BDD 2007: Infrastrukturwartung – Handbuch für das Feature-Team

Anhang B: Durchführen der Infrastrukturverbesserung

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

Die Infrastrukturverbesserung ist eine der zwei wichtigsten Aufgaben dieses Feature-Teams. Die Infrastrukturverbesserung ist ein Prozess, der auf einer gegebenen Abfolge von Schritten beruht. Dieser Prozess wird in Abbildung 10 gezeigt.

Abbildung 10. Infrastrukturverbesserung

Dieser Prozess umfasst die folgenden Schritte:

  1. Beginnen Sie, indem Sie prüfen, ob Verteilungspunkte verfügbar sind.

    Dies ist der Fall, wenn die Organisation bereits ein Systemverwaltungstool verwendet oder bereits Server im Zusammenhang mit einer bestimmten Computersystembereitstellung oder eigenständigen Installation bereitgestellt hat.

  2. Wenn keine Verteilungspunkte verfügbar sind, prüfen Sie, ob die vorhandenen Server die Kapazität haben, um die Verteilungsrolle zu übernehmen.

    Da diese Rolle hauptsächlich eine Dateiserverrolle ist, könnten vorhandene Dateiserver diese zusätzliche Rolle erfüllen.

  3. Wenn keine Server oder Verteilungspunkte verfügbar sind, erwägen Sie den Kauf zusätzlicher Server für die Bereitstellung.

    Diese Server können permanent ins Netzwerk gestellt werden, oder – wenn die Rolle nicht permanent sein soll – kann die Organisation mobile Server einsetzen, deren Standort vom BereitstellungsFeature-Team im Laufe der Bereitstellung geändert werden kann.

  4. Nachdem Sie die Zielserver identifiziert haben, überprüfen Sie, ob sie über ausreichende Bandbreite sowie Datenträger- und Prozessorkapazität für die Bereitstellung verfügen.

    Aktualisieren Sie die Server andernfalls. Stellen Sie auch sicher, dass für den Fall eines Gerätefehlers während der Bereitstellung Ersatzkomponenten verfügbar sind.

  5. Da die Bereitstellung auf Basis einer endgültigen Version der Bereitstellungstools und -skripts, der Betriebssystemabbilder und der Anwendungsinstallationspakete erfolgt, sollten Sie nach einer Replikationsmethode suchen, mit der diese Komponenten automatisch von einem zentralen Speicherort auf alle Bereitstellungsserver kopiert werden, einschließlich der mobilen Server.

    Die Verwendung eines Replikationstool, wie z. B. des DFS-Replikationsdiensts, der die Bandbreitennutzung und Replikationszeitpläne steuert, minimiert erheblich das Risiko, dass nicht die erforderlichen Technologien für die Bereitstellung vorhanden sind. Wenn eine Replikationstechnologie existiert, überprüfen Sie, ob sie die Replikation der Bereitstellungskomponenten unterstützen kann. Wenn keine Replikationstechnologie vorhanden ist, planen Sie deren Einführung, um die Risiken während der Bereitstellung zu verringern.

  6. Prüfen Sie, ob jeder Standort mit Computern einen Bereitstellungsserver aufweist.

    Wenn nicht, entwerfen Sie einen alternativen Übermittlungsmechanismus. Dieser Mechanismus kann entweder ganz einfach sein, indem z. B. die Computer von Remotebenutzern an einen zentralen Standort gebracht werden, oder aber komplex, wie z. B. das Vorbereiten mobiler Bereitstellungsserver, die für die Bereitstellung an das Netzwerk eines Remotestandorts angeschlossen werden.

  7. Nachdem alle diese Aspekte berücksichtigt worden sind, können Sie mit den Bereitstellungstests fortfahren.

    Stellen Sie sicher, dass die Testumgebungen alle Situationen replizieren, mit denen das Team während der Produktionsbereitstellung konfrontiert sein kann. Dies verringert das Risiko erheblich, dass eine unvorhergesehene Situation während der Produktionsbereitstellung auftritt.

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