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Planen der Bereitstellung

 

Gilt für: Exchange Server 2007 SP3, Exchange Server 2007 SP2, Exchange Server 2007 SP1, Exchange Server 2007

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2009-04-23

Der für die Bereitstellung von Microsoft Exchange Server 2007 am besten geeignete Pfad ist von der aktuellen E-Mail-Infrastruktur der jeweiligen Organisation abhängig. Die Aktualisierung einer bestehenden Exchange Server 2003-Organisation auf Exchange 2007 ist zum Beispiel relativ einfach. Im Gegensatz dazu erfordert die Migration einer Exchange Server version 5.5-Organisation zu Exchange 2007 zusätzliche Planung, da Verzeichnisinformationen in den Active Directory-Verzeichnisdienst und Daten des Messagingsystems zu Exchange 2007 migriert werden müssen.

Lesen Sie vor dem Beginn der Bereitstellungsplanung Häufige nicht unterstützte Exchange 2007-Konfigurationen.

In Unternehmen werden Messaging und Zusammenarbeit als unternehmenskritische IT-Dienste angesehen, die die Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Partnern und Kunden ermöglichen. Ein gemeinsames Ziel dieser Organisationen besteht in der Bereitstellung hochleistungsfähiger elektronischer Messagingdienste, die ständig verfügbar, sicher, skalierbar, problemlos verwaltbar und unterstützungsfähig sind. Der Planungsprozess eines unternehmensweiten Messagingsystems wird häufig in die folgenden getrennten Phasen unterteilt:

  • Erfassung   In dieser Phase werden die Unternehmensanforderungen sowie die aktuelle Computerumgebung erfasst und bewertet. Gespräche mit Entscheidungsträgern und Teilhabern des Unternehmens liefern das Anforderungsprofil des Unternehmens. Um die Computerumgebung einschätzen zu können, muss das Infrastrukturteam IT-Dokumente zusammentragen, die die vorhandene Computerumgebung beschreiben. Mit diesen Informationen kann das Team dann ein Analysedokument erstellen, in dem normalerweise Informationen über die IT-Architektur, die bereitgestellte Hard- und Software, die vorhandenen Betriebsabläufe sowie die logischen und physikalischen Übersichtskarten der Umgebung enthalten sind. Die Erfassungsphase ist vor allem bei der Umstellung und Aktualisierung einer bestehenden Exchange-Organisation auf Exchange 2007 von großer Bedeutung.

  • Analyse   In dieser Phase werden Dienstentwurfsoptionen entwickelt. Berücksichtigen Sie bei der Entwicklung von Dienstentwurfsoptionen folgende Bereiche:

    • Logische Topologie   Welche Art von Gesamtstrukturtopologie des Active Directory-Verzeichnisdiensts wird implementiert? Hat oder benötigt Ihre Organisation mehr als eine Active Directory-Gesamtstruktur? Weitere Informationen zu den von Exchange 2007 unterstützten logischen Topologien finden Sie unter Logische Topologien.

    • Physikalische Topologie   Wie viele Server sollen verwendet werden, auf denen Exchange ausgeführt wird? Hat oder benötigt Ihre Organisation mehr als einen Active Directory-Standort oder mehr als einen physikalischen Standort? Weitere Informationen zu den von Exchange 2007 unterstützten physikalischen Topologien finden Sie unter Physikalische Topologien.

    • Organisationstopologie   Welche Exchange-Organisationstopologie entspricht der Größe und den Anforderungen der Organisation am besten? Verfügt die Organisation über einen oder über mehrere Server mit Exchange? Sind mehrere Active Directory-Standorte oder -Gesamtstrukturen vorhanden? Weitere Informationen zu den von Exchange 2007 unterstützten Organisationstopologien finden Sie unter Organisationstopologien.

    • Verwaltungsmodell   Welche Anforderungen stellt das Verwaltungsmodell Ihrer Organisation? Hat oder benötigt Ihre Organisation ein zentralisiertes oder ein verteiltes Verwaltungsmodell? Weitere Informationen zu Exchange-Rollen und -Verwaltungsmodellen finden Sie unter Überlegungen zu Berechtigungen.

  • Formalisierung   In dieser Phase werden die Dienstentwurfsoptionen analysiert und für die Implementierung ausgewählt. Bewerten und dokumentieren Sie für jede Entwurfsoption die mit der entsprechenden Implementation einhergehenden Kompromisse. Auf Grundlage der dokumentierten Kompromisse wählen Sie die Entwurfsoptionen aus, die am geeignetsten erscheinen, wobei die Wechselwirkungen mit sowie die Abhängigkeiten von den anderen Entwurfsoptionen berücksichtigt werden müssen. In den meisten Organisationen ist es üblich, diese Optionen dann den Entscheidungsträgern und Teilhabern zur Genehmigung vorzulegen.

  • Genehmigung   In dieser Phase prüfen die Entscheidungsträger und Teilhaber den Messagingdienstentwurf in einer Testumgebung, bevor die Bereitstellung in einer Produktionsumgebung genehmigt wird. Nach Abschluss der Genehmigungsphase beginnt die Planung des Produktionsbereitstellungspfads.

Für das Entwickeln eines erfolgreichen Exchange 2007-basierten Messagingsystems müssen Sie die Möglichkeiten und Grenzen der Hard- und Software kennen, auf deren Grundlage das Messagingsystem entworfen wird. Unabhängig davon, ob Sie ein neues Exchange 2007-Messagingsystem entwickeln oder eine Aktualisierung einer früheren Exchange-Implementierung bzw. die Migration aus einem vorhandenen Messagingsystem durchführen möchten, müssen Sie die Beschränkungen der Verzeichnisdienst- und Netzwerkinfrastruktur auf die Funktionen des Messagingsystems, des Betriebssystems und der Benutzersoftware abstimmen.

Über das Beachten der Hilfestellungen und Empfehlungen in der Exchange 2007-Produktdokumentation hinaus wird außerdem das Nachlesen und Berücksichtigen der folgenden ergänzenden Hilfestellungen empfohlen, die im Microsoft Operations Framework (MOF) zur Verfügung stehen, einschließlich der MOF-Dienstverwaltungsfunktionen (Service Management Functions, SMFs). MOF stellt Hilfestellungen für den Betrieb bereit, die Organisationen das Erreichen von unternehmenswichtigen Zielen in der Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Supportfähigkeit und Verwaltbarkeit von auf Microsoft-Produkten und -Technologien aufbauenden Systemen ermöglichen.

Mithilfe der Hilfestellung durch MOF können Sie die Ausgereiftheit Ihrer aktuellen IT-Dienstverwaltung beurteilen, die Prozesse größter Wichtigkeit priorisieren und bewährte Prinzipien und optimale Methoden zur Verbesserung Ihres Managements von Microsoft Windows Server- und Windows Server-basierten Anwendungen, wie etwa Exchange 2007, anwenden. SMFs stellen Hilfestellungen zum Betrieb für Microsoft-Technologien bereit. SMFs bilden einen Kernbestandteil von MOF, das Hilfestellung mithilfe von Kursen, Diensten, Leitfäden und anderen Materialien und Medien bereitstellt, die sich auf die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Supportfähigkeit und Verwaltbarkeit von IT-Lösungen beziehen. Weitere Informationen über MOF und SMFs finden Sie unter Microsoft Operations Framework (englischsprachig).

Für Organisationen, die die Bereitstellung von Exchange 2007 planen, ist eine Reihe verschiedener Bereitstellungspfade verfügbar. Obgleich alle zum selben Ergebnis führen, nämlich einer erfolgreichen Bereitstellung von Exchange 2007, ist jeder Pfad doch anders, weil sich die Anforderungen und Ausgangssituationen unserer Kunden unterscheiden. Generell sind jedoch gängige Ausgangspunkte und Pfade vorhanden, die alle unterstützten Bereitstellungsszenarien abdecken, wozu Neuinstallationen, Überführungen und Migrationen gehören.

Es empfiehlt sich, die bewährten Methoden und erforderlichen Voraussetzungen für die Bereitstellung von Exchange 2007 in jedem Szenario anzusehen:

Lesen Sie vor dem Beginn der Bereitstellungsplanung ebenfalls Häufige nicht unterstützte Exchange 2007-Konfigurationen.

Jede Exchange-Organisation ist anders, aber die meisten dürften in eins der in der folgenden Tabelle aufgeführten Szenarien fallen. Bei jedem Szenario sind für den Bereitstellungsplan unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen. Wählen Sie das Szenario aus, das Ihre Exchange-Organisation am besten beschreibt, und klicken Sie dann auf den dazugehörigen Themenlink, um weitere Informationen zu den Bereitstellungserwägungen und -optionen des für Sie geeigneten Szenarios zu erhalten.

Szenarien für das Bereitstellen von Exchange Server 2007

Szenario Thema

Es sind keine E-Mail-Server vorhanden.

Neuinstallation

Es gibt Server, auf denen lediglich Exchange Server 2003 oder Exchange 2000 Server ausgeführt wird.

How to Transition from Single Forest to Single Forest

Exchange soll in mehreren Gesamtstrukturen bereitgestellt werden.

Verbinden von Gesamtstrukturtopologien

 
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