BDD 2007: Infrastrukturwartung – Handbuch für das Feature-Team

Anhang A: Netzwerkbestandsaufnahme

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

Bei der Netzwerkbestandsaufnahme werden die nötigen Informationen automatisch gesammelt. Dieser Prozess wird in Abbildung 9 dargestellt. Er verwendet die folgende Logik:

Wenn ein Systemverwaltungstool wie z. B. Microsoft Systems Management Server (SMS) installiert ist, können Sie mit ihm die Bestandsaufnahme durchführen und dann anhand der Informationen im Abschnitt „Planung“ dieses Handbuchs in der Bestandsdatenbank die passenden Informationen abfragen.

Wenn kein Systemverwaltungstool installiert ist, kann die Organisation entscheiden, ein solches einzuführen. Die Vorteile, dies sich ergeben, wenn ein Systemverwaltungstool nach der Bereitstellung des Betriebssystems eingesetzt werden kann, wiegen meist die Anschaffungskosten für ein solches Tool auf. Ein Bereitstellungsprojekt ist oft der ideale Zeitpunkt, ein Systemverwaltungstool einzuführen, da es volle Unterstützung für die Bereitstellung und später nach der Bereitstellung auch für die bereitgestellten Computer bietet. Wenn die Organisation entscheidet, ein solches Tool zu diesem Zeitpunkt einzuführen, stimmen Sie die Bereitstellung des Tools mit dem BDD 2007-Projekt ab.

Wenn die Organisation entscheidet kein Systemverwaltungstool einzuführen, muss sie eine andere Methode für die Bestandsaufnahme einsetzen. Mehrere Methoden sind verfügbar – Skripts (siehe „Schulung und Referenzinformationen“), manuelle Prozesse, spezielle Inventurprogramme – aber eine der besten Methoden für die Bestandsaufnahme ist die Verwendung des ACT. Das ACT generiert eine Datenbank, die elementare Hardware- und umfassende Softwareinformationen zu jedem Computer enthält. Als Best Practice sollten Sie dieses Tool vor der Bereitstellung für jeden Computer in der Organisation ausführen, weil so auch Wartungsempfehlungen für jede Anwendung gegeben werden können, die mit dem neuen Betriebssystem bereitgestellt werden soll. Bei der Erstellung der Abfragen für das Abrufen von Bestandsinformationen aus der Datenbank könnenSie sich auf das Feature-Team für Anwendungskompatibilität verlassen. Details zum Abfragen der Anwendungskompatibilitätsdatenbank finden Sie im Handbuch für das Feature-Team für Anwendungskompatibilität.

Windows Vista Readiness Assessment (WVRA) kann als alternatives Tool für die Bestandsaufnahme von Hardware in Betracht gezogen werden. Mit WVRA können der Bestand an Hardware und Gerätetreibern erfasst, Analysen der Hardware- und Gerättreiberkompatibilität durchgeführt und ausführliche Berichte und Empfehlungen für jeden PC bezüglich Windows Vista ausgegeben werden. Es installiert keine Softwareagents auf einzelnen PCs, und der ausführliche Bestandsbericht wird automatisch ohne manuelle Abfrage der Datenbank generiert.

Nachdem die Abfragen generiert wurden und die Berichte verfügbar sind, prüfen Sie, ob alle Systeme im Bericht enthalten sind. Wenn Systeme fehlen, weil das Automatisierungstool nicht auf sie zugreifen kann oder weil sie sich in isolierten Umgebungen oder Remoteumgebungen befinden, müssen Sie sicherstellen, dass diese zusätzlichen Informationen vor der endgültigen Erstellung des Bestands gesammelt werden.

Verwenden Sie das Flussdiagramm in Abbildung 9, um diesen Prozess durchzuführen.

Abbildung 9. Die Bestandserfassung

Softwareinventurprogramme

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