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Installieren des Reporting Services-Berichtsservers im einheitlichen Modus

 

Betrifft: SQL Server 2016

Ein Reporting Services-Berichtsserver im einheitlichen Modus ist der Standard-Reporting Services-Servermodus und kann mit dem Installations-Assistenten für SQL Server oder über die Befehlszeile installiert werden. Im Setup-Assistenten können Sie wahlweise Dateien installieren und den Server anhand der Standardeinstellungen konfigurieren oder nur die Dateien installieren. In diesem Thema wird die Standardkonfiguration für den einheitlichen Modus beschrieben, in der eine Berichtsserverinstanz von Setup installiert und konfiguriert wird. Nachdem das Setup abgeschlossen ist, wird der Berichtsserver ausgeführt und kann zum Anzeigen einfacher Berichte und für die Berichtsverwaltung verwendet werden. Zusätzliche Funktionen, wie z.B. die Power BI-Integration und die E-Mail-Übermittlung mit Abonnementverarbeitung erfordern eine zusätzliche Konfiguration.

Betrifft:  Reporting Services im einheitlichen Modus

Beim Setup werden die folgenden Reporting Services-Funktionen installiert, wenn Sie die Standardkonfiguration für den einheitlichen Modus auswählen:

  • Berichtsserverdienst (einschließlich des Berichtsserver-Webdiensts, der Hintergrundverarbeitungsanwendung und des Berichts-Managers) zum Anzeigen und Verwalten von Berichten sowie Berechtigungen.

  • Der Reporting Services-Konfigurations-Manager

  • Die Reporting Services-Befehlszeilen-Hilfsprogramme „rsconfig.exe“, „rskeymgmt.exe“ und „rs.exe“.

Diese Option gilt nicht für gemeinsam genutzte Funktionen wie SQL ServerManagement Studio oder SQL Server Data Tools (SSDT), die separat angegeben werden müssen.

Setup konfiguriert für die Installation eines Berichtsservers im einheitlichen Modus folgende Elemente:

  • Dienstkonto für den Berichtsserverdienst.

  • URL des Report Server-Webdiensts

  • URL des Berichts-Managers

  • Berichtsserver-Datenbank

  • Dienstkontozugriff auf die Berichtsserver-Datenbanken

  • DSN-Verbindung für die Berichtsserver-Datenbanken

Setup konfiguriert weder das unbeaufsichtigte Ausführungskonto noch Berichtsserver-E-Mail, Sicherung der Verschlüsselungsschlüssel noch die Bereitstellung für horizontales Skalieren. Sie können diese Eigenschaften mit dem Reporting Services-Konfigurations-Manager konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Reporting Services-Konfigurations-Manager (einheitlicher Modus).

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Bei der Standardkonfiguration wird Reporting Services im Betriebszustand installiert, sodass Sie den Berichtsserver sofort nach Ende des Setups verwenden können. Geben Sie diesen Modus an, wenn Sie nicht alle Schritte ausführen möchten und alle erforderlichen Konfigurationsaufgaben weglassen, die Sie ansonsten im Reporting Services-Konfigurationstool ausführen müssten.

Die Installation der Standardkonfiguration garantiert nicht, dass der Berichtsserver funktioniert, wenn das Setup beendet ist. Es kann sein, dass die Standard-URLs nicht registriert werden, wenn der Dienst gestartet wird. Testen Sie Ihre Installation immer, um zu überprüfen, ob der Dienst erwartungsgemäß gestartet und ausgeführt wird. Siehe Überprüfen einer Installation von Reporting Services.

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Bei der Standardkonfigurationsoption werden die Haupteinstellungen, die für den Betrieb eines Berichtsservers erforderlich sind, mithilfe von Standardwerten konfiguriert. Es bestehen folgende Anforderungen:

  • Informieren Sie sich unter Hardware- und Softwareanforderungen für die Installation von SQL Server 2016.

  • Reporting Services und SQL ServerDatenbankmodul müssen zusammen in derselben Instanz installiert werden. Die Instanz von Datenbankmodul hostet die Berichtsserver-Datenbank, die vom Setup erstellt und konfiguriert wurde.

  • Das zur Ausführung des Setups verwendete Benutzerkonto muss Mitglied der lokalen Administratorgruppe sein und die Berechtigung zum Datenbankzugriff sowie zur Datenbankerstellung mithilfe der Datenbankmodul-Instanz besitzen, die die Berichtsserver-Datenbanken hostet.

  • Setup muss die Standardwerte für die URL-Reservierung verwenden können, mit denen auf den Berichtsserver und den Berichts-Manager zugegriffen wird. Zu diesen Werten gehören: Port 80, ein Platzhalter und die Namen der virtuellen Verzeichnisse im Format ReportServer_<instance_name> und Reports_<instance_name>.

  • Setup muss die Standardwerte für die Erstellung der Berichtsserver-Datenbanken verwenden können. Diese Werte lauten ReportServer und ReportServerTempDB. Wenn Sie über bestehende Datenbanken aus einer früheren Installation verfügen, wird das Setup blockiert, weil es den Berichtsserver nicht in der Standardkonfiguration für den einheitlichen Modus konfigurieren kann. Sie müssen die Datenbanken umbenennen, verschieben oder löschen, um die Blockierung des Setups aufzuheben.

Wenn Ihr Computer nicht alle Anforderungen für eine Standardinstallation erfüllt, müssen Sie Reporting Services im Dateimodus installieren und dann den Reporting Services-Konfigurationsmanager verwenden, um nach dem Setup die Konfiguration durchzuführen.

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URL-Reservierungen bestehen aus Präfix, Hostname, Port und virtuellem Verzeichnis:

TeilBeschreibung
PräfixDas Standardpräfix ist http. Wenn Sie zuvor ein SSL-Zertifikat (Secure Sockets Layer) installiert haben, versucht das Setup, die URL-Reservierungen mit dem Präfix HTTPS zu erstellen.
HostnameDer Standardhostname ist ein Platzhalter (+). Er gibt an, dass der Berichtsserver jede HTTP-Anforderung in dem dafür bestimmten Port für jeden Hostnamen akzeptiert, der den Computer erreicht, einschließlich http://<computername>/reportserver, http://localhost/reportserver oder http://<IPAddress>/reportserver.
PortDer Standardport ist 80. Hinweis: Wenn Sie einen anderen Port als Port 80 verwenden, müssen Sie diesen ausdrücklich der URL hinzufügen, wenn Sie eine Reporting Services-Webanwendung in einem Browserfenster öffnen.
Virtuelles VerzeichnisStandardmäßig werden virtuelle Verzeichnisse im Format "ReportServer_<instance_name>" für den Berichtsserver-Webdienst und "Reports_<instance_name>" für den Berichts-Manager erstellt. Beim Berichtsserver-Webdienst lautet der Standardname für das virtuelle Verzeichnis reportserver. Beim Berichts-Manager lautet der Standardname für das virtuelle Verzeichnis reports.

Ein Beispiel für die vollständige URL-Zeichenfolge könnte folgendermaßen aussehen:

  • http://+:80/reportserver, ermöglicht den Zugriff auf den Berichtsserver.

  • http://+:80/reports, ermöglicht den Zugriff auf den Berichts-Manager.

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Die folgende Liste beschreibt die Reporting Services-spezifischen Schritte und Optionen, die Sie im SQL Server-Installations-Assistenten auswählen. Die Liste beschreibt nicht jede im Installations-Assistenten angezeigte Seite. Es werden nur die auf Reporting Services bezogenen Seiten beschrieben, die Teil einer Installation im einheitlichen Modus sind.

  1. Führen Sie den Setup-Assistenten für SQL Server (setup.exe) aus, und gehen Sie die folgenden vorläufigen Seiten durch:

    • Product Key

    • Lizenzbedingungen

    • Globale Regeln

    • Produktupdates

    • Setupinstallationsdateien

    • Installationsregeln

  2. Wählen Sie auf der Seite Setuprolle die Option SQL Server-Funktionsinstallation aus.

    SQL Server Feature Installation for setup role

  3. Wählen Sie Folgendes auf der Seite Funktionsauswahl aus:

    • (1) Datenbankmoduldienste, sofern eine Instanz des Datenbankmoduls nicht bereits installiert ist.

    • (2) Reporting Services – Nativ.

    • (3) Verwaltungstools – Einfach. Die Verwaltungstools sind nicht erforderlich, sie werden jedoch empfohlen, sofern Sie über keine andere Installation von Verwaltungstools verfügen. Die Standardkonfigurationsoption führt zu einem funktionierenden Berichtsserver, Sie möchten die Konfigurationsoptionen jedoch möglicherweise an einem späteren Datum ändern. Einige Optionen wie 'Meine Berichte' werden durch Management Studio verwaltet

    SSRS Native Mode Select in Feature Selection

  4. Überprüfen Sie die erfüllten Funktionsregeln. Falls .NET Framework 3.5 Service Pack 1 benötigt wird, lesen Sie Windows Server 2012 R2 und den Artikel Aktivieren von .NET Framework 3.5 mithilfe des Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Features.

  5. Denken Sie auf der Seite „Instanzkonfiguration“ daran, dass Sie, wenn Sie sich dazu entscheiden, eine benannte Instanz zu konfigurieren, den Instanznamen in URLs verwenden müssen, wenn Sie den Berichts-Manager oder den Berichtsserver selbst aufrufen. Wäre der Instanzname THESQLINSTANCE, würden die URLs wie folgt aussehen:

    • http://[ServerName]/ReportServer_THESQLINSTANCE

    • http://[ServerName]/Reports_THESQLINSTANCE

  6. Serverkonfiguration: Wenn Sie planen, die Reporting Services-Abonnementfunktion zu verwenden, konfigurieren Sie auf der Seite Serverkonfiguration den Starttyp Automatisch für den SQL Server-Agent. Der Standardwert ist „manuell“.

  7. Fügen Sie SQL Server-Administratoren auf der Seite Datenbankmodulkonfiguration hinzu.

  8. Wählen Sie auf der Seite Reporting Services-Konfiguration die Option zum Installieren und Konfigurieren aus.

    SSRS Native Mode Configuration

  9. Regeln zur Featurekonfiguration: Überprüfen Sie die erfüllten Regeln. Der Setup-Assistent springt automatisch zu Installationsbereit, wenn alle Regeln erfüllt sind. Spezifisch für Reporting Services überprüfen die Regeln, ob noch keine Berichtsserverkatalog- und temporäre Katalogdatenbank vorhanden ist.

  10. noteNotieren Sie sich auf der Seite Installationsbereit den Pfad zur Konfigurationsdatei, da Sie später für eine gute Zusammenfassung der ursprünglichen SQL Server-Konfiguration, einschließlich der installierten Komponenten, Dienstkonten und Administratoren, darauf verweisen können.

  11. Nachdem der SQL Server-Installations-Assistent abgeschlossen ist, überprüfen Sie die standardmäßige Installation im einheitlichen Modus mithilfe der folgenden Schritte.

    • Öffnen Sie den Reporting Services-Konfigurations-Manager, und bestätigen Sie, dass Sie keine Verbindung zum Berichtsserver herstellen können.

    • Öffnen Sie den Browser mit Administratorrechten, und stellen Sie eine Verbindung mit dem Reporting Services-Berichts-Manager her, beispielsweise http://loclahost/Reports.

    • Öffnen Sie den Browser mit Administratorprivilegien, und stellen Sie eine Verbindung zur Reporting Services-Berichtsserverseite her. Beispiel: http://loclahost/ReportServer

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt über die einheitlichen Modi in den folgenden zwei Themen:

Überprüfen einer Installation von Reporting Services

Troubleshoot a Reporting Services Installation

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Troubleshoot a Reporting Services Installation
Überprüfen einer Installation von Reporting Services
Konfigurieren des Berichtsserver-Dienstkontos (SSRS-Konfigurations-Manager)
Konfigurieren von Berichtsserver-URLs (SSRS-Konfigurations-Manager)
Konfigurieren einer Verbindung mit der Berichtsserver-Datenbank (SSRS-Konfigurations-Manager)
Ausschließliche Datei-Installation (Reporting Services)
Initialisieren eines Berichtsservers (SSRS-Konfigurations-Manager)
Konfigurieren von SSL-Verbindungen auf einem Berichtsserver im einheitlichen Modus
Konfigurieren von Berichtsserver-URLs (SSRS-Konfigurations-Manager)
Konfigurieren von Windows-Dienstkonten und -Berechtigungen
Schnellstart-Installation von SQL Server 2014

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