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Grundlegendes zur Empfängerauflösung

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP2, Exchange Server 2010 SP3

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2010-01-25

Empfängerauflösung ist der Vorgang des Aufgliederns und Auflösens aller Empfänger in einer Nachricht. Beim Vorgang des Auflösens der Empfänger wird ein Empfänger dem entsprechenden Active Directory-Objekt in der Microsoft Exchange-Organisation zugeordnet. Beim Aufgliedern der Empfänger werden alle Verteilergruppen zu einer Liste einzelner Empfänger erweitert. Durch die Empfängerauflösung können alle Nachrichtengrenzwerte und alternativen Empfänger ordnungsgemäß auf jeden Empfänger angewendet werden.

In einer Microsoft Exchange Server 2010-Organisation wird die Empfängerauflösung vom Kategorisierungsmodul auf einem Server ausgeführt, auf dem die Hub-Transport-Serverrolle installiert ist. Die Kategorisierung erfolgt für jede Nachricht, nachdem eine neu eingegangene Nachricht in die Übermittlungswarteschlange eingestellt wurde. Über die Inhaltskonvertierung und das Routing hinaus wird die Empfängerauflösung auf die Nachricht angewendet, bevor die Nachricht in eine Zustellungswarteschlange eingestellt wird. Das Kategorisierungsmodul führt die Empfängerauflösung vor dem Routing aus. Die Komponente des Kategorisierungsmoduls, die für die Empfängerauflösung zuständig ist, wird häufig als Konfliktlöser bezeichnet.

Inhalt

Auflösung auf oberster Ebene

Aufgliederung

Verzweigung und Steuerung der Empfängeraufgliederung

Empfängerauflösungsdiagnose

Auflösung auf oberster Ebene ist die erste Phase der Empfängerauflösung. Die Auflösung auf oberster Ebene ordnet jeden Empfänger in einer eingehenden Nachricht einem entsprechenden Empfängerobjekt in Active Directory zu. Während der Auflösung auf oberster Ebene erstellt das Kategorisierungsmodul eine Liste, die den in der Nachricht enthaltenen Absender und die ursprünglichen, nicht aufgegliederten Empfänger-E-Mail-Adressen enthält. Anschließend verwendet das Kategorisierungsmodul diese Liste von E-Mail-Adressen, um Active Directory abzufragen und alle E-Mail-aktivierten Objekte zu suchen, für die entsprechende E-Mail-Adressattribute vorhanden sind. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wird, erfolgt eine Zwischenspeicherung der Eigenschaften der entsprechenden Active Directory-Objekte für die spätere Verwendung. Ebenfalls werden alle Nachrichteneinschränkungen für Absender durchgesetzt. 

Die Auflösung auf oberster Ebene beginnt mit einer Nachricht und der ursprünglichen, nicht aufgegliederten Liste der Empfänger aus dem Nachrichtenumschlag. Der Nachrichtenumschlag enthält die Befehle, die zum Übertragen von Nachrichten zwischen SMTP-Messagingservern verwendet werden. Die E-Mail-Adresse des Absenders ist im Befehl MAIL FROM: enthalten. Die E-Mail-Adresse der einzelnen Empfänger ist in einem getrennten Befehl RCPT TO: enthalten. Der Umschlagabsender und die Umschlagempfänger werden in der Regel anhand des Absenders und der Empfänger in den Kopfzeilenfeldern "An", "Von", "Cc" und "Bcc" im Nachrichtenkopf erstellt. Dies ist trifft jedoch nicht immer zu. Die Kopfzeilenfelder An:, Von:, Cc: und Bcc: einer Nachricht sind leicht zu fälschen und stimmen möglicherweise nicht mit den tatsächlichen Absender- oder Empfänger-E-Mail-Adressen überein, die zum Übertragen der Nachricht verwendet wurden.

Standardmäßige SMTP-E-Mail-Adressen entsprechen den Spezifikationen von RFC 2821 und RFC 2822, wie z. B. chris@contoso.com. Bei einer E-Mail-Adresse kann es sich jedoch auch um eine Nicht-SMTP-E-Mail-Adresse handeln, die in einer gültigen SMTP-Adresse eingekapselt ist. Exchange 2010 unterstützt eingekapselte Adressen, für die die IMCEA-Kapselungsmethode (Internet Mail Connector Encapsulated Address) verwendet wird.

Diese Kapselungsmethode erfordert die Codierung aller Zeichen, die in SMTP-E-Mail-Adressen ungültig sind. Alphanumerische Zeichen, das Gleichheitszeichen (=) und der Bindestrich (-) erfordern keine Codierung. Für andere Zeichen wird die folgende Codierungssyntax verwendet:

  • Ein Schrägstrich (/) wird durch einen Unterstrich (_) ersetzt.

  • Andere US-ASCII-Zeichen werden durch ein Pluszeichen (+) ersetzt, und die zwei Stellen ihres ASCII-Werts werden in hexadezimaler Schreibweise geschrieben. Beispielsweise hat das Leerzeichen den codierten Wert +20.

Die IMCEA-Kapselungsmethode verwendet die folgende Syntax: IMCEA<Type>-<address>@<domain>

Der Platzhalter <Typ> identifiziert den Typ von Nicht-SMTP-Adresse, z. B. EX, X400 oder FAX.

HinweisHinweis:
Obwohl SMTP und X500 theoretisch gültige Werte für <Typ> sind, lehnt die Exchange 2010-Empfängerauflösung alle IMCEA-codierten Adressen ab, die einen dieser Typen verwenden.

Der Platzhalter <Adresse> ist die codierte Originaladresse. Der Platzhalter <Domäne> stellt die zum Kapseln der Nicht-SMTP-Adresse verwendete SMTP-Domäne dar, z. B. "contoso.com".

Bei der IMCEA-Kapselungsmethode sind Adressen nur dann nicht verschlüsselt, wenn die Domäne mit der autoritativen Standarddomäne in der Exchange-Organisation übereinstimmt. Weitere Informationen zu akzeptierten Domänen finden Sie unter Grundlegendes zu akzeptierten Domänen.

Die maximale Länge für eine SMTP-E-Mail-Adresse in Exchange 2010 beträgt 571 Zeichen. Dieser Grenzwert setzt sich wie folgt zusammen:

  • 315 Zeichen für den Namensanteil der Adresse

  • 255 Zeichen für den Domänennamen

  • Das @-Zeichen, das den Namensanteil der Adresse vom Domänennamen trennt

Aktuell unterstützt Exchange 2010 keine Nachrichten, die nach der IMCEA-Kapselungmethode codiert sind, wenn der Namensanteil der Adresse 315 Zeichen überschreitet.

Für jede Nachricht werden die Absender-E-Mail-Adresse und alle Empfänger-E-Mail-Adressen einer Liste hinzugefügt, die zum Abfragen von Active Directory verwendet wird. Alle eingekapselten Adressen werden aus der Kapselung befreit, bevor sie der Liste der E-Mail-Adressen hinzugefügt werden. Die Active Directory-Abfrage wird für bis zu 20 E-Mail-Adressen gleichzeitig ausgeführt. Wenn bei der Active Directory-Abfrage vorübergehende Fehler auftreten, wird die Nachricht an die Übermittlungswarteschlange zurückgegeben und bis zu dem vom Parameter ResolverRetryInterval in der Anwendungskonfigurationsdatei "EdgeTransport.exe.config" angegebenen Zeitpunkt zurückgestellt. Der Standardwert beträgt 30 Minuten.

In der folgenden Tabelle sind die Empfängerobjekte beschrieben, die in Active Directory verwendet werden. Weitere Informationen zu Exchange 2010-Empfängertypen finden Sie unter Grundlegendes zu Empfängern.

Empfängerobjekte in Active Directory

Active Directory-Empfängertyp Beschreibung

DistributionGroup

Jedes E-Mail-aktivierte Gruppenobjekt. Diese Typen von Verteilergruppenobjekten stehen zur Verfügung:

  • MailUniversalDistributionGroup   Ein universelles Verteilergruppenobjekt

  • MailUniversalSecurityGroup   Ein universelles Sicherheitsgruppenobjekt (USG-Objekt), das über eine E-Mail-Adresse verfügt

  • MailNonUniversalGroup   Ein lokales Sicherheitsgruppenobjekt oder globales Sicherheitsgruppenobjekt, das über eine E-Mail-Adresse verfügt

DynamicDistributionGroup

Ein Objekt, das die Active Directory-Klasse msExchDynamicDistributionList aufweist. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer dynamischen Verteilergruppe.

Mailbox

Ein Benutzerobjekt, das eine E-Mail-Adresse und einen definierten Parameter vom Typ Database aufweist

MailUser

Ein Benutzerobjekt, das eine E-Mail-Adresse ohne einen definierten Parameter vom Typ Database aufweist. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen eines E-Mail-Benutzers.

MailContact

Ein Kontaktobjekt, das eine E-Mail-Adresse aufweist. Normalerweise wird ein E-Mail-Kontakt für Empfänger außerhalb der Exchange-Organisation verwendet. Ein E-Mail-Kontakt wird außerdem in gesamtstrukturübergreifenden Exchange-Umgebungen verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen eines E-Mail-Kontakts.

MailPublicFolder

Ein Öffentliche Ordner-Objekt, das eine E-Mail-Adresse aufweist.

MicrosoftExchangeRecipient

Ein Objekt, das die Active Directory-Klasse msExchExchangeServerRecipient aufweist. Weitere Informationen zum Exchange-Empfängerobjekt finden Sie unter Grundlegendes zum Microsoft Exchange-Empfänger.

PublicDatabase

Ein Objekt, das die Active Directory-Klasse msExchPublicMDB aufweist.

SystemAttendantMailbox

Ein Objekt, das die Active Directory-Klasse exchangeAdminService aufweist. Es sollte nur ein Postfach der Systemaufsicht in der Exchange 2010-Organisation vorhanden sein.

SystemMailbox

Ein Benutzerobjekt, das über eine E-Mail-Adresse verfügt und sich im Container "Microsoft Exchange-Systemobjekte" befindet. Es sollte nur ein Systempostfach für jede Postfachdatenbank in der Exchange 2010-Organisation vorhanden sein.

Ein Objekt, das fehlende oder falsch formatierte kritische Eigenschaften enthält, wird von der Active Directory-Abfrage als ungültiges Objekt klassifiziert. Beispielsweise wird ein dynamisches Verteilergruppenobjekt ohne E-Mail-Adresse als ungültig angesehen. Für Nachrichten, die an Empfänger gesendet werden, die als ungültige Objekte klassifiziert wurden, wird ein Unzustellbarkeitsbericht (Non-Delivery Report, NDR) erstellt.

Für jede E-Mail-Adresse wird eine einzelne anfängliche Abfrage für alle möglichen Empfängereigenschaften ausgeführt, wie etwa für die Empfänger-ID, den Empfängertyp, Nachrichtengrenzwerte, E-Mail-Adressen und alternative Empfänger. Die anwendbaren Eigenschaften für den Empfänger werden für die spätere Verwendung zwischengespeichert. Die Empfängerauflösung klassifiziert die Empfänger auf der Grundlage von Ähnlichkeiten in der Weise der Auflösung der Empfänger und der Ähnlichkeit der anwendbaren Empfängereigenschaften.

Der für die Adressauflösung verwendete LDAP-Filter wird wie folgt beschrieben:

  • Für den E-Mail-Adresstyp EX basiert der LDAP-Filter auf dem Active Directory-Empfängerattribut legacyExchangeDN oder dem Active Directory-Empfängerattribut proxyAddresses. Das Active Directory-Attribut legacyExchangeDN besitzt Vorrang.

  • Für alle anderen E-Mail-Adresstypen wird das Active Directory-Empfängerattribut proxyAddresses als LDAP-Filter verwendet.

Wenn die in der Nachricht verwendete E-Mail-Adresse nicht mit der primären SMTP-Adresse des entsprechenden Active Directory-Objekts übereinstimmt, schreibt das Kategorisierungsmodul die E-Mail-Adresse in der Nachricht so um, dass sie mit der primären SMTP-Adresse übereinstimmt. Die ursprüngliche E-Mail-Adresse wird im Parameter ORCPT= im Befehl RCPT TO: im Nachrichtenumschlag gespeichert.

Bei der für die Größenbeschränkung gesendeter Nachrichten verwendeten Größe handelt es sich um den Wert des Kopfzeilenfelds X-MS-Exchange-Organization-OriginalSize: im Nachrichtenkopf. In Exchange 2010 wird dieses Kopfzeilenfeld zum Erfassen der Originalgröße der Nachricht zum Zeitpunkt des Eingangs bei der Exchange 2010-Organisation verwendet. Bei jeder Überprüfung der Nachricht im Vergleich zu den angegebenen Beschränkungen der Nachrichtengröße wird der niedrigere Wert der aktuellen Nachrichtengröße oder die ursprüngliche Größe der Nachrichtenkopfzeile verwendet. Die Größe der Nachricht kann sich aufgrund von Inhaltskonvertierung, Codierung sowie Agent-Verarbeitung ändern. Wenn dieses Kopfzeilenfeld nicht vorhanden ist, wird es anhand des aktuellen Werts für die Nachrichtengröße erstellt. Wenn die Nachricht zu umfangreich ist, wird ein NDR erstellt, und die weitere Nachrichtenverarbeitung wird eingestellt.

Der Empfängergrenzwert für gesendete Nachrichten wird nur auf dem ersten Hub-Transport-Server durchgesetzt, der die Nachricht verarbeitet. Die ursprüngliche, nicht aufgegliederte Empfängeranzahl des Nachrichtenumschlags wird mit dem Empfängergrenzwert für gesendete Nachrichten verglichen. Die ursprüngliche, nicht aufgegliederte Empfängeranzahl des Nachrichtenumschlags wird verwendet, um die in Microsoft Exchange Server 2003 teilweise bestehenden Nachrichtenzustellungsprobleme zu vermeiden, die auftreten, wenn Remoteserver für die Aufgliederung von geschachtelten Verteilerlisten verwendet wurden.

Der Nachrichtenabsender und alle Empfänger werden als aufgelöst gekennzeichnet, indem eine erweiterte Eigenschaft in der Nachricht gestempelt wird. Aufgrund dieser erweiterten Eigenschaft kann die Nachricht die Auflösung auf oberster Ebene umgehen, wenn die Nachricht die Empfängerauflösung erneut durchlaufen muss. Eine Nachricht muss die Empfängerauflösung möglicherweise erneut durchlaufen, weil der Microsoft Exchange-Transportdienst erneut gestartet wurde.

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Die Aufgliederung erfolgt nach der Auflösung auf oberster Ebene. Die Aufgliederung gliedert verschachtelte Empfängerebenen vollständig in einzelne Empfänger auf. Die Aufgliederung erfordert gegebenenfalls mehrere Durchläufe im Aufgliederungsprozess, um alle Empfänger aufzugliedern. Es müssen nicht alle Empfänger aufgegliedert werden. Jedoch müssen alle Empfänger den Aufgliederungsprozess durchlaufen. Der Aufgliederungsprozess setzt darüber hinaus Einschränkungen für empfangene Nachrichten für alle Arten von Empfängern durch.

In der folgenden Liste sind die Arten von Empfängern beschrieben, für die Aufgliederung erforderlich ist:

  • Verteilergruppen und dynamische Verteilergruppen   Verteilergruppen werden auf der Grundlage der Active Directory-Eigenschaft memberOf aufgegliedert. Dynamische Verteilergruppen werden mithilfe der Active Directory-Abfragedefinition aufgegliedert. Wenn der Parameter ExpansionServer für die Gruppe festgelegt ist, wird die Gruppe nicht vom aktuellen Server aufgegliedert. Die Verteilergruppe wird für die Aufgliederung an den angegebenen Server geroutet.

    HinweisHinweis:
    Wenn Sie einen bestimmten Hub-Transport-Server in der Organisation als Server für die Aufgliederung der Verteilerlisten auswählen, hängt die Verwendung der Verteilergruppe von der Verfügbarkeit dieses Servers ab. Wenn der Server für die Aufgliederung der Verteilerlisten nicht erreichbar ist, können die an die Verteilergruppe gesendeten Nachrichten nicht zugestellt werden. Wenn Sie beabsichtigen, bestimmte Server für die Aufgliederung von Verteilerlisten für Ihre Verteilergruppen zu verwenden, sollten Sie das Implementieren von Lösungen für hohe Verfügbarkeit für diese Server in Erwägung ziehen, um die Gefahr von Dienstunterbrechungen zu verringern.
  • Alternative Empfänger   Der Parameter ForwardingAddress kann für Postfächer und E-Mail-aktivierte Öffentliche Ordner festgelegt werden. Mit dem Parameter ForwardingAddress werden alle Nachrichten an den angegebenen alternativen Empfänger umgeleitet. Die Bezeichnung hierfür lautet weitergeleiteter Empfänger. Wenn eine alternative Zustelladresse im Parameter ForwardingAddress angegeben ist und der Parameter DeliverToMailboxAndForward auf $true festgelegt ist, wird die Nachricht dem ursprünglichen und dem alternativen Empfänger zugestellt. Dies wird als ein zugestellter und weitergeleiteter Empfänger bezeichnet.

  • Kontaktketten   Eine Kontaktkette ist ein E-Mail-Benutzer oder E-Mail-Kontakt, dessen Parameter ExternalEmailAddress auf die E-Mail-Adresse eines anderen Empfängers in der Exchange-Organisation festgelegt ist.

Wenn die Verteilergruppen, alternativen Empfänger und Kontaktketten aufgegliedert werden, prüft das Kategorisierungsmodul auf Empfängerschleifen. Eine Empfängerschleife ist ein Problem bei der Empfängerkonfiguration, das die Zustellung einer Nachricht an die gleichen Empfänger in einer Endlosschleife bewirkt. In der folgenden Liste werden die verschiedenen Arten von Empfängerschleifen beschrieben:

  • Harmlose Empfängerschleifen   Eine harmlose Empfängerschleife führt zu einer erfolgreichen Nachrichtenzustellung. In der folgenden Liste sind zwei Szenarien beschrieben, in denen harmlose Empfängerschleifen auftreten:

    • Wenn zwei Verteilergruppen einander als Mitglieder enthalten.

    • Wenn Postfächer oder E-Mail-aktivierte Öffentliche Ordner so eingerichtet sind, dass sie aneinander zustellen und weiterleiten. Dieser Fall tritt ein, wenn der Parameter DeliverToMailboxAndForward beider Empfänger auf $true und der Parameter ForwardingAddress auf einen anderen Empfänger festgelegt ist.

    Wenn eine harmlose Empfängerschleife erkannt wird, wird die Nachricht an den Empfänger übermittelt, jedoch werden keine weiteren Versuche unternommen, die Nachricht an den gleichen Empfänger zuzustellen.

  • Unterbrochene Empfängerschleife   Eine unterbrochene Empfängerschleife kann nicht zu einer erfolgreichen Nachrichtenzustellung führen. Ein Beispiel für eine unterbrochene Empfängerschleife ergibt sich, wenn der Parameter ForwardingAddress von Postfächern oder E-Mail-aktivierten Öffentlichen Ordnern jeweils aufeinander festgelegt ist. Wenn das Kategorisierungsmodul eine unterbrochene Empfängerschleife erkennt, werden die Aufgliederungsaktivitäten für den aktuellen Empfänger eingestellt, und es wird ein NDR für den Empfänger erstellt.

Die Erkennung von Empfängerschleifen verhindert nicht die doppelte Zustellung von Nachrichten. Beispielsweise tritt in Verteilergruppe C eine doppelte Zustellung von Nachrichten auf, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Verteilergruppe B und Verteilergruppe C sind Mitglieder von Verteilergruppe A.

  • Verteilergruppe C ist außerdem Mitglied von Verteilergruppe B.

Beim Aufgliedern einer Verteilergruppe wird der Nachrichtentyp überprüft, um zu ermitteln, ob es sich bei der Nachricht um einen Zustellungsbericht handelt. Wenn die Nachricht ein Zustellungsbericht ist, werden die Umleitungseinstellungen der Verteilergruppe überprüft, um zu bestimmen, ob eine Umleitung des Zustellungsberichts erforderlich ist. Es kann sinnvoll sein, die Zustellungsberichte zu unterdrücken, weil die Zustellungsberichte unerwünschte Informationen über die Verteilergruppe und ihre Mitglieder offen legen können.

In der folgenden Liste sind die Umleitungseinstellungen beschrieben, die für Verteilergruppen und dynamische Verteilergruppen verfügbar sind:

  • ReportToManagerEnabled   Dieser Parameter ermöglicht das Senden von Zustellungsberichten an den Verteilergruppenleiter. Gültige Werte sind $true oder $false. Der Standardwert ist $false. Bei Verteilergruppen wird der Leiter mithilfe des Parameters ManagedBy im Cmdlet Set-Group gesteuert. Bei dynamischen Verteilergruppen wird der Leiter mithilfe des Parameters ManagedBy im Cmdlet Set-DynamicDistributionGroup gesteuert.

  • ReportToOriginatorEnabled   Dieser Parameter ermöglicht das Senden von Zustellungsberichten an die Absender der an diese Verteilergruppe gesendeten E-Mail-Nachrichten. Gültige Werte sind $true oder $false. Der Standardwert ist $true.

    HinweisHinweis:
    Die Werte der Parameter ReportToManagerEnabled und ReportToOriginatorEnabled dürfen nicht beide auf $true festgelegt sein. Wenn ein Parameter auf $true festgelegt ist, muss der andere auf $false festgelegt sein. Die Werte beider Parameter können $false sein. Dadurch wird die Umleitung aller Zustellungsberichtnachrichten unterdrückt.

In der folgenden Liste werden die verfügbaren Zustellungsberichtnachrichten beschrieben:

  • Zustellungsbestätigung (Delivery Receipt, DR)   Dieser Bericht bestätigt, dass eine Nachricht an den beabsichtigten Empfänger zugestellt wurde.

  • Benachrichtigung über den Zustellungsstatus (Delivery Status Notification, DSN)   Dieser Bericht beschreibt das Ergebnis eines Versuchs, eine Nachricht zuzustellen. Weitere Informationen zu DSN-Nachrichten finden Sie unter Verwalten von Benachrichtigungen über den Zustellungsstatus.

  • Benachrichtigung über den Nachrichtenstatus (Message Disposition Notification, MDN)   In diesem Bericht wird der Status einer Nachricht beschrieben, nachdem sie einem Empfänger erfolgreich zugestellt wurde. Eine Lesebenachrichtigung (Read Notification, RN) und eine Nichtlesebenachrichtigung (Non-Read Notification, NRN) sind beide Beispiele für eine MDN-Nachricht. MDN-Nachrichten sind in RFC 2298 definiert und werden durch das Kopfzeilenfeld Disposition-Notification-To: im Nachrichtenkopf gesteuert. MDN-Einstellungen, die das Kopfzeilenfeld Disposition-Notification-To: verwenden, sind mit vielen verschiedenen Nachrichtenservern kompatibel. MDN-Einstellungen können auch mithilfe von MAPI-Eigenschaften in Microsoft Outlook und Exchange definiert werden.

  • Unzustellbarkeitsbericht (Non-Delivery Report, NDR)   Dieser Bericht zeigt dem Absender der Nachricht an, dass die Nachricht nicht an die angegebenen Empfänger zugestellt werden konnte.

  • Nichtlesebenachrichtigung (NRN)   Dieser Bericht zeigt an, dass eine Nachricht gelöscht wurde, bevor sie gelesen wurde.

  • Abwesenheit (Out Of Office, OOF)   Dieser Bericht zeigt an, dass der Empfänger nicht auf E-Mail-Nachrichten antwortet. Das Akronym OOF wird auf das ursprüngliche Microsoft-Messagingsystem zurückgeführt, in dem die entsprechende Benachrichtigung den Namen "Out Of Facility" trug.

  • Lesebenachrichtigung (RN)   Dieser Bericht zeigt an, dass eine Nachricht gelesen wurde.

  • Rückrufbericht   Dieser Bericht zeigt den Status einer Rückrufanforderung für einen bestimmten Empfänger an. Eine Rückrufanforderung liegt vor, wenn ein Absender versucht, eine gesendete Nachricht mithilfe von Outlook zurückzurufen.

Wenn eine Zustellungsberichtnachricht an eine Verteilergruppe gesendet wird, bewirken die folgenden Einstellungen das Löschen der Berichtsnachricht:

  • Es ist keine Berichtsumleitung festgelegt. Alternativ kann die Berichtsumleitung auf den Absender der Nachricht festgelegt sein.

  • Die Berichtsumleitung ist auf den Verteilergruppenleiter festgelegt, und bei der Zustellungsberichtnachricht handelt es sich nicht um einen Unzustellbarkeitsbericht.

Wenn eine Zustellungsberichtnachricht an eine Verteilergruppe gesendet wird, bewirken die folgenden Einstellungen, dass die Zustellungsberichtnachricht dem Verteilergruppenleiter zugestellt wird:

  • Die Berichtsumleitung ist auf den Verteilergruppenleiter festgelegt, und bei der Berichtnachricht handelt es sich um einen Unzustellbarkeitsbericht.

Wenn eine Nachricht, die keine Zustellungsberichtnachricht ist, an eine Verteilergruppe gesendet wird, erfolgt die Nachrichtenzustellung an die Mitglieder der Verteilergruppe. Die Einstellungen für die Berichtsanforderung sind in der folgenden Liste zusammengefasst:

  • Wenn die Berichtsumleitung auf den Absender der Nachricht festgelegt ist, werden die Einstellungen für die Berichtsanforderung nicht geändert.

  • Wenn keine Berichtsumleitung festgelegt ist, werden alle Einstellungen für die Berichtsanforderung unterdrückt. Der Parameter NOTIFY=NEVER wird dem Befehl "RCPT TO:" für jeden Empfänger im Nachrichtenumschlag hinzugefügt.

  • Wenn die Berichtsumleitung auf den Verteilergruppenleiter festgelegt ist, werden alle Einstellungen zur Berichtsanforderung unterdrückt, mit Ausnahme von NDR-Nachrichten, die an den Leiter der Verteilergruppe gesendet werden.

Der Aufgliederungsprozess setzt auch alle Nachrichteneinschränkungen durch, die für Empfänger konfiguriert sind. Diese Einschränkungen können individuell für jeden Empfänger oder organisationsweit für alle Hub-Transport-Server in der Exchange-Organisation konfiguriert werden. In der folgenden Tabelle sind die Nachrichteneinschränkungen beschrieben, die für Empfänger konfiguriert werden können.

Nachrichteneinschränkungen für Empfänger

Quelle Parameter Beschreibung

Set-DistributionGroup

Set-DynamicDistributionGroup

Set-Mailbox

Set-MailContact

Set-MailPublicFolder

Set-MailUser

Set-TransportConfig

MaxReceiveSize

Bei der vom Parameter MaxReceiveSize festgelegten Größe, die für die für Empfänger konfigurierten Nachrichteneinschränkungen verwendet wird, handelt es sich um den Wert des Kopfzeilenfelds X-MS-Exchange-Organization-OriginalSize: im Nachrichtenkopf. In Exchange 2010 wird dieses Kopfzeilenfeld zum Erfassen der Originalgröße der Nachricht zum Zeitpunkt des Eingangs bei der Exchange 2010-Organisation verwendet. Bei jeder Überprüfung der Nachricht im Vergleich zu den angegebenen Beschränkungen der Nachrichtengröße wird der niedrigere Wert der aktuellen Nachrichtengröße oder die ursprüngliche Größe der Nachrichtenkopfzeile verwendet. Die Größe der Nachricht kann sich aufgrund von Inhaltskonvertierung, Codierung sowie Agent-Verarbeitung ändern. Wenn dieses Kopfzeilenfeld nicht vorhanden ist, wird es anhand des aktuellen Werts für die Nachrichtengröße erstellt. Wenn die Nachricht zu umfangreich ist, wird ein NDR erstellt, und die weitere Nachrichtenverarbeitung wird eingestellt.

Set-DistributionGroup

Set-DynamicDistributionGroup

Set-Mailbox

Set-MailContact

Set-MailPublicFolder

Set-MailUser

RequireSenderAuthenticationEnabled

Der Parameter RequireSenderAuthenticationEnabled setzt voraus, dass alle Nachrichten, die an den Empfänger gesendet werden, von authentifizierten Absendern stammen. Wenn der Wert dieses Parameters auf $true festgelegt ist, werden Nachrichten von nicht authentifizierten Absendern abgelehnt. Alle Absender, die Nachrichten an das Systempostfach und das Postfach der Systemaufsicht senden, müssen authentifiziert sein.

Set-DistributionGroup

Set-DynamicDistributionGroup

Set-Mailbox

Set-MailContact

Set-MailPublicFolder

Set-MailUser

AcceptMessagesOnlyFrom

AcceptMessagesOnlyFromDLMembers

RejectMessagesFrom

RejectMessagesFromDLMembers

Mit dem Parameter AcceptMessagesOnlyFrom werden die Absender angegeben, die E-Mail-Nachrichten an den Empfänger senden dürfen.

Mit dem Parameter AcceptMessagesOnlyFromDLMembers werden die Verteilergruppen angegeben, die E-Mail-Nachrichten an den Empfänger senden dürfen.

Mit dem Parameter RejectMessagesFrom werden die Absender angegeben, die keine E-Mail-Nachrichten an diesen Empfänger senden dürfen.

Mit dem Parameter RejectMessagesFromDLMembers werden die Verteilergruppen angegeben, die keine E-Mail-Nachrichten an die Verteilergruppe senden dürfen.

Das Kategorisierungsmodul überprüft die Empfängerberechtigungen in zwei Phasen. In der ersten Phase wird ermittelt, ob der Absender im Parameter AcceptOnlyMessagesFrom oder RejectMessagesFrom vorhanden ist. Wenn der Absender in keinem der beiden Parameter enthalten ist, werden die Empfänger in den Parametern AcceptMessagesOnlyFromDLMembers und RejectMessagesFromDLMembers vollständig aufgegliedert. Die vollständige Aufgliederung der Verteilergruppen kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Es wird empfohlen, die Verschachtelungstiefe der Verteilergruppen in den Parametern AcceptMessagesOnlyFromDLMembers und RejectMessagesFromDLMembers zu minimieren.

Bestimmte Arten von Nachrichten, die von authentifizierten Absender gesendet werden, sind von Einschränkungen ausgenommen. In der folgenden Liste sind die Nachrichten beschrieben, die von Empfängereinschränkungen ausgenommen sind:

  • Alle Nachrichten, die vom Empfänger "Microsoft Exchange" gesendet werden   Diese Nachrichten schließen DSN-Meldungen, Journalberichte, Kontingentmeldungen und andere vom System generierte Nachrichten ein, die an interne Absender von Nachrichten gesendet werden. Weitere Informationen zum Microsoft Exchange-Empfänger finden Sie unter Grundlegendes zum Microsoft Exchange-Empfänger.

  • Replikationsnachrichten Öffentlicher Ordner   Diese Nachrichten werden von einem öffentlichen Datenbankabsender gesendet.

  • Alle Nachrichten, die von der externen Postmasteradresse gesendet werden   Diese Nachrichten schließen DSN-Meldungen und andere vom System generierte Nachrichten ein, die an externe Absender von Nachrichten gesendet werden. Weitere Informationen zu externen Postmasteradressen finden Sie unter Konfigurieren der externen Postmasteradresse.

Bestimmte Typen von Nachrichten werden blockiert, wenn sie von der Exchange-Organisation an externe Domänen gesendet werden. Die Einstellungen werden von den folgenden Parametern im Cmdlet Set-RemoteDomain gesteuert:

  • AllowedOOFType

  • AutoForwardEnabled

  • AutoReplyEnabled

  • DeliveryReportEnabled

  • NDREnabled

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Remotedomänen.

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Da die gesamte Liste der Nachrichtenempfänger von der Empfängerauflösung aufgegliedert und aufgelöst wird, entstehen Situationen, in denen verschiedene Kopien derselben Nachricht erstellt werden müssen. Diese Situationen werden durch die folgenden Szenarien beschrieben:

  • Wenn für die Nachrichtenempfänger unterschiedliche Nachrichteneinstellungen erforderlich sind   Nachrichteneigenschaften, wie etwa Lesebestätigungen, müssen für einige Empfänger aktiviert und für andere blockiert werden. Das Erstellen einer neuen Version der Nachricht mit geringfügig von der Originalnachricht abweichenden Eigenschaften wird als Verzweigung bezeichnet.

  • Zum Einschränken der Anzahl der Umschlagsempfänger in einer einzelnen Nachricht   Der Empfängeraufgliederungsprozess kann Tausende Einzelempfänger generieren, wenn große Verteilergruppen aufgegliedert werden. In Exchange 2010 werden anstelle eines einzelnen Exemplars der Nachricht mit Tausenden von Umschlagsempfängern mehrere Kopien derselben Nachricht mit einer eingeschränkten Anzahl von Umschlagsempfängern erstellt.

Die Empfängerauflösung verzweigt eine Nachricht, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Wenn der Nachrichtenabsender in MAIL FROM: im Nachrichtenumschlag aktualisiert wird. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Parameter ReportToManagerEnabled für eine Verteilergruppe den Wert $true aufweist.

  • Wenn Nachrichten für die automatische Antwort, wie etwa DSNs, OOF-Nachrichten und Rückrufberichte, unterdrückt werden müssen.

  • Wenn alternative Empfänger aufgegliedert werden.

  • Wenn dem Nachrichtenkopf ein Kopfzeilenfeld Resent-From: hinzugefügt werden muss. "Resent"-Kopfzeilenfelder sind Informationskopfzeilenfelder, die zum Bestimmen verwendet werden können, ob eine Nachricht von einem Benutzer weitergeleitet wurde. Resent-Kopfzeilenfelder werden verwendet, damit die Nachricht dem Empfänger so erscheint, als wäre sie direkt vom ursprünglichen Absender gesendet worden. Der Empfänger kann den Nachrichtenkopf anzeigen und ermitteln, wer die Nachricht weitergeleitet hat. Resent-Kopfzeilenfelder sind im Abschnitt 3.6.6 von RFC 2822 definiert.

  • Wenn der Verlauf der Aufgliederung der Verteilergruppe übermittelt werden muss.

Wenn die Anzahl der aufgegliederten Empfänger zu groß ist, teilt das Kategorisierungsmodul die Nachricht in mehrere Exemplare auf. Dieser Vorgang wird ausgeführt, um den Ressourcenbedarf des Systems während der Aufgliederung von Nachrichten zu verringern. Die maximale Anzahl von Umschlagsempfängern in einer Nachricht wird vom Parameter ExpansionSizeLimit in der Anwendungskonfigurationsdatei "EdgeTransport.exe.config" gesteuert. Der Standardwert ist 1000.

VorsichtAchtung:
Es wird empfohlen, den Wert des Parameters ExpansionSizeLimit für einen Exchange-Transportserver in einer Produktionsumgebung nicht zu ändern.

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Berichts- und Diagnoseínformationen für die Empfängerauflösung werden über Leistungsindikatoren, Protokolleinträge der Nachrichtenverfolgung und Protokolle der Empfängerauflösung bereitgestellt. Diese Quellen können Sie beim Identifizieren und Diagnostizieren von Problemen bei der Empfängerauflösung unterstützen.

In der folgenden Tabelle werden die für Empfängerauflösung verfügbaren Leistungsindikatoren beschrieben.

Leistungsindikatoren der Empfängerauflösung

Indikatorname Anzeigename Beschreibung

AmbiguousRecipientsTotal

Nicht eindeutige Empfänger

Dies ist die Gesamtanzahl von nicht eindeutigen Empfängern, die während der Empfängerauflösung erkannt wurden. Nicht eindeutige Empfänger sind verschiedene Empfänger, die übereinstimmende Attribute legacyExchangeDNActive Directory oder proxyAddresses Active Directory aufweisen.

AmbiguousSendersTotal

Nicht eindeutige Absender

Dies ist die Anzahl der nicht eindeutigen Absender, die während der Empfängerauflösung erkannt wurden. Nicht eindeutige Absender sind verschiedene Absender, die übereinstimmende Attribute legacyExchangeDNActive Directory oder proxyAddresses Active Directory aufweisen.

FailedRecipientsTotal

Empfängerfehler

Dies ist die Anzahl der Empfängerfehler, die während der Empfängerauflösung erkannt wurden.

LoopRecipientsTotal

Schleifenempfänger

Dies ist die Anzahl der Empfänger, bei deren Empfängerauflösung ein Fehler aufgrund von Empfängerschleifen aufgetreten ist.

MessagesChippedTotal

Abgetrennte Nachrichten

Dies ist die Gesamtanzahl von Exemplaren der gleichen Nachricht, die während der Empfängerauflösung erstellt wurden, um die Anzahl der Umschlagsempfänger in einer einzelnen Nachricht zu steuern. In Exchange 2010 wird dieser Vorgang als Abtrennen bezeichnet.

MessagesCreatedTotal

Erstellte Nachrichten

Dies ist die Anzahl der Nachrichten, die während der Empfängerauflösung erstellt wurden.

MessagesRetriedTotal

Nachrichten mit Wiederholungsversuchen

Dies ist die Anzahl der Nachrichten, für die während der Empfängerauflösung ein Wiederholungsversuch geplant wurde.

UnresolvedOrgRecipientsTotal

Nicht aufgelöste Organisationsempfänger

Dies ist die Anzahl der nicht aufgelösten Empfänger von einer autoritativen Domäne, die während der Empfängerauflösung erkannt wurden.

UnresolvedOrgSendersTotal

Nicht aufgelöste Organisationsabsender

Dies ist die Anzahl der nicht aufgelösten Absender von einer autoritativen Domäne, die während der Empfängerauflösung erkannt wurden.

In der folgenden Tabelle werden die Ereignisse der Empfängerauflösung beschrieben, die im Protokoll der Nachrichtenverfolgung erfasst werden.

Ereignisse der Empfängerauflösung im Protokoll der Nachrichtenverfolgung

Ereignis der Nachrichtenverfolgung Beschreibung

EXPAND

Dieses Ereignis zeigt an, dass eine Verteilergruppe aufgegliedert wurde.

REDIRECT

Mit diesem Ereignis wird angegeben, dass eine an einen Postfachempfänger oder einen Empfänger eines E-Mail-aktivierten Öffentlichen Ordners gesendete Nachricht entsprechend der Angabe im Parameter ForwardingAddress an einen alternativen Empfänger umgeleitet wurde.

RESOLVE

Dieses Ereignis zeigt an, dass die E-Mail-Adresse eines Empfängers in die primäre SMTP-E-Mail-Adresse des entsprechenden Active Directory-Empfängerobjekts geändert wurde.

TRANSFER

Dieses Ereignis zeigt an, dass eine Verzweigung oder Abtrennung einer Nachricht aufgetreten ist.

Weitere Informationen zur Nachrichtenverfolgung finden Sie unter Grundlegendes zur Nachrichtenverfolgung.

Die Protokollierung der Empfängerauflösung wird vom Parameter ResolverLogLevel in der Anwendungskonfigurationsdatei "EdgeTransport.exe.config" gesteuert. Gültige Werte für diesen Parameter sind Disabled, Enabled und FullContent. Der Standardwert ist Disabled. Wenn der Parameter ResolverLogLevel auf Enabled festgelegt ist, werden nur Daten des Nachrichtenumschlags protokolliert. Wenn der Parameter ResolverLogLevel auf FullContent festgelegt ist, werden Daten des Nachrichtenumschlags und des Nachrichtenkopfs protokolliert.

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