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Microsoft Security Bulletin MS10-020 - Kritisch

Sicherheitsanfälligkeiten im SMB-Client können Remotecodeausführung ermöglichen (980232)

Veröffentlicht: | Aktualisiert:

Version: 1.1

Allgemeine Informationen

Kurzzusammenfassung

Dieses Sicherheitsupdate behebt eine öffentlich und mehrere vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeiten in Microsoft Windows. Die Sicherheitsanfälligkeiten können Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Angreifer eine speziell gestaltete SMB-Antwort auf eine vom Client initiierte SMB-Anforderung sendet. Um diese Sicherheitsanfälligkeiten auszunutzen, muss ein Angreifer den Benutzer dazu verleiten, eine SMB-Verbindung zu einem speziell gestalteten SMB-Server zu initiieren.

Dieses Sicherheitsupdate wird für alle unterstützten Editionen von Microsoft Windows als Kritisch eingestuft. Weitere Informationen finden Sie im Unterabschnitt Betroffene und nicht betroffene Software in diesem Abschnitt.

Das Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeiten, indem korrigiert wird, wie der SMB-Client SMB-Antworten verarbeitet, Speicher zuweist und Felder innerhalb der SMB-Antwort überprüft. Weitere Informationen zu den Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie im Unterabschnitt „Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ für den bestimmten Sicherheitsanfälligkeitseintrag im nächsten Abschnitt Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten.

Mit diesem Sicherheitsupdate wird auch die Sicherheitsanfälligkeit behoben, die erstmals in der Microsoft-Sicherheitsempfehlung 977544 beschrieben wurde.

Empfehlung. Die Mehrheit der Benutzer hat die automatische Aktualisierung aktiviert und muss keine Maßnahmen ergreifen, da dieses Sicherheitsupdate automatisch heruntergeladen und installiert wird. Benutzer, die die automatische Aktualisierung nicht aktiviert haben, müssen auf Updates prüfen und dieses Update manuell installieren. Weitere Informationen zu bestimmten Konfigurationsoptionen bei der automatischen Aktualisierung finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 294871.

Für Administratoren und für Installationen in Unternehmen bzw. für Endbenutzer, die dieses Sicherheitsupdate manuell installieren möchten, empfiehlt Microsoft, das Update sofort mit Updateverwaltungssoftware zu installieren bzw. mithilfe des Diensts Microsoft Update auf Updates zu prüfen.

Siehe auch den Abschnitt Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung weiter unten in diesem Bulletin.

Bekannte Probleme. Im Microsoft Knowledge Base-Artikel 980232 werden die derzeit bekannten Probleme dokumentiert, die durch die Installation dieses Sicherheitsupdates unter Umständen auftreten können. Im Artikel werden auch Lösungen für diese Probleme empfohlen.

Betroffene und nicht betroffene Software

Folgende Software wurde getestet, um zu ermitteln, welche Versionen oder Editionen betroffen sind. Andere Versionen haben entweder das Ende des Lebenszyklus überschritten oder sind nicht betroffen. Besuchen Sie die Website Microsoft Support Lifecycle, um den Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion oder Edition zu ermitteln.

Betroffene Software

BetriebssystemMaximale SicherheitsauswirkungBewertung des GesamtschweregradsBulletins, die durch dieses Update ersetzt werden
Microsoft Windows 2000 Service Pack 4RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows XP Service Pack 2 und Windows XP Service Pack 3RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Server 2003 Service Pack 2RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte SystemeRemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Vista, Windows Vista Service Pack 1 und Windows Vista Service Pack 2RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Vista x64 Edition, Windows Vista x64 Edition Service Pack 1 und Windows Vista x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme und Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2*RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme und Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2*RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme und Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 2RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows 7 für 32-Bit-SystemeRemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows 7 für x64-basierte SystemeRemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme*RemotecodeausführungKritischMS10-006
Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte SystemeRemotecodeausführungKritischMS10-006

*Die Server Core-Installation ist betroffen. Dieses Update gilt, mit der gleichen Bewertung des Schweregrads, wie angezeigt auch für unterstützte Editionen von Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2, unabhängig davon, ob bei der Installation die Server Core-Installationsoption verwendet wurde oder nicht. Weitere Informationen zu dieser Installationsoption finden Sie in den MSDN-Artikeln Server Core und Server Core für Windows Server 2008 R2. Beachten Sie, dass die Server Core-Installationsoption für bestimmte Editionen von Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 nicht gilt; siehe dazu Vergleichen von Server Core-Installationsoptionen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) im Zusammenhang mit diesem Sicherheitsupdate

Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten

Bewertungen des Schweregrads und Kennungen der Sicherheitsanfälligkeit

Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bezüglich unvollständiger Antwort – CVE-2009-3676

Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bezüglich Speicherzuordnung – CVE-2010-0269

Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bei Transaktionen – CVE-2010-0270

Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bezüglich Analyse von Antworten – CVE-2010-0476

Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bezüglich Nachrichtengröße – CVE-2010-0477

Informationen zum Update

Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung

Bereitstellung von Sicherheitsupdates

Weitere Informationen:

Danksagungen

Microsoft dankt den folgenden Personen, dass sie zum Schutz unserer Kunden mit uns zusammengearbeitet haben:

  • Mark Rabinovich von Visuality Systems Ltd. für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bezüglich Speicherzuordnung (CVE-2010-0269)
  • Laurent Gaffié von stratsec für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bei Transaktionen (CVE-2010-0270)
  • Laurent Gaffié von stratsec für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bezüglich Analyse von Antworten (CVE-2010-0476)
  • Laurent Gaffié von stratsec für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit im SMB-Client bezüglich Nachrichtengröße (CVE-2010-0477)

Microsoft Active Protections Program (MAPP)

Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.

Support

  • Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Supportanrufe zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“.
  • Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Supportanfragen zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der International Support Website.

Haftungsausschluss

Die Informationen der Microsoft Knowledge Base werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für sie.

Revisionen

  • V1.0 (13. April 2010): Bulletin veröffentlicht.
  • V1.1 (26. Mai 2010): Dem Abschnitt „Bekannte Probleme“ in der Kurzzusammenfassung wurde ein Verweis auf den Knowledge Base-Artikel 980232 hinzugefügt.