur Verfügung gestellt.

Haftungsausschluss:

Die Informationen in dieser Empfehlung werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für sie.

Revisionen:

  • V1.0 (3. Februar 2010): Die Empfehlung wurde veröffentlicht.
  • V1.1 (10. Februar 2010): Die vom geschützten Modus angebotene schadensbegrenzende Maßnahme wurde näher spezifiziert. Außerdem wurden eine häufig gestellte Frage (FAQ) und eine Problemumgehung den geschützten Modus betreffend erläutert.
  • V1.2 (9. Juni 2010): Informationen zu MS10-035 wurden hinzugefügt, und ein Eintrag in den Häufig gestellten Fragen (FAQs) zum zwischenspeichernden Vektor wurde näher erläutert.