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Übersicht über Windows as a Service

Dani Halfin|Zuletzt aktualisiert: 14.03.2017
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1 Mitwirkender

Gilt für

  • Windows 10
  • Windows 10 Mobile
  • Windows 10 IoT Mobile

Suchen Sie Informationen für Verbraucher? Siehe Windows Update: FAQ

Mit dem Betriebssystem Windows 10 wird eine neue Methode zum Erstellen, Bereitstellen und Warten von Windows eingeführt: Windows as a Service. Microsoft hat alle Teile des Prozesses neu konzipiert, um IT-Spezialisten ihre Aufgaben zu erleichtern und seinen Kunden eine einheitliche Benutzererfahrung mit Windows 10 zu bieten. Der Schwerpunkt dieser Verbesserungen liegt auf der Maximierung der Kundenbeteiligung bei der Entwicklung von Windows, der Vereinfachung der Bereitstellung und Wartung von Windows-Clientcomputern sowie dem Ausgleich der erforderlichen Ressourcen zum Bereitstellen und Verwalten von Windows im Laufe der Zeit.

Erstellen

Vor Windows 10 hat Microsoft alle paar Jahre neue Versionen von Windows veröffentlicht. Dieser traditionelle Bereitstellungszeitplan bedeutete einen Schulungsaufwand für Benutzer, da die Funktionen oft erheblich geändert wurden. Dieser Zeitplan führte auch zu langen Wartezeiten ohne neue Funktionen – ein Szenario, das im schnelllebigen Umfeld von heute nicht mehr funktioniert, da neue Sicherheits-, Verwaltungs- und Bereitstellungsfunktionen erforderlich sind, um Herausforderungen zu begegnen. Mit Windows as a Service werden zwei- bis dreimal pro Jahr kleinere Funktionsupdates bereitgestellt, um diese Probleme zu beheben.

Bei der bisherigen Entwicklung neuer Versionen von Windows hat Microsoft in der Regel gegen Ende des Prozesses, wenn Windows beinahe zur Auslieferung bereit war, Technical Previews veröffentlicht. Mit Windows 10 werden die neuen Funktionen so bald wie möglich der Windows-Insider-Community bereitgestellt – während des Entwicklungszyklus über ein Verfahren mit der Bezeichnung Test-Flighting. So sind Organisationen genau darüber informiert, welche Funktionen Microsoft entwickelt und können diese so schnell wie möglich testen.

Microsoft ist auch während des gesamten Entwicklungsprozesses auf das Feedback von Organisationen angewiesen, damit erforderliche Anpassungen möglichst bald und nicht erst nach der Veröffentlichung vorgenommen werden können. Weitere Informationen zum Windows-Insider-Programm und zur Registrierung finden Sie im Abschnitt Windows-Insider.

Microsoft führt natürlich auch umfassende interne Tests durch, bei denen Entwicklungsteams täglich und größere Gruppen von Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen neue Builds installieren, bevor diese im Windows-Insider-Programm veröffentlicht werden.

Bereitstellen

Bereitstellen von Windows 10 ist einfacher als bei früheren Versionen von Windows. Bei der Migration von früheren Windows-Versionen lassen sich mit einem einfachen direkten Upgradeprozess alle Apps, Einstellungen und Daten automatisch erhalten. Und sobald Windows 10 ausgeführt wird, ist die Bereitstellung von Windows 10-Funktionsupdates genauso einfach.

Eine der größten Herausforderungen für Organisationen bei der Bereitstellung einer neuen Version von Windows ist das Testen der Kompatibilität. Während die Kompatibilität beim Upgrade auf eine neue Version von Windows bisher ein potenzielles Problem für Organisationen darstellte, ist Windows 10 mit der meisten Windows 7-fähigen Hardware und Software kompatibel. Aufgrund dieses hohen Maßes an Kompatibilität kann das Verfahren zum Testen der App-Kompatibilität erheblich vereinfacht werden.

Anwendungskompatibilität

Das Testen der Anwendungskompatibilität stellte bisher eine Belastung bei Windows-Bereitstellungen oder -Upgrades dar. In Windows 10 wurde die Anwendungskompatibilität im Hinblick auf Desktopanwendungen, Websites und Apps, die auf der universellen Windows-Plattform (UWP) erstellt werden, erheblich verbessert. Microsoft kennt die Herausforderungen, die Organisationen bei der Migration von Windows XP auf Windows 7 zu bewältigen hatten, und hat bei Windows 10-Upgrades für eine deutlich bessere Benutzererfahrung gesorgt.

Die meisten Windows 7-kompatiblen Desktopanwendungen sind direkt mit Windows 10 kompatibel. Windows 10 erzielt eine solch hohe Kompatibilität, da die Änderungen in den vorhandenen Win32-Anwendungsprogrammierschnittstellen nur minimal waren. In Verbindung mit hilfreichem Feedback über das Windows-Insider-Programm und Telemetriedaten kann dieses Kompatibilitätsniveau bei jedem Funktionsupdate beibehalten werden. Für Websites enthält Windows 10 den Browser Internet Explorer 11 und entsprechende Abwärtskompatibilitätsmodi für ältere Websites. Außerdem gilt für UWP-Apps ein ähnliches Kompatibilitätskonzept wie für Desktopanwendungen, sodass die meisten davon mit Windows 10 kompatibel sind.

Für die wichtigsten unternehmenskritischen Anwendungen sollten Organisationen weiterhin regelmäßige Tests durchführen, um die Kompatibilität mit neuen Builds zu überprüfen. Für andere Anwendungen sollten Sie eine Überprüfung im Rahmen einer Pilotbereitstellung in Betracht ziehen, um den Zeitaufwand für Kompatibilitätstests zu reduzieren. Wenn unklar ist, ob eine Anwendung mit Windows 10 kompatibel ist, können sich IT-Spezialisten an den ISV wenden oder unter http://www.readyforwindows.com im Verzeichnis der unterstützten Software nachsehen.

Gerätekompatibilität

Windows 10 bietet auch ein hohes Maß an Gerätekompatibilität; neue Hardware ist nicht erforderlich, da alle Geräte, auf denen Windows 7 oder eine höhere Version ausgeführt werden kann, auch mit Windows 10 kompatibel sind. Die Mindestanforderungen zum Ausführen von Windows 10 und Windows 7 sind in der Tat identisch. Die meisten Hardwaretreiber, die unter Windows 8.1, Windows 8 oder Windows 7 funktioniert haben, sind auch für Windows 10 geeignet.

Wartung

Der herkömmliche Windows-Wartung umfasste mehrere Versionstypen: größere Überarbeitung (z. B. die Betriebssysteme Windows 8.1, Windows 8 und Windows 7), Service Packs und monatliche Updates. Für Windows 10 gibt es zwei Versionstypen: Funktionsupdates, mit denen zwei-bis dreimal pro Jahr neue Funktionen hinzugefügt werden, und Qualitätsupdates, mit denen mindestens einmal im Monat Verbesserungen für Sicherheit und Zuverlässigkeit bereitgestellt werden.

Bei Windows 10 müssen Organisationen ihren Ansatz für die Bereitstellung von Updates erreichen. Die erste Möglichkeit, Benutzer in Bereitstellungsgruppen für Funktions- und Qualitätsupdates einzuteilen, sind Servicing Branches. Die Einführung von Servicing Branches bringt das Konzept eines Bereitstellungsrings mit sich. Hierbei handelt es sich einfach um eine Möglichkeit zum Kategorisieren der Kombination aus einer Bereitstellungsgruppe und einem Servicing Branch, um Geräte für aufeinander folgende Phasen der Bereitstellung zusammenzufassen. Weitere Informationen zur Entwicklung einer Bereitstellungsstrategie mit Servicing Branches und Bereitstellungsringen finden Sie unter Planen einer Wartungsstrategie für Windows 10-Updates.

Informationen zu allen für Windows 10 verfügbaren Wartungstools finden Sie unter Wartungstools.

Für die Ausrichtung an diesem neuen Modell der Updatebereitstellung verfügt Windows 10 über drei Servicing Branches, die jeweils ein anderes Maß an Flexibilität im Hinblick auf die Übermittlung dieser Updates an Clientcomputer aufweisen. Informationen zu den in Windows 10 verfügbaren Servicing Branches finden Sie unter Servicing Branches.

Funktionsupdates

Für Windows 10 verpackt Microsoft neue Funktionen in Funktionsupdates, die mit vorhandenen Verwaltungstools bereitgestellt werden können. Da Funktionsupdates häufiger als bei bisherigen Windows-Versionen bereitgestellt werden – zwei- bis dreimal pro Jahr anstatt alle 3 bis 5 Jahre – liegen Änderungen nicht alle auf einmal, sondern in kleineren Einheiten vor, und die Zeit bis zur Endbenutzerbereitschaft ist viel kürzer.

Qualitätsupdates

Monatliche Updates in vorherigen Windows-Versionen waren aufgrund der hohen Anzahl von verfügbaren Updates pro Monat häufig überfrachtet. Viele Organisationen haben gezielt ausgewählt, welche Updates installiert werden sollten oder nicht. Dadurch entstanden zahllose Szenarien, in denen Organisationen wichtige Sicherheitsupdates bereitstellten, jedoch nur einen Teil der nicht sicherheitsrelevanten Updates auswählten.

Bisher wurden mehrere Updates pro Monat bereitgestellt, und es musste ermittelt werden, welche für die Organisation erforderlich sind, was letztendlich zu einer Fragmentierung der Plattform führte. In Windows 10 erhalten Administratoren ein kumulatives monatliches Update, welches das Update des Vormonats ersetzt und sowohl Sicherheitspatches als auch nicht sicherheitsrelevante Patches enthält. Dieser Ansatz vereinfacht das Patchen und sorgt dafür, dass die Geräte von Kunden stärker an die von Microsoft durchgeführten Tests ausgerichtet sind, sodass weniger unerwartete Probleme nach der Installation von Patches auftreten. Die linke Seite von Abbildung 1 zeigt ein Beispiel für Windows 7-Geräte in einem Unternehmen und eine mögliche Patchebene. Die rechte Seite zeigt den Inhalt der Testumgebungs-PCs von Microsoft. Dieser drastische Unterschied ist die Ursache zahlreicher Kompatibilitätsprobleme und Systemanomalien im Zusammenhang mit Windows-Updates.

Abbildung 1

Patch-Umgebung in Unternehmen im Vergleich mit Tests

Servicing Branches

Zur Ausrichtung an der neuen Methode der Bereitstellung von Funktions- und Qualitätsupdates in Windows 10 hat Microsoft das Konzept von Servicing Branches eingeführt, mit dem Kunden festlegen können, in welchem Maß ihre einzelnen Geräte aktualisiert werden. In einer Organisation können beispielsweise Testgeräte vorhanden sein, die von der IT-Abteilung so schnell wie möglich mit neuen Funktionen aktualisiert werden, sowie spezielle Geräte, die einen längeren Funktionsupdatezyklus erfordern, um die Kontinuität sicherzustellen. Aus diesem Grund bietet Microsoft drei Servicing Branches für Windows 10 an: Current Branch (CB), Current Branch for Business (CBB) und Long-Term Servicing Branch (LTSB). Zudem bietet das Windows-Insider-Programm Vorabversionen von Windows für IT-Spezialisten und andere Interessierte, die sie testen und dann Feedback an Microsoft senden können. Weitere Informationen zu den Versionen in den einzelnen Servicing Branches finden Sie unter Windows 10-Versionsinformationen.

Das Konzept der Servicing Branches ist neu, Organisationen können jedoch die Verwaltungstools, die sie zum Verwalten von Updates und Upgrades in früheren Versionen von Windows verwendet haben, weiterhin nutzen. Weitere Informationen zu den Wartungstooloptionen für Windows 10 und ihren Funktionen finden Sie unter Wartungstools.

Hinweis

Servicing Branches sind nicht die einzige Möglichkeit, um Gerätegruppen beim Installieren von Updates zu trennen. Jeder Branch kann Teilmengen von Geräten enthalten, sodass die Wartung noch weiter gestaffelt wird. Informationen zur Wartungsstrategie und dem kontinuierliche Bereitstellungsprozess für Windows 10, z. B. zur Rolle von Servicing Branches, finden Sie unter Planen einer Wartungsstrategie für Windows 10-Updates.

Current Branch

Im CB-Wartungsmodell sind Funktionsupdates verfügbar, sobald Microsoft sie veröffentlicht. In Windows 10, Version 1511 waren nur wenige Wartungstooloptionen zum Zurückstellen von CB-Funktionsupdates verfügbar, sodass die Verwendung des CB Servicing Branch beschränkt war. Windows 10, Version 1607 enthält jedoch mehr zum Wartungstools, mit denen CB-Funktionsupdates bis zu 180 Tage zurückgestellt werden können. Das CB-Wartungsmodell ist ideal für Pilotbereitstellungen und das Testen von Windows 10-Funktionsupdates sowie für Benutzer wie z. B. Entwickler, die sofort mit den neuesten Funktionen arbeiten müssen.

Wenn Microsoft offiziell ein Funktionsupdate für Windows 10 veröffentlicht, wird es für CB gekennzeichnet und für alle PCs zur Verfügung gestellt, die nicht für das Zurückstellen von Funktionsupdates konfiguriert sind, damit diese Geräte es sofort installieren können. Organisationen, die Windows Server Update Services (WSUS), Microsoft System Center Configuration Manager oder Windows Update for Business verwenden, können CB-Funktionsupdates jedoch für ausgewählte Geräte zurückstellen, indem die Genehmigung nicht erteilt wird und die Bereitstellung nicht erfolgt. In diesem Szenario ist der Inhalt für CB zwar verfügbar, aber je nach der Richtlinie des Verwaltungssystems nicht unbedingt sofort erforderlich. Es wird jeweils nur ein CB-Build von Windows unterstützt, sodass die Clients ohne den aktuellen Build (nach einem Verlängerungszeitraum von 60 Tagen) keine Qualitätsupdates mehr erhalten, bis das aktuelle Funktionsupdate installiert wurde. Weitere Informationen zu Windows 10-Wartungstools finden Sie unter Wartungstools.

Current Branch for Business

Organisationen bevorzugen es in der Regel, vor der Bereitstellung neuer Funktionen für Geschäftskunden einen Testzyklus durchzuführen. Für Windows 10 erfolgt der Großteil der Pilottests mithilfe des CB Servicing Branch. Im Gegensatz dazu wird der CBB Servicing Branch in der Regel für umfassende Bereitstellungen verwendet. Windows 10-Clients im CBB Servicing Branch erhalten denselben Build von Windows 10 wie die Clients im CB Servicing Branch, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt. CB-Versionen werden nach vier Monaten an CBB übertragen; dies weist darauf hin, dass Microsoft, unabhängige Softwareanbieter (ISVs), Partner und Kunden der Meinung sind, dass die Version für die allgemeine Bereitstellung bereit ist. Daher haben CB und CBB einen grundlegenden Staffelungseffekt. Beide dieser Branches erfüllen einen Zweck im allgemeinen Bereitstellungsprozess für ein Unternehmen, indem sie neben den herkömmlichen schrittweisen Bereitstellungsmethoden für bestimmte Computergruppen eine weitere Ebene von Testfunktionen bieten. Microsoft unterstützt jeweils zwei CBB-Builds gleichzeitig, zuzüglich einer Karenzzeit von 60 Tagen. Jede Version der Funktionsupdates wird mindestens 18 Monate lang unterstützt und aktualisiert.

Hinweis

Organisationen können CB- und CBB-Updates mithilfe eines der im entsprechenden Abschnitt behandelten Wartungstools zurückstellen und in beliebig viele Phasen aufteilen.

Im Grunde genommen ist CBB ein Konfigurationszustand, d. h., wenn auf einem Computer das Flag Updates und Upgrades zurückstellen aktiviert ist – entweder durch eine Gruppenrichtlinien, ein Verwaltungsprodukt für Mobilgeräte wie Microsoft Intune oder manuell auf dem Client – wird er als dem CBB Servicing Branch zugehörig betrachtet. Der Vorteil der Verknüpfung dieses Wartungsmodells und CB mit einem Konfigurationszustand anstatt einer SKU besteht darin, dass sie leicht austauschbar sind. Wenn eine Organisation versehentlich CBB auf einem Computer auswählt, der keine Zurückstellung von Updates erfordert, kann dies problemlos rückgängig gemacht werden.

Long Term Servicing Branch

Spezielle Systeme, z. B. PCs, die medizinische Geräte, POS-Systeme und Geldautomaten steuern, erfordern aufgrund ihres Zwecks häufig eine längere Wartungsoption. Diese Geräte führen in der Regel eine einzelne wichtige Aufgabe aus und benötigen weniger häufig Funktionsupdates als andere Geräte in der Organisation. Bei diesen Geräten ist es wichtiger, dass sie so stabil und sicher wie möglich bleiben, anstatt immer auf den neuesten Stand der Änderungen an der Benutzeroberfläche gebracht werden. Das LTSB-Wartungsmodell verhindert, dass LTSB-Geräte mit Windows 10 Enterprise die üblichen Funktionsupdates erhalten und bietet nur Qualitätsupdates an, um sicherzustellen, dass die Gerätesicherheit auf dem neuesten Stand bleibt. Aus diesem Grund sind Qualitätsupdates weiterhin sofort für Windows 10 Enterprise LTSB-Clients verfügbar, Kunden können sie jedoch mithilfe eines der im entsprechenden Abschnitt behandelten Wartungstools zurückstellen.

Hinweis

LTSB ist nicht für die Bereitstellung auf die meisten oder allen PCs in einer Organisation vorgesehen; es sollte nur für spezielle Geräte verwendet werden. Generell gilt, dass ein PC mit einer Microsoft Office-Installation ein allgemeines Gerät ist, das in der Regel von einem Information-Worker verwendet wird. Daher ist der CB oder CBB Servicing Branch besser dafür geeignet.

Microsoft veröffentlicht Funktionsupdates über Windows Update nie auf Geräten, auf denen Windows 10 Enterprise LTSB ausgeführt wird. Stattdessen werden neue LTSB-Versionen in der Regel alle 2 bis 3 Jahre angeboten, und Organisationen können während eines Lebenszyklus von 10 Jahren entscheiden, ob sie diese als direkte Upgrades installieren oder sogar Versionen überspringen.

Hinweis

Windows 10 LTSB unterstützt die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des LTSBs aktuellen Chips. Zukünftig veröffentlichte Chip-Generationen werden über die Veröffentlichung zukünftiger Windows 10-LTSB-Versionen unterstützt, die für die entsprechenden Systeme bereitgestellt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützung der neuesten Prozessoren und Chipsätze unter Windows in FAQ zur Support Lifecycle-Richtlinie – Windows-Produkte.

LTSB ist nur in der Windows 10 Enterprise LTSB-Edition verfügbar. Dieser Build von Windows enthält nicht viele mitgelieferte Anwendungen wie z. B. Microsoft Edge, Windows Store-Client, Cortana (begrenzte Suchfunktionalität nach wie vor verfügbar), Microsoft Mail, Kalender, OneNote, Wetter, Nachrichten, Sport, Finanzen, Fotos, Kamera, Musik und Uhr. Daher ist es wichtig zu beachten, dass Microsoft das LTSB-Modell in erster Linie auf Spezialgeräte ausgerichtet hat.

Hinweis

Wenn eine Organisation über Geräte verfügt, auf denen derzeit Windows 10 Enterprise LTSB ausgeführt wird, und für diese Geräte zum CB oder CBB Servicing Branch wechseln möchte, ist diese Änderung ohne Benutzerdatenverlust möglich. Da LTSB eine eigene SKU darstellt, ist jedoch ein Upgrade von Windows 10 Enterprise LTSB auf Windows 10 Enterprise, erforderlich, damit CB und CBB unterstützt werden.

Windows-Insider

Für viele IT-Spezialisten sind frühzeitige Einblicke in Funktionsupdates – d. h. bevor sie für den CB Servicing Branch verfügbar sind – sowohl interessant als auch hilfreich für künftige Mitteilungen an Endbenutzer sowie zusätzliche Vorabbereitstellungen für CB-Computer. Bei Windows 10 ermöglicht das Test-Flighting von Funktionen Windows-Insidern die Nutzung und Bereitstellung von Präproduktionscode auf ihren Testcomputern und somit einen frühzeitigen Einblick in den nächsten Build. Das Testen der frühen Builds von Windows 10 ist sowohl Microsoft als auch für seine Kunden hilfreich, da potenzielle Probleme erkannt und an Microsoft gemeldet werden können, bevor das Update öffentlich verfügbar gemacht wird. Wenn die Veröffentlichung von Test-Flight-Builds für CB näher rückt, können Organisationen außerdem die Kompatibilität ihrer Bereitstellung auf Testgeräten überprüfen.

Microsoft empfiehlt allen Organisationen, zumindest einige PCs für das Windows-Insider-Programm zu registrieren und Feedback zu auftretenden Problemen bereitzustellen. Informationen zur Registrierung für das Windows-Insider-Programm und das Anmelden von Testgeräten finden Sie unter https://insider.windows.com.

Hinweis

Microsoft empfiehlt allen Organisationen, mindestens ein paar PCs im Windows-Insider-Programm zu registrieren, das Windows-Insider-Programm in die Bereitstellungspläne aufzunehmen und Feedback zu allen Problemen über die Feedback-Hub-App zu senden, auf die sie in Microsoft stoßen.

Das Windows-Insider-Programm ist nicht dafür vorgesehen, CB-Bereitstellungen in einer Organisation zu ersetzen. Vielmehr dient es der Bereitstellung von Windows-Vorabversionen für IT-Spezialisten und andere Interessierte, die sie testen und dann Feedback an Microsoft senden können.

Wartungstools

IT-Spezialisten stehen zahlreiche Tools für die Wartung von Windows as a Service zur Verfügung. Jede Option hat Vor- und Nachteile, die von Funktionen und Steuerung bis hin zu Einfachheit und niedrigem Verwaltungsaufwand reichen. Beispiele für die verfügbaren Wartungstools zur Verwaltung von Windows as a Service-Updates:

  • Windows Update (eigenständig) bietet begrenzte Kontrolle über Funktionsupdates, wobei IT-Spezialisten das Gerät manuell für den CBB Servicing Branch konfigurieren. Organisationen können steuern, auf welchen Geräten Updates zurückgestellt werden und weiterhin im CBB Servicing Branch bleiben, oder in CB bleiben, indem sie auf einem Windows 10-Client unter „Start\Einstellungen\Update und Sicherheit\Erweiterte Optionen“ das Kontrollkästchen „Upgrades zurückstellen“ auswählen.
  • Windows Update for Business ist die zweite Option für die Wartung von Windows as a Service. Dieses Wartungstool bietet etwas mehr Kontrolle über das Zurückstellen von Updates sowie eine zentrale Verwaltung mithilfe von Gruppenrichtlinien. In Windows 10, Version 1511 kann Windows Update for Business verwendet werden, um Funktionsupdates bis zu acht Monate und Qualitätsupdates bis zu vier Wochen zurückzustellen. Außerdem waren diese Zurückstellungsoptionen nur für Clients im CBB Servicing Branch verfügbar. In Windows 10, Version 1607 oder höher kann Windows Update for Business verwendet werden, um Funktionsupdates bis zu 180 Tage und Qualitätsupdates bis zu 30 Tage zurückzustellen. Diese Bereitstellungsoptionen sind für Clients im CB oder im CBB Servicing Branch verfügbar. Beide Optionen bieten nicht nur die Möglichkeit zur Verwaltung von Windows Update for Business über Gruppenrichtlinien, sondern können auch vollständig ohne lokale Infrastruktur mithilfe von Intune konfiguriert werden.
  • Windows Server Update Services (WSUS) bietet umfassende Kontrolle über Windows 10-Updates und ist im Windows Server-Betriebssystem standardmäßig verfügbar. Neben dem Zurückstellen von Updates haben Organisationen auch die Möglichkeit, eine Genehmigungsebene für Updates hinzuzufügen und diese auf bestimmten Computern oder Computergruppen bereitzustellen, sobald sie bereit sind.
  • System Center Configuration Manager bietet die höchstmögliche Kontrolle über die Wartung von Windows as a Service. IT-Spezialisten können Updates zurückstellen und genehmigen und verfügen über mehrere Optionen für Bereitstellungszielgruppen und die Verwaltung der Bandbreitenverwendung und Bereitstellungszeiten.

Die Entscheidung einer Organisation für eine dieser Optionen hängt von den bereits vorhandenen Ressourcen, Mitarbeitern und der Erfahrung der IT-Abteilung ab. Wenn die IT-Abteilung beispielsweise bereits System Center Configuration Manager zum Verwalten von Windows Updates verwendet, kann sie dieses Produkt weiterhin verwenden. Ebenso ist die Verwendung von WSUS weiterhin möglich. Einen zusammenfassenden Überblick über die Vorteile der einzelnen Tools finden Sie in Tabelle 1.

Tabelle 1

WartungstoolKönnen Updates zurückgestellt werden?Möglichkeit zum Genehmigen von UpdatesPeer-to-Peer-OptionWeitere Funktionen
Windows UpdateJa (manuell)NeinÜbermittlungsoptimierungKeine
Windows Update for BusinessJaNeinÜbermittlungsoptimierungAndere Gruppenrichtlinienobjekte
WSUSJaJaBranchCache oder ÜbermittlungsoptimierungUpstream-/Downstream-Skalierbarkeit des Servers
Configuration ManagerJaJaBranchCache, ClientpeercacheVerteilungspunkte, mehrere Bereitstellungsoptionen


Schritte zum Verwalten von Updates für Windows 10

Zu erledigenInformationen zu Updates und Servicing Branches (dieses Thema)
Zu erledigenVorbereiten der Wartungsstrategie für Windows 10-Updates
Zu erledigenErstellen von Bereitstellungsringen für Windows 10-Updates
Zu erledigenZuweisen von Geräten zu Servicing Branches für Windows 10-Updates
zu erledigenOptimieren der Updatebereitstellung für Windows 10-Updates
zu erledigenVerwalten von Updates mit Windows Update for Business
oder Verwalten von Windows 10-Updates mit Windows Server Update Services
oder Verwalten von Windows 10-Updates mithilfe von System Center Configuration Manager

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