Planen der Datenbankgröße

Die Größe der erforderlichen Datenbank hängt hauptsächlich von der durchschnittlichen Anzahl der täglich pro verwaltetem Computer auftretenden Ereignisse und Warnungen ab. Da dieser Wert bei jedem Unternehmen unterschiedlich sein kann, müssen Sie zur Ermittlung der Größe ein Unternehmensprofil erstellen.

Beispiel: Ein Unternehmen ohne vollständig aktualisierte Computer, bei dem viele Bedrohungen und Malwareerkennungen auftreten, benötigt einen größeren Datenbankspeicher als ein Unternehmen mit regelmäßig aktualisierten Systemen und strengen Richtlinien für die Freigabe von Dateien und den Zugriff auf Internetressourcen. In Ihrem Unternehmen kann sowohl das eine als auch das andere der Fall sein.

Client Security verwendet SQL Server 2005 zum Speichern von Informationen über die verwalteten Computer in der Client Security-Bereitstellung.

Client Security verwendet drei Datenbanken, die Sie entsprechend anpassen müssen:

  • Auflistungsdatenbank (auch als MOM-OnePoint-Datenbank bezeichnet)
  • Berichtsdatenbank (auch als MOM-SystemCenterReporting-Datenbank bezeichnet)
  • SQL Server 2005-Datenbank tempdb

Die Größen der Auflistungs- und Berichtsdatenbank werden beim Client Security-Setup festgelegt.

Jeder verwalteter Computer sendet Daten an den Auflistungsserver. Diese Daten werden zunächst in der Auflistungsdatenbank gespeichert und dann zur langfristigen Speicherung in die Berichtsdatenbank verschoben. Die Wachstumsrate der Datenbanken hängt von den folgenden Faktoren ab:

  • Anzahl der verwalteten Computer
  • Häufigkeit der Malwareausbrüche
  • Anzahl der erkannten SSA-Sicherheitsrisiken (Security State Asessment)
  • Anzahl und Typ der ausgeführten Scans

In den folgenden Abschnitten werden die Punkte zusammengefasst, die bei der Planung der Client Security-Datenbanken beachtet werden müssen. Ausführliche Informationen zum Anpassen der Größe von Datenbanken finden Sie im Client Security-Handbuch zu Leistung und Skalierbarkeit unter Database sizing (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89813) (Größenanpassung von Datenbanken - möglicherweise in englischer Sprache).

SQL Server Edition

Ein wichtiger Faktor bei der Planung der Datenbankgröße ist die verwendete SQL Server-Edition. Da Indizes in den Editionen unterschiedlich verarbeitet werden, ist die Client Security-Berichtsdatenbank mit der SQL Server Standard Edition auch bei gleicher Anzahl von verwalteten Computern und ähnlicher Aktivität größer als mit der Enterprise Edition. Beachten Sie diesen Punkt, wenn Sie die Größe der Datenbanken anpassen und die SQL Server-Edition für die Client Security-Bereitstellung auswählen.

Datenaufbewahrung

Auch die Aufbewahrungszeit von Daten für die Berichterstellung beeinflusst die Größe der Datenbanken. Standardmäßig bewahrt die Berichtsdatenbank Daten 395 Tage auf (ein Jahr und einen Monat). Sie können den Aufbewahrungszeitraum mit einer von Microsoft Operations Manager (MOM) 2005 hinzugefügten gespeicherten Prozedur von SQL Server ändern.

Der Bedarf an Datenbankspeicher kann reduziert werden, wenn Sie auf das Protokollieren und Verfolgen von Langzeitdaten verzichten.

Bb418916.note(de-de,TechNet.10).gifHinweis
Wenn Sie die Größe der Berichtsdatenbank reduzieren, ist es wichtig, dies in kleinen Schritten tun. Die Daten werden beim nächsten Optimierungsauftrag aus der Datenbank gelöscht, und das Entfernen großer Datenmengen führt möglicherweise zu einem Timeout während der Ausführung des Optimierungsauftrags.

Sie können den Aufbewahrungszeitraum auch verlängern und somit die Berichterstellungskapazitäten vergrößern. Ein Verlängern des Aufbewahrungszeitraums in der Berichtsdatenbank verlängert auch den Zeitraum, der für die Datenübertragung von der Auflistungsdatenbank zur Berichtsdatenbank benötigt wird (DTS-Transaktion). Wenn Sie Client Security-Daten länger als 395 Tage aufbewahren möchten, sollten Sie nach der Verlängerung des Aufbewahrungszeitraums die Dauer der DTS-Transaktionen beobachten.

Bb418916.note(de-de,TechNet.10).gifWichtig
Das Verlängern des Aufbewahrungszeitraums kann die Leistung des SQL Server-Computers mit der Berichtsdatenbank beeinträchtigen. Führen Sie diesen Vorgang nur aus, wenn der Server genügend Ressourcen aufweist. Informationen zu den Systemanforderungen für Client Security finden Sie unter Systemanforderungen für Client Security.

Informationen zur Leistung der DTS-Transaktion und zum Anpassen der Größe von Datenbanken finden Sie im Client Security-Handbuch zu Leistung und Skalierbarkeit unter Database sizing (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89813) (Größenanpassung von Datenbanken - möglicherweise in englischer Sprache).

Weitere Informationen zum Ändern des Zeitraums für die Datenaufbewahrung in der Berichtsdatenbank finden Sie im Knowledge Base-Artikel 887016 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=86925).

Bei der Datenbank tempdb handelt es sich um eine SQL Server-Systemdatenbank, die bei Datenbank-Wartungstasks und -Abfragen zum Speichern von temporären Datenstrukturen verwendet wird. Diese Datenbank wird von allen SQL Server-Serverdatenbanken eines Servers verwendet. Sie wird bei jedem Neustart des SQL Server-Diensts dynamisch neu erstellt. Die Konfigurierung der Datenbank tempdb lässt automatisch ein Anwachsen der Datenbank bis zum maximal verfügbaren Speicherplatz zu. Die Protokolldateien können bis zu 2 GB aufweisen.

Die Datenbank tempdb wird bei der DTS-Transaktion, bei der Daten von der Auflistungsdatenbank zur Berichtsdatenbank übertragen werden, stark ausgelastet. Wenn bei dieser Transaktion nicht genug Speicher für die Datenbank tempdb zur Verfügung steht, kann der DTS-Auftrag nicht ausgeführt werden.

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