Skip to main content
Verwaltung der Benutzerarbeitsauslastung in Exchange 2016
[Dieses Thema gehört zur Vorabdokumentation und kann in künftigen Versionen geändert werden. Leere Themen wurden als Platzhalter hinzugefügt. Wenn Sie Feedback dazu haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht. Senden Sie uns eine E-Mail an: ExchangeHelpFeedback@microsoft.com.]  

Gilt für:Exchange Server 2016

Erfahren Sie mehr die Verwaltung der Benutzerarbeitsauslastung und Einschränkungen in Exchange 2016.

Mit der Verwaltung der Benutzerarbeitsauslastung können Sie die Nutzung der Exchange-Systemressourcen durch Benutzer steuern. Diese Funktion ist in Exchange 2010 verfügbar (auch als Benutzereinschränkung bezeichnet) und wurde auf die aktuelle Ebene in Exchange 2013 erweitert.

Arbeitsauslastung ist eine Funktion, ein Protokoll oder Dienst zum Verwalten von Systemressourcen auf Exchange-Servern. Jede Arbeitsauslastung verbraucht Systemressourcen auf dem Exchange-Server (z. B. CPU, Arbeitsspeicher, Netzwerk und Datenträgerbandbreite). Beispiele für Arbeitsauslastungen sind Outlook im Web, (vormals Outlook Web App), Exchange ActiveSync, Postfachmigration und Postfach-Assistenten.

Standardmäßig können Benutzer mit den Einstellungen für die Benutzerarbeitsauslastung den Ressourcenverbrauch für kurze Zeiträume erhöhen, ohne dass die Bandbreite reduziert wird. Da Sie den Benutzerzugriff auf Ressourcen einschränken können, werden weniger Instanzen großer Ressourcenverbraucher gesperrt. Sie können den Ressourcenverbrauch durch Benutzer steuern, indem Sie eine Aufladerate für Benutzer festlegen. In der folgenden Liste werden wichtige Konzepte für die Verwaltung der Benutzerarbeitsauslastung beschrieben:

  • Burststeigerung   Durch Burststeigerungen können Benutzer die Ressourcenverwendung für eine kurze Zeitdauer erhöhen, ohne dass eine Einschränkung vorgenommen wird.

  • Aufladerate   Verwendet ein Budgetsystem zum Verwalten des Ressourcenverbrauchs durch Benutzer und gibt die Rate an, mit der das Benutzerbudget während der Budgetzeit aufgeladen wird (um die das Budget wächst). Wenn das Budget beispielsweise eine Stunde beträgt, gibt eine Aufladerate von 600000 Millisekunden an, dass das Ressourcenbudget für Benutzer mit der Rate von zehn Minuten Nutzung pro Stunde aufgeladen wird.

  • Traffic-Shaping (Mikroverzögerungen)   Verzögert den Benutzer für kurze Zeiträume, wenn der Ressourcenverbrauch einen konfigurierten Grenzwert in einem bestimmten Zeitintervall erreicht hat. Diese Verzögerung tritt für einen sehr kurzen Zeitraum auf (Benutzer bemerken die Verzögerung in der Regel nicht) und ausreichend lange, bevor der Ressourcenverbrauch wesentliche Auswirkungen auf die Leistung des Exchange-Servers hat. Traffic-Shaping gewährleistet die Verfügbarkeit des Exchange-Servers ohne Auswirkungen auf die Benutzerproduktivität, hat weniger Auswirkungen als das Sperren von Benutzern und verringert deutlich die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Benutzer gesperrt wird.

  • Maximale Nutzung   Blockiert vorübergehend einen Benutzer, die den maximalen Ressourcenschwellenwert erreicht hat (der Benutzer hat eine ungewöhnlich große Menge an Ressourcen über ein kurzes Zeitintervall beansprucht). Die Sperrung von Benutzern, die vorübergehend an der Verwendung von Ressourcen gehindert werden, wird aufgehoben, sobald es das Benutzerbudget für den Ressourcenverbrauch zulässt (sobald die Budgets erneut gefüllt sind).

Sie verwalten die Einstellungen für die Benutzerarbeitsauslastung mit folgenden Cmdlets in der Exchange-Verwaltungsshell:

Standardmäßig gibt es nur eine Einschränkungsrichtlinie mit dem Namen GlobalThrottlingPolicy. Diese Richtlinie enthält „Global“ als Bereichswert, was bedeutet, dass sie auf alle Benutzer in der Organisation angewendet wird. Die Einstellungen in der standardmäßigen Einschränkungsrichtlinie sind in der Regel für Benutzer in den meisten Exchange-Organisationen ausreichend. Anstatt die standardmäßige Einschränkungsrichtlinie anzupassen, können Sie benutzerdefinierte Einschränkungsrichtlinien mit anderen Einstellungen als die Standardrichtlinie erstellen. Folgende Bereiche sind in benutzerdefinierten Einschränkungsrichtlinien verfügbar:

  • Organisation   Die Einschränkungseinstellungen gelten für alle Benutzer in der Organisation.

  • Regulär   Die Einschränkungseinstellungen gelten nur für bestimmte Benutzer in der Organisation.

Die Prioritätsreihenfolge für Einschränkungsrichtlinien lautet:

  1. Einschränkungsrichtlinien mit dem Bereichswert „Regulär“ werden auf Benutzer vor den Organisationsrichtlinien und der standardmäßigen Einschränkungsrichtlinie angewendet.

  2. Einschränkungsrichtlinien mit dem Bereichswert „Organisation“ werden auf Benutzer vor der standardmäßigen Einschränkungsrichtlinie angewendet.

  3. Die standardmäßige Einschränkungsrichtlinie wird als Letztes oder ausschließlich auf Benutzer angewendet, denen keine Richtlinien mit dem Bereichswert „Regulär“ oder „Organisation“ zugewiesen wurden.

Wenn Sie benutzerdefinierte Einschränkungsrichtlinien erstellen, sollten diese andere Einstellungen aufweisen als die standardmäßige Einschränkungsrichtlinie, und Sie sollten den Unterschied bei den Einstellungen zwischen den regulären Richtlinien, den Organisationsrichtlinien und der Standardrichtlinie beachten (z. B.von der schwächsten Einschränkung bis zur stärksten Einschränkung und umgekehrt) berücksichtigen.

noteHinweis:
Es wird dringend empfohlen, die standardmäßige Einschränkungsrichtlinie nicht zu ändern, da Änderungen an der Standardrichtlinie möglicherweise durch zukünftige Exchange-Updates überschrieben werden. Sie sollten stattdessen eine benutzerdefinierte Einschränkungsrichtlinien erstellen, die benutzerdefinierte Einstellungen enthalten.

Benutzer mit Postfächern auf Exchange 2016-Servern werden selbst dann über Exchange 2016-Einschränkungsfeatures eingeschränkt, wenn Sie Exchange 2016 in einer Exchange 2010-Organisation installieren. Die folgende Liste enthält wichtige Überlegungen für Einschränkungen in Koexistenzumgebungen:

  • Exchange 2010-Postfächer werden weiterhin durch Exchange 2010-Einschränkungsfeatures eingeschränkt, wenn Benutzer auf ihre Postfächer über Exchange 2010-Clientzugriffsserver zugreifen.

  • Bei der Installation von Exchange 2016 in einer Exchange 2010-Organisation versucht möglicherweise das Exchange 2016-Setup, einige Exchange 2010-Einschränkungseinstellungen weiterzuleiten. Die Einschränkungsfunktionalität unterscheidet sich jedoch so grundlegend, dass ältere Einschränkungseinstellungen im Allgemeinen keine Auswirkungen auf die Funktionsweise von Einschränkungen in Exchange 2016 haben.