BDD 2007: Handbuch zur Lite Touch-Installation

Vorbereitung der Bereitstellungsumgebung

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

Bevor Sie Abbilder für Zielcomputer bereitstellen, müssen Sie sicherstellen, dass die Bereitstellungsumgebung für die Ausführung von LTI vorbereitet wurde. Einige dieser Schritte sind in der Umgebung unter Umständen bereits umgesetzt worden. Überspringen Sie in diesen Fall die entsprechenden Schritte.

So bereiten Sie die Bereitstellungsumgebung für die Ausführung von LTI vor

  1. Installieren Sie BDD 2007, erforderliche Supportdateien und USMT 3.0.

  2. Erstellen Sie den BDD 2007-Bereitstellungspunkt.

  3. Fügen Sie Anwendungen hinzu.

  4. Fügen Sie Betriebssysteme hinzu.

  5. Fügen Sie Pakete hinzu.

  6. Fügen Sie Treiber hinzu.

  7. Fügen Sie Builds hinzu.

Auf dieser Seite

Installieren von BDD 2007 Installieren von BDD 2007
Erstellen des Bereitstellungspunkts Erstellen des Bereitstellungspunkts
Hinzufügen von Anwendungen Hinzufügen von Anwendungen
Hinzufügen von Betriebssystemen Hinzufügen von Betriebssystemen
Hinzufügen von Betriebssystempaketen Hinzufügen von Betriebssystempaketen
Hinzufügen von Treibern Hinzufügen von Treibern
Hinzufügen von Builds Hinzufügen von Builds

Installieren von BDD 2007

In den meisten Fällen sollte BDD 2007 bereits auf dem Bereitstellungsserver installiert sein. Wenn diese Aufgabe noch nicht durchgeführt wurde und Sie weitere Informationen zum Installieren von BDD 2007 auf dem Bereitstellungsserver benötigen, lesen Sie den Abschnitt „Installieren von BDD 2007“ im Handbuch Erste Schritte.

Erstellen des Bereitstellungspunkts

Nachdem BDD 2007 installiert wurde, erstellen Sie den Bereitstellungspunkt mithilfe des Deployment Point Wizard in Deployment Workbench. Mithilfe des Deployment Point Wizard können Teammitglieder folgende Bereitstellungspunkte verwalten:

  • Lab or single-server deployment (LAB) (Testumgebungs- oder Einzelserverbereitstellung (Testumgebung)). Standardmäßig erstellt Deployment Workbench einen Verteilungspunkt (als „Distribution$“ freigegeben). Wählen Sie diese Option aus, um die Freigabe „Distribution$“ als Bereitstellungspunkt zu verwenden.

  • Separate deployment share (Network) (Separate Bereitstellungsfreigabe (Netzwerk)). Wählen Sie diese Option, um eine neue Netzwerkfreigabe zu erstellen, die als neuer Verteilungspunkt verwendet werden soll. Erstellen Sie das Netzwerk auf demselben Computer, auf dem Deployment Workbench ausgeführt wird, oder auf einem anderen Computer.

  • Removable Media (Media) (Wechselmedien (Medien)). Verwenden Sie diese Option, um einen freigegebenen Ordner anzulegen, mit dem Abbilder für die Bereitstellung auf Wechselmedien erstellt werden können. Dies umfasst die Bereitstellung von DVDs, externen Festplatten oder USB-Speichervorrichtungen.

  • SMS 2003 Operating System Deployment (OSD) Feature Pack (OSD). Wählen Sie diese Option aus, um einen freigegebenen Ordner anzulegen, mit dem von SMS OSD Feature Pack verwaltete Abbilder erstellt werden können. Diese Option sollte nur für ZTI-basierte Bereitstellungen verwendet werden.

Abhängig vom Typ des erstellten BDD 2007-Bereitstellungspunkts zeigt der Windows Deployment Wizard unterschiedliche Seiten an. In Abbildung 1 werden die Assistentenseiten dargestellt, die abhängig vom ausgewählten Bereitstellungstyp angezeigt werden.

Abbildung 1. Seiten des Deployment Point Wizard und wann diese angezeigt werden

Um den Bereitstellungspunkt zu erstellen, führen Sie die folgenden Schritte aus (einige Assistentenseiten werden je nach Bereitstellungspunkttyp unter Umständen nicht angezeigt):

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Klicken Sie in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf Deploy (Bereitstellen) und anschließend auf New (Neu).

    Der Windows Deployment Wizard wird gestartet.

  3. Wählen Sie auf der Seite Builds can be deployed in several ways. Choose which you would like to configure or create (Builds können auf mehrere Arten bereitgestellt werden. Auswählen, was Sie konfigurieren oder erstellen möchten) je nach Anforderungen eine der Optionen in Tabelle 3 aus, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 3. Optionen für die Bereitstellungspunkttypen

    Option

    Wählen Sie diese Option in folgenden Fällen:

    Lab or single-server deployment (Testumgebungs- oder Einzelserverbereitstellung).

    Verwendung einer Freigabe, die auf demselben Computer erstellt wurde, auf dem auch Deployment Workbench ausgeführt wird.

    Separate deployment share (Separate Bereitstellungsfreigabe).

    Erstellung einer neuen Bereitstellungsfreigabe auf demselben Computer, auf dem Deployment Workbench ausgeführt wird, oder auf einem anderen Computer.

    Wechselmedien

    Erstellung von Ordnern (und optional einer ISO-Abbilddatei), um Bilder mithilfe von Wechselmedien bereitzustellen.

    SMS 2003 OSD Feature Pack

    Erstellung eines freigegebenen Ordners, der alle Dateien für das SMS 2003 OSD Feature Pack enthält, um OSD-Abbilder für die ausschließliche Verwendung durch ZTI zu erstellen.

  4. Geben Sie auf der Seite Specify a descriptive name (Beschreibenden Namen angegeben) in das Feld Deployment point name (Name des Bereitstellungspunkts) Folgendes ein: Name_des_Bereitstellungspunkts (wobei Name_des_Bereitstellungspunkts der gewählte beschreibende Name ist), und klicken Sie dann auf Next (Weiter).

  5. Aktivieren oder deaktivieren Sie auf der Seite Allow Application Selection during Upgrade (Anwendungsauswahl während Aktualisierung zulassen) das Kontrollkästchen Allow users to select additional applications on Upgrade (Benutzern erlauben, zusätzliche Anwendungen bei der Aktualisierung auszuwählen) gemäß den Informationen in Tabelle 4, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 4. Optionen für das Kontrollkästchen „Allow users to select additional applications on Upgrade“ (Benutzern erlauben, zusätzliche Anwendungen bei der Aktualisierung auszuwählen)

    Kontrollkästchen

    Ergebnis

    Aktiviert

    Im Windows Deployment Wizard wird eine Seite angezeigt, auf der Benutzer zusätzliche Anwendungen auswählen können, die während der Aktualisierung installiert werden sollen. Die Assistentenseite wird im Windows Deployment Wizard beim Durchführen eines Upgradeszenarios angezeigt.

    Deaktiviert

    Die Seite im Windows Deployment Wizard wird nicht angezeigt.

  6. Aktivieren Sie auf der Seite Specify whether to prompt for image capture (Angeben, ob nach Abbildaufzeichnung gefragt werden soll) das Kontrollkästchen Ask if an image should be captured (Fragen, ob ein Abbild aufgezeichnet werden soll) gemäß den Informationen in Tabelle 5, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 5. Optionen für das Kontrollkästchen „Ask if an image should be captured“ (Fragen, ob ein Abbild aufgezeichnet werden soll)

    Kontrollkästchen

    Ergebnis

    Aktiviert

    Im Windows Deployment Wizard wird eine Seite angezeigt, die Benutzer dazu auffordert, ein Abbild des Zielcomputers zu erstellen. Die Assistentenseite wird im Windows Deployment Wizard angezeigt, wenn ein Szenario des Typs „Neuer Computer“ durchgeführt wird und der Zielcomputer Teil einer Arbeitsgruppe ist.

    Deaktiviert

    Die Seite im Windows Deployment Wizard wird nicht angezeigt.

  7. Aktivieren Sie auf der Seite Allow user to set Administrator Password (Benutzern erlauben, das Administratorkennwort festzulegen) das Kontrollkästchen Ask user to set the local Administrator Password (Benutzer auffordern, das lokale Administratorkennwort festzulegen) gemäß den Informationen in Tabelle 6, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 6. Optionen für das Kontrollkästchen „Ask User to Set the Local Administrator Password“ (Benutzer auffordern, das lokale Administratorkennwort festzulegen)

    Kontrollkästchen

    Ergebnis

    Aktiviert

    Im Windows Deployment Wizard wird eine Seite angezeigt, die Benutzer dazu auffordert, das lokale Administratorkennwort für den Zielcomputer bereitzustellen.

    Deaktiviert

    Die Seite im Windows Deployment Wizard wird nicht angezeigt.

  8. Aktivieren Sie auf der Seite Allow user to specify a product key (Benutzern erlauben, einen Produktschlüssel anzugeben) das Kontrollkästchen Ask user for a product key (Benutzer nach einem Produktschlüssel fragen) gemäß den Informationen in Tabelle 7, und klicken Sie dann auf Next (Weiter).

    Tabelle 7. Optionen für das Kontrollkästchen „Ask User for a Product Key“ (Benutzer nach einem Produktschlüssel fragen)

    Kontrollkästchen

    Ergebnis

    Aktiviert

    Im Windows Deployment Wizard wird eine Seite angezeigt, auf der Benutzer dazu aufgefordert werden, einen Produktschlüssel für den Zielcomputer bereitzustellen.

    Deaktiviert

    Die Seite im Windows Deployment Wizard wird nicht angezeigt.

  9. Vervollständigen Sie die Seite Specify the location of the network share to hold the files and folders necessary for this deployment type (Speicherort für die Netzwerkfreigabe angeben, in dem die für diesen Bereitstellungstyp erforderlichen Dateien und Ordner gespeichert werden sollen) anhand der Informationen in Tabelle 8, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 8. Konfigurationsoptionen für die Assistentenseite „Specify the location of the network share to hold the files and folders necessary for this deployment type“ (Speicherort für die Netzwerkfreigabe angeben, in dem die für diesen Bereitstellungstyp erforderlichen Dateien und Ordner gespeichert werden sollen)

    Feld

    Type (Typ)

    Server name (Servername)

    Computername (wobei Computername der Name des Computers ist, auf dem sich der freigegebene Ordner befinden wird)

    Share name (Freigabename)

    Freigabename (wobei Freigabename der Name der Freigabe ist, die auf dem Computer erstellt werden soll, auf dem sich der freigegebene Ordner befinden wird)

    Path for share (Pfad für Freigabe)

    Pfad (wobei Pfad der vollqualifizierte Pfadordner ist, der auf dem entsprechenden Computer freigegeben werden soll)

  10. Wählen Sie auf der Seite Specify user data defaults (Standardeinstellungen für Benutzerdaten angeben) eine der in Tabelle 9 beschriebenen Optionen gemäß Ihren Anforderungen aus, und klicken Sie auf Finish (Fertig stellen).

    Tabelle 9. Optionen für Benutzerdaten-Standardeinstellungen

    Option

    Ergebnis

    Allow the user to configure user state options (Benutzern erlauben, Benutzerstatusoptionen zu konfigurieren)

    Im Windows Deployment Wizard wird eine Seite angezeigt, auf der der Benutzer aufgefordert wird, Optionen für die Benutzerstatusmigration zu konfigurieren.

    Automatically determine the location (Speicherort automatisch festlegen)

    Die BDD 2007-Bereitstellungsskripts und -Prozessregeln ermitteln automatisch den besten Speicherort anhand des lokal verfügbaren Speicherplatzes auf dem Zielcomputer.

    Aktivieren Sie optional das Kontrollkästchen Allow data and settings to be stored locally when possible (Lokale Speicherung von Daten und Einstellungen nach Möglichkeit zulassen), um die Daten lokal zu speichern.

    Specify a location (Speicherort angeben)

    Speichern der Benutzerstatus-Migrationsdaten an einem bestimmten Speicherort.

    Geben Sie im Feld Location (Speicherort) den Speicherort ein (wobei Speicherort der vollqualifizierte Pfad zum Speicherort für die Speicherung der Benutzerstatus-Migrationsdaten ist).

    Do not save data and settings (Daten und Einstellungen nicht speichern)

    Vorhandene Benutzerstatus-Migrationsdaten werden verworfen. Oder aber Teammitglieder stellen einen neuen Computer ohne vorhandene Daten bereit.

Der Deployment Point Wizard wird beendet, und der Name des neuen Bereitstellungspunkts wird im Detailbereich angezeigt.

Hinzufügen von Anwendungen

Vor der Bereitstellung von Betriebsystemabbildern für die Zielcomputer können Sie Anwendungen hinzufügen, die nach der Installation des Betriebssystems installiert werden sollen. Fügen Sie die Anwendungen mithilfe des New Application Wizard in Deployment Workbench hinzu. Verwenden Sie den New Application Wizard, um Anwendungen mithilfe einer der folgenden Methoden hinzuzufügen:

  • Copy applications to the distribution share (Anwendungen in die Distributionsfreigabe kopieren). Verwenden Sie diese Option, um die Anwendungsquelldateien von ihrem vorhandenen Speichertort in eine Distributionsfreigabe zu kopieren.

  • Install applications without copying files (Anwendungen installieren, ohne Dateien zu kopieren). Verwenden Sie diese Option, um Anwendungen zu installieren, ohne die Anwendungsquelldateien zu kopieren, z. B., wenn sich die Dateien bereits auf dem Zielcomputer in einem freigegebenen Ordner befinden.

Je nach Anwendungsart werden im New Application Wizard unterschiedliche Assistentenseiten angezeigt. In Abbildung 2 werden die Assistentenseiten dargestellt, die je nach ausgewählter Anwendungsart angezeigt werden.

Abbildung 2. Seiten des New Application Wizard und wann sie angezeigt werden

Um die neue Anwendung hinzuzufügen, führen Sie folgende Schritte aus (einige Assistentenseiten werden je nach Anwendungstyp unter Umständen nicht angezeigt):

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur die Verteilungsfreigabe, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Applications (Anwendungen) und dann auf New (Neu).

    Der New Application Wizard wird gestartet.

  3. Wählen Sie auf der Seite Specify type of application to add (Typ der hinzuzufügenden Anwendung angeben) eine der in Tabelle 10 beschriebenen Optionen gemäß Ihren Anforderungen aus, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 10. Optionen je nach Anwendungsart

    Option

    Ergebnis

    Anwendung mit Quelldateien

    Stellen Sie die Anwendung von der Verteilungsfreigabe für die Zielcomputer bereit. Die Anwendungsquelldateien werden von einem anderen Speicherort in eine vorhandene Verteilungsfreigabe kopiert.

    Anwendung ohne Quelldateien mit Speicherort anderswo im Netzwerk

    Stellen Sie die Anwendung für die Zielcomputer bereit, ohne die Anwendungsquelldateien zu kopieren, z. B., wenn sich die Dateien bereits auf dem Zielcomputer in einem freigegebenen Ordner befinden.

  4. Vervollständigen Sie die Seite Specify the details for this application (Details für diese Anwendung angeben) anhand der Informationen in Tabelle 11, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 11. Konfigurationsoptionen für die Seite „Specify the details for this application“ (Details für diese Anwendung angeben)

    Feld

    Aktion

    Publisher (Herausgeber)

    Geben Sie Herausgebername ein (wobei Herausgebername der Name des Softwareherausgebers der Anwendung ist).

    Anwendungsname

    Geben Sie Anwendungsname ein (wobei Anwendungsname der benutzerfreundliche Name der Anwendung ist).

    Version

    Geben Sie Version ein (wobei Version die Version der Anwendung ist).

    Language(s) (Sprache(n))

    Geben Sie Sprache ein (wobei Sprache die Liste der Sprachen ist, die die Anwendung unterstützt).

    Platform(s) (Plattform(en))

    Wählen Sie Plattform aus (wobei Plattform der Prozessortyp ist, den die Anwendung unterstützt). Optionen:

    • All platforms (Alle Plattformen)

    • Only X86 platform (Nur X86-Plattform)

    • Only X64 (or amd64) platform (Nur X64- oder amd64-Plattform)

    • Only ia64 platform (Nur ia64-Plattform)

  5. Geben Sie auf der Seite Select the location of the application files (Speicherort für die Anwendungsdateien auswählen) im Feld Source directory (Quellverzeichnis) Folgendes ein: Quellverzeichnisname (wobei Quellverzeichnisname der vollqualifizierte Pfad zu den Anwendungsquelldateien ist), und klicken Sie auf Next (Weiter).

  6. Geben Sie auf der Seite Specify the destination (Ziel angeben) in das Feld Specify the name of the directory that should be created (Name des zu erstellenden Verzeichnisses angeben) Folgendes ein: Zielverzeichnisname (wobei Zielverzeichnisname der vollqualifizierte Pfad des Ordners ist, in den die Anwendungsdateien kopiert werden), und klicken Sie auf Next (Weiter).

  7. Vervollständigen Sie die Seite Specify the installation details (Installationsdetails angeben) anhand der Informationen in Tabelle 12, und klicken Sie auf Add (Hinzufügen).

    Tabelle 12. Konfigurationsoptionen für die Seite „Specify the installation details“ (Installationsdetails angeben)

    Feld

    Type (Typ)

    Command line (Befehlszeile)

    Befehlszeile (wobei Befehlszeile der Befehl ist (mit Parametern), mit dem die Installation der Anwendung gestartet wird).

    Working directory (Arbeitsverzeichnis)

    Arbeitsverzeichnis (wobei Arbeitsverzeichnis der Ordner ist, der beim Starten der Installation durch Ausführen des Befehls als Standardverzeichnis verwendet wird.

Der New Application Wizard wird beendet, und der neue Anwendungsname erscheint im Detailbereich.

Hinweis   Wiederholen Sie diesen Schritt für jede Anwendung, die hinzugefügt werden soll.

Hinzufügen von Betriebssystemen

Vor der Bereitstellung von Betriebsystemabbildern für die Zielcomputer müssen Sie das bereitzustellende Betriebssystem hinzufügen. Fügen Sie die zu installierenden Betriebssysteme mithilfe des New OS Wizard in Deployment Workbench hinzu. Verwenden Sie den New OS Wizard, um Betriebssysteme mithilfe einer der folgenden Methoden hinzuzufügen:

  • Add operating system from source files (Betriebssystem aus Quelldateien hinzufügen). Verwenden Sie diese Option, um ein Betriebssystem hinzuzufügen, wenn es sich bei der Quelle um Dateien handelt. Diese Dateien können auf einer DVD oder in einer anderen Ordnerstruktur gespeichert sein, die einer Produkt-DVD entnommen wurde. Dieses Abbild enthält alle Dateien, die sich auf der Produkt-DVD befinden.

  • Add operating system in a WIM file (Betriebssystem in einer WIM-Datei hinzufügen). Verwenden Sie diese Option, um ein Betriebssystem hinzuzufügen, wenn es sich bei der Quelle um eine Abbilddatei in WIM-Format handelt. Dieses Abbild ist eine angepasste Version eines Abbilds, das von einem Zielcomputer aufgezeichnet wurde.

  • Add operating system in a Windows DS image (Betriebssystem in einem Windows DB-Abbild hinzufügen). Verwenden Sie diese Option, um ein Betriebssystem hinzuzufügen, wenn sich die Quelle in einer Abbilddatei auf einem Windows DS-Server befindet.

Abhängig von der BDD 2007-Betriebssystemquelle werden im New OS Wizard unterschiedliche Assistentenseiten angezeigt. In Abbildung 3 werden die Assistentenseiten dargestellt, die je nach Betriebssystemquelle angezeigt werden.

Abbildung 3. Seiten des New OS Wizard und wann sie angezeigt werden

Um das neue Betriebssystem hinzuzufügen, führen Sie folgende Schritte aus (einige Assistentenseiten werden je nach Betriebssystemquelle unter Umständen nicht angezeigt):

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur die Verteilungsfreigabe, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Operating System (Betriebssystem) und dann auf New (Neu).

    Der New OS Wizard wird gestartet.

  3. Wählen Sie auf der Seite Choose the type of operating system to add (Typ des hinzuzufügenden Betriebssystems wählen) eine der in Tabelle 13 beschriebenen Optionen gemäß Ihren Anforderungen aus, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 13. Optionen je nach Betriebssystemart

    Option

    Für folgende Betriebssystemart geeignet

    Full set of source files (Vollständiger Satz von Quelldateien)

    Ein Betriebssystem, bei dem Dateien die Quelle sind. Diese Dateien können auf einer DVD oder in einer anderen Ordnerstruktur gespeichert sein, die einer Produkt-DVD entnommen wurde.

    Custom image file (Benutzerdefinierte Abbilddatei)

    Ein Betriebssystem, bei dem eine Abbilddatei im WIM-Format die Quelle ist. Dieses Abbild ist eine angepasste Version eines Abbilds, das von einem Zielcomputer aufgezeichnet wurde.

    Windows Deployment Services images (Windows Deployment Services-Abbilder)

    Ein Betriebssystem, bei dem sich die Quelle in einer Abbilddatei auf einem Windows DS-Server befindet.

  4. Führen Sie entsprechend der in Tabelle 13 ausgewählten Option die Schritte in Tabelle 14 aus.

    Tabelle 14. Aufgaben für die einzelnen Betriebssystemtypen

    Option

    Auszuführende Schritte

    Full set of source files (Vollständiger Satz von Quelldateien)

    Geben Sie auf der Seite Select the location of the operating system files (Speicherort der Betriebssystemdateien auswählen) im Feld Source directory (Quellverzeichnis) Folgendes ein: Quellverzeichnisname (wobei Quellverzeichnisname der vollqualifizierte Pfad zu den Betriebssystemquelldateien ist), und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Custom image file (Benutzerdefinierte Abbilddatei)

    Geben Sie auf der Seite Select the operating system image file (Abbilddatei des Betriebssystems auswählen) im Feld Source file (Quelldatei) Folgendes ein: Quelldateiname (wobei Quelldateiname der vollqualifizierte Pfad zur WIM-Datei ist), und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Windows Deployment Services images (Windows Deployment Services-Abbilder)

    Geben Sie auf der Seite Select the Windows Deployment Services server (Windows Deployment Services-Server auswählen) im Feld Server name (Servername) Folgendes ein: Servername (wobei Servername der Name des Windows DS-Servers ist, auf dem sich das hinzuzufügende Abbild befindet), und klicken Sie auf Next (Weiter).

  5. Geben Sie auf der Seite Select the Windows Deployment Services server (Windows Deployment Services-Server auswählen) im Feld Destination directory name (Zielverzeichnisname) Folgendes ein: Zielverzeichnisname (wobei Zielverzeichnisname der vollqualifizierte Pfad zum Ordner ist, in den das Betriebssystem kopiert wird), und klicken Sie auf Copy (Kopieren).

Der New OS Wizard wird beendet, und das neue Betriebssystem erscheint im Detailbereich.

Hinweis   Wiederholen Sie dieses Verfahren für jedes Betriebssystem, das hinzugefügt werden soll.

Hinzufügen von Betriebssystempaketen

Vor dem Bereitstellen von Betriebssystemabbildern für die Zielcomputer müssen Sie Pakete hinzufügen, die nach der Installation des Betriebssystems installiert werden sollen. Fügen Sie die hinzuzufügenden Pakete in Deployment Workbench mit dem New Package Wizard im Knoten „OS Packages“ (Betriebssystempakete) hinzu. Im Folgenden werden einige Beispiele für Pakete genannt, die nach der Installation des Betriebssystems installiert werden:

  • Sicherheitsupdates

  • Service Packs

  • Sprachpakete

Hinweis   Diese Pakete unterscheiden sich von den SMS 2003-Paketen und SMS 2003 OSD Feature Pack-Paketen. Auf der Benutzeroberfläche der Deployment Workbench werden diese Pakete als OS Packages (Betriebssystempakete) bezeichnet, um sie von den Paketen in SMS 2003 und SMS 2003 OSD Feature Pack zu unterscheiden.

So fügen Sie neue Pakete hinzu

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur die Verteilungsfreigabe, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf OS Packages (Betriebssystempakete) und dann auf New (Neu).

    Der New Package Wizard wird gestartet.

  3. Geben Sie auf der Seite Select the location of the package files (Speicherort der Paketdateien auswählen) im Feld Package source directory (Paketquellverzeichnis) Folgendes ein: Quellverzeichnisname (wobei Quellverzeichnisname der vollqualifizierte Pfad zu den Paketquelldateien ist), und klicken Sie auf Add (Hinzufügen).

    Hinweis   Klicken Sie alternativ auf Browse (Durchsuchen) um zu Quellverzeichnisname zu navigieren.

    Der New Package Wizard wird beendet, und der neue Paketname erscheint im Detailbereich.

Hinweis   Wiederholen Sie dieses Verfahren für jedes hinzuzufügende Paket, außer für Pakete, die sich unter Quellverzeichnisname befinden.

Hinzufügen von Treibern

Vor der Bereitstellung von Systemabbildern für die Zielcomputer sollten Sie die Gerätetreiber hinzufügen, die mit dem Betriebssystem installiert werden müssen. Fügen Sie die zu installierenden Treiber wie folgt hinzu:

  • mit dem New Driver Wizard in Deployment Workbench.

  • mit der $OEM$-Ordnerstruktur für Treiber von Originalgeräteherstellern (OEM).

Hinzufügen von Treibern mithilfe von Deployment Workbench

Um neue Treiber mithilfe Deployment Workbench hinzuzufügen, führen Sie diese Schritte aus:

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur die Verteilungsfreigabe, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Out-of-Box Drivers (Gebrauchsfertige Treiber) und klicken Sie auf New (Neu).

    Der New Driver Wizard wird gestartet.

  3. Geben Sie auf der Seite Select the location of the driver files (Speicherort der Treiberdateien auswählen) im Feld Driver source directory (Treiberquellverzeichnis) Folgendes ein: Quellverzeichnisname (wobei Quellverzeichnisname der vollqualifizierte Pfad zu den Treiberquelldateien ist), und klicken Sie auf Finish (Fertig stellen).

    Hinweis   Klicken Sie alternativ auf Browse (Durchsuchen), um zu Quellverzeichnisname zu navigieren.

Der New Driver Wizard wird beendet, und der neue Treibername erscheint im Detailbereich.

Hinweis   Wiederholen Sie dieses Verfahren für jeden hinzuzufügenden Treibersatz, außer für Treiber, die sich unter Quellverzeichnisname befinden.

Hinzufügen von Treibern mithilfe der $OEM$-Ordnerstruktur

Zusätzlich zu den Treibern, die in Deployment Workbench konfiguriert werden, können Sie OEM-Treiber durch Hinzufügen von $OEM$-Ordnerstrukturen zu Ihrem Bereitstellungspunkt hinzufügen. Dabei kann es sich um Treiber handeln, die während des Setups über eine grafische Benutzeroberfläche oder nach dem Setup über ein standardmäßiges Plug-and-Play-Verfahren installiert werden. Dadurch können Sie OEM-Plug-and-Play-Treiber vorab laden, um sie später zu verwenden, wenn die zugeordnete Hardware dem System hinzugefügt wird.

In Tabelle 15 werden die Methoden zum Bereitstellen von OEM-Gerätetreibern und der zugehörigen Ordner genannt, wobei LTIApply.wsf nach den $OEM$-Ordnern sucht und

  • Verteilungspunkt der Verteilungspunkt ist, an dem Sie OEM-Gerätetreiber hinzufügen möchten.

  • Build-ID ist die Build-ID, die dem Zielbetriebssystem zugewiesen ist.

  • Betriebssystemversion ist die Version des Zielbetriebssystems.

  • Architektur ist die Prozessorarchitektur des Zielcomputers (x86 oder x64).

Tabelle 15. Methoden für die Bereitstellung von OEM-Gerätetreibern und zugehöriger Ordner

Bereitstellen der Treiber durch

In dieser Ordnerstruktur

Build

Verteilungspunkt\Control\Build-ID\$OEM$

Operating system (Betriebssystem)

Verteilungspunkt\Operating Systems\Betriebssystemversion\$OEM$

Processor architecture (Prozessorarchitektur)

Verteilungspunkt\architecture$OEM$

Globally (Global)

Verteilungspunkt$OEM$

Während des LTI-Bereitstellungsverfahrens sucht LTIApply.wsf nach den $OEM$-Ordnern mit den Treibern in der folgenden Reihenfolge:

  1. Build des Zielbetriebssystems.

  2. Version des Zielbetriebssystems.

  3. Prozessorarchitektur des Zielcomputers.

  4. Global für alle Zielcomputer.

Hinweis   In dem Fall, dass Sie mehrere $OEM$-Ordner definiert haben, wird der erste von LTIApply.wsf gefundene Ordner für den Zielcomputer bereitgestellt.

Hinzufügen von Builds

Vor der Bereitstellung von Systemabbildern für die Zielcomputer müssen Sie die Builds für die bereitzustellenden Betriebssystemabbilder definieren. Erstellen Sie die bereitzustellenden Builds mit dem New Build Wizard in Deployment Workbench.

So fügen Sie einen neuen Build hinzu

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Klicken Sie in der Konsolenstruktur auf Builds und dann auf New (Neu).

  3. Der New Build Wizard wird gestartet.

  4. Vervollständigen Sie die Seite Specify general information about this build (Allgemeine Informationen zu diesem Build angeben) anhand der Informationen in Tabelle 16, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 16. Konfigurationsoptionen für die Seite „Specify general information about this build“ (Allgemeine Informationen zu diesem Build angeben)

    Feld

    Type (Typ)

    Build ID (Build-ID)

    Build-ID (wobei Build-ID die Buildnummer bzw. der Bezeichner für das bereitzustellende Abbild ist).

    Build name (Buildname).

    Buildname (wobei Buildname der benutzerfreundliche Name des Builds, der für die Zielcomputer bereitgestellt werden soll).

    Build comments (Buildkommentare).

    Buildkommentare (wobei Buildkommentare eine Textbeschreibung für Kommentare ist, die sich auf den Build beziehen).

  5. Wählen Sie auf der Seite Select an operating system image to use with this build (Mit diesem Build zu verwendendes Betriebssystemabbild auswählen) im Feld The following operating system images are available to be deployed with this build (Folgende Betriebssystemabbilder sind zur Bereitstellung mit diesem Build verfügbar) ein Abbild aus (wobei Abbild das Abbild ist, das mit diesem Build bereitgestellt werden soll), und dann auf Next (Weiter).

  6. Wählen Sie auf der Seite Specify the product key for this operating system (Produktschlüssel für dieses Betriebssystem angeben) eine der in Tabelle 17 beschriebenen Optionen gemäß Ihren Anforderungen, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 17. Optionen für „Specify the product key for this operating system“ (Produktschlüssel für dieses Betriebssystem angeben)

    Option

    Ergebnis

    Use the specified product key (Angegebenen Produktschlüssel verwenden)

    Geben Sie einen Produktschlüssel ein, der beim Bereitstellen des Builds verwendet werden soll.

    Geben Sie im Feld Product Key (Produktschlüssel) Folgendes ein: Produktschlüssel (wobei Produktschlüssel der Produktschlüssel ist, der für die Bereitstellung zum Zielcomputer verwendet zu werden soll).

    Do not use a product key when installing (Keinen Produktschlüssel bei der Installation verwenden).

    Verwenden Sie einen Volumen-Lizenzschlüssel, oder geben Sie den Produktschlüssel während des Bereitstellungsprozesses manuell an.

  7. Vervollständigen Sie die Seite Specify settings about this build (Einstellungen zu diesem Build angeben) anhand der Informationen in Tabelle 18, und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Tabelle 18. Konfigurationsoptionen für „Specify settings about this build“ (Einstellungen zu diesem Build angeben)

    Feld

    Typ

    Organization (Organisation)

    Organisation (wobei Organisation der Name der Organisation ist, die beim Bereitstellungsprozess konfiguriert werden soll).

    Full Name (Vollständiger Name)

    vollständiger_Name (wobei vollständiger_Name der vollständige Name des Benutzers ist, der während des Bereitstellungsprozesses konfiguriert wird).

    Internet Explorer Home Page (Internet Explorer-Startseite)

    URL (wobei URL die URL zur Website ist, die während des Bereitstellungsprozesses als Startseite für Windows Internet Explorer® konfiguriert werden soll).

  8. Vervollständigen Sie die Seite Specify the local Administrator password for this build (Lokales Administratorkennwort für diesen Build angeben) anhand der Informationen in Tabelle 19, und klicken Sie auf Create (Erstellen).

    Tabelle 19. Konfigurationsoptionen für die Seite „Specify the local Administrator password for this build“ (Lokales Administratorkennwort für diesen Build angeben)

    Option

    Ergebnis

    Use the specified local Administrator password (Angegebenes lokales Administratorkennwort verwenden)

    Geben Sie das lokale Administratorkennwort für die Zielcomputer des Builds an.

    Geben Sie in den Feldern Administrator Password (Administratorkennwort) und Please confirm Administrator Password (Administratorkennwort bestätigen) Folgendes ein: Kennwort (wobei Kennwort das Kennwort für das lokale Administratorkonto auf den Zielcomputern ist).

    Do not specify an Administrator password at this time (Jetzt kein Administratorkennwort angeben)

    Geben Sie das lokale Administratorkennwort während der Bereitstellung des Builds an.

Der New Build Wizard wird abgeschlossen, und der neue Buildname erscheint im Detailbereich.

Hinweis   Wiederholen Sie dieses Verfahren für jeden hinzuzufügenden Build.

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