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Szenario mit einem Server und einer Verwaltungsgruppe

Letzte Aktualisierung: Mai 2009

Betrifft: Operations Manager 2007 R2, Operations Manager 2007 SP1

Im Szenario mit einem Server und einer Verwaltungsgruppe werden alle Verwaltungsgruppenrollen kombiniert, die auf einer als Mitgliedsserver in einer Active Directory-Domäne ausgeführten Einzelinstanz des Windows 2003- oder Windows Server 2008-Betriebssystems koexistieren können. Diese Instanz kann auf dedizierter Hardware oder auf einem virtuellen Computer ausgeführt werden. Die Betriebskonsole kann auch auf anderen Computern als auf dem Einzelserver implementiert werden, und die Webkonsole wird über einen Browser aufgerufen. Die Agents werden dann in der Regel auf einer beschränkten Anzahl von Geräten bereitgestellt. Dies richtet sich nach der Kapazität des Servers, auf dem Operations Manager implementiert ist.

Ein Server, eine Verwaltungsgruppe

Operations Manager 2007-Dienste

Bedingt durch die im Informationen zu Bereitstellungsszenarien für Operations Manager 2007 beschriebenen Koexistenzeinschränkungen, stehen nicht alle Operations Manager 2007-Dienste und Serverrollen zur Verfügung. Bei der Konfiguration mit einem Server und einer Verwaltungsgruppe werden die folgenden Dienste unterstützt:

  • Überwachung und Warnung

  • Berichterstattung (verfügbar in der Betriebskonsole, nicht in der Webkonsole)

  • Überwachungssammlung

  • Ausnahmeüberwachung ohne Agent

  • Daten (Zugriff über die Web- und die Betriebskonsole)

Operations Manager 2007-Serverrollen

Bei der Konfiguration mit einem Server und einer Verwaltungsgruppe werden die folgende Serverrollen kombiniert:

  • ACS-Sammlung (Überwachungssammeldienste)

  • ACS-Datenbank

  • ACS-Weiterleitung

  • Operations Manager-Datenbank

  • Betriebskonsole

  • Datenbank des Berichterstattungs-Data Warehouses

  • Reporting-Datenbank

  • Berichtsserver

  • Stammverwaltungsserver

  • Webkonsolenserver

  • Befehlsshell

Einschränkungen

Die Konfiguration mit einem Server und einer Verwaltungsgruppe ist hinsichtlich der Bereitstellung die einfachste Lösung. Hinsichtlich der Funktionalität gibt es jedoch einige Einschränkungen und damit auch Einschränkungen für die üblichen Anwendungszwecke.

Gatewayserver

Diese Konfiguration enthält keine Gatewayserverrolle. Aus diesem Grund müssen sich alle überwachten Geräte in der gleichen Active Directory-Domäne befinden wie der Verwaltungsserver. Alternativ können Sie Zertifikate auf dem verwalteten Computer und auf dem Verwaltungsserver nutzen, um die gegenseitige Authentifizierung zu gewährleisten.

Hochverfügbarkeit und Redundanz

Die Konfiguration mit einem Server und einer Verwaltungsgruppe wird auf einer einzelnen Hardwaregruppe installiert. Diese Konfiguration schließt die Nutzung von Clustertechnologien aus. Gleichermaßen gilt, dass diese Konfiguration nur eine Instanz der jeweiligen Serverrollen unterstützt, daher ist die Unterstützung für ein Agentfailover zwischen Verwaltungsservern nicht gegeben.

Übliche Anwendungen

Diese Konfiguration wird meist in Nicht-Produktiv- oder in vorbereitenden Produktivumgebungen zu Test- und Bewertungszwecken oder für die Entwicklung von Management Packs genutzt. Konfigurationen mit einem Server und einer Verwaltungsgruppe fehlt es an Robustheit und Leistungsfähigkeit, so dass sie in der Regel nur für äußerst geringe Produktionslasten Unterstützung bieten.

Verwendete Ports

In dieser Konfiguration müssen Sie sicherstellen, dass die Ports für die Kommunikation zwischen den Agents und dem Verwaltungsserver, zwischen der Betriebskonsole und dem Verwaltungsserver und zwischen Webkonsole und Verwaltungsserver geöffnet sind. Die gesamte andere Kommunikation zwischen den Diensten findet auf dem Verwaltungsserver statt. Beteiligte Ports:

  • Betriebskonsole zu Stammverwaltungsserver: TCP 5724

  • Betriebskonsole zu Berichterstattungsserver: TCP 80

  • Webkonsole zu Webkonsolenserver: TCP 51908, 443

  • Agent zu Stammverwaltungsserver: TCP 5723

  • ACS-Weiterleitung zu ACS-Sammlungsserver: TCP 51909

  • Verwaltung ohne Agent: erfolgt über Remote Procedure Calls (RPC)

  • Verwaltungsserver zu UNIX-/Linux-Computern: TCP 1270

  • Verwaltungsserver zu UNIX-/Linux-Computern für die spezielle Ermittlung und für die Fehlerbehebung: TCP 22

Eine vollständige Liste mit den genutzten Ports, der Kommunikationsrichtung und Angaben zur Portkonfiguration finden Sie im Thema "Operations Manager 2007 Supported Configurations" (Unterstützte Konfigurationen in Operations Manager 2007) unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89360.

 
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