BDD 2007: Zero Touch Installation – Handbuch

Erstellen eines benutzerdefinierten Windows PE-Abbilds für das SMS 2003 OSD Feature Pack

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

Um den ZTI-Bereitstellungsprozess mithilfe des SMS 2003 OSD Feature Pack zu automatisieren, können Sie eine benutzerdefinierte Version von Windows PE für die Verwendung durch das SMS 2003 OSD Feature Pack erstellen. Das Skript „ZeroTouchInstallation.vbs“ ruft die Paket-ID des SMS-Betriebssystemabbilds und den Programmnamen ab.

Einige Bereitstellungsszenarios verwenden Windows PE, um Informationen zur Bereitstellung von Zielcomputern abzurufen oder Zielcomputer vor der Bereitstellung von Windows Vista oder Windows XP zu konfigurieren. In ZTI initiieren Sie Windows PE automatisch mithilfe von Windows DS. Um Windows PE durch Windows DS zu initiieren, bereiten Sie die Windows PE-CDs und Legacyabbilder für die Verwendung in Windows DS vor.

Bereiten Sie die Windows PE-CDs und Legacyabbilder mithilfe von Deployment Workbench oder manuell vor. Sie können die Windows PE-CDs und Legacyabbilder zwar manuell erstellen, es wird aber empfohlen, dass Sie Deployment Workbench verwenden.

Hinweis   Die Schritte in diesem Abschnitt müssen unabhängig von der Methode, die zum Initiieren von Windows PE verwendet wird (einschließlich Windows DS- oder SMS-Ankündigung), durchgeführt werden.

Sie können eine Windows PE-Startabbilddatei mithilfe des SMS 2003 OSD Feature Pack erstellen. Die Version, die das SMS OSD Feature Pack erstellt, kann jedoch nicht angepasst werden und enthält nicht die Windows-Verwaltungsinstrumentation (WMI). Um ein benutzerdefiniertes Windows PE-Startabbild zu erstellen, müssen Sie Deployment Workbench oder einen benutzerdefinierten Prozess einsetzen. Deployment Workbench fügt die WMI hinzu und nimmt andere notwendige Änderungen des Windows PE-Startbilds vor.

Hinweis   Falls das vom Team erstellte Abbild nicht für die Verwendung auf einem Windows DS-Server gedacht ist, können Sie alle Windows DS– oder RIS-bezogenen Anweisungen in diesem Abschnitt ignorieren.

So bereiten Sie die Windows PE-CDs und Legacy-Abbilder vor

  1. Passen Sie Windows PE mithilfe von Deployment Workbench oder manuell an.

  2. Stellen Sie Zugriff auf den Inhalt der ISO-Datei bereit, die im vorherigen Schritt erstellt wurde.

  3. Importieren Sie die benutzerdefinierte Version von Windows PE in das SMS OSD Feature Pack.

  4. Erstellen Sie die SMS 2003 OSD Feature Pack-Abbildinstallations-CD basierend auf dem benutzerdefinierten Windows PE-Abbild.

Auf dieser Seite

Anpassen von Windows PE Anpassen von Windows PE
Ermöglichen des Zugriffs auf den Inhalt der Windows PE-ISO-Datei Ermöglichen des Zugriffs auf den Inhalt der Windows PE-ISO-Datei
Importieren der benutzerdefinierten Version von Windows PE in das SMS OSD Feature Pack Importieren der benutzerdefinierten Version von Windows PE in das SMS OSD Feature Pack
Erstellen der SMS OSD Feature Pack-Betriebssysteminstallations-CD Erstellen der SMS OSD Feature Pack-Betriebssysteminstallations-CD

Anpassen von Windows PE

Passen Sie die Version von Windows PE für die ZTI-basierte Bereitstellung manuell oder mithilfe von Deployment Workbench an. Für ZTI-basierte Bereitstellungen verwenden Sie Windows PE 2004 oder Windows PE 2005. Beim Anpassen von Windows PE sind Betriebssystemquelldateien erforderlich, um die Dateien für eine startbare Version von Windows PE bereitzustellen. In Tabelle 17 werden die Versionen von Windows PE sowie die Betriebssystemquelldateien aufgelistet, die zur Erstellung der entsprechenden Windows PE-Version erforderlich sind.

Tabelle 17. Windows PE-Versionen und erforderliche Betriebssystemquelldateien

Windows PE-Version

Erforderliche Betriebssystemquelldateien

Windows PE 2004

Windows XP SP2

Windows PE 2005

Windows Server 2003 SP1

Anpassen von Windows PE mithilfe von Deployment Workbench

Verwenden Sie Deployment Workbench, um eine ISO-Datei vorzubereiten. Die ISO-Datei wird auf CD gebrannt; dann wird ein SMS 2003 OSD Feature Pack-Abbild der CD erstellt. Erstellen Sie davon ein SMS 2003 OSD Feature Pack-Paket, das auf dem SMS 2003-Abbild basiert. Übertragen Sie das Abbild auf einen Windows DS-Server als Legacy-Abbild.

Hinweis   Wenn Sie das Windows PE-Abbild manuell anpassen, können Sie diesen Abschnitt auslassen und mit dem Abschnitt „Manuelles Anpassen von Windows PE“ fortfahren.

So bereiten Sie die Windows PE-CDs und Legacy-Abbilder mithilfe von Deployment Workbench vor

  1. Fügen Sie die erforderlichen Betriebssysteme in Deployment Workbench ein.

  2. Konfigurieren Sie die Windows PE 2004/2005-Registerkarte.

  3. Aktualisieren Sie den Bereitstellungspunkt.

  4. Brennen Sie eine CD der Windows PE-ISO-Datei, die von Deployment Workbench erstellt wurde.

Hinzufügen der erforderlichen Betriebssysteme

Bevor Sie die Windows PE-CDs und Legacy-Abbilder vorbereiten können, müssen Sie das Windows PE 2004 oder Windows PE 2005-Betriebssystem in Deployment Workbench einfügen. Diese werden zur Windows PE-Quelle für die BDD 2007-Bereitstellungen und schließlich für die Zielcomputer bereitgestellt.

Fügen Sie außerdem eine Version von Windows XP SP2 oder Windows Server 2003 SP1 in Deployment Workbench ein. Anpassen von Windows PE 2004 oder Windows PE 2005 zur Verwendung durch ZTI erfordert bestimmte Dateien von diesen Betriebssystemen.

Fügen Sie Windows PE, Windows XP SP2 für Windows PE 2004 (oder Windows Server 2003 SP1 für Windows PE 2005) mithilfe des New OS Wizard in Deployment Workbench hinzu.

So fügen Sie Deployment Workbench Betriebssysteme hinzu

  1. Um das neue Betriebssystem hinzuzufügen, führen Sie folgende Schritte aus (einige Assistentenseiten werden je nach Betriebssystemquelle unter Umständen nicht angezeigt):

  2. Starten Sie Deployment Workbench.

  3. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur die Verteilungsfreigabe, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Operating System und dann auf New.

    Der New OS Wizard wird gestartet.

  4. Wählen Sie auf der Seite Choose the type of operating system to add eine der in Tabelle 18 beschriebenen Optionen basierend auf Ihren Anforderungen aus, und klicken Sie auf Next.

    Tabelle 18. Optionen je nach Betriebssystemart

    Option

    Für folgende Betriebssystemart geeignet

    Full set of source files

    Ein Betriebssystem, bei dem Dateien die Quelle sind. Diese Dateien können auf einer DVD oder in einer anderen Ordnerstruktur gespeichert sein, die einer Produkt-DVD entnommen wurde.

    Custom image file

    Ein Betriebssystem, bei dem eine Abbilddatei im WIM-Format die Quelle ist. Dieses Abbild ist eine angepasste Version eines Abbilds, das von einem Zielcomputer aufgezeichnet wurde.

    Windows Deployment Services images

    Ein Betriebssystem, bei dem sich die Quelle in einer Abbilddatei auf einem Windows DS-Server befindet.

  5. Führen Sie basierend auf der in Tabelle 19 ausgewählten Option die Schritte in Tabelle 19 aus.

    Tabelle 19. Aufgaben für die einzelnen Betriebssystemtypen

    Option

    Auszuführende Schritte

    Full set of source files

    Geben Sie auf der Seite Select the location of the operating system files im Feld Source directory Folgendes ein: Quellverzeichnisname (wobei Quellverzeichnisname der vollqualifizierte Pfad zu den Betriebssystemquelldateien ist), und klicken Sie auf Next.

    Custom image file

    Geben Sie auf der Seite Select the operating system image file im Feld Source file Folgendes ein: Quelldateiname (wobei Quelldateiname der vollqualifizierte Pfad zur WIM-Datei ist), und klicken Sie auf Next.

    Windows Deployment Services images

    Geben Sie auf der Seite Select the Windows Deployment Services server im Feld Server Feld Name Folgendes ein: Servername (wobei Servername der Name des Windows DS-Servers ist, auf dem sich das hinzuzufügende Abbild befindet), und klicken Sie auf Next.

  6. Geben Sie auf der Seite Select the Windows Deployment Services server im Feld Destination directory name Folgendes ein: Zielverzeichnisname (wobei Zielverzeichnisname der vollqualifizierte Pfad zum Ordner ist, in den das Betriebssystem kopiert wird), und klicken Sie auf Copy.

Der New OS Wizard wird beendet, und das neue Betriebssystem erscheint im Detailbereich.

Hinweis   Wiederholen Sie dieses Verfahren für jedes Betriebssystem, das hinzugefügt werden soll.

Konfigurieren der Windows PE 2004/2005-Registerkarte

Bevor Sie die ISO-Datei erstellen, die eine benutzerdefinierte Version von Windows PE enthält, müssen Sie die Windows PE 2004/2005-Registerkarte in den Eigenschaften eines Bereitstellungspunkts vom Typ OSD konfigurieren. Durch das Konfigurieren der Windows PE 2004/2005-Registerkarte wird Deployment Workbench mit den notwendigen Informationen für die automatische Anpassung von Windows PE versorgt.

So konfigurieren Sie die Windows PE 2004/2005-Registerkarte

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur Deploy, und klicken Sie auf Deployment Points.

  3. Klicken Sie im Detailbereich mit der rechten Maustaste auf OSD_Bereitstellungspunkt und dann auf Eigenschaften (wobei OSD_Bereitstellungspunkt der Bereitstellungspunkt ist, mit dem Sie Windows PE vorbereiten möchten).

    Hinweis   Nur Bereitstellungspunkte mit einem OSD-Typ unterstützen ZTI und Windows PE 2004 und Windows PE 2005.

  4. Klicken Sie im Eigenschaften dialogfeld von OSD_Bereitstellungspunkt auf die Windows PE 2004/2005-Registerkarte (wobei OSD_Bereitstellungspunkt der Bereitstellungspunkt ist, mit dem Sie Windows PE vorbereiten möchten).

  5. Wählen Sie im Feld Windows PE source den Eintrag Windows_PE_Quelle (wobei Windows_PE_Quelle die Quelle für Windows PE ist, die vom New OS Wizard im Knoten „Betriebssystem“ unter dem Knoten „Distribution Share“ in Deployment Workbench erstellt wird).

  6. Wählen Sie im Feld Windows source den Eintrag Windows_Quelle aus (wobei Windows_Quelle die Quelle für Windows XP SP2 für Windows PE 2004 (oder Windows Server 2003 SP1 für Windows PE 2005 ist), die vom New OS Wizard im Knoten „Betriebssystem“ unter dem Knoten „Distribution Share“ in Deployment Workbench erstellt wird).

  7. Wählen Sie im Bereich Driver Injection im Feld Driver group den Eintrag Treibergruppe aus (wobei Treibergruppe die Treibergruppe im Knoten „Out-of-Box Drivers“ unter dem Knoten „Distribution Share“ in Deployment Workbench ist).

  8. Wählen Sie im Bereich Driver Injection das Feld Include all network drivers in the selected group, wenn Sie alle Netzwerktreiber einbeziehen möchten, und dann Treibergruppe (wobei Treibergruppe die Treibergruppe im Knoten „Out-of-Box Drivers“ unter dem Knoten „Distribution Share“ in Deployment Workbench ist).

  9. Geben Sie im Bereich Windows PE Customizations im Feld Custom background bitmap file Bitmap ein, oder navigieren Sie zur Datei durch Klicken auf Browse (wobei Bitmap der vollqualifizierte Pfad und Dateiname für die Bitmap-Bilddatei ist).

  10. Geben Sie im Bereich Windows PE Customizations im Feld Extra directory to add Ordner ein, oder navigieren Sie zur Datei durch Klicken auf Browse (wobei Ordner der vollqualifizierte Pfad zu einem Ordner ist, der in das Windows PE-Abbild einbezogen werden soll).

  11. Klicken Sie auf OK.

Aktualisierung des Bereitstellungspunkts

Um die ISO-Datei zu erstellen oder zu aktualisieren, die die benutzerdefinierte Version von Windows PE enthält, müssen Sie den Bereitstellungspunkt aktualisieren. Bei der Aktualisierung wird Deployment Workbench angewiesen, eine benutzerdefinierte Version von Windows PE mithilfe der Windows PE-Quelldateien, Windows XP SP2-Quelldateien, Windows Server 2003 SP1-Quelldateien und der Konfigurationseinstellungen auf der Windows PE 2004/2005-Registerkarte zu erstellen.

So aktualisieren Sie den Bereitstellungspunkt

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur „Deploy“, und klicken Sie auf „Deployment Points“.

  3. Klicken Sie im Detailbereich mit der rechten Maustaste auf OSD-Bereitstellungspunkt , und klicken Sie dann auf Update (wobei OSD-Bereitstellungspunkt ein Bereitstellungspunkt ist, der das Windows PE-Bild enthält, das Sie aktualisieren möchten).

    Hinweis   Nur Bereitstellungspunkte mit einem OSD-Typ unterstützen ZTI und Windows PE 2004 und Windows PE 2005.

Die Aktualisierung wird abgeschlossen, und die Datei „Generic_OSD_x86.iso“ wird im Ordner Bereitstellungspunktfreigabe\Boot angezeigt (wobei Bereitstellungspunktfreigabe der freigegebene Ordner ist, der als Bereitstellungspunktfreigabe verwendet wird). Für 64-Bitsysteme wird die Datei „Generic_OSD_x64.iso“ genannt.

Manuelles Anpassen von Windows PE

So bereiten Sie die Windows PE-CDs und Legacy-Abbilder manuell vor

  1. Fügen Sie Windows PE Support für zusätzliche Netzwerkadapter hinzu.

  2. Fügen Sie Windows PE WMI-Support hinzu.

  3. Erstellen Sie benutzerdefinierte Windows PE-Abbilder.

  4. Erstellen Sie die ISO-Datei, die zur Erstellung einer CD für die SMS OSD Feature Pack-Assistenten verwendet wird.

Hinweis   Weitere Informationen über Windows PE, Windows DS und die Verwendung von Windows DS zur Bereitstellung von Windows PE finden Sie im Benutzerhandbuch zum Microsoft Systems Management Server 2003 Operating System Deployment Feature Pack , der Teil der SMS OSD Feature Pack-Installationsdateien ist.

Hinzufügen von Support für zusätzliche Netzwerkadapter in Windows PE

Stellen Sie sicher, dass Windows PE den benötigten Netzwerkadaptersupport für alle Adapter in der Organisation hat. Deployment Workbench kann automatisch Gerätetreiber einbeziehen, die in Deployment Workbench im Windows PE-Abbild definiert sind. Es ist auch möglich, die Gerätetreiber nur auf Netzwerkadapter zu beschränken.

Die Schritte zum Hinzufügen von Gerättreibersupport zu Windows PE mithilfe von Deployment Workbench werden unter „Konfigurieren der Windows PE 2004/2005-Registerkarte“ weiter oben in diesem Handbuch beschrieben. Weitere Informationen zum Hinzufügen von Support zu Windows PE für zusätzliche Netzwerkadapter manuell oder durch andere Methoden finden Sie unter „Informationsquellen und Referenzen“ in diesem Handbuch:

  • Handbuch für das Feature-Team für das Computerimagingsystem. In diesem Handbuch finden Sie Informationen zum Erstellen eines benutzerdefinierten Windows PE-Abbilds, das alle notwendigen Treiber enthält.

  • Handbuch zum Microsoft Systems Management Server 2003 Operating System Deployment Feature Pack. In diesem Handbuch finden Sie Informationen zur Verwendung des Operating System Image Installation CD Wizard für die Aktualisierung der SMS OSD Feature Pack-Version von Windows PE, wenn zusätzliche Treiber hinzugefügt werden müssen, die beim Erstellen des benutzerdefinierten Windows PE-Abbilds gefehlt haben.

Hinzufügen von WMI-Support zu Windows PE

Die von Deployment Workbench erstellte Version von Windows PE umfasst automatisch WMI-Support. Wenn Sie eine andere Methode zum Erstellen der Windows PE-Abbilder verwenden, müssen Sie den Windows PE-Abbildern WMI-Support hinzufügen. Die Version von Windows PE, die im SMS OSD Feature Pack enthalten ist, umfasst z. B. keinen WMI-Support.

Hinweis   Wenn Sie Windows PE keinen WMI-Support hinzufügen, können die ZTI-Skripts keine Attribute erkennen, wie z. B. HAL-Typ, Ressourcenkennung, Seriennummer, Fabrikat, Modell oder Universally Unique Identifier (UUID). Ohne WMI-Support kann der Zielcomputer nur über die Media Access Control (MAC)-Adresse identifiziert werden.

Sie können Windows PE-Abbilder zwar manuell hinzufügen und erstellen, es wird aber empfohlen, dass Sie Deployment Workbench dafür verwenden. Sie können Windows PE-Abbilder mithilfe von Deployment Workbench erstellen, konfiguriert, und anpassen. Weitere Informationen zum Erstellen von Abbildern mithilfe von Deployment Workbench finden Sie im Handbuch für das Feature-Team für das Computerimagingsystem unter „Informationsquellen und Referenzen“ in diesem Handbuch.

Weitere Informationen zum Hinzuzufügen von WMI-Support zu Windows PE finden Sie im Microsoft Windows Preinstallation Environment User's Guide (Winpe. chm) im Ordner „Docs“ der Windows PE 2004-CD.

Erstellen eines benutzerdefinierten Windows PE-Abbilds

Nachdem Sie Support für zusätzliche Netzwerkadapter und WMI hinzugefügt haben, kann die Erstellung der benutzerdefinierten Windows PE-CDs beginnen.

So erstellen Sie benutzerdefinierte Windows PE-Abbilder manuell

  1. Verwenden Sie „Mkimg.cmd“, um das Windows PE-Abbild zu erstellen.

    Hinweis   Weitere Informationen zur Verwendung von „Mkimg.cmd“ für die Erstellung des Windows PE-Abbilds finden Sie im Microsoft Original Equipment Manufacturer (OEM) Preinstallation Kit (OPK) oder in der Datei „Winpe.chm“ im Ordner „Docs“ auf der Windows PE 1.5-CD.

  2. Nehmen Sie die entsprechenden Änderungen an „Winbom.ini“ vor.

  3. Passen Sie den Windows PE-Begrüßungsbildschirm an (nur notwendig, wenn das Bild auf Windows DS-Servern verwendet werden soll).

  4. Erstellen Sie die ISO-Datei, die von den SMS OSD Feature Pack-Assistenten verwendet werden soll.

Ändern der Datei „Winbom.ini“

Um die erforderlichen Änderungen an der Datei „Winbom.ini“ vorzunehmen, müssen Sie folgende Schritte durchführen:

  1. Öffnen Sie die Datei „Winbom.ini“ im Editor.

  2. Beginnen Sie im Abschnitt WinPE eine neue Zeile, und geben Sie Quiet=Yes ein.

  3. Speichern Sie die Datei, und schließen Sie den Editor.

  4. Kopieren Sie die Datei „Winbom.ini“ in den Ordner „I386\System32“ im Windows PE-Abbild.

Anpassen des Windows PE-Begrüßungsbildschirms

Hinweis   Dieser Schritt ist nur notwendig, wenn das Windows PE-Abbild auf Windows DS-Servern verwendet werden soll.

Um den standardmäßigen Windows PE-Begrüßungsbildschirm durch einen benutzerdefinierten Begrüßungsbildschirm zu ersetzen, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie Windows Explorer auf dem Windows DS-Server.

  2. Navigieren Sie zu RIS-Quellpfad (wobei RIS-Quellpfad der Pfad zum Ordner „Winpe“ im Windows PE-Abbild ist, der geändert werden soll, z. B. D:\WinPE15\Winpe).

  3. Benennen Sie die vorhandene Datei „Winpe.bmp“ um in Winpe_Original.bmp.

  4. Kopieren Sie PersonalisierteBMP (wobei PersonalisierteBMP der Dateiname des benutzerdefinierten Begrüßungsbildschirms ist, der angezeigt werden soll) in „Winpe.bmp“, und schließen Sie dann Windows Explorer.

Erstellen der ISO-Datei für die SMS OSD Feature Pack-Assistenten

Um die ISO-Datei für die SMS OSD Feature Pack-Assistenten zu erstellen, führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Wechseln Sie im Eingabeaufforderungsfenster zu WindowsPE-Dateien (wobei WindowsPE-Dateien der Ordner ist, in dem sich die Windows PE-Dateien befinden).

  2. Geben Sie in einem Eingabeaufforderungsfenster oscdimg -betfsboot.com -n -h Quellordner ISO-Datei ein (wobei Quellordner der Ordner ist, in dem sich die Windows PE-Quelldateien befinden, und ISO-Datei der vollqualifizierte Pfad und Dateiname der zu erstellenden ISO-Datei), und drücken Sie die EINGABETASTE.

    Beispiel:

    Hinweis Einige Teile des folgenden Codeausschnitts wurden zur besseren Lesbarkeit in mehrere Zeilen aufgeteilt. Diese müssen als eine Zeile eingegeben werden.

    oscdimg -betfsboot.com -n -h e:\WindowsPE_2005_Source 
    d:\Distribution\Boot\Generic_OSD_x86.iso

    Mit diesem Beispiel wird ein nicht emulierendes startbares ISO-Abbild (-betfsboot.com) erstellt, das lange Dateinamen (-n) unterstützt. Beim Erstellen des Abbilds werden alle ausgeblendeten Dateien (-h) einbezogen. Das Quellverzeichnis lautet E:\WindowsPE_2005_Source. Die Ausgabedatei ist „Generic_OSD_x86.iso“ und befindet sich im Ordner D:\Distribution\Boot.

  3. Speichern Sie das durch „oscdimg“ erstellte ISO-Abbild im Ordner „Boot“ in dem Verteilungspunkt, den Sie verwenden möchten. Benennen Sie die ISO-Datei wie folgt:

    • „Generic_OSD_x86.iso“ für 32-Bit-Versionen von Windows PE

    • „Generic_OSD_x64.iso“ für 64-Bit-Versionen von Windows PE

      Hinweis   Bei den übrigen Schritten im Prozess wird davon ausgegangen, dass Sie die ISO-Datei wie oben benannt und im Ordner „Boot“ im Zielverteilungspunkt gespeichert haben. Wenn Sie Ihre eigene Benennungskonvention verwenden oder die ISO-Datei in einem anderen Ordner speichern, stellen Sie sicher, dass Sie die folgenden Schritte entsprechend angepasst ausführen.

Ermöglichen des Zugriffs auf den Inhalt der Windows PE-ISO-Datei

Um Ihr benutzerdefiniertes Windows PE-Abbild in das SMS 2003 OSD Feature Pack zu importieren, müssen Sie Zugriff auf den Inhalt der ISO-Datei bereitstellen („Generic_OSD_x86.iso“ oder „Generic_OSD_x64.iso“). Der Assistent „Update Windows PE“ im SMS OSD Feature Pack muss den Inhalt der ISO-Datei kopieren, um eine WIM-Datei zu erstellen, die vom SMS OSD Feature Pack verwendet werden kann.

Um dem Assistenten „Update Windows PE“ den Inhalt der Windows PE-ISO-Datei zur Verfügung zu stellen, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

  • Brennen Sie den Inhalt der ISO-Datei auf eine CD. Die von Ihnen erstellte ISO-Datei enthält die benutzerdefinierte Version von Windows PE. Die CD, die Sie brennen, enthält eine Kopie dieses Abbilds.

    Hinweis   Brennen Sie nicht die Abbilddatei selbst auf die CD (erstellen Sie also keine CD, die die ISO-Datei enthält). Brennen Sie stattdessen den Inhalt des Abbilds auf die CD (also die Dateien innerhalb der ISO-Datei).

  • Laden Sie die ISO-Datei auf den Computer, der SMS 2003 ausführt (mit einer Standortserverrolle), mithilfe von Microsoft Virtual CD-ROM Control Panel. Sie installieren Microsoft Virtual CD-ROM Control Panel am besten auf einem Computer mit der SMS-Standortserverrolle, auf dem das SMS 2003 OSD Feature Pack installiert ist.

Weitere Informationen zu diesen Methoden finden Sie im entsprechenden Artikel unter http://support.microsoft.com/kb/916902.

Importieren der benutzerdefinierten Version von Windows PE in das SMS OSD Feature Pack

Um das Windows PE-Abbild in das SMS OSD Feature Pack zu importieren, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Starten Sie die SMS-Administratorkonsole auf dem Computer mit der SMS-Standortserverrolle, auf dem das SMS 2003 OSD Feature Pack installiert ist.

  2. Klicken Sie in der SMS-Administratorkonsole mit der rechten Maustaste auf Abbildpakete, zeigen Sie auf Alle Aufgaben, und klicken Sie dann auf Update Windows PE.

  3. Schließen Sie den Update Windows PE Wizard mithilfe der Informationen in Tabelle 20 ab.

    Tabelle 20. Informationen zum Abschließen des Update Windows PE Wizard

    Seite

    Aufgabe

    Welcome to the Update Windows PE Wizard

    Klicken Sie auf Next (Weiter).

    Windows PE Settings

    Geben Sie im Textfeld „Source folder“ den Pfad  ein, und klicken Sie auf Next (wobei Pfad der Pfad zum Inhalt der Windows PE-ISO-Datei (Generic_OSD_x86.iso“ oder „Generic_OSD_x64.iso“) ist, die Sie im vorherigen Abschnitt „Bereitstellen von Zugriff auf den Inhalt der Windows PE-ISO-Datei“ erstellt haben).

    Windows PE Update Complete

    Klicken Sie auf Finish (Fertig stellen).

Schließen Sie die SMS-Administratorkonsole.

Hinweis   Wenn Sie das gerade erstellte Abbild auf einem Windows DS-Server verwenden, fahren Sie mit dem nächsten Abschnitt „Übertragen von Windows PE-CD-Abbildern auf Windows DS-Server“ fort. Setzen Sie sonst den Prozess fort, der später in diesem Handbuch unter „Ausführen des Windows Deployment Wizard“ beschrieben wird.

Erstellen der SMS OSD Feature Pack-Betriebssysteminstallations-CD

Nachdem Sie die benutzerdefinierte Version von Windows PE ins SMS OSD Feature Pack importiert haben, können Sie die ISO-Datei erstellen, die die SMS OSD Feature Pack-Betriebssysteminstallations-CD enthält. Die SMS OSD Feature Pack-Betriebssysteminstallations-CD wird verwendet, um den ZTI-Bereitstellungsprozess zu initiieren, wenn er nicht durch den SMS-Client oder die WDS initiiert werden kann.

Sie starten den Zielcomputer mit der SMS OSD Feature Pack-Betriebssysteminstallations-CD, um den ZTI-Bereitstellungsprozess zu initiieren. Nachdem der Prozess initiiert wurde, findet der restliche ZTI-Bereitstellungsprozess ohne Benutzereingriff statt.

So erstellen Sie die SMS OSD Feature Pack-Betriebssysteminstallations-CD

  1. Navigieren Sie in der SMS-Administratorkonsole zum Knoten Abbildpakete.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten Abbildpakete, zeigen Sie auf Alle Aufgaben, und klicken Sie dann auf Create Operating System Image Installation CD.

  3. Schließen Sie den Operating System Image Installation CD Wizard mithilfe der Informationen in Tabelle 21 ab.

    Tabelle 21. Abschließen des Operating System Image Installation CD Wizard

    Assistentenseite

    Aufgabe

    Welcome to the Operating System Image Installation CD Wizard

    Klicken Sie auf Next (Weiter).

    Installation Settings

    Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Automatically choose the OS Package to install by running a custom program or a script, und klicken Sie auf Next.

    Install from SMS distribution points

    Stellen Sie sicher, dass der zentrale Standortserver in der Liste der Server angegeben ist, klicken Sie auf Select All, und dann auf Next.

    Automatically select Operating System Package

    Geben Sie im Feld File name \\ Servername ZTI$\ZeroTouchInstallation.vbs ein (wobei Servername der Name des Servers ist, auf dem sich der freigegebene Ordner befindet).

    Hinweis   Die Datei „ZeroTouchInstallation.vbs“ muss sich auf dem gleichen Server wie der Verteilungspunkt mit den Abbildpaketen befinden, da Sie keinen zweiten Satz an Anmeldeinformationen für eine Verbindung zu einem anderen Server bereitstellen können (Verbinden mit UNC).

    Hinweis   Fügen Sie die Option /debug:true in der Testumgebung an das Ende des Arguments ein, um zusätzliche Debugging- und Problembehandlungsinformationen mithilfe von Popups in Windows PE bereitzustellen.

    Geben Sie im Feld User name das SMS-Clientkonto an (wobei SMS-Clientkonto der Name des im Abschnitt „Konfigurieren der Client-Zugriffskonten“ erstellten Clientkontos ist).

    Geben Sie in den Feldern Password und Confirm password das Kennwort an (wobei Kennwort das Kennwort des früher im Bereitstellungsprozess erstellten Clientkontos ist).

    Klicken Sie auf Next (Weiter).

    Hinweis   Die Kontenanmeldeinformationen sind gespeichert auf der Installations-CD in einem verschlüsselten Format gespeichert.

    Windows PE Settings

    Wenn zusätzliche Netzwerktreiber erforderlich sind, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Include additional network drivers from this location, und geben Sie den Treiberpfad ein (wobei Treiberpfad der vollqualifizierte Pfad zu den in der Umgebung erforderlichen Netzwerktreibern ist).

    Wenn zusätzliche Speichertreiber erforderlich sind, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Include additional network drivers from this location, und geben Sie den Treiberpfad ein (wobei Treiberpfad der vollqualifizierte Pfad zu den in der Umgebung erforderlichen Speichertreibern ist).

    Klicken Sie auf Next (Weiter).

    Create CD Image

    Geben Sie unter Name den CD-Namen ein (wobei CD-Name der Name des CD-Abbilds ist).

    Geben Sie im Feld File name den CD-Dateinamen ein (wobei CD-Dateiname der Dateiname für das CD-Abbild ist).

    Wizard Complete

    Klicken Sie auf Finish (Fertig stellen).

  4. Generieren Sie eine CD mit dem Inhalt des Betriebssystemsabbilds.

    Hinweis   Brennen Sie nicht die Abbilddatei selbst auf die CD (erstellen Sie also keine CD, die die ISO-Datei enthält). Brennen Sie stattdessen den Inhalt des Abbilds auf die CD (also die Dateien innerhalb der ISO-Datei).

Die erstellte ISO-Datei enthält eine Datei mit dem Namen „Ripinfo.ini“. „Ripinfo.ini“ ist eine Antwortdatei, die von Windows DS im Legacy-Modus oder gemischten Modus verwendet wird, um die Installation des Betriebssystems zu automatisieren. Beim Starten von Windows PE von einem Windows DS-Server umfasst „Ripinfo.ini“ außerdem:

  • Die Befehlszeile für das Skript, das verwendet wird, um die Installation zu automatisieren.

  • Die Liste der verfügbaren Pakete im Abbild.

Aktualisieren Sie die Abbilder, wenn sich eins der aufgelisteten Elemente ändert. Obwohl Sie die Datei „Ripinfo.ini“ auch direkt bearbeiten können, sollten Sie ein neues Abbild mithilfe des Operating System Image Installation CD Wizard erstellen. Der Assistent aktualisiert „Ripinfo.ini“ automatisch, um Änderungen in der Befehlszeile oder den verfügbaren Paketen zu berücksichtigen.

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