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Microsoft Security Bulletin MS10-025 - Kritisch

Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Windows Media-Diensten kann Remotecodeausführung ermöglichen (980858)

Veröffentlicht: | Aktualisiert:

Version: 3.0

Allgemeine Informationen

Kurzzusammenfassung

Dieses Sicherheitsupdate behebt eine vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeit in Windows Media-Diensten, die auf Microsoft Windows 2000 Server ausgeführt werden. Die Sicherheitsanfälligkeit kann Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Angreifer einem Microsoft Windows 2000 Server-System, auf dem Windows Media-Dienste ausgeführt werden, ein speziell gestaltetes Transportinformationspaket sendet. Mithilfe empfohlener Vorgehensweisen für die Firewall und standardisierten Firewallkonfigurationen können Netzwerke vor Remoteangriffen von außerhalb des Unternehmens geschützt werden. Eine bewährte Methode besteht darin, für Systeme, die mit dem Internet verbunden sind, nur eine minimale Anzahl von Ports zu öffnen. Unter Microsoft Windows 2000 Server sind Windows Media-Dienste eine optionale Komponente und nicht standardmäßig installiert.

Dieses Sicherheitsupdate wird für alle unterstützten Editionen von Microsoft Windows 2000 Server, unter denen Windows Media-Dienste ausgeführt werden, als Kritisch eingestuft. Weitere Informationen finden Sie im Unterabschnitt Betroffene und nicht betroffene Software in diesem Abschnitt.

Das Sicherheitsupdate wurde am 27. April 2010 erneut veröffentlicht. Das erneut veröffentlichte Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeit, indem geändert wird, wie der Windows Media Unicast-Dienst (nsum.exe) Netzwerkpakete mit Transportinformationen verarbeitet. Weitere Informationen zu der Sicherheitsanfälligkeit finden Sie im Unterabschnitt „Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ für den bestimmten Sicherheitsanfälligkeitseintrag unter dem nächsten Abschnitt Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten.

Empfehlung. Die Mehrheit der Benutzer hat die automatische Aktualisierung aktiviert und muss keine Maßnahmen ergreifen, da dieses Sicherheitsupdate automatisch heruntergeladen und installiert wird. Benutzer, die die automatische Aktualisierung nicht aktiviert haben, müssen auf Updates prüfen und dieses Update manuell installieren. Weitere Informationen zu bestimmten Konfigurationsoptionen bei der automatischen Aktualisierung finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 294871.

Für Administratoren und für Installationen in Unternehmen bzw. für Endbenutzer, die dieses Sicherheitsupdate manuell installieren möchten, empfiehlt Microsoft, das Update sofort mit Updateverwaltungssoftware zu installieren bzw. mithilfe des Diensts Microsoft Update auf Updates zu prüfen.

Siehe auch den Abschnitt Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung weiter unten in diesem Bulletin.

Bekannte Probleme. Keine

Betroffene und nicht betroffene Software

Folgende Software wurde getestet, um zu ermitteln, welche Versionen oder Editionen betroffen sind. Andere Versionen haben entweder das Ende des Lebenszyklus überschritten oder sind nicht betroffen. Besuchen Sie die Website Microsoft Support Lifecycle, um den Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion oder Edition zu ermitteln.

Betroffene Software

BetriebssystemMaximale SicherheitsauswirkungBewertung des GesamtschweregradsBulletins, die durch dieses Update ersetzt werden
Microsoft Windows 2000 Server Service Pack 4RemotecodeausführungKritischKeine

Nicht betroffene Software

Betriebssystem
Microsoft Windows 2000 Professional Service Pack 4
Windows XP Service Pack 2 und Windows XP Service Pack 3
Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2
Windows Server 2003 Service Pack 2
Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2
Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte Systeme
Windows Vista, Windows Vista Service Pack 1 und Windows Vista Service Pack 2
Windows Vista x64 Edition, Windows Vista x64 Edition Service Pack 1 und Windows Vista x64 Edition Service Pack 2
Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme und Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2
Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme und Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2
Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme und Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 2
Windows 7 für 32-Bit-Systeme
Windows 7 für x64-basierte Systeme
Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme
Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme

Häufig gestellte Fragen (FAQs) im Zusammenhang mit diesem Sicherheitsupdate

Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten

Bewertungen des Schweregrads und Kennungen der Sicherheitsanfälligkeit

Sicherheitsanfälligkeit in Media-Diensten durch stapelbasierten Pufferüberlauf – CVE-2010-0478

Informationen zum Update

Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung

Bereitstellung von Sicherheitsupdates

Weitere Informationen:

Danksagungen

Microsoft dankt den folgenden Personen, dass sie zum Schutz unserer Kunden mit uns zusammengearbeitet haben:

  • Fabien Perigaud von CERT-LEXSI für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in Media-Diensten durch stapelbasierten Pufferüberlauf (CVE-2010-0478).

Microsoft dankt folgender Person und folgenden Unternehmen, dass sie mit uns zusammengearbeitet haben und Einzelheiten zu einem Qualitätsproblem im ursprünglichen Sicherheitsupdate bereitgestellt haben:

Microsoft Active Protections Program (MAPP)

Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.

Support

  • Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Supportanrufe zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“.
  • Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Supportanfragen zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der International Support Website.

Haftungsausschluss

Die Informationen der Microsoft Knowledge Base werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für sie.

Revisionen

  • V1.0 (13. April 2010): Bulletin veröffentlicht.
  • V1.1 (14. April 2010): Die Neustartanforderung für Microsoft Windows 2000 Server wurde korrigiert.
  • V2.0 (21. April 2010): Das Bulletin wurde überarbeitetet, um Benutzer zu informieren, dass das ursprüngliche Sicherheitsupdate die Systeme nicht vor der in diesem Bulletin beschriebenen Sicherheitsanfälligkeit schützt. Microsoft empfiehlt Benutzern, eine der Problemumgehungen anzuwenden, die in diesem Bulletin beschrieben sind, um dazu beizutragen, die Auswirkung auf betroffene Systeme zu verringern, bis ein überarbeitetes Sicherheitsupdate zur Verfügung gestellt wird.
  • V3.0 (27. April 2010): Das Bulletin wurde überarbeitet, um das erneut veröffentlichte Sicherheitsupdate für Windows Media-Dienste unter Microsoft Windows 2000 Server Service Pack 4 anzubieten. Microsoft empfiehlt Benutzern, die die betroffene Software ausführen, die sofortige Installation des erneut veröffentlichten Sicherheitsupdates.