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Neues bei Druck- und Dokumentdiensten unter Windows Server

Veröffentlicht: August 2013

Letzte Aktualisierung: Juli 2014

Betrifft: Windows Server 2012 R2



Dieses Thema enthält Informationen zu den neuen Features für Druck- und Dokumentdienste unter Windows Server 2012 R2.

Die Druck- und Dokumentdienste ermöglichen es Ihnen, Verwaltungsaufgaben für Druckerserver und Netzwerkdrucker zu zentralisieren. Mit dieser Rolle können Sie außerdem gescannte Dokumente von Netzwerkscannern empfangen und diese an eine freigegebene Netzwerkressource, eine Windows SharePoint Services-Website oder E-Mail-Adressen weiterleiten.

Die folgende Tabelle enthält eine Liste der neuen Features für die Druck- und Dokumentdienste.

 

Feature/Funktionalität Neu oder aktualisiert? Beschreibung

Ereignisprotokollierung für den Direktdruck in Filialen

Aktualisiert

Druckereignisse werden nun auf dem Druckerserver geschrieben, wenn für die Warteschlange der Direktdruck in Filialen aktiviert ist.

Druckermigration für WSD (Web Services for Devices)-Drucker

Aktualisiert

Sie können nun mithilfe des Druckermigrations-Assistenten oder mit Befehlszeilentools Druckereinstellungen für WSD-Drucker exportieren und importieren.

Roamingeinstellungen enthalten Druckerverbindungen

Neu

Druckereinstellungen und manche Verbindungen sind nun bei der Anmeldung mit verschiedenen Computern und Geräten in den Roamingbenutzerprofilen verfügbar.

Einfacheres Drucken unter Windows RT

Neu

Windows RT-Benutzer können Drucker nun einfach finden und verwenden.

Near Field Communication (NFC)-Verbindungen mit Druckern

Neu

Sie können freigegebene Drucker so konfigurieren, dass NFC-Funkverbindungen für Drucker angekündigt werden und Benutzer mit kompatiblen Geräten die Drucker dadurch problemlos finden, installieren und verwenden können.

Allgemeines Framework für die Unterstützung des PIN-geschützten Druckens durch unabhängige Hardwarehersteller (Independent Hardware Vendors, IHVs)

Neu

Für das PIN-geschützte Drucken wird ein allgemeines Framework mit einer integrierten Benutzeroberfläche und einfacheren Implementierung für unabhängige Hardwarehersteller bereitgestellt.

Druck- und Faxdienste beinhalten nun die Benutzerzugriffsprotokollierung

Aktualisiert

Bei der Druck- und Faxdienstprotokollierung werden nun zusätzlich zur IP-Adresse auch der Benutzer- und der Computername protokolliert.

Sie können nun den Direktdruck in Filialen (Branch Office Direct Printing, BODP) mit Ereignisprotokollierung bereitstellen.

Beim Direktdruck in Filialen wird der Druckauftrag auf dem Clientcomputer gerendert und anschließend statt über einen zwischengeschalteten Remotedruckerserver direkt an den lokalen Drucker gesendet. In früheren Betriebssystemversionen wurden Druckaufträge, die BODP verwendeten, nicht protokolliert. Darüber hinaus wurden Ereignisse nicht in die Ereignisanzeige auf dem Druckerserver geschrieben. Unter Windows Server 2012 R2 werden BODP-Druckaufträge protokolliert und Ereignisse in die Ereignisanzeige auf dem Remotedruckerserver geschrieben.

Wenn Sie beispielsweise BODP für eine Druckwarteschlange auf dem Druckerserver aktiviert haben und ein Benutzer in einem Remotebüro einen Druckauftrag an die Warteschlange sendet, wird der Druckauftrag direkt an den lokalen Drucker des Benutzers in der Filiale gesendet. Der Druckauftrag wird an den Remotedrucker gesendet, das Druckereignis wird jedoch auf dem Druckerserver geschrieben.

Falls der Druckauftrag fehlschlägt, wird der Fehler in der Ereignisanzeige auf dem Druckerserver protokolliert. Dabei werden Informationen wie Auftragsbesitzer, Uhrzeit, Warteschlange mit dem Druckauftrag und Ursachen für den Druckfehler aufgenommen. Mit diesen zusätzlichen Protokollierungsinformationen können Druckprobleme an Remotestandorten ermittelt und behoben werden.

Besteht zwischen der Zentrale mit dem Druckerserver und einer Filiale, in der ein Benutzer einen Druckauftrag für eine Warteschlange mit aktiviertem BODP initiiert, keine Konnektivität, wird der Auftrag auf dem lokalen Drucker gedruckt. Die Protokollierungs- und Ereignisinformationen werden automatisch zwischengespeichert, bis die Verbindung zwischen den Büros wiederhergestellt ist. Bei der Verwendung des Direktdrucks in Filialen:

  • Die Protokollierung ist standardmäßig für alle Warteschlangen aktiviert, für die der Direktdruck in Filialen aktiviert wurde.

  • Sie können die Protokollierung für eine Warteschlange mithilfe von Windows PowerShell-Befehlen aktivieren und deaktivieren.

  • Das Senden zwischengespeicherter Ereignisse für Druckaufträge beeinträchtigt die Leistung des Druckerservers nicht.

Mit Windows Server 2012 R2 können Sie nun WSD-Drucker über die Druckverwaltungskonsole oder mithilfe des Befehlszeilentools PrintBRM.exe sichern, wiederherstellen und migrieren.

noteHinweis
Öffnen Sie zum Anzeigen der Befehlszeilenhilfe für %%amp;quot;PrintBRM.exe%%amp;quot; die Eingabeaufforderung oder Windows PowerShell, und ändern Sie die Verzeichnisse in %%amp;quot;%WINDIR%\System32\Spool\Tools\%%amp;quot;. Geben Sie %%amp;quot;.\PrintBrm.exe /?%%amp;quot; ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

Sie können mit der Druckermigration den lokalen Computer sichern und wiederherstellen oder einen WSD-Remotedruckerserver als Ziel für die Sicherung und Wiederherstellung festlegen. Bei Verwendung der Druckermigration:

  • Bei der Sicherung eines WSD-Geräts mithilfe der Druckermigration werden alle Informationen gesichert, die später zum Wiederherstellen des Geräts erforderlich sind, unabhängig davon, ob derzeit eine Verbindung mit dem Gerät hergestellt werden kann.

  • Wenn eine Verbindung mit dem Server möglich ist, wird bei der Wiederherstellung eines WSD-Geräts auf einem Computer mit Windows Server 2012 R2 eine WSD-Warteschlange auf dem Zielserver angelegt, der dem richtigen Anschluss zugeordnet ist und die korrekten Druckerinformationen und -konfigurationen enthält.

  • Wenn keine Verbindung mit dem Server möglich ist, wird bei der Wiederherstellung eines WSD-Geräts auf einem Computer mit Windows Server 2012 R2 eine WSD-Warteschlange auf dem Zielserver angelegt, der dem richtigen Anschluss zugeordnet ist und die korrekten Druckerinformationen und -konfigurationen enthält.

Wenn Sie einen Druckerserver mithilfe der Druckermigration sichern oder wiederherstellen möchten, öffnen Sie die Druckverwaltungskonsole, und klicken Sie auf Aktion und anschließend auf Drucker migrieren. Wählen Sie im Dialogfeld Druckermigration eine der folgenden Optionen aus:

  • Druckerwarteschlangen und Druckertreiber in eine Datei exportieren. Mit dieser Option werden Druckerwarteschlangen, Druckeranschlüsse und Druckertreiber für TCP/IP- und WSD-Geräte in die angegebene Datei exportiert.

  • Druckerwarteschlangen und Druckertreiber aus einer Datei importieren. Mit dieser Option werden Druckerwarteschlangen, Druckeranschlüsse und Druckertreiber für TCP/IP- und WSD-Geräte in die angegebene Datei importiert.

Klicken Sie nach dem Auswählen auf Weiter, und folgen Sie zum Abschließen des Vorgangs den Anweisungen.

Druckerverbindungen sind nun in den Roamingeinstellungen der Benutzer enthalten, die sich mit Microsoft-Konten anmelden. Dadurch können Benutzer freigegebene Drucker, mit denen sie früher bereits eine Verbindung hergestellt haben, leichter finden und einfacher eine Verbindung mit ihnen herstellen. Während der Geräteinstallation können die Geräte auf anderen Computern daher einfacher gefunden werden.

Benutzer können das Roaming von Druckerverbindungen mithilfe der Anwendung für PC-Einstellungen und durch Umschalten der Gruppe Weitere Windows-Einstellungen steuern. Darüber hinaus können IT-Administratoren dieses Feature deaktivieren, indem sie die Gruppenrichtlinieneinstellung für Weitere Windows-Einstellungen konfigurieren.

Ist das Roaming aktiviert, werden vom Benutzer erstellte oder gelöschte Druckerverbindungen auf allen seinen Geräten widergespiegelt. Wenn ein Benutzer beispielsweise eine servergespeicherte Druckerverbindung auf einem Gerät löscht, wird die Druckerverbindung auch auf allen anderen verwendeten Geräten entfernt.

noteHinweis
Servergespeicherte Druckereinstellungen und -verbindungen werden auch unter Windows® RT unterstützt.

Infolge des mit dem Betriebssystem bereitgestellten integrierten Druckerklassentreibers unterstützt Windows RT eine Vielzahl von Druckern. Damit jedoch eine Verbindung mit freigegebenen Druckern hergestellt werden kann, muss der Druckerserver mit einem v4-Druckertreiber konfiguriert werden. Unter Windows 8,1 ist es einfacher, eine Verbindung zwischen Windows RT-Clients und freigegebenen Druckern herzustellen, auch wenn der Drucker mit einem v3-Druckertreiber konfiguriert wird. Windows RT nutzt für das clientseitige Rendering für kompatible Drucker den lokalen Druckerklassentreiber. Dieses Feature funktioniert am besten, wenn auf dem Druckerserver Windows 8,1 oder Windows Server 2012 R2 ausgeführt wird.

Windows 8,1 ermöglicht nun Verbindungen mit Druckern über die Near Field Communication (NFC)-Funktechnologie zur Gerätekopplung, die Verbindungen mit Geräten in der Nähe, z. B. Smartphones, Tablets, Laptops und Druckern, bereitstellt.

IT-Administratoren können NFC-Tags für bestehende Hardware erstellen, die einen Drucker ankündigen und die einfache Ermittlung und Installation des Druckers durch die Benutzer ermöglichen. Die Druckerinstallation mithilfe programmierbarer NFC-Tags ist sowohl für WSD-Drucker als auch freigegebene Drucker in einem Unternehmen verfügbar. Mithilfe von NFC kann auch eine Verbindung mit WiFi Direct-Druckern hergestellt werden. Dazu muss der NFC-Empfänger jedoch in das WiFi Direct-Gerät integriert sein.

Sie können Ihre Drucker mithilfe der Windows PowerShell-Befehle Write-PrinterNfcTag und Read-PrinterNfcTag auf einem NFC-fähigen Gerät konfigurieren, auf dem Windows 8,1 ausgeführt wird. Führen Sie dazu die folgenden Schritte aus:

  1. Erwerben Sie vom NFC-Forum genehmigte Tagtypen mit einer Kapazität von mindestens 700 B.

  2. Öffnen Sie auf einem Gerät, das NFC unterstützt und auf dem Windows 8,1 ausgeführt wird, Windows PowerShell. Führen Sie einen der folgenden Befehle aus, um entweder eine Druckerfreigabe oder ein WSD-Gerät zu programmieren, das keinen zwischengeschalteten Druckerserver besitzt.

    • Write-PrinterNfcTag –SharePath  \\Server\Drucker

    • Write-PrinterNfcTag –WsdAddress  Druckerhostname

  3. Halten Sie bei entsprechender Aufforderung das Tag an den NFC-Empfänger an Ihrem Gerät. Dadurch wird das Tag programmiert. Wenn Sie Hardware und Tags besitzen, die diese Hardware unterstützen, können Sie auch optional das Kennzeichen –Lock für einen der zuvor eingegebenen Befehle angeben, um eine spätere Änderung des Tags zu verhindern.

Damit ist die Programmierung des Tags abgeschlossen. Clientcomputer oder Geräte können nun zum Starten der Installation an das Tag gehalten werden. Anschließend wird die Zustimmung des Benutzer gefordert. Stimmt der Benutzer zu, wird der Drucker im Hintergrund installiert.

Unabhängige Hardwarehersteller, die PIN-geschütztes Drucken anbieten, können nun von der Unterstützung des neuen allgemeinen Frameworks für PIN-geschütztes Drucken profitieren, die in Windows 8,1 enthalten ist. Dieses neue Feature erleichtert für IHVs die Bereitstellung von PIN-geschütztem Drucken und für Benutzer die Verwendung von PIN-geschütztem Drucken.

Um die nicht autorisierte Nutzung von Druckerressourcen zu verhindern, können Sie mithilfe der Druckverwaltungskonsole oder Windows PowerShell die Standardwerte der Druckwarteschlange ändern. Legen Sie zum Aktivieren des PIN-geschützten Druckens für PIN-geschütztes Drucken die Option Ein fest, und weisen Sie dann eine Standard-PIN zu.

Sie können das PIN-geschützte Drucken auch so konfigurieren, dass für jeden Druckauftrag eine eindeutige PIN verwendet wird. Weisen Sie in diesem Fall keine Standard-PIN zu. Dadurch werden Benutzer zur Eingabe einer PIN aufgefordert, wenn sie über Windows Store-Anwendungen drucken.

In früheren Betriebssystemversionen konnten Clientzugriffslizenzen (Client Access Licenses, CALs) für Druck- und Dokumentdienste zur Kontoführung nur anhand von IP-Adressen ermittelt werden, da nur IP-Adressen protokolliert wurden, wenn Benutzer Druckaufträge sendeten und Faxnachrichten erhielten.

Unter Windows Server 2012 R2 können Sie nun die Anzahl eindeutiger Benutzer, die Druck- und Faxdienste nutzen, anhand der IP-Adresse und des Benutzernamens protokollieren. So können genaue Daten zu Volumenlizenzen für die Serverrolle "Druck- und Dokumentdienste" erfasst werden.

Dank der Protokollierung des Benutzernamens können Sie überprüfen, ob die auf einem Druck-/Faxserver verwendeten CALs Ihren Nutzungsbedingungen entsprechen. Sie können die ordnungsgemäße Lizenznutzung sicherstellen und gleichzeitig Informationen zu den Verwendungstrends für künftige Lizenzentscheidungen sammeln.

Sie können mit den folgenden Windows PowerShell-Cmdlets für die Benutzerzugriffsprotokollierung (User Access Logging, UAL) Protokollierungsinformationen anzeigen:

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