Nachrichtenfluss

Office 365
 

Gilt für:Office 365

Letztes Änderungsdatum des Themas:2016-12-21

Microsoft Exchange Online kann ausgehende E-Mails über einen lokalen Server oder einen gehosteten Dienst weiterleiten (gelegentlich als "Smart Hosting" bezeichnet). Damit erhalten Organisationen die Möglichkeit, Geräte zur Verhinderung von Datenverlust (DLP) einzusetzen, ausgehende E-Mails benutzerdefiniert nachzubearbeiten und E-Mails an Geschäftspartner über private Netzwerke zu senden. Exchange Online unterstützt auch die Adressumschreibung, bei der ausgehende E-Mails über ein lokales Gateway weitergeleitet werden, das die Adressen ändert. Mit diesem Funktion können Organisationen Unterdomänen ausblenden, E-Mails aus einer mehrere Domänen umfassenden Organisation als eine Domäne darstellen oder von Partnern mittels Relay umgeleitete E-Mails so darstellen, als kämen sie von der Organisation. Administratoren konfigurieren das benutzerdefinierte E-Mail-Routing in der Exchange-Verwaltungskonsole.

Weitere Informationen finden Sie im Szenario zur Weiterleitung über einen Smarthost.

WichtigWichtig:
Exchange Online unterstützt die eingehende und ausgehende Zustellung von E-Mails.

Als Exchange Online-Kunde können Sie einen sicheren Nachrichtenfluss mit einem vertrauenswürdigen Partner über Office 365-Connectors einrichten. Office 365 unterstützt die sichere Kommunikation über Transport Layer Security (TLS). Sie können einen Connector zum Erzwingen der Verschlüsselung über TLS erstellen. Sie können auch andere Sicherheitsbeschränkungen anwenden, beispielweise das Angeben von Domänennamen oder IP-Adressbereichen, aus denen Ihre Partnerorganisation E-Mails sendet. TLS ist ein kryptografisches Protokoll, das Sicherheit für die Kommunikation über das Internet bereitstellt. Mithilfe von Connectors können Sie erzwungene eingehende und ausgehende TLS mithilfe von selbstsignierten Zertifikaten oder mit Zertifikaten konfigurieren, die von einer Zertifizierungsstelle (CA) validiert wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten von Connectors für den sicheren Nachrichtenfluss mit einer Partnerorganisation.

WichtigWichtig:
Unter Umständen ist ein CA-validiertes Zertifikat obligatorisch.

Sie können E-Mails mithilfe von Connectors und Transportregeln an bestimmte Websites umleiten. Beim kriterienbasierten Routing können Sie bei Erfüllung bestimmter Bedingungen einen zu verwendenden Connector auswählen.

Weitere Informationen finden Sie im Szenario für bedingtes E-Mail-Routing.

Sie können die IP-Adresse eines vertrauenswürdigen Partners einer Sicherheitsliste hinzufügen, um sicherzustellen, dass die Nachrichten von diesen Personen an Sie nicht in die Antispamfilterung einbezogen werden. Verwenden Sie dazu die IP-Zulassungsliste für die Verbindungsfilterung.

Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Verbindungsfilterrichtlinie.

Eine Hybridbereitstellung bietet Unternehmen die Möglichkeit, den Funktionsreichtum und die Verwaltungskontrolle, die die vorhandene, lokale Microsoft Exchange-Organisation bietet, auf die Cloud auszudehnen. Durch den Hybridtransport können zwischen Empfängern in den Organisationen gesendete Nachrichten mithilfe von TLS (Transport Layer Security) authentifiziert, verschlüsselt und übertragen sowie gegenüber Exchange-Komponenten wie Transportregeln, Journaling und Antispamrichtlinien als "intern" angezeigt werden. Der Hybridtransport wird mithilfe des Assistenten für die Hybridkonfiguration in Exchange Server 2013 konfiguriert.

Weitere Informationen zum E-Mail-Routing in Hybridbereitstellungen finden Sie im Artikel zum Thema Transportweiterleitung in Exchange 2013-Hybridbereitstellungen.

Im Bereitstellungs-Assistent für Microsoft Exchange Server finden Sie darüber hinaus detaillierte Anleitungen zu Hybridbereitstellungen und zum Hybridnachrichtentransport.

Freigegebener Adressraum mit lokaler Routingsteuerung (MX zeigt auf Lokal) ist ein Hybridbereitstellungsszenario für das E-Mail-Routing, in dem Ihre Postfächer teilweise in Exchange Online und teilweise lokal gehostet werden und in dem der eingehende und ausgehende Internet-Nachrichtenfluss über die lokale Exchange-Organisation weitergeleitet wird. Dieses Szenario wird auch als zentraler E-Mail-Transport bezeichnet. In diesem Szenario wird Exchange Online mit EOP bereitgestellt. Eingehende Internet-E-Mails werden zuerst an den lokalen E-Mail-Server, von dort an EOP und schließlich an gehostete Postfächer in Exchange Online weitergeleitet. Ausgehende E-Mails in Exchange Online-Postfächern, die an externe Empfänger adressiert sind, werden über die lokale Exchange-Organisation weitergeleitet. Bei dieser Konfiguration können Sie einen SMTP-Domänennamespace für alle Postfächer in Ihrer lokalen Exchange- und Exchange Online-Organisation verwenden.

Weitere Informationen zu Transportoptionen in einer Hybridbereitstellung finden Sie im Artikel zum Thema Transportoptionen in Exchange 2013-Hybridbereitstellungen.

Freigegebener Adressraum ohne lokale Routingsteuerung (MX zeigt auf EOP) ist ein Hybridszenario für das E-Mail-Routing, in dem Ihre Postfächer teilweise in der Cloud mithilfe von Exchange Online und teilweise lokal gehostet werden und in dem Ihr MX-Datensatz auf EOP zeigt. Dieses Szenario empfiehlt sich, wenn Sie den Dienst Office 365 verwenden, um bestimmte Postfächer in Ihrer Organisation zu hosten, und Ihre lokalen und Cloudpostfächer mit EOP schützen möchten. Speziell in diesem Szenario werden E-Mails an Empfänger innerhalb Ihrer Organisation zuerst über EOP weitergeleitet. Dort findet die Spam- und Richtlinienfilterung statt, bevor die E-Mails die lokalen Postfächer und Cloudpostfächer erreichen.

Weitere Informationen zu Transportoptionen in einer Hybridbereitstellung finden Sie im Artikel zum Thema Transportoptionen in Exchange 2013-Hybridbereitstellungen.

Durch die Konfiguration einer Hybridbereitstellung in Microsoft Exchange Server 2013 mit dem Assistenten für die Hybridkonfiguration wird das Risiko von Problemen in der Hybridbereitstellung minimiert. Es gibt jedoch einige typische Bereiche, die die Möglichkeiten des Assistenten für die Hybridkonfiguration übersteigen, und falls dieser fehlerhaft konfiguriert ist, zu Problemen in der Hybridbereitstellung führen können. Dazu gehören die richtige Konfiguration des Clientzugriffsservers sowie die richtige Installation und Konfiguration der Zertifikate.

Weitere Informationen zur Behandlung von Problemen in einer Bereitstellung mithilfe des Assistenten für die Hybridkonfiguration finden Sie unter Problembehandlung in einer Hybridbereitstellung.

Eine vorhandene Hybridkonfiguration können Sie über die Einstellungen des Assistenten für die Hybridkonfiguration ändern. Mögliche Szenarien stellen das Deaktivieren des zentralen Transports oder das Deaktivieren des sicheren E-Mail-Transports dar.

Weitere Informationen zur Verwaltung von Hybridkonfigurationen finden Sie unter Verwalten einer Hybrid-Bereitstellung.

Weitere Informationen zu den Anforderungen an Hybridbereitstellungen finden Sie unter Voraussetzungen für die Hybridbereitstellung.

WichtigWichtig:
In bestimmten Hybridkonfigurationen müssen Sie unter Umständen Exchange Online Protection-Lizenzen für Ihre lokalen Postfächer erwerben.

Informationen zur Verfügbarkeit von Funktionen in Office 365-Plänen, für eigenständige Produkte und lokale Lösungen finden Sie in der Exchange Online-Dienstbeschreibung.

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