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Microsoft Security Bulletin MS09-071 - Kritisch

Sicherheitsanfälligkeiten im Internetauthentifizierungsdienst können Remotecodeausführung ermöglichen (974318)

Veröffentlicht: | Aktualisiert:

Version: 1.1

Allgemeine Informationen

Kurzzusammenfassung

Dieses Sicherheitsupdate behebt zwei vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeiten in Microsoft Windows. Die schwereren Sicherheitsanfälligkeiten können Remotecodeausführung ermöglichen, wenn vom Internetauthentifizierungsdienst-Server empfangene Nachrichten beim Verarbeiten von PEAP-Authentifizierungsversuchen falsch in den Speicher kopiert werden. Unter Windows Server 2008 wird der Internetauthentifizierungsdienst durch Netzwerkrichtlinienserver (NPS) ersetzt. Ein Angreifer, dem es gelingt, eine dieser Sicherheitsanfälligkeiten auszunutzen, kann vollständige Kontrolle über das betroffene System erlangen. Server mit Internetauthentifizierungsdienst oder Netzwerkrichtlinienserver sind nur betroffen, wenn PEAP mit MS-CHAP v2-Authentifizierung verwendet wird.

Dieses Sicherheitsupdate wird für Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 und Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 als Kritisch eingestuft. Für alle weiteren betroffenen und unterstützten Veröffentlichungen von Windows siehe den Unterabschnitt Betroffene und nicht betroffene Software in diesem Abschnitt.

Das Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeiten, indem korrigiert wird, wie der Internetauthentifizierungsdienst Authentifizierungsanforderungen von PEAP-Clients überprüft. Weitere Informationen zu den Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie im Unterabschnitt „Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ für den bestimmten Sicherheitsanfälligkeitseintrag im nächsten Abschnitt Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten.

Empfehlung. Die Mehrheit der Benutzer hat die automatische Aktualisierung aktiviert und muss keine Maßnahmen ergreifen, da dieses Sicherheitsupdate automatisch heruntergeladen und installiert wird. Benutzer, die die automatische Aktualisierung nicht aktiviert haben, müssen auf Updates prüfen und dieses Update manuell installieren. Weitere Informationen zu bestimmten Konfigurationsoptionen bei der automatischen Aktualisierung finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 294871.

Für Administratoren und für Installationen in Unternehmen bzw. für Endbenutzer, die dieses Sicherheitsupdate manuell installieren möchten, empfiehlt Microsoft, das Update sofort mit Updateverwaltungssoftware zu installieren bzw. mithilfe des Diensts Microsoft Update auf Updates zu prüfen.

Siehe auch den Abschnitt Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung weiter unten in diesem Bulletin.

Bekannte Probleme. Keine

Betroffene und nicht betroffene Software

Folgende Software wurde getestet, um zu ermitteln, welche Versionen oder Editionen betroffen sind. Andere Versionen haben entweder das Ende des Lebenszyklus überschritten oder sind nicht betroffen. Besuchen Sie die Website Microsoft Support Lifecycle, um den Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion oder Edition zu ermitteln.

Betroffene Software

BetriebssystemMaximale SicherheitsauswirkungBewertung des GesamtschweregradsBulletins, die durch dieses Update ersetzt werden
Microsoft Windows 2000 Service Pack 4Erhöhung von BerechtigungenHochKeine
Windows XP Service Pack 2 und Windows XP Service Pack 3Erhöhung von BerechtigungenMittelKeine
Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2Erhöhung von BerechtigungenMittelKeine
Windows Server 2003 Service Pack 2Erhöhung von BerechtigungenHochKeine
Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2Erhöhung von BerechtigungenHochKeine
Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte SystemeErhöhung von BerechtigungenHochKeine
Windows Vista und Windows Vista Service Pack 1Erhöhung von BerechtigungenMittelKeine
Windows Vista Service Pack 2RemotecodeausführungHochKeine
Windows Vista x64 Edition und Windows Vista x64 Edition Service Pack 1Erhöhung von BerechtigungenMittelKeine
Windows Vista x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungHochKeine
Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme*Erhöhung von BerechtigungenHochKeine
Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2*RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme*Erhöhung von BerechtigungenHochKeine
Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2*RemotecodeausführungKritischKeine
Windows Server 2008 für Itanium-basierte SystemeErhöhung von BerechtigungenMittelKeine
Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 2RemotecodeausführungHochKeine

*Die Server Core-Installation ist nicht betroffen. Die durch dieses Update behobenen Sicherheitsanfälligkeiten betreffen unterstützte Editionen von Windows Server 2008 wie angegeben nicht, wenn diese mit der Server Core-Installationsoption installiert wurden. Weitere Informationen zur dieser Installationsoption finden Sie in dem MSDN-Artikel Server Core. Beachten Sie, dass die Server Core-Installationsoption für bestimmte Editionen von Windows Server 2008 nicht gilt; siehe dazu Vergleichen von Server Core-Installationsoptionen.

Nicht betroffene Software

Betriebssystem
Windows 7 für 32-Bit-Systeme
Windows 7 für x64-basierte Systeme
Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme
Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme

Häufig gestellte Fragen (FAQs) im Zusammenhang mit diesem Sicherheitsupdate

Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten

Bewertungen des Schweregrads und Kennungen der Sicherheitsanfälligkeit

Sicherheitsanfälligkeit im Internetauthentifizierungsdienst bezüglich Speicherbeschädigung – CVE-2009-2505

Sicherheitsanfälligkeit durch Umgehung der MS-CHAP-Authentifizierung – CVE-2009-3677

Informationen zum Update

Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung

Bereitstellung von Sicherheitsupdates

Weitere Informationen:

Microsoft Active Protections Program (MAPP)

Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.

Support

  • Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Supportanrufe zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“.
  • Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Supportanfragen zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der International Support Website.

Haftungsausschluss

Die Informationen der Microsoft Knowledge Base werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für sie.

Revisionen

  • V1.0 (8. Dezember 2009): Bulletin veröffentlicht.
  • V1.1 (9. Dezember 2009): Dem Abschnitt Häufig gestellten Fragen (FAQs) im Zusammenhang mit diesem Sicherheitsupdate wurde ein neuer Eintrag zur Erklärung dieser Überarbeitung hinzugefügt. Dies ist lediglich eine Informationsänderung.