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Bereitstellen eigenständiger Verwaltungsserver im Szenario mit mehreren Servern und nur einer Verwaltungsgruppe

Letzte Aktualisierung: Mai 2009

Betrifft: Operations Manager 2007 R2, Operations Manager 2007 SP1

Um für Agents Failoverziele bereitzustellen und die Operations Manager 2007-Serverkomponenten stärker zu verteilen, müssen Sie weitere Verwaltungsserver in der Verwaltungsgruppe installieren. Nach deren Installation können Sie die Agentzuordnung und den Failover-Assistenten verwenden, um anzugeben, welche Verwaltungsserver für ein Failover zur Verfügung stehen. Überdies können Sie den ACS-Sammlungsserver sowie Webkonsolenkomponenten installieren.

In diesem Szenario werden zusätzlich zwei eigenständige Sekundärverwaltungsserver installiert.

Vorbereitung

So bereiten Sie Server für Verwaltungsserverkomponenten vor

  1. Alle Server, die als Verwaltungsserver verwendet werden sollen, müssen einer Gesamtstruktur angehören, die innerhalb der gleichen Vertrauengrenzen liegt wie die Gesamtstruktur, der der Stammverwaltungsserver (RMS) angehört.

  2. Verwenden Sie die Serververwaltung, um die Anwendungsserverrolle dem Server hinzuzufügen oder IIS manuell zu installieren. Installieren Sie .NET Framework Version 2.0, .NET Framework Version 3.0-Komponenten sowie MSXML 6.0. Wenn Sie die Webkonsolenkomponente unter Windows Server 2008 installieren wollen, müssen Sie für IIS 6.0 die Abwärtskompatibilität aktivieren. Zudem müssen Sie ASP.NET Ajax Extensions v 1.0 installieren, obwohl dies vom Prerequisite Viewer nicht als Voraussetzung aufgeführt wird. Installieren Sie Windows PowerShell, wenn Sie die Befehlsshell-Komponente von Operations Manager installieren möchten. Installieren Sie WS-MAN, wenn der betreffende Verwaltungsserver UNIX-/Linux-Computer überwacht.

  3. Fügen Sie die Operations Manager-Domänengruppe "Administratoren", das domänenbasierte Verwaltungsserver-Aktionskonto und das SDK- und Konfigurationsdienstkonto der lokalen Administratorengruppe hinzu.

  4. Schließen Sie die Einrichtung des Stammverwaltungsserver-Clusters ab, und überprüfen Sie die Integrität des Stammverwaltungsservers, bevor Sie die Installation eines eigenständigen Sekundärverwaltungsservers in Angriff nehmen.

So überprüfen Sie die Voraussetzungen für Verwaltungsserver mithilfe des Prerequisite Viewers

  1. Melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen für ein Operations Manager-Administratorkonto beim Server an.

  2. Doppelklicken Sie auf dem Operations Manager 2007-Installationsmedium auf SetupOM.exe, um auf der Seite Start das System Center Operations Manager 2007 R2 Setup zu starten.

  3. Klicken Sie unter der Überschrift Vorbereiten auf Voraussetzungen prüfen, um den Prerequisite Viewer zu starten.

  4. Wählen Sie im Feld Komponenten die Komponenten Server, Konsole und PowerShell aus.

    noteHinweis
    Bei Auswahl der genannten Komponenten wird vom Prerequisite Viewer das Vorhandensein der folgenden Elemente geprüft: 2048 MB Realspeicher, Windows Server 2003 SP1, MDAC Version 2.80.1022 oder höher, .NET Framework 2.0, .NET Framework 3.0-Komponenten, WSMAN v 1.1 und Windows PowerShell.

    noteHinweis
    Die Ergebnisse werden im unteren Bereich des Prerequisite Viewer angezeigt. Fehlende oder nicht einwandfreie Komponenten sind mit dem Hinweis Warnung bzw. Fehlgeschlagen gekennzeichnet. Warnungen können ignoriert werden, wobei dann jedoch möglicherweise die Leistung beeinträchtigt ist oder andere Probleme auftreten. Weisen Komponenten den Status Fehlgeschlagen auf, müssen sie repariert werden, bevor die Installation fortgesetzt werden kann. Schließen Sie den Prerequisite Viewer, reparieren Sie alle erforderlichen Komponenten, und führen Sie den Prerequisite Viewer anschließend erneut aus (mehrmals, falls erforderlich). Am Ende muss die Prüfung für alle Elemente den Status Erfolgreich ergeben.

  5. Wenn Sie den Prerequisite Viewer nicht mehr benötigen, klicken Sie auf Schließen.

Installieren eigenständiger Verwaltungsserver

Bei dieser Vorgehensweise installieren Sie einen Sekundärverwaltungsserver auf einem eigenständigen Server in der Verwaltungsgruppe.

So installieren Sie einen eigenständigen Verwaltungsserver

  1. Melden Sie sich beim Server, auf dem Operations Manager installiert werden soll, mit dem Operations Manager-Administratorkonto an.

  2. Doppelklicken Sie auf dem Installationsmedium auf die Datei SetupOM.exe. Damit wird der Setup-Assistent für System Center Operations Manager 2007 R2 auf der Seite Start gestartet.

  3. Klicken Sie im Bereich Installieren auf Operations Manager 2007 R2 installieren, um den Setup-Assistenten für Operations Manager 2007 R2 zu starten.

  4. Klicken Sie auf der Seite Willkommen des Setup-Assistenten auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Endbenutzer-Lizenzvertrag die Option Ich stimme den Bedingungen des Lizenzvertrags zu aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Füllen Sie auf der Seite Produktregistrierung die Felder Benutzername und Organisation aus. Geben Sie Ihren 25-stelligen CD Key ein, und klicken Sie anschließend auf Weiter.

  7. Stellen Sie sicher, dass auf der Seite Benutzerdefinierte Installation die Komponenten Verwaltungsserver, Benutzeroberflächen und Befehlsshell auf Diese Komponente wird mit allen abhängigen Komponenten auf dem lokalen Laufwerk installiert gesetzt sind. Wählen Sie für die Komponenten Datenbank und Webkonsole die Option Diese Komponenten wird nicht verfügbar sein aus. Um das Installationsverzeichnis zu ändern, klicken Sie auf Durchsuchen, geben Sie den entsprechenden Pfad- und Ordnernamen ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

  8. Geben Sie auf der Seite SQL Server-Datenbankinstanz den Namen der gruppierten SQL-Serverinstanz in das Feld Serverinstanz der SC-Datenbank ein. Hierbei handelt es sich um den Wert, der im Feld Netzwerkname der SQL Server-Namensclusterressource enthalten ist. Stellen Sie sicher, dass im Feld Name der SQL-Datenbank die Angabe OperationsManager aufgeführt wird, oder ändern Sie diese, wenn Sie die Operations Manager-Datenbankkomponente bei der Installation anders benannt haben. Übernehmen Sie im Feld Port des SQL-Servers den Standardwert 1433, es sei denn, Sie haben den SQL-Server für einen anderen Kommunikationsport konfiguriert. In diesem Fall geben Sie die zutreffende Portnummer ein.

  9. Klicken Sie auf Weiter.

  10. Übernehmen Sie auf der Seite Verwaltungsserver-Aktionskonto die Standardoption Domänenkonto oder lokales Computerkonto, geben Sie die Anmeldeinformationen des Verwaltungsserver-Aktionskontos ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

    noteHinweis
    Bei Verwendung eines domänenbasierten Kontos ist es viel einfacher, später die Ermittlung und eine Agent-Pushinstallation durchzuführen als mit einem lokalen Systemkonto. Weitere Informationen über die Agentinstallation finden Sie unter Überwachung durch Agents und ohne Agents.

  11. Wählen Sie auf der Seite SDK- und Konfigurationsdienstkonto die Option Domänenkonto oder lokales Computerkonto, geben Sie die Anmeldeinformationen des SDK- und Konfigurationsdienstkontos ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

    noteHinweis
    Hier muss ein domänenbasiertes Konto verwendet werden, da die Operations Manager-Serverkomponenten auf mehrere Server verteilt werden sollen.

    noteHinweis
    Wenn nach dem Klicken auf Weiter ein Kontoüberprüfungsfehler angezeigt wird, haben Sie sich entweder beim Eingeben der Anmeldeinformationen verschrieben, oder das SDK- und Konfigurationsdienstkonto wurde nicht der lokalen Administratorgruppe hinzugefügt.

  12. Geben Sie auf der Seite Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit an, ob Sie an diesem Programm teilnehmen möchten, und klicken Sie dann auf Weiter.

  13. Geben Sie auf der Seite Microsoft Update an, ob Sie mit den Microsoft Update-Diensten optional nach Aktualisierungen suchen möchten, und klicken Sie dann auf Weiter.

  14. Klicken Sie auf der Seite Bereit zum Installieren des Programms auf Installieren, wenn Sie mit der Installation fortfahren möchten.

  15. Übernehmen Sie auf der Seite Fertigstellen des Assistenten die Standardeinstellung Konsole starten, und klicken Sie auf Fertig stellen.

    noteHinweis
    Wenn die Installation fehlschlägt, erhalten Sie einen Wert, nach dem Sie suchen, und einen Link, mit dem Sie das Installationsprotokoll öffnen können.

  16. Erweitern Sie in der Betriebskonsole in der Ansicht Überwachung den Ordner Operations Manager und den Unterordner Verwaltungsserver, wählen Sie das Verwaltungsserver-Statusobjekt aus, und überzeugen Sie sich, dass der neu hinzugefügte Verwaltungsserver aufgeführt wird und den Status Fehlerfrei aufweist.

    noteHinweis
    Es kann bis zu fünf Minuten dauern, bis der System Center-Verwaltungsdienst auf dem neuen Verwaltungsserver die geschützte Kommunikation mit den gruppierten Stammverwaltungsservern aufgebaut hat. In diesem Zeitraum erscheint der Server als nicht überwacht. Sobald die Verbindung hergestellt ist, ändert sich der Integritätsstatus zu "Fehlerfei".

    noteHinweis
    Wenn Sie Serverkomponenten von Operations Manager 2007 deinstallieren, bleibt das Operations Manager-Ereignisprotokoll nach der Deinstallation programmtechnisch bedingt unverändert. Deshalb bleibt auch der Operations Manager-Installationsordner bestehen (Standardpfad: %Programme%\System Center Operations Manager 2007).

Tipps zur Problembehandlung

Wenn der Sekundärverwaltungsserver keinen geschützten Kommunikationskanal mit dem Stammverwaltungsserver einrichten kann, liegt dies an einem Fehler bei der Kerberos-Authentifizierung. Im Ereignisprotokoll in der Operations Manager-Ereignisanzeige werden die drei unten aufgeführten Ereignisse gemeldet. In diesem Fall ist ein erneutes Ausführen des SetSPN-Tools auf dem Clusterknoten erforderlich, dem die Stammverwaltungsserver-Clusterressourcen angehören, wobei Sie besonders auf die Syntax achten müssen. Schalten Sie die Stammverwaltungsserver-Clustergruppe offline, öffnen Sie die Computerverwaltung auf dem Knoten, dem der Stammverwaltungsserver angehört, und erweitern Sie unter Dienste und Anwendungen den Knoten Dienste. Starten Sie den System Center-Verwaltungsdienst neu, und schalten Sie die Stammverwaltungsserver-Clustergruppe wieder online. Eventuell muss auch die System Center-Verwaltung auf dem eigenständigen Verwaltungsserver neu gestartet werden. Nach fünf bis zehn Minuten besteht ein geschützter Kommunikationskanal, und die Kommunikation wird aufgenommen.

Ereignistyp: Fehler

Ereignisquelle: OpsMgr Connector

Ereigniskategorie: Keine

Ereignis-ID: 20057

Datum: 02.03.2007

Uhrzeit: 19:55:58

Benutzer: N/Z

Computer: <Name des Verwaltungsservers>

Beschreibung:

Fehler beim Initialisieren des Sicherheitskontexts für Ziel MSOMHSvc/<gruppierterRMSName.Contoso.com>. Folgender Fehler wurde zurückgegeben: 0x80090303 (das angegebene Ziel ist unbekannt oder nicht erreichbar). Dieser Fehler kann sich auf das Kerberos- oder das SChannel-Paket beziehen.

Ereignistyp: Fehler

Ereignisquelle: OpsMgr Connector

Ereigniskategorie: Keine

Ereignis-ID: 21001

Datum: 02.03.2007

Uhrzeit: 19:55:58

Benutzer: N/Z

Computer: <Name des Verwaltungsservers>

Beschreibung:

Der OpsMgr Connector konnte keine Verbindung mit MSOMHSvc/<gruppierterRMSName.Contoso.com> herstellen, weil ein Fehler bei der gegenseitigen Authentifizierung aufgetreten ist. Stellen Sie sicher, dass SPN auf dem Server ordnungsgemäß registriert ist und dass eine volle Vertrauensstellung zwischen den zwei Domänen besteht, sofern sich der Server in einer separaten Domäne befindet.

Ereignistyp: Fehler

Ereignisquelle: OpsMgr Connector

Ereigniskategorie: Keine

Ereignis-ID: 21016

Datum: 02.03.2007

Uhrzeit: 19:56:04

Benutzer: N/Z

Computer: <Name des Verwaltungsservers>

Beschreibung:

OpsMgr konnte keinen Kommunikationskanal für <gruppierterRMSName.Contoso.com> einrichten, und es sind keine Failoverhosts vorhanden. Die Kommunikation wird fortgesetzt, wenn <gruppierterRMSName.Contoso.com> verfügbar und die Kommunikation von diesem Computer zulässig ist.

 
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