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Microsoft Security Bulletin MS09-013 - Kritisch

Sicherheitsanfälligkeiten in den Windows HTTP-Diensten können Remotecodeausführung ermöglichen (960803)

Veröffentlicht: | Aktualisiert:

Version: 1.1

Allgemeine Informationen

Kurzzusammenfassung

Dieses Sicherheitsupdate behebt eine öffentlich gemeldete Sicherheitsanfälligkeit und zwei vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeiten in den Microsoft Windows HTTP-Diensten (WinHTTP). Die schwerste Sicherheitsanfälligkeit kann Remotecodeausführung ermöglichen. Nutzt ein Angreifer diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich aus, kann er die vollständige Kontrolle über ein betroffenes System erlangen. Ein Angreifer kann dann Programme installieren, Daten anzeigen, ändern oder löschen oder neue Konten mit sämtlichen Benutzerrechten erstellen. Für Benutzer, deren Konten mit weniger Benutzerrechten konfiguriert sind, kann dies geringere Auswirkungen haben als für Benutzer, die mit administrativen Benutzerrechten arbeiten.

Dieses Sicherheitsupdate wird für alle unterstützten Editionen von Microsoft Windows 2000, Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista und Windows Server 2008 als Kritisch eingestuft. Weitere Informationen finden Sie in dem Unterabschnitt Betroffene und nicht betroffene Software in diesem Abschnitt.

Das Sicherheitsupdate behandelt die Sicherheitsanfälligkeiten, indem geändert wird, wie die Windows HTTP-Dienste Fehler verarbeiten und Zertifikate überprüfen, und sichergestellt wird, dass Windows HTTP-Dienste die Schutzmechanismen vor Reflektion von NTLM-Anmeldeinformationen richtig verwenden. Weitere Informationen zu den Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie im Unterabschnitt „Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ für den bestimmten Sicherheitsanfälligkeitseintrag im nächsten Abschnitt Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten.

Empfehlung. Die Mehrheit der Benutzer hat die automatische Aktualisierung aktiviert und muss keine Maßnahmen ergreifen, da dieses Sicherheitsupdate automatisch heruntergeladen und installiert wird. Benutzer, die die automatische Aktualisierung nicht aktiviert haben, müssen auf Updates prüfen und dieses Update manuell installieren. Weitere Informationen zu bestimmten Konfigurationsoptionen bei der automatischen Aktualisierung finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 294871.

Für Administratoren und für Installationen in Unternehmen bzw. für Endbenutzer, die dieses Sicherheitsupdate manuell installieren möchten, empfiehlt Microsoft, das Update sofort mit Updateverwaltungssoftware zu installieren bzw. mithilfe des Diensts Microsoft Update auf Updates zu prüfen.

Siehe auch den Abschnitt Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung weiter unten in diesem Bulletin.

Bekannte Probleme. Im Microsoft Knowledge Base-Artikel 960803 werden die derzeit bekannten Probleme dokumentiert, die durch die Installation dieses Sicherheitsupdates unter Umständen auftreten können. Im Artikel werden auch Lösungen für diese Probleme empfohlen.

Betroffene und nicht betroffene Software

Folgende Software wurde getestet, um zu ermitteln, welche Versionen oder Editionen betroffen sind. Andere Versionen haben entweder das Ende des Lebenszyklus überschritten oder sind nicht betroffen. Besuchen Sie die Website Microsoft Support Lifecycle, um den Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion oder Edition zu ermitteln.

Betroffene Software

BetriebssystemMaximale SicherheitsauswirkungBewertung des GesamtschweregradsBulletins, die durch dieses Update ersetzt werden
Microsoft Windows 2000 Service Pack 4RemotecodeausführungKritischKeine
Windows XP Service Pack 2 und Windows XP Service Pack 3RemotecodeausführungKritischKeine
Windows XP Professional x64 Edition und Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Server 2003 Service Pack 1 und Windows Server 2003 Service Pack 2RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Server 2003 x64 Edition und Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Server 2003 mit SP1 für Itanium-basierte Systeme und Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte SystemeRemotecodeausführungKritischKeine
Windows Vista und Windows Vista Service Pack 1RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Vista x64 Edition und Windows Vista x64 Edition Service Pack 1RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme*RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme*RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Server 2008 für Itanium-basierte SystemeRemotecodeausführungKritischKeine

*Die Server Core-Installation von Windows Server 2008 ist betroffen. Für unterstützte Editionen von Windows Server 2008 gilt dieses Update mit der gleichen Bewertung des Schweregrads. Dabei spielt es keine Rolle, ob Windows Server 2008 mit der Server Core-Installationsoption installiert wurde oder nicht. Weitere Informationen zu dieser Installationsoption finden Sie unter Server Core. Beachten Sie, dass die Server Core-Installationsoption für bestimmte Editionen von Windows Server 2008 nicht gilt; siehe dazu Vergleichen von Server Core-Installationsoptionen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) im Zusammenhang mit diesem Sicherheitsupdate

Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten

Bewertungen des Schweregrads und Kennungen der Sicherheitsanfälligkeit

Sicherheitsanfälligkeit in den Windows HTTP-Diensten durch Ganzzahlunterlauf – CVE-2009-0086

Sicherheitsanfälligkeit in den Windows HTTP-Diensten durch Zertifikatsnamenkonflikt – CVE-2009-0089

Sicherheitsanfälligkeit in den Windows HTTP-Diensten bezüglich Reflektion von Anmeldeinformationen – CVE-2009-0550

Informationen zum Update

Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung

Bereitstellung von Sicherheitsupdates

Weitere Informationen:

Danksagungen

Microsoft dankt den folgenden Personen, dass sie zum Schutz unserer Kunden mit uns zusammengearbeitet haben:

  • Greg MacManus von iSIGHT Partners Labs für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in den Windows HTTP-Diensten durch Ganzzahlunterlauf (CVE-2009-0086)
  • WanTeh Chang und Cem Paya von Google für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in den Windows HTTP-Diensten durch Zertifikatsnamenkonflikt (CVE-2009-0089)

Microsoft Active Protections Program (MAPP)

Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.

Support

  • Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Supportanrufe zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“.
  • Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Supportanfragen zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der International Support-Website.

Haftungsausschluss

Die Informationen der Microsoft Knowledge Base werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für sie.

Revisionen

  • V1.0 (14. April 2009): Bulletin veröffentlicht.
  • V1.1 (29. April 2009): Dem Abschnitt Häufig gestellte Fragen (FAQs) im Zusammenhang mit diesem Sicherheitsupdate wurde ein Eintrag hinzugefügt, um mitzuteilen, dass der Abschnitt Bekannte Probleme mit diesem Sicherheitsupdate im zugehörigen Microsoft Knowledge Base-Artikel 960803 aktualisiert wurde. Dies ist lediglich eine Informationsänderung.