BDD 2007: Computer Imaging System – Handbuch für das Feature-Team

Einführung

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

Dieses Dokument enthält ausführliche Informationen zur Einrichtung und Bedienung der Distributionsfreigabe, die den vollständigen unbeaufsichtigten Installationsprozess von Windows enthält. In diesem Prozess wird ein Buildserver eingesetzt, der sämtliche Windows-Medien, -Anwendungen, -Gerätetreiber und -Buildskripts enthält. Computer können dann mithilfe von Windows PE eine Verbindung zu diesem Server herstellen und neue Computerabbilder erstellen. Das Ziel dieses Prozesses ist die Erstellung von Datenträgerabbildern, die die in der funktionalen Spezifikation definierten Anforderungen erfüllen.

Die Automatisierung der Betriebssysteminstallation ist ein modularer Prozess, der eine separate Verwaltung jeder Systemkomponente ermöglicht, ohne dass der gesamte Prozess überarbeitet werden muss. Das Ziel des Entwurfs besteht darin, die für die Installation, Konfiguration und Anpassung der Windows-Plattform erforderlichen Skripts bereitzustellen. Das System ist dafür ausgelegt, einen stabilen Ausgangspunkt und Rahmen für die Erstellung von Systemen bereitzustellen, die problemlos und umfassend erweiterbar sind.

Dieses Handbuch ist für eine technisch versierte Zielgruppe vorgesehen. Es enthält Informationen zur Installation und Konfiguration der Buildumgebung auf einem Server sowie zur Ausführung von Skriptinstallationen von Windows. Zudem wird beschrieben, wie der Prozess ausgeführt und das System angepasst wird, um bestimmte Anforderungen zu erfüllen. In den folgenden Abschnitten werden sämtliche Details des unbeaufsichtigten Installationsprozesses nach Projektphase beschrieben. Dieses System sollte in einer Testumgebung installiert werden.

Auf dieser Seite

Hintergrund Hintergrund
Annahmen Annahmen
Schulung und Referenzinformationen Schulung und Referenzinformationen
Testumgebungsanforderungen Testumgebungsanforderungen

Hintergrund

Dieses Dokument und die damit verbundene Arbeit beginnen in der MSF-Entwicklungsphase, in der die Abbilder entwickelt und erstellt werden. Die Arbeit wird in der Stabilisierungsphase fortgesetzt, in der die Abbilder getestet, einem Pilotversuch unterworfen und für die Freigabe zur Bereitstellungsphase genehmigt werden.

Der primäre Nutzer dieser Arbeit ist der MSF-Entwicklungsrollencluster, da sich der Großteil dieses Dokuments auf die Entwicklungsarbeit bezieht, die zum Erstellen von Abbildern erforderlich ist. Die Entwickler arbeiten mit den in diesem Dokument beschriebenen Technologien und Prozessen, um modulare Änderungen an einer Windows-Basisinstallation zu erstellen und zu implementieren, die sofort einsetzbare Computer ermöglicht.

Beim Abbilderstellungsprozess werden mithilfe der Informationen in der funktionalen Spezifikation die Computerabbilder erstellt, die der Release Management-Rollencluster als grundlegende Computerkonfiguration verwendet. Diese Abbilder werden dann an den Testrollencluster zum Testen, Prüfen und Genehmigen weitergegeben.

In diesen Prozess geht die funktionale Spezifikationein, und die Ergebnisse aus diesem Prozess sind die Abbilder und die entsprechende Dokumentation und Kenntnisse, die während der Entwicklung gewonnen werden.

Annahmen

Die Benutzer, die dieses System verwenden, sollten mit den Konzepten der unbeaufsichtigten Installation vertraut sein, einschließlich der folgenden Konzepte und Technologien:

  • Antwortdateien für das unbeaufsichtigte Setup („Unattend.xml“ und „Unattend.txt“).

  • Microsoft Windows System Image Manager (Windows SIM).

  • Microsoft Windows Automated Installation Kit (Windows AIK).

  • Hardwaregerätetreiber und hardwarespezifische Anwendungen.

  • Microsoft Visual Basic® Scripting Edition (VBScript).

  • Datenträgerabbildtechnologien und -konzepte (Systemvorbereitungsprogramm [Sysprep] und ImageX).

Schulung und Referenzinformationen

Die folgenden Ressourcen für Schulungen und zur Referenz können hilfreich für diejenigen sein, die Automatisierungsprojekte starten:

  • Windows AIK-Dokumentation (nur Windows Vista). Das Windows AIK bietet eine Dokumentation für die Anpassung und Wartung von Windows Vista-Abbildern. Die Anleitung enthält Referenzinformationen zu Antwortdateien für die unbeaufsichtigte Installation von Windows Vista (Unattend.xml), eine Dokumentation für die Anpassung von Windows PE sowie technische Informationen zu jedem Windows Vista-Bereitstellungsprogramm (Windows SIM, ImageX, Sysprep usw.).

  • Deploy.chm und Ref.chm in der Datei „Deploy.cab“ im Ordner „Support\Tools“ auf der Windows XP-CD-ROM (nur Windows XP). In diesen Hilfedateien mit den Titeln „Microsoft Windows Corporate Deployment Tools-Benutzerhandbuch“ und „Microsoft Windows Preinstallation Reference“ wird die Konfiguration von Windows XP für die Bereitstellung beschrieben. Deploy.chm beschreibt Sysprep, DiskPart und Winnt32.exe. Referenz.chm beschreibt jede Einstellung in den Windows XP-Antwortdateien „Unattend.txt“ und „Sysprep.inf“.

  • Microsoft TechNet Desktop Deployment Center unter http://www.microsoft.com/technet/desktopdeployment/default.mspx (auf Englisch). Diese Website enthält Links zu Informationen über die Bereitstellung von Windows-Betriebssystemen, einschließlich Solution Accelerator, Resource Kits, Whitepapers, Dokumentationen und vieler anderer Onlinequellen.

  • Microsoft TechNet Script Center unter http://www.microsoft.com/technet/scriptcenter/default.mspx (auf Englisch). Die Microsoft TechNet Script Center bietet alles für IT-Fachleute, die ihre Windows-Computer mithilfe von Skripterstellungstechnologien verwalten möchten.

  • Microsoft Hilfe und Support unter http://support.microsoft.com. Diese Website enthält die vollständig indizierte und mit Suchfunktion ausgestattete Knowledge Base für Microsoft-Produkte, die täglich mit den neuesten Informationen zu Microsoft-Produkten aktualisiert wird. Lösen Sie schnell und leicht viele Probleme und Fragen mithilfe dieser Website.

Testumgebungsanforderungen

BDD 2007 kopiert große Mengen an Dateien zwischen dem Buildserver und den Zielcomputern. Wegen dieser großen Datenübertragungsmengen sollten BDD 2007-Teams eine Testumgebung einrichten, die komplett vom Produktionsnetzwerk getrennt ist. Konfigurieren Sie die Entwicklungstestumgebung nach Möglichkeit so wie die Produktionsumgebung, wobei mindestens die folgenden Elemente verfügbar sein sollten:

  • Hardware der Testumgebung:

    • Netzwerkswitches und -kabel. 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) oder schneller wird empfohlen, um die großen Datenmengen übertragen zu können.

    • KVM-Switches (Keyboard Video Mouse). Es ist u. U. sinnvoll, die Clientcomputer an einen KVM-Switch anzuschließen, um den zum Hosten der Computer erforderlichen Stellraum zu minimieren.

    • CD- oder DVD-Brenner. Ein System in der Testumgebung sollte mit CD-ROM- oder DVD-Rom-Brenner ausgestattet sein.

    • Clientcomputer. Jeder Computerkonfigurationstyp aus der Produktion muss in der Testumgebung dupliziert werden, damit die einzelnen Hardwarekonfigurationen getestet werden können.

      Hinweis   Windows Vista erfordert ACPI (Advanced Configuration and Power Interface)-kompatible Computer.

    • Ein Buildserver (ein Computer unter Windows XP , Microsoft Windows Server® 2003 oder einer neueren Windows-Version) in der Domäne zum Hosten der Builddateien und Abbilder. Dieses System kann ein Client- oder Servercomputer sein. Obwohl das System keine bestimmten Anforderungen für den Buildcomputer hat, sollte der Computer mindestens 50 Gigabyte (GB) Festplattenspeicher sowie Sicherungsgeräte, z. B. ein Bandlaufwerk oder ein Storage Area Network (SAN), haben.

  • Netzwerkdienste:

    • Eine Windows-Domäne, um die Computer miteinander zu verbinden und Benutzerkonten zu hosten. Diese Domäne kann eine Microsoft Windows 2000- oder Windows Server 2003-Domäne sein.

    • DHCP-Dienste (Dynamic Host Configuration Protocol). DHCP stellt TCP/IP-Adressen für Clientcomputer bereit.

    • DNS-Dienste (Domain Name System). DNS stellt TCP/IP-Hostnamensauflösung für Client- und Servercomputer bereit.

    • WINS (Windows Internet Naming Service). WINS stellt NetBIOS-Namensauflösung für Client- und Servercomputer bereit. Dieser Dienst ist optional.

    • Microsoft Windows Deployment Services (Windows DS). Windows DS stellt Windows PE für Computer bereit, die noch kein Betriebssystem haben. Windows DS-Server erfordern eine Domäne unter Windows Server 2003 oder höher.

    • Internetzugriff. Die Testumgebung (oder ein Teil der Testumgebung) sollte Zugriff auf das Internet erhalten, um Softwareupdates herunterzuladen.

      Hinweis   Windows schützt Benutzer vor schädlichen Programmen, indem diese gewarnt werden, wenn sie versuchen, ein Programm auszuführen, das sie aus dem Internet heruntergeladen haben. Benutzer müssen die Warnung bestätigen, um fortzufahren. Diese Warnung verhindert jedoch die automatische Ausführung von Paketen, die aus dem Internet heruntergeladen werden, um sie in ein Datenträgerabbild aufzunehmen. Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass die Datei sicher ist, deaktivieren Sie die Warnung, indem Sie mit der rechten Taste auf die Datei, und dann auf Eigenschaften und Nicht mehr blocken klicken. Windows zeigt diese Warnung nicht an, wenn Dateien von Websites heruntergeladen werden, die in der Sicherheitszone „Vertrauenswürdige Sites“ aufgeführt sind, und Windows Server 2003 Service Pack 1 (SP1) lässt keine Programmdownloads von nicht vertrauenswürdigen Websites zu.

  • Installationsmedien:

    • Windows-Medien (x86- und x64-Editionen) und Produktschlüssel. (Windows Vista, Windows XP Professional mit SP2 und Microsoft Windows XP Tablet PC Edition 2005 sind auf den volumenlizenzierten Medien verfügbar [Select-CDs].)

    • Microsoft Office-Medien und Produktschlüssel. (Office 2007 System ist auf den Select-CDs verfügbar).

    • Zusätzliche Anwendungsmedien, die in den Abbildern enthalten sein sollen.

    • Hardwarespezifische Software, z. B. Treiber, CD-ROM-Brennersoftware und DVD-Anzeigesoftware.

BDD 2007 bietet ein Beispielszenario (Woodgrove Nationale Bank), in dem beschrieben wird, wie Woodgrove National Bank die Lösung anwendet. Für dieses Beispiel sind speziell die Medien erforderlich, die in der Arbeitshilfe Client Build Requirements (Anforderungen für den Clientbuild) beschrieben werden.

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