BDD 2007: Computer Imaging System – Handbuch für das Feature-Team

Planung

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

Abbildung 2 illustriert die primären Aufgaben, die während der Planungsphase durchgeführt werden.

Abbildung 2. Aktivitäten der Planungsphase
Auf dieser Seite

Rollen und Verantwortungen Rollen und Verantwortungen
Installieren von Deployment Workbench Installieren von Deployment Workbench
Hinzufügen von Betriebssystemen Hinzufügen von Betriebssystemen
Hinzufügen von Gerätetreibern Hinzufügen von Gerätetreibern
Hinzufügen von Updates Hinzufügen von Updates
Hinzufügen von Sprachpaketen Hinzufügen von Sprachpaketen
Auswählen einer Abbildstrategie Auswählen einer Abbildstrategie
Meilenstein: Buildtestumgebung erstellt Meilenstein: Buildtestumgebung erstellt

Rollen und Verantwortungen

Alle sechs Rollencluster aus dem MSF-Teammodell sind in der Planungsphase der Initiative von Bedeutung. Tabelle 3 listet diese Rollen auf und definiert die Schwerpunktbereiche für jeden Rollencluster. Weitere Informationen zu MSF-Teammodell-Rollenclustern finden Sie im Microsoft Solutions Framework unter http://www.microsoft.com/technet/itsolutions/msf/default.mspx.

Tabelle 3. Rollen und Verantwortungen während der Planungsphase

Rolle

Schwerpunkt

Produktmanagement

  • Analyse der Geschäftsanforderungen

  • Kommunikationsplan

  • Eingabe in konzeptionellen Entwurf

Programm-Management

  • Budget

  • Konzeptioneller und logischer Entwurf

  • Funktionale Spezifikation

  • Masterprojektplan und Masterprojektzeitplan

Entwicklung

  • Entwicklungsplan und -zeitplan

  • Einrichten der Testumgebung

  • Logischer und physischer Entwurf

  • Auswerten der Technologien

Test

  • Testplan und -zeitplan

  • Definition der Testanforderungen

Benutzerfunktionalität

  • Anforderungen an Lokalisierung und Eingabehilfen

  • Zeitpläne

  • Schulungspläne

  • Verwendungsszenarios/Anwendungsfälle

  • Benutzerdokumentation

  • Benutzeranforderungen

Release Management

  • Anwendungs- und Hardwarebestand

  • Entwurfsevaluierung

  • Interaktion mit dem IT-Betriebs- und dem SicherheitsFeature-Team

  • Netzwerkerkennung

  • Ablaufanforderungen

  • Pilot- und Bereitstellungsplan/-zeitplan

Installieren von Deployment Workbench

Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem verwendet Deployment Workbench, um Distributionsfreigaben zu erstellen und Datenträgerabbilder zu entwickeln. Im ersten Schritt des Vorbereitungsprozesses soll Deployment Workbench auf dem Buildserver installiert werden, bei dem es sich um den Server handelt, der die Quelldateien (Skripts, Batchdateien, Windows-Medien, Gerätetreiber und Anwendungen) enthält, die als Teil des mit einem Skript erstellten Buildprozesses verwendet werden.

Verwenden Sie einen Desktop, Laptop oder Servercomputer als Buildserver. Er kann in einer Domäne sein (muss aber nicht). Der Buildserver kann Windows Vista, Windows XP oder Windows Server 2003 ausführen. Wenn der Computer ein Serverbetriebssystem ausführt, kann es ein eigenständiger Server, ein Mitgliedsserver oder ein Domänencontroller sein. Die Lösung kann allerdings nicht auf einer x64-Edition von Windows installiert und ausgeführt werden.

Der Getting Started Guide (auf Englisch) enthält schrittweise Anweisungen zum Installieren von BDD 2007, einschließlich Deployment Workbench und des Windows AIK. Es beschreibt auch die Ordner, die BDD 2007 in% PROGRAMFILES% und in der von ihm erstellten Distributionsfreigabe erstellt. Im Gegensatz zu früheren Versionen von BDD müssen Ordner nicht manuell freigegeben werden – Deployment Workbench erstellt die notwendigen Freigaben automatisch, wenn Bereitstellungspunkte erstellt werden. In „Anhang A: Starten von Deployment Workbench“ wird beschrieben, wie Deployment Workbench gestartet wird, und führt in ihre Organisation ein.

Tipp   Organisationen können für Deployment Workbench und den Windows-Bereitstellungs-Assistenten ein Branding durchführen. Zum Beispiel können sie den Text, der in der Titelleiste von Deployment Workbench angezeigt wird, oder beliebigen, vom Windows-Bereitstellungs-Assistenten angezeigten Text ändern. Weitere Informationen finden Sie in „Anhang H: Branding für BDD 2007“.

Hinzufügen von Betriebssystemen

Alle Windows Vista-Editionen sind in einer einzigen Abbilddatei enthalten, Install.wim, die sich im Quellordner auf den Distributionsmedien befindet. Weitere Informationen zu Windows Vista-Distributionsmedien und Install.wim finden Sie in Windows Automated Installation Kit User’s Guide (auf Englisch). Um Abbilder zu erstellen, die auf Windows Vista basieren, muss das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem die Windows Vista-Medien der BDD 2007-Distributionsfreigabe hinzufügen. Unter „Betriebssysteme“ in „Anhang B: Konfigurieren der Distributionsfreigabe“ in diesem Handbuch finden Sie Anweisungen, die beschreiben, wie ein Betriebssystem einer Distributionsfreigabe hinzugefügt wird.

Außer Windows Vista-Medien kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem auch Windows Vista-Abbilder von Windows DS der Distributionsfreigabe hinzufügen. Wenn das Team der Distributionsfreigabe ein Windows DS-Abbild hinzufügt, verwendet BDD 2007 die Abbilddatei vom Windows DS-Server. Es gibt zwei Anforderungen dafür. Zuerst muss das Team einen Abbildkatalog angeben, der beim Hinzufügen des Abbilds von Windows DS zu verwenden ist, weil von einem Windows DS-Abbild kein Abbildkatalog erstellt werden kann. Zweitens muss das Team die folgenden Dateien vom Verzeichnis „\sources“ auf den Windows Vista-Medien in „C:\Programme\BDD 2007\bin“ kopieren:

  • Wdsclientapi.dll

  • Wdscsl.dll

  • Wdsimage.dll

Hinweis   Ein Katalog (.clg) ist eine Binärdatei, die die Komponenten und Einstellungen in einem Windows-Abbild beschreibt. Die Wartung eines Windows Vista-Abbilds erfordert einen Katalog. Windows SIM erstellt z. B. zuerst einen Katalog, der den Inhalt des Abbilds beschreibt, wenn es verwendet wird, um eine Antwortdatei für ein Windows Vista-Abbild zu erstellen. Ebenso katalogisiert Deployment Workbench die Abbilder, die der Distributionsfreigabe hinzugefügt wurden. Weitere Informationen zu Katalogdateien finden Sie im Abschnitt „Weitere Informationen zu Windows-Abbilddateien und Katalogdateien“ im Windows AIK.

Das Hinzufügen von Windows XP Professional zur Distributionsfreigabe ist ähnlich dem Hinzufügen von Windows Vista. Verwenden Sie den gleichen Assistenten für beide. Für Windows XP Professional unterstützt BDD 2007 noch immer die $OEM$-Ordnerstruktur. Wenn das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem einen für das Betriebssystem spezifischen $OEM$-Ordnerstruktur erstellt hat, kann das Team diesen Ordner durch Speichern an den folgenden Speicherorten der Distributionsfreigabe verwenden (BDD 2007 durchsucht die Ordner in der folgenden Reihenfolge):

  • Control\Build\$OEM$, wobei Build die ID des Build ist, dem die $OEM$-Ordnerstruktur zugeordnet werden soll.

  • Operating Systems\Destination, wobei Destination der Name des Betriebssystems ist, dem die $OEM$-Ordnerstruktur zugeordnet werden soll.

  • $OEM$, das sich am Stamm der Distributionsfreigabe befindet.

Wenn das Team die Windows XP Tablet PC Edition der Distributionsfreigabe hinzufügt, kopieren Sie den ganzen Inhalt des Komponenten-Verzeichnisses auf CD 2 in den Operating Systems\Destination der Distributionsfreigabe, wobei Destination der Name des Betriebssystems ist. BDD 2007 erkennt die Bereitstellung von Windows XP Tablet PC Edition, das auf dem Produktschlüssel basiert, und kopiert automatisch die CD 2 auf den Zielcomputer.

Hinweis   Im Artikel „Deploying Windows XP Tablet PC Edition 2005“ unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/winxppro/deploy/sitpcdep.mspx (auf Englisch) wird beschrieben, wie ein einzelnes Abbild zum Bereitstellen von Windows XP Professional und Windows XP Tablet PC Edition 2005 zu erstellen ist. Die in diesem Artikel beschriebenen Schritte erfordern die Anpassung des Sysprep-Ordners.

Wenn die Windows XP Professional-Medien SP2 nicht enthalten, erstellen Sie eine eingebundene Version durch Integrieren von SP2 mit den Medien. Weitere Informationen finden Sie in „How to integrate Windows XP Service Pack 2 files into the Windows XP installation folder“ unter http://support.microsoft.com/default.aspx/kb/900871 (auf Englisch).

Sysprep

Das Windows AIK, das mit BDD 2007 geliefert wird, umfasst die neuesten Sysprep-Tools für Windows Vista. Daher braucht das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem keine weiteren Tools hinzuzufügen, um benutzerdefinierte Windows Vista-Abbilder zu erstellen.

BDD 2007 kopiert für Windows XP Professional die richtige Version von Sysprep aus Deploy.cab, das im Ordner „Support\Tools“ der Distributionsmedien ist. BDD 2007 sucht nach Deploy.cab im Ordner „Operating Systems\Destination\Support\Tools“ in der Distributionsfreigabe, wobei Destination der Name des Betriebssystems ist.

Wenn eine benutzerdefinierte $OEM$-Ordnerstruktur, die dem Build zugeordnet ist, den das Team erstellt, Sysprep bereits umfasst, verwendet BDD 2007 stattdessen diese Version von Sysprep. Kopieren Sie z. B. Factory.exe, Sysprep.exe und Setupcl.exe in Operating Systems\Destination\$OEM$\$1\Sysprep.

Windows PE

Das Windows AIK umfasst die richtige Version von Windows PE zum Bereitstellen von Windows Vista und Windows XP Professional mithilfe von LTI-Bereitstellung und durch Erstellen benutzerdefinierter Betriebssystemabbilder. ZTI-Bereitstellung (Zero Touch Installation) erfordert Windows PE 2005. Weitere Informationen zum Laden der richtigen Version von Windows PE für ZTI-Bereitstellung finden Sie im Zero Touch Installation Guide (auf Englisch). Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem muss Windows PE-Medien nicht hinzufügen, um benutzerdefinierte Betriebssystemabbilder zu erstellen.

Hinzufügen von Gerätetreibern

Je nach Art der Computer in der Umgebung und der Hardware, die sie enthalten, benötigt das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem Software von den Hardwareherstellern, um das System voll funktionsfähig zu machen. Ein Teil dieser Software wird auf einer CD-ROM oder DVD-ROM durch den Hardwarehersteller bereitgestellt, aber andere Software muss über das Internet heruntergeladen werden.

Diese Lösung wird mit Beispielkonfigurationen für Woodgrove National Bank geliefert. Die Dateien, die in der Arbeitshilfe Client Build Requirements beschrieben sind, müssen heruntergeladen, extrahiert und der Distributionsfreigabe hinzugefügt werden, um sicherzustellen, dass alle für Woodgrove National Bank definierten Hardwaremodelle richtig funktionieren. Unter „Gebrauchsfertige Treiber“ in „Anhang B: Konfigurieren der Distributionsfreigabe“ finden Sie Anweisungen für das Hinzufügen von Gerätetreibern zu einer Distributionsfreigabe.

Die aktuellen Versionen der für Woodgrove National Bank erforderlichen Dateien finden Sie auf den Websites der Hersteller:

Gerätetreiber arbeiten als Teil des Betriebssystems und haben uneingeschränkten Zugriff auf den ganzen Computer. Demzufolge ist es wichtig, Gerätetreiber nur von bekannten und vertrauenswürdigen Quellen bereitzustellen. In einigen Fällen aber sind erforderliche Gerätetreiber vom Lieferanten u. U. nicht signiert worden. In diesen Fällen kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem Gerätetreiber nach Überprüfen ihrer Funktionalität und Stabilität zur Bereitstellung selbst signieren. Selbstsignierende Gerätetreiber haben zusätzliche Vorteile. Erstens können Standardbenutzer Gerätetreiber nicht ohne Hilfe eines Administrators installieren. Selbstsignierende Gerätetreiber ermöglichen diesen Benutzern, genehmigte Gerätetreiber ohne Hilfe zu installieren und dabei gleichzeitig die Sicherheit zu gewährleisten. Ebenso wird die Benutzerfunktionalität verbessert, weil Windows Vista signierte, bereitgestellte Gerätetreiber automatisch installiert, wenn der Benutzer das Gerät installiert. Weitere Informationen zu selbstsignierenden Gerätetreibern finden Sie in „Step-by-Step Guide to Device Driver Signing and Staging“ unter http://www.microsoft.com/technet/WindowsVista/library/ops/4bbbeaa0-f7d6-4816-8a3a-43242d71d536.mspx?mfr=true (auf Englisch).

Mit BDD 2007 können Teammitglieder Gerätetreiber gruppieren. Wenn sie einen Gerätetreiber mithilfe von Deployment Workbench hinzufügen, können sie Gruppen erstellen und den Gerätetreiber diesen Gruppen zuordnen. Ferner können sie eine Gerätetreibergruppe jedem Build zuordnen, den sie in der Distributionsfreigabe erstellen. Sie können auch Gerätetreibergruppen während der Bereitstellung angeben, wie im Deployment Configuration Guide (auf Englisch) beschrieben.

Hinweis   Keine Treiber sind erforderlich, um Windows Vista auf einem virtuellen Computer (VM) von Microsoft Virtual PC 2007 auszuführen, aber das Installieren der aktuellen Version von Microsoft Virtual PC Additions verbessert die Leistung. Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem kann Windows XP auf einem VM von Microsoft Virtual PC 2004 ohne zusätzliche Gerätetreiber ausführen. Eine aktualisierte Version der Additions ist im SP1 von Virtual PC 2004 enthalten, das die Leistung von Windows XP SP2 verbessert.

Hinzufügen von Updates

Wenn Sie ein Abbild entwickeln, vergessen Sie nicht, sicher zu stellen, dass alle kritischen Sicherheitsupdates im Abbild enthalten sind, damit Computer, die mit dem Abbild geliefert werden, so aktuell wie möglich sind. Verwenden Sie verschiedene Vorgehensweisen, um diese Updates durchzuführen (beim Verwenden von BDD 2007 wird die erste Methode empfohlen):

  • Laden Sie die Sicherheitsupdates von der Microsoft-Website herunter. Installieren Sie diese dann als Teil des Abbilderstellungsprozesses.

    • Vorteile. Der Prozess ist verhältnismäßig leicht durchzuführen. Zusätzliche Problembehebungen können hinzugefügt werden, indem die heruntergeladenen Updates platziert und der Distributionsfreigabe hinzugefügt werden.

    • Nachteile. Das Abbild ist anfällig, bevor die Updates installiert sind, und der Computer wird neu gestartet, was eine Gelegenheit dafür bietet, dass Sicherheitsrisiken ausgenutzt werden können. Der Anwendungsprozess kann zeitaufwendig sein. Erstellen von Abbildern in einer geschlossenen Testumgebung verringert jedoch dieses Risiko.

  • Verwenden Sie Microsoft Windows Server Update Services (WSUS) oder Microsoft Systems Management Server (SMS) 2003, um das Sicherheitsupdate nach der Bereitstellung zu installieren.

    • Vorteile. Der Prozess ist leicht durchzuführen und ruft neue Updates ab, sobald sie genehmigt sind.

    • Nachteile. Das Abbild ist anfällig, bevor die Updates installiert sind, und der Computer wird neu gestartet, was eine Gelegenheit dafür bietet, dass Sicherheitsrisiken ausgenutzt werden können. Der Anwendungsprozess kann zeitaufwendig sein.

    • SMS 2003-spezifische Nachteile In Abhängigkeit von der SMS-Server-Konfiguration kann es eine Stunde oder länger dauern, bis alle Updates angewendet sind. Wird der SMS 2003-Client in das Abbild aufgenommen und kommuniziert er mit einer bestimmten SMS-Website, kann dies dazu führen, dass alle Computer, die von diesem Abbild erstellt werden, nur mit genau dieser Website kommunizieren.

  • Laden Sie die Sicherheitsupdates von der Microsoft-Website herunter, und integrieren Sie diese dann in die Windows-Installationsquelle, bevor Sie den unbeaufsichtigten Buildprozess beginnen.

    • Vorteile. Das Abbild ist stets vor bekannten Sicherheitslücken geschützt, und der Abbilderstellungsprozess schließt schneller ab, weil alle Sicherheitsupdates vor Erstellen des Abbilds installiert sind.

    • Nachteile. Integrieren der Sicherheitsupdates ist etwas aufwändig. Es ist u. U. nicht deutlich erkennbar, welche Updates integriert werden können. Einige müssen als Teil des unbeaufsichtigten Buildprozesses installiert werden.

Laden Sie die erforderlichen Windows-Sicherheitsupdates von der Microsoft Windows Update-Website unter http://v4.windowsupdate.microsoft.com/catalog/en/default.asp herunter. Verwenden Sie diese Website, um die Updates abzufragen und herunterzuladen statt sie zu installieren. Wenn die Verbindung zur Website hergestellt ist, klicken Sie auf den Link Find updates for Microsoft Windows operating systems verknüpft. Wählen Sie das Betriebssystem zum Aktualisieren aus, und klicken Sie auf Search. Wählen Sie auf der nächsten Webseite den Link Critical Updates and Service Packs aus der Ergebnisliste aus. Fügen Sie der Downloadsammlung die erforderlichen Updates hinzu, und laden Sie diese an einen vorläufigen Speicherort herunter.

Windows Vista-Updates

Microsoft stellt Windows Vista-Betriebssystemupdates als Pakete bereit. Pakete umfassen Service Packs, Sicherheitsupdates und andere Änderungen des Betriebssystems. Verwenden Sie Deployment Workbench, um Updates dem OS Packages-Element der Distributionsfreigabe hinzuzufügen. BDD 2007 installiert diese Pakete während der Bereitstellung. In „Anhang B: Konfigurieren der Distributionsfreigabe“ finden Sie Anweisungen für das Hinzufügen von Updates zum OS Packages-Element in der Distributionsfreigabe.

Windows XP-Updates

Fügen Sie Windows XP Professional-Updates als Anwendungen hinzu, und fügen Sie dann einen Task der Tasksequenz hinzu, durch den das Update installiert wird. In „Anhang B: Konfigurieren der Distributionsfreigabe“ wird beschrieben, wie der Distributionsfreigabe Anwendungen hinzugefügt werden. In „Anhang D: Bearbeiten der Tasksequenz“ wird beschrieben, wie Installationsprogramme für Anwendungen der Tasksequenz hinzugefügt werden. Erstellen Sie für Sicherheitsupdates eine Untergruppe mit dem Namen Sicherheitsupdates in der Gruppe „Statuswiederherstellung“, und fügen Sie Sicherheitsupdates hinzu. Dadurch werden Sicherheitsupdates automatisch installiert und übersichtlich aufbewahrt, und es wird Kontrolle über die Installationsreihenfolge gewährleistet. Um zu verhindern, dass Benutzer während der Bereitstellung Sicherheitsupdates in den Anwendungslisten vorfinden, heben Sie die Auswahl des Kontrollkästchens Enable this application (Diese Anwendung aktivieren) im Dialogfeld Anwendung Properties (Eigenschaften von Anwendung) auf, wobei Anwendung der Name des der Distributionsfreigabe hinzugefügten Updates ist.

Weitere Informationen zu Befehlszeilenoptionen, die zum Installieren von Updates zu Windows XP Professional SP2 verfügbar sind, finden Sie in „The Guide for Installing and Deploying Updates for Microsoft Windows XP Service Pack 2“ unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/winxppro/deploy/hfdeploy.mspx (auf Englisch).

Integrieren Sie optional jedes Update in Windows XP Professional wie in Microsoft Knowledge Base-Artikel 828930 unter http://support.microsoft.com/kb/828930 (auf Englisch) beschrieben. Alle Updates, die für Windows XP Professional SP2 veröffentlicht werden, umfassen die Option /integrate, die im Artikel beschrieben wird. Die meisten Hauptproblembehebungen für Windows XP Professional können integriert werden, aber jene für andere Komponenten (wie z. B. Windows Internet Explorer®, Windows Script Host (WSH), Microsoft Windows Messenger oder andere) nicht. Nehmen Sie Updates, die in Windows XP integriert sind, nicht in die Tasksequenz auf.

Hinzufügen von Sprachpaketen

Sprachpakete ermöglichen eine mehrsprachige Windows-Umgebung. Windows Vista ist sprachenneutral, und alle Sprach- und Gebietsschemaressourcen werden Windows Vista durch Sprachpakete (Lp.cab-Dateien) hinzugefügt. Durch Hinzufügen eines oder mehrerer Sprachpakete zu Windows Vista kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem die Sprachen beim Installieren des Betriebssystems aktivieren. Demzufolge kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem für Bereiche mit verschiedenen Sprache und Gebietsschemaeinstellungen das gleiche Windows Vista-Abbild bereitstellen und so die Entwicklungs- und Bereitstellungszeit verringern.

Es folgen zusätzliche Informationen zu Sprachpaketen in Windows Vista:

  • Im Abschnitt „Ausführen des Windows-Bereitstellungs-Assistenten“ im Lite Touch Installation Guide (auf Englisch) finden Sie Anweisungen für das Installieren von Sprachpaketen während der Bereitstellung.

  • In Configuration Reference (auf Englisch) finden Sie die Eigenschaften, die konfiguriert werden müssen, um Sprachpakete automatisch zu installieren.

  • In „Manage Language Packs for Windows“ im Windows Automated Installation Kit User’s Guide (auf Englisch) finden Sie weitere Informationen zu Windows Vista-Sprachpaketen.

  • In „Packages“ in „Anhang B: Konfigurieren der Distributionsfreigabe“ erfahren Sie, wie Sprachpakete einer BDD 2007-Distributionsfreigabe hinzugefügt werden.

Wenn das Team Windows XP-MUI-Sprachpakete (Multilingual User Interface) installiert, fügen Sie jedes Sprachpaket als Anwendung der Distributionsfreigabe hinzu. Installieren Sie dann das Sprachpaket als Teil der Tasksequenz des Builds, oder ermöglichen Sie dem Benutzer, ein Sprachpaket während der Bereitstellung auszuwählen. In „Anhang B: Konfigurieren der Distributionsfreigabe“ wird beschrieben, wie der Distributionsfreigabe Anwendungen hinzugefügt werden. In „Anhang D: Bearbeiten der Tasksequenz“ wird beschrieben, wie Installationsprogramme für Anwendungen der Tasksequenz hinzugefügt werden. Erstellen Sie für Sprachpakete eine Untergruppe mit dem Namen Sprachpakete in der Gruppe „Statuswiederherstellung“, und fügen Sie Sprachpakete hinzu. Dadurch werden Sprachpakete automatisch installiert und übersichtlich aufbewahrt, und es wird Kontrolle über die Installationsreihenfolge gewährleistet. Um zu verhindern, dass Benutzer während der Bereitstellung Sprachpakete in den Anwendungslisten vorfinden, heben Sie die Auswahl des Kontrollkästchens Enable this application (Diese Anwendung aktivieren) im Dialogfeld Anwendung Properties (Eigenschaften von Anwendung) auf, wobei Anwendung der Name des der Distributionsfreigabe hinzugefügten Sprachpakets ist.

Auswählen einer Abbildstrategie

Die meisten Organisationen haben ein gemeinsames Ziel: Erstellen einer Standarddesktopkonfiguration für die Organisation, die auf einem gemeinsamen Abbild für jede Betriebssystemversion basiert. Organisationen wollen ein gemeinsames Abbild auf jedem Computer, in jedem Bereich und jederzeit anwenden, und dann dieses Abbild schnell anpassen, um Benutzeranforderungen zu erfüllen.

In der Realität erstellen und unterhalten die meisten Organisationen viele Abbilder – manchmal bis zu 100. Durch technische und supportbezogene Kompromisse, disziplinierte Hardwarekäufe und Verwendung erweiterter Skriptingverfahren haben einige Organisationen die Anzahl der Abbilder, die sie unterhalten, auf drei oder weniger verringert. Diese Organisationen haben oft die hoch entwickelten Softwareverteilungsinfrastrukturen, die notwendig sind, um Anwendungen bereitzustellen – oft noch vor der ersten Verwendung – und dann auf aktuellem Stand zu halten.

Die folgende Liste beschreibt Kosten, die mit Erstellung, Verwaltung und Bereitstellung von Datenträgerabbildern verbunden sind:

  • Entwicklungskosten. Entwicklungskosten enthalten das Erstellen eines gut konstruierten Abbilds, um zukünftige Supportkosten zu senken und Sicherheit und Zuverlässigkeit zu verbessern. Sie umfassen auch das Erstellen einer voraussagbaren Arbeitumgebung für maximale Produktivität, aber in ausgewogenem Verhältnis zur Flexibilität. Höhere Ebenen der Automatisierung senken Entwicklungskosten.

  • Testkosten. Testkosten umfassen Testzeit und Arbeitskosten für das Standardabbild und eventuell darin befindliche Anwendungen, sowie die nach der Bereitstellung angewendeten Anwendungen. Testkosten umfassen auch die Entwicklungszeit, die erforderlich ist, um Datenträgerabbilder zu stabilisieren.

  • Speicherkosten. Speicherkosten umfassen das Speichern der Verteilungspunkte, Datenträgerabbilder, Migrationsdaten und Sicherungsabbilder. Speicherkosten können beträchtlich sein, je nach Anzahl der Datenträgerabbilder, Anzahl der Computer bei jeder Bereitstellungsausführung und so weiter.

  • Netzwerkkosten. Netzwerkkosten umfassen das Verschieben der Datenträgerabbilder zu Verteilungspunkten und zu Computern. Die Technologien zum Erstellen von Datenträgerabbildern, die Microsoft bereitstellt, unterstützen Multicasting nicht, und somit erhöhen sich Netzwerkkosten linear mit der Anzahl der Verteilungspunkte, die repliziert werden müssen, und der Anzahl der Computer im Bereitstellungsprojekt.

Wenn die Größe von Abbilddateien zunimmt, vermehren sich die Kosten. Mit großen Abbildern sind mit mehr Kosten für Aktualisierung, Prüfung, Verteilung, Netzwerk und Speicherung verbunden. Während Teammitglieder nur einen kleinen Anteil des Abbilds aktualisieren, muss das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem die ganze Datei verteilen.

Hinweis   Windows Vista erfordert kein getrenntes Abbild für jede Art von Hardwareabstraktionsschicht (HAL). Allerdings kann Windows Vista nur auf ACPI-kompatiblen Computern installiert werden.

Dickes Abbild

Dicke Abbilder sind monolithische Abbilder, die Kernanwendungen, Sprachpakete und andere Dateien enthalten. Ein Teil des Abbildentwicklungsprozesses installiert Kernanwendungen und Sprachpakete vor Aufzeichnung des Datenträgerabbilds. Derzeit erstellen die meisten Organisationen, die Datenträgerabbilderstellung verwenden, um Betriebssysteme bereitzustellen, dicke Abbilder.

Der Vorteil dicker Abbilder ist ihre Einfachheit. Die Organisation erstellt ein Datenträgerabbild, das Kernanwendungen und Sprachpakete enthält, und führt so einen einzigen Schritt durch, um das Datenträgerabbild und Kernanwendungen zum Zielcomputer mit Sprachunterstützung für alle Zielgebietsschemas bereitzustellen. Auch können dicke Abbilder weniger teuer in der Entwicklung sein, da zu ihrer Erstellung oft keine erweiterten Skriptingverfahren erforderlich sind. Dicke Abbilder können durch BDD 2007 mit wenig oder keiner Skriptingarbeit erstellt werden. Schließlich sind Kernanwendungen und Sprachpakete in dicken Abbildern von Anfang an verfügbar.

Die Nachteile dicker Abbilder sind Wartungs-, Speicher- und Netzwerkkosten. Ein dickes Abbild mit einer neuen Version einer Anwendung oder von Sprachpaketen erfordert z. B. die Wiedererstellung, erneute Prüfung und Neuverteilung des Abbilds. Wenn das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem sich entscheidet, dicke Abbilder zu erstellen, die Kernanwendungen und Sprachpakete umfassen, sollten sie diese während des Datenträgerabbild-Erstellungsprozesses installieren.

Dünnes Abbild

Ein Schlüssel zur Verminderung von Anzahl, Größe und Kosten für Abbilder liegt darin, einen Kompromiss zu finden. Je mehr das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem in ein Abbild aufnimmt, desto weniger allgemein und umso größer wird dieses Abbild. Große Abbilder lassen sich weniger gut über ein Netzwerk bereitstellen, sind schwerer regelmäßig zu aktualisieren, schwerer zu testen und teurer bei der Speicherung. Indem Kompromisse dabei gefunden werden, was das Team in Abbilder aufnimmt, verringert das Team die Anzahl der unterhaltenen Abbilder und ihre Größe – im Idealfall erstellt und unterhält das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem ein einziges, global gültiges Abbild, das nach Bereitstellung angepasst wird.

Dünne Abbilder enthalten, wenn überhaupt, wenige Kernanwendungen oder Sprachpakete. Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem installiert Anwendungen und Sprachpakete getrennt vom Datenträgerabbild. Getrenntes Installieren der Anwendungen und Sprachpakete erfordert meist mehr Zeit am Computer und vielleicht eine höhere Gesamtmenge an Bytes, die über das Netzwerk übertragen werden, aber die Übertragung ist über eine längere Zeitspanne verteilt. Das Team kann die Netzwerkübertragungszeit mithilfe von Trickledowntechnologie verringern, die viele Softwareverteilungsinfrastrukturen bereitstellen, wie z. B. dem intelligenten Hintergrundübertragungsdienst (Background Intelligent Transfer Service, BITS).

Dünne Abbilder haben viele Vorteile. Erstens kostet es weniger, sie zu erstellen, zu unterhalten und zu testen. Zweitens sind mit dem Datenträgerabbild verbundene Netzwerk- und Speicherkosten niedriger, weil die Abbilddatei physisch kleiner ist. Der primäre Nachteil dünner Abbilder ist, dass ihre Entwicklung anfänglich komplexer sein kann, aber dieser Nachteil wird durch eine Verringerung der Kosten beim Erstellen nachfolgender Abbilder ausgeglichen. Bereitstellen von Anwendungen und Sprachpaketen außerhalb des Datenträgerabbilds erfordert oft Skripting und eine Softwareverteilungsinfrastruktur. Ein anderer Nachteil dünner Abbilder ist, dass Kernanwendungen und Sprachpakete nicht gleich von Anfang an verfügbar sind – eine mögliche Anforderung in Hochsicherheitsszenarios.

Wenn das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem sich entscheidet, dünne Abbilder zu erstellen, die keine Anwendungen oder Sprachpakete umfassen, sollte die Organisation eine Systemverwaltungsinfrastruktur, wie z. B. SMS 2003, zur Hand haben, um Anwendungen und Sprachpakete bereitzustellen. Um eine Strategie für dünne Abbilder zu verwenden, kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem dann diese Infrastruktur verwenden, um Anwendungen und Sprachpakete nach Installieren des dünnen Abbilds bereitzustellen.

Hybridabbild

Hybridabbilder mischen Strategien dünner und dicker Abbilder. In einem Hybridabbild wird das dafür Datenträgerabbild konfiguriert, Anwendungen und Sprachpakete bei der ersten Ausführung zu installieren. Dies ruft den Eindruck eines dicken Abbilds hervor, aber Anwendungen und Sprachpakete werden von einer Netzwerkquelle installiert. Hybridabbilder haben die meisten Vorteile dünner Abbilder. Aber ihre Entwicklung ist nicht so kompliziert, und sie erfordern keine Softwareverteilungsinfrastruktur. Sie erfordern allerdings längere Installationszeiten, was anfangs die Bereitstellungskosten erhöhen kann.

Eine Alternative ist, einmalige dicke Abbilder von einem dünnen Abbild zu erstellen. Das Team beginnt mit dem Erstellen eines dünnen Referenzabbilds. Dann, nachdem das dünne Abbild getestet ist, fügt das Team Kernanwendungen und Sprachpakete hinzu, zeichnet sie auf, testet sie und verteilt ein dickes Abbild, das auf dem dünnen Abbild basiert. Die Prüfung des dicken Abbilds wird minimiert, weil der Abbilderstellungsprozess im Wesentlichen mit einer regulären Bereitstellung identisch ist. Seien Sie jedoch vorsichtig bei Anwendungen, die mit dem Datenträgerabbild-Erstellungsprozess nicht kompatibel sind.

Wenn das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem sich entscheidet, Hybridabbilder zu erstellen, wird es Anwendungen und Sprachpakete auf dem Netzwerk speichern, aber die Befehle für ihre Installation bei der Bereitstellung des Datenträgerabbilds aufnehmen. Dieser Prozess unterscheidet sich vom Installieren der Anwendungen und Sprachpakete im Datenträgerabbild. Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem stellt Installationen zurück, die meist während des Datenträgerabbild-Erstellungsprozesses bis zum Abbildbereitstellungsprozess stattfinden würden. Wenn in der Organisation eine Systemverwaltungsinfrastruktur vorhanden ist, wird das Team diese wahrscheinlich verwenden, um zusätzliche Anwendungen und Sprachpakete nach Bereitstellung zu installieren.

Meilenstein: Buildtestumgebung erstellt

Jetzt ist die Entwicklungstestumgebung vorbereitet. (Siehe Tabelle 4.)

Tabelle 4. Ergebnisse für den Meilenstein „Buildtestumgebung erstellt“

Ergebnis-ID

Beschreibung

Entwicklungsabbildserver bereit

Der Abbilderstellungsserver in der Entwicklungstestumgebung ist jetzt bereit für das Erstellen von Prototypen für Computerabbilder und ist vom Projektleiter genehmigt worden.

Die Hauptaufgabe des Entwicklungsrollenclusters bestand während der Planungsphase darin, die Testumgebung zu konfigurieren und funktionstüchtig zu machen, das Abbilderstellungssystem zu installieren und alle nötigen Treiber und Medien zu sammeln.

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