BDD 2007: Planungs-, Erstellungs- und Bereitstellungshandbuch

Verwenden dieser Lösung

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

Das Lösungsangebot umfasst vier Komponenten: Das Planungs-, Erstellungs-und Bereitstellungshandbuch, die technischen Handbücher für die Feature-Teams, die Dokumente zur Arbeitshilfe und die Lösungsskripts. Das Team kann in Abhängigkeit von der Rolle eines bestimmten Teammitglieds im Projekt diese zusammenhängenden Komponenten als Ganzes oder in Teilen verwenden.

Auf dieser Seite

Das Planungs-, Erstellungs- und Bereitstellungshandbuch Das Planungs-, Erstellungs- und Bereitstellungshandbuch
Die Feature-Team Guides Die Feature-Team Guides
Die Arbeitshilfen Die Arbeitshilfen
Die Lösungsskriptdateien Die Lösungsskriptdateien
Wer sollte diese Lösung verwenden? Wer sollte diese Lösung verwenden?
Lösungsupdates Lösungsupdates
Das Beispielszenario Das Beispielszenario
Kommunikation Kommunikation
Skalieren des Feature-Teams Skalieren des Feature-Teams
Weitere Leitfäden zum MSF-Teammodell Weitere Leitfäden zum MSF-Teammodell

Das Planungs-, Erstellungs- und Bereitstellungshandbuch

Das Planungs-, Erstellungs-und Bereitstellungshandbuch richtet sich an das IT-Projektteam und erklärt, wie das Projekt geplant und abgeschlossen werden kann. Es enthält eine Beschreibung der Projektplanung, Zeitvorgaben, Teamrollen und weiterer Projektmanagementinformationen.

Die Feature-Team Guides

Die Feature-Team Guides (Handbücher für die Feature-Teams) bieten Informationen zu bestimmten technischen Bereichen. Durch die Trennung der technischen Inhalte von den Planungs- und Managementinhalten können sich die Leser auf die Arten von Dokumenten konzentrieren, die für ihre Rollen im Team am sachdienlichsten sind. Die Handbücher für die Feature-Teams führen Spezialistenteams durch Planungs-, Erstellungs- und Bereitstellungsaufgaben sowie durch Prüfpunkte innerhalb des größeren Bereitstellungsprojekts. Indem die Teams durch die Prüfpunkte geführt werden, kann sichergestellt werden, dass die Entscheidungen jedes Teams mit den allgemeinen Projektzielen übereinstimmen und dass die Ergebnisse sorgfältig in das gesamte Migrationsprojekt einfließen.

Ein Programmmanager wird beispielsweise viel mehr Zeit mit dem Planungs-, Erstellungs-und Bereitstellungshandbuch verbringen als mit einem technischen Dokument über die Abbilderstellung. Umgekehrt werden Entwickler den größten Teil ihrer Zeit mit den Handbüchern für die Feature-Teams verbringen und weniger mit dem Planungs-, Erstellungs-und Bereitstellungshandbuch. Obwohl in diesem Planungs-, Erstellungs-und Bereitstellungshandbuch darauf hingewiesen werden kann, dass es nun an der Zeit ist, ein Computerabbild zu erstellen, beschreibt es nicht, wie dieses Abbild zu erstellen ist. Stattdessen verweist es auf ein Handbuch für das Feature-Team, das für die Abbilderstellung zuständig ist.

Jedes Handbuch für Feature-Teams enthält Synchronisierungspunkte, die auf einen Zwischenmeilenstein im Planungs-, Erstellungs-und Bereitstellungshandbuch verweisen. Auf diese Weise können die technischen Inhalte unabhängig vom Managementhandbuch aktualisiert werden und gleichzeitig mit bestimmten Ergebnissen, Meilensteinen und Entscheidungen in der Managementplanungsstruktur synchron bleiben. Außerdem sind die schrittweisen Prozesse vom konzeptionellen Inhalt durch Anhänge in den Handbüchern für die Feature-Teams getrennt. Durch diese Trennung können Teammitglieder schnell zu Aufgaben übergehen, insbesondere wenn die Teammitglieder mit den der Planungs- oder Bereitstellungsphase zugrunde liegenden Konzepten gut vertraut sind.

Hinweis   Eine kurze Beschreibung der Handbücher für die Feature-Teams finden Sie im Handbuch „Erste Schritte“.

Die Arbeitshilfen

Mehrere Arbeitshilfen (Vorlagen) werden als Ausgangspunkte für das Projekt bereitgestellt. Wenn z. B. im Planungs-, Erstellungs-und Bereitstellungshandbuch auf die Notwendigkeit eines Funktionsbeschreibungsdokuments hingewiesen wird, zeigt die entsprechende Arbeitshilfe, welche Inhalte in der Beschreibung enthalten sein sollten. Die Arbeitshilfen können an die spezifischen Prozesse und Anforderungen jedes Unternehmens angepasst werden.

Die Lösungsskriptdateien

Teams verwenden die Lösungsskriptdateien zur Einrichtung der Imaging- und Bereitstellungsserver, mit denen standardmäßige Windows-basierte Desktopkonfigurationen erstellt werden. Diese Dateien enthalten Dienstprogramme für die Anpassung startfähiger CD-ROMs und deren Zuordnung zu den verschiedenen Servern und zu anderen verfügbaren Entwicklungstools. Verwenden Sie die Skripts, um beispielsweise die folgenden Aufgaben durchzuführen: Erstellen benutzerdefinierter startbarer Abbilder, Bereitstellen von Windows von einer Freigabe oder einem UNC-Pfad (Universal Naming Convention) aus, Anpassen der Bereitstellung mit Anwendungen, Durchführen unbeaufsichtigter Installationen und Erfassen von Benutzerdaten.

Die Lösungsskriptdateien enthalten keine Kopien von Windows oder 2007 Office System. Um mit dem Projekt fortzufahren, benötigen die Teammitglieder lizenzierte Kopien dieser und anderer herstellerspezifischer Software, wie z. B. Software zur Wiedergabe von DVDs und zum Brennen von CDs. Eine vollständige Beschreibung dieser Anforderungen finden Sie in den Handbüchern für die Feature-Teams. Das Handbuch „Erste Schritte“ bietet einen Überblick über die gesamte Lösung und unterstützt Teams bei den ersten Schritten, die für den Projektstart erforderlich sind.

Wer sollte diese Lösung verwenden?

Diese Lösung kann dem Leser in zwei primären Kategorien nützlich sein:

  • IT-Abteilungen können diese beschleunigte Lösung dazu verwenden, eine Windows-Desktopbereitstellung entweder intern oder mit Hilfe von beauftragten Unternehmen oder Beratern zu planen und durchzuführen.

  • Beratungsunternehmen können mit Hilfe dieser beschleunigten Lösung eine Windows-Bereitstellung für ein Kundenunternehmen oder eine Kundenorganisation planen und durchführen.

Damit der Leser den maximalen Nutzen aus dieser Lösung ziehen kann, sollte er wenigstens über ein grundlegendes Verständnis der gebräuchlichen Begriffe und Konzepte im Computer- und Netzwerkbereich verfügen und mit der Windows-Plattform und -Benutzeroberfläche (UI) vertraut sein. Teammitglieder sollten die ihnen zugewiesenen Aufgaben beherrschen und mit den anderen Rollen, die für MSF-Teams definiert wurden, vertraut sein.

Lösungsupdates

Die in BDD 2007 bereitgestellten Empfehlungen und Ressourcen basieren auf dem Stand von November 2006. Die Tools und bewährten Methoden, die mit der Bereitstellung von Windows in Verbindung stehen, werden ständig verbessert und erweitert. Alle Updates, die Windows-Bereitstellungen betreffen, finden Sie auf der Website Desktop-Deployment unter http://www.microsoft.com/germany/technet/desktopdeployment/default.mspx.

Das Beispielszenario

Diese Lösung vereint viele abstrakte Konzepte, die ohne konkrete Beispiele häufig schwer zu interpretieren sind. Deshalb verweisen das Planungs-, Erstellungs-und Bereitstellungshandbuch und die Handbücher für die Feature-Teams auf ein Desktopbereitstellungsprojekt eines fiktiven Unternehmens, der Woodgrove Bank.

Die Woodgrove Bank ist eine führende internationale Investmentbank, die Institutionen, Unternehmen, staatliche Stellen und Privatkunden in Finanzfragen betreut. Zu ihren Geschäftsfeldern zählen Emission, Verkauf und Handel von Wertpapieren, Finanzberatung, Anlageforschung, Venture Capital und Brokerdienste für Kreditinstitute.

Die Woodgrove Bank beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter in 60 Zweigstellen weltweit. Die Unternehmenszentrale von Woodgrove befindet sich in New York. Das Unternehmen besitzt zudem Geschäftsbereichszentralen in London und Tokio. Außerdem verfügt es über 57 Zweigstellen in der ganzen Welt. Von den 57 Zweigstellen gelten 13 als regionale Hubs, die über eine Serverinfrastruktur und mindestens einen in Vollzeit beschäftigten IT-Administrator vor Ort verfügen. Zehn Standorte sind eigenständige Filialen, die über eine Serverinfrastruktur vor Ort, aber über kein in Vollzeit beschäftigtes IT-Personal verfügen. Die übrigen 34 Zweigstellen sind Kleinstfilialen, die weder über eine Serverinfrastruktur, noch über IT-Personal vor Ort verfügen.

Feature-Teams

Ein Feature-Team ist ein organisationsübergreifendes Team aus fähigen Fachleuten, das zusammengestellt wurde, um ein gegebenes Problem zu lösen. BDD 2007 umfasst die folgenden neun Feature-Teams:

  • Anwendungskompatibilität

  • Anwendungsverwaltung

  • System zum Erstellen von Computerabbildern

  • Überwachung der gewünschten Konfiguration

  • Wiederherstellung der Infrastruktur

  • Betriebsbereitschaft

  • Sicherheit

  • Test

  • Benutzerstatusmigration

Hinweis   Eine ausführliche Beschreibung der Feature-Teams finden Sie im Handbuch „Erste Schritte“.

Es gibt viele gute Gründe, Feature-Teams zu verwenden. Einige Risiken müssen jedoch erkannt und eingeplant werden. Die Verwendung von Feature-Teams hat mehrere Vorteile:

  • Sie teilen die Arbeiten für die Lösung in klar abgegrenzte und definierbare Teile auf, die leichter verwaltet werden können.

  • Sie ermöglichen die Anwendung von speziellem Fachwissen in den Bereichen, in denen es gebraucht wird.

  • Sie stellen sicher, dass im Team mehrere Fachbereiche angemessen vertreten sind. Dies bedeutet, dass die Arbeit nicht nur aus einer, sondern aus mehreren Perspektiven betrachtet wird.

  • Am wichtigsten ist jedoch, dass sie die Mitverantwortung für die enthaltenen Problembereiche fördern, indem den Feature-Teams die Unterstützung und Verantwortung gegeben wird, die sie zur Durchführung der Arbeiten benötigen. Dies führt zu einem hohen Maß an Konzentration.

Kommunikation

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Projektimplementierung liegt darin, dass die Mitglieder jedes Feature-Teams untereinander, mit anderen Teams und mit anderen Projektverantwortlichen zusammenarbeiten und kommunizieren können.

Kommunikation innerhalb der Teams

Definitionsgemäß bestehen MSF-Teams aus Gleichberechtigten. Jede Rolle gilt in Bezug auf die Erreichung der Projektziele und somit auch in Bezug auf den Beitrag zum Erfolg als gleich wichtig. Teams aus Gleichberechtigten zeichnen sich zudem durch die gemeinsame Entscheidungsfindung bei wichtigen Problemen aus. Die offene Kommunikation zwischen den Teammitgliedern bzw. die Weitergabe benötigter Informationen ist entscheidend für das Erreichen vernünftiger Entscheidungen, die das Beste aus den unterschiedlichen Perspektiven der Rollen machen. Das leitende Team und die Feature-Teams sind alle Teams aus Gleichberechtigten.

Kommunikation zwischen Feature-Teams und dem leitenden Team

Abbildung 1 zeigt, dass ein Managementteam, das leitende Team, die Tätigkeiten der anderen Feature-Teams koordiniert. Die Beziehungen entsprechen dem eines Dirigenten und einer Gruppe von Solisten in einem Orchester. Die Solisten dienen weder dem Dirigenten, noch gibt der Dirigent vor, ein Virtuose in jedem der einzelnen Spezialgebiete zu sein. Die Rolle des leitenden Teams besteht in der Gewährleistung, dass die Expertenleistungen der Gruppe von Feature-Teams zu einer ganzheitlichen Symphonie zusammengefügt werden, anstatt zu isolierten, miteinander konkurrierenden Leistungen.

Beachten Sie, dass die in Abbildung 1 dargestellten Kanäle formelle Kommunikationskanäle sind. Informelle Kommunikation zwischen Feature-Teams ist ebenfalls notwendig. Die informelle Kommunikation zwischen Feature-Teams und zwischen einem Team und den Benutzern sollte von den allgemeinen Prinzipien guter Kommunikation geleitet werden:

  • Identifizieren Sie die richtigen Personen für die Kommunikation. Es ist entscheidend, dass die erhaltenen Informationen und die auf Grund dieser Informationen getroffenen Entscheidungen relevant und von hoher Qualität sind. Ansonsten könnte eine erhebliche Menge an Arbeit, Zeit und Geld für Nachbesserungen verschwendet werden.

  • Kommunizieren Sie auf der richtigen Ebene. Ein Benutzer wird wahrscheinlich vor den Kopf gestoßen, wenn die Kommunikation nicht darauf abzielt, das wahrgenommene Problem in der Sprache und Nomenklatur auszudrücken, die dieser Benutzer erwartet. Wenn z. B. ein Entscheidungsträger des Unternehmens das Vertrauen in ein Team verliert, weil er das Team als rein technisch orientiert wahrnimmt – wenn es wichtig ist, dass das Team das geschäftliche Problem versteht – wird es für das Team äußerst schwierig, dieses Vertrauen zurückzugewinnen.

    Abbildung 1: Formelle Kommunikationskanäle im BDD 2007-Projekt

Kommunikation mit Projektverantwortlichen

Die Voraussetzung für den Erfolg jedes Teams ist die Interaktion, Kommunikation und Koordination mit anderen externen Gruppen. Diese Gruppen reichen von Kunden und Benutzern bis hin zu anderen Entwicklungsteams. In einem BDD 2007-Projekt könnten mehrere Projektverantwortliche überlappende und einander widersprechende Interessen haben. Deshalb wird nachdrücklich empfohlen, die Projektverantwortlichen zu einem Team von Gleichberechtigten zusammenzufassen, denen das MSF-Rollencluster „Programmmanagement“ zugewiesen wurde, um die widersprüchlichen Interessen der Gruppen von Projektverantwortlichen auszugleichen und Kompromisse zu finden. Wenn die Projektverantwortlichen dieser Vereinbarung zustimmen, läuft das Projekt viel reibungsloser ab. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass die Projektverantwortlichen bei dieser Art von Bereitstellungsprojekt wahrscheinlich ihre Ansichten beibehalten, weil es um die primäre Schnittstelle zwischen den Kundenmitarbeitern und dem Unternehmen geht: das Anwendungsportfolio und das Dienstportfolio auf dem Unternehmensdesktop.

Es ist deshalb notwendig, dass die relevante Kommunikation mit Projektverantwortlichen dokumentiert und durch die in Abbildung 1 dargestellten Kanäle geleitet wird. Relevante Kommunikation ist definiert als jede Entscheidung oder jeder Informationsfluss, die bzw. der den Umfang, den Zeitrahmen oder das Budget der Initiative definiert, verfeinert oder verändert.

Skalieren des Feature-Teams

Das Feature-Team-Modell lässt sich elegant skalieren. Es wird nachdrücklich empfohlen, dass die meisten, wenn nicht sogar alle, Rollencluster im leitenden Team vertreten sind. Ein Feature-Team, das sich speziell auf einen bestimmten Aspekt eines Projekts konzentriert, wie z. B. das Klären der Anwendungskompatibilität, kann jedoch für sehr kleine Bereitstellungen mit einer einzelnen hoch qualifizierten Person besetzt werden oder für große, komplexe Bereitstellungen durch mehrere Personen in jedem Rollencluster.

Weitere Leitfäden zum MSF-Teammodell

Weitere Leitfäden zum MSF-Teammodell finden Sie im Whitepaper „MSF Team Model“, das unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=c54114a3-7cc6-4fa7-ab09-2083c768e9ab zum Download verfügbar ist.

Anzeigen: